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28 Days Later

28 Days Later (2002), GB/NL/US Laufzeit 112 Minuten, FSK 18, Science Fiction-Film, Horrorfilm, Drama, Kinostart 05.06.2003


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7.5
Kritiker
68 Bewertungen
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7.2
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18802 Bewertungen
213 Kommentare
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von Danny Boyle, mit Cillian Murphy und Brendan Gleeson

In 28 Days Later von Danny Boyle erwacht ein Mann aus dem Koma, nur um festzustellen, dass es überall nur so vor Zombies wimmelt.

Bei einer Aktion militanter Tierschützer wird in London ein tödlicher, sich rasend schnell verbreitender Virus freigesetzt, der friedliche Menschen innerhalb von Sekunden in mörderische Bestien verwandelt. 28 Tage nach der Katastrophe machen sich vier Überlebende auf den Weg nach Manchester, wo eine kleine Armee-Einheit angeblich Herr der Lage sein soll. Die Reise durch das verwüstete Großbritannien erweist sich als überaus gefährlich. Auf der Militärbasis angekommen, müssen Jim (Cillian Murphy), Selina (Naomie Harris), Hannah (Megan Burns) und Frank (Brendan Gleeson) erkennen, dass das Schlimmste erst noch vor ihnen liegt.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (8) — Film: 28 Days Later

SoulReaver: CinemaForever, D3M

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7.5Sehenswert

[...] '28 Days Later' ist in erster Linie aber gar kein Zombiefilm, sondern eher ein Endzeitfilm. Die verlassenen Straßen von London erzeugen Gefühle der endlosen Einsamkeit und schrecklichen Hilflosigkeit. Und diese Gefühle bleiben beständig, nur das sie zunehmend mit der blanken Verzweiflung und der puren Angst vermischt werden. Apokalyptischer Pessimismus inmitten gieriger Infizierter, die sich nach dem letzten Menschenfleisch sehnen. Die Städte gehen in Flammen auf, alles liegt in Trümmern und überall entstellte Kadaver. Unsere vier Protagonisten müssen sich durch die Perspektivlosigkeit schlagen und die Hoffnung sinkt von Minute zu Minute. Sind es nicht die Infizierten, die einem Sorgen bereiten, dann sind es die anderen Menschen, die sich durch ihr ebenso triebhaftes Verhalten auszeichnen. '28 Days Later' ist eine erschreckend düstere und bodenlos defätistische Zukunftsvision. Blutig, dreckig und kompromisslos. Vor allem die Tunnel- und Kirchenszene sind an Anspannung kaum noch zu übertreffen und lassen wirklich extreme Gänsehaut aufkommen. Der Zusammenhalt in schwerster Stunde gibt sich die Hand mit dem langsam sterbenden Mut. Danny Boyle verstand es mal wieder, in einem ihm unbekannten Genre eines der klaren Highlights zu inszenieren. Eine deprimierende und gesellschaftskritische Flucht ohne Aussicht auf Verbesserung. Lebst du noch oder stirbst du schon?

Kritik im Original 22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 13 Antworten

Dani95

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@regiseurin: Meinungen können sich doch ändern :)


SoulReaver

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Ich hab sowas nie gesagt! Das wäre ja Blasphemie!


Timo K.: Blockbuster Entertainment

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6.0Ganz gut

Spoiler!

Danny Boyle besinnt sich auf ein Ordnungsprinzip, das keine Ordnung mehr kennt. Wie auch: Es ist ja alles zusammengebrochen zu einem Schutthaufen Zivilisation, zu lose auf dem Straßenbelag übrig gebliebener Abfallprodukte einer Zentralautorität in Trümmern. Jene administrativen Grenzen sind verschoben, innerhalb derer Menschen sich legal bewegen. Da irrt nur noch ein Fremder durch die leergefegte Landschaft (Cillian Muphy), ein sichtlicher konsternierter ohne Ziel, ohne erkennbare Weltanschauung, ohne einen verdammten Sinn in seinem Dasein zu entdecken. Wahr ist nur, dass er an der falschen Zeit am falschen Ort ins Koma fiel.

Vor sich Leere, in sich Leere, die vollkommene Ohnmacht der ausgedorrten Weltmetropole London zwingt zur einzigen menschlichen Regung, zur der der Mensch in dieser Situation fähig zu sein scheint. Es ist ein langer verzweifelter Hilfeschrei nach der menschlichen Wärme, mehrere sogar, aber sie alle hallen wie geisterhafte Echos durch die Ansammlung an alleingelassenen, geradezu mythischen Gebäuden, kaum zu begreifen, ob man seine eigenen Schreie überhaupt wahrgenommen hat. Vielleicht am Rande, irgendwas war da schon und auch wieder nicht, wie Geistererscheinungen eben.

Aussichtslosigkeit, Isolation und der Destruktionstrieb der infizierten Wut anheimgefallener, mit einem Virus angesteckter semimenschlicher Kräfte verkörpern hierbei die dramaturgischen Triebfedern des künstlerischen Schaffens Danny Boyles in "28 Days Later", wovon er die ersten zwei in seinen Werken psychoanalytisch allgemein gern umreißt. Obwohl Boyle die anfängliche Odyssee des identitätslosen Mannes irgendwohin in lange Einstellungen verkleidet (logisch, wir müssen uns erst einmal in Ruhe darüber klar werden, dass gar nichts mehr existiert), beschleunigt er zugleich das in solchen Filmen sowieso gewohnt auftauchende Romero-Vorbild konsequent Richtung Sehgewohnheit.

Infizierte benötigen ab sofort keine ganzen Tage mehr, um nach menschlichem Fleisch zu dürsten – innerhalb einer Zeitspanne von Sekunden planst du lieber deine Flucht. Und Boyle lässt die Infizierten zudem so schnell wie nie zuvor zu ihren willkürlich ausgesuchten Opfern sprinten statt sie gemächlich vor sich hin schlurfen zu lassen. Die Geschwindigkeit ist wichtig für Boyle, ein Spannungsfaktor, ein erregendes Moment, das die Lautlosigkeit der Lethargie mit donnerndem Getöse durchdringt. Stellvertretend dazu hält der Film sehr bedächtig inne, sobald sich ein weiterer Angriff ankündigt und prompt alles in einem Bilderbrei aus Blutpixeln und Abwehrfragmenten untergeht. Ekstatische Kontrolllosigkeit wurde visuell selten so beklemmend verschlüsselt.

