Außer Atem

À bout de souffle (1960), FR Laufzeit 90 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Drama, Thriller, Kinostart 05.07.2001

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7.6
Kritiker
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7.6
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45 Kommentare
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von Jean-Luc Godard, mit Jean-Luc Godard und Henri-Jacques Huet

Der Bonvivant Michel Poiccard – ein Gauner, Rebell, Draufgänger auf der Jagd nach seinem Vergnügen. In einer gestohlenen Luxuslimousine ist er auf dem Weg nach Paris. Doch er gerät in eine Geschwindigkeitskontrolle. Ein Polizist stellt ihn – und wird von Michel kaltblütig erschossen. Auf der Flucht vor dem Gesetz taucht er bei Patricia, einer Zeitungsverkäuferin, die Journalistin werden will, unter. Er versucht Geld für die gemeinsame Flucht nach Italien zu beschaffen. Aber der Kreis der Polizei wird immer enger. Patricia wird verhört. Und sie muss sich entscheiden: Karriere oder Liebhaber?


Cast & Crew


Kritiken (6) — Film: Außer Atem

SoulReaver: CinemaForever

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7.5Sehenswert

[...] „Außer Atem“ ist kein gewöhnlicher Film, der mal wieder trocken über das Leben faseln will. Hier werden keine Menschen dokumentiert und durchleuchtet. „Außer Atem“ bedeutet leben und lieben. Scheitern und stürzen. Ohne Richtlinie, ohne Vorhersehbarkeiten, dafür aber unheimlich lustvoll, obsessiv und nicht immer verläuft alles perfekt und nach Plan.

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SoulReaver

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fk = Liebe.


fkfilmkritik

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:)


Oceanic6: CinemaForever

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10.0Herausragend

[...] Anti-Kino in seiner höchsten Vollkommenheit, zwischen Kunst, Spontanität und Perfektion. "À bout de souffle" ist ein Meisterwerk sondergleichen, welches man ab dem ersten Augenblick hasst oder liebt. Ich persönlich habe darin meinen liebsten Godard entdeckt, der hier mit dem Thema Liebe ebenso destruktiv wie liebenswert hantiert, Erzählkonventionen über Bord wirft und sich vollkommen der narzisstischen Welt widmet, in der Träume und Liebe ebenso erreichbar wie zum Scheitern verurteilt sind. Vielen Dank Monsieur Godard für diesen Einblick, der mir in Erinnerung gerufen hat, warum ich das Kino so sehr liebe.

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Le Samourai

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Sehr schön. 10 Punkte, indeed!


Flibbo: Wie ist der Film?

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6.5Ganz gut

[...] Dreh- und Angelpunkt des Films ist die Tatsache, dass er sich nicht einfach nur an seinen Stilbrüchen ergötzt um ein Zeichen zu setzen, sondern die ungewöhnlichen Inszenierungskniffe der Erzählung tatsächlich zugutekommen. Im Zusammenspiel mit der unnachahmlichen Atmosphäre durch die Pariser Originalschauplätze und einer lässigen Musikuntermalung schaffen es die wilden Schnitte mehr ein gutes Tempo zu generieren als zu irritieren. Abgerundet von der offensichtlich mutig-unbeschwerten Spontanität des Regisseurs ist so ein Film gelungen, der durch seine Prämisse durchaus völlig unzugänglich hätte werden können, letztlich aber frisch und genießbar wurde. [...]

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Almut Steinlein: critic.de

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In einem Feuerwerk intertextueller Verweise, vor allem auf den amerikanischen film noir, verweist Godard auf die Geschichte des Kinos und damit auch auf die Geschichtlichkeit seines Ausdrucksmaterials. Godards Antwort auf das moderne Dilemma liegt in einer revolutionären Ästhetik, die auch heute noch fasziniert, einerseits durch den konsequenten Bruch mit sämtlichen damals geltenden Erzählnormen und andererseits durch einen geradezu unerhört spontanen Regiestil ohne Drehbuch, in dem sich Schnelligkeit mit Improvisation verband.

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Kubrick_obscura: CinemaForever

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8.5Ausgezeichnet

Einfach nur anders! Story gibts nur so nebenbei. Was zählt sind ausgedehnte Dialoge in Betten, auf Straßen und in Cabriolets.

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alviesinger: bummelkino

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5.0Geht so

Jump Cut, Shots an Originalschauplätzen, Skript an den Drehtagen schreibend...filmhistorisch und stilistisch sicherlich bahnbrechend und mit dem damaligen Status Quo brechend. Ansonsten tauschen Schmolllippchen Belmondo und die Seberg mit ihrem nervigen Akzent geistreiche Ergüsse zum Thema Existenzialismus wie "Schlafen ist traurig" oder "Ich will nicht in dich verliebt sein" in einer austauschbaren Odyssee durch Paris aus. Nouvelle Vague-Klassiker, der in Sachen Filmgeschichte seinen gerechtfertigten Stellenwert hat aber einem nicht gefallen muss.

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Kommentare (39) — Film: Außer Atem


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KonTaicho

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Bewertung5.5Geht so

Ich werd wohl einfach nicht warm mit französischen Filmen, auch wenn Belmondo die Coolness in Person und sein letzter Satz legendär ist.
Aber die Alte gehört einfach an ne Wand gestellt...wahrlich..."zum kotzen".

