Welt am Draht

Welt am Draht (1973), DE
Laufzeit 205 Minuten, FSK 16, Science Fiction-Film, Thriller

- Kritiker
1 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.8 Community
105 Bewertungen
11 Kommentare
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von Rainer Werner Fassbinder, mit Klaus Löwitsch und Barbara Valentin

Im Institut für Kybernetik und Zukunftsforschung haben Wissenschaftler eine künstliche Welt erschaffen, die die reale imitiert. Nach dem überraschenden Ableben des Institutsleiters scheint seinen Nachfolger Fred Stiller das gleiche Schicksal zu ereilen. Denn auch Stiller muss feststellen, dass die Realität, in der er lebt, womöglich nur eine Simulation ist.

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Kommentare (11) — Film: Welt am Draht

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Gantu

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Bewertung6.5Ganz gut

Definitiv sehr schräg und wohl nur etwas für die ganz harten unter den Sci Fi Fans oder den wahren Filmconnaisseuren.

Na ja trotz der fehlenden Effekte, ist die Storyidee nach wie vor interessant - manchmal wünschte ich mir auch überall rauchen zu können, vom Chef auf einen Whisky eingeladen zu werden und von meiner dickbrüstigen Sekretärin zur "Zerstreuung" von der Arbeit abgeholt zu werden ....

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the traveler

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Bewertung9.0Herausragend

Das Ganze gerät aus den Fugen. Diese virtuelle Realität, die virtuelle "Kleinstadt", die wir geschaffen haben, sollte nur der Forschung dienen. Der Prognose von Konsummustern einer künstlichen Gesellschaft mit künstlichen Individuen. Computerprogramme, nichts weiter.

 Aber.. wie kann es sein, dass eine Identitätseinheit aus unserer Zivilisationssimulation das Bewusstsein meines Assistenten übernimmt? Seinen Platz in der Realität einnimmt? Ist das wirklich passiert? Er ist nur ein Schaltkreis. Eine Identitätseinheit in unserem Computer. Programmiert von uns. Wie ist das möglich? Ja, gut, sie haben ein Bewusstsein. Aber es sind dennoch nur Schaltkreise. Wie ist es möglich, dass er die Simulation verlässt? Dass er es nach oben schafft? In die Realität. Die Realität... Wenn ein Mensch nichts anderes kennt, als die Welt in der er lebt, warum sollte er je annehmen, dass seine Welt nicht die Realität ist? Er wusste es, er war ja unsere Kontakteinheit. Wir hätten ihn löschen sollen. Verdammt, er hat es wirklich geschafft. Das, was er zu mir gesagt hat, das... das war... Verdammt, ich bin paranoid. Bleib ruhig, Fred. Kann eine programmiertes "Wesen" intelligenter werden als wir, seine Programmierer? Trink erstmal einen Schluck, Fred. Diese verdammten Kopfschmerzen bringen mich noch um. Er sagte was davon, er hätte die erste Stufe nach oben genommen. Nach oben. Wo ist oben? Könnte es nicht etlich viele.. Ebenen geben? 

Grübel ich zu viel? Bin ich paranoid? Ich meine,.. die Sache mit Günther Lause... Was hat es mit Günther Lause auf sich? Ich habe noch mit ihm gesprochen und auf einmal war er weg. Und plötzlich kann sich niemand mehr, ich meine verdammt niemand, an einen Günther Lause erinnern? Lause... Wie kann ein Mensch einfach verschwinden? Einfach so aus der Welt verschwinden? Einfach gelöscht? Habe ich Wahnvorstellungen? Bin ich gedanklich zu tief in unserem Modell versunken? Genie und Wahnsinn... Kann ich Realität und Simulation nicht mehr auseinanderhalten?
 
Was ist die Realität? Was unterscheidet ein menschliches Bewusstsein von einem künstlichen Bewusstsein, das die gleiche Kapazität hat, wie wir? Wo ist die Grenze? Ist eine Identitätseinheit weniger wert als ein Mensch? Kann sich ein Mensch in eine virtuelle Identität verlieben? Diese Identitätseinheiten haben Gefühle. Funktionieren wie wir, nur dass sie halt programmiert sind. Programmierung? Schöpfung? Wer hat mich erschaffen? Programmiert? 

Der Kaffee hier, warum ist der braun? Weil Kaffee wirklich braun ist? Oder ist Kaffee in Wirklichkeit lila und irgendjemand da oben lacht sich schlapp, weil wir hier unten braunen Kaffee trinken?
Und, gibt es einen Film, der sich tiefgehender mit der Thematik (virtueller) Realität auseinandersetzt?

