Die Überlänge wird im Kino zur Norm
the gaffer (Jenny Jecke), Veröffentlicht am 30.07.2012, 09:17
Batman muss 164 Minuten lang auf den Feierabend warten
© Warner
Der immer wieder lesenswerte Blog The Mary Sue sammelte kürzlich fünf Trends, welche die Filmbranche Peter Jackson zu verdanken hat. Der Regisseur der Herr der Ringe-Trilogie machte beispielsweise die Motion Capture-Technologie salonfähig und Maßstäbe in Sachen DVD-Features setzten seine Fantasy-Epen ebenso. Ganz oben auf der Liste steht allerdings die Popularität der Überlänge. Die betrifft nicht nur großformatige Literaturverfilmungen und Arthouse-Werke auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Superhelden- und Actionfilme, ja sogar Komödien, ziehen sich, zumindest dem Gefühl nach, immer öfter in die Länge und das ist keine verkappte Metapher für eine unzureichende Dramaturgie. Dabei gab es früher einmal einleuchtende Gründe für Spielzeiten zwischen 90 und 120 Minuten.
Ran mit der Schere
Früher, als alles noch besser und die Erde eine Scheibe war, konnte die Überlänge finanzielle Einbußen bedeuten. Je länger der Film war, desto weniger Vorstellungen waren an einem Tag möglich, weshalb weniger Zuschauer ein Ticket lösen konnten. Zum anderen war bereits im Produktionsprozess das Filmmaterial eine nicht zu unterschätzende Investition, weswegen die alte Praxis, die Story an Länge und Zahl der Filmrollen auszurichten, nicht Nostalgie, sondern ein verständnisvolles Nicken ob der pragmatischen Erzählweise hervorlocken sollte. Natürlich gab es zu Zeiten des Klassischen Hollywoodkinos Filme mit Überlänge wie Vom Winde verweht. Mittlerweile scheint sich dieses Phänomen allerdings in mehr und mehr Genres auszubreiten, die ihrem Wesen nach nicht zu epischen Erzählungen tendieren.
Die Herr der Ringe-Trilogie (Beispiel: Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs, 2003, 201 Minuten in der Kinofassung) steht zwischen den Genrestühlen, was vielleicht die Voraussetzung für ihre wegweisende Rolle war. Einerseits haben wir es hier mit einem modernen Monumentalfilm zu tun (Beispiel: Der Untergang des Römischen Reiches, 1964, 188 Minuten), eine Großproduktion samt epischer Reise, epischen Schlachten und epischer Fußbehaarung. Andererseits zählen Zwerge, Elben und Hobbits zu den Helden, viel Action wird auch noch geboten und von den Spezialeffekten fange ich gar nicht erst an. Im Gegensatz zum vergleichsweise klassischen Epos Titanic (194 Minuten), stechen die Genrewurzeln der Herr der Ringe-Reihe stark hervor. Natürlich gab es im besagten Früher Genrefilme mit Überlänge (Der Dieb von Bagdad, 1924, 155 Minuten). Wenn wir auf die aktuell erfolgreichsten Filme des Jahres 2012 in den USA blicken, überrascht die bloße Menge überlanger Filme trotzdem. Marvel’s The Avengers auf Platz 1 zählt 142 Minuten, Die Tribute von Panem – The Hunger Games 142 Minuten, The Dark Knight Rises 164 Minuten. Da wirkt The Amazing Spider-Man mit seinen schlanken 136 Minuten (!) geradezu wie ein Kurzfilm. Was nicht alles über einen Teenie im Spinnenkostüm erzählt werden kann…
Marathon im Kino
Die Untersuchung der durchschnittlichen Laufzeit von Filmen über mehrere Dekaden hinweg führt unterschiedliche Ergebnisse zu Tage, je nachdem, wie die Filmauswahl erfolgt (Oscar vs. Box Office, große vs. kleine Auswahl etc.). Eine Analyse kam zum Ergebnis, dass die durchschnittliche Laufzeit von Spielfilmen seit den 1960er Jahren zwischen 125 und 129 Minuten schwankt, Zeiten also, die von den vier erfolgreichsten Filmen des Jahres 2012 deutlich überschritten werden. Warum rede ich von der Top 4? Weil Merida – Legende der Highlands, Der Lorax und Madagascar 3 – Flucht durch Europa, die auf den folgenden Plätzen liegen, alle kürzer ausfallen. Animationsfilme werden schon wegen ihrer Zielgruppe weniger ausladend erzählt. Ihr Produktionsprozess fordert jedoch auch eine strengere Beschränkung auf das Wesentliche.
Warum liegen nun so viele Minuten zwischen der Geschichte einer schottischen Prinzessin und der von Roboter-Autos bzw. Auto-Robotern (Kein Transformers kommt unter 140 Minuten ins Ziel)? Ist es wirklich notwendig, die Story von Männern und Frauen in Latex-Anzügen auf diese Länge auszudehnen? Immerhin hat Tim Burton seine beiden Batman-Filme in 126 Minuten erzählt. Christopher Nolan benötigte für jeden seiner drei Franchise-Einträge mindestens 140 Minuten. Die Überlänge kann auf Regisseure zurückgeführt werden, die kein Maß mehr kennen. Es gibt allerdings auch log(ist)ische Erklärungen. Digitales Filmen fällt günstiger aus als die Nutzung von analogen Streifen. Multiplexe und digitale Filmprojektion ermöglichen heutzutage das Abspielen von einem Film in mehreren Sälen gleichzeitig. Weniger Vorstellungen auf Grund der Überlänge schneiden damit nicht mehr so stark ins finanzielle Fleisch.
Die Tendenz, Genrefilme auf eine wie auch immer geartete Epicness zu bürsten, gleicht der Fortführung der Themenpark-Strategie mit anderen Mitteln. Nicht nur 3D soll uns wieder ins Kino locken. Auch das Spektakel muss immmer größer, teurer, ja, epischer werden. Stellten die Studios der kleinen Mattscheibe früher Cinemascope entgegen, lebt der Gedanke des Kinos als Ort bigger than life in aufgeplusterten Actionfilmen weiter, in Abenteuerfilmen, die die Exzesse eines dauerbetrunkenen Piraten wichtig genug nehmen, um sie auf 136 Minuten auszubreiten (Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten). Die finanzielle Konsequenz dieser Entwicklung erleben wir übrigens jetzt schon. Wenn die Zuschauer diese Laufzeiten in Kauf nehmen, warum nicht gleich die ganze dünne Geschichte auf zwei, drei Filme aufblasen?
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Kommentare
über Die Überlänge wird im Kino zur Norm
judischnudi Tue, 31 Jul 2012 12:17:50 -0000
Kommentar löschenVielen Dank, Jenny, für den tollen Artikel. Er spricht mir aus der Seele. Die Bezeichnung "Überlängenzuschlag" empfinde ich angesichts der mittlerweile bei größeren Produktionen standardmäßigen Laufzeit als blanken Hohn. Ich gehe lieber in ein Kino, das in 10 Sälen 10 verschiedene Filme anbietet, als in eines, das einen Blockbuster in drei Sälen gleichzeitig laufen lässt.
Es gehört eben Können dazu, eine Geschichte sinnvoll in 90 Minuten zu erzählen. Man muss sich natürlich immer nach dem vorhandenen Material richten, bei LOTR waren die Überlängen absolut notwendig. Aber es gibt eben viele Filme, die die zusätzliche Zeit mit redundanten Informationen, unnützen Charakteren etc. füllen, was mich als Zuschauer nur noch frustriert. Mir wäre es lieber, die Überlängenfassung auf die DVDs bzw. Blu-rays der Filme zu beschränken.
