Scott, Spielberg & Co. - Altmeister auf Abwegen
guggenheim (Nils Pape), Veröffentlicht am 26.09.2012, 08:50
Ridley Scott am Set von Robin Hood
© Universal Studios
Ist es womöglich nur die verklärte Erinnerung? Oder vielleicht der Umstand im Laufe der Jahre kritischer geworden zu sein? Oder befinden sich die Altmeister der Regie tatsächlich auf cineastischen Abwegen? Um eines gleich voranzustellen: Eindeutige Antworten werde auch ich nicht liefern können. Ich hatte einfach das Bedürfnis dieses Thema mal anzusprechen.
Als ich vor einiger Zeit Prometheus – Dunkle Zeichen im Kino sah (Ridley Scotts Vorgeschichte zu seinem Erfolg Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt aus dem Jahr 1979) überkam mich ein Gedanke, der mich bis zum Verfassen dieses Textes nicht mehr loslassen sollte. Ist die Zeit meiner Kindheits-Helden, der ganz Großen des alten und neuen Blockbuster-Kinos vielleicht längst vorüber? Haben Ridley Scott, Steven Spielberg und Co. ihren Zenit und das Renteneintrittsalter womöglich längst überschritten? Sollten sie besser Platz machen für neue, kreative und frische Regie-Neulinge? So viele Fragen und keine Antworten. Eine erste Parallele zu Prometheus – Dunkle Zeichen.
Kurz nach unserem Kinobesuch zu Scotts „Alien“- Prequel, schrieb mir mein Bruder eine SMS mit dem Inhalt „Prometheus eine Trilogie? Altersvorsorge?!“. Und tatsächlich liegt die Vermutung nahe. Was soll das? Was soll dieses leere Bombast-Kino von einem Mann, der uns vor gar nicht mal allzu langer Zeit Meilensteine des Genres wie Blade Runner oder eben Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt selbst bescherte? Obwohl das Phänomen nachlassender Qualität bei Ridley Scott ein gar nicht allzu neues ist…
Seit Jahren schon scheint der einstiege Regie-Virtuose neben sich zu stehen. Überstand er die Jahrtausendwende mit dem zwar etwas überbewerteten, aber nicht weniger grandios gespielten Gladiator noch ohne merkliche Anzeichen verlorener Klasse, folgte nur ein Jahr später der hoffnungslos pathetische Black Hawk Down, der Sozialkritik ohnehin zu einem Nebenschauplatz degradierte. Ausfälle dieser Ausmaße blieben anschließend zwar aus, dennoch wusste weder das lieblose Ausstattungs-Geplänkel Königreich der Himmel – Kingdom of Heaven zu überzeugen, noch der Agenten-Thriller Der Mann, der niemals lebte einen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen.
Mit Steven Spielberg verhält es sich ganz ähnlich. Den Peitsche schwingenden Harrison Ford mit Schlapphut und Lederjacke, machte er gemeinsam mit George Lucas unsterblich. Das „Indiana Jones“-Franchise wurde zu einem festen und unwiderruflichen Bestandteil unserer Popkultur, ebenso wie seine Science Fiction-Beiträge E.T. – Der Außerirdische und Unheimliche Begegnung der dritten Art. Technik-Meilenstein Jurassic Park, Holocaust-Drama Schindlers Liste, sowie eines der wegbereitenden Werke des Creature-Horror (Der Weiße Hai) folgten. Spielberg erwies sich als unfassbar vielseitiger Filmemacher, der – obwohl er stets dem Blockbuster-Kino treu blieb – sich immer wieder an gänzlich anderen Projekten versuchte. Mit dem Ende der 90er ging aber auch bei seinen Filmen ein steter Qualitätsverlust einher. Während die obligatorische Fortführung des Dino-Franchise noch absolut verkraftbar war, lieferte Spielberg mit dem generischen und schmerzhaft pathetischen Einheitsmüll Der Soldat James Ryan einen Offenbarungseid.
Dennoch: Allzu kritisch kann und sollte man seine Karriere nicht betrachten. Mit dem Stückwerk A.I. – Künstliche Intelligenz hatte er eine schwierige Aufgabe, Catch Me If You Can steht einmal mehr in der Tradition etwas zähen, aber nicht minder virtuos inszenierten Erzählkinos im „Wahre Geschichte“- Anstrich und der Zukunftstrip mit Tom Cruise geht ebenfalls in Ordnung. Steven Spielberg liefert weiterhin gutes Kino und mit einigen Ausnahmen, sowie wenigen cineastischen Frechheiten (die grandios verblödete Fortsetzung des Archäologen-Franchises) blitzt auch immer wieder dessen Genie auf. Dennoch ist sein Karriereverlauf aus einer gewissen Distanz zu betrachten. Er steht mehr denn je auf dem Prüfstand. Oder sollte vielleicht in Rente gehen.
Kompagnon George Lucas dagegen machte es cleverer. Nach der Erschaffung der legendären alten „Star Wars“-Trilogie (die er immer wieder mittels Nachbearbeitungen misshandelte), blieb er einfach bei seinem Universum, knallte in den Jahren ’99 bis ’05 eine dreiteilige Vorgeschichte auf die Leinwand und verdiente sich blöd. Die Spin-off-Serie Star Wars: The Clone Wars folgte und die Altersvorsorge war gesichert. Lucas ist endgültig zum Geschäftsmann mutiert, lediglich noch damit beschäftigt die Cash-Cows „Indiana Jones“ und „Star Wars“ zu melken, bis die Euter ganz wund sind. Seine Ambitionen scheinen in erster Linie finanzieller Natur zu sein. Vielleicht ist er aber auch einfach nur Altersweise geworden, schlürft nur noch teure Drinks an weißen Stränden und hat sich einen von diesen Strandbuggys gekauft.
