Trailer zum Kriegsfilm

Australische Teenager als Guerilla-Kämpfer

Tomorrow When the War Began
© Paramount Pictures
Tomorrow When the War Began

Wer als Filmemacher politische Kontroversen vermeiden will, wenn er einen Film über Krieg, Invasionen und die Bedrohung der Menschheit macht, gibt meist den bösen Aliens an allem die Schuld. Bekannte Beispiele sind hierfür Independence Day, Invasion, Krieg der Welten oder Signs – Zeichen. Untypisch ist es da, wenn mit Tomorrow When the War Began ein Film in die Kinos kommt, der einen Krieg inszeniert, bei dem die Angreifer nicht genau definiert werden.

In Tomorrow When the War Began geht es um eine Gruppe von acht australischen Teenagern, die für eine Woche einen Ausflug in die abgelegene Natur machen, weit weg von ihrer Heimatstadt Wirrawee. Fröhlich machen die Jugendlichen Wanderausflüge und campen am Lagerfeuer, bis schließlich Kampfjets über sie hinwegfliegen. Als sie in ihre Heimatstadt zurückkommen, müssen sie erkennen, dass völlig unverhofft ein Krieg ausgebrochen ist und sie fortan im Alleingang um ihr nacktes Überleben kämpfen müssen.

Wem die Geschichte ein bisschen bekannt vorkommt, müsste sich an Die rote Flut (John Milius) von 1984 erinnern. Hier werden amerikanische Teenager ebenfalls vom Krieg überrascht und gründen daraufhin eine Widerstandstruppe. Tomorrow When the War Began bildet hierzu das australische Pendant.

Direkte Vorlage für den Film war jedoch die in Australien überaus erfolgreiche Buchreihe, die ebenfalls den namen Tomorrow When the War Began trägt. Die insgesamt 7 Teile stammen aus der Feder des mittlerweile gefeierten John Marsden, der die Bücher von 1993 bis 1999 veröffentlichte. Zusammen mit Regisseur Stuart Beattie schrieb er nun auch an dem Drehbuch des Kriegsfilms mit australischen Teenagern in der Hauptrolle.

Um wen genau es sich nun bei den Kriegsangreifern handelt, wurde sowohl im Buch als auch im Film jedoch weitestgehend ausgespart. Stuart Beattie und John Marsden gaben beide an, dass keine Nation als möglicher Sündenbock für das Kriegsschauspiel herhalten solle. Stattdessen seien die Figuren im Fokus und die Geschichte konzentriere sich vorrangig auf deren Versuche, mit der alptraumhaften Situation irgendwie fertig zu werden. Nach mehrmaligem Nachhaken wurde allerdings zugegeben, dass es sich vermutlich um Asiaten handelt.

Die Gruppe der jungen Leute wird unter anderem von Schauspielern wie Rachel Hurd-Wood (Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders), Phoebe Tonkin, Lincoln Lewis und Caitlin Stasey besetzt. Für Stuart Beattie bedeutet Tomorrow When the War Began sein Regiedebüt, allerdings gilt er in Hollywood als großer Drehbuchautor durch Werke wie Fluch der Karibik, Collateral, 30 Days of Night, Australia und G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra.

Da das Buch mit 7 Teilen eine Menge Stoff offeriert, ist ein zukünftiges Franchise des australischen Kriegsszenarios sicher denkbar. Im Trailer könnt ihr euch nun anschauen, ob Tomorrow When the War Began ein erfolgreiches Projekt werden könnte.

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