Boyle hat auch ein Auge für Details, für die Dekoration des Szenenbildes vielmehr. Ein spezieller Shot wirkt nach. Als Jim, der Protagonist (Murphy), an einem Werbeplakat vorbeigeht und dieses eine strahlend lächelnde Frau zeigt. Mit diesem Lächeln sendet der an und für sich längst abgestorbene Kapitalismus seine letzten zynischen Signale respektive seine Nachwehen an dessen System, das von Menschen reglementiert wurde. Ein Objekt generiert den Kontrast zum Subjekt, das ist grandios zweideutig. Der Anspruch, mit Hilfe von DV-Kameras dies alles zu dokumentieren, kokettiert mit Authentizität, sind diese nahezu experimentellen Bilder doch zu grobkörnig, zu matschig und zu amateurhaft gestrickt, als dass sie zur Künstlichkeit neigen könnten. Mag "28 Days Later" nicht der austarierteste Boyle sein, ist es doch sein schmuddeligster, schummerigster und schmutzigster Film im Abbilden von Realität, die sich stufenweise entlädt (so wie bei einer Explosion).

Dass zwischenzeitlich der blutige Abdruck einer infizierten Hand auf dem Schaufenster klebt, bewahrheitet, dass ein bisschen Romero durchaus drin sein muss. Das ikonische Motiv charakterisiert den Urvater aller Zombiefilme, nämlich "Dawn of the Dead", auf den hiesigen Filmplakaten dieser Welt mit ausdrucksstarkem Minimalismus. Entkommen sei um keinen Preis möglich, könnte es im Untertitel geheißen haben, auch nicht im Supermarkt. Ein Supermarkt spielt in "28 Days Later" eine eher kleinere Rolle zur erlösenden Nahrungsbeschaffung und –aufnahme der dringend benötigten vitaminreichen Energie aufgrund der übermäßigen Zuckereinnahme, ein interessanter Aspekt der Handlung. Wie dieser geordnete und geschniegelt aufgeräumte Supermarkt allerdings heil bleiben konnte inmitten jener zerstörerischen Anarchie, verbleibt im Spekulationsspielraum des Drehbuchs.

Formal in zwei thematisch voneinander abgegrenzte Hälften untergliedert, verfolgen wir in der ersten das, was in ähnlich gelagerten Filmen vorantreibt: eine Transportmittelfahrt unterschiedlicher Individuen, die über Gefahren stolpern und einander brauchen. Hier bilden ein Mädchen, eine Frau, eine Vaterfigur und sein "neuer" symbolischer Sohn ein Team. Boyle ergeht sich während dieser ungewissen Reise in die verheißungsvolle Zivilisation samt dem Versprechen eines Gegengiftes für die Infektion nie in selbstzweckhafte Brutalität, sondern wird intim, wenn seine Leute eine Verschnaufpause brauchen. Etwa in der Szene, als sie ein Rudel unschuldige Pferde beobachten und sich die Natur wieder ein Stück selbst reguliert, wenn der Fall eintritt, dass einer ihrer Organismen – ironischerweise der Vorläufer des Menschen – seine eigenen evolutionären Wege einschlägt und die vorgegebenen ignoriert.

Im Changieren zwischen bestürzender Melodramatik (der Tod Franks), allumfassender Bedrohlichkeit (die Tunnelszene) sowie makabrer Poesie (die Totale auf das brennende Manchester) überaus ausgewogen, mischen Boyle und sein Drehbuchautor Alex Garland tiefere Schichten dem Genre-Topoi bei. Die zweite Hälfte im Militärgelände dient als topographisches Äquivalent zur ersten, der breitgezogene Schauplatz wird gegen einen eingeengten getauscht, die unsichere Stadt gegen das sicher geschützte Haus. Einen angeketteten Infizierten soziologisch zu erforschen und nebenbei zivilisatorisch von neu zu beginnen, erinnert wiederum an Romero, diesmal an "Day of the Dead", so wie auch die gesamte Hälfte an die Bunkerszenen des dritten Zombiebeitrags George A. Romeros als Referenz gelesen werden kann.

Dort wirft Boyle ethische Fragen von tagespolitischer Aktualität auf. Wer sind die Bestien wirklich, wenn nicht wir selbst? Und es ist es nicht viel eher Normalität, das bestialische Töten für den Selbsterhaltungstrieb? Was hat sich also geändert? Nichts? Auch hier avanciert der Infizierte folglich zur Metapher über die hässlichen Seiten des Menschen. Irgendwann, als dann die Promiskuität der Soldaten in Brutalität kulminiert (Augen werden eingedrückt), macht das Garland-Script den gleichen Fehler wie in Boyles "Sunshine", der einige Jahre danach entstanden ist. Es arbeitet eine Wendung holprig heraus. In all dem aufgesetzten Blutgesudel mutiert der ehemals verstörte Protagonist aus den Anfangsszenen zum wackeren Einzelkämpfer angesichts eines vorbeifliegenden Flugzeugs. Auch er unterliegt seinen niederen Trieben. Eine belanglose, grenzenlos doofe Katharsis. Wollen wir das tatsächlich glauben?

Und damit nicht genug. Der unkonventionellen, bisweilen mutigen, antidramaturgischen ersten Hälfte des Films (zum Beispiel das Zerstückeln eines ehemaligen Weggefährten nach der Infizierung), haben Boyle und Garland plötzlich nichts mehr entgegenzusetzen, als fortwährend das Genre bis zum Rahmen auszufüllen, aber nicht darüber zu malen. Die optimistische Schlusssequenz, geschuldet einem nörgligen Textpublikum, verrät vor allem den Defätismus einer Trostlosigkeit, die jedes Opfer erforderte. In Anbetracht des motorisch vitalen Jims nach der Aufwachphase im Krankenhaus und der Leuchtzeichen Hannhas und ihres Vaters, die seltsamerweise keine Infizierten anlocken, sollte man mit Logik von vornherein eh nicht argumentieren. "28 Days Later" beschreibt so oder so mit genügend Reibungsflächen das Leben und das Sterben in weitgehend fundamentaler Gedankenkraft.

