Schlegel
Schlegel hat sich Sat, 19 Sep 2009 14:35:58 -0000 auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 642 Filme bewertet und legendäre 516 Kommentare geschrieben. Gieriger Sammler von Soundtracks und Neuer Musik. Schwäche für B-Filme und Programmkinos. Literatur: Alice Munro, Thomas Bernhard, Anton Tschechow, Joann Sfar. Neuerdings: Jonathan Littell. Mehr
| Geschlecht | männlich |
|---|---|
| Ich bin Fan von: | Michael Haneke, Jessica Tandy, James Horner, Ulrich Mühe, John Williams, Ennio Morricone, Christopher Young, Akira Kurosawa, Kelly Reichardt, Edward Yang, William Hurt, Tilda Swinton, Tex Avery, Chuck Jones, David Gordon Green, Paul Schneider, Mark Ruffalo, Jan Sverák, Ingmar Bergman, Maria Schneider, Claude Sautet, James Ivory, Woody Allen, Ed Harris, Alan J. Pakula, Klaus Kinski, Claire Denis, Romuald Karmakar, Robert Altman, James Benning, Lance Hammer, Debra Granik, Chris Kraus, Vera Farmiga |
| Meine Lieblingsregisseure: | Edward Yang, Akira Kurosawa, Ingmar Bergman, Robert Altman, Billy Wilder, Steven Spielberg (mit Abstrichen), Lucchino Visconti, Andreas Dresen, Michael Haneke, Anthony Minghella, Claude Sautet, Woody Allen, |
| Über mich | Gieriger Sammler von Soundtracks und Neuer Musik. Schwäche für B-Filme und Programmkinos. Literatur: Alice Munro, Thomas Bernhard, Anton Tschechow, Joann Sfar. Neuerdings: Jonathan Littell. |
Einfacher Konflikt, der bis zum Letzten ausgeschöpft wird. Hier und da gibt es Andeutungen, die den aufmerksamen Zuschauer weit über den Film hinaus beschäftigen können. Da trifft sich "Die Jagd" mit dem "Weissen Band", aber während Hanekes Handlungsfragmente in die Belanglosigkeit führen, entlässt Vinterberg seine Zuschauer mit schlotternden Knien.
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Schlegel Wed, 08 May 2013 21:35:35 -0000
Antwort löschenSehr verständlich. Für mich war das "The Master". Aber dann "Jagten"! Und das mit Haneke, naja. Wo ich Recht hab, hab ich eben Recht. :)
Bebilderung des gleichnamigen Theaterstücks von Wajdi Mouawad. Das Stück ist überwältigend und in der Inszenierung von Stefan Bachmann mitreissender gewesen als der Film. Also auch mal wieder ins Theater gehen!
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Kleiner Film mit klugem Drehbuch und Schauspielerinnen, so unverkrampft, so natürlich, mitten im deutschen Fernsehen, toll! Einmal mehr wird der Osten in warmen Farben erzählt und nicht in betongrau. Find ich auch gut. Nur der fade Streicherteppich nervt.
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FranklinFlyer Sun, 07 Apr 2013 13:12:41 -0000
Antwort löschenJa, die deutschen Streicherteppiche... Wann lernen sie es endlich...?
Mir fallen da auf Anhieb zig Beispiele von Filmen ein, die ich mir kein zweites mal ansehen konnte, wegen der unmotivierten Musikmatten.
"Bluthochzeit" ist so einer, aber auch die hochgelobte "Unsere Väter ..."
Reihe nervte mit Gedudel in Szenen, in denen es eigentlich um Schauspiel ging.
Übrigens: Ein entfernter (!) Bekannter kam letzte Woche aus "Ostwind" und war total enttäuscht. Er dachte es sei die Fortsetzung zu diesem hier...
Schlegel Sun, 07 Apr 2013 14:46:16 -0000
Antwort löschenKeine Ahnung, warum deutsche Scores so belanglos bleiben. "Westwind" hätte ein durchdachtes musikalisches Konzept gutgetan. Biederes Geklimper ohne Variation und Haltung schadet dem Film ja mehr als es nützt. Und ja, "Unsere Mütter, unsere Väter" war wie Thomas Newman ohne Thomas Newman. Das ist wie Marlon Brando ohne Marlon Brando. Oder Harald Schmidt ohne Harald Schmidt.
