Schlegel
Schlegel hat sich 2009/09/19 16:35:58 auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 560 Filme bewertet und legendäre 453 Kommentare geschrieben. Fanatischer Sammler von Soundtracks und Neuer Musik. Schwäche für B-Filme und Programmkinos. Mehr
| Geschlecht | männlich |
|---|---|
| Meine Lieblingsschauspieler: | Cate Blanchett, Ulrich Mühe, Philip Seymour Hoffman, William Hurt |
| Ich bin Fan von: | Michael Haneke, Jessica Tandy, James Horner, Ulrich Mühe, John Williams, Ennio Morricone, Christopher Young, Akira Kurosawa, Kelly Reichardt, Edward Yang, William Hurt, Tilda Swinton, Tex Avery, Chuck Jones, David Gordon Green, Paul Schneider, Mark Ruffalo, Jan Sverák, Ingmar Bergman, Maria Schneider, Claude Sautet, James Ivory, Woody Allen, Ed Harris, Alan J. Pakula, Klaus Kinski, Claire Denis, Romuald Karmakar, Robert Altman, James Benning |
| Meine Lieblingsregisseure: | Edward Yang, Akira Kurosawa, Ingmar Bergman, Robert Altman, Billy Wilder, Steven Spielberg (mit Abstrichen), Lucchino Visconti, Andreas Dresen, Michael Haneke, Anthony Minghella, Claude Sautet, Woody Allen, |
| Über mich | Fanatischer Sammler von Soundtracks und Neuer Musik. Schwäche für B-Filme und Programmkinos. |
Die Legende des Zorro
Schlegel 7.0 "Sehenswert" 2012/01/26 00:45:24
Viel Eheklamauk, aber sonst ist der Zorro-Ton doch gut getroffen. Sergio Leone durch den Hollywoodhäcksler zu treten ist schliesslich auch ne Arbeit.
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Tödlicher Segen
Schlegel 6.5 "Ganz gut" 2012/01/14 02:08:57
"Deadly Blessing" legt viel Wert auf Atmosphäre, das ist das grosse Plus. Ungewöhnlich für die Preisklasse ist der Einsatz des Krans. Aussenmotive werden in ausladenden Bewegungen eingefangen, die die Innenräume umso klaustrophobischer wirken lassen. Die Schauspieler agieren solide bis gut, Sharon Stone steht in riesigen Lettern auf dem DVD-Cover, auch sie solide bis gut. Die Musik geht als Vorstudie zu "Something wicked this way comes" durch, bis auf den Dies-irae-wir-singen-was-Lateinisches-Chor, der ist "Omen"-Trittbrettfahrer. Alles in allem aber sehr hübsch.
(Hübsches Ende auch.)
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Unter Null
Schlegel 4.5 "Uninteressant" 2012/01/13 13:43:51
Schade ums Buch. Erkenntnis: Auch Downey Jr. war mal 80er. Und Thomas Newman.
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Gas Monopoly
Schlegel 8.5 "Ausgezeichnet" 2012/01/11 16:23:11
Nach seinem Drehbuchstudium entwickelte sich Martin Leidenfrost zu einer Art Edelfeder mit Osteuropaschwerpunkt. Bis heute lebt er zurückgezogen in Theben-Neudorf an der slowakisch-österreichischen Grenze und schreibt über die "Welt hinter Wien" (Titel seiner Kolumne in der "Presse"). Während Osteuropa selber die Grenze zum Osten noch weiter östlich verstanden haben will,…
Nach seinem Drehbuchstudium entwickelte sich Martin Leidenfrost zu einer Art Edelfeder mit Osteuropaschwerpunkt. Bis heute lebt er zurückgezogen in Theben-Neudorf an der slowakisch-österreichischen Grenze und schreibt über die "Welt hinter Wien" (Titel seiner Kolumne in der "Presse"). Während Osteuropa selber die Grenze zum Osten noch weiter östlich verstanden haben will, bereist Leidenfrost ohne Vorbehalte das Gebiet. Seine Neugier gilt den Bewohnern vergessener Landstriche und deren Sicht auf die Machtzentren Westeuropas. Höhepunkt dieses Interesses dürfte nun die investigative Hochglanzdoku "Gas Monopoly" sein, deren bizarre Interviewsequenzen (u. a. mit Joschka Fischer, Alexander Medwedew, Taner Yildiz, Günther Oettinger) ein ums andere Mal den Atem rauben können. In opulent gefilmten Bildern stellt sich Leidenfrost mit hemdsärmeliger Chuzpe als "Gasreporter" vor, eine inszenierte Harmlosigkeit, die sicher auf Michael Moore zurückgeht, die das Urgestein aber auch übertrifft, da der Gasreporter die klügeren Fragen stellt. Leidenfrost trifft nicht auf Instanzen, er redet mit Menschen, ob in Brüssel, Istanbul, Moskau oder der Tundra. Dass die profansten und zugleich hellsichtigsten Statements am Ende in einem Zelt aus Rentierfellen ausgesprochen werden, ist einerseits schon ein Klischee, andererseits nicht ohne Witz, wie vieles an diesem wunderbaren Film.
