127 Hours

127 Hours (2010), GB/US Laufzeit 94 Minuten, FSK 12, Abenteuerfilm, Drama, Thriller, Kinostart 17.02.2011

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7.6
Kritiker
64 Bewertungen
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7.3
Community
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331 Kommentare
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von Danny Boyle, mit James Franco und Kate Mara

Danny Boyle lässt James Franco in seinem Survival-Thriller 127 Hours mächtig leiden, als dieser bei einem waghalsigen Trip in den Bergen in eine Schlucht stürzt.

Was tun, wenn man alleine, ohne sonderlich viel Proviant, ohne Verbindung zur Außenwelt – kurz ohne jede Chance auf Hilfe in einer Felsspalte gefangen ist, einen Arm von einem unbeweglichen Felsen zerquetscht? Die verstörende und zugleich inspirierende Antwort liefert 127 Hours, der neunte Kinofilm von Oscarpreisträger Danny Boyle.

127 Hours zeigt auf rasante Weise, die wahre Geschichte von Bergsteiger und Abenteurer Aron Ralston, der sich während eines Outdoorurlaubes in beschriebener Ausnahmesituation wiederfand. Gespielt wird Ralston von dem jungen, aufstrebenden Schauspieler James Franco, der für seine Darstellung von der Presse gefeiert wurde.

Hintergrund & Infos zu 127 Hours
127 Hours sorgte auf dem Filmfestival von Toronto für Furore, als bei einigen Vorführungen von Ohnmachtsanfällen unter dem Publikum berichtet wurde. Diese sollen insbesondere der haarstäubenden Amputationsszene geschuldet sein, in welcher Ralston seinen Arm mit einer Klinge abtrennt. Um bei dieser Szene ein möglichst hohes Maß an Authentizität zu erreichen, arbeitete Special-Effect Designer Tony Gardner mit medizinischen Experten zusammen. Angesichts der dramatischen Publikumsreaktionen scheint sich die Mühe gelohnt zu haben.

Ganz wie sein Alter Ego in 127 Hours, führte der echte Aron Ralston ein Videotagebuch, während er in der Felsspalte gefangen war. Die Aufnahmen befinden sich in einem Banksafe und waren bisher nur für die Familie und engste Freunde des Bergsteigers zu sehen. Allerdings durften 127 Hours Macher Danny Boyle und sein Hauptdarsteller James Franco vor Beginn der Dreharbeiten von 127 Hours das Material sichten. Tatsächlich wurde der Inhalt der Videotagebücher in 127 Hours nicht verändert. Was James Franco hier in die Kamera spricht, entspricht den realen Tagebüchern.

Interessanterweise war der für seine Darstellung hochgelobte James Franco nicht die erste Wahl für die Hauptrolle von 127 Hours. Danny Boyle bevorzugte anfangs Cillian Murphy, mit dem der Regisseur schon in 28 Days Later zusammenarbeitete. (KJ)

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Cast & Crew


Kritiken (37) — Film: 127 Hours

Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de

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8.0Ausgezeichnet

[...] Boyles Herangehensweise an Ralstons Tortur ist eine nicht zu bändigende Meisterleistung. Die fünf Tage in der klaustrophobischen Einsamkeit werden nicht nur zu einer physischen Belastung – Ralston versucht ständig den Felsbrocken mit einem kleinen Messer so zu bearbeiten, dass er ihn wegrollen kann und muss sich mit einer Seilkonstruktion mehr oder weniger hängen lassen, um halbwegs schlafen zu können, zudem geht ihm natürlich das Wasser aus und er muss sich zwingen, immer nur einen kleinen Schluck davon zu trinken – sondern vor allem auch zu einer psychischen. Die 127 Stunden werden zu einer ausgedehnten metaphysischen Reise (die dem ein oder anderen durchaus etwas zu ausgedehnt und zu metaphysisch sein könnte), in der er seine Familie und Freunde trifft, alte Geschichten auspackt oder einfach nur an das leckere Gatorade in seinem Auto denkt. [...]

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CINEMAN.ch

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8.0Ausgezeichnet

Danny Boyle hat die wahre Geschichte des Kletterers Aron Ralston verfilmt, der sich mit einem Taschenmesser seinen Arm abschnitt, um sich aus einer Felsspalte zu befreien. Boyles erster Film seit seinem Welterfolg "Slumdog Millionaire" hat aber mehr zu bieten als diesen sagenhaften Schockeffekt: in erster Linie James Francos Parforce-Leistung, die zu Recht mit einer Oscar-Nomination belohnt wurde.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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10.0Lieblingsfilm

«127 Hours» ist ein von Danny Boyle meisterhaft inszeniertes und von James Franco grandios gespieltes Drama.

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Diddoph

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So kann man's zusammenfassen ;)! Grandios von vorn bis hinten. Schade das man keinen Oscar mit nach Hause nehmen konnte, der Film hätte es verdient!


Anj S: Mann beisst Film

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8.0Ausgezeichnet

„127 hours“ schafft es, kein ekelerregender Horrorfilm zu sein und dennoch bis zum Ende spannend und dramatisch zu bleiben. Um diesen Effekt zu erzielen, bleibt die Kamera schonungslos und erspart einem gerade die Details nicht, die schon durchs bloße Zusehen Schmerzen bereiten. Wenn es einem auch durch den rasanten Beginn und die wenigen Informationen aus Arons Leben zunähst nicht gelingt, mit dem Protagonisten mitzufühlen, so ändert sich das spätestens, wenn das Tempo plötzlich von fullspeed auf Stillstand springt.