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RoosterCogburn Tue, 31 Jul 2012 17:45:02 -0000
Antwort löschenAb wieviel Minuten erhebt denn dein Kino einen Überlängenzuschlag?
lieber_tee Mon, 30 Jul 2012 22:52:00 -0000
Kommentar löschenListenwahn bei MP:
Schwanzparade der längsten Filme der Welt (Auswahl von bekannten Streifen)
"Cleopatra" 240 min
"Lawrence von Arabien" 218 min
"Hamlet" (von Kenneth Branagh) 232 min
Vom Winde verweht: 224 min.
Giganten: 193 min.
Spartacus: 189 min.
Ben Hur: 214 min.
Barry Lyndon: 178 min.
Gettysburg: 261 min.
Empire (Andy Warhol): 485 min (!!!!)
Dr. Mabuse, der Spieler: 270 min
Braveheart: 171 min
Farewell My Concubine: 172 min
Heat: 164 min
Der Leopard: 180 min
Schindlers Liste: 187 min
Szenen einer Ehe: 271 min (TV Fassung)
Bis ans Ende der Welt (Wim Wenders): 279 Min
The Green Mile: 181 min
Apocalypse Now Redux: 195 min
Das Boot Directors Cut: 200 min
Zehn Gebote: 220 min
Blood in Blood out: 190 min.
Nixon dc: 212 min.
Uff,
und noch nicht einmal wirklich schlechte Filme, trotz Länge...
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EllHomer Mon, 30 Jul 2012 23:43:55 -0000
Antwort löschenWaaas? 4 Stunden für einen Film? Wusste ich ehrlich gesagt noch gar nicht. Das ist für mich dann schon ein Grund, so einen Film nicht anzukucken....
lieber_tee Mon, 30 Jul 2012 23:50:49 -0000
Antwort löschenMit Sitzkissen, 'ner guten Flaschen Wein (oder 2) geht das schon...Oder so über die Woche verteilt...
christian-bauer Tue, 31 Jul 2012 05:43:48 -0000
Antwort löschenNicht zu vergessen die Hammer-Triologie:
Der Pate: 175 min
Der Pate II: 200 min
Der Pate III: 165 min
Mein Senf Tue, 31 Jul 2012 06:43:14 -0000
Antwort löschenIch habe den längsten: "Out 1" (1971), dauert schlappe 773 Minuten, also in etwa die Nettospielzeit einer heutigen Serienstaffel. Der wurde später zuschauergerecht auf schlanke vier Stunden unter dem Namen "Out 1: Spectre" veröffentlicht.
lieber_tee Tue, 31 Jul 2012 09:13:58 -0000
Antwort löschen@ bauer,
wie konnte ich die nur vergessen...
Ist die TV-Fassung nicht sogar noch länger?
@ senf,
ja, ich glaube du hast den längsten...:) (war mir nur nicht bekannt genug)
Jason Born Tue, 31 Jul 2012 10:06:49 -0000
Antwort löschenEinen werfe ich auch noch in die Runde:
Gods and Generals, die Vorgeschichte zum von dir genannten Gettysburg. Der DC ist 280 Minuten lang.
RoosterCogburn Tue, 31 Jul 2012 13:14:26 -0000
Antwort löschenDu hast sehr schön präsentiert, dass die Entwicklung der durchschnittlichen Laufzeit bei Großproduktionen über Jahrzehnte zu betrachten ist. Nicht nur die letzten fünf oder zehn Jahre, wie es im Artikel den Eindruck macht. Daraus wird auch deutlich, dass das "Problem" kein, kein Problem ist.
Im Artikel wird ja 140 Minuten (weil kein Transformers darunter wegkommt) als Maßstab genommen. Im Text könnte man so verstehen als wäre es eine aktuelle Entwicklung, das die Blockbuster schon mal 2 1/2 Stunden dauern. Das nimmt doch das Publikum schon "was-weiß-ich-wie-lang" hin oder noch länger. Allein in den letzten zwanzig Jahren gibt es genug Blockbuster, die diese 2,5 Std Laufzeit ausfüllen. Zum Beispiel: "Der Duft der Frauen", "Der Soldat James Ryan", "Nine Lives", "Pulp Fiction", "Heat", "Contact", "Eyes Wide Shut", "Braveheart", "Boogie Nights", "Jackie Brown" oder "An jedem verdammten Sonntag".
Allerdings geht the gaffer erst zum Ende auf eine interessante Frage ein. "... warum nicht gleich eine ganz dünne Geschichte auf zwei, drei Filme aufblasen?" Da genau das schon im Kino geschieht, hätte das ihr Ausgangspunkt bei dem Text sein sollen. Zumindest hätte ich das viel lieber gelesen. Mal was provokantes von ihr ...
Eigenbrötler Mon, 30 Jul 2012 22:03:12 -0000
Kommentar löschenPrinzipiell habe ich gar nichts gegen Filme mit drei Stunden Laufzeit oder mehr.
Allerdings muss dann die Handlung den Film über die gesamte Zeit tragen, ohne all zu viele Einbrüche, und vor allem...
...KEINE PAUSEN IM KINO!
Es ist so fürchterlich enervierend, nach etwa 70-90 Minuten aus dem Film gerissen zu werden, weil irgendein Typ sein Cornetto oder pampige Nachos verkaufen will. >_< Das macht mir die ganze Stimmung kaputt.
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Longobongo Tue, 31 Jul 2012 04:04:48 -0000
Antwort löschenDa haste recht, ich bin im Moment in Australien, wo sie nie Pausen im Kino machen, was mir anfangs eher befremdlich vorkam, jetzt möchte ich es aber nicht mehr missen.
Velly Thu, 16 Aug 2012 18:59:46 -0000
Antwort löschenPausen sind echt nervig, insbesondere deswegen, weil sie meist ohne sinn und verstand gesetzt sind. der film endet abrupt und startet genauso wieder. nicht selten mitten in einer szene....
Ari Gold Mon, 30 Jul 2012 21:41:21 -0000
Kommentar löschenFilme sind nicht schlechter weil sie eine längere Laufzeit aufweisen. Dafür gibt es genug Beispiele wie Der Pate, der übrigens trotz des hohen Alters ziemlich lang ist. Wenn die Handlung viel Zeit benötigt, dann ist es doch gut, dass sich die Zeit genommen werden kann. Besser als die 08/15-Fernsehfilme, die immer 90 Minuten gehen sollen.
Außerdem benötigt eine vernünftige Charakterdarstellung viel Zeit.
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nilswachter Mon, 30 Jul 2012 20:30:45 -0000
Kommentar löschenGibt eine Geschichte genug Inhalt her, um lange erzählt zu werden, lebe ich gerne mit 3 Stunden Laufzeit. Der beste Directors Cut ist für mich nicht die Ringe-Trilogie, sondern Scotts KINGDOM OF HEAVEN. Ich habe nie einen Film gesehen, der sich in zwei Versionen so stark unterscheidet. Auch die Batman-Trilogie ist für mich nicht überlang. Wenn der dritte Teil kürzer gewesen wäre, hätte alles (noch) sprunghafter gewirkt.
Allerdings gibt es Filme, welche sich an ihrer Überlänge nur so ergötzen. M.E. ist TREE OF LIFE ein solches Werk. Natürlich ist das alles subjektiv, aber für mich war das ein einziger überlanger Bilderreigen. Dasselbe gilt für AVATAR, der einfach nicht enden will und den Bösewicht immer wieder aufstehen lässt.
Dass es eine Tendenz zu Überlänge bei Grossproduktionen gibt, ist nicht per se schlecht. Allerdings sollte die Zeit in Charakterentwicklung und Story investiert werden und nicht, wie oftmals in nicht enden wollende Actionszenen, was Transformers wunderbar vormacht. Es gibt tatsächlich Regisseure, die kein Mass mehr kennen und Bay gehört definitiv zu ihnen.
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RoosterCogburn Tue, 31 Jul 2012 12:32:59 -0000
Antwort löschenDen großen Unterschied zwischen Kinofassung und der Schnitt-Version des Regisseurs, habe ich auch bei Ridley Scott erlebt. Wenn man wie ich mit der Kinofassung aufgewachsen ist und dann den endgültigen "Final Cut" zu Gesicht bekommt, sind das zwei verschiedene Erzählungen.