Was ist also los mit unseren Altmeistern? Sind sie wirklich so einfallslos, so faul und geldgierig geworden? Eindeutige Antworten auf solch allgemeingültige Fragen habe ich nicht. Ich sehe Leute wie Scott und Lucas aber ein Stück weit auch als Opfer in einem sich verändernden System. Studios geben immer mehr Geld für die Produktion von Filmen aus, das Marketing ist ein zentraler Schritt zu immer höheren Umsätzen und beschränkt sich nicht mehr nur auf Plakate an Litfaßsäulen. „Virales Marketing“ ist das Wort der Stunde. Filme werden Jahre vor ihrem Release mit einem gigantischen Aufwand promotet, wöchentlich neue Poster, Videoschnipsel oder Interviews veröffentlicht. Allein James Cameron s Avatar – Aufbruch nach Pandora gab vor seinem Kinostart über Einhundert Millionen Dollar allein für das Marketing aus. Innerhalb dieser Ökonomie hat überbordende Kreativität vielleicht nicht mehr den selben Platz, wie vor zehn oder zwanzig Jahren noch.
Das ist also die Erklärung? Die Altmeister als Opfer raffgieriger Studiobosse?
Womöglich spielt uns unsere verzerrte Wahrnehmung für Vergangenes einfach nur einen Streich. „Früher war alles besser.“ – Kein Wunder, als leicht zu beeindruckende Knirpse ohne jede cineastische Vorbildung. Ansprüche und Sehgewohnheiten waren andere, Erfahrungen waren rar und wenn dann ein gigantomanischer Dino durch die Gegend stampfte oder obskure Alien-Wesen Freundschaften mit Nachbarjungen schlossen, war das womöglich beeindruckender, als es heute der Fall wäre. Ist das vielleicht der Grund?
Am Ende liegt die Wahrheit wohl bekanntermaßen irgendwo dazwischen. Dennoch ist es beunruhigend zu sehen, wenn ein Regisseur eine Trilogie plant und schon im ersten Teil nichts zu erzählen hat. Andererseits ist man doch irgendwie froh, dass sie noch da sind. Auch wenn man ihre Filme inzwischen kritischer betrachtet, sich nicht mehr so schnell beeindrucken lässt und die ein oder andere Enttäuschung einstecken musste. Und wenn wir sehen, dass die Konkurrenten unserer Regie-Altmeister heutzutage Battleship und Kampf der Titanen heißen, sollten wir vielleicht doch ganz froh sein, dass es sie gibt. Die Helden unserer Kindheit.
Vorschau: Er schneidet Grimassen und albert herum, aber er kann auch anders. Mehr zu diesem Schauspieler gibt es kommenden Mittwoch.
Dieser Text stammt von unserem User _Garfield. Wenn ihr die Moviepilot Speakers’ Corner auch nutzen möchtet, dann werft zuerst einen kurzen Blick auf die Regeln und schickt anschließend euren Text an ines[@]moviepilot.de
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Kommentare
über Scott, Spielberg & Co. - Altmeister auf Abwegen
jacker Thu, 27 Sep 2012 07:39:08 -0000
Kommentar löschenSchön geschrieben, auch wenn ich die Ansicht nicht zu 100% teile!
Wer völlig unbefangen, frei von Nostalgie und Kindheits- bzw. Jugenderinnerungen die Filmographien der genannten durchsieht (im Optimalfall die Filme noch mal alle schaut), wird sehen, dass damals auch schon die ein oder andere Gurke dabei war (z.B. Scott's Legende).
Die von dir genannten Klassiker sind Klassiker, doch ich denke inhaltlich hat sich Blockbusterkino damals nicht wirklich vom heutigen unterschieden, es gab nur einfach ganz vieles was noch niemand vorher gemacht hatte!
Es fehlt heute einfach oft der Faktor 'Einzigartigkeit'.
Ist bei Musik genau so , eigentlich war alles schon mal da, es gibt einen haufen Leute die schon sehr lange solides Handwerk bringen, aber das Ultimative (was einen mal wieder richtig vom Hocker haut), bringen meistens neue, frische Gesichter.
'Und wenn wir sehen, dass die Konkurrenten unserer Regie-Altmeister heutzutage Battleship und Kampf der Titanen heißen, sollten wir vielleicht doch ganz froh sein, dass es sie gibt.'
Und die Verantwortlichen dieser (von mir bewusst mißachteten) Schundwerke sind es nicht!
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Obolos Wed, 26 Sep 2012 22:19:22 -0000
Kommentar löschenBestimmt gehts nächste Woche um Jim Carrey! :P
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HulktopF Wed, 26 Sep 2012 18:10:10 -0000
Kommentar löschenwunderbarer und treffender beitrag.
früher war ich immer aufgeregt, wenn spielberg, cameron oder scott einen neuen fim drehten. neuerdings ist es eher so dass mir das irgendwie am arsch vorbeigeht und mir den film nurnoch bei gelegenheit warnehme wo ich sonst immer nachgeschaut hab wie es läuft.
hoffen wir mal, dass george lucas nie wieder sci fi filme dreht.
denn man sollte sich eins in erinnerung rufen: die episoden 4, 5, 6 hat nicht er gedreht, sondern andere regisseure.
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HulktopF Fri, 28 Sep 2012 09:59:56 -0000
Antwort löschenaber mit einschränkungen desr produktionsleitung:
keine star trek "the tech" sprache und ähnliches.
dAShEIKO Wed, 26 Sep 2012 14:18:44 -0000
Kommentar löschenDa zitier ich mal Cat Stevens (der in mehrerlei Hinsicht ebenfalls verändert wirkt):
"For you will still be here tomorrow, but your dreams may not."