Ich bin Fred Stiller, technischer Direktor des Instituts für Kybernetik und Zukunftsforschung, und mein Kopf fühlt sich an als würde er jeden Augenblick explodieren. Einfach so, in tausend Stücke zerplatzen. In meinem Kopf, da ist so viel drin. Kennen Sie das Spiel "Ich sehe was, was du nicht siehst"? Ich weiß etwas, was Sie nicht wissen. 

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Tyler__Durden

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Sehr schön! Muss ich mir auch endlich mal ansehen.


the traveler

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Danke :) Ja, musst du ;)


Discostu

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Bewertung6.5Ganz gut

Schon Jahrzehnte vor Matrix und Co. beschäftigte sich Rainer Werner Fassbinder in diesem Fernseh-Zweiteiler mit der Frage, ob unser ganzes Leben nur eine realistische Computersimulation sein könnte. Positiv fallen vor allem das Set-Design, Kamera und die Regie auf, die mit in fast jeder Szene auftauchenden Spiegeln und Glasscheiben das Thema des Abbilds auch auf einer visuellen Ebene transportieren. Durch seine Dialoglastigkeit, nicht immer überzeugende Darsteller, viele eher unnötig erscheinende Szenen, langsames Erzähltempo und eine kaum vorhandene Spannungskurve ist der Film insgesamt jedoch trotzdem nur eingeschränkt zu empfehlen. Dennoch ein Beispiel dafür, dass Fernsehfilme auch anspruchsvoll und kreativ sein können, was heute ja leider kaum noch der Fall ist.

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Kubrick_obscura

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein total abgedrehter, unerträglich künstlicher, inhumaner, grandios inszenierter Sci-Fi-Film aus einer vergangenen Epoche als Fernsehfilme noch wie Kunstwerke gemacht wurden.

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Joe Gillis

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Früher war eben alles besser.


Nutella?!!

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"Früher war sogar die Zukunft besser." ..


spanky

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Bewertung7.5Sehenswert

Allein der omnipräsente Klaus Löwitsch und das ultrapostmoderne Setdesign sind diese surreale Reise wert. Fassbinder bleibt sich treu mit schwarzen Disco-Bodybuildern in pinken Slips, puppenhaften Damenwesen und bis zur Unerträglichkeit gestreckter Dialog- und Erzählepik. Kein Film-Fastfood, aber dafür ein Geschmackserlebnis.

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suzee

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Erfreulicherweise können geduldige Zuschauer in Fassbinders Interpretation von Simulacron-3 trotz (oder grade dank?) populärer Verfilmungen wie "Matrix" oder "The 13th Floor" noch einen Mehrwert erfahren. Hier gibt es noch viel zu entdecken und sei es auch nur die erneute Lust auf Max Frischs Stiller.

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Sonse

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Oh, dann schiebe ich ihn wohl doch noch etwas vor mir her. "Stiller" fand ich arg anstrengend, damals im Deutsch-LK.


suzee

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Ohje, nein, nein! Zur Abschreckung war das ja gar nicht gedacht, Sonse! ;-) Damit wollt ich nur die Bandbreite des Mehrwerts veranschaulichen! Ich hatte zudem das Glück Stiller freiwillig lesen zu können und eben nicht zu müssen, deswegen verbind ich damit auch nicht so ne Tortour.;-) Ein wenig Sitzfleisch brauchst Du für Welt am Draht aber dennoch, schon alleine wegen der Spieldauer - aber wenn Dich das Thema auch nur a bissel interessiert, wirst Du auf Deine Kosten kommen!


plattfuss69

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Bewertung5.0Geht so

Ein bisschen altbacken und langatmig, leider.

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Schisma

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

habe diesen Film nun zum zweiten Mal gesehen und ich muss sagen, er hat nichts von seiner unglaublichen Tiefe und anregenden Verworrenheit verloren.

Als Teil der Generation 20 + bin ich mit Matrix groß geworden. Erst später entdeckte ich einen relativ unbekannten SciFi Thriller namens The 13th Floor, der sofort mein Herz gewann.

Als mein Vater mir dann von diesem Film erzählte war ich hin und weg.

Obwohl die Action und Effekte von Matrix zu 13th Floor und dann WaD immer weniger wurden hatte dieser Film mich lange in seinem Bann.