RoosterCogburn Tue, 31 Jul 2012 17:33:58 -0000
Antwort löschenStimmt (gut erkannt, obwohl ich es vergaß zu erwähnen - ups).
lolmeister Mon, 30 Jul 2012 20:18:36 -0000
Kommentar löschenIch verstehe Leute beim besten Willen nicht, die tatsächlich 90 Minuten lange Filme präferieren. Kinder, ok, da sehe ich es ein, mit der geringeren Aufmerksamkeitsspanne. Aber erwachsene Menschen? Das soll mir mal jemand erklären. Das Kino ist ein wunderschöner Ort, und wenn der Film auch nur halbwegs gut ist, genieße ich jede einzelne Minute, die der Film länger geht.
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MasterZ Mon, 30 Jul 2012 20:12:10 -0000
Kommentar löschenIch liebe es 2 1/2 Stunden im Kino zu sitzen. Leider gibt es viele Kinos die dann immer so eine doofe Pause zwischen rein Knallen *gefällt mir nicht* :) aber was will man machen. Die Hauptsache ist immer noch dass man ins Kino sitzen kann und mit einem Gefühl wieder raus kommt.
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Sigrun Mon, 30 Jul 2012 18:18:35 -0000
Kommentar löschenAls Biertrinkerin bin ich ein großer Fan der obligatorischen Pause bei längeren Filmen :)
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Eigenbrötler Mon, 30 Jul 2012 23:39:46 -0000
Antwort löschenNa dann hab ich ja schonmal eine Schuldige gefunden, trotz shiny Profilbild. ;>
Shorty06 Mon, 30 Jul 2012 17:47:33 -0000
Kommentar löschenLove Exposure, der einzig wahre Film mit Überlänge <3
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floii Mon, 30 Jul 2012 22:58:42 -0000
Antwort löschenmeiner meinung nach sogar ein bisschen zu kurz ;D
John Alexander Bell Mon, 30 Jul 2012 17:39:43 -0000
Kommentar löschenDer gute, alte Italo-Western hatte auch zumeist Überlänge...allerdings weniger Aufgrund der Epicness, sondern wegen der ewig-langen Einstellung :)
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Bonusmaterial Mon, 30 Jul 2012 21:29:55 -0000
Antwort löschenwas diese Western aber auch wieder episch macht ;)
kattjes93 Mon, 30 Jul 2012 16:45:45 -0000
Kommentar löschenDie besten (oder populärsten) Filme haben in der Regel halt überlänge. Finde ich meistens sogar besser. Wenn der Film nicht an Spannung verliert finde ich das vollkommen ok. Bei Titanik zum Beispiel wussten wir ja was uns bevorsteht und habens auch überlebt. Wenn Jemand der Meinung ist ein Film sei zu lang, sollte er erst gar nicht ins Kino gehen und ihn dann zuhause gemütlich aufer Couch angucken ;)
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Filmkenner77 Mon, 30 Jul 2012 17:04:09 -0000
Antwort löschen"Die besten (oder populärsten) Filme haben in der Regel halt überlänge." Ich denke, diese Aussage ist ein wenig zu pauschal. Die Qualität eines Films misst sich nicht an der Lauflänge. Dass wäre so, als würde man sagen: Die Qualität eines Pullovers lässt sich daran erkennen, ob er die Größe S oder XL hat. Es gibt genügend Filme, die eine Lauflänge von unter 2 Stunden haben und dennoch herausragend sind.
kattjes93 Mon, 30 Jul 2012 20:10:15 -0000
Antwort löschenDas ist mir schon bewusst, deswegen habe ich die Formulierung 'in der Regel' benutzt, die meiner Meinung nach noch sehr zurückhaltend ist. Natürlich misst sich die Qualität eines Films nicht an der Länge. Die besten Beislpiele für wunderschöne Filme, die oft ziemlich kurz gefasst, aber keinesfalls wegzudenken sind, sind die von Disney- mit einer Durchschnittsdauer von 90 Minuten ist alles drin was eine Story so braucht :)
Joeyjoejoe17 Mon, 30 Jul 2012 15:34:58 -0000
Kommentar löschenIch mag lange Filme, sofern denn auch eine anständige Geschichte erzählt wird. Aber den Trend sehe ich jetzt nicht hin zu "nur noch lange Filme", denn das betrifft nur (bzw. hauptsächlich) Blockbuster. Die kleineren (und oftmals viel besseren) Produktionen warten oftmals mit einer Länge zwischen 100 und 120 Minuten auf.
Ich für meinen Teil habe dieses Kinojahr bisher eine handvoll Filme in Überlänge geschaut (Tribute von Panem, TDKR, Amazing Spiderman, Verblendung, The Yellow Sea), der Großteil (die ersten vier) waren Blockbuster, von denen ich nur einen für sehr gut empfunden habe.
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RoosterCogburn Mon, 30 Jul 2012 14:54:18 -0000
Kommentar löschenAuch wenn hier viele der Meinung sind, das die Spielzeit höher angesetzt wird, sollte man sich fragen ob das wirklich so ist? Die ganzen Beispiele die hier genannt werden, sind große Blockbuster. Doch wieviel Prozent machen diese von den ganzen Filmproduktionen jährlich aus. Und damit spreche ich nicht von Qualität oder Umsatz. Sondern vom tatsächlichen Output. Und ich berücksichtige mal nur die Filme, die auch tatsächlich in den deutschen Kinos landen. Es gibt ja mehr als genug Kinofilme, die aus dem Ausland kommen und bei uns direkt auf DVD erscheinen.
Wenn man diese ganzen Produktionen überblickt würde ich behaupten, das die im Artikel angesprochenen mit Überlänge, absolut in der Minderheit sind. Denn wenn, dann trifft das auf so manch Blockbuster a la Bruckheimer und Bay zu. "3 D" betrifft nun auch nicht jeden Film. Auch wenn es einen so vorkommen mag. Aber für mich ist das eine Phase die auch wieder vorbei geht. 3D-Filme gab es schon mal und sind auch wieder aus dem Kino verschwunden. In Amerika ist die Tendenz schon abnehmend.
Bezüglich der Länge haben wir uns auf 100 bis 130 Minuten eingependelt. NUR Großproduktionen mit viel Budget können sich mehr erlauben. Hier wird ein Kinobesuch als Event-Erlebnis verkauft und Preisaufschlag für Überlänge genommen. Ausserdem verdienen die Kinos eine Menge am Verkauf von Snacks (Popcorn, Cola, Gummibären etc.). Das wird unterschätzt was hier für eine Gewinnspanne herscht. Und wenn ein Film statt 120 dann 150 min dauert, macht das am Tag noch keine neue Vorstellung aus. Stattdessen fängt man etwas später an mit den Vorstellungen. Statt vier werden drei Vorstellungen gezeigt und durch den Überlängenaufschlag holt man eine Menge rein.
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morlock Mon, 30 Jul 2012 17:30:58 -0000
Antwort löschenIch habe das so verstanden, dass Gaffer sich auf Blockbuster bezogen hat.
Und die sind in den letzten Jahren tatsächlich noch länger geworden.
RoosterCogburn Tue, 31 Jul 2012 12:23:19 -0000
Antwort löschenSchauen wir mal in den Artikel:
"Dies betrifft nicht nur großformatige Literaturverfilmungen und Arthouse-Werke [...] Superhelden- und Actionfilme, ja sogar Komödien, ziehen sich." - "Mittlerweile scheint sich dieses Phänomen [...] in mehr und mehr Genres auszubreiten."