Das Leben an sich verändert dich und alles um dich herum. Ein bestimmter Geruch ist heute vieleicht nur noch eine wage umschreibung dessen, was dir mit 7 Jahren dieses Gefühl gegeben hat. Eine Melodie, die einzigartige Bilder in dir hervorrief, wirkt heute unter Umständen wie hundert andere Songs auch. Für einen Film, der dich in deiner Kindheit mehr als 10 Mal vor den Fernseher geklebt hat, mußt Du dich beinahe schon fremdschämen, wenn Du ihn mit deinem Sohn ansiehst.
So ist das nun mal. Die Filmemacher gehen heutzutage vieleicht anderst an die Sache ran und zusätzlich verändert sich nach 20-30 Jahren unsere Wahrnehmung auch noch. Ein Gefühl, das einem ein Film, eine Musik oder ein Geruch gibt, kann man nunmal nicht festhalten.
Ich mag auch nicht, dass George Lugas ein alter grimmiger Furz geworden ist. Aber statt mich ständig darüber zu ärgern, schau ich mir sein "altes Zeug" an und freu mich, was andere, junge Regisseure von sich geben.
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doctorgonzo Wed, 26 Sep 2012 11:46:49 -0000
Kommentar löschenAlso eine gewisse Abnutzung ist auch in diesem Geschäft wohl nur natürlich. Zwar sind Regisseure kaum gleichzusetzen mit gestressten Managern, die dank Burnout ein Meeting hin und wieder mit den Füßen voran verlassen, aber auch Künstlerseelen sind dem Verschleiß unterworfen und der Entwicklung des Zeitgeistes. Ein Blockbuster wie "Jaws" wäre in der heutigen Kinolandschaft, zumindest kommerziell, wohl einer von vielen, ungeachtet der künstlerischen Kniffe des Senor Spielbergo. Möglicherweise hat Kino tatsächlich eine zweifelhafte "Reife" bekommen, die auch die sogenannten Großen nicht verschont.
Gerade Regisseure unterliegen oft dem Spagat zwischen Kunst und (finanzieller) Wirklichkeit und Spielberg oder Lucas haben ihre Geldberge sicher nicht dadurch angehäuft, dass sie sagten "mir egal, ob sich die Geschichte verkaufen läßt".
Kostenexplosionen sind im Bereich der Massenunterhaltung nun wahrlich nichts Neues, ob Kino oder Profisport, es werden enorme Gelder bewegt und bei der enormen sozialen Vernetzung ist nichts so alt wie der Erfolg von gestern. Da bleibt beinahe automatisch die Kreativität auf der Strecke.
Das soll zweifelsfrei keine pauschale Verteidigung der etablierten Größen sein, denn mitunter fühlte ich mich durch einige der jüngeren Taten ihrerseits fast persönlich angegriffen (derjenige, der Hayden Christensen ein Laserschwert gab und ein Kanadier mit großer 80´s Vergangenheit wissen, was ich meinen könnte).
Und selbst, wenn sie bei aller Produktivität und ihrem früheren Glanz ihr eigentliches Können immer seltener aufblitzen lassen, so muss man als geneigter Zuschauer doch zugeben, wenn auch manchmal mit saurem Aufstoßen, dass sie ihre Sache meistens doch noch besser machen als die Konkurrenz und sei es nur durch einzelne Faktoren wie Darstellerwahl, Bildersprache, Drehbuch oder Dialoge. Gerade erstgenannter Punkt rettet Spielberg beispielsweise oft vor dem Totalausfall (Ausnahme bildet u.a. "Krieg der Welten").
Und ich halte Scotts "Gladiator" für über- und "Black Hawk Down" für unterbewertet.
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Bob Loblaw Wed, 26 Sep 2012 14:04:35 -0000
Antwort löschenStimmt: "Krieg der Welten" ist eine Ausnahme, denn hier hat Spielberg einfach ALLES richtig gemacht.
:D
doctorgonzo Wed, 26 Sep 2012 14:53:30 -0000
Antwort löschenBei "Krieg der Welten" hat Spielberg sich nur unwesentlich mehr Fehler geleistet als Hitler es als Militärstratege getan hat :-)
Bob Loblaw Wed, 26 Sep 2012 15:04:59 -0000
Antwort löschen:D
Pass auf, dass er das nicht hört. Immerhin hat er Megan Fox wegen eines Hitler-Vergleiches aus Transformers 3 rausgeschmissen und durch Rosy Huntington ersetzt.. Die schrecklichen Folgen, nämlich das Abgleiten einer grossartigen Franchise ins untere Mittelmass, kennen wir alle.
doctorgonzo Wed, 26 Sep 2012 15:16:19 -0000
Antwort löschenGroßartiges Franchise und "Transformers" im selben Text ist natürlich auch eine gewagte These. :-)
Bob Loblaw Wed, 26 Sep 2012 15:29:37 -0000
Antwort löschenJa, ich weiss... Mit dieser Meinung stehe ich ziemlich alleine da... Aber irgendwann schreib ich mal eine Transformers-Kritik in der ich alles erkläre.
Transformers>Captain Amerika>Dark Knight/Batman + Der Rest von Marvel + X-Men
Transformers==Krieg der Welten==Rocketeer
Aber: Babe>Transformers !!!
:)
Bob Loblaw Wed, 26 Sep 2012 16:06:57 -0000
Antwort löschenAuf jeden Fall... Ich hab gerade nachgeschaut... er hat bei mir sogar 9.5... also sogar Rocketeer>Krieg der Welten und Transformers.