Es war sicherlich nicht einfach dem oftmals zähen Erzählfluss zu folgen, aber auf jede Länge im Film kam immer eine überraschende Wendung oder zumindes ein erfrischender Dialog.

Man könnte durchaus sagen, dass Welt am Draht auf der philosophischen Ebene der beste Film aller Zeiten ist.

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Prestigeww

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Welt am Draht ist ein wunderbarer Science Fiction-Film aus der Zeit, als Computer noch Rechenmaschinen hießen. Die Story bietet erheblich mehr Tiefgang als Matrix oder The 13th Floor und kommt in seiner Suche nach dem Wesen des Menschen über das Medium des Science Fiction-Filmes schon fast an Solaris von Andrei Tarkovsky heran. Wie ihm dient Fassbinder der Science-Fiction-Kontext nur als Vorwand für existenzphilosophische Fragen.

Aufgefangen wird dieses verkopfte Thema von gekonnt eingesetzter Action und einem subtilen Humor, der anfangs noch unbeabsichtigt wirkt, sich jedoch schnell als Stilmittel zu erkennen gibt. Ein komischer Höhepunkt ist sicherlich der Kommune 1-Hippie Rainer Langhans als sächselnder Kellner mit Stock im Hintern auf einer Party (Zwoi Wodko, biddösöhr"). Überhaupt entpuppt sich das steife Schauspiel der Nebenfiguren rückblickend als Hinweis auf die Künstlichkeit der Welt. Besonders Siskins Party ist eine regelrechte Ansammlung von Robotern.

Das Besondere an Welt am Draht ist der weitgehende Verzicht auf Science Fiction-Klischees. Nur selten sind futuristische Sets zu sehen und auch die drei Realitätsebenen unterscheiden sich optisch kaum voneinander. Schließlich handelt es sich um realistische Simulationen. Science Fiction sieht bei Fassbinder wie eine graue Stadt in den 1970ern aus. Viel bunter ist hingegen das atemberaubende Innendesign im Retro-Look. Wenn sich das Paar sich nach dem Liebesakt in Löwenfell-Bettwäsche räkelt und umringt ist von Einrichtungsgegenständen, die Innenarchitekten noch heute Freudentränen in die Augen treiben, dann wird Welt am Draht auch zum optischen Highlight. Dazu trägt auch die innovative Kamera-Arbeit von Günther Ballhaus (Departed: Unter Feinden) bei.

Negativ fällt bestenfalls die Länge des Filmes ins Gewicht. Zu sehr ist dem Film die zwanghafte Anpassung an das Format "TV-Zweiteiler" anzumerken. Die Story ist zwar für 90 Minuten zu komlex, aber auch nicht komplex genug für 180. Besonders gegen Ende des ersten Teils zerfasert die Handlung etwas, da die Auflöung, dass auch die vermeintliche Realität nur eine Simulation ist, unbedingt als Cliffhanger herhalten muss. Dabei ahnt der Zuschauer das schon seit gefühlten 80 Minuten. Ein Recut auf 120 Minuten hätte Welt am Draht sicher gut getan, zumindest als alternative Version.

Fazit: Statt meine Mitmenschen in Tron-Manier als "Du Programm!" zu beleidigen, überlege ich nach diesem cleveren und stylischem Retro-SciFi ernsthaft mich auf "Du Schaltkeis-Ansammlung!" umzuorientieren.

