Anduni - Fremde Heimat
Anduni - Fremde Heimat (2011), Laufzeit 91 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 01.12.2011
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von Samira Radsi, mit Florian Lukas und Irina Potapenko
Was ist Heimat? Ein Ort? Der Ort der Sprache, der Tradition? Der Ort der Selbstverwirklichung oder der Familie? Anduni – Wo geh’n wir denn hin? Immer nach Haus! Als ihr Vater stirbt, wird Belinda (Irina Potapenko) mehr und mehr in die skurrile Welt ihrer armenischen Familie (u.a. Tilo Prückner) gesogen, mit der sie eigentlich kaum etwas am Hut hatte. Doch je wohler sie sich nun hier fühlt, desto mehr entfremdet sie sich von ihrem Studentenleben und ihrem Freund Manuel (Florian Lukas). Belinda geht auf eine Reise zwischen Geborgenheit und Haltlosigkeit, Enge und Freiheit. Eine Heimatsuche, an der sich ihre halbe Großfamilie – aber auch Manuel – beteiligt.
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Cast & Crew
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Samira Radsi
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Florian Lukas
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Irina Potapenko
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Tilo Prückner
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Berrin Alganer-Lenz
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Elisabeth Müller
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Günay Köse
Regie
Schauspieler
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Nursel Köse
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Karin Kaci
- Genre
- Drama
- Ort
- Armenien
- Handlung
- Annäherung, Beziehung, Bräuche, Entfremdung, Familienkonflikte, Familientradition, Heim, Verlassen der Familie
- Stimmung
- Berührend, Ernst
- Mitmachen
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Kritiken (6) — Film: Anduni - Fremde Heimat
LuGr: MovieMaze / NEGATIV u.a.
Kommentar löschenKarin Kaci geht dabei in ihrem Drehbuch über das Verhältnis der Sub-Kultur zur Kultur der Deutschen hinaus, fügt "Anduni – Fremde Heimat" wieder jene „nationale Identität“ hinzu, die die Vertreter des „Transnational Cinema“ zuvor so sorgsam abgestreift haben. Aus dem deutsch-türkischen Kino der Migration erwächst für die zweite Einwanderergeneration ein deutsch-deutsches Kino der Akzeptanz der eigenen Migrationsvergangenheit – mal humoristisch überzeichnet, mal poetisch und immer in einer sehr vorhersehbaren dramaturgischen Entfaltung – bis hin zur geografische Grenzen wie kulturelle Mentalitätsbarrieren überschreitenden Macht der Liebe, die hier als bloßes Klischee erscheint.
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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de
Kommentar löschenSelbstverständlich füllt der Film der TV-Regisseurin Samira Radsi auch noch viele Details des Immi-Lebens in Deutschland an, ist mit Kölner Beamten, die auch Untertitel brauchen, mal lustig. Doch mitreißen kann dieses Lamento, dem man nur ansieht, was es will, so gut wie nie.
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Susan Noll
Kommentar löschenDie Jungen haben Zukunftsangst, die Alten sehnen sich nach ihrem Land und ihrer Kultur. [...] Belinda und mit ihr die Erzählung bewegen sich mit wenig Orientierung durch diese Fragen, doch schaffen sie es dank genauer Beobachtung und nachvollziehbar agierender Darsteller, ihrer Gefühlswelt einen authentischen Ausdruck zu verleihen.
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Alexandra Wach: film-dienst.de Alexandra Wach: film-dienst.de
Kommentar löschenAuch wenn Samira Radsi, die bisher für Seifenopern wie „Sturm der Liebe“ oder „Gute Zeiten Schlechte Zeiten“ Regie führte, einige auf der Straße atmosphärisch verdichtete Einsamkeitsmomente gelungen sind, mit einer Irina Potapenko, die diesmal seltsam abwesend wirkt, vermag dies nicht, einen mutlosen Film zusammen zu halten, der jeden künstlerischen Anspruch meidet, anbiedernd zwischen Komödie und Drama schwankt, durchgekaute Ideen aneinanderreiht und schmerzlich das gewisse Etwas vermissen lässt, das dem Kino magische Flügel verleiht.
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Magali-Ann Thomas: BR Magali-Ann Thomas: BR
Kommentar löschenEine Tragikkomödie möchte "Anduni - Fremde Heimat" sein. Tragische Elemente hat dieser Debütfilm allerhand, aber als Komödie taugt er wenig.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenObwohl „Anduni – Fremde Heimat“ nicht frei von Klischees ist, gelingt es Regisseurin Samira Radsi dank ihrer überzeugenden Hauptdarstellerin Irinia Potapenko, insbesondere die Unsicherheit und Zerrissenheit Belindas zwischen den zwei Kulturen darzustellen. Die Mischung aus dramatischen und komischen Momenten, wenn auch einige Szenen wie Peter Millowitschs Kurzauftritt in Klamauk kippen, stimmt weitgehend. Im Vergleich zu ähnlichen Filmen wie zuletzt „Almanya – Willkommen in Deutschland“, der von einer türkischen Familie in Deutschland erzählte, verliert sich „Anduni – Fremde Heimat“ zu sehr in den Nebenhandlungen. Die in diesen Handlungssträngen im Mittelpunkt stehenden Figuren dienen lediglich dazu, verschiedene Gesichtspunkte anzusprechen, so etwa Belindas Cousine, die für ihre Heirat auf Selbstbestimmung verzichten musste.
In der armenischen Hauptstadt Jerewan konzentriert sich der Film allerdings wieder auf seine Hauptfigur. Dort steht erneut die eigentliche Frage des Films im Vordergrund: Was ist für Belinda Heimat? Nicht umsonst heißt Anduni auf Armenisch frei übersetzt „heimatlos“. Ein Thema, das historisch mit dem Völkermord an etwa 1,5 Millionen Armeniern in den Jahren 1915–17 durch die Türken zusammenhängt, und das in „Anduni – Fremde Heimat“ auch thematisiert wird.
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