Geburtstag

Robert Pattinson - Der Anti-James Dean wird 25

13.05.2011 - 08:50 Uhr
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Robert Pattinson in Remember Me
© Concorde Filmverleih
Robert Pattinson in Remember Me
Was schreibt man über einen, der gerade 25 geworden ist? Robert Pattinson jedenfalls wird heute ein Vierteljahrhundert alt und wir wünschen ihm alles Gute zum Geburtstag.

Harry Potter und der Feuerkelch hätte der Höhepunkt der Karriere des Robert Pattinson sein können. Sein Cedric Diggory spielte eine einprägsame kleine Rolle, die in einem wichtigen Moment auf die richtigen emotionalen Knöpfe drückte. Das hätte gereicht. Für die meisten Jugenddarsteller der Reihe ist das alles, ein kleiner Höhepunkt im erfolgreichsten Franchise aller Zeiten und dann geht es zurück in die Versenkung. Doch Robert Pattinson kam zurück, war wieder im richtigen Moment am richtigen Ort und erklomm um ein vielfaches höhere Stufen des Erfolges. Heute feiert der in London aufgewachsene Star der Twilight-Filme seinen 25. Geburtstag.

Gerade mal 18 geworden, kam Harry Potter. Jetzt mit 25 steht Robert Pattinson kurz vor der Beendigung seines eigenen Franchises. Natürlich waren die Bücher von Stephenie Meyer zuvor Bestseller, aber das Casting von Pattinson und seiner (Leinwand-)Partnerin Kristen Stewart hat am Erfolg von Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen und dessen Fortsetzungen einen immensen Anteil. Vornehmlich aus der Sicht von Bella (Kristen Stewart) erzählt, ist Pattinsons Vampir Edward Cullen einerseits eine Projektionsfläche für die Begierden eines pubertierenden Mädchens, andererseits der wahre Antagonist zumindest des ersten Teils.

Edward Cullen ist nichts weniger als der Anti-James Dean. War bei der früh verstorbenen Ikone jede Faser Teil einer Rebellion gegen die Eltern und deren Regeln, funktoniert Robert Pattinson dessen raubeinigen Look zur Mode um. Sein Edward mit den wuscheligen Haaren und der ins Gesicht getackerten mysteriösen Sensibilität ist nichts weiter als die konservative Zähmung eines jugendlichen Ideals. So kehrt sich das Verhältnis um. Rebellisch ist allenfalls Bella, die für die Liebe und das Begehren in den Tod gehen würde. Robert Pattinsons Edward hingegen bleibt das Objekt der Begierde, das im entscheidenden Moment auf die konservative Moralvorstellung pocht, Bella gewissermaßen in die Schranken weist.

In keinem anderen seiner Filme konnte Robert Pattinson dieses Image bisher aufweichen, was natürlich auch an seinen begrenzten mimischen Fähigkeiten liegt. Er hatte mit Little Ashes, Remember Me und Wasser für die Elefanten überraschend viele Gelegenheiten für einen Schauspieler mitten in einem Franchise. Vielleicht bleibt Robert Pattinson auf ewig Edward Cullen und vielleicht ist es bezeichnend für unsere heutige Zeit, dass ausgerechnet ein zahmer Vampir mit gefestigten Familienverhältnissen diesen jungen Kerl aus Harry Potter in eines der größten Teenie-Idole der Gegenwart verwandelt hat.

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