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philopee

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Bewertung7.0Sehenswert

Vorweg - "Ausser Atem" ist ein Titel der für diesen Film irreführender nicht sein könnte. Natürlich erwartet man auch keine atemberaubende Action, wenn man weiß, dass Jean-Luc Godard mit diesem Streifen seinen ersten nennenswerten Film gedreht hat. Heutzutage steht sein Name ja stellvertretend für den frühen Kunstfilm Mitteleuropas. Aber trotzdem muss man festhalten, dass weder die Hauptcharaktere, noch die Nebencharaktere und schon gar nicht die Zuscher zu irgendeinem Zeitpunkt Gefahr laufen hier außer Atem zu geraten.

Die komplette Handlung des Films ist eigentlich in ihrer vollen Breite in einem einzigen Satz beschreibbar: Der französische Gigolo Michel bringt nach einer Verfolgungsjagd einen Polizisten um, weshalb er nach Paris zu einer amerikanischen Studentin, seiner Angebeteten, flieht, die sich nun entscheiden muss, ob sie ihn beherrbergt oder ausliefert. Punkt. Dazu gibt es eigentlich nicht mehr zu sagen. Die Hauptdarsteller machen ihren Job ganz ausgezeichnet und auch Godard hat es mit einem Minimalbudget geschafft, die Laufzeit mit mehr oder minder relevanten Dialogen zwischen Patricia und Michel zu füllen. Doch wie so oft muss man beim Genuss von alten Filmen die zeitlichen Zusammenhänge näher betrachten um zu verstehen warum gerade "Ausser Atem" Godards Sprungbrett in die Filmgeschichte war.

1959, als Godard mit "Ausser Atem" zum ersten Mal die französischen Kinos füllte, kam dieser Film wie ein Befreiungsschlag. Während der Kern der wichtigen französischen Regisseure damals noch beschäftigt war den zweiten Weltkrieg zu reproduzieren, liefen in der USA große Produktionen, die Stück für Stück Filmgeschichte schrieben. Namen wie Hitchcock, Grant und Bogart säumten das Image des amerikanischen Kinos. Der französische Film dagegen steckte in einer scheinbar unüberwindbaren Krise.
Heutzutage kann man sich kaum mehr vorstellen, dass der amerikanische Mainstream für überhaupt irgendeinen Künstler ein Vorbild sein kann, aber damals hat dieser tatsächlich für eine ganz neue filmische Indentität in Frankreich Model gestanden.
Wollte man sich jetzt ganz weit aus dem Fenster lehnen, könnte man sicherlich anmerken, dass das auch im Film immer wieder deutlich wird. Beispielsweise kommt Michel, der äußerlich eine ziemlich detailgetreue Nachbildung von Humphrey Bogart ist, in einer Szene an einem Kino vorbei und schaut sich mehrere Sekunden lang ein Bild von Bogart an. Die Begebenheit wird später nicht mehr angesprochen, war also für die Handlung nicht relevant. Außerdem wird es wohl kaum ein Zufall gewesen sein, dass Michel gerade eine Amerikanerin verehrt und die Französinnen zurückweist.

Wenn auch nur ein kleiner Teil dieser Folgerungen stimmen, kann man sagen, dass Godard damit eher einen provozierenden Protestfilm gedreht hat, anstatt einem puren Unterhaltungsstreifen, wie der Titel vermuten lassen könnte.
Dieser Film ist im entferntesten Sinne mit dem ersten kleinen Film der Weltgeschichte von den Brüdern Lumiére vergleichbar. Ein Franzose schafft etwas vollkommen unspektakuläres und schreibt damit Filmgeschichte. Der Inhalt ist kaum relevant, aber die Tatsache, dass es den Film gibt umso mehr.
Für Liebhaber ist "Ausser Atem" in jedem Fall ein Blick wert, zur Unterhaltung eignet er sich jedoch nur wenn man sehr geringe Ansprüche an Spannung hat.

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rubelzar

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Bewertung2.0Ärgerlich

WTF??

Dieser Film schrammt nur ganz knapp an "Enter the Void", der mieseste mir bekannte Film, vorbei und siedelt sich noch deutlich unter Alien 4, liegt direkt über EtV, Niveau an.
Wenn ich aufgrund des Technikgedöns nicht seinen Platz in der Filmgeschichte anerkennen würde, wäre ich hier mit einem Hassfilm konfrontiert gewesen.

Die Dialoge sind schwachsinnig, ein Plot ist nicht vorhanden und ein Sinn schon gar nicht. Ich habe mich noch nie in meinem Leben 90 Minuten so heftig zusammenreißen müssen.
Mehr kannn ich zu diesem Film einfach nicht sagen.

Nuff Said!

