Außer Atem

À bout de souffle (1960), FR
Laufzeit 90 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm, Kinostart 05.07.2001

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7.5 Kritiker
33 Bewertungen
Skala 0 bis 10
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von Jean-Luc Godard, mit Jean-Luc Godard und Henri-Jacques Huet

Der Bonvivant Michel Poiccard – ein Gauner, Rebell, Draufgänger auf der Jagd nach seinem Vergnügen. In einer gestohlenen Luxuslimousine ist er auf dem Weg nach Paris. Doch er gerät in eine Geschwindigkeitskontrolle. Ein Polizist stellt ihn – und wird von Michel kaltblütig erschossen. Auf der Flucht vor dem Gesetz taucht er bei Patricia, einer Zeitungsverkäuferin, die Journalistin werden will, unter. Er versucht Geld für die gemeinsame Flucht nach Italien zu beschaffen. Aber der Kreis der Polizei wird immer enger. Patricia wird verhört. Und sie muss sich entscheiden: Karriere oder Liebhaber?

Mit dreißig Jahren schrieb Jean-Luc Godard Filmgeschichte. Obwohl es sich bei À Bout De Souffle um sein Erstlingswerk handelt, verstand sich Godard nicht als Anfänger:

Ich machte Außer Atem nach 10 Jahren ernsthafter Studien und kritischer Schriften für cahiers du cinéma und nachdem ich fünf Kurzfilme gemacht habe. Also war ich kein Neuling. Ich war ein alter Hase1.

In seinem ersten Langfilm verleiht der ehemalige Filmkritiker Godard seiner Liebe zum Kino Ausdruck. Gleichzeitig bricht er mit den damaligen Sehgewohnheiten und schafft einen (post-)modernen Film, wie es ihn zuvor nicht gab.

Der Regisseur teilt seinen Film in drei Teile ein, die jeweils in einer bestimmten rhythmischen Geschwindigkeit ablaufen: “Der Film hat drei Rhythmen, die erste halbe Stunde schnell, die zweite moderato und die dritte wieder allegro vivace2.” Diese Einteilung wurde durch die Musik und die neue Schnitttechnik des Jumpcuts nachträglich verstärkt.

Handlung

Auf dem Weg zu Patricia

“Eigentlich bin ich ja ein Schwein. Aber was hilft’s – Es muss sein. Es muss sein.” Mit diesen Worten von Michel Poiccard (Jean-Paul Belmondo) beginnt der Film. Poiccard ist ein französischer Kleinkrimineller, der die Freiheit liebt und sagt, was er denkt.

In der Anfangsszene stiehlt er am Hafen von Marseille…


Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: Außer Atem

Oceanic6: CinemaForever

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10.0Lieblingsfilm

[...] Anti-Kino in seiner höchsten Vollkommenheit, zwischen Kunst, Spontanität und Perfektion. "À bout de souffle" ist ein Meisterwerk sondergleichen, welches man ab dem ersten Augenblick hasst oder liebt. Ich persönlich habe darin meinen liebsten Godard entdeckt, der hier mit dem Thema Liebe ebenso destruktiv wie liebenswert hantiert, Erzählkonventionen über Bord wirft und sich vollkommen der narzisstischen Welt widmet, in der Träume und Liebe ebenso erreichbar wie zum Scheitern verurteilt sind. Vielen Dank Monsieur Godard für diesen Einblick, der mir in Erinnerung gerufen hat, warum ich das Kino so sehr liebe.

Kritik im Original 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Le Samourai

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Sehr schön. 10 Punkte, indeed!


Flibbo: wieistderfilm.de

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6.5Ganz gut

[...] Dreh- und Angelpunkt des Films ist die Tatsache, dass er sich nicht einfach nur an seinen Stilbrüchen ergötzt um ein Zeichen zu setzen, sondern die ungewöhnlichen Inszenierungskniffe der Erzählung tatsächlich zugutekommen. Im Zusammenspiel mit der unnachahmlichen Atmosphäre durch die Pariser Originalschauplätze und einer lässigen Musikuntermalung schaffen es die wilden Schnitte mehr ein gutes Tempo zu generieren als zu irritieren. Abgerundet von der offensichtlich mutig-unbeschwerten Spontanität des Regisseurs ist so ein Film gelungen, der durch seine Prämisse durchaus völlig unzugänglich hätte werden können, letztlich aber frisch und genießbar wurde. [...]

