Der blaue Engel

Der blaue Engel

US/DE · 1930 · Laufzeit 99 Minuten · FSK 12 · Drama, Musikfilm · Kinostart

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von Josef von Sternberg, mit Emil Jannings und Marlene Dietrich

Im Drama Der blaue Engel verfällt Emil Jannings als tyrannischer Gymnasialprofessor den Verführungskünsten von Marlene Dietrich, die in einer zwielichtigen Nachtbar singt.

Professor Immanuel Rath (Emil Jannings) hat einen geordneten Tagesablauf und lebt in seiner bis ins kleinste Detail geordneten Welt. Als Gymnasialprofessor führt er ein strenges Regiment. Das bringt ihm in seiner Klasse männlicher Schüler, den Spitznamen Unrat ein. Als er vom Klassenprimus, erfährt, dass sich einige seiner Schüler abends im Hafen-Viertel in einer Spelunke Namens „Der blaue Engel” herumtreiben, zögert Rath keine Sekunde diesem Treiben schnellstmöglich ein Ende zu setzen. In der Kneipe trifft er auf eine Welt, in der leicht bekleidete Damen frivole Lieder zum Besten geben und mehr zeigen, als die öffentliche Moral erlaubt.

Rath hingegen schliddert in eine Gesellschaft, die alle seine Werte auf den Kopf stellt. Im “Blauen Engel” lernt er die Tänzerin und Sängerin Lola-Lola (Marlene Dietrich), den Direktor und Zauberer Kiepert (Kurt Gerron), dessen Frau Guste (Rosa Valetti) und den stummen Clown (Reinhold Bernt) kennen.

Hintergrund & Infos zu Der blaue Engel
Potsdam Babelsberg war das Hollywood Europas. Josef von Sternberg kehrte 1930 aus dem echten Hollywood nach Deutschland zurück und übernahm auf Bitten von Emil Jannings und Produzent Erich Pommer die Regie der Verfilmung des Romans Professor Unrat von Heinrich Mann. Für Marlene Dietrich war diese beeindruckende Charakterstudie der Durchbruch. Mit der Paraderolle der Lola und ihrem Song ‘Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt’ stahl die Diva, die erst mit dem Erfolg des Klassikers eine werden sollte, allen die Schau.

Der Amerikaner Josef von Sternberg, dessen einziger in Deutschland gedrehter Film Der Blaue Engel ist, stellte seinen Film in die Tradition des Expressionismus und des Kammerspielfilms der frühen 1920er Jahre. Kontrastreiche Bilder, windschief erscheinende Kulissen und die Identifikation des Filmes mit seinem triebregierten Protagonisten zeigt die Nähe zu Murnaus Der letzte Mann (1924). Emil Janningss Spiel steht zudem ebenfalls noch ganz im Geiste des Stummfilms. Marlene Dietrichs zwangloses, natürliches Spiel, entspricht hingegen den Erfordernissen des Tonfilms weit besser.

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