Es wird im Artikel nicht explizit erwähnt, dass die großformatigen Blockbuster-Kinoproduktionen gemeint sind, an die dieser Artikel ausgerichtet ist. Aber an Hand der Beispiele lässt sich das vermuten. Und bei DIESER genannten Gruppe von Produktionen ist mMn, nicht die durchschnittliche Spielzeit länger geworden [auch wenn einzelne lange Filme dabei sind]. Sondern deren Populärität ist stärker in den Vordergrund getreten. Und zwar aufgrund neuer technischer Produktionsverfahren. Somit gibt es andere Möglichkeiten bezgl der Umsetzung von Filmstoffen.
Auch vor fünfzehn, zwanzig Jahren gab es dieselbe Diskussion [wegen anderer Auslöser]. Und es wird sie auch immer wieder geben. Es ist nur eine Sache der subjektiven Wahrnehmung. Denk mal an "Independence Day", "1492", "Der mit dem Wolf tanzt", "Die Firma", "Havana", "Carlito's Way", "Hook", "Pulp Fiction" oder "Forrest Gump". Deren Filmlaufzeit ist ebenfalls über zwei Stunden. Juckt das heute noch irgendjemand? Es kommt doch auf die Qualität der Inszenierung an und ob die Handlung in einer angemessenen Filmlaufzeit erzählt wird.
Vor allem sollen Kinofilme unterhalten!
morlock Tue, 31 Jul 2012 16:08:03 -0000
Antwort löschenAlso ich habe das schon so verstanden, dass Blockbuster gemeint sind.;)
Mit Genres, die auf epische Breite aufgeblasen werden und aufwändig verfilmt werden(=Blockbuster), sind z.B. Comicverfilmungen gemeint.
Filmkenner77 Mon, 30 Jul 2012 14:51:43 -0000
Kommentar löschenMan muss bedenken, dass der Film im Kino in der Regel 24 Bilder pro Sekunde liefert, auf DVD 25 Bilder pro Sekunde, was bei einem längeren Film schon mal mehrere Minuten ausmacht. Blu-ray hat meines Wissens nach wiederum 24 Bilder pro Sekunde. Je nachdem, welches Medium man schaut, liegt eine Differenz von mehreren Minuten zu Grunde (Beispiel: Casino Royale DVD 139 Minuten, Blu-ray 144 Minuten). Darüber hinaus ist er Abspann heute bei jedem Film teilweise erheblich länger als bei Filmen aus den 50er oder 60er Jahren, die manchmal nur mit einem "The End"-Zeichen aufwarteten. Heute dauert ein Abspann manchmal bis zu 12 Minuten. Nehmen wir also einen Film auf DVD, der im Kino 144 Minuten gedauert hat, rechnen 12 Minuten Abspann ab, dann kommt man tatsächlich noch auf eine Länge von 127 Minuten, was natürlich noch immer deutlich höher ist als die Lauflänge eines Films von vor 50 Jahren.
Offensichtlich ist aber, dass damals Filme mit Überlänge noch eine epische Geschichte zu erzählen hatten, während heute in der Tat jede noch so banale Story aufgeblasen wird. In diesem Zusammenhang sind auch D-Cuts zu sehen. Neben den finanziellen Reizen, die sich für den Heimkinomarkt ergeben, scheinen viele Regisseure einfach das Gefühl für ihr Produkt verloren zu haben. Damals wurde überflüssiges aus dem Film gelassen. Man schuf eine komprimierte Fassung mit dem wirklich besten, was ein Regisseur anzubieten hatte. Ausnahme war die Zensuren der Studios, die den Regisseuren ins Handwerk pfuschten. Hier sind längere Fassungen, die den Vorstellungen des Regisseurs mehr entsprechen, in meinen Augen zulässig. Wenn der D-Cut aber nur als Möglichkeit gesehen wird, den Zuschauer zweimal abzukassieren, halte ich dies zumindest für fragwürdig. Ich denke, die Tendenz, nahezu jeden Film mit einem D-Cut zu versehen und ihn damit nochmals künstlich zu strecken, hat sich in den letzten Jahren verselbstständigt. Man kann sich heute kaum noch einen Film im Kino anschauen, bei dem nicht irgendjemand 3 Monate später einen um 10 Minuten längeren D-Cut erstellt.
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sebastian.boehler Mon, 30 Jul 2012 14:45:01 -0000
Kommentar löschenEinige Filme, welche wirklich authentische Meisterstücke werden sollen, brauchen meiner Meinung nach eine solche Länge.
Bei Komödien oder Liebesfilmen reichen allerdings 90 Minuten.
Auch Actionfilme, von denen man vorher schon weiß, dass sie floppen werden, wie z.B. "Battleship" oder so, brauchen keine 3 Stunden, da reichen auch höchstens 2.
Die "Der Herr der Ringe"-Trilogie hat die richtige Länge!
Die 165 Minuten bei "The Dark Knight Rises" waren auch vollkommen richtig!
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torsam Mon, 30 Jul 2012 14:38:34 -0000
Kommentar löschenKlasse Artikel! Ich mag überlange Filme überhaupt nicht, ich werde dann immer ungeduldig. 90 Minuten ist für mich die perfekte Länge, gerne auch kürzer. Filme, die bedeutend länger sind als 120 Minuten, schaue ich mir meistens sogar deswegen gar nicht erst an. Natürlich gibt es auch Ausnahmen!
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RoosterCogburn Mon, 30 Jul 2012 15:21:52 -0000
Antwort löschenSchau dir am besten Kurzfilme an und vergiss nicht, an der Kinokasse zu fragen, wie lange der Film dauert. Bei einer Gegenfrage, begründe das mit einer Phobie gegen lange Spielfilme und Preisaufschläge. ^^
torsam Mon, 30 Jul 2012 17:30:42 -0000
Antwort löschenKurzfilme finde ich auch tatsächlich sehr gut. Leider kenne ich nur wenige. Also wenn jemand gute Kurzfilme kennt, dann her mit dem Empfehlungen.
Meine Empfehlung: "Schäfchen zählen", der war auf der DVD zu Emmas Glück.
yan24 Tue, 31 Jul 2012 07:54:26 -0000
Antwort löschenvielleicht findest du hier was :)
http://www.moviepilot.de/liste/shorts-yan24
RoosterCogburn Tue, 31 Jul 2012 16:33:32 -0000
Antwort löschenIch geb dir auch nen Kurzfilmtipp
http://www.moviepilot.de/movies/der-schoenste-busen-der-welt
http://www.moviepilot.de/movies/wallace-38-gromit-unter-schafen
Yarden Mon, 30 Jul 2012 13:48:09 -0000
Kommentar löschenWenn ein Film mit 3 Stunden gutem Material gefüllt ist, dann schaue ich ihn mir gerne auch so an. Filme, die nur bis zu 90 Minuten gehen, sind mir manchmal sogar etwas zu kurz. Meine bevorzugte Filmlänge sind 120-150 Minuten, aber natürlich nur, wenn der Film auch gut ist und keine unnötigen Szenen enthält. Er kann natürlich auch etwas länger oder kürzer ein, aber mir gefallen lange Filme, da hat man was von!
Is genauso mit PC-Spielen: Kaufe ich mir lieber ein Spiel mit 2 Stunden Spielzeit oder eins mit 20? Vorrausgesetzt natürlich, beide Spiele sind gleich gut. Bei Spielen hat man zwar den Vorteil, dass man zwischendurch ausmachen kann, aber drei Stunden sind ja noch zu verkraften.
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tom777 Mon, 30 Jul 2012 13:47:23 -0000
Kommentar löschenEin guter Film kann (fast) nicht lang genug sein ein schlechter nicht kurz genug.
Wer eine komplexe Geschichte erzählen will kommt mit 90 Minuten zumeist kaum aus,während die meisten Filme doch schon mühe haben mit ihren hauchdünnen Storys die 90 Minuten sinnvoll zu füllen.
Deswegen haben die meisten guten oder beliebten Filme weit mehr als 90 Minuten Laufzeit.