(ist glaub ich auch in deinem Sinne)
Ichundso Wed, 26 Sep 2012 10:44:33 -0000
Kommentar löschenLucas kann man nicht wirklich mit Scott und Spielberg vergleichen, finde ich. Auch wenn die beiden ihren einstigen Formen hinterherhinken, sind ihre Filme immer noch weit über dem Blockbusterdurchschnitt. Das Problem mit Prometheus ist jedenfalls nicht die Regie, die ist sehr solide und von jemandem, der die Sorte Film versteht, die er macht. George Lucas ist ein anderer Fall. Der ist einfach ein schlechter Regisseur und war es schon immer. Der beste Star Wars-Film ist nicht vom ihm und Krieg der Sterne ist nur ok, weil Lucas den Film anfangs selbst nicht nicht ernstnahm und das Design und die Schauspieler recht gut sind. Die Prequels waren entsprechend grauenhaft in allen Belangen, mit denen Lucas etwas zu tun hatte.
Aber ein toller Artikel.
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Brennegan Wed, 26 Sep 2012 10:48:58 -0000
Antwort löschenÜbrigens gibt Lucas von sich selbst zu, kein guter Regisseur zu sein ...
Ichundso Wed, 26 Sep 2012 10:59:25 -0000
Antwort löschenNa also. Und wenn es ihm eh nur um das Geld geht, kann er die Regie und die Drehbücher doch jemandem überlassen, der es ein bisschen kann.
David "Noodles" Aaronson Wed, 26 Sep 2012 11:08:56 -0000
Antwort löschenEpisode I und III finde ich eigentlich ganz nett. Lucas hat sich in einem Interview selbst als Spielzeugverkäufer bezeichnet.
morlock Thu, 27 Sep 2012 11:30:55 -0000
Antwort löschenEpisode 4 ist nicht einfach nur okay sondern ein Meilenstein und insgesamt stimmiger und sicherlich nicht weniger originell als Episode 5(den du wie so viele andere wahrscheinlich für den besten hältst).
Mit seiner engen Zusammenarbeit mit Spielberg bei Raiders hat er ein Mal mehr bewiesen, dass er auch ein großartiger Drehbuchschreiber ist.
Außerdem hatte er schon mit American Graffiti bewiesen, dass er ein hervorragender Regisseur ist.
Ichundso Thu, 27 Sep 2012 23:03:18 -0000
Antwort löschenEpisode 4 ist ein Kinderfilm und 70% an dem, was die Leute toll daran finden, ist die Begeisterung, die man als Kind hatte.
Das letzte Mal, das ich jemanden habe sagen hören "Mann, das Beste an Raiders war doch eigentlich das Drehbuch" ist schon eine ziemliche Weile her und American Graffiti hatte keinen guten Regisseur, sondern ist sehr gut geschnitten und hat einen klasse Soundtrack.
P.S. http://www.youtube.com/watch?v=7SqTR0DorSw
morlock Fri, 28 Sep 2012 10:54:22 -0000
Antwort löschenDer erste SW-Kinofilm hat damals einen Oscar für den besten Schnitt bekommen.
Den Schnitt hat Lucas nicht selbst vorgenommen, aber er hat immerhin das Ganze in Szene gesetzt.
Der beste Filmschnitt kann aus schlecht inszenierten Szenen keinen guten Film machen.
SW Episode IV hat alle Zutaten eines Meisterwerks.
Der Score ist einer der besten der je komponiert wurde.
Die Effekte waren bahnbrechend und sehr einfallsreich.
Die Kostüme, Kulissen und das gesamte Design sind überragend und suchen bis heute ihresgleichen.
Die Schauspieler waren ausnahmslos großartig, das Drehbuch sehr einfallsreich und spannend.
Auf dich wirkt er vielleicht wie ein Kinderfilm, weil die Story sehr märchenhaft und fantastisch ist.
Mit anspruchsvoller und geistreicher SciFi hat das selbstverständlich nix zu tun, aber der Film versucht das auch zu keiner Zeit zu sein.
Alien war ursprünglich auch nur als SciFi-Monsterfilm konzipiert.
Daraus wurde ein künstlerisch sehr ansprechendes A-Movie mit B-Movie-Story.
Wie Ridley Scott hat auch Lucas einen ganzen Stab fähiger Leute um sich gehabt, die die Filme erst zu dem gemacht haben, was sie sind.
Aber Scott und Lucas als Nichtskönner hinzustellen ist schon ziemlich ignorant.
Die hatten die Fäden in der Hand und ohne deren geniale Regie hätten die Filme sicher nicht die enorme Wirkung, die sie bis heute haben.
Innerhalb des Genres SciFi/Fantasy ist SW sicherlich mit das Beste was es je gab und konnte schon immer auch Erwachsene begeistern, weil alleine durch die kongeniale Machart die Grenzen eines naiven Kinderfilmes gesprengt werden, sollte SW je als einer angelegt gewesen sein.
P.S.: Das Drehbuch zu Raiders IST ziemlich genial.;)
Mit dem Drehbuch steht und fällt im Endeffekt so ziemlich jeder Film.
Muad'dib Wed, 26 Sep 2012 10:31:06 -0000
Kommentar löschenDie kindliche Verklärung ist ein Punkt den viele, vor allem "filmisch gebildete", Leute viel zu sehr unterschätzen. Ich hab in letzter Zeit viele alte Filme mit jüngeren Geschwistern gesehen und die Reaktion auf diese Meilensteine waren, nun ja... mittelmäßig. Indiana Jones, fanden sie nicht besonders lustig, E.T. ist ein hässliches Vieh und die Story ist kitschig, die Goonies sind total dumm, dass sie sich überhaupt auf diesen Quatsch einlassen und Star Wars ist eh viel besser als bunte Animationsserie! Wir müssen aufwachen! Jede Generation hat ihre Medialen Inhalte und in 20 Jahren schauen die Jugendlichen von heute zurück und verklären Twilight als nie wieder erreichten Meilenstein, einfach weil sie so beeindruckt davon waren.
Ich hab vor ein paar Wochen Bladerunner nochmal geguckt, Erweckungserlebnis meiner Filmleidenschaft... War ganz schön langweilig. Im Ernst, ich bin zwischen durch eingedöst.