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JackoXL: Die Drei Muscheln

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8.5Ausgezeichnet

Mit "28 Days Later" belebte Danny Boyle das jahrelang brachliegende Genre des Zombie-Films, ohne einen echten Zombie-Film zu drehen. In vielerlei Hinsicht. Im Anschluss folgten das "Dawn of the Dead" Remake von Zack Snyder, die "Resident Evil"-Reihe, die neue Zombie-Trilogie von George A. Romero sowie etliche ähnliche B-Reißer, die lebenden Toten waren wieder en vogue. Dabei handelt dieser Film gar nicht von Zombies, Boyles "Monster" sind infizierte Menschen, keine Untoten. Sie sind lebendig, sterblich, erinnern nur optisch und von ihrem Verhalten an das Zombiebild, das Romero einst prägte. Auch sonst ist "28 Days Later" kein typischer Vertreter des Horrorgenres, viel mehr ist es ein apokalyptisches Seuchen-Szenario, quasi ein Katastrophenfilm, der sich natürlich in die Horror-Schublade stecken lässt, aber eben nicht der klassische Vertreter seiner Zunft.

Einen solchen Film hätten Boyle damals wohl nur die Wenigsten zugetraut. Der Überraschung über seine Partizipation an so einem Projekt sollte sich als großer Glücksgriff herausstellen, denn gerade weil Boyle nicht der normale Genreregisseur ist, ist "28 Days Later" weit mehr als der vielleicht zu erwartende Gore-Streifen. Genau genommen ist er das überhaupt nicht. Boyle gelingt das Kunststück, seine infizierten Schreckgespenster kaum in Erscheinung treten zu lassen, sie spielen eigentlich nur eine Nebenrollen, bilden die Kulisse für eine Geschichte um das plötzliche Ende der Zivilisation. Protagonist Jim (Cillian Murphy in seiner ersten großen Rolle) landet vollkommen unvorbereitet in einer Welt, die sich innerhalb weniger Tage in eine trostlose Wüste aus Tod und Einsamkeit verwandelt hat. Die in ihrer gespenstischen Ruhe und beeindruckenden Leere spektakuläre Sequenz in den leergefegten Straßen Londons ist atemberaubend, von ihrer Erscheinung wie Wirkung. Nach einer kurzen Attacke der enorm bedrohlich und effizient-zackig in Szene gesetzten Wüteriche haben die für lange Zeit Feierabend, im Mittelpunkt steht nun die Gruppe Überlebender. Die Bedrohung durch ihre bestialischen Mitmenschen ist zwar allgegenwärtig, doch dafür brauchen sie nicht alle 5 Minuten ein Blutbad zu veranstalten. "28 Day Later" bezieht seine enorme Spannung durch die wenig reißerische, dafür enorm bedrückende Schilderung seiner Szenerie, die weitaus realistischer erscheint als in vergleichbaren Filmen. Dem zugute kommt wohl seine britische Herkunft, der gesamte Look wirkt authentischer und weniger auf Hollywood-Schick gebürstet.

Regisseur Boyle erweist sich als genau der richtige Mann für diesen Film. Ihm kommt es mehr auf die Dramaturgie, die Figuren, deren Schicksale, die zwischenmenschlichen Momente und die Tragik der Situation an. "28 Days Later" bietet ein Skript, das weit aus dem Einheitsbrei des Genres herausragt, fast mehr Drama als Horror oder Thriller, dabei trotzdem oder gerade deswegen so mordsmäßig spannend und klug umgesetzt. Speziell im letzten Drittel werden alle positiven Aspekte des Films grandios vereint und bilden einen der besten Genrefilme dieses Jahrtausends. Die glaubhaft und nicht einfach nur banal-zweckdienlich charakterisierten Figuren müssen um ihr Leben kämpfen, nicht gegen die augenscheinliche Bedrohung von außen, sondern gegen den weitaus gefährlicheren Feind von innen, ihre eigene Spezies, die in Extremsituationen nichts mehr von Moral und Ethik hält. Die Infizierten sind nur noch Mittel zum Zweck, werden gar wie Waffen eingesetzt, das Monster im Mensch tritt zu Tage und demaskiert unsere hässliche Natur. Nichts davon wirkt aufgesetzt oder hastig herbeigeführt, Boyle baut alles konsequent-glaubhaft auf und entlädt es ungemein wirkungsvoll. Zwischen dem ganzen Not, Elend, Schmerz und Sterben bleibt bei ihm genug Platz für leise Momente der Hoffnung, sogar fast idyllisch-schöne Momente, wie auch schmerzhaften Situationen abseits von Blut und Schweinkram. Die Mischung macht es, die ist hier nahezu perfekt.

"28 Days Later", der wohl beste (Nicht)Zombiefilm nach Romero's ersten beiden "...Dead"-Filmen und ein absolutes Highlight seit der Jahrtausendwende. Einer der intelligentesten, sensibelsten, bewegensten Beiträge dieses Genres. Schlicht hervorragend, in allen Belangen.

