Alexander der Große

Alexander the Great (1956), US/ES
Laufzeit 136 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 31.08.1956

- Kritiker
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von Robert Rossen, mit Claire Bloom und Barry Jones

Im Jahre 356 v. Chr. wird König Philipp von Mazedonien ein Sohn geboren, dem Königin Olympia den Namen Alexander gibt. Der Vater erobert die Vorherrschaft in Griechenland, der Sohn wächst zu einem strahlenden Jüngling heran. Er wird von dem Philosophen Aristoteles erzogen, in den Augen der Mutter ist er von göttlicher Herkunft, und er selbst träumt von ruhmreichen Taten. In Schlachten gegen Athener und Thebaner bewährt er sich, und alsbald fällt ihm die ganze Verantwortung zu, als sein Vater ermordet wird. Der strahlende Aufstieg gipfelt im Sieg über den Perserkönig Darius. Der große Alexander nennt sich König von Asien und plant, die griechische und die persische Welt miteinander zu verschmelzen. Aber allen weiteren titanischen Unternehmungen macht sein Tod ein Ende.

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Kommentare (5) — Film: Alexander der Große

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Hagen Hagen

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein sehr kritisches Porträt von Alexander. Richard Burtons blondierte Haare lassen ihn leicht tuntig wirken, mit seinem glasig-stechenden Alkoholikerblick gleicht er das aber wieder aus.

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8martin

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Film von Robert Rossen ist keine historische Dokumentation. Er erhebt auch keinen Vollständigkeitsanspruch oder den der letzten Wahrheiten. Es entsteht ein lebendiges Bild einer wichtigen Persönlichkeit der Menschheitsgeschichte. Was ihn von anderen Alexander-Filmen unterscheidet, ist einerseits der Versuch einer ausführlichen Darstellung seines für ihn prägenden Verhältnisses zu Vater und Mutter. So lässt sich erahnen, was hier für eine Persönlichkeit heranwächst, mit allen Brüchen, Schwächen aber auch einem gewissen Hang zur Hybris. Er ist Krieger und Dichter und fühlt sich als Gott. Zum anderen überzeugt Richard Burton in dieser alles beherrschenden Rolle. Vor allem das Ende des großen Alexanders erscheint gelungen: noch Grieche, fast schon Perser auf dem Weg zur Unsterblichkeit und innerlich von seinen alten Kampfgenossen inzwischen meilenweit entfernt.
Die Kampfszenen sind etwas betulich, dafür passt sich die Sprache etwas antiquiert und pathetisch dem 4. Jahrhundert v. Chr. an. Hierher gehören auch die vielen historisch verbürgten Zeitgenossen, die zum Einsatz kommen. Neben Alexander beeindruckt vor allem Claire Bloom als eine der Frauen an seiner Seite. Sie ist sein Gewissen und verliert zusehends an Einfluss. Nicht schlecht. Über kleine Unebenheiten kann man hinwegsehen. Mit dem Remake kann er durchaus mithalten.

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Pigmalion

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Bewertung5.5Geht so

Ein großformatiger Monumentalstreifen und eine lebensnahe Filmbiographie in einem. Trotz Tendenz zur Schwerfällig - und Langatmigkeit ist der pompöse Schinken schon allein aufgrund der aufwendigen und detailverliebten Schlachtszenen sehenswert. Richard Burton als emotionsgeladene Reden schwingender, brütender und dunkle Ringe unter den Augen spazieren tragender Antiheld mag wenig glaubwürdig erscheinen. Auch das mangelnde Budget und Schwächen im Drehbuch machen sich im Filmverlauf schmerzlich bemerkbar. Doch verzichtet die 1956 Version im Kontrast zu Stones Zeitgeist Remake erfreulicherweise komplett auf psychoanalytisches Zerfleddern des Mythos und bewahrt dem Feldherr noch eine gewisse Spiritualität. Für Genrefans im Oberen Bereich doch für den 08/15 Cineasten schwer verdaulich und daher nur Mittelmaß.

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Filmkenner77

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Bewertung6.0Ganz gut

Nicht schlecht, aber es gibt eindeutig bessere Filme aus der großen Zeit des Monumentalfilms.

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Bradbury

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Bewertung1.0Ärgerlich

Eine handvoll Statisten, billige Kulissen (in der Regel ein paar hübsch drapierte Säulen im Hintergrund) und lustlos agierende Schauspieler ... scheint so, als hätte sich der Produzent vor Drehbeginn mit dem Großteil des Budgets aus dem Staub gmacht. Anders ist dieser mehr gewollte als gekonnte Monumentalmumpitz nicht zu erklären.

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