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Danyrail Wed, 26 Sep 2012 10:41:32 -0000
Antwort löschenHabe Blade Runner auch letztens wieder gesehen, und war beeindruckt. Der Film hat mich mehr denn je gefesselt. Aber so geht es jedem unterschiedlich. Ich traue mich z.b. nichtmehr E.T zu schauen, aus deinem genannten Grund. Ich hab das dumpfe Gefühl, ich würde meine grandiosen Erinnerungen zerstören, die ich an diesen Film habe.
morlock Wed, 26 Sep 2012 10:45:20 -0000
Antwort löschenIndy ist keine Comedy und ET war schon immer ein urhässliches Vieh in einem ultrakitschigen Film.
Sorry, wer Stars Wars The Clone Wars für besser als die Ur-Trilogie hält, den kann man wohl kaum ernst nehmen.
Natürlich neigen viele dazu, alles durch die rosa Nostalgie-Brille zu sehen, aber alles so zu pauschalisieren ist ja wohl totaler Blödsinn.
David "Noodles" Aaronson Wed, 26 Sep 2012 10:57:38 -0000
Antwort löschenKenne auch jemanden der die neue Star Wars Trilogie besser findet als die alte (Begründung bessere Effekte und Action). Streit ist da sinnlos - macht aber Spaß.
Seine Kindheit als ultraschön zu rationalisieren ist ja ein Gesellschaftliches Phänomen, u.a. auch von Filmen verursacht mit Auswirkung auf eben jene Filme der eigenen Kindheit.
Bob Loblaw Wed, 26 Sep 2012 11:25:16 -0000
Antwort löschen@morlock
Muad'dib schreibt über seien jüngeren Geschwister. Je nach dem, wie alt die sind, dürfen die die Star Wars-Trickfilme schon besser finden :)
Ich finde es auch witzig, wenn Garfield in seinem Artikel schreibt:
" leicht zu beeindruckende Knirpse ohne jede cineastische Vorbildung. Ansprüche und Sehgewohnheiten ".... Wenn ich böse wäre, könnte ich als 41-jähriger das ja auch über 20-jährige (Garfield) sagen... hihihi... diese ganzen 20jährigen, die sich von Blade Runner und Fight club beeindrucken lassen :D :D ... es ist immer eine Frage der Perspektive.
Muad'dib Wed, 26 Sep 2012 11:37:34 -0000
Antwort löschen@Bob Loblaw: danke fürs genaue Lesen:)
@Morlock: Indy ist keine Comedy, aber die Filme wären nur nette Abenteuerschinken ohne den Humor! Die Geschwister sind 12 und 13 und ernst nehmen sollte man die Meinung von Kindern immer, oder wie hast du dich gefühlt als du mit 12 etwas cool fandet, dich alle Erwachsenen aber nur belächelt haben? Pauschalisieren tue ich gar nichts, ich schildere nur in stark verkürzter Form die Reaktionen der heutigen Jugend, auf Filme, die ich etwa im selben Alter gesehen habe.
morlock Wed, 26 Sep 2012 11:52:38 -0000
Antwort löschenPauschalisieren tust du auf einem sehr kindlichen Niveau.
Ich kann mich selber nicht ernst nehmen für manches, was ich als 12-Jähriger cool fand.
Mein Neffe steht auch auf SW:TCW.
Für die SW-Filme ist der aber noch zu jung.
@Bob Loblaw
BR>FC.
Bob Loblaw Wed, 26 Sep 2012 12:09:48 -0000
Antwort löschenNaja... ich finde es durchaus spannend, mal zu erfahren, wie 12jährige die aktuelle (und auch alte) Filmlandschaft bewerten. Die haben bestimmt eine gewisse Intuition, die uns, durch die grössere Lebenserfahrung abhanden gekommen ist.
Aber die Meinung über Kinder-/Jugendfilme kann sich auch in die andere Richtung ändern:
Ich weiss noch, dass ich als Kind E.T. total schlecht fand, wo doch Krieg der Sterne viel spektakulärer war. Vor 2 Jahen hab ich noch mal E.T. angeschaut und war total begeistert.
Oder so Sachen wie "Ferris macht blau"... das fand ich früher viel zu popper-mässig/kommerziell (war eher der Düstere-Typ... Blade Runner etc.) und heute schaue ich mir das ständig an.
@morlock
BR>>FC
Muad'dib Wed, 26 Sep 2012 13:22:59 -0000
Antwort löschenIch pauschalisiere, indem ich eine andere Sicht als die des Artikelautors aufzeige ohne dessen Meinung zu widersprechen... aha^^
ach und: BR>>>FC
_Garfield Wed, 26 Sep 2012 15:13:37 -0000
Antwort löschen@Bob Loblaw: Du findest also nicht, dass man als Kind leichter zu beeindrucken war und Filme aus dieser Zeit deshalb eine gewisse Verklärung erfuhren.
_Garfield Wed, 26 Sep 2012 15:14:05 -0000
Antwort löschen*Kein Punkt am Ende, sondern ein Fragezeichen.
Bob Loblaw Wed, 26 Sep 2012 15:21:50 -0000
Antwort löschen@Garfield: Auf jeden Fall !
Und ich finde es ja so schlimm, dass man sich als Erwachsener nicht mehr richtig beeindrucken lassen kann ! Da haben wir gegenüber den Kindern etwas verloren.
Wenn es für mich irgendwie geht, versuche ich die Filme trotzdem mit den Augen eines Kindes zu sehen. Aber man kann das natürlich nicht so einfach. Viele reden ja immer von herablassend von "Gehirn abschalten". Ich finde das manchmal auch positiv... Einfach versuchen einen Film auf der emotionalen Ebene und nicht auf intellektueller Ebene zu erfahren.
