Der Dieb von Bagdad

Der Dieb von Bagdad (1924), US Laufzeit 155 Minuten, FSK 6, Abenteuerfilm, Drama

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7.8
Kritiker
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6.6
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49 Bewertungen
2 Kommentare
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von Raoul Walsh, mit Douglas Fairbanks und Snitz Edwards

In Bagdad lebt der Dieb Ahmed, der die schöne Prinzessin liebt. Doch bevor er sein Ziel erreichen kann, um ihre Hand anzuhalten, muß er es mit dem gemeinen mongolischen Fürsten aufnehmen und tausend Gefahren überstehen, vom Tal der Ungeheuer über das Mitternachtsmeer bis zur Höhle der verzauberten Bäume. Der Film ist eine Erzählung wie aus 1001 Nacht, eine Phantasie, ein Abenteuerfilm an den Grenzen des Kitsches und des Expressionismus. Der Film beeindruckt und begeistert noch heute durch seine Spezialeffekte und das großartige Dekor.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kommentare (2) — Film: Der Dieb von Bagdad


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phoenix409

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Bewertung7.0Sehenswert

Da steht der Geistliche auf der Düne und deutet in den Sternenhimmel, als von dort die Worte "Happiness must be earned" auf ihn und alle Menschen dieser Welt herableuchten. Douglas Fairbanks schnallt das erstmal nicht, die Tugend ist ihm erstmal fern, und so lungert und gaunert er sich als THE THIEF OF BAGDAD akrobatisch-hämisch durch die goldene Stadt, klettert an magischen Seilen herauf, springt von Balkonen herunter, weiter durch und über mannshohe Krüge und schließlich ab durch einen Brunnenschacht in den Untergrund. Fairbanks' Darstellung ist der Prototyp des frühen Kostümfilms, rein physikalisch, plakativ, oberflächlich. Der freie Oberkörper dreht, spannt und streckt sich zu jeder Gelegenheit, bis auch die letzte Muskelsehne wenigstens einmal ausgeleuchtet zu sehen war, und das schelmische Lachen dieses Lebemanns zeugt von reiner Unbeschwertheit: Der schlichten Gewissheit, unantastbarer Protagonist und Held dieser Geschichte zu sein.

"What I want, I take", so einfach lässt es sich als Dieb leben, aber bei welchem Objekt der Begierde hört der Spaß auf? Was ist mit der Liebe? Einer jungen Prinzessin, die bald vermählt werden soll? Kann er auch sie einfach nehmen? Er versucht's als falscher Prinz und scheitert, geplagt vom Gewissen, ein Hochstapler zu sein, und verliert in diesem Moment seine alte Identität. Was hat er sich bloß gedacht, unerreichbar bleibt sie doch, und so muss er sich als echter Prinz erst beweisen, gegen seine drei Mitbewerber antreten, den kostbarsten aller Schätze suchen, reiten, kämpfen und springen durch die gigantischen Bühnenwelten von William Cameron Menzies, um schließlich den Tag zu retten und, natürlich, das Mädchen zu kriegen.

Wahrlich beeindruckend ist THE THIEF OF BAGDAD auch heute noch wegen seiner Tricktechnik, dem magischen Seil, dem fliegenden Teppich, den Monstern, seinen Doppelbelichtungen, Schnitteffekten und weiteren optischen Schmankerln, die ihn als einen der großen frühen Blockbuster auszeichnen. Es macht Spaß, diesem Treiben aus Tausend-und-einer Nacht beizuwohnen, Fairbanks in seinen theatralischen Abenteuern zu begleiten, fliegende Pferde und magische Äpfel in Aktion zu sehen und ab und an tatsächlich mal noch zu staunen, was 1924 schon alles möglich war... einer Zeit, als Klischees noch keine Klischees waren.

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phoenix409

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Ich kenne bis jetzt auch nur diesen Fairbanks. Unterhaltsam war er schon, aber mal sehen, was ich da noch nachschiebe. ROBIN HOOD vielleicht.


hurenkind

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geilster film ever my freund


Gustav

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Bewertung4.0Uninteressant

Für heutige Sehgewohnheiten viel zu langatmig und mit minutenlangen, starren Kameraeinstellungen in der Halbtotalen, und mit einem Helden, der viel zu plakativ den Draufgänger mimt. Aus filmhistorischen Interesse natürlich eine Fundgrube an allem, was Doppelbelichtungen und Schüfftanverfahren nur an Spezieleffekten in den 20er Jahren hergeben konnten, und ein Wegbereiter des Abenteuer- und Actionkinos. Aber man mag bei diesem Film nicht so recht vermuten, dass ihm die Unsterblichkeit im filmischen Olymp vergönnt ist.

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notsch

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Sehr schöner Kommentar