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Almut Steinlein: critic.de

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In einem Feuerwerk intertextueller Verweise, vor allem auf den amerikanischen film noir, verweist Godard auf die Geschichte des Kinos und damit auch auf die Geschichtlichkeit seines Ausdrucksmaterials. Godards Antwort auf das moderne Dilemma liegt in einer revolutionären Ästhetik, die auch heute noch fasziniert, einerseits durch den konsequenten Bruch mit sämtlichen damals geltenden Erzählnormen und andererseits durch einen geradezu unerhört spontanen Regiestil ohne Drehbuch, in dem sich Schnelligkeit mit Improvisation verband.

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alviesinger: bummelkino

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5.0Geht so

Jump Cut, Shots an Originalschauplätzen, Skript an den Drehtagen schreibend...filmhistorisch und stilistisch sicherlich bahnbrechend und mit dem damaligen Status Quo brechend. Ansonsten tauschen Schmolllippchen Belmondo und die Seberg mit ihrem nervigen Akzent geistreiche Ergüsse zum Thema Existenzialismus wie "Schlafen ist traurig" oder "Ich will nicht in dich verliebt sein" in einer austauschbaren Odyssee durch Paris aus. Nouvelle Vague-Klassiker, der in Sachen Filmgeschichte seinen gerechtfertigten Stellenwert hat aber einem nicht gefallen muss.

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Kommentare (24) — Film: Außer Atem

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ragefist

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Bewertung5.0Geht so

oftmals glänzen gerade alte filme durch eine gewisse originalität der geschichte. hier konnte ich allerdings keine finden. bei mir hat sich ziemlich schnell langeweile eingestellt. lediglich die tatsache, dass er dann doch interessant genug war um das unsinnige ende miterleben zu dürfen reicht noch für ein paar punkte. für mich definitv kein klassiker und eher weniger sehenswert.

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hollygolightly1

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

À bout de souffle ♥

Oh. Mein. Gott. Ich habe gerade den wunderwunderwunderschönsten Film der ganzen Welt gesehen. Ich kann mein Glück nicht fassen. Nicht in Worten beschreiben.
Dieser himmlische, cineastische Film ist pure Ästhetik. Der Einsatz filmischer Mittel wie Schnitt, Kamera und Beleuchtung ist so wunderbar - die perfekte Inszenierung. Optisch erinnert der Film an den klassischen Film noir.
"À bout de souffle" hat so viel Stil, Charme und Leidenschaft. Hierbei ist der Titel mit dem Namen Jean-Luc Godard gleichzusetzen.
Ich habe mich verliebt. In den ganzen Film. Aber auch in die hinreißende Musik von Martial Solal und die intelligenten, charmanten Dialoge - kurz: Der Film ist intellektuelle Kost.
Wenn ich den Film sehe, wünschte ich, ich wäre mittendrin im Geschehen, in seiner Welt. Alles sieht so wunderbar leicht, romantisch und liebenswürdig aus - die Atmopshäre ist traumhaft.
Godard kombiniert einen klassischen Gangsterfilm erfolgreich mit einem zauberhaften Liebesfilm. Das Ergebnis: Ein Film, bei dem mein Herz dahinschmilzt.
Kein Wunder dass der Regisseur einer der einflussreichsten des 20. Jahrhunderts war. Oh, wie gerne würde ich ihn einmal persönlich treffen und mich für dieses Werk bedanken. Bitte mehr davon.
Der Film entspricht ganz meinem Geschmack: der Stil der 60er Jahre, die Raffinesse und natürlich der Schauplatz - Paris. Und er ist französisch. Mehr KANN ich nicht verlangen. Ich habe das Gefühl, als hätte Godard diesen Film für mich gemacht. Dabei ist es nicht einmal ein ergreifendes oder aufwühlendes Werk oder dergleichen, sondern ein ruhiger, pfiffiger, naiver Film. Eine wahre Perle. Mir fehlen die Worte.

Hier noch ein paar Weisheiten:

- Quelle est votre ambition dans la vie?
- Devenir immortel et mourir.

Ne freinez jamais, une voiture c’est fait pour rouler pas pour s’arrêter.

- Qu’est-ce qu’il a dit?
- Que vous êtes une femme dégueulasse.
- C’est quoi dégueulasse?