Großartige Landschaftsaufnahmen, ein talentierter Hauptdarsteller und eine unglaubliche erscheinende Geschichte, die gar nicht erst neu erfunden werden musste, bestätigen: hier konnte eigentlich gar nicht mehr so viel schief gehen.

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Oceanic6: CinemaForever

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5.0Geht so

Nach der für mich riesen Enttäuschung "Slumdog Millionär" hat sich Danny Boyle dieses Mal der realen Geschichte des Hobbybergsteigers Aron Ralston angenommen, der in einem Canyon verunglückt und alleine um sein Leben kämpft. Gespannt hatte ich darauf gewartet "127 Hours" nach all den Lobeshymnen endlich sichten zu dürften...
Ich möchte gleich mal hart einsteigen. Der Film hat ein großes Problem. Zwar ist er in sämtlichen Belangen, ob Kameraführung, Musik oder Schaupiel als gelungen einzustufen, trotzdem ist mir zu keinem Augenblick die Kinnlade runtergeklappt. Das liegt meiner Meinung nach vor allem an den vielen Spielereien, mit welchen sich Danny Boyle mal wieder profilieren möchte. Immer wieder Kameraeinstellungen über das innere des Flaschenbodens. Immer wieder zwar nicht belanglose, aber langweilige Rückblenden in die Vergangenheit des Extremsportlers. Die Naturaufnahmen sind ok, aber auch nichts Herausragendes. Ebenso war ich dann relativ enttäuscht, wie…

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Oceanic6

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@Duffy: Ja ok du hast recht, habs gerade auf Wiki gelesen, allerdings kommt das im Film bisschen falsch rüber...


JulienMacKenzie

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Ich bin mit vielleicht 2 Sätzen in deiner Kritik einverstanden, trotz allem muss ich dir sagen und ich denke das sollte man und du nicht vergessen xD es ist ein Film (!) und wenn man eine solche Handlung mit gelungener Kameraführung, (sehr) guter Schauspielleistung und angemessenem Soundtrack in die Kinos bringt, glaube ich ist das "Ziel" eines guten Filmes erreicht worden ^^ und gerade weil das Blut nicht so spritzt wie bei SAW, finde ich, ist die Umsetzung der Szene als sehr gut einzustufen, da man auf 90% der Schauspielleistung von James Franco zählt und die Emotionen daher auch so rüber kommen wie sie sollen, nämlich real....und übrigens.....ich weiss nicht was für ein "Slumdog Millionär" du gesehen hast, dass du sagen kannst er ist eine riesen Enttäuschung, aber falls es dieser war den auch ich gesehen habe, muss ich sagen sind "Kokowääh" oder "Unstoppable" für dich 2 der besten Filme aller Zeiten ;)
Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten....

....ohja wie wahr....


Dr. Borstel: Sharks, Pencils and Ben Aff...

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9.0Herausragend

Ein technisch wie inhaltlich hervorragender Trip in die Abgründe der (menschlichen) Natur, der den Lebenswillen seines Protagonisten nie aus den Augen verliert und mit einem unfassbaren Hauptdarsteller punktet.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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8.0Ausgezeichnet

Danny Boyle erzählt die auf dem autobiographischen Buch „Between A Rock And A Hard Place“ beruhende Geschichte von Extrembergsteiger Aron Ralston (James Franco), dem 2003 eine abgelegene Schlucht in Utah zur Falle wird. Der letzte Ausweg: die Selbstamputation der bereits abgestorbenen Hand mit dem Taschenmesser. Und diese Szene geht nicht nur durch Fleisch und Sehnen, sondern vor allem durch Mark und Bein!

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sushi25: movie-fan.de

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8.0Ausgezeichnet

Eigentlich ein Film, bei dem man in einem Satz die Story erzählen kann: Mann steckt unter Stein fest und keiner weiß wo er ist.
Aber das ist viel zu kurz gesprungen! Es ist toll und packend was Boyle aus dem Thema macht und beeindruckend was James Franco aus seiner Rolle macht. Es wird spannend, ob es für den Oscar reicht.

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KultHit.de: KultHit.de

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8.0Ausgezeichnet

Danny Boyle gelingt es meisterhaft, den Kinobesucher gleich zu Beginn des Films mit gekonnt in Szene gesetzten Actionpassagen in seinen Bann zu ziehen. [...] Selbst Zuschauer, die dem Sport des extremen Kletterns zuvor noch nichts abgewinnen konnten, verstehen die Faszination, die davon ausgeht, wenn die Kamera den Protagonisten in schwindelerregende Höhen begleitet. [...] Es ist also vollkommen verdient, dass nicht nur „127 Hours“ als bester Film sondern auch Franco als bester Hauptdarsteller für die diesjährigen Oscars nominiert ist.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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7.5Sehenswert

[...] „127 Hours“ ist inszenatorisch wie eine riesige Collage, aber in sich stimmig, ein aufregendes Sammelsurium verschiedener Farben, Perspektiven, Bewegungen und Klänge, überaus lebendig gefilmt, geschnitten und vertont – Doyle-Ästhetik par excellence. Das Entscheidende dabei ist, dass der Film damit nicht überfrachtet beziehungsweise zu gekünstelt wirkt, sondern dies der Geschichte, die faktisch ja nicht allzu viel hergibt, nur gut tut. Reine Geschmackssache ob die Fantasie-Sequenzen zu weit gehen oder ob gen Ende zu deutlich eine Moral mitschwingt, jedenfalls ist „127 Hours“ immer noch weniger Rührseligkeit und Manipulation als schlichtweg inspiriertes Filmemachen. [...]