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il padrino Mon, 30 Jul 2012 13:35:02 -0000
Kommentar löschenAlso ich habe nichts gegen lange Filme
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HulktopF Mon, 30 Jul 2012 13:25:40 -0000
Kommentar löschenstellt euch mal ne kurzfassung von ben hur vor, oder ene kurzfassung von soldat james ryan, braveheart, herr der ringe,pulp fiction... es gibt filme die BRAUCHEN diese überlänge, filme die einfach zuviel input haben als dass sie in einen 90 minutenfilm passen würden... wenn ich jedoch an den hobbit denke.. und an die dreiteilergedanken jacksons.... ich denke nicht dass ein buch auf drei filme aufgebläht werden sollte...
twillight ist da ja n paradebeispiel: die filme haben weniger substanz als eine folge dawsons creek.genauso siehts aus mit ähnlichen projekten: hunger games... wozu 2 filme aus dem letzten buch wenn ein film locker reicht?
in letzter zeit fühl ich mich als filmfan verarscht und habe keinen bock mehr auf sowas...
jedoch manchmal, nur manchmal erblickt ein zwei/dreiteiler das licht der welt der alles wieder ins lot bringt.. nur, der letzte dreiteiler der dieses kunststück vollbrachte war peter jacksons meisterwerk.
seither gabs keine mehrteiler die mih so in den bann gezogen haben, selbst batman nicht.
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doctorgonzo Mon, 30 Jul 2012 13:27:10 -0000
Antwort löschenAlso "Braveheart" ginge auch mit 45min inklusive Werbung.
geheimer333 Mon, 30 Jul 2012 14:39:37 -0000
Antwort löschenBis auf Braveheart gebe ich dir Recht ;)
Rukus Mon, 30 Jul 2012 13:23:27 -0000
Kommentar löschenEine Komödie, wie American Pie, auf über 2 Stunden auszuwalzen, das braucht wohl keiner. Wenn es aber um einen Film mit einer echten Geschichte geht, bei der es auch auf Charakterentwicklung und dergleichen ankommt, bin ich absolut dafür, dass man nicht zu sehr nach der Uhr schaut. Das ist nicht bei jedem Film gerechtfertigt, aber oft genug sinnvoll. Vielleicht reduziert das auch die Notwendigkeit von Extended und Directors Cuts. Eine wünschenswerte Vorstellung.
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Lorion42 Mon, 30 Jul 2012 13:09:37 -0000
Kommentar löschenIch kann Überlängen nicht ab. Je kürzer und schnittiger der Film, desto mehr kann er begeistern. Längen zwischen 90 und 120 Minuten rum haben sich als praktikabel erwiesen eine Geschichte vollständig zu erzählen, genug Tiefe zu vermitteln und sich nicht in überflüssigen Szenen zu verlieren, die man herausschneiden könnte ohne dass der Film merklich dadurch verlieren würde.
Auch wenn mir hier viele widersprechen werden: die gekürzten Versionen großer Filme sind als Film gesehen meistens besser (Apocalypse Now, Cinema Paradiso, Herr der Ringe,...).
Wie sagte Antoine de Saint-Exupéry: Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn man nichts mehr hinzufügen, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann
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Mein Senf Mon, 30 Jul 2012 13:08:03 -0000
Kommentar löschenIch denke, der Anstieg der Durchschnittslänge ist vor allem dem Umstieg auf digitale Aufnahme- und Abspieltechniken zurückzuführen. Filme wurden/und werden bei analoger Technik fürs Kino gängigerweise auf 30-Minuten-Rollen kopiert. Je nach Rollenanzahl landet man da zwischen 90 und 120 Minuten. Für den Filmvertrieb + Produzent war es ganz einfach eine wirtschaftliche Entscheidung, die den Künstler dann zu kreativer Diszplin zwingt.
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Für den Zuschauer ist es ganz einfach eine Frage der Gewöhnung. Wer Zeit seines Lebens auf den 90-MinutenStandard konditioniert wurde, dessen Aufmerksamkeitsfähigkeit fällt danach fast zwangsläufig ab. Bei mir ist das bei diesen Judd-Apatow-Directors-Cut-Comedys ("Superbad", "40-Jungfrau...", "Get him to the Greek") immer ganz schlimm. Da werde ich nach 90 Minuten immer ganz hibbelig, wenn das Ende noch nichtmal in Sicht ist. Solche Directors-Cuts schaden dem Film meiner Meinung nach eher als sie Mehrwert liefern.
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Die zentrale Frage lautet, ob diese künstlerische 90-Minuten-Zwangslimitierung gut oder schlecht ist. Sie zwingt zu künsterlischer Diszplin, zu effizientem Erzählen und einer ökonomischen Inszenierung. Dass diese Schranken nun fallen sehe ich mit einem weinenden und lachenden Auge. Es ist in etwa vergleichbar mit der digitalen Fotografie: Es eröffnet einem einerseits viel mehr Möglichkeiten zu experimentieren und rumzuspielen. Unter Strich hat es aber vor allem dazu geführt hat, dass man wahllos alles fotografiert und am Ende trotzdem keine bleibenden Eindrücke aufgenommen hat. Letztendlich gilt hier für Filmschaffende das gleiche wie für Spiderman in der Raimi-Version: Mit der großen Macht kommt große Verantwortung.
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Wie lang darf ein Film sein? Grundsätzlich dauert er natürlich so lange wie er dauern muss, tatsächlich muss ein Film aber nicht lang sein, um epische Ausmaße zu haben (Bsp. "Absolute Giganten" der mit Abspann nichtmal 80 Minuten geht). Weiterhin haben sich für bestimmte Genres Standards eingebürgert. Komödien, Horror und Actionfilme fallen da eher in die Kategorie "kurz-und-knackig", Abenteuer und Dramen akzeptiert das Publikum gerne auch mal in Überlänge. Und bei Tarantino, der eh sein eigenes Genre ist, wäre der Zuschauer mittlerweile wahrscheinlich beleidigt, wenn sie nach 90 Minuten aus dem Kino entlassen werden.
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Eine Frage noch zu dem Artikel: Dort steht, dass ursprünglich die ökonomische Erwägung galt, dass längere Filme eben auch länger einen Kinosaal blockieren. Gilt dieser Punkt nicht heute ebenso?
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the gaffer Mon, 30 Jul 2012 13:17:53 -0000
Antwort löschenIn gewisser Weise gilt der Punkt noch, aber, wie weiter unten im Text geschrieben, mit gleichzeitigen Screenings desselben Films in mehreren Sälen lässt sich das zumindest bei Blockbustern umgehen. Dafür erhalten zwar kleinere Filme weniger Spielzeit, aber die tent poles sind ja letztlich dazu da, diese mitzufinanzieren.
rockadude Mon, 30 Jul 2012 12:34:03 -0000
Kommentar löschenFür mich ist das mit der Überlänge ein zweischneidiges Schwert. Es gibt Filme die das rechtfertigen, weil deren Story komplex ist und Zeit braucht erzählt zu werden, vor allem wenn es viele Charaktere hat die beleuchtet werden wollen ( The Dark Knight, Inception, Der Herr Der Ringe ). Es gibt aber auch Filme deren Inhalt eigentlich nicht viel hergibt und die für mich nur unnötig groß aufgeblasen erscheinen.
Das ist für mich z.B. Peter Jacksons Neuauflage von King Kong oder auch Transformers. Beides Filme die ich zwar mag und die ein schön anzusehendes Action- und Effektgewitter sind, welche aber eine recht simple Story haben und deren Charaktere im Grunde ebenso simpel gehalten sind und die ihre lange Laufzeit gar nicht gebraucht hätten und anstatt 180/192 Min. ( King Kong Kinofassung und DC ) oder 160 Min. ( Transformers 3 ) und gut und gerne mit 120-130 Min. Lauflänge locker ausgekommen wären. Dies sind so zwei Beispiele nach denen man sich am Ende eher erschlagen als gut unterhalten fühlte und welche einzig aufgrund der ausufernden und langen Actionsequenzen so in die Länge gehen, aber nicht um die Story oder die Charaktere zu vertiefen. Mag sie wie gesagt beide, aber die Story hat die Länge einfach nicht gerechtfertigt.