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Steven Gätjen
Schlegel 2012/01/10 23:03:16
Ich glaub nicht, dass Steven Kino liebt.
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Bradbury 2012/01/11 04:34:50
Antwort löschenSteven liebt das Rampenlicht und vor allem liebt er es, sich im Glanze der Rote-Teppich-Jogger zu sonnen.
The House on Sorority Row
Schlegel 6.5 "Ganz gut" 2012/01/09 02:10:39
Score-Notiz: Dieser liebevoll gestaltete Debüt-Slasher ist wahrscheinlich der beste Film in Richard Bands Komponistenlaufbahn. Verglichen mit den hirnerweichenden Machwerken seines Bruders Charles Band wirkt "The House on Sorority Row" beinahe ausgetüftelt.
Band arbeitet mit zwei Motiven als Grundlage: einem Eröffnungsthema im 6/8-Takt à la Smetana, das wunderbar die anfängliche…
Score-Notiz: Dieser liebevoll gestaltete Debüt-Slasher ist wahrscheinlich der beste Film in Richard Bands Komponistenlaufbahn. Verglichen mit den hirnerweichenden Machwerken seines Bruders Charles Band wirkt "The House on Sorority Row" beinahe ausgetüftelt.
Band arbeitet mit zwei Motiven als Grundlage: einem Eröffnungsthema im 6/8-Takt à la Smetana, das wunderbar die anfängliche Lebensfreude der Mädchen widerspiegelt, und einem hübschen Walzer für Spieluhr, was in dem Genre ja zum guten Ton gehört. Erstmals zeigt sich Bands Vorliebe für die aufsteigende Sekunde mit nachfolgender absteigender Terz. Bereits 1980 formte er daraus ein Main Theme für "The Day Time Ended"; 1982 zog er die Tonfolge in den 3/4-Takt und schuf damit den Walzer für "Sorority Row". In "Night Shadows" (aka "Mutant", 1984) wanderte die Idee schließlich in den 6/8-Takt und bildete wieder ein neues Thema. Dabei pflegt Band seine Selbstreverenzen um einiges geschickter als z. Bsp. Horner; leicht ist ihm nicht auf die Schliche zu kommen. Leider war ihm nie ein ähnlicher Ruhm beschieden.
Die Geschichten zu den Einspielungen jener Tage klingen aufregend. Geld gabs keines, trotzdem wollte die Produktion ein Orchester. Band schlug selbstbewusst das London Philharmonic Orchestra vor und drückte den Preis, indem er die Aufnahmen in die Nacht verlegte. Er dirigierte "blind" d. h. Geld für eine Projektion gabs auch nicht. Im Booklet zum Soundtrack schwärmt Regisseur Mark Rosman von der Arbeit mit Band. Zu seinem späteren Arbeitgeber Disney hat er ihn leider nie mitgenommen.
Zur Musik:
http://www.youtube.com/watch?v=JkG5WfjNDq4
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Mr Vincent Vega 2012/01/09 02:22:26
Antwort löschenWie ist denn der ebenfalls enthaltene Alchemist?
Schlegel 2012/01/09 02:34:27
Antwort löschenEingängiger als "Sorority Row" würde ich sagen. "Sorority Row" hat kraftvolles thematisches Material, das in Folge aber zu harrschen Clustern verarbeitet wird. Der "Alchemist" bleibt fast durchgehend in einer morbid-melancholische Grundstimmung. Störend ist da nur das synthetische Piano. Guckst du hier:
http://www.youtube.com/watch?v=7FtNOra9vnA&feature=related
Ist eine schöne CD, mir gefällts.
Mr Vincent Vega 2012/01/09 02:43:17
Antwort löschenJa, nett. Fast melodramatisch. Und sehr 80er.
Hier gibt's übrigens ein ganz hübsches Interview mit Band zu lesen: http://www.fearzone.com/blog/richard-band
Mr Vincent Vega 2012/01/09 02:48:46
Antwort löschenNa toll, jetzt höre ich auf YT lauter zusammengeklaubte Band-Main-Titles zu schrottigen Filmen. Aber den stibitzten Re-Animierer, den werde ich immer lieben.
Schlegel 2012/01/09 02:57:48
Antwort löschenJa, von Herrmann geklaut. Und das Nebenthema ist 1:1 aus John Hustons "Freud" (© Jerry Goldsmith). Da frage ich mich, was Band geritten hat. Gegen Ende der 80er hatte er vielleicht keine Lust mehr. Die Orchester waren dann ja perdu.
Danke für den Link!
Die Gräfin
Schlegel 7.5 "Sehenswert" 2012/01/08 23:03:58
Ziemlich grausam und morbid für FSK 12, muss ja auch mal gesagt werden. Der Ansatz, die Schauergeschichte als Emanzipationsgeschichte (einer gescheiterten Emanzipation) zu erzählen, ist gewagt, funktioniert aber ganz gut. Letzte Zweifel, ob es sich tatsächlich so zugetragen hat, bleiben bestehen, dank des unsicheren VO-Kommentars. Kleine Längen können nicht verhehlen, dass von Julie Delpy noch Grosses zu erwarten ist.
