Bleak House

Bleak

Community

8.0Ausgezeichnet 4 Bewertungen

Deine Wertung

noch nicht bewertet

Diese Serie nach einem Buch von Charles Dickens dreht sich um Esther Summerson, die bei ihrer Tante aufwächst. Esther weiß nicht, was mit ihrer Mutter geschehen ist, und ihre Tante geht Fragen zu diesem Thema in weitem Bogen aus dem Weg. Nach dem Tod der Tante wird sie von Mr. Jarndyce adoptiert, der auch andere Pflegekinder unter seinem Dach aufgenommen hat. Irgendwann will auch der neue Vo...

edit

Cast & Crew


Forum 0 Themen Neues Thema hinzufügen

Das Forum zu Bleak House ist noch leer. Schreib jetzt den ersten Beitrag zur Serie!


Kommentare

über Bleak House
Kommentar schreiben

Sonse

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Dickens mochte ich noch nie. Obwohl ich mittlerweile informierter mit seinem Werk umgehen kann als in meiner Schulzeit, und meine zu verstehen um was es ihm geht, muss ich mich noch immer sehr zurückhalten, wenn er übermäßig gelobt wird. Seine Geschichten sind oft so eindimensional und ertrinken in Sentimentalitäten, banalen Klischees sowie Sozialkritik der platten Bratpfanne-trifft-Kopf-Sorte.

Als ich mit einer Freundin vor der Wahl zwischen den Oberseminaren "Charles Dickens" und "Romantic Poetry" stand, fluchte ich vor mich hin, holte die beiden dicken Bücher auf der Leseliste "Bleak House" und "Hard Times" aus dem Bücherregal einer Buchhandlung, hielt sie meiner Freundin unter die Nase und meckerte: "Dickens! Arghh! Solche Schwarten und dann auch noch diese Titel 'Bleak House' und 'Hard Times'! Da hätte man auch gleich 'Boring' und 'Horrible' auf die Buchdeckel schreiben können." Wir haben uns dann für "Romantic Poetry" eingeschrieben und das war auch gut so.

Doch die lange Liste an von mir verehrten oder zumindest geschätzten Schauspielern in dieser BBC-Serie aus dem Jahr 2006, haben mich überzeugt meine Dickens-Abneigung für kurze Zeit zu überwinden und "Bleak House" zumindest in verfilmter Form eine Chance zu geben.

Literaturadaptionsgenie Andrew Davies schrieb das Drehbuch und bei Carey Mulligan (mit der eintönigen Ada unterfordert), Gillian Anderson (die Eiskönigin), Ian Richardson (in seiner vielleicht letzten Rolle) und Charles Dance (als Tulkinghorn attraktiv böse wie immer), wie konnte ich da ablehnen? Als die Protagonistin Esther, ganz hervorragend gespielt von Anna Maxwell Martin, zu Beginn mit Ada und Richard in Bleak House einzieht und auch noch Denis Lawson als John Jarndyce begegnet, musste ich ihr grinsend beipflichten: "Bleak House is not so bleak after all".

Dank der durchweg wunderbaren Schauspieler hab ich mir diese insgesamt etwa achtstündige Serie beinahe am Stück angesehen. Schnitt und Kamera sind für so eine Period-Verfilmung auf positive Weise ungewöhnlich und Look'n'Feel stimmten für mich. Davon abgesehen hat mich diese gute Serie von Dickens selbst dennoch nicht überzeugen können und meine Kritikpunkte an seinen Geschichten treffen auch hier zu.

"Bleak House" ist technisch und schauspielerisch hervorragend, davon abgesehen ist es eine typische Dickens-Seifenoper mit einer Vielzahl an Figuren mit offensichtlichen 'Telling Names' von Lady Dedlock bis Mr Guppy, die wenigstens alle wichtige Funktionen für die Handlung erfüllen, welche wiederum (zumindest heutzutage) sehr vorhersehbar ist. Esther, so toll geschrieben und gespielt sie auch ist, würde man heute nicht zu unrecht als "Mary Sue" bezeichnen - man identifiziert sich mit ihr am meisten, sie ist durch und durch gut, die sympathischen Figuren mögen sie alle und sie hat die ach-so-schlimme "Qual" der Wahl zwischen den beiden mit Abstand besten Männern der Geschichte, die sie auch übersät mit Pockennarben noch über alles lieben... Dennoch ziehe ich dieses viktorianische Melodram eindeutig "Great Expectations" sowie der totgenudelten Nuckelpinne "A Christmas Carol" vor.

bedenklich? 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

hansoo7

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Sehr gute Adaption des gleichnamigen Dickens Roman. Vor allem der stark Cast, mit Stars wie Gillian Anderson und Carey Mulligan weiß zu überzeugen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Kommentar schreiben

Kommentar schreiben


Zeit
19. Jahrhundert