Ich liebe diesen Film. Ich bin so froh, dass ich ihn gesehen habe. Jetzt kann ich glücklich sterben.

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Dox

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Na dann wird es vielleicht doch mal Zeit, die Blu-ray morgen einzuschieben, die mir Moviepilot glücklicherweise schenkte. :)


hollygolightly1

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Neid! Ich spare jetzt für die Godard-Box.. Und wenn ich sie mit 50 Jahren erwerbe :)


Jack_Torrance

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Bewertung9.0Herausragend

Cinema is style. Diese Worte gehen mir beim Gedanken an diesen Film durch den Kopf - und das scheint sich Godard auch bei À Bout de Souffle gedacht zu haben. Anders kann ich mir diese ikonischen Szenen, diese ikonischen Dialoge, diese ikonischen Gesichter und Darsteller nicht erklären. Ein Zitat gefälligst ? Bien sûr:
- Sie haben doch nichts gegen die Jugend ?
- Doch, die Alten sind mir lieber !
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe bei diesem Dialog geschmunzelt. Ich habe generell sehr oft geschmunzelt. Anlass zum Schmunzeln gab mir Michel Poiccard, großartig gespielt von Jean-Paul Belmondo. Entweder lachte ich mit ihm oder über ihn - wo wir beim Hauptthema des Films sind: das Psychogramm eines Selbstverliebten. Denn an Michel Poiccards Worten und Gesten erkennt man, wen er neben Humphrey Bogart am allergeilsten im Universum findet: sich selbst. Auch Patricia ist keine Liebe für ihn, sie ist Vergnügen. Kann man das Ende dann als Happy-End betrachten ? Peut être...
Alles in allem ist À Bout de Souffle ein sehr vorzüglicher Godard, eines Regisseures, dessen Genialität sich heutzutage eher vermissen lässt.

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Jack_Torrance

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Danke danke danke !


Le Samourai

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Word.


Le Samourai

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Bewertung10.0Herausragend

Die vier magischsten, schönsten, großartigsten Worte der Filmgeschichte: New York Herald Tribune.
Definitiv. (http://www.youtube.com/watch?v=c4l00kP2XWM)

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hollygolightly1

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Werde ich :)
Wie ich deinen Geschmack doch liebe! Du kennst immer die besten Filme :D


Le Samourai

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:*


Jenny von T

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Bewertung5.0Geht so

Was heute nicht alles hochtrabend als "hommage" deklariert wird...
Tatsächlich sehe ich "À bout de souffle" weniger als eine zu großartig würdigende Verneigung vor dem film noir denn als ein sich hinter der schillernden Maske damals - zugegeben - revolutionärer Inszenierungstechnik und Provokation versteckendes Eingeständnis eigener inhaltlicher Ideenlosigkeit.
Nicht nur Poiccards obligatorisch-nerviger Zigarettenkonsum, sondern vor allem sich ewig ziehende Dialoge über Sein, Nichtsein und Co. vernebeln als Schleier der Coolness bis zur absoluten Undurchsichtigkeit die jeweilige Tragik der beiden überzogen sprunghaften Hauptcharaktere. Obendrein war ich selten so genervt wie von Jean Seberg.
Als ironisches Augenzwinkern zu platt, als cineastische Verbeugung zu einfallslos, als Drama zu oberflächlich, als Kriminalfilm zu unspannend - was bleibt, sind Godards Spielereien und die bittere nachgeschmackliche Vermutung dahingehend, dass uns ohne "À bout de souffle" in erster Linie vielleicht eine Menge schlechter Filme erspart geblieben wären.

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cine

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@fkfilmkritik: Du musst dir überhaupt keine Sorgen machen. Unbedingt anschauen ;)


Le Samourai

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fk, er wird dir HUNDERTPROZENTIG gefallen. Ich sage mindestens neun Punkte voraus. Oder ich bin ernsthaft beleidigt. :D


BlueSquirrel

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Bewertung5.5Geht so

Das war aber noch nichts so richtig außer neue Welle. Kein Problem, ich habe Geduld. Immerhin scheint dieser Auftakt Godards vielversprechend. Trotzdem, hätte man Belmondos und Sebergs Köpfe hier leicht zusammen geklopft, wäre bestimmt ein dumpfes *Plop* zu hören gewesen und sie wären wieder ins Bett gefallen. Ich rede von Spezialeffekten putain de merde; die schienen Jean-Luc hier noch mehr interessiert zu haben als die Hommage auf Bogart oder der infantile Todeswunsch eines Bengels.