P.S. Das mit der Verklärung stimmt natürlich auch... deshalb schau ich mir in letzte Zeit auch viele Filme aus den 80ern an. Um mich an meine Jugend/Kindheit zu erinnern.
_Garfield Wed, 26 Sep 2012 15:26:01 -0000
Antwort löschenDann verstehe ich diese Äußerung nicht:
"Ich finde es auch witzig, wenn Garfield in seinem Artikel schreibt:
" leicht zu beeindruckende Knirpse ohne jede cineastische Vorbildung. Ansprüche und Sehgewohnheiten ".... Wenn ich böse wäre, könnte ich als 41-jähriger das ja auch über 20-jährige (Garfield) sagen... hihihi... diese ganzen 20jährigen, die sich von Blade Runner und Fight club beeindrucken lassen :D :D ... es ist immer eine Frage der Perspektive."
Bob Loblaw Wed, 26 Sep 2012 16:03:41 -0000
Antwort löschenDoch doch... damit will ich ja einfach sagen, dass man dieses zeitliche Zurückblicken auf jede Altersstufe anwenden kann. Und man denkt immer, man hat den dreh raus, und in 5 Jahren lacht man über seine alten Ansichten.
Ich fand es witzig , dass Du quasi als 20jähriger 10 Jahre zurück in deine Kindheit schaust und über deine vergangene Wahrnehmung urteilst... wobei ich auch noch dachte, dass die"Knirpse" vielleicht beleidigt wären, über das was Du da sagst... es klang halt ein bisschen negativ... aber beim zweiten Lesen schon weniger ;)
Deshalb dachte ich, ich könnte das gleiche jetzt über 20jährige schreiben, damit ein beleidigter 10jähriger sich vielleicht besser fühlt.
_Garfield Wed, 26 Sep 2012 16:17:55 -0000
Antwort löschenIch nehme die Position meiner Generation ein. Mit "Knirpse" bin also auch ich gemeint, abgesehen davon, dass diese Bezeichnung in keinster Weise negativ konnotiert ist. Selbstverständlich verändern sich Sehgewohnheiten, Maßstäbe und cineastische Erfahrungen, das ist klar. Dieser Text ist damit natürlich nur eine höchst subjektive Momentaufnahme. Alter im Internet sollte man darüber hinaus nicht überbewerten, mit wenigen Klicks bin ich plötzlich der 50jährige Hans Wurst. Dass man "Fight Club" immer als Jugendphänomen begreift, welches die aufkeimende Rebellion wütender Jugendlicher bedient, finde ich zu einfach. Für mich ist Fincher's Opus Magnum vielmehr ein clever konzipierter Gesellschaftsentwurf, passende Konsumkritik und nicht zuletzt ein Film, der die Wirkung des Kinos auf sein Publikum sehr intelligent reflektiert.
morlock Wed, 26 Sep 2012 16:33:50 -0000
Antwort löschenFilme, die man in seiner Kindheit gut fand, zu verklären ist ganz natürlich und ich bin mir über diesen Effekt voll bewußt.
Aber SW ist als zeitloses Meisterwerk innerhalb seines Genres und absoluter Ausnahmefilm ein sehr schlechtes Beispiel dafür.
Der funktioniert auch nach über 30 Jahren noch perfekt.
BR hatte ich als 10jähriger zum ersten Mal gesehen(die originale Kinofassung, nicht den DC) und fand den gut.
Hatte nicht ganz meine Erwartungen erfüllt.
Ich hatte mir den actionreicher vorgestellt, nachdem ich Harrison Ford nur aus Indy und SW kannte.
Heute halte ich den Film für ein Meisterwerk.
Ein sehr einflussreicher und origineller Meilenstein des Kinos.
Etwas langatmig ist der Film schon.
Das sind aber einige Klassiker.
Auf irgendeine Intuition alleine sollte man sich nie verlassen.
Da ist ein bisschen Lebens-und Filmerfahrung mehr wert.
Ich verlasse mich beim Bewerten von Filmen auf meine Intuition, weil ich Filme nicht akademisch analysieren kann, aber schon eine Menge gesehen habe und sicher bin Filme recht gut beurteilen zu können.
Aber das glauben ja die allermeisten hier auf MP.
Kommt äußerst selten vor, dass ich einen Film den ich mal super fand plötzlich scheiße finde und umgekehrt.
Bob Loblaw Wed, 26 Sep 2012 16:59:15 -0000
Antwort löschen@Garfield: Das ist alles gut, was Du schreibst.
Was mich noch wundert (falls Du jetzt wirklich 20 bist...die Frage geht auch an andere 20jährige): War Spielberg wirklich der Held deiner/eurer Kindheit?? Ich meine, Spielbergs letzter richtiger "Kinder"-Film war Jurassic Park, und der ist von 1993, oder so. Ich dachte immer, dass die Kids in den späten 90ern/ frühen 2000ern andere Sachen geschaut hätten (Pixar und so..). Wenn ihr da wirklich E.T. usw. geschaut habt, fänd ich das natürilch cool !! Und für die neuen Star Wars (1999-2003) wärest Du doch theoretisch genau im richtigen Alter gewesen.
Fandet ihr als Kinder/Jungendliche denn Indiana Jones nicht schon furchtbar altmodisch ?
_Garfield Wed, 26 Sep 2012 17:29:12 -0000
Antwort löschenZunächst muss ich mich kurz selber korrigieren: Ich spreche nur für eine bestimmte Gruppe meiner Generation (eigentlich alle, die so denken wie ich ^^), deshalb will ich mir nicht anmaßen für eine Allgemeinheit zu sprechen. Für mich war Spielberg ein Held meiner Kindheit, ansonsten hätte ich es ja nicht geschrieben. Ich muss dazu sagen, mit vielen "älteren" Filmen aufgewachsen zu sein (u.a. die alte "Star Wars"-Trilogie, sowie Indy, den ich nie als altmodisch empfand).