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HerrLehmann: Das Manifest

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7.5Sehenswert

Das beeindruckende an 127 Hours ist nicht das menschliche Drama, von dem Boyles optische Spielereien sowie sein Einsatz von Sound und Musik mindestens genauso oft ablenken wie sie es unterstützen. Nein, beeindruckend an 127 Hours ist, wie spannend, unterhaltsam und stellenweise witzig ein Film über den Überlebenskampf eines Menschen sein kann, wieviel Spaß er machen kann.

Boyles setzt seinen in Slumdog Millionaire begonnenen Weg, jedes wie auch immer mit Leid und Schmerz aufgeladene Thema in einen Feelgood-Film umzusetzen fort, doch bezogen auf das selbstverschuldete Schicksal seines Protagonisten (im Gegensatz zur sozialen Ungerechtigkeit in Slumdog) wirkt das nur noch halb so verwerflich. Das Gefühl, dass ein intensiverer Film entstanden wäre, würde Boyle sich stärker auf Francos hervorragende Leistung konzentrieren und seine Werbefilm-Ästhetik etwas zurückschrauben, bleibt. Letztlich erreicht der Film der Film so aber genau das, was er will, nämlich aus der brutalen Geschichte einen positiven, lebensbejahenden Film zu machen.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.5Ganz gut

Bei aller Sympathie für die Leistung Francos, bleibt doch das Gefühl, dass Boyle mit seiner Story doch letztlich nicht soviel anzufangen wusste. Statt klaustrophobischer Nähe und das Gefühl des Gefangenseins zu artikulieren, flüchtet sich Boyle in effekthascherische Kameraspielereien und viel zuviele Flashbacks und Visionen, weil er anscheinend selbst nicht weiß, wie er aus der Story alleine einen Film basteln soll.

Anstatt das die Kameraarbeit teilhaben lässt, distanziert sie von der Hauptfigur und lässt nie vergessen, das hier eine hochstilisierte Geschichte erzählt wird, die zwar auf realen Ereignissen beruht, letztlich aber doch mehr Testament ihres verspielten, sich nie auf echte Emotionen und Charaktere einlassenden Regisseurs ist, der den lauten Effekt immer über die echten Gefühle triumphieren lässt. Wo Zwischentöne, der Mut zur Stille, zum reinen Beobachten gefragt wäre, lässt Boyle die Kamera rotieren, schneidet hektisch herum und souffliert per Soundtrack, was das Publikum jetzt gerade zu fühlen hat.

Wenn der Held nach diesem spektakulären Arm-ageddon mit Triumphmusik ins Tal stolpert und wir erleben wie er gerettet wird und lesen wie er die Liebe seines Lebens findet, dann fühlt man sich inhaltlich irgendwie doch mehr in einer aufwendig gedrehten Stern-TV-Story als in einem Kinofilm, der wirklich mehr anzubieten hätte, als die entsprechende Meldung im "Vermischtes"-Bereich der Boulevard-Gazette.

Technisch wie immer bei Boyle untadelig, aber erzählerisch dann doch etwas flach und uninvolvierend, wenn man vom kalkulierten "ohgittgleichschneidetersichdenarmabichkanngarnichthingucken" absieht.

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Johnny09

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100% dito


StevieG

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Ich stimme BurakkuEmparaa zu. Ich finde Festival von Sigur Ros passt richtig gut zu den Bildern! Deshalb fand ich den Anfang und das Ende des Films am besten.


Timo K.: Blockbuster Entertainment

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8.0Ausgezeichnet

Knochen brechen, jeder einzelne von ihnen ein alles verschlingender Knall mitten hinein in verlassenste Einöde, Venen durchschneiden wie rote Fruchtgummispaghetti, Taschenmesserklinge rein ins nackte Fleisch, dann wieder raus, rein, raus, raus, rein, Schweiß fließt, Blut spritzt, Herz rast, Schmerz wütet, die Kamera schwenkt weg, wieder hin, wird zunehmend hysterischer. Eine Tortur. Blankes Körperkino. Total intensiv, ohne voyeuristisch, ohne effektheischend zu sein. In Ekstase, verzweifelt, halb verdurstet und halb verhungert. Das Armabschneiden als Ausdruck eines ungezähmten Überlebenswillens einer zum Sterben zurückgelassenen, vor sich hin siechenden Kreatur. Der Ruf nach Freiheit übertönt sämtliche persönlichen Schmerz- und Ekelbarrieren und führt zur anatomischen Klimax. Vor sich ein einziges Ziel: leben. Lediglich leben. Nichts anderes. Für die Liebe, die Familie und Freunde, im Prinzip für die ganz großen Dinge. Aus der Amputationsszene, wo Danny Boyles Einpersonenstück auf dem…

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Xander8112: Xanders Blog

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9.0Herausragend

[...]
"127 Stunden" ist ein großartiger Film. Es ist wirklich sehr lange her, das ich das letzte Mal im Kino so von der intensiven Atmosphäre, die der Film aufbaut, mitgerissen wurde. Die Leistung Francos sowie die audiovisuelle Umsetzung lassen den Zuschauer mitlachen, mitbangen und sogar leichte Phantomschmerzen im rechten Arm verspüren. Wir hätten an dem Abend auch "72 Stunden" mit Russell Crowe gucken können. Was 55 Stunden doch für einen Unterschied machen können: Denn DEN Film hätte man am nächsten Morgen bestimmt wieder vergessen. Bei "127 Stunden" wird das nicht so schnell geschehen.