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Long Day's Journey Into Night
Schlegel 6.0 "Ganz gut" 2012/01/06 17:19:29
Kratzt man ein bisschen am Lack des Lumetschen Œuvres, kommen auch ein paar Biederlichkeiten zum Vorschein. Zwei adaptierte Theaterstücke zählen für mich dazu: "Die Möwe" (schlimm) und "Eines langen Tages Reise in die Nacht" (nicht ganz so schlimm). Dass Lumet, Meister des Kammerspiels, das wortreiche Kammerspiel von Eugene O'Neill auf Garten und Garage erweitert hat, ist…
Kratzt man ein bisschen am Lack des Lumetschen Œuvres, kommen auch ein paar Biederlichkeiten zum Vorschein. Zwei adaptierte Theaterstücke zählen für mich dazu: "Die Möwe" (schlimm) und "Eines langen Tages Reise in die Nacht" (nicht ganz so schlimm). Dass Lumet, Meister des Kammerspiels, das wortreiche Kammerspiel von Eugene O'Neill auf Garten und Garage erweitert hat, ist nachvollziehbar, dass er aber den Text unberührt ließ und gerade für erklärende Passagen keine filmischen Lösungen fand, ist enttäuschend. Da hätte er sich die behübschenden Aussenmotive auch sparen können. Katharine Hepburn richtet sich lange in ihren manierierten Attitüden ein, bis das grosse Enthüllungspsychogramm endlich seine Kreise zieht. Alles in allem zu abgesichert, zu vorhersehbar. Auf der Habenseite: ein jugenhafter Jason Robards und der Pianoscore von André Previn. Dennoch: Eugene O'Neill besser im Theater und im Kino lieber Bergman.
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Der Gott des Gemetzels
Schlegel 8.0 "Ausgezeichnet" 2011/12/28 12:00:27
Foster und Winslet zeigen, dass sie Stars sind und spielen vor allem für sich selbst, Waltz versemmelt einige emotionale Anschlüsse, Reilly schafft als einziger, seine Figur von Anfang bis Ende zu erden. Rezas Vorlage ist aber ehrliches Boulevardtheater, so kommt keiner zu Schaden und die Chose geht auf.
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Sigmund 2011/12/28 16:03:58
Antwort löschenWas für mich aber nicht ganz aufgeht, ist Deine Wertung im Vergleich zu dem, was ich sonst so als "ehrliches Boulevardtheater" kenne. Da geht es doch in aller Regel weit, weit weniger in die Tiefe.
Schlegel 2011/12/28 17:32:17
Antwort löschenStimmt. Also: Boulevardtheater, aber in gut. "Carnage" geht wirklich nicht besonders in die Tiefe, aber der Witz ist schön ätzend und damit allemal unterhaltsam.
Gästebuch
lieber_tee 2012/01/13 13:45:54
Anfrage gerne angenommen, du B-Movie-Junkie...:) Und 88 % ist der Hammer...
Gruß-Oliver
crab1973 2011/11/20 17:31:33
Eine Vorliebe für B-Fime und vorallendingen Soundtracks ist mir eine Anfrage wert. Auf die 45% schaue ich nicht so sehr. Dafür mehr darauf, dass Du auch ein Christopher Young Fan bist.
Bradbury 2011/07/23 21:55:27
Aber natürlich, Monsieur Schlegél. Ich war zuerst verwundert, war ich doch der Meinung, wir wären längst vernetzt! ;)
Jack_Torrance 2011/07/22 15:25:21
Danke der Annahme und danke für den Tipp bezüglich Kelly Reichardt. Vielleicht schau ich mir ihren neuesten Streifen in irgend einem Arthaus-Kino an ;-)
Jack_Torrance 2011/07/21 10:39:05
Du hast sehr interessante Lieblingsfilme. Einige sind mir völlig unbekannt. Toller Filmgeschmack, da sprechen 77 % ja für sich und tolle Kommentare.
Da hoffe ich, dass du meine Anfrage annimmst. MfG
BlueSquirrel 2011/07/15 20:46:36
Kann ich nachvollziehen. Die Anfänge sind halt oft immer am besten, persönlicher, weniger kommerziell. (Die Altersgrenze der "Kollegen" scheint auch stetig zu sinken) Darüber hinaus könnte ich mir vorstellen, dass mit einem Weggang von z.B. Sonse, Duffy oder Alanger usw. flächendeckende Enttäuschung mit Konsequenzen folgen würde. Aber jetzt hau du uns nicht auch noch ab. ;) Noch is'es ja nicht gänzlich kaputt hier. Und noch sind ja alle da, die das hier wertvoll machen. Aber dein ungutes Gefühl, das teile ich.
BlueSquirrel 2011/07/15 19:30:52
Ja, der ist schon länger weg. Fanden Joe und ich etwas schade. Ich habe ihm dann mal auf seiner Film-Seite (Movieshack.de) eine Beschwerde-Mail geschrieben;) Er hat seine Abmeldung mit einer Abneigung gegen die Redaktionstexte begründet. However. Weg ist er :(
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Schöner Ferienfilm.