Muad'dib Thu, 27 Sep 2012 14:02:20 -0000
Antwort löschen@ Bob Loblaw: Ich muss da jetzt mal gestehen, dass ich mir als Kind (ca. zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr) einfach keine Gedanken über das Alter eines films gemacht habe. Zu jener Zeit, in meinem Fall also etwa zwischen 1995 und 2001 liefen unheimlich viele Spielberg/Lucas-Filme im TV. Ich hab in der Zeit mehrmals die Star Wars, Indy und Jurassic Park-Filme gesehen, außerdem E.T. und viele andere Klassiker und ich hatte zu dem Zeitpunkt keine wirkliche Ahnung von wann die waren, noch hat es mich interessiert. Das waren auch die Helden meiner Kindheit/Jugend, obwohl ich eigentlich viel zu jung bin^^ Als dann z.B. Anfang der 2000er die neuen Star Wars Filme kamen, war ich denke ich kaum weniger enttäuscht als die Leute, die die Originalfilme noch im Kino gesehen hatten.
Also kurz: Nein, altmodisch waren die Filme für mich nie, weil man selbst in den 90ern noch damit sozialisiert werden konnte!
ezemeze Wed, 26 Sep 2012 09:33:46 -0000
Kommentar löschenVielleicht liegt das Dilemma darin begründet, dass die Filme ein zu großes Budget haben und das dann meist indirekt proportional zur Story steht. Einfach mal weniger finanziell, dafür aber mehr storymäßig wagen, das wäre schonmal ein Ansatz.
Ich habe das Gefühl, das man als Zuschauer nicht mehr all zu Ernst genommen wird, man wird zum größten Teil unterschätzt. Dementsprechend ist die Qualität der Filme was zerebrale Stimmulation angeht, auch so dermaßen mau. Es wirkt so, als ob man nur noch mit Bildern aber nicht mehr mit Bildern mit Inhalt konfrontiert wird.
Gleichzeitig hat die alte Garde natürlich auch diesen konstanten Druck, immer wieder neu zu begeistern zu müssen und dies hat natürlich dann auch zum Ergebnis, dass auf "Sicherheit" mit pompösen Bildern gespielt wird. Oder stellt euch mal vor ihr seid Cameron und ihr haut jetzt nach Avatar, einen richtigen Flop rein....nicht vorzustellen.
Trotzdem sind wir froh, dass wir diese Visionäre haben, auch wenn vielleicht ihre Visionen im Alter uns nicht mehr so beflügeln sind sie ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Filmischen Erbes und Lehrmeister für die jüngere Generation von Filmemachern.
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A.V. Wed, 26 Sep 2012 10:20:36 -0000
Antwort löschen"Ich habe das Gefühl, das man als Zuschauer nicht mehr all zu Ernst genommen wird, man wird zum größten Teil unterschätzt."
Das Dilemma ist, dass unsere Ansprüche als Filmfans zu hoch sind.
Man kann davon ausgehen, dass jeder der sich in einem Filmforum anmeldet ein wesentlich höheres Interesse am Film hat, als die Masse für die die Filme gemacht werden :P
ezemeze Wed, 26 Sep 2012 11:43:53 -0000
Antwort löschenach, ich glaub gar nicht, dass die Ansprüche zu hoch wären. Keiner geht gerne aus dem Kinosaal nach nem Film, den er schwach fand und gleich wieder vergisst. Ich glaub, dass einfach weniger Risikobereitschaft da ist, ein Skript umzusetzen, das nicht einem gewissen Wiedererkennungswert mit anderen Filmen aufweist, man will ja den "Kunden" nicht verunruhigen/verbrähmen....Mir geht's bei Sci-Fi so: " Gibt's denn nicht auch irgendwie ne andere Story, irgendwie sind sich Filme viel zu ähnlich.." Ich denke nicht, dass schon alles erzählt worden ist. Zum Beispiel auch ein Seagalfilmfreund ist über eine andere Art und Weise/Choreographie ein Handgelenk brechen zu sehen dankbar. :)
Dridge Wed, 26 Sep 2012 09:09:08 -0000
Kommentar löschenLucas ist endgültig zum Geschäftsmann mutiert, lediglich noch damit beschäftigt die Cash-Cows „Indiana Jones“ und „Star Wars“ zu melken, bis die Euter ganz wund sind. - An dieser Stelle habe ich sehr gelacht :D
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SithlordDK Wed, 26 Sep 2012 09:48:42 -0000
Antwort löschenSoll man an dieser Stelle lieber lachen, weil es witzig geschrieben ist oder weinen, weil es einfach nur wahr ist?
Brennegan Wed, 26 Sep 2012 10:54:09 -0000
Antwort löschenWeinen! Star Wars hat mir damals nach der Wende eine wunderebare Traumwelt eröffnet und micht für etliche Jahre tief in seinen Bann gezogen ... Lucas hat das alles kaputt gemacht!
george.taylor Wed, 26 Sep 2012 09:01:29 -0000
Kommentar löschenEin sehr subjektiver Text, ausgehend davon ob man die Filme nun mag oder nicht.
A.I., Minority Report und Catch Me If You Can sind für mich 3 Meisterwerke, die Spielberg in Folge abgeliefert hat. Seine Werkschau der letzten 10 Jahre ist darüber hinaus in meinen Augen wesentlich vielseitiger als die eines C. Nolan oder D. Fincher (die ich beide sehr mag).
Was G.Lucas angeht: keine Regisseur/Produzent hat es geschafft (aus Mangel an Phantasie oder Konsequenz) ein so detailliertes und langlebiges fiktives Universum zu kreieren. P. Jackson kommt da schon ran (HdR+Hobbit) auch wenn die Orginalgeschichte nicht von ihm kommt.