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Filmering: Filmering.at

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8.5Ausgezeichnet

127 Hours ist ein fesselnder und unterhaltsamer Film in dem Regisseur Danny Boyle erneut seine brillanten handwerklichen Fähigkeiten zeigt. Der britische Regisseur zieht alle Register um das Bestmögliche aus der lokal eingegrenzten wahren Begebenheit zu holen und alles aus seinem großartigen Hauptdarsteller James Franco zu holen. 127 Hours ist ein intensiver und fantastisch inszenierter Film, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

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Dietmar Kesten: Filmmag.de

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8.0Ausgezeichnet

[...] Und hier erzählt Boyle das, was ihn wohl selbst zutiefst beeindruckt hat. Mit einer exzellenten Kamera (Anthony Dod Mantle/Enrique Chediak) und tollen Schnitten, gehört der Film zu einem absoluten Highlight des begonnenen Jahres. Ein One-Man-Film, den man so selten gesehen hat.

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Christian von mehrfilm.de: Mehrfilm.de

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7.0Sehenswert

Jede Zeit hat ihre passende (Film)Figur. Als sich Ende der 90er Jahre die Dot.Com-Blase aufblähte, ließ Hollywood mit „Cast Away“ Everybodies Darling Tom Hanks auf einer einsamen Insel stranden. Nur wenig später entschied sich Nicolas Cage in „Family Man“ für die Familie anstatt für die steile Karriere. Und als Gier und Machthunger den Finanzmarkt kollabieren ließen, erkannte Vielflieger Ryan Bingham, überzeugend verkörpert von George Clooney in „Up in the Air“, dass er als Verkörperung des globalen und flexiblen Kapitalismus am Ende ganz allein dastehen könnte.

Zwei Jahre zuvor. Mitte der sog. „Nuller-Jahre“. Aron Ralston steht für die Generation „Ego“. Er ist ein Gesellschaftsverweigerer. Ein Abenteurer. Im Frühsommer 2003 stürzte der damals 27-jährige bei einer Solo-Tour im Bluejohn Canyon in Utah in eine Felsspalte. Dabei wurde sein Arm von einem gelösten Felsbrocken eingeklemmt. In seinem Buch „Im Canyon“ („Between a Rock and a Hard Place“) hat er seine Erlebnisse genauestens…

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V. Robrahn: Filmszene.de V. Robrahn: Filmszene.de

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6.0Ganz gut

Trotz allem drum herum inszenierten Brimborium: Für mehr als knappe 90 Minuten reicht die Prämisse einfach nicht und selbst die werden eben nur mit einigem Getrickse überhaupt erreicht. Dass auch "127 Hours" trotzdem wieder reichlich Oscarnominierungen abgestaubt hat, dürfte daher wohl eher der aktuellen Popularität seines Regisseurs dem an sich ja schon faszinierenden Thema und der großartigen Leistung seines Hauptdarstellers geschuldet sein.

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Stefanie Zobl: Fluter Stefanie Zobl: Fluter

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7.0Sehenswert

Trotz der, gerade zu Anfang, anbiedernden und eigentlich auch völlig überflüssigen jung-dynamischen Werbefilmästhetik des Films mit treibender Musik, schnellen Schnitten, Splitscreen und ungewöhnlichen Kameraperspektiven ist Boyles Film vorrangig ein Existentialismusdrama.

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José Garcia: Textezumfilm

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8.5Ausgezeichnet

Um aus der statischen Situation dieses Ein-Personen-Dramas einen kinotauglichen Film zu entwickeln, greift Regisseur Danny Boyle auf einige Kunstgriffe zurück. Dramaturgisch macht er es sich zunutze, dass der authentische Aron Ralston eine digitale Videokamera dabei hatte, mit der er vermeintlich letzte Botschaften an seine Eltern und seine Freundin aufzeichnete. Tatsächlich dienten diese Videoaufnahmen zusammen mit Ralstons Buch Danny Boyle und Simon Beaufoy als Vorlage für ihr Drehbuch. Darüber hinaus loten die beiden Kameramänner Anthony Dod Mantle und Enrique Chediak mit immer neuen Perspektiven und Einstellungen samt Kamerafahrten von der Schlucht aus buchstäblich in den Himmel hinauf alle möglichen Darstellungsvarianten in dem winzigen Raum aus.

Obwohl die Schauplätze von Boyles letztem Film „Slumdog Millionär“ und dem aktuellen „127 Hours“ nicht unterschiedlicher sein könnten, drängen sich einige Gemeinsamkeiten auf: Schwankte in „Slumdog Millionär“ die Kamera von Anthony…

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Alle Kritiken (37)


Kommentare (294) — Film: 127 Hours


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LowRidah

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Bewertung7.5Sehenswert

Heftige Story, krasser Film und schöne Bilder.
In der Mitte zieht er sich ein wenig lang (was soll so ein Typ auch 127 Stunden lang machen :D ), aber der Film bringt die Situation gnadenlos gut rüber. Respekt!
Und FSK 12 ist gnadenlos!!! untertrieben. Mindestens FSK 16 hat er verdient..