Sprich, es gibt Filme die sind lang weil sie Länge brauchen um ihre Geschichte mit allen Facetten erzählen zu können und es gibt Filme bei denen man das Gefühl hat das sie lang sind damit sie halt eben einfach nur lang sind.
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doctorgonzo Mon, 30 Jul 2012 12:31:03 -0000
Kommentar löschenDa kommt mir doch der alte Werbespruch "Time is what you make of it" in den Sinn. Wenn sich ein Film wirklich glaubhaft auf seine Figuren und seine eigene Geschichte einläßt, komme ich auch problemlos mit Längen von über drei Stunden klar. Allerdings wird aktuell in den meisten Filmen zum reinen Selbstzweck öder Effekte oder einer aufgesetzten Liebesgeschichte die Spieldauer aufgeblasen.
Bei Camerons letzten beiden Kinofilmen, die sich als Beispiele einfach hervorragend eignen, kommt hinsichtlich der Charaktere oder der Komplexität des Erzählten keinerlei Berechtigung für die jeweilige Lauflänge auf, wohingegen Jacksons "Herr der Ringe" Reihe allein durch seine Vielzahl an Geschehnissen und ebenso interessanten wie ausformulierten Charakteren in einer Weise besticht, dass mir auch mehr als vier Stunden sicher nicht langweilig geworden wären....
Kurzum: wenn man tatsächlich was zu erzählen hat, darf man auch lange erzählen. Aber wenn man es im Kino tut, dann bitte ohne Pause. Denn es gibt nichts schlimmeres, als mitten in einer Geschichte, in die man sich hereingefunden hat durch helles Licht und einen kompletten Abbruch der Erzählung abgewürgt zu werden. Snacks kann man sich vorher kaufen und wer eine nervöse Blase hat, der sollte der Wirkung des Arzneikürbis oder der Hilfe eines Klempners vertrauen.
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SiameseAlex Mon, 30 Jul 2012 12:37:48 -0000
Antwort löschenDaher am besten Pause einkalkulieren - mit Cliffhanger!
doctorgonzo Mon, 30 Jul 2012 12:43:18 -0000
Antwort löschenNix da Pause.... Das ist wie beim Sex, da holt man gefälligst auch nicht mittendrin Popcorn oder geht pissen.
rockadude Mon, 30 Jul 2012 13:28:13 -0000
Antwort löschenJa, deshalb versuche ich bei überlangen Filmen auch meistens eine Vorstellung ohne Pause raus zu picken, weil es ist wie du gesagt hast. Man ist gerade richtig drin im Film und dann wird man rausgerissen und muss wieder neu reinkommen, dass macht die Stimmung kaputt. Auch einer der Gründe warum ich keine Filme mehr im Fernsehen schaue, da hat man mit den ständigen Werbeunterbrechungen ja dasselbe in grün.
SiameseAlex Mon, 30 Jul 2012 13:30:13 -0000
Antwort löschenEin Sexvergleich! Ich verkneife mir sämtliche Sprüche mit Überlänge und bitte um Verzeihung!
RoosterCogburn Mon, 30 Jul 2012 13:53:16 -0000
Antwort löschenIch male mir gerade aus, wie gemein das wäre beim Sex nen Cliffhanger einzubauen :)
Vielleicht kommt während der Verschnaufpause noch jemand rein und verkauft dann Eis xD
doctorgonzo Mon, 30 Jul 2012 14:42:33 -0000
Antwort löschenOder wie Rüdiger Hoffmann sagte: "Wir haben zwischendurch eine Pause gemacht, sie war einkaufen, ich war den Wagen waschen."
SiameseAlex Mon, 30 Jul 2012 12:18:01 -0000
Kommentar löschenSehr guter Artikel, der eine Entwicklung beobachtet, die sich (zunächst) einer Bewertung entzieht. Nicht die Absolutheit der Laufzeit ist entscheidend, sondern dessen Relation zum Erzählten. Und dahingehend ist nach oben hin - wie ich glaube - eine Grenze gesetzt, die mit der Aufmerksamkeitsspanne zusammenhängt. Nicht zu vergessen sind ja auch die Pausen, die im Kino eingelegt werden - für mich sowieso bitter nötig, da ich die Menge an Informationen nach ca. 100 Minuten zumindest kurz verarbeiten muss. (Geht vielleicht mehreren so, wenn auch unterbewusst) Demnach wäre wieder ein Einschnitt in der Laufzeit zu erkennen, was wiederum auf »den Film des 21. Jahrhunderts« überleitet: die Serie.
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bestseimon Mon, 30 Jul 2012 12:00:37 -0000
Kommentar löschenEs muss nicht gleich heißen, dass jeder Film, der lange geht, schlechter ist als ein Kurzer. Ich persönlich mag lange Filme. Wenn nach 90 Minuten immer alles vorbei ist, würde mich das extrem stören. Mein absouter Lieblingsfilm, Der mit dem Wolf tanzt, geht knapp vier Stunden und ich genieße heute noch jede einzelne Minute. Manche Geschichten können eben nicht in zwei Stunden erzählt werden und dann sollte man sich auch die Zeit dafür nehmen. So hat man doch viel Mehr zum genießen. Es muss nicht immer gleich sein, dass Überlänge Langweile bedeutet.
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Mrs. Nobody Mon, 30 Jul 2012 13:19:32 -0000
Antwort löschenSo war der Artikel glaube ich auch nicht gemeint, Überlänge = Langeweile.
Ich hab ihn so verstanden, dass die Produzenten genauer abwägen sollten, bei welchen Filmen es sich lohnt die Story in Überlänge zu packen, und wo man besser die Finger davon lässt. :)
Ich hab auch nichts gegen Überlänge im allgemeinen. Aber wenn dann Filme bei rauskommen wo vieles auch einfach hätte weggelassen werden können und die Handlung durchaus in 2 Stunden gepasst hätte, muss ich das nun auch nicht haben.
Dridge Mon, 30 Jul 2012 11:56:08 -0000
Kommentar löschenIch bin wohl einer der wenigen Menschen, die ein ernsthaftes Problem mit Überlänge haben. Filme, die länger als 2 Stunden gehen, schau ich mir nicht alleine auf DVD an. Solche langen Filme sind für mich nur im Kino möglich, weil es dort ein "Erlebnis" ist und man mit vielen anderen Menschen gemeinsam durchzuhalten versucht. Filme, die sogar 3 Stunden oder länger gehen, würde ich gar nicht erst anschauen oder wenn dann nur über mehrere Abende verteilt.
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In_Ex_Fan Mon, 30 Jul 2012 12:07:31 -0000
Antwort löschenWarum guckst du dir einen Film an, wenn du ihn "durchhalten" musst?
sweetForgiveness Mon, 30 Jul 2012 12:10:26 -0000
Antwort löschenkenn das Gefühl geht mir maanchmal auch so
TheBruceWayne Mon, 30 Jul 2012 11:36:58 -0000
Kommentar löschenUnd wieder wird die Hysterie verbreitet Jackson würde den Inhalt von einem Buch auf 3 Filme strecken.Das stimmt nicht,Jackson hat genauso viel Material aus Tolkiens Büchern die parallel zum Hobbit stattfinden aber nicht im eig. Buch vorkommen,also keine Angst.
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Mr Vincent Vega Mon, 30 Jul 2012 11:25:22 -0000
Kommentar löschenEin sehr schöner und richtiger Text. "The gaffer blickt voraus" ist mindestens die zweitbeste Artikelserie auf Moviepilot.