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rubelzar

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@Trimalchio

Die Dialoge in einem Film sollten zu einem gewissen Teil einen Zweck erfüllen und nicht nur zum Selbstzweck dienen. Sonst kann ich auch ein Buch lesen. In Bezug zu deinem IMDB Link muss ich sagen, dass du lügst. Auch nach der Sichtung der Zitate, finde ich weder eine Message, noch Lehre, noch Witz. Einfach belangloses Geschwafel.
Nur weil Truffaut und Godard beteiligt waren, macht es die Sache nicht besser. Auch Picasso und andere große Künstler haben mal Mist abgeliefert.
Das die Geschichte sich so ereignet haben könnte stimmt, macht sie aber nicht spannender oder interessanter.


Trimalchio

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Gut, wenn man es nicht sehen will, sieht man es eben nicht.


Ohne Wiederkehr

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Bewertung2.0Ärgerlich

Ich glaube, ich verstehe die Welt nicht mehr.
Das war dieser von allen Seiten hochgelobte Film, von einem Regisseur, der fast einhellig verehrt wird ? Ernsthaft ? Dieses schreckliche Machwerk ?
Möglicheerweise habe ich etwas fürchterlich falsch gemacht, aber ich fand "Außer Atem" einfach nur ätzend und total substanzlos. 2-3 Chancen werde ich Godard noch geben, aber wenn die genau so ausafallen, wie "Außer Atem" kann er mir gestohlen bleiben.

Der hochgelobte "Außer Atem" war für mich von vorne bis hinten ein riesengroßes Ärgernis und bietet in meinen Augen nichts anderes, als gähnenede Inhaltsleere.
Wo bitte waren die von so vielen angepriesenen tiefsinnigen Dialoge ?
Ich habe über 90 Minuten nur einen herumlaufenden bzw. fahrenden Kettenraucher gesehen, der pausenlos über belanglose Dinge quatscht und so "cool" ist, dass bei mir ein Brechreiz ausgelöst wurde. Sind es wirklich die paar leeren und hohlen Phrasen über den Tod und den Sinn des Lebens, die absolut garnichts aussagen, wahrscheinlich nur eingebaut wurden, um dem Film irgendwie einen intellektuellen Anstrich zu geben, wodurch er jedoch nur noch unausstehlicher wird und die jeder Straßenkehrer genau so hinbekommt, welche das Publikum so begeistert haben ? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, besonders, weil dieser Film von einigen, von mir geschätzen Moviepiloten verehrt wird. Ich muss einfach irgendetwas übersehen haben, anders kann ich es mir nicht erklären, allerdings erzählt er nicht mal eine halbwegs interessante Geschichte und die beiden Hauptcharaktere waren einfach grauenhaft. Ich bin eigentlich niemand, der bei Charakteren Identifikationspotential braucht, um sie zu mögen, es ist natürlich immer gut, wenn man emotional mit den Charakteren verbunden ist (wie etwa bei Lars von Trier), aber es ist meiner Meinung nach nicht unbedingt notwendig. Allerdings müssen mich ddie Charaktere interessieren und vor allen DIngen faszinieren (wie es z.B. bei Werner Herzog der Fall ist, der auch kein besonders hohes Identifikationspotential bietet), aber das war hier nicht im geringsten der Fall, nach ca. 10 Minuten war ich sowohl von Jean-Paul Belmondo, als auch von Jean Seberg extrem entnervt.

Ein weiteres großes ärgernis, waren die ständigen deplatzierten und wahrlos gesetze Schnitte. Ich kann genrell sehr gut mit filmischen Experimenten leben, solange sie irgendeinen Sinn ergeben und irgendetwas aussagen bzw. bedeuten sollen, aber bei "Außer Atem" habe ich einfach nur den Eindruck, dass sie von Godard eingebaut wurde, weil er es "cool" findet, anders zu sein, ohne irgendeinen Hintergedanken zu haben oder dem Zuschauer etwas sagen zu wollen und sowas stört mich einfach sehr.

"Außer Atem" ist so überladen von "kreativem Umgang" mit der Filmtechnik, dass ich absolut keinen Zugang dazu finden kann, ich brauche Filme, die Fragen stellen und den Zuschauer nachdenken lassen, die ihn in seinen Bann ziehen und möglicherweise emotional berühren und vielelicht soagr eine interessante Geschichte erzählen, substanzlose Filme, die nichts weiter bieten, als bloßes Technikgewürge, wie eben "Außer Atem" können mir dagegen gestohlen bleiben. Filmtechnik ist ein im Vergleich zum Inhalt unebdeutender Aspekt, davon bin ich überzeugt.

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robertpires27

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@Simon: Interessant, dass du die zwei Zitate von Fassbinder und Godard gegenüberstellst...Ich komm nur gerade nicht darauf was du uns damit sagen willst ;)
Godard ist DAS Vorbild schlechthin für den frühen Fassbinder, allein wenn ich nur an Katzelmacher denke...
Helf mir bitte auf die Sprünge ;-)


robertpires27

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"Film ist Lüge, 25mal pro Sekunde."


Murray

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Bewertung10.0Herausragend

Mein erster Godard und dann gleich so eine Granate. Darsteller, Kamera, musikalische Untermalung und vor allem die großartigen Dialoge. Hier passt einfach alles so perfekt zusammen das ich regelrecht sprachlos bin. Mehr muss man ja auch nicht sagen. Außer vielleicht (Buzzword incoming): Meisterwerk!

http://bit.ly/132OGWX

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hollygolightly1

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<3


Murray

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:D


Mac_C_Tiro

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Bewertung9.0Herausragend

Düster, rasant, offenkundig trivial und gleichzeitig ungemein bedeutend im existenzialistischen Sinne sogar schreiend fordernd!