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KoalaDead

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Bewertung9.5Herausragend

Da es in diesem Film hauptsächlich um einen Schauspieler, welcher eine verantwortungslose und sehr übermütige Person spielt, geht, finde ich es sehr wichtig dass diser die Rolle überzeugend spielt. Was hier vollkommen zutrifft!

Drama, action, humor, etc. alles vorhanden!

Der Schluss ist sehr emotional, und vermittelt eine Botschaft.

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TheNumber

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Bewertung7.5Sehenswert

schöner film von danny boyle. james franco brilliert in seiner rolle, er weiß den zuschauer über die vollen 90 minuten zu unterhalten. die bilder sind toll, die erste stunde ist richtig stark. das problem ist nur, dass man weiß, was am ende passiert und deswegen der film im letzten drittel etwas zäher wird; zäher, aber nicht langweilig. kann ich echt empfehlen, hat seine oscarnominierungen verdient...

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Juchitzer

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Bewertung4.5Uninteressant

Ich hab einen Film erwartet, in dem es darum geht, dass ein Kerl festsitzt und ums Überleben kämpft, nicht mehr und nicht weniger. Was hab ich bekommen?
Absoluten Ami-Kitsch, in dem der Protagonist durch den Unfall zum Nachdenken über sein bisheriges Leben gebracht wird... und die Hauptstory rückt immer weiter in den Hintergrund.
Im Gegensatz zu der eigentlich interessanten Story, die aber durch die erwähnten Punkte ins lächerlich-Amerikanische gezogen wurde, war ich von den Landschaftsaufnahmen doch sehr begeistert, was die 4,5 Punkte fast gänzlich erklärt...

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RalfAlfa

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Ist aber schon klar, dass der Film auf einer wahren Begebenheit beruht, die filmisch beinahe Eins zu Eins nach dem Bericht und den Fotos des Protagonisten umgesetzt wurde?!


Juchitzer

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Ich sag ja nix gegen die Begebenheiten, mich stört einfach nur dieses Tohuwabohu drumherum, sprich diese Rückblenden von dem Opfer, diese Einsicht, was er alles in seinem Leben falsch gemacht hat usw...
Was interessiert mich das? Komplett dazu erfundener Kitsch von Hollywood, den eigentlich niemand in so einem viel zu langgezogenen Film braucht!


Tj.

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

„ An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser.“ [Charlie Chaplin]

In „127 Hours“ erzählt Danny Boyle die dramatische Geschichte des Bergsteigers Aron Ralston, der im Jahr 2003 für mehrere Tage in einer Felsspalte zwischen einem Felsbrocken eingeklemmt war und verbittert um sein Leben kämpfte. Die Geschehnisse der Verfilmung basieren auf Ralstons danach geschriebenen Buches „Between a Rock and a Hard Place“. Nachdem es nicht gelingt den Felsbrocken zu bewegen und der Überlebenskünstler in ihm nach und nach zerfällt, entschließt sich Aron Ralstons seinen Arm qualvoll zu amputieren. Danny Boyles Wunderwerk „127 Hours“ wurde von da an für über 80 Preise nominiert. Und nicht nur das, spricht eine enorm deutliche Sprache.

Ein unfassbarer Film. Voluminöse Qualität. Eine immense Bildersprache. Unverschämt effektive Aufnahmen. Für all das steht Danny Boyles Verfilmung, vielmehr allerdings James Francos darstellerische Offenbarung. Regisseur Boyle vertraut erneut auf Anthony Dod Mantles und Enrique Chediaks wunderbare Kameraführung. Nur dank ihrer dramatischen, aber auch farbenfrohen und liebevollen Aufnahmen zeichnen sie ein unverfrorenes Bild das man als Zuschauer bis in zierlichste Detail empfunden haben muss. Nicht nur der Canyon wird von seiner schönsten Seite, bis in sein tiefstes Inneres, optimal in Szene gesetzt, sondern auch großartige Momentaufnahmen wie die anfängliche Fahrradtour, das verzweifelte trinken aus einer Wasserflasche oder das baden in einem verborgenen Unterwasser See sorgen zwischen Film und Betrachter für eine angenehme, wenn auch äußerst angespannte, Atmosphäre.

„127 Hours“ ist ein bewundernswertes Porträt des liebevollen Naturburschen und Draufgängers Aron Ralston. Dieser wird von einem großartig qualifizierten James Franco verkörpert, der Ralstons scheinbar ausweglose Lebenssituation mit unverwechselbarer Lebensfreude und darstellerischem Potenzial vermischt. Nur dadurch zieht es den Betrachter in ein atemberaubendes Abenteuer, in welchem man hört, sieht und vor allem fühlt, was der Protagonist gehört, gesehen und gefühlt hat. Als Zuschauer befindet man sich in vielerlei Hinsicht so unglaublich nah bei Aron Ralston, das man sich Ohrfeigen möchte, sobald man bemerkt das man eigentlich nicht mehr tut, als auf einen Bildschirm zu starren. Umso verwunderter darf man allerdings darüber sein, das es unter diesen Umständen so einfach war, den Zuschauer so folgenschwer in das Geschehen auf der Leinwand einzubinden.