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dAShEIKO Mon, 30 Jul 2012 11:15:24 -0000
Kommentar löschenAaaach, was n tolles Somerlochthema:
Es dauert eben so lange wie es dauert. Wer (...der ein ernsthafter LEser ist) sucht sich denn Bitte ein Buch nach der Anzahl der Seiten aus? Lediglich das Erzähltempo ist in den letzten 20-30 Jahren natürlich ein anderes. Das Sitzfleisch ist es jedenfalls nicht, was mir Sorgen macht, es sei denn der Film langweilt zusätzlich noch.
Lediglich die TV-Anstalten weinen immer bitterlich bzw. greifen ungeniert zu Schere, um Filme in das Werbekundenkorsett zu pressen... deren Problem.
Filme im 120-und-mehr-Minuten-Format gab es zu jeder Zeit und ist sicherlich kein Kriterium für die Bewertung eines Films.
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Roach Mon, 30 Jul 2012 10:51:04 -0000
Kommentar löschenKommt einfach drauf an. "Dark Knight Rises" fand ich genau richtig. "Die Rückkehr des Königs" ist in der 4-Stunden-Extended-Version noch zu kurz. ;)
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Commentator Mon, 30 Jul 2012 10:43:17 -0000
Kommentar löschenWenn der Inhalt die Überlänge hergibt, habe ich nichts dagegen. Im Gegenteil, dann ist das grandios. Ist aber der Inhalt nicht vorhanden, dann ist es wirklich zum Kotzen, da lobe ich mir dann doch die recht kurzen 80 Minuten Streifen, die eine Stunde Vollgas geben und dann Schluß ist.
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LokisSon Mon, 30 Jul 2012 10:05:44 -0000
Kommentar löschenFind ich super. Weg mit dem unnötigen Zeitkorsett!
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Kubrick_obscura Mon, 30 Jul 2012 09:39:34 -0000
Kommentar löschenDie Blockbuster unserer heutigen Zeit sind eben die Epen von damals. Ist doch schnuppe, ob das Genre ist oder nicht. Ob die Länge begründet ist, das kann man sich auch bei 120, 100, 90 und 80 Min. fragen, denn kürzer geht immer. Ich finde es eher positiv, dass Regisseure nicht mehr von Längendogmata abhängig sind, Augenmaß hin oder her. Der Film geht so lange, wie es sein muss. Ich möchte den Film so sehen, wie ihn der Autor sich gewünscht hat. Klar, der Aufhänger des ganzen, TDKR hat seine Länge nicht unbedingt verdient, aber ich hätte schon Bock mir die Originalversion von Erich von Stroheims "Gier" anzugucken. Auf der anderen Seite schätze ich auch David Cronenberg, der immer so viel herausschneidet wie möglich und der nie die 120 Min. übersteigt. Es ist eine komplizierte Welt. :)
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the gaffer Mon, 30 Jul 2012 09:47:01 -0000
Antwort löschenIch würde aber sagen, dass das Längendogma eine erzieherische Wirkung hat. Das Erzählen will gelernt sein und wenn niemand Einhalt gebietet, dann geht das Handwerk verloren. Ökonomisches Erzählen hat schließlich seine ganz eigene Schönheit (s. Hitchcock).
Kubrick_obscura Mon, 30 Jul 2012 09:57:28 -0000
Antwort löschenVon einem zeitgenössischen Standpunkt betrachtet, ganz egal wie traurig das jetzt ist, findet ein Großteil der Menschen die überlangen Blockbuster spannender als die meisten Hitchcockfilme. Heute werden mehr Oberflächenreize geschaffen, die überaus gut funktionieren. Ökonomisches Erzählen ist wahrscheinlich nicht mehr so wichtig, wie die Inszenierung eine bedeutenden Geschichte. "Make the audience believe it's important." Das ist wohl das neue Credo.
Markbln Mon, 30 Jul 2012 12:07:52 -0000
Antwort löschenKomisch nur, dass einer wie Hitchock seit allen Zeiten immer ganz vorne in den Listen steht. Und zwar bei allen Bevökerungsschichten. Ökonomisches erzählen ist aus meiner Sicht so wichtrig wie nie. Dauert noch ne Teit, bis es wieder seinen Platz findet. Wird aber kommen, da Zeit immer kostbarer wird.
Iamthesword Mon, 30 Jul 2012 09:39:08 -0000
Kommentar löschenWenn wir ehrlich sind, ist das Konzept des "Normalfilms" mit 120 min. eine Erfindung, die vor allem der Verwertbarkeit im Fernsehen diente. Durch das Aufkommen von Programmzeitschriften und der Forderung nach planbarer Unterhaltung wurden die runden 2 Stunden zur Norm. Ob das gut oder schlecht ist, will ich nicht beurteilen.
Ich bin allerdings der Meinung, dass eine Geschichte eine gewisse Zeit benötigt, um erzählt zu werden. Und diese Zeit kann zwischen 10 min und 6 Stunden liegen. Die ungeschnittene Fassung von Carlos - Der Schakal ist auch keine Minute zu lang (330 min)! Ich würde mich also gegen eine Pauschalisierung einer Zeit als "Normal" aussprechen. Gebt doch jedem Film die Zeit, die er braucht! Oder wollt ihr Ben Hur oder The dark knight in 120 min abgefrühstückt haben? Ich nicht.
Mehr über die Geschichte des Fernsehens finden Interessierte zum Beispiel hier: Bösch, Frank: Mediengeschichte, Frankfurt am Main 2011. [Bösch ist einer der profiliertesten dt. Medienhistoriker, davon gibts leider nicht so viele....]
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Impeesa Mon, 30 Jul 2012 09:06:02 -0000
Kommentar löschenIch kenne Filme, die waren viel zu lang, und wieder andere hätten etwas mehr Zeit sehr gut nutzen können. Die Regisseure sollten sich einfach die Zeit nehmen, die sie brauchen, nicht mehr und nicht weniger.
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Nishi Mon, 30 Jul 2012 08:57:48 -0000
Kommentar löschenIch favorisiere Filme mit einer Lauflänge zwischen 90 und 120 Minuten, in dieser Zeit kann so viel erzählt werden.
Generell habe ich aber nix gegen Überlänge - meine Erfahrung zeigt mir aber dass nur die wenigsten Filme die Überlänge auch sinnvoll nutzen und länger unterhalten können.
Dies ist bei vielen Filmen auch oft mein größter Kritikpunkt: Zu Lang = zu viele langweilige nichtssagende Szenen.
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Iamthesword Mon, 30 Jul 2012 09:40:56 -0000
Antwort löschenEs gibt aber auch genug Filme, die die "Normalzeit" nicht sinnvoll nutzen (tendenziell sogar mehr).
Nishi Mon, 30 Jul 2012 21:39:30 -0000
Antwort löschenKlar gibt es die auch, nur sind langweilige 90 Minuten besser als langweilige 150 Minuten ;)
Iamthesword Tue, 31 Jul 2012 15:17:01 -0000
Antwort löschenNa ja, langweilig ist eigentlich immer gleich....langweilig. Was ich eigentlich sagen wollte (und auch getan habe (siehe4 Kommentare weiter oben) ist, dass die Länge kein Kriterium für gut oder schlecht ist. Es gibt gute lange und schlechte kurze ebenso wie umgekehrt.
phoenix409 Mon, 30 Jul 2012 08:57:40 -0000
Kommentar löschenKann sicherlich auch damit zusammenhängen, dass der Serien-Konsum in den letzten Jahren immer populärer geworden ist. Klar, eine einzelne Folge ist schnell weggeguckt, aber viele gönnen sich gleich die 2-3 Stundenschicht, und solche Gewohnheiten überträgt man gerne auf's Kino.
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Panta.Rhei Mon, 30 Jul 2012 08:08:08 -0000
Kommentar löschenIch mag lange Filme und dicke Bücher.