FranklinFlyer Mon, 08 Apr 2013 08:00:06 -0000
Antwort löschenSchön gesagt.
Ich hatte bei "Unsere Mütter etc" das Gefühl, Michael Kamen mit verbundenen Augen beim Karaoke-Dirigieren zuzuhören.
Schlegel Mon, 08 Apr 2013 21:30:02 -0000
Antwort löschenKamen war der Meister der dicken Orchesterquinten, bei historischen Stoffen wie Robin Hood hat das auch gepasst, finde ich. Thomas Newman wiederum hat den Quintakkord am Klavier zu seinem Markenzeichen erhoben. In seine transparenten, oft sphärischen Grundierungen fügen sich diese geschlechtslosen Klavierakkorde wunderbar ein. Die Qualität von Newmans Musik besteht ja darin, dass sie eben keine Sosse ist, darum erlangen seine schlichten Klaviermotive so eine hypnotische Wirkung. Bei "Mütter, Väter" gibt's Sosse mit Klavier, die sich eindeutig an Newman orientiert, aber eben Sosse mit Klavier bleibt. Bei dem ganzen Aufwand drumherum seltsam.
Die Schauspiellaien treiben die Handlung ins Surreale und das Ende verfolgt mich in meinen Träumen. Das hat Lynch nie geschafft. Die sorgfältige Musik pendelt zwischen Melodramatik und Genrekonventionen. Geschrieben hat sie ein gewisser Edward Bilous, der hat eine eigene Website, aber keine weiteren Filme im Angebot. Schade.
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Brooklyn, die 50er, die St. Basil's Catholic Boys School und fünf hormongesteuerte Jungs. Schöne Coming-of-Age-Nostalgie mit tollen Darstellern, Donald Sutherland als Abt und Mary Stuart Masterson als erste Liebe. Klischees werden vom Humor schnell ausgebügelt und James Horner wirft seine irischen Rhythmen dazu. Wärs in Baltimore, wärs von Barry Levinson.
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"The Master" steht der Literatur sehr nahe und es ist schade, dass er dafür abqualifiziert wird. Es geht nicht um "Personen" in dem Film, es geht auch nicht um "Geschichten". Quell und Dodd stehen für zwei Prinzipien der menschlichen Existenz in einem feindlichen Sein. Wer ist der Master? Einer, der in animalischer Freiheit existiert? Oder einer, der sich den Kopf über Sicherheiten zerbricht? Da ist ein Zitat von Blaise Pascal angebracht: "Das ewige Schweigen dieser unendlichen Räume macht mich schaudern." Einer der besten Filme, die ich kenne.
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SKURRIL Tue, 05 Mar 2013 02:36:43 -0000
Antwort löschenAuch in musikalischer Hinsicht, die dich ja löblicherweise sehr zu interessieren scheint, einfach super. Jonny Greenwood!!!
Schlegel Tue, 05 Mar 2013 21:51:42 -0000
Antwort löschenAuf jeden! Greenwoods Scores gehören zum Besten, was Filmmusik zu bieten hat. Aktuell und auch sonst.
Für Leute, die nen Scheisstag hatten.
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lieber_tee Fri, 15 Feb 2013 22:54:33 -0000
Antwort löschenund in blutiger Scheiße gerne herumlaufen...
Simon Moon Sat, 16 Feb 2013 06:55:04 -0000
Antwort löschenUnd dringend einen Hob, ääh, Job brauchen. Schräges, aber nicht unsympathisches Machwerk.
Charlotte Rampling findet kluge Antworten auf Fragen, die jeden betreffen. Das hebt den Film über andere Portraits, denn "The Look" ist keine Nabelschau, sondern geht vom Einzelnen aufs Ganze. Sehenswert.
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patcharisma Fri, 15 Feb 2013 21:32:50 -0000
Antwort löschenAber auch nur, wenn man die Frau mag... xD
Einer der realistischsten Filme übers Filmemachen, die ich kenne. Einschränkend sei gesagt, dass man feinsinnigen Produzenten wie Humbert Balsan nur selten begegnet, die meisten haben doch eher den Gestus von Gebrauchtwagenhändlern.
"Le père de mes enfants" ist Kino der Zwischentöne, das sich der Lehrbuch-Dramaturgie enthebt und unberechenbar bleibt, wie das Leben selbst. Über seine Detailfülle kann der Film zu einer echten Erfahrung werden, die den Esokitsch der letzten Jahre (Lebensbaum, Gasblase) alt aussehen lässt.