Anstandslos nehmen einen Danny Boyle und James Franco mit auf einen verbitterten Weg, eingeengt zwischen Tonnenschwerem Gestein, ohne ersichtliche Überlebenschancen. Fernab von jedweder Zivilisation, inmitten unberührter Natur, jagen A.R Rahmans wunderschöne Klänge dem verdutzten Betrachter einen eiskalten Schauer über den Rücken, während Aron Ralston sein Messer zückt um mit seinen Knochen die nervenzerfetzenden Töne einer völlig verstimmten Gitarre zu spielen. Ein unbändiger Rausch, der bedrückt und ergreift, sich allerdings erst dann zur Ruhe legt, wenn man erkennt das, das Leben nicht immer mit fairen Karten spielt. Schlussendlich hat sich Aron Ralston nicht der Natur gebeugt, er hat ihr gestrotzt und mit einem Lächeln ins Gesicht gespuckt. Fabelhaft.

„Dieser Felsen hat mein Leben lang auf mich gewartet. Ich hasse ihn seit es ihn gibt. Ich hasse ihn seit er ein Meteoriten Splitter gewesen ist, vor vielen Millionen Jahren. Irgendwo im All hat er darauf gewartet hier aufzuschlagen und zwar genau hier.“

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Jade

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Bewertung5.5Geht so

Nein, diese ganze Lobhudelei kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Da passiert mir einfach doch zu wenig... Spannung ?! Auch nicht so ganz ... Schade wirklich schade, denn James macht das echt ganz passabel da unten in der "Spalte". Und (jetzt werden wieder alle schreien) die Szene mit der unerlässlichen Amputation riss mich jetzt auch nicht vom Stuhl (bzw. in dem Fall Bett).

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AmabaX

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Danny Boyle hat diese wirlich atemberaubende Geschichte perfekt umgesetzt. Obwohl eigentlich nie viel passiert, bleibt der Film die komplette Laufzeit über extrem spannend. Das ist unter anderem auch James Franco zu verdanken, der hervorragend spielt. Also meine anfängliche Skepsis erwies sich als unbegründet.

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markus.rittner

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Bewertung7.5Sehenswert

Die Geschichte vom harten Hund Aron, hab ich lange vor mir her geschoben. Die Story ist ja bekannt und ich war mich nicht sicher ob Franco die richtige Wahl für den Film ist. Aber Boyle und Franco machen hier beide einen tollen Job. Klar die darstellerische Herausfoderung von Franco ist nicht so (ich sags mal vorsichtig) anspruchsvoll, dennoch schaffte er die OneManShow doch sehr gut. Besonders die Kameraführung und die Schnitte habens mir hier angetan. Das Happy End fühlt sich hier wirklich saugut an! Also mir hat der Streifen gefallen.

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Dady

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film ist irgendwie schwer zu bewerten da die Story ja bekannt ist und somit logischer Weise kaum Spannung aufkommt. Trotzdem war ich ziemlich gut unterhalten den es war schon cool anzusehen wie James Franco am Anfang des Films so durch die Wildnis springt. James Franco ist es auch der "127 Hours" zu einem Highlight macht den seine One-Man-Show ist absolut sehenswert. Er schafft es trotz seiner misslichen Lage noch relativ cool zu bleiben auch wenn das mit der Dauer des Films natürlich anders aussieht.
Danny Boyle hat mit diesem Werk einfach mal wieder bewiesen das er zur 1. Liga in Hollywood gehört!!

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chrisstar

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Bewertung7.5Sehenswert

Auch hier macht wieder das altbewährte Sprichwort Sinn:
Lieber Arm ab, als Arm dran!

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Deathpool

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^^


Drehmumdiebolzen

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Bei so manchem x-beliebigen Möchtegern-Autorenfilmer der Traumfabrik hätte aus dieser zutiefst menschlichen, wahren Begebenheit; einer Geschichte, wie sie nur das Leben schreiben kann, ein vor Kitsch und falscher Sentimentalität triefendes Survival-Drama werden können. Oder aber ein sterbenslangweiliges Low-Budget Filmchen, was eh keiner sehen will und in das deshalb erst recht und von vornherein weder Geld noch Aufwand jeglicher Art investiert wird.

Glücklicherweise ist beides nicht eingetreten, denn Danny Boyle versteht, und das nicht nur seit seinen Oscar-Ehren für "Slumdog Millionär", sondern schon seit dem Kult-Trip "Trainspotting" bekanntlich sein Handwerk wie kein Zweiter und das auf seine ihm sehr eigene Art und Weise.
Und der Film trägt seine unverkennbare Handschrift in jeder Minute, die wir zusammen mit dem Antihelden Ralston in der Felsspalte des Canyonland-National Parks, Utah, nicht nur verbringen, sondern hautnah miterleben. Fast offenbart sich dem Zuschauer dort unten eine eigene kleine Welt, die Boyle später geschickt und mit feiner, bitter-süßer Ironie mit den Halluzinationsfetzen des Protagonisten verknüpft. Als cleverer Kontrast zum nahezu staubtrockenen Szenario funktioniert Wasser oder allgemein Flüssigkeit jedweder Art als zentrales Motiv, was Aron stets Antrieb gibt, indem er von Getränken, dementsprechenden Partys oder einem Unwetter, dass ihn dann fast schon in der engen Spalte ersaufen lässt, fantasiert.