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dbeutner

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"Recut auf 120 Minuten"? Boah, da wäre Fassbinder aber bestimmt im Grabe rotiert. Und ich würde weinen, weil der Film von Szene zu Szene immer wieder neue Höhepunkte setzt.
Zutreffend finde ich, dass das Ende von Teil 1 etwas arg pseudo-überraschend ist, aber - so isses halt. Ich finde gerade den ersten Teil dennoch toll ohne echte Einschränkung. Nur das Ende (von Teil 2), das zieht sich mE etwas, insbesondere die Holzhausszene - aber sooo lang ist die auch nicht, dass ich sie gleich zerschnitten haben möchte.
Nicht zutreffend und sehr gewagt finde ich hingegen "zwanghafte Anpassung an das Format 'TV-Zweiteiler'" - zur Entstehungszeit von WaD dürfte Fassbinder kaum davon ausgegangen sein, dass der Film eine größere Karriere im Fernsehen hinlegt, als er es schließlich getan hat; Fassbinder hat sich eher im Gegenteil gerade bei WaD die Freheit genommen, sich vom Kinoformat zu lösen! (Der Film hat in Summe auch nicht 180, sondern über 200 Minuten.)
Zur Künstlichkeit der Figuren: Hier wird glaube ich zumindest etwas zu viel hineininterpretiert. Fassbinder hat seine SchauspielerInnen immer theatermäßig überhöht spielen lassen, niemals "möglichst natürlich". Dazu kommt, dass ein großer Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Figuren existiert, worauf Anna schon richtigerweise hingewiesen hat. Die männlichen Hauptrollen agieren rel. "normal", bei den Nebenrollen ist es wohl eher der Besetzung geschuldet (teilweise sind es nunmal Amateure gewesen), dass diese sich - eben: fast unfreiwillig komisch - künstlich geben. Ich vermute (!) aber einmal, dass Fassbinder dies dann wieder so überzogen hat, dass es dann doch wieder zum Stilmittel wurde.
Schön allerdings, dass Du die Komik entdeckt hast, und hier behaupte ich einmal (nachdem ich den Film ganz frisch wieder gesehen habe, früher - da war ich aber auch kleiner - habe ich das noch nicht bemerkt), dass es eine eigentlich gar nicht zu übersehende Verbindung zu Loriot gibt. Das lässt sich schon an Heinz Meier festmachen, aber eben auch an der Komik, von diesem wie von anderen (angefangene Sätze etc pp).
Gerade wegen der vielen, vielen, vielen Dinge, die es in WaD zu entdecken gibt, halte ich den Vorschlag eines "Recut auf 120 Minuten" für den Aufruf zum Kulturmord... ;-)


Sandsturm

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"Die Story bietet erheblich mehr Tiefgang als Matrix oder The 13th Floor und kommt in seiner Suche nach dem Wesen des Menschen über das Medium des Science Fiction-Filmes schon fast an Solaris von Andrei Tarkovsky heran. Wie ihm dient Fassbinder der Science-Fiction-Kontext nur als Vorwand für existenzphilosophische Fragen."

Nicht Tarkovsky diente Science-Fiction als Vorwand für existenzphilosophische Fragen, sonder dem Autor der Buchvorlage zu Solaris: Stanislaw Lem. Und Lem fand die Tarkowskyverfilmung seines Werkes Solaris nicht besonders gut. Wenn man Lems "Solaris" als Buch gelesen hat, weiß man auch warum. Das Buch schlägt alles um Längen.

Aber sonst schöne Rezension.


annaberlin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Stylisher Fassbinder aus dem Jahr 1973, den ich auf der Berlinale 2010 in der restaurierten Kino-Fassung sehen durfte. Gleich einer endlosen Kamerafahrt durch Retro-Möbelmagazine mit extrem lässigen Dialogen bietet der als TV-Zweiteiler konzipierte Streifen aus heutiger Sicht noch immer eine Aktualität, die sich in Sci-Fis wie Avatar oder Matrix wiederspiegelt. Tatsächlich wirken ganze Handlungselemente aus Matrix/Avatar wie von Fassbinder kopiert! Die ruhige Erzählweise, die in den 1970ern noch praktiziert wurde, und die Überstilisierung der weiblichen Figuren, sind zwar durchaus ungewohnt, in Welt am Draht aber selbst aus heutiger Zuschauerhaltung noch absolut gerechtfertigt. Darüber hinaus: Was würde ich darum geben, ein paar Möbel aus Welt am Draht zu besitzen… ;-)

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dbeutner

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Bewertung10.0Herausragend

Für mich der beste Fassbinder (basierend auf Simulacron-3 von Daniel F. Galouye). In gewisser Weise Vorgänger von Matrix, nur ohne großen Technik-SchnickSchnack, sondern mit Fassbinder-Ruhe, Fassbinder-SchauspielerInnen (die bis an die Schmerzgrenze gut spielen) und dem Fassbinder-Gefühl.

War fast nie im Fernsehen zu sehen (zuletzt 2002!), vielleicht, weil er so lang ist (zwei Teile), oder weil er eben mehr Kopf erfordert als Matrix-Action. Ein direktes Remake gibt es übrigens auch: "The Thirteenth Floor" mit Armin Mueller-Stahl - der war OK, kommt aber laaange nicht an das Original heran.

Und das Beste: Seit 18.02.2010 auf DVD erhältlich!

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jannis

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Klingt interessant - vorgemerkt!


Ischtar

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Cool :-) Hab damals "nur" Thirteenth Floor gesehen (und den fand ich eigentlich auch schon spannend)und später dann von Welt am Draht gelesen.. Jetzt bin ich ja mal gespannt!


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