Ausserdem ist die Regisseurin supersexy.
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LeBateauPolice Fri, 15 Feb 2013 20:40:57 -0000
Antwort löschenGeschmackssache. Also die Regisseurin meine ich.
LeBateauPolice Sat, 16 Feb 2013 08:45:25 -0000
Antwort löschenCaptain Obvious am Start. Habe mir übrigens gestern aufgrund deines Lieblingsfilm-Status "TAOJJBTCRF" angesehen. Großartiger Film! Danke für diese Wohltat, Schlegel!
Erst Arktis, dann Atlantik: The Thing hat sich auf den Weg gemacht. Bald in Bottrop-Lehmkuhle?
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BlueSquirrel Fri, 15 Feb 2013 14:51:00 -0000
Antwort löschen^^. Es gibt keine Monster in N-Westfalen.
"Deep Star Six" ist immer dann am spannendsten, wenn man sich fragt, wer von wem geklaut hat. "Deep Star Six" von "Leviathan"? "Leviathan" von "Deep Star Six"? Beide von "Abyss"? "Abyss" von Beiden? "Abyss" von "Leviathan" und der von "Deep Star Six"? Oder "Abyss" von "Deep Star Six" und der von "Leviathan"?
Fortgeschrittene erweitern um "The Evil Below" und "Lords of the Deep".
Ausserdem ist 1989 der Ostblock implodiert. Aber das ist something completely different.
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Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street
Schlegel 7.5 "Sehenswert" Wed, 02 Jan 2013 22:51:37 -0000
Massenvernichtung - das Musical. Schön finster. Unschön digital.
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Gästebuch
MrKatsumi Wed, 08 May 2013 15:21:37 -0000
Zum einen gefallen mir deine oft prägnant und sicher formuliert Kommentare und zum anderen deine oft ausschweifenden Bezüge zur Musik in Filmen. Würde gerne mehr davon lesen.. :)
nerdkiller Wed, 10 Apr 2013 21:51:10 -0000
Danke, bin zwar nicht sonderlich religiös, aber Kirchenmusik (vor allem Orgeln) ist echt was Feines.
VisitorQ Wed, 10 Apr 2013 21:43:31 -0000
gerne angenommen. Habe Deine Beiträge auch schon oft auf MP gelesen. :-)
nerdkiller Wed, 10 Apr 2013 21:15:24 -0000
Hi,
ich mag deine Kommentare sehr gerne, würde die in Zukunft gerne auf dem Dashboard haben. Was dagegen?
Gruß
DerDude_ Sun, 31 Mar 2013 11:07:54 -0000
Lieber, Schlegel
Ich bin neugierig und brenne darauf zu erfahren welches Lied (bzw welche Noten) auf deinem Bild zu sehen ist (sind).
ProsperDune Sat, 02 Mar 2013 18:28:41 -0000
Vielen Dank für die Annahme! :)
Aber 'nüchterne Position' bei "Liebe"? Ich kann nicht genug betonen, wie unbequem der Kinosessel war, und dessen Beschreibung sollte keine Metapher auf die Wirkung des Films sein. Zweitsichtung ist schon seit Kinobesuch geplant. Mir fiel es da schwer, nüchtern zu sein. ;)
Doch eventuell hast du Recht. Auch ohne den Sitz kann ich sagen, dass "Liebe" kein beeindruckender Film war.
ProsperDune Sat, 02 Mar 2013 10:49:59 -0000
Paul Thomas Andersons "The Master" ist ein Meisterfilm. Man muss nur richtig hinsehen. Ich fände es schön, eine Moviepilot-Freundschaft zu beginnen.
Gruß, ProsperDune
bestseimon Fri, 01 Mar 2013 21:14:07 -0000
Ich habe ihn mir mal vorgemerkt, klingt ganz gut! Wobei ich auch mit Musik und Tanzfilmen sehr wenig anfangen kann.
bestseimon Fri, 01 Mar 2013 14:55:45 -0000
Unser Filmgeschmack mag vielleicht verschieden sein, aber genau das ist ja manchmal interessant. Außerdem hast du The Master und Jesse James als Lieblingsfilm und hörst gerne Soundtracks, da schicke ich gerne eine Anfrage. :)
LG
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