Das Bemerkenswerte an "127 Hours" ist, das man zu keinem Augenblick Langeweile verspürt. Die Erzählweise arbeitet gegen die Eintönigkeit der Handlung; der Film hat teils ein geradezu wahnwitziges, losgelöstes Tempo, was er nahezu über die gesamte Lauflänge durchhalten kann. Kamera und Schnitt leisten hier Überragendes.
Es gelingen beeindruckende Aufnahmen, ob die großartigen Bilder mit Dauerpanorama-Einstellung von Utah, abgefahrene Perspektiven (wie z.B. das Innere der Trinkflasche) oder aber die sehr intensiven Momente ganz nah am Hauptdarsteller.
James Franco liefert eine sensationelle One Man Show, die schwache Erinnerungen an Tom Hanks' Vorstellung in "Cast Away" aufkommen lässt. Ihm gelingt es mühelos, die etwas einseitig geratene Charakterzeichnung seines buchstäblich in der Klemme steckenden Aron Ralston wunderbar aufzufangen. Sein Spiel (obwohl man mehr als einmal kaum glauben mag, hier tatsächlich einen Schauspieler vor sich zu haben) erreicht eine tief unter die Haut gehende Eindringlichkeit. Er lässt den Zuschauer erleben, mitleiden, mitfiebern, zieht ihn mitten ins Geschehen, aber auch in die Gedankenwelt seiner Figur.
Die eingestreuten Rückblenden, die das Drehbuch dazuschustert, tragen weniger dazu bei, da diese eher relativ konventionell gehalten sind und den Charakter nicht wirklich tiefer erforschen können. Weitesgehend umschifft Danny Boyle aber hier die unvermeidliche Grenze zum Kitsch.
Denn gleichzeitig schafft es der Film, nie diese feine ironische Note zu verlieren, wenn man von dem kompromisslosen, beinahe leichte Splatterzüge annehmenden Ende absieht.

So bleibt ein sehr starker, weniger sperriger Film, als man zunächst vielleicht erwartet hat, da die Grundprämisse eigentlich lachhaft öde klingen muss.
Und doch lebt der Film, wie die meisten seiner Art, garnicht mal von der Handlung, sondern eher vom Hauptdarsteller. Alles steht und fällt mit diesem. Aber "127 Hours" hat zwei durchschlagende Elemente, die sich gegenseitig stützen und in Harmonie perfekt aufeinander abgestimmt zu sein scheinen: seinen sagenhaften Darsteller (verdient oscarnominiert) und seinen bereits mit dem berühmten Goldjungen bedachten Regisseur.

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mikkean

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Stuck between a Rock and a Hard Place ... Danny Boyle, das heimliche Kino-Genie, hat es einfach drauf. Die Misere des Aron Ralston ist so einfach wie existenziell, der Film eher unspektakulär - und genau deswegen schweißtreibend, emotionsgeladen, dicht und ein überwältigender Trip. Es erwischt einen lebensfrohen jungen Typen beim Canyoning. Abseits der langweiligen Touristen-Pfade, vertieft in die Schluchten des Blue John Canyon, hüpft Aron. Er klettert und rutscht schließlich ab, in die Tiefe. Die rechte Hand eingequetscht von einem Felsen. Was der echte Aron Ralston hier schließlich fünf Tage erlebte, bildet die Grundlage von "127 Hours", nicht eines, sondern des "etwas anderen Films." Danny Boyle konzentriert sich auf den aufwühlenden, aber auch verblüffenden Überlebenskampf seiner Figur. In einer engen Schlucht gibt es ja keine Ausweich-Möglichkeiten, weshalb sich die Kamera-Arbeit unglaublich intim gestaltet. Wir blicken einer Figur nicht nur über die Schulter, sondern in die Augen, in denen sich immer wieder Erschöpfung, Entsetzen oder Konsternation aufblitzen. Durchbrochen wird das Geschehen durch gut platzierte Einspieler: Visionen der Liebsten, denen man gegenüber hier und da etwas netter hätte sein können. Aron wird auch als Eigenbrötler gezeigt, der sich seiner sehr menschlichen Schwächen hier natürlich bewusst wird. Es ist definitiv eine Meister-Leistung von Haupt-Darsteller James Franco, in dieser Situation so verschiedene Facetten wie Selbstfindung, Läuterung, aber auch Ideen-Reichtum und einfach, das Streben nach dem Hier-Rauskommen in eine Performance zu packen. Franco ist kein überheblicher Arsch, vielleicht zu unbedacht. Höchstens verantwortungslos und selbstsicher. Aber auch ein Typ, der mit stiller Toughness und Überlebenswillen jeden Action-Helden in die Schranken weist. Stellenweise wissen wir gar nicht, ob wir mit ihm lachen sollen, wenn er zu uns (an Stelle seiner Kamera) spricht. Weil er eine so schmerzhaft selbstironischen wie bittere Persiflage auf Good Morning America hinlegt, mit ihm als Gast live aus dem Loser Canyon. Wie gesagt, nicht nur sein Star ist facettenreich, Danny Boyle ist mit "127 Hours" ein vielschichtiges Erlebnis gelungen. Die cineastische Aufarbeitung einer wahren Begebenheit, nach der man echte Hochachtung für Aron Ralston empfindet, den echten wie auch seinem filmischen Pendant.

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Deathpool

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Ganz toller Kommentar habe ich ebenso empfunden.
Nice;)


mikkean

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Danke dir :)


headmusic

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Lange keinen so packenden und mitreißenden Film gesehen. Ich war echt überrascht wie gut der Film funktioniert, da er mich eigentlich gar nicht interessiert hat. Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte...allen Zweiflern sei gesagt: Anschauen lohnt sich! James Franco überzeugt auf ganzer Linie (allein für ihn würde ich ne glatte 10 vergeben!) und lässt einen mitfiebern und mitleiden. Und das Ende ist hochemotional ohne kitschig zu wirken.