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mariega

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Bewertung9.0Herausragend

La provoc godardienne
"Après tout, j'suis con" - Im Grunde genommen bin ich ein Idiot - sagt Michel mit Hut und Zigarette à la Bogart, der sich mit der fixen Idee rumschlägt mit Patricia zu schlafen.
Patricia: " Connaissez-vous William Faulkner?" - Kennen Sie W.Faulkner? -
Michel: "Non. Qui est-il? Avez-vous couché avec lui?" - Nein. Wer ist das? Haben Sie mit ihm geschlafen? -
Und in einem letzten Atemzug: "Vous êtes vraiment une dégueulasse" - Sie sind wirklich zum Kotzen -
"Das ist die Geschichte einer Amerikanerin und eines Franzosen: zwischen den beiden kann es nicht gut gehen, da er an den Tod denkt und sie nicht." Godard
"Devenir immortel et puis...mourir" - Unsterblich werden und dann...sterben -

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Trimalchio

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http://3.bp.blogspot.com/-fXv3ICOB0ak/ULJiyj-10jI/AAAAAAAAYQw/mILUcBND5mg/s1600/tumblr_lz9hjj8zEj1r2ncmro1_500.gif


mariega

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I don't know if I'm unhappy because I'm not free, or if I'm not free because I'm unhappy.
Do as elephants do when they're unhappy, they just disappear.
Merci Trimalchio :)!


ElMagico

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Bewertung9.0Herausragend

The Great Nouvelle Vague Swindle

Man möge mir dieses kleine Wortspiel verzeihen, aber es mochte einfach nicht mehr aus meinem Kopf verschwinden. "À bout de souffle" ist für mich aber einfach purer Punkrock!
Das fängt an beim Marktstrategischen Namedropping von Chabrol und Truffaut, welche so gut wie nicht am Film beteiligt waren, durch deren Namen der Film aber überhaupt erst möglich wurde. Es setzt sich fort in dieser kleinen Geschichte, welche im Kern einfach nur Rock'n'Roll ist und ein dezentes Fuck You an die Welt. Und diese Attitüde gipfelt sicherlich im ausloten filmischer Möglichkeiten, im bewussten brechen anerkannter Traditionen, aber auch darin aus einer Situation des Nicht-Könnens Kapital zu schlagen und dieses selbstbewusst als neuen Standart zu deklarieren.
Und welch Spiel mit dem Feuer dies alles war, spürt man etwas, wenn man sich die Aussagen der Beteiligten zu Gemüte führt. Denn alle, inklusive Godard, waren sich eigentlich ziemlicher sicher, dass "À bout de souffle" ein riesengroßer Murks wird. Sieht man sich den Film etwas analytischer an, wird einem dies auch schnell bewußt: Der Film scheint immer unsicher, hält den Zuschauer immer nur für den gerade exzistierenden Moment gefangen und schafft es eigentlich nie ein großes Ganzes aufzubauen. "À bout de souffle" ist launisch, unberechenbar, funktioniert nur nach seinem eigenen Willen und hätte dadurch tatsächlich auch zum großen Desaster werden können. Das dieses verquere und eigenwillige Stück Film dennoch so gut funktioniert, würde ich auch noch nicht einmal alleine der Genialität Godards zuschreiben. Bedenkt man z.B., dass das oft gelobte Fehlen künstlichen Lichts auch dem geschuldet ist, dass Godard sich mit solchen Sachen einfach nicht auskannte und als Konsequenz daraus die Techniker einfach oft nicht an den Drehort ließ, dann sieht man doch, dass "À bout de souffle" ein dieser Filme ist, bei dem sich alle Umstände letztendlich als günstig erwiesen und ein stimmiges Gesamtwerk ergaben.
Doch es sind eh nicht nur diese technischen Finessen, die diesen Film so besonders machen. Hier geht Inhalt und Umsetzung einfach kongenial einher. "À bout de souffle" beginnt fast rasend. Dokumentarisch anmutend, fast schon Guerilla-artig umgesetzt, setzt er gleich zu Beginn seine markanten Eckpfeiler fest, zeichnet die Auslöser des noch kommenden auf. Und mehr als jeder Jump-Cut, jede ungewöhnliche Kameraeinstellung überraschte mich die Art wie Godard diese Tage nach dem Polizistenmord Michels interpretiert. Aus dieser klassischen Krimi-Ausgangslage spinnt Godard ein höchst unterhaltsames Werk, dass im Kern zwar extrem minimal ist ("Für einen guten Film braucht es nur 2 Sachen: Ein Mädchen und eine Pistole." Godard), in seinen Subkontexten jedoch unheimlich intelligent, philosophisch und kritisch ist. Da wird der Film einfach mal völlig ausgebremst und man darf dieses ungleiche Pärchen beim turteln und philosophieren beobachten und man empfindet es nicht im geringsten als störend oder innerhalb dieser Geschichte als unnatürlich. Das Leben kennt keinen geregelten Ablauf und so scheint auch "À bout de souffle" zu tun, was ihm gerade in den Sinn kommt (Godard schrieb die Dialoge dementsprechend erst immer am Morgen des Drehtages). Das mag im Kontext eines Films erst einmal ungewöhnlich erscheinen, ist aber doch näher am Leben, als viele auf Realistisch getrimmte Dramen.
Ein Drama ist "À bout de souffle" jedoch auch. Nur, der Film zeigt es selten offen. Bis zuletzt behält der Kleinganove Michel seine Maske auf, bis zum Ende lebt er von seiner großen Klappe, die doch nur verbirgt was wirklich in ihm brennt. Zweimal versucht er sein Herz zu öffnen und seine Ängste darzulegen (die 2 Zeitungsanekdoten)...2 mal wird er nicht verstanden. Nach dem Mord fliesst Michel nur noch, er hat keinerlei wirklich Kontrolle mehr über sein Leben. Er hüpft von A nach B und zurück nach C, simuliert aber doch nur Beschäftigung und Wichtigkeit. Doch eigentlich weiss er wohin sein Weg verläuft und tief in sich findet er das gut so...müde von der Maskerade und enttäuscht vom Leben.
Ihm zur Seite steht im nur Patricia, welche noch voller Hoffnungen und Erwartungen ist, so wie es Michel einmal war. Kein Dummchen, aber sie hat noch keine Wissen darüber, welch Fratzen das Leben haben kann und so spielt sie das eine ums andere mal mit den Löwen, ohne daran zu denken, dass diese irgendwann auch beißen könnten. Michel bleibt für sie immer nur eine Option, wie jeder andere Mann in ihrem Leben. Innerlich leer ist auch sie, jedoch scheint sie den Abgang zu wählen, der weniger Rock'n'Roll ist.
Nun gut...gerade weiß ich wieder einmal gar nicht mehr, womit und wie ich diesen Text begonnen habe. Aber in diesem Fall muss ich wohl auch gar keine explizite Empfehlung aussprechen, denn "À bout de souffle" sollte eigentlich jeder auf seinem Radar haben. Und wenn deswegen ist, zu sehen was die Kunstform Film alles kann. Für Unentschlossene möchte ich aber einfach noch hinzufügen, dass "À bout de souffle" eben nicht der seltsame, unverständliche, schwere Kunst-Film ist, den manche vielleicht befürchten. Gar nicht. Er ist nur etwas anders. Aber das sind doch meist die besten oder?