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JimiHendrix

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ich kann den belmondo nich ab^^


Filmkenner77

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Ich sag es mal ganz deutlich: Elegante, stilistisch ansprechende Langeweile. Das Remake mit dem tollen 80er Jahre Flair war eher mein Fall.


ohrobot

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Bewertung7.0Sehenswert

Style!

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peacerestin

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Bewertung5.0Geht so

Langweilig, mit fürchterlich unsinnigem Ende. Das wirklich sehenswerte an dem Film sind die Straßenszenen in Paris, in denen eine einzigartige Atmosphere geschaffen wird.

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lynch86

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Bewertung9.5Herausragend

Einer der größten Klassiker !
Godard Liefert wieder einmal ein spitzen Produkt ab!

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Benni-THE-KING

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

So cool
und diese Dialoge...wundervoll

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stuforcedyou

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mit unheimlich gut harmonierenden Darstellern gelang Regie-Legende Godard ein Klassiker der Nouvelle Vague die damals wie heute in ihrer Klarheit und ihrer inbrünstigen Huldigung an das klassische amerikanische Kino, das Film Noir, so modern wirkt wie am ersten Tag. Zwar hat vor allem das Spiel mit der Coolness schon heftig staub angesetzt, aber Jean- Paul Belmondo ist selbst voller Staub eine Klasse für sich.

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Filmkenner77

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Bewertung5.0Geht so

Fand das Remake besser. Dieser Film der Nouvelle Vague mag ein Klassiker sein, aber ich fand ihn größtenteils langatmig.

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dae-su

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Bewertung9.5Herausragend

Atmet die Leichtigkeit des Leben, feiert das "in den Tag hinein", prophezeit das Slackerdasein und riecht nach dem Reiz des Neuen, des Neuartigen, des Unverbrauchten. Schmeckt nach Café in kleinen Pariser Eckkneipen, nach druckfrischer, noch warmer Zeitung, nach milden Abenden am Ende heißer Sommertage, nach französischer Landluft und dem Abgas alter Autos im Verkehrschaos der französischen Hauptstadt zu Beginn der 60er Jahre. Fühlt sich an nach dem Reiz des Verbotenen, der Lust nach sexueller Befreiung, nach heißer Luft auf nackter Haut. Macht Lust auf den Geschmack von selbstgedrehten Zigaretten, auf Leben ohne Ordnung, Verpflichtung, Zwang und Druck - AUßER ATEM ist vielmehr ein Gefühl als ein Film, ist vielmehr ein Mitnehmen als ein Konsumieren, vielmehr ein Duft, ein Geschmack als ein visueller Reiz. AUßER ATEM ist kaum zu beschreiben. Er raubt einem nicht den Atem, er macht im Gegenteil Lust, tief durchzuatmen und alles aufzusaugen, was Mund, Nase, Ohr und Auge kriegen können. AUßER ATEM macht Spaß, gute Laune, verleiht ein Hochgefühl und den Drang nach draußensein, aktiv sein, dabei sein. AUßER ATEM ist fantastisch. Fantastisch einzigartig und fantastisch echt. Er ist unangepasste Revolution und Befreiungsschlag. Und noch viel mehr als das. AUßER ATEM ist große Kunst und da für jedermann. Er ist unbeschreiblich. Einatmen. Und ansehen - immer wieder!

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Mawazh

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Bewertung7.0Sehenswert

Handwerklich bahnbrechend und seiner Zeit weit voraus. Leider ist die Handlung recht mager. Ein Kurzfilm hätte dazu wohl gereicht.

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Stefan Ishii

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Bewertung9.0Herausragend

"Außer Atem"... das bin ich jedesmal wieder, wenn ich dieses Meisterwerk vom Genie Godard geniesse.

Wunderbare Dialoge, superschöne Bilder und tolle Hauptdarsteller, deren Figuren man einfach mögen muss. Der erste Langfilm von Godard ist ein wegweisendes und fast zeitloses Meisterwerk, dessen Schönheit und Leichtigkeit fast unvergleichbar ist. Aber auch kein Wunder: Neben Jean-Luc Godard waren auch mit François Truffaut (Vorlage) und Claude Chabrol (technische Beratung) zwei weitere große Meister des französischen Kinos an diesem Werk beteiligt. Die Geschichte von "Außer Atem" kann sicherlich mit wenigen Sätzen beschrieben werden. Diese Tatsache nimmt dem Film aber nicht die Genialität.