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micromachine Mon, 30 Jul 2012 08:04:54 -0000
Kommentar löschenGenerell ist es ja schön mehr geboten zu bekommen. Allerdings ist der Überlängenaufschlag an den Kinokassen auch nicht ohne und mittlerweile fast normal. Bekommt der Filmverleih bzw. die Produktionsfirma auch etwas vom Aufschlag ab? Oder ist der nur für die Kinos?. Die geringeren Produktionskosten als Grund für längere Filme anzuführen ist nicht ganz klar, weil die Filme ja trotzdem immer teurer werden. Wenn die Filmemacher vom Überlängenaufschlag profitieren leuchtet es eher ein. Ich denke selbst wenn moderne Filme auf normale Länge geschnitten würden wären sie ja nicht billiger in der Produktion. Also kassiert man lieber den Überlängenaufschlag.
Davon abgesehen war die derbe Filmlänge von Herr der Ringe so gut wie nicht spürbar. Die Reihe fesselt von der ersten bis zur letzten Minute.
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Looki Mon, 30 Jul 2012 07:59:10 -0000
Kommentar löschengrundsätzlich sind überlängen nicht mein ding, es ist natürlich toll wenn ein film diese zeit sinnvoll ausnützt aber wenn ich mal schnell ne dvd oder bluray schaun will greif ich meist zu den 90-minütern weil es einfach eine geschickte länge ist, wenn ich filme machen würde, würde kein film über 90 minuten dauern
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In_Ex_Fan Mon, 30 Jul 2012 07:57:34 -0000
Kommentar löschenFinde ich ganz ok. Solange es keine Komödien oder Animationsfilme sind. Rein theoretisch gesehen, gibt das einem Actionfilm die Möglichkeit, eine richtige Story zu erzählen. Filme wie Herr der Ringe sind ohne die Überlänge gar nicht möglich. Was man da nicht vergessen darf, ist die Tatsache, dass bei der HDR-Trilogie noch immer viel aus der Buchvorlage fehlt.
The Avengers ist der Höhepudnkt eines riesigen Events. Da ist es doch logisch, dass das Finale dieses Events Länger dauer als die einzelnen "Episoden".
Selbiges gilt für Nolans dritten Batman. Der Film wäre zwar einige Minuten kürzer ebenso möglich gewesen aber immerhin lässt er den Zuschauer nicht mit unsäglichen Cliffhangern oder offenen Fragen zurück.
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daweed Mon, 30 Jul 2012 07:49:47 -0000
Kommentar löschenich hab nichts gegen überlänge, im gegenteil. es kommt immer darauf an wie die vorhandene zeit ausgenutzt und ausgefüllt wird. 90 min sind mir für die meisten kinofilme aber definitiv zu kurz.
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Markbln Mon, 30 Jul 2012 07:43:50 -0000
Kommentar löschenUnd genau das ist einer der Gründe, warum ich immer weniger ins Kino gehe.
Was früher in 90 Minuten erzählt wurde, wird derzeit unsäglich aufgeblasen. Das meiste davon ist bunte billige Emotion. Mehr Substanz und weniger Zeitverschwendung wäre schön.
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butch cool Mon, 30 Jul 2012 07:42:38 -0000
Kommentar löschenSolange die Regissuere wissen, wie man die Zeit richtig füllen kann, ist doch alles in Ordnung. Bei Transformers hätte man z.B. einiges rausschneiden können(alle Szenen mit den Eltern). The Avengers habe ich noch nicht gesehen, da hatte es mich etwas überrascht, dass er nicht noch länger ist, aufgrund seiner Vielzahl an Hauptdarstellern.
Außerdem spricht ja auch der Erfolg der Filme für sich.
Streifen a la Pearl Harbor(177Min) dagegen merkt man deutlich an, dass sie zu lang sind.
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David_Lynch Mon, 30 Jul 2012 07:42:27 -0000
Kommentar löschenDas schlimme ist einfach, dass es bei "The Dark Knight Rises" komplett unbedgründet ist. 45% der Szenen im gesamten Film haben überhaupt keinen Wert und könnten komplett gestrichen werden. Wieso muss es bitte zwei weibliche Hauptcharaktere, gefühlte fünf Hauptbösewichte, sechs Helden (die im Gegensatz zu den Avengers aber alle ihr eigenes Ding durchziehen) und 3 Reha-Phasen für Batman geben. Dann werden auch noch 15min an Rückblenden aus altem Filmmaterial recycled um wirklich jeden jemals gesprochenen Satz der vorherigen Teile zu einem absoluten Abschluss zu führen. Christopher Nolan scheint sein Regie-Talent in den Urlaub geschickt zu haben, solch ein handwerklich miserablen Film hat er bis dato noch nicht abgeliefert, von der absolut lächerlichen Story mal ganz abgesehen.
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Couch Potato Mon, 30 Jul 2012 09:27:59 -0000
Antwort löschenHört sich an als hätte jemand den kompletten Film verschlafen...
Oder beim reingehen das Hirn ausgemacht.
Die Länge passt, und keine Scene war auch nur annähernd sinnlos.
Sigrun Mon, 30 Jul 2012 18:23:12 -0000
Antwort löschenStimmt, Couch Potato. Bin auch ein wenig erschrocken, wie sehr hier gebasht wird, ohne die Zusammenhänge zu erkennen. Man merkt soagr, dass mindestens zwei Handlungsstränge, die angelegt waren, aus Zeitgründen geopfert wurden. Freu mich schon auf den Extended Cut :) Außerdem will ich wissen, wer Banes Vater ist!!
wurzel.mann Mon, 30 Jul 2012 21:55:39 -0000
Antwort löschenHabe ich was verpasst ? Wurde ein Extended Cut bereits angekündigt ?
Sigrun Tue, 31 Jul 2012 01:39:01 -0000
Antwort löschenNee, diese Bemerkung war Spaß von mir. Aber schön wär's und so wie der fertige Film aussieht, merkt man noch, dass auf einiges verzichtet wurde, das bereits angelegt war (Banes Wirbelsäule, die Ereignisse im Brunnen als er dort aufwuchs, mehr Stories um die beiden Frauenfiguren herum, etc.)
David_Lynch Tue, 31 Jul 2012 07:11:55 -0000
Antwort löschenEingeschlafen bin ich nicht, in den letzten Actionszenen war ich aber kurz davor. Ihr dürft außerdem einen abendfüllenden Kinofilm bitte nicht mit einer kompletten Comic-Reihe vergleichen. Ein Bösewicht, der mysteriös bleibt ist zudem in den meisten Fällen effektiver, es gab so schon genug lächerlich revealing scenes ala "NOOOO, I AM YOUR FATHER!" "OH GOD, WHYYYYYYYYYY?".
Sigrun Tue, 31 Jul 2012 18:48:11 -0000
Antwort löschenÖhm, es geht nicht um einfache Sachverhalte (in der Art von "Ich bin dein Vater" "Oh nooo"), sondern um Geheimnisse, die zu gegebener Zeit gelüftet werden oder eben nicht. Kreative Spannung!!!
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Peter Jackson
Beteiligt an 30 Filmen (als Regisseur, Drehbuch, Produzent, Visual Effects, Akteur, Animation, Special Effects, Schnitt, Make-Up, Kamera, Autor und Ausführender Produzent) und 1 Serien
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Jenny Jecke hat was mit Medien studiert und lebt in Berlin. Bei moviepilot spekuliert sie mit und für euch über die Zukunft des Kinos. Mit drei anderen Filmfans bloggt Jenny außerdem über alte, neue, hübsche und hässliche Filme. Für das Magazin AGM schreibt sie eine Action-Kolumne und via Twitter könnt ihr sie fragen, was das alles soll. Über Anregungen, Themenvorschläge oder Kritik freut sie sich immer.





gut so, wenn die filme länger werden, aben auch noch ganz andere werke chance auf verfilmung und man hält sich etwas mehr an die vorlagen...
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