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DerBaertige

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Bewertung7.5Sehenswert

Wie es nun einmal die Story von "127 Hours" so will, besitzt der Film einige Längen. Sowohl Danny Boyle, als auch James Franco bemühen sich redlich, dem entgegenzuwirken - tolle Landschaftsaufnahmen, Rückblenden, Halluszinationen und sogar Vorahnungen werden gezeigt. James Franco überzeugt (mal wieder) auf ganzer Linie und holt das Beste aus einem Protagonisten heraus, den man vordergründig nur als Egoist kennenlernt. Trotzdem gelingt es nicht ganz, über diese Längen hinwegzutäuschen und somit schleicht sich gerade im Mittelteil etwas Langeweile ein. Das mitreißende Ende entschädigt aber dafür und macht aus 127 Hours einen rundum sehenswerten Film.

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philipp.warnke

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein außergewöhnlicher Film:
Dieser Film überzeugt durch fulminante Bilder, außergewöhnliche Kameraeinstellungen und super Kameraführung, ein authentisches und super gelungenes Drehbuch und ein grandiosen James Franco.
Die emotionale und einzigartige Geschichte ist bewegend dargestellt und durch die gut platzierten Flashbacks, die für die Charakterzeichnung unabdingbar sind, auch noch rührend. Weiterhin ist die Musik auch außergewöhnlich und sehr stimmig zu dem Thema.
James Franco spielt so überzeugend, dass ich es hier nochmal anmerken will. Abwechselnd ernst, besonnen, verzweifelt und selbstironisch (Die Dienstagmorgen Interview-Szene vor allem), dass es facettenreicher kaum noch geht. Sehr starke emotionale und vor allem realistische Gesichtsausdrücke und vor allem Laute waren einfach das i-tüpfelchen.
(ich weiß...so was natürliches muss man nicht erwähnen, aber auch wenn schon)
Fazit:
ein grandioser Survival-Trip mit tollen Bildern und einem herausragenden James Franco.

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Smacko

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Film ist sehr gelungen, weil er den Zuschauer zum Nachdenken und Mitfühlen geradezu zwingt.
Es stellt sich die Frage:,,Würde man in dieser Situation dasselbe tun ?'' Der eigene Überlebenswille wird angesprochen. Interessant ist auch der Tempowechsel im Film am Anfang geht es sehr schnell und hektisch voran aber nach dem Absturz verlangsamt sich die Zeit zum einen für den Protagonisten und zum anderen für den Zuschauer was aber nicht schlimm ist, weil wenn man in so einer Situation gefangen ist und man keine Aussicht auf Rettung hat kommen einem Minuten wie Stunden vor. Das ist im Film sehr gut rüber gebracht. Ebenso hat mir gefallen wie die Frage nach dem Wichtigsten im Leben gestellt wird und wie sie beantwortet wird.

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hutvic

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Tender

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hutvic

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Zart.


VisitorQ

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delicious


littledrummerboy01

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Bewertung7.5Sehenswert

Was man dem Film lassen muss - trotz der wenigen Bewegungsfreiheit des Protagonisten, hat er ein unglaubliches Tempo. Danny Boyle lässt es niemals langweilig werden in der Felsspalte, in der der Protagonist feststeckt. Und auch James Franco zeigt hier mal sein ganzes Können, und das kann sich durchaus sehen lassen. Aber trotzdem ist es eher der oberflächliche Thrill, die Frage, "was wird er tun?" (bzw. "tut er es wirklich?", "wann ist es so weit?"), die den Film voran treibt. Und obwohl der Zuschauer in sehr vielen Close-Ups bei Aaron mit im Felsen ist, lernt er ihn eben dennoch nicht so richtig kennen. Die Charakterzeichnung beschränkt sich auf (vor dem Absturz) Adrenalinjunkie und (nach dem Absturz) Einzelgänger/Egomane, bzw. dessen Selbsterkenntnis und Läuterung, was jedoch alles auch eher aufgesetzt wirkt und nur durch Francos Leistung hingenommen wird. Der filmische Höhepunkt ist dann die "Befreiung" Aarons, die ziemlich an die Nieren geht und trotzdem nicht effekthascherisch inszeniert ist.

Letzten Endes bleibt gute Unterhaltung und hohe Spannung bei einem Lebenskampf, der leider ein bisschen zu wenig in die Tiefe geht. Aber ansehen kann man's sich auf alle Fälle mal...

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pischti

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Komplett auf den Punkt gebracht, auch wenn ich bei der Bewertung noch ne 0,5 tiefer gehe, den Rest unterschreibe ich sofort ^^


heikschn

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich hatte hier nicht viel erwartet. Auch wenn es auf einer wahren Geschichte beruht - was soll im Film groß passieren - Typ hängt fest und schneidet sich den Arm ab. Aber Danny Boyle gelingt es unter Zuhilfenahme diverser inszenatorischer Mittel die 127 Stunden ohne Längen zu inszenieren. Klasse - das Selbstinterview. Toll - die Traumsequenz. Ohne einen Spitzendarsteller wäre aber der ganze Film nichts wert, da hier die komplette Bandbreite der Emotionen darzustellen ist. James Franco macht seine Sache hervorragend und hat in keiner Szene Probleme.

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TJD265

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Bewertung7.0Sehenswert

Film war ganz okay. Wenn man bedenkt das es ne wahre Begebenheit war. AUAAA.

Naja als One Man Show fand ich allerdings Buried mit Ryan Reynolds besser und schockierender.

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