Die Figur von Belmondo ist in gewisserweise eine Hommage an Humphrey Bogart, der Ikone des amerikanischen Film Noir. Mit dem großen Unterschied, dass er einfach kein Siegertyp ist. Er kopiert lediglich dessen Gesten.

"Außer Atem" machte die "Nouvelle Vague" berühmt. Godard half quasi mit, einen neuen Filmstil zu etablieren, dem sich unter anderem auch François Truffaut, Alain Resnais oder Éric Rohmer zuordnen lassen... Das Drehen an Originalschauplätzen mit natürlichem Licht und Handkamera, die sogenannten Jump Cuts und andere experimentelle Mittel sind markant für diese visuelle Ästhetik. Im Grunde geht es gerade auch um das "Nichtverstecken" der Existenz der Regie. In späteren Filmen (wie zum Beispiel "Eine Frau ist eine Frau") experimentierte Godard mit dieser Problematik intensiver...

Zusätzlich macht das Vermischen von als kulturell hochwertig eingeschätzten Dingen (wie Mozarts Klarinettenkonzert oder Gemälden von Picasso und Renoir) mit Popkulturerscheinungen (wie französische Popmusik oder Pinups von nackten Frauen) in "Außer Atem" einen gewissen Reiz aus.

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willy50

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Bewertung6.5Ganz gut

Überschätzt, wie alles von Goddard. Truffaut hat alleine viel schönere und sehr viel bessere Filme gemacht. Natürlich ist Belmondo cool. Der ist immer cool.

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Lorion42

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Bewertung5.0Geht so

Man muss mit den Hauptcharakteren warm werden, um den Film zu mögen, da er sehr minimalistisch nur auf sie reduziert ist. Mir ging Michel gespielt von Belmondo sehr schnell auf den Geist und so fand ich keinen Zugang. Dazu war der Schnitt grauenhaft.

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cannibal83

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Bewertung4.0Uninteressant

Die Dialoge sind stellenweise grausam weit von der Realität entfernt, die Hauptprotagonisten schlecht gespielt und von der nicht vorhandenen Spannung will ich erst gar nicht anfangen.

Symbolisch für Belmondo's Leistung die Szene in der er sich das Bild von Humphrey Bogart ansieht und sich vermutlich denkt "Wäre ich doch nur ein bisschen so cool wie er.."

5 Punkte wegen der filmhistorischen Bedeutung (Jump-Cut), ansonsten aber ein sehr uninteressantes Werk.

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cannibal83

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Auch diese kommen auf die Merkliste. :-)


JimiHendrix

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ich war auch etwas enttäuscht von diesem oberklassiker, grade auch weil belmondo überhaupt nicht mein fall ist


Darbon

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Bewertung5.0Geht so

Neben "Les 400 Coups" stinkt der schwafelgeschwätzige Schnippelfilm als zweites Vorzeigestück der "Nouvelle Vague" ziemlich ab. Um es in der Sprache des prätentiösen Machers zu sagen: Godard ist zum Kotzen! Und dennoch bleibt "Außer Atem" Pflichtprogramm: Er lieferte hier dank des Skripts von Truffaut eine fast nachvollziehbare Geschichte mit Handlungsansätzen ab, weshalb er seine Filmexperiment-Fingerübung später als "faschistisch" bezeichnete. Er missachtet hier neben der löblichen Abwendung von alten Filmmustern jegliche Schauspielführung von Bardot-Verschnitt Belmondo und der nervigen Labertasche Seberg. Danach erklärte er in plakativer Formelhaftigkeit allem und jedem den Krieg, feierte sich selbst in kryptischen Assoziationsessays und empfindet die Arbeit anderer Filmemacher ausschließlich als Scheiße. Aber wenn man unbedingt einen Godard sehen will, dann ist "Außer Atem" - wie auch einige Sequenzen in "Bande a part" und "Une femme est une femme" - durchaus empfehlenswert.

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ellen_ripley

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Vielleicht waren die Erwartungen zu hoch. Jean Seberg! Was für eine schöne Frau! Aber küssen wollte sie sich anscheinend nicht. Gewürdigt als Umbruch im Film, sonst hätte ich sogar nur 7 Punkte vergeben

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