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ElMagico

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Nein gesehen hab ich sie noch nicht...aber sie sind dick unterstrichen auf der Merkliste. Und von beiden Filmen hab ich Plakate an den Wänden...also müssen sie so oder so irgendwann gesehen werden :)


SKURRIL

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stark! Belle De Jour Plakat hab ich auch an der Wand :D


hoffman587

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

À bout de souffle

»C'est vraiment dégueulasse.« - »Vous êtes vraiment une dégueulasse.« - Nun zeigt Jean-Luc Godard hiermit exemplarisch wie man Konventionen am originellsten bricht, wo Truffaut noch etwas zurückhaltend Regie führte und die Konventionen sanft zerbröckeln ließ, geht Godard in die Vollen und nimmt den vehementen und gnadenlos ausgeführten Kampf gegen diese Widerlinge auf! Denn sie müssen zertrümmert, zertreten und zerstört werden! Vive la Novelle Vague, heißt es (da ich französisch kaum beherrsche)! Francois durfte dafür immerhin das Drehbuch schreiben. Eine wirkliche Erzählung hat Godard nicht, wenn überhaupt ist diese grob umrissen, wenn wir es konventionell betrachten und doch funktioniert Godards »À bout de souffle« irgendwie, bloß eben anders als man es gewohnt ist. Godard erzählt auf anderen Wegen. Raoul Coutard ästhetisiert das Szenario mit der Natürlichkeit einer Handkamera (selbstredend auch ohne diese künstliche Beleuchtung!) und mit der Kulisse an Originalschauplätzen und doch ist Godards Films dabei doch überhaupt nicht authentisch. Oder?

Nun ja, zumindest irgendwo zwischen den Grauzonen. Das ist doch ein seltsames Stück Kino, das Godard da serviert. Aber auch so wunderbar, die Spontanität von den Dialogen knüpft an die flotten Jump-Cuts und an deren fragmentarische Art an. Seine Stilmittel und Techniken lotet Godard dabei aus, überreizt sie vielleicht sogar. Aber naja das ist wohl durchschlagende Revolution des Kinos, da wird nicht angeklopft, da wird eingeschlagen. So treibt Godard seine Späßchen. Auch seine Figuren geben sich dazu (wie passend) eigenwillig, irgendwo angesiedelt zwischen Film und Realität. Godard macht den gelassenen Belmondo zum dauerqualmenden Gauner und Möchtegerngangster Michel Poiccard - mit großen Idol Humphrey Bogart. Die Reflexion dabei ist eigentlich kurios. Michel vergöttert Bogart wie Godard wahrscheinlich den Film noir verehrte. Fast wirkt es so als würde sich Godard in diesem Charakter selbst reflektieren, also wie bei Truffaut Antoine, Michel als Godards Alter Ego.