R. Scott hingegen mochte ich eigentlich nur, wenn er fantastisches filmte (Alien, Blade Runner, Legende). Seine Filme in den Nullerjahren (Tricks, Königreich, Gladiator) machen für mich viel mehr her, als die 90er, in denen ich eher wenig mit ihm anfangen konnte (Akte Jane, White Squall).
Zenit überschritten? Vielleicht. Abgestempelt? Eher nicht.
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Bob Loblaw Wed, 26 Sep 2012 08:16:59 -0000
Kommentar löschenWas für eine seltsame Kolumne.
Zur nachlassenden Qualität von Ridley Scott gab es ja nach der Enttäuschung von Prometheus schon genug Artikel. Ich denke ja, dass er schon seit fast 30 Jahren (also nach Blade Runner) sein Mojo verloren hat.
Dann hab ich mal bei Forbes Georg Lucas und Spielberg nachgeschaut. Das sind tartsächlich die reichsten Regisseure der Welt: Lucas hat 3.3 Mrd. und Spielberg hat 3.2 Mrd.. Da zu sagen, dass Lucas der ach so cleverere Geschäftsmann ist, ist ein bisschen Übertrieben und vermutlich nicht gut recherchiert.
Dann noch zu Spielberg: Der Mann macht seit 40 Jahren Filme und hat sich seitdem kontinuierlich in der oberen Liga gehalten. Nennt mir mal einen anderen Regisseur, der das geschafft hat. Er hat die erfolgreichsten Blockbuster gemacht ("Hai", "E.T", "Jurassic Park") aber auch "erwachsene" Filme wie "Schindlers Liste" und "James Ryan", die Anerkennung bei den Kritikern bekommen haben.
Auch wenn er in den letzten Jahen nicht mehr die Nummer 1 ist, kann sich seine Filmauswahl sehen lassen. Vor allem muss man hier anerkennen (auch wenn man Spielberg nicht mag), wie unterschiedlich (Genre, Zielgruppe, Stil, etc.) seine letzten Filme geworden sind. Terminal, Krieg der Welten, München, Tim und Struppi, Gefährten.... Spielberg probiert immer wieder neue Sachen aus und hat seinen Spass. Und das, obwohl er das ja gar nicht nötig hat, da er eigentlich schon alles erreicht hat. Daher mag ich ihn auch viel lieber als Lucas.
Dei Qualität seiner Filme kann ja jeder sehen wie er will. :)
Für mich gehören James Ryan, A.I. und vor allem Krieg der Welten zu den absoluten Highlights der letzten 20 Jahren.
Tim und Struppi mochte ich aber nicht so gerne. Dafür fand ich ...ööhm... "Gefährten" super (Mir ist aber klar, dass der Film nicht so viele Fans hat... es war schon ganz schön schwierig, überhaupt Leute mit ins Kino zu schleppen)
;)
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_Garfield Wed, 26 Sep 2012 11:21:17 -0000
Antwort löschenIch orientiere mich nicht daran, ob Filme bei Kritikern erfolgreich waren oder nicht.
Bob Loblaw Wed, 26 Sep 2012 11:43:58 -0000
Antwort löschen@Garfield
Musst Du auch nicht... ich tue das ja für mich persönlich auch nicht.
Aber wenn Du in deinem Artikel schreibst, die Regisseure lassen nach und willst einigermassen objektiv begründen, dass das überhaupt der Fall ist, sind der kommerzielle Erfolg und der Erfolg bei den Kritikern zwei gute (und sich oft widersprechende) Indikatoren.
Wenn Du schreibst, ""James Ryan" ist schmerzhaft pathetischer Einheitsmüll" ist das ja deine eigene Meinung und sehr subjektiv. Das kannst Du natürlich auch machen. Damit wird aber die ganze Aussage, ob Spielbergs Qualität überhaupt nachlässt, zu einer sehr subjektiven Geschichte.
Ich sehe das mit Spielberg ja z.B. anders.
Joeyjoejoe17 Wed, 26 Sep 2012 07:12:25 -0000
Kommentar löschenAuch wenn ich den neueren Werken von Scott (v.a. Gladiator und Body of Lies) und Spielberg (v.a. Minority Report, Catch me if you can und Tim und Struppi)) mehr abgewinnen kann als der Autor, kann man das selbe auch auf John Carpenter ummünzen, ebenfalls ein ehemals ganz großer, der nur noch im Schatten seiner selbst steht.
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Weiterführendes zum Artikel ?
Ridley Scott
Beteiligt an 62 Filmen (als Regisseur, Produzent und Ausführender Produzent) und 8 Serien
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Steven Spielberg
Beteiligt an 145 Filmen (als Produzent, Regisseur, Akteur, Drehbuch, Second Unit Director, Schnitt, Visual Effects, Autor, Bühnenbild und Ausführender Produzent) und 15 Serien
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George Lucas
Beteiligt an 40 Filmen (als Akteur, Autor, Produzent, Drehbuch, Regisseur, Schnitt, Second Unit Director, Kamera, Konzeptor und Ausführender Produzent) und 6 Serien
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Steven Spielberg war sogar Produzent bei Transformers 2 & 3! o.O
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cArLos4evEr Thu, 27 Sep 2012 19:58:54 -0000
Antwort löschenUnd 1
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FumerTue Thu, 27 Sep 2012 20:00:48 -0000
Antwort löschenStimmt :D Wobei der erste verglichen mit 2 (und vermutlich 3) noch eine Perle der Filmkunst war ;)
cArLos4evEr Thu, 27 Sep 2012 20:19:43 -0000
Antwort löschenStimmt, mich haben die Zwillinge im Zweiten genau so genervt wie Jar Jar Binks in Episode 1!^^