Außer Atem

À bout de souffle, FR 1960

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7.8

Sehenswert

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Kritiker: 7.4

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Genre
Liebesfilm, Gangsterfilm
Inhalt

Der Bonvivant Michel Poiccard - ein Gauner, Rebell, Draufgänger auf der Jagd nach seinem Vergnügen. In einer gestohlenen Luxuslimousine ist er auf dem Weg nach Paris. Doch er gerät in eine Geschwindigkeitskontrolle. Ein Polizist stellt ihn - und wird… Mehr

Cast
Jean-Luc Godard, Henri-Jacques Huet, Jean-Paul Belmondo, Jean Seberg, Daniel Boulanger, Jean-Pierre Melville, Van Doude Mehr
Regisseure
Jean-Luc Godard
Autoren
François Truffaut, Jean-Luc Godard
Laufzeit
90 Minuten

Über diesen Film

Mit dreißig Jahren schrieb Jean-Luc Godard Filmgeschichte. Obwohl es sich bei À Bout De Souffle um sein Erstlingswerk handelt, verstand sich Godard nicht als Anfänger:

Ich machte Außer Atem nach 10 Jahr

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Kritiker — Sehenswert 7.4

Der Film Außer Atem wurde von 23 Kritikern bewertet.

Almut Steinlein: critic.de

In einem Feuerwerk intertextueller Verweise, vor allem auf den amerikanischen film noir, verweist Godard auf die Geschichte des Kinos und damit auch auf die Geschichtlichkeit seines Ausdrucksmaterials. Godards Antwort auf das moderne Dilemma liegt in einer revolutionären Ästhetik, die auch heute noch fasziniert, einerseits durch den konsequenten Bruch mit sämtlichen damals geltenden Erzählnormen und andererseits durch einen geradezu unerhört spontanen Regiestil ohne Drehbuch, in dem sich Schnelligkeit mit Improvisation verband.