Es ist aber interessant wie Godard hierbei dem Film noir würdigt, zwar mag er durchaus als Hommage dienlich sein, alles in allem erinnert er jedoch (auch wenn sich diese beiden Begriffe nicht ausschließen; möchte ich das an dieser Stelle betonen) mehr an einen Abgesang auf die »schwarze Serie«. Hierzu ein Vergleich: Ich weiß, dass ich das nicht machen sollte aber bisher drohte man mir noch nicht mit einer Haftstrafe deswegen, zum Western »Lonely are the Brave« (1962) von David Miller, den ich neulich begutachtete: Bei beiden wird im Grunde in zwei verschieden Genres dasselbe Prinzip verwendet. Der Western wie auch der Film noir finden in diesem Filmen als Beispiele ihren Schlussakkord. Bei Miller wird der Idealismus des Cowboys durch den Fortschritt zerstört, bei Godard bleibt sein Protagonist einzig ein Abbild der großen Legenden, das anders als diese scheitern wird an seiner Verklärung der Vergangenheit. Denn der Wind weht nun von anderer Seite. Nun regiert der Existenzialismus. Godard krempelt das Kino um.

Übrigens auch mit an Bord als technischer Berater, neben Truffaut, der werte Claude Chabrol und Godard? Der legt auch noch einen pfiffigen Gastauftritt hin und garniert daneben sein Werk noch mit äußerst feinen, kleinen Anspielungen und Details: In einer Szene verteilt ein junges Mädchen Zeitungen, kommt Michel entgegen (» Sie haben doch nichts gegen die Jugend?«), hält die Zeitung vor ihn, er meint: »Die Alten sind mir lieber.« - die Zeitung ist die Cahiers, jene Filmzeitungen für die Godard, Truffaut, Rivette (kurzum: die Nouvelle Vague-Regisseure) als Kritiker schrieben, bevor sie Filmregisseure wurden. Beziehen wir diese Fakt nun auf jene Szene, ist diese zutiefst ironisch zu werten. Anderswo darf natürlich auch der große Melville nicht fehlen, er definiert! Melville erklärt Godards Prinzip auf existenzieller Ebene. Selbst gibt er den Schriftsteller im Interview, schon wieder so ein Detail! Melville, der eigentlich Grumbach hieß, benannte sich in seiner Zeit als Résistancekämpfer in Melville um, nach dem Schriftsteller Hermann Melville. Aha! Godard sinniert dabei über Liebe und den Existenzialismus selbst, nutzt dazu stetige Ortswechsel in Paris (= der Stadt der Liebe) um in Schwung zu bleiben und der sprunghaften Erzählung und der inszenatorischen Energie treu zu bleiben, auch wenn dies sekundär ist. Denn ist im Grunde nicht die Aussage, dass er diese Ermittlung des Seins vertieft oder nicht, sondern viel eher, dass er damit doch passend und durchaus charmant das französische Zeitgefühl einfängt. Letzteres gelingt Godard doch meiner Meinung nach vorzüglich, gerade in Anbetracht der Kombination von ironisch angesetzten Film noir-Anleihen und seinem widerspenstigen Stil, mit dem Godard hier schon die Abgrenzung zwischen Realität und Fiktion im Kino austestet und in Frage stellt. Godards Erstling ist einfach zu begreifen: Der Film noir ist tot! Also: Es lebe der Film noir! Danke Jean-Luc, für ein so schönes Debüt.

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Mac_C_Tiro

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Merci für die feine Empfehlung und den lesleichten Kommentar mit Tiefgang ;)


Brentano

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"Der angebliche "Idealismus" der "Cowboys" wurde durch den Fortschritt zerstört" biederer, einfacher und unreflektierter kann man so ein Thema nicht wiedergeben, gesellschaftliche Zusammenhänge, Kenntniss davon = 0,1%?


Trimalchio

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Könnte man Truffaut noch vorwerfen, die Revolution lediglich im Stillen voranzutreiben, bricht sie bei Jean-Luc Godard voll heraus. Er schert sich nicht um Konventionen, Regeln oder gar um technische Limitierung. Und nicht einmal den Inhalt vergisst er, selten werden dem Zuschauer derart präzise Dialoge geliefert und fast noch seltener harmoniert ein Schauspielerpaar so ideal. Im Film fragt Jean Seberg Jean-Pierre Melville an einer Stelle einmal, was seine größte Ambition im Leben sei. Seine Antwort: "Unsterblich zu werden - und dann zu sterben." Ich hoffe, mit dem zweiten Punkt lässt sich Godard noch lange Zeit.

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Oceanic6

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Unübertroffen !!


DerDude_

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Bewertung4.0Uninteressant

Ein weiterer Fall von : Was für alle aber nix für mich
Mein erster Godard A BOUT DE SOUFFLÉ schrieb mit seinen merkwürdigen Stilmitteln damals Filmgeschichte. In meinen Augen schuf Godard damals das "Style over Substance". Denn oft wirkt es so als würde sich Godard mehr für seine Stilmittel als für Handlung und Figuren interessieren.
Sicherlich ist ein Originalschauplatz viel schöner als Studiobauten. Auch die immer wieder auftauchenden "Jump Cuts" wirken am Anfang noch ganz witzig aber als plötzlich im Hintergrund Autos verschwinden wirkt es befremdlich. Besonders da bis zum Ende ungeklärt bleibt was das nun eigentlich soll.
Figuren und Handlung sind eher naja. Manch einer mag Belmondo und Seberg charmant finden aber mich haben beide eher genervt. Die ewigen Dialoge zwischen den beiden führen, wie die Stilmittel, ins nichts.
Abschließend sei gesagt das mein erster Godard mir eher schlecht als recht war. Aufgeben werde ich dennoch ihn nicht. Von seinen weiteren Filmen erhoffe ich mir weniger Stil und mehr Substanz.

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Telebaum

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ich fürchte in dieser Runde bin ich im falschen Film ...


jollyroger

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@DerDude bist nicht alleine, ging mir genauso.


Audreyfan

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Bewertung9.0Herausragend

Der Titel passt. Ich bin außer Atem. 
Es gibt so Filme, die sind einfach wunderschön. Jedes Bild, jedes noch so kleinste Detail strotzt von so einer Schönheit, dass es mir schlicht den Atem raubt. Aber es ist keine Schönheit, die einem direkt begegnet. Nichts, was jeder schön findet. Es ist diese unperfekte Schönheit. Die kleinen Hautunebenheiten. Die nach der Kamera guckenden Passanten. Wie sich der Zigarettenqualm der beiden vermischt. Die unaufdringliche Musik und dann diese abrupten Schnitte. Die simple Story, die doch ziemlich tiefgründig ist. Leiden oder Nichts? Alles oder Nichts? Romeo und Julia. "Ich kann nicht mehr ohne dich - Doch kannst du - Ich will aber nicht". Dieses atemlose Hin-und Herhetzen immer mit einer Zigarette im Mund. Durch Paris. Sowieso Paris passt zu dieser Geschichte. Diese Geschichte passt zu Paris. Es ist die Geschichte von Michel und Patricia. Man könnte es auch so wie Godard sagen: "Alles, was es für einen Film braucht, ist ein Revolver und ein Mädchen." Michel verlässt seine Freundin, klaut ein Auto und erschießt einen Polizisten. Dann kehrt er nach Paris zurück, um Patricia dazu zu überreden mit ihm nach Rom zu gehen. Doch sie ist sich unsicher, schließlich studiert sie und ist noch jung. Sie ist sich nicht sicher, ob er sie liebt und noch weniger, ob sie ihn liebt. Was ist Liebe überhaupt? Leiden? Nichts? Das einzige, an dass man heutzutage noch glauben kann? Keiner weiß es, auch Michel und Patricia nicht. "Ich will alles oder nichts." Was ist Alles? Das weiß Michel nicht, aber er will es haben. Die Kreise der Polizei ziehen sich immer enger, immer gehetzter läuft Michel herum. Bald erfährt auch Patricia, wer Michel wirklich ist und was er getan hat. Als die Polizei rausfindet, dass sie sich mit ihm trifft, beschliesst sie endlich herauszufinden, ob sie in ihn verliebt ist oder nicht. Sie verrät ihn an die Polizei. Michel hat noch die Möglichkeit zu fliehen, doch er tut es nicht. Er will alles oder nichts. Alles, das ist Patricia und da sie ihn nicht liebt, wählt er das Nichts. "Du bist echt zum Kotzen - Was hat er gesagt? - Er hat gesagt, Sie wären echt zum Kotzen - Was ist das, Kotzen?" 

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hollygolightly1

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Danke für diesen perfekten Kommentar!! <3


Audreyfan

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Zuviel Lob, aber danke :D


-Luc-

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Bewertung9.0Herausragend

Ich liebe Filme in denen der unschuldige Kussfilm noch existiert und man rauchte wie ein Schlot. Ein Meisterwerk von Jean-Luc God-of-ar(d)t!

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Brentano

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Beaucoup de bouffons qui font la critique ici"

in West-Deutsch:

"sehr viele "Possen reißer" und Hofnarren machen/schreiben die Kommentare (Kritiken) hier" - etwa

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T-Rex

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

der gehört in jede gute film sammlung

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Brentano

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Sammlung? so auf das Regal neben anderen Torenschädeln und leeren Bierflaschen?


Hooded Justice

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Bewertung4.0Uninteressant

'À bout de souffle' ist ein Film für Leute, die sich keinen originalen Film noir leisten können. Der Ästhet darf staunen, doch Jean-Luc Godards angepriesenes Meisterwerk ist keine Hommage auf feiner Ebene, sondern eine Nachahmung von wunderbaren Bildern aus einer Film noir-Atmosphäre samt Straßenaufnahmen und Fedora-Hut, und das grundiert in einer selten – ganz und gar nicht Schwarze Serien-verdächtig aufregenden – öde ablaufenden Geschichte. Ein bemerkenswerter Filmansatz und irgendwie ein Garnichts.

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Hooded Justice

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Versteh den Brentano auch immer noch nicht. Er muss in einem anderen Intelligenzkosmos liegen als wir.


Le Samourai

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Er lebt in einem anderen Kosmos als wir. ;)


Super8951

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Bewertung10.0Herausragend

Der Film ist nichts und doch alles. Ich kann ihn schwer in Worte fassen. Der Film ist schön, stellenweise witzig und tragisch. Jean-Paul Belmondo hat sich mit diesem Film (für mich) unsterblich gemacht. Er bringt eine unglaubliche "Lässigkeit" und eine resultierende Gleichgültigkeit mit, was ihn so cool wirken lässt und sein Schauspiel perfekt wirken lässt. Es ist minimalistisch, ähnlich vielleicht wie Alain Delon in "Le Samourai" und doch genial.

Jean Seberg, die französische Amerikanerin und umgekehrt, ist in diesem Film vor allem schön, doch ist sie nicht nur das, sondern auch das aufgewühlte, unentschlossene Presseküken, was sich zwischen den Fronten der Entscheidung, Karriere oder Liebe, mit darausfolgender Flucht und Stagnation ihrer Karriere, befindet.

Dieser Film ist ein Beispiel, dass manchmal doch weniger mehr ist, denn er erzählt so viel, was für das Auge nicht ersichtlich ist, sondern nur für den Geist.

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Brentano

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Sicher ist Film nichts , ausser einer ephemeren Projektion auf eine weiße Wand also?


das_chris

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

»Ne freinez jamais, une voiture c’est fait pour rouler pas pour s’arrêter.«
À BOUT DE SOUFFLE

Die erste Einstellung von Jean-Paul Belmondo ist herrlich. Der Rest auch. Verrückt, lustig, merkwürdig, sinnlos, unmöglich, ausgefallen, abenteuerlich, unerhört, erstaunlich, übergeschnappt, durchgedreht, überwältigend, außer sich, unbeschreiblich, einzigartig, atemlos. Fantastisch!
Pas dégueulasse, Monsieur Godard.

Ich würde sagen: Si vous n’aimez pas François Truffaut... Si vous n’aimez pas Jean-Luc Godard ... Si vous n’aimez pas »À bout de souffle«: Allez vous faire foutre!

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ragefist

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Bewertung5.0Geht so

oftmals glänzen gerade alte filme durch eine gewisse originalität der geschichte. hier konnte ich allerdings keine finden. bei mir hat sich ziemlich schnell langeweile eingestellt. lediglich die tatsache, dass er dann doch interessant genug war um das unsinnige ende miterleben zu dürfen reicht noch für ein paar punkte. für mich definitv kein klassiker und eher weniger sehenswert.

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hollygolightly1

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

À bout de souffle ♥

Oh. Mein. Gott. Ich habe gerade den wunderwunderwunderschönsten Film der ganzen Welt gesehen. Ich kann mein Glück nicht fassen. Nicht in Worten beschreiben.
Dieser himmlische, cineastische Film ist pure Ästhetik. Der Einsatz filmischer Mittel wie Schnitt, Kamera und Beleuchtung ist so wunderbar - die perfekte Inszenierung. Optisch erinnert der Film an den klassischen Film noir.
"À bout de souffle" hat so viel Stil, Charme und Leidenschaft. Hierbei ist der Titel mit dem Namen Jean-Luc Godard gleichzusetzen.
Ich habe mich verliebt. In den ganzen Film. Aber auch in die hinreißende Musik von Martial Solal und die intelligenten, charmanten Dialoge - kurz: Der Film ist intellektuelle Kost.
Wenn ich den Film sehe, wünschte ich, ich wäre mittendrin im Geschehen, in seiner Welt. Alles sieht so wunderbar leicht, romantisch und liebenswürdig aus - die Atmopshäre ist traumhaft.
Godard kombiniert einen klassischen Gangsterfilm erfolgreich mit einem zauberhaften Liebesfilm. Das Ergebnis: Ein Film, bei dem mein Herz dahinschmilzt.
Kein Wunder dass der Regisseur einer der einflussreichsten des 20. Jahrhunderts war. Oh, wie gerne würde ich ihn einmal persönlich treffen und mich für dieses Werk bedanken. Bitte mehr davon.
Der Film entspricht ganz meinem Geschmack: der Stil der 60er Jahre, die Raffinesse und natürlich der Schauplatz - Paris. Und er ist französisch. Mehr KANN ich nicht verlangen. Ich habe das Gefühl, als hätte Godard diesen Film für mich gemacht. Dabei ist es nicht einmal ein ergreifendes oder aufwühlendes Werk oder dergleichen, sondern ein ruhiger, pfiffiger, naiver Film. Eine wahre Perle. Mir fehlen die Worte.

Hier noch ein paar Weisheiten:

- Quelle est votre ambition dans la vie?
- Devenir immortel et mourir.

Ne freinez jamais, une voiture c’est fait pour rouler pas pour s’arrêter.

- Qu’est-ce qu’il a dit?
- Que vous êtes une femme dégueulasse.
- C’est quoi dégueulasse?

Ich liebe diesen Film. Ich bin so froh, dass ich ihn gesehen habe. Jetzt kann ich glücklich sterben.

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Dox

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Na dann wird es vielleicht doch mal Zeit, die Blu-ray morgen einzuschieben, die mir Moviepilot glücklicherweise schenkte. :)


Brentano

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blue ray mit sonnencréme



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