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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10.0Herausragend

Danny Boyle und sein Stammautor Alex Garland bringen subtile Spannung und reißerische Geschwindigkeit ins Lager der Zombie Filme. Beibehalten ist die Sozialkritik und die pessimistische Grundstimmung, aus der hier unterhaltsame zwischenmenschliche Szenen gestrickt werden die aus den Figuren nicht nur bloße Schaufensterpuppen machen die lediglich da sind um zu rennen oder zu sterben, sondern wahre Charaktere mit denen man, auch dank der Darsteller, mitfiebert und vor allem mitleiden kann. Diese Eigenschaft, die besonders im Horrorfilm oft stiefmütterlich behandelt wird, macht aus „28 Days Later“ einen König des Genres. Natürlich erfindet der Film das Rad nicht neu. Er kopiert oft und offen, aber in der Art und Weise wie er Altbekanntes und scheinbar Neues zusammenstellt macht der Film einfach alles richtig. Sei es nun der fulminanten Beginn, der den Film schon vom Zombie- Einerlei abhebt, die gespenstische Musik oder die Kamera, die mit fiebrigen Bildern die direkt aus den dänischen Dogma- Filmen der 1990er Jahren her stammen könnten. Alles in allem ein geglücktes Experiment von verschiedenen Genre- Konventionen, gebündelt in der Welt des Horrorfilms. Kurz gesagt: Was Danny Boyle mit „Trainspotting" für’s Sozial-Drama war, ist sein "28 Days Later" für den Zombie- Film.

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

mikkean

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Die (nicht neue) Idee war schon spannend umgesetzt. Für jeden, dem Romero zu blutig und Zombies im Allgemeinen zu langsam sind.


Stryke: inderzange.de

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7.0Sehenswert

Der Film bietet einfach viel mehr als seine Genrekollegen. Eine dichte Atmosphäre, die ab und zu von “sicheren” Momenten unterbochen wird. Grund dafür trägt sowohl die tolle musikalische Untermalung, als auch beeindruckende Aufnahmen des menschenleeren Englands. Schade ist jedoch, das jegliche CGI-Spielereien wie z.B. Aufnahmen vom zerstörtem Manchester fehlen und der Fantasie überlassen werden, aber darüber lässt sich bei einem mageren Budget von gerade mal 8 Mio. $ durchaus hinwegsehen. In diesem speziellen Fall wäre es doch sehr imposant und sehenswert gewesen.

Das größte Manko an “28 Days Later” sind seine teils unüberzeugenden Schauspieler. Es fehlt ihnen einfach an Glaubwürdigkeit und das drückt im Verlauf des Film doch erheblich die Atmosphäre. Auch die Charakterentwicklung gestaltet sich sehr abenteuerlich, besonders bei Hauptfigur Jim (Cillian Murphy)erscheint der Sinneswandel sehr extrem. Vom Softy-Weichei zum Steven Seagal für Arme? Nein, danke.

Trotzdem macht der Film alles in allem nicht schlecht. Die Zombies sind schnell zu Fuss, sehen passabel aus und lüstern nach menschlichem Fleisch. Das ist mir lieber als die träge Variante und bringt ein wenig Tempo in den Film. Regisseur Danny Boyle hat gut daran getan, so einigen skurilen Mist wie schwangere Zombies oder mutierte Tiere á la “Resident Evil” außen vor zu lassen
Story-technisch wäre durchaus mehr drin gewesen, jedoch wird auf zusätzliche Storygänge- und Verflechtungen, dem Genre entsprechend typisch, fast gänzlich verzichtet.

Fazit: Zombie-Action in gehobener Kategorie. Tolle Atmosphäre und imposante Bilder ohne jeglichen Schnick-Schnack machen "28 Days Later" zu einem der besten Zombiekracher der letzten Jahre.

Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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7.0Sehenswert

Das Zombie-Kino erlebt ja in letzter Zeit eine Renaissance, die man wohl diesem Film zu verdanken hat, denn anders als andere neuere Beiträge, wie das doch recht billige Videospiel-Gegrusele "Resident Evil" oder das unmoderne Remake von "Dawn of the Dead", erarbeitet sich "28 Days ..." seinen Mythos neu.
Zombies sind hier schnell wie Hunde und mindestens genauso bissig. Die Inkubation des Virus dauert nur wenige Sekunden und somit ist die Ausbreitung schneller. Ohnehin ist alles schneller in Boyles Film. Die Schnitte, die Kamera, die Musik. Kein musikalisches Teasing in den unteren Frequenzen mehr, sondern ein lautes Scheppern.
Jung will dieser Film sein und sich auch möglichst von seinem Genre distanzieren, denn das Wort "Zombie" fällt hier zu keiner Sekunde. "28 Days ..." ist Endzeit-Vision und somit Überlebensdrama in jeder Sekunde. Als gerissen kann man auch nur den Anfang des Films bezeichnen. Hätte man den Prolog weggelassen, so wäre dieser Anfang noch gerissener geworden.
Anders als der Quasi-Klon "I am Legend" nutzt Boyles Film die Möglichkeiten und fängt nicht an die Geschichte mit Religion aufzupumpen. Es ist sogar herrlich blasphemisch, dass Jim das erste Mal in einer Kirche auf die Infizierten trifft und sich gegen einen wildgewordenen Pfarrer verteidigen muss.
Cilian Murphy als Jim ist sowieso das beste am ganzen Film. Später gesellt sich mit Brendan Gleeson ein weiterer hervorragender Charakterdarsteller zum Cast. Ab da wird der Film auch zum Road-Movie. Boyle lässt Genre verschwimmen und behält seine Figuren trotzdem immer im Auge. Ein letztes Mal bäumt sich der Film auf, als die Figuren auf einen Rest Soldaten treffen. Erst im Finale hält die nötige Portion Wahnsinn Einzug, leider verliert Boyle dann auch seinen Fokus und der Film wabbert zwar optisch beeindruckend, aber unlogisch durch die Hallen der Villa.
Mit dem Happy-End löst Boyle dann endgültig die Genre-Ketten und endschädigt den Zuschauer nicht nur angenehm für seine Qualen, sondern macht auch leider Platz für Fortsetzungen.

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statist

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Schön geschrieben! Das mit der Kirche hatte ich jetzt gar nicht mehr so bewusst auf dem Schirm, stimmt. Du hast Recht, das ist natürlich bewusst so als Ironie gemeint! Auch seine Reaktion auf den ersten Schlag gegen den Pfarrer: "Shouldn't have done that..." - lustig! Du hast auch gut beobachtet, wie er die Genres vermischt - und zwar ziemlich locker, ohne - wie Du sagst - die Figuren zu verlieren! Schön, dass Du so gut beobachtest!


Birgit Heidsiek: dpa Birgit Heidsiek: dpa

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7.0Sehenswert

Ein Science-Fiction-Film der intelligenteren Art. Mit erschreckend großem Realitätsbezug. Als der Film in Deutschland der Presse vorgestellt wurde, war in den Nachrichten zu erfahren, dass in England fünf junge Männer, die von der Pharma-Industrie als Probanden eingesetzt wurden, nach Einnahme der Testpräparate ähnliche "Zombie"-hafte Mutationen aufwiesen.

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honigsau

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Ich weiß auf welche Nachricht Sie anspielen, aber der Zusammenhang zwischen missglückter Forschung und einem Zombie-Film ist ziemlich absurd.
Makaber fand ich dagegen den völlig fatal platzierten Bericht über die Vorfälle der Medikamententests in einem renomierten Nachrichtenmagazin, denn auf der nächsten Seite wurde mit dicken Lettern geworben: "Forschung ist die beste Medizin"...


manitu17

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xD


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.0Ganz gut

Nach grandiosem Opening und spannendem ersten Akt verliert der Streifen leider ab der Hälfte sowohl Inspiration als auch Spannung und endet in ausgetretenen Genrepfaden.

16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten


Kommentare (205) — Film: 28 Days Later


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huababuar

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Bewertung6.5Ganz gut

Endzeit-Film mit einigen Logiklöchern. Die Atmosphäre rund um das verlassene London überzeugt, gerade aber gegen Ende des Streifens wirds etwas verwirrend und eher absurd, als spannend. Die Auflösung am Ende ist meiner Meinung nach auch suboptimal.

In diesem Segment gibt es bessere Alternativen, z.B. The Crazies oder I am Legend

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Kai_Asmus

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Bewertung6.5Ganz gut

Eine wichtige Sache zuerst: "28 Days later" und auch sein Nachfolger "28 Weeks later" sind KEINE Zombiefilme. In diesen Filmen hier sind die Menschen einfach mit 100% Wut infiziert. Sie sind nicht tot, können durch einen Schuss in den Körper getötet werden, und sie fressen ihre Opfer nicht.
28 Days fand ich extrem langweilig. Okay, die sehr düstere Grundstimmung ist schon beängstigend. Das menschenleere London hat was. Aber mir sind einfach zu wenige Rager unterwegs. Entweder hocken sie in der Kirche ab oder sind nur kurz in einem Treppenhaus zu sehen. Ich habe keine Intentionen mehr, mir Boyles Film nochmal anzusehen.

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pischti

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Hast Du schon "The Road" gesehen? Als Endzeitfilm mit Dramaelementen funktioniert der wirklich super. Er hat vor allem eine richtig beklemmende, triste Atmosphäre.


Kai_Asmus

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Aber sicher doch. Der gehört zu meinen Favoriten im Endzeitgenre. Hier passt einfach alles. Die zerstörte Welt, das Verhalten der Überlebenden, die ganze Grundstimmung ist einfach nur furchteinflössend. Auf Guy Pearce hätte ich aber verzichten können.


Critical

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Bewertung7.0Sehenswert

Echt guter Zombie-Film. Kann man nicht anders sagen.

Die Vorstellung, dass man im Koma liegt und aufwacht und alles um einen herum irgendwie (nicht) tot ist, ist schon Horror genug.
Coole Effekte bietet der Film auch.

Kann man sich durchaus ansehen. Besser als andere Zombie-Filme allemal.

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weekendyoo

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Bewertung7.0Sehenswert

Super Film ....
mehr kann man dazu schon gar nicht sagen :) kann ich nur empfehlen ;)
Ein muss für zombiefilm lover ^^

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Plus

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Bewertung5.5Geht so

Das Beste an dem Film ist der soundtrack. Das Angespielte "Ave Maria" , mit der Zombieapocalypse im Hintergrund hat schon was und wird wohl das Einzige sein, woran ich mich in ein paar Wochen noch erinnern werde.
Im Vergleich zu " walking dead", finde ich die Zombies auch ganz gut gelungen, geht von ihnen doch deutlich mehr Gefahr aus.
Ansonsten plätschert der Film so vor sich hin, ohne irgendwie mitzureißen. Für mich ein klarer Fall von : Kann man gucken, man verpasst aber auch nichts, wenn man es nicht tut.
Der 2. Teil wird den Weg auf meinen Bildschirm nicht finden.

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SRZS1967

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film hat mir sehr gut gefallen, wirkte ein wenig unprofessionell an einigen Stellen aber es ist ja auch "nur" ein Horrorfilm! Cillian Murphy überzeugt durch seine schauspielerische Leistung, das apokalyptische London wird sehr gut dargestellt. Der Film hätte von mir nur eine glatte 7 bekommen, wenn da nicht dieser grandiose Soundtrack gewesen wäre.

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LowRidah

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Bewertung3.0Schwach

Der Sound war wirklich grauenvoll! (nicht im positiven Sinne)
Wollte ich mir die Effekte in "normaler" Lautstärke anhören, konnte ich die Stimmen gar nicht mehr hören, toll -.-

Ansonsten ist er nicht sonderlich spannend, ein kleiner Twist, wow, aber vielleicht liegt es auch daran dass ich Zombiefilme (bis auf Zombieland) nicht sonderlich mag.

Ok für Fans des Genre die mal etwas wenig "anderes" sehen wollen. 3-4 Schocker sind dabei, das war's aber auch schon. Gruselige Atmosphäre konnte leider nicht aufgebaut werden, auch schade...

Aber es waren auch 5-6 Lacher dabei, dennoch kommt der Streifen als Komödie nicht ansatzweise an Zombieland ran!

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LowRidah

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Wenn es 5-6 Lacher gab dann sind das mehr als in diversen Filmen die ausdrücklich als Komödien gekennzeichnet sind.
Ich fand der Film war mehr Komödie als sonst irgendwas.
Kann an meinem Humor liegen, habe den Film aber mit 5 anderen Leuten gesehen die auch fast jedes Mal mitgelacht haben.

Und nein, ich kann jetzt nicht jede Stelle aufführen bei der ich gelacht habe, dazu müsste ich den Film nochmal sehen, das möchte ich aber nicht.


TheAvenger68

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Ist zwar nicht jedermanns Sache, aber lustig ist was anderes.
Mir gefällt die Fortsetzung besser !
Ein guter Film ist es trotzdem :-)


Vaultguy

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Einer der besten Zombie-Filme, obwohl die Typen keine Zombies sind.
hm man musste mal ne eigene bezeichnung für solche Filme finden.

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tezcatlipoca82

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Vorab: Wo ist das ein Zombie-Film? Ein Zombie ist per Definition ein Untoter, ein Wiederauferstandener. Quasi ein Jesus in hungrig. Dieser Virus löst eine eindeutig nicht tödliche Krankheit aus. Wir könnten nun darüber diskutieren, ab wann man ethisch als tot gilt, doch rein medizinisch gesehen handelt es sich um infizierte Menschen, die - ähnlich wie Tiere, die mit Tollwut infiziert sind - nichtmehr Herr ihrer Sinne sind. Als begeisterter Cineast und Teilzeit-Zombie wehre ich mich entschieden gegen solch populistische Entartungen. 'Spartacus' ist ja auch keine Pornoserie, nur weil... oh... na gut, schlechtes Beispiel...

Zu dem Film: Teilweise rasante, doch überwiegend detailreich erzählte Story, endlich mal eine halbwegs realistisch beschriebene Apocalypse und eine Hauptfigur, die wirklich wirkt, als wäre sie ins kalte Wasser geworfen worden. Man nimmt den Darstellern ihre Rollen ab und hat kein Problem, sich in sie hineinzuversetzen... leider meist des nächtens, von der Arbeit kommend, an dunklen Straßenecken ^^

Leider schleicht sich das ein oder andere Klischee ein, was gerne mal die eigentlich gut vertonte Stimmung stört. Auch so manche Langatmigkeit kann man entdecken, gerade beim zweiten ansehen.

Fazit: Für jeden Fan von postapocalyptischen, gesellschaftskritischen Actionstreifen mit Tiefgang ein absolutes Muss. Für alle anderen ein sehenswerter Streifen mit Unterhaltungsgarantie.

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Kai_Asmus

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Ein Zombie, wie er in Filmen vorkommt, ist ein Untoter der Menschenfleisch frisst. Er kann auch nur durch einen Kopfschuss vollständig "getötet" werden.In diesem Film hier sind die Infizierten weder tot (somit kann man sie durch einen Körpertreffer töten) noch fressen sie menschliches Fleisch. Von dahr; KEIN Zombiefilm!


whitywhite

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Ja, genau so und nicht anders lautet die Definition für Zombie ;)


Maxsson

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Bewertung9.0Herausragend

Verdammt düster! Verdammt gut! Und dann auch noch diese musikalische Untermalung:
Für mich der beste, und wenn man das so sagen kann, wohl vom Ansatz realistischste Zombie Film, den ich bis jetzt gesehen habe (Komödien wie Zombieland mal außen vor). Cillian Murphys herumgehusche durch verlassene Häuser und Viertel wirkt besser als Koffein am Morgen. Großartige arbeit von Boyle!

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BergerKing

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Bewertung10.0Herausragend

,,28 Days later'' ist meiner Meinung nach der wohl beste Zombie-Film überhaupt.
Zwar vermisst man die typischen Splatter-Szenen eines Zombie-Streifens-wird aber durch eine sehr verstörende und zugleich faszinierende Atmoshäre restlos ausgebessert.

Danny Boyle (Trainspotting,The Beach) liefert wieder mal grenzgeniale Bilder. Angekettete Zombies, das leere London und Leichen die einfach vor sich herumfaueln.

Vor allem stellt sich die Frage; wie weit geht man um das eigene Leben zu retten? Ist es vielleicht nicht eine Art Erlösung das die Zivilisation untergeht?
Wenn nicht, welche Opfer muss der Mensch bringen um sie wieder zurück zuerlangen?

Sollte...Nein Muss man gesehen haben!

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Corien

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Muss ich mir mal wieder ansehen... ich weiß nicht wieso der so gute Bewertung hat... Ich bin zwar kein Fanatiker der 100% Realität in Filmen braucht, aber wenn ein Film möglichst realistisch wirken soll und dann so lächerlich und peinlich ist, vom zweiten Teil gar nicht zu schweigen, geht einem das doch schon gewaltig auf den Senkel. Man hasst alle Charaktere, weil sie dumm sind und noch dümmer Handeln. Ich glaube nicht das es der Sinn eines Zombie Films ist, dass man hofft die Zombies packen sich die unterbelichteten Hauptdarsteller


Corien

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Achja und die Zombies sind der letzte Scheiß :D Gegen diese rennenden Viecher hätte niemand ne Chance...


NightmareForum

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Bewertung10.0Herausragend

Ein Muss für jeden Zombiefilm Fan. Hat eigentlich den Hype vom heutigen Walking Dead Fieber ausgelöst.

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puppetmasterSD

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Bewertung9.5Herausragend

Kurz und knapp:
Der Film ist nicht nur ein ausgezeichnet gut umgezetzter Zombiethriller sondern bietet eine Fülle an innovativen Ideen und von vor Athmosphere strotzenden Inszenierungen, das es eine wahre Freude ist.
Filme wie dieser haben im Grunde die Höchstwertung verdient. Das es nicht ganz reichte lag an der etwas fade ausrotierenden Handlung gegen Ende des Filmes.
Trotzdem: Absolute Pflicht für alle Fans von Endzeit-Szenarien ,von Zombiefilmen und für die die es noch werden wollen!

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stefan!!!

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Bewertung7.0Sehenswert

BEINHALTET EIN PAAR SPOILER!!!
Ziemlich guter Film, da ich The Walking Dead vor 28 Days Later gesehen hab, kam mir der Anfang doch relativ ähnlich vor. Sonst sehr realistische Story (Falls man sich halt auf Infizierte/Zombies einlässt) und großartige Details. Was mir nicht gefallen hat, ist der Teil mit dem Tunnel... Wer würde bitte in einen Tunnel fahren, wenn man weiß, dass die Infizierten nur bei Dunkelheit bzw. in der NAcht kommen?? Aber sonst wirklich gelungen.

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Sayuri Sama

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Stimmt, das mit dem Tunnel war gewiss unüberlegt. Aber Infizierte kommen nicht NUR in der Nacht!


RoboMaus

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Bewertung6.5Ganz gut

"28 Days Later" kam nur etwa 3 Monate nach "Resident Evil" ins Kino (D) und verarbeitet dasselbe damals angesagte Grundthema - Virus schafft Zombies oder 'Infizierte'. Allerdings ist die Welt in "28 Days Later" schon verloren, und es geht nur darum, die eigene Haut zu retten. Manchmal ist der Plot etwas schleppend, und da, wo bei "Resident Evil" Action & CGI die Story komplettieren, findet sich hier nur wenig (das brennende Manchester hätte man auch weglassen können - Wirkt zu billig, und das auch noch nachdem die Kamera extra-langsam von der Autobahn hochschwenkt und man denkt: jetzt kommt der Hammer). Spannung kommt nur hin und wieder auf, wenn die Infizierten es schaffen, der Gruppe von Überlebenden auf die Pelle zu rücken, aber dazwischen flacht die Story streckenweise ins Belanglose ab. Insgesamt ganz nett, vor allem die letzte halbe Stunde, doch überwiegend weder Fisch noch Fleisch.

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iiicchh

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Beste ZombieFilm + einer der Besten Soundtracks ever!

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siltopian7

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Bewertung5.5Geht so

wird deutlich überschätzt...an manchen stellen fragt mann sich ob das jetzt ne komödie oder thriller sein soll.....

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TheRambostar007

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Bewertung5.5Geht so

Eigentlich bin ich zu Zombiefilmen immer neutral eingestellt. Trotzdem muss ich sagen, dass ich die klassischen, langsamen irgendwie besser finde. Das ist natürlich nur nebensächlich, doch irgendwie ist mir Danny Boyles 28 Days later zu hektisch, vor allem die Kamera nervt. Ich weiß, dass dies zu Boyles Regie dazu gehört, doch manchmal muss man sich eben weiterentwickeln, oder dem Genre anpassen. Der Film ist eigentlich recht spannend, hat aber für einen Zombiefilm zu viele Längen und im sozialkritischen Bereich ist da auch nicht viel Neues. Das ist meine Meinung, jeder sollte sich sein eigenes Bild machen, doch mein Fall war es irgendwie nicht. Ansonsten ist der Film jedoch auch sehr schonungslos und verdammt hart.

Fazit: Der eigentlich recht gute Film wird vor allem in den Actionszenen durch die Kameraführung stark ausgebremst. Sonst ist der Film zwar anders als das Übliche, aber anders ist nicht immer gut.

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Maniac

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Hab den Film schon einige Male gesehen und nun wird es Zeit , diese Streifen hier auch zu würdigen . 28 Days later hat einfach alles was ein Horrorfilm auszeichnet. Er ist fesselnd , die dichte Atmosphäre ließ mich im kompletten Abspann noch nachdenklich auf den Bildschirm starren , die Infizierten sind echt klasse , die Darsteller machen ihren Job sehr gut und traurige Minuten weist 28 days ... auch noch auf . Extrem spannend, blutig und realistisch . Ein Meisterwerk das im "Zombie-Genre" nur ganz schwer übertroffen werden kann . Genial !!!

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LeMarin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Hachja, die Zombies... nachdem ich mich jetzt nach Jahren mal wieder ein bisschen mit 28 days later auseinandergesetzt habe, stelle ich fest, dass ich ihn nach reichlich Überlegung, wiederholtem Gucken und Jahren Abstand sogar noch besser finde als früher. Und die Tatsache, dass ein Film beim wiederholten Gucken immer besser wird, ist für mich das Zeichen eines ganz großen Wurfs. Und das ist 28 weeks later... das ist nichtnur der beste Zombiefilm aller Zeiten, der beste Horrorfilm der 2000er, nein, 28 weeks later ist ein ganz, ganz großes Meisterwerk, das eine detailierte Beschreibung verdient.

Die Story: Ist einfach, dem Zombie-Genre entsprechend und stringent: Fahrradkurier wacht in einer Zombie-Apokalypse auf, schließt sich mit anderen Überlebenden zusammen und kämpft sich durch die Wahnsinnigen, bis er feststellen muss, dass die vermeintlich "gesunden" Menschen die schlimmsten Monster von allen sind... nichts neues also, aber dieser Handlungsstrang wird konsequent, ohne Längen und extrem abwechslungsreich und ohne Längen erzählt. Einzelne Abschnitte des Films sind klar voneinander zu unterscheiden, bauen aufeinander auf, ohne zu einem Einheitsbei zu verschwimmen. Durch die wenigen Darsteller wirkt der Film daher fast kammerspielartig, mit einzelnen Akten: Jim allein auf der Straße, die Flucht im Taxi, das Landhaus... die Tatsache, dass der Protagonist die Apokalypse sozusagen "verschlafen" hat und wir durch seine Augen fassungslos nur das Ergebnis sehen, gibt dem ganzen einen besonderen Kick.

Die Darsteller: Sind großartig!Denn anders als in so manchem anderen Horrorfilm geht 28 days later nicht nur auf Schock und gute Bilder, sondern auch auf wahnsinnig starke Figuren, die von tollen Charakterdarstellern gespielt werden:
Cillian Murphy spielte sich als Protagonist Jim in die erste Liga, zurecht, denn sein Charakter ist vielseitig, verletzlich, aber am Ende doch stark, schüchtern, aber souverän... super!
Naomie Harris, bis zu diesem Film auch kaum bekannt und kurz danach weltberühmt geworden, spielt als eisenharte fighterin einen Charakter, der schnell zum Klischee hätte werden können, aber durch Details und Zurückhaltung wird dies vermieden.
Brenden Gleeson als fürsorglicher Dad: Sympathisch und wahnsinnig authentisch!
Christopher Ecclestone als fanatischer Mayor: Ein komplexer Superschurke, mit dem man tatsächlich mitleidet, obwohl er nur im letzten Drittel des films vorkommt.

Die Bilder: so schön wurde die Postapokalypse noch nie dargestellt, und danach auch nie wieder. Jims einsame Wanderung an den Wahrzeichen des entvölkerten Londons vorbei zu Beginn des Films: Ganz großes Kino. die Infizierten-Attacken: Mit effektiver Wackelkamera, ruckartigen Bewegungen, grobkörniger Optik und gedeckten Grau- und Braun-Farben ungeheuer erschreckend und wirksam. Der Sinn fürs Detail: Bemerkenswert! Die Kamerafahrten und Einstellungen: Experimentell und fast arthousig, aber nie Selbstzweck.

Der Soundtrack: Spektakulär, und leider mittlerweile für jedes 2. Youtube-Video genutzt. Der Jihn Murphy-Titelsong ist das gruseligste, was Filmmusik bieten kann, und auch in anderen Szenen wird ein ungewöhnlicher, avantgardistischer Sound eingesetzt. Gewagt, und sehr gut gewagt!

Die Infizierten: Sind in diesem film keine Zombies, sondern tollwütige Menschen, was dem ganzen eine realistischere Perspektive gibt und den Film für mich noch erschreckender, weil plausibler macht: Die "Zombies" haben keine übernatürlichen Kräfte, müssen essen, futtern aber keine Menschen, schlagen zu statt zu beissen und können durch Körpertreffer erledigt werden. Bemerkenswert: Jeder einzelne Infizierte hat eine "Persönlichkeit"; Massen von hirnlosem Kanonenfutter kommen hier nicht vor. Dafür einzelne Individueen, von denen einer erschreckender als der andere ist: Der Priester, das Kind, oder schließlich, mein Favorit, Mailer. Das Makeup der "Zombies" ist minimal: Rote Augen, blutige Gesichter, der Rest ganz normal. Dafür bewegen sich diese Infizierten aber in ruckartigen Zuckungen, kreischen, prügeln... meiner Meinung nach sind das die übelsten "Zombies" die ich je gesehen habe. Kann auch daran liegen, dass man so wenig von ihnen sieht: Die Infizierten tauchen nur in einigen Szenen auf, immer schnell, verwackelt und nicht wirklich auf die Infizierten zentriert, und Massenszenen fehen. Das bewirkt, dass man sich nicht an den Anblick "gewöhnen" kann und jeder einzelne "Glimpse" erschreckend ist.

Last but not least der wichtigste Punkt: Die einzelnen Szenen bzw. deren Gruselfaktor. Und da ist 28 Days Later ganz besonders toll bzw. furchtbar. Jumpscares werden sparsam eingesetzt, aber jede einzelne Infiziertenszene ist perfekt inszeniert und absolut alptraumhaft. Es sind die kleinen Dinge, die wunderbaren Details, die diese Szenen so wahnsinnig wirksam machen: Z.b. Jim charakteristisches "Hello" in der Kirche, woraufhin aus dem Leichenhaufen plötzlich zwei Infizierte aufstehen und verharren, aber nur so kurz, dass man denken könnte, das Ganze sei nur eingebildet. Oder die berüchtigte Szene mit dem Autoalarm... spektakulär! Oder die Tatsache, dass man bei mehreren Infizierten-Angriffen zu Beginn kurz aus der Persprektive der Tollwütigen schaut... auch hier nur so kurz, dass es eher ein Schock als eine "Gewöhnung" ist. Z.b. die Szene, wenn die zwei Infizierten Jims Elternhaus überfallen: Wie aus dem Nichts sieht man plötzlich in den Mond, dann ein ruckartiger Kamerachwenk zum Haus, der die zuckenden Bewegungen des Infizierten nachahmt, und los gehts. Wahnsinnig gut und erschreckend, wenn man näher drübr nachdenkt. Oder die kleine Szene, wenn der Mayor plötzlich von nackten Infizierten im Wald attackiert wird. Oder die berüchtigte Krähenszene. Mal ganz zu schweigen vom absoluten Terror gegen Ende im Landhaus. Und und und...

Alles in allem also ein in jeder Hinsicht funktionierendes, anspruchsvolles Gesamtkunstwerk. Das aber trotzdem "nur" 9 und nicht 10 Punkte bekommt. Grund: Die zahlreichen Ungereimtheiten, die in einem Film, der auf Realismus setzt, doch stören. Z.b.:

-Warum empfängt Frank die Jim und Selina in einer kompletten Polizeiunifrom mit Tarnmaske, zieht diese später aber nie mehr an?
- Warum braucht die Gruppe mit dem Auto von London bis Manchester (ca. 300 km, soweit ich weiß) zwei Tage?
- Wieso übernachtet die Gruppe im Freien, auf unbekanntem Gelände, ohne jeden Schutz?
- Warum wird mit Kampfjets nach Überlebenden gesucht, und nicht z.b. mit Helikoptern?
- Der Major hält den Infizierten Mailer lediglich mit einer Kette fest. Würde Mailer einmal seine mehfrach im Film gezeigte Kotz-Attacke starten, wäre es um den Mayor geschehen.
- SPOILER SPOILER SPOILER: Und wieso schafft es Jim, abgemagerter und kamp-unerfahrerer Fahrradkurier, eine ganze einheit Soldaten, teilweise im Nahkampf, zu erledigen... nachdem er nur einen Tag vorher problemlos von nur einem von ihnen bezwungen wurde???

Da gibt es noch mehr. Schade! Aber trotzdem: Intelligentes, verstörendes, gleichzeitig berauschend schönes Horror-Kino ohne CGI und Brad Pitt, und trotzdem, oder gerade deshalb, besser als jeder Blockbuster.

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Sayuri Sama

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Das hast du wirklich toll formuliert. Chapeau! :)


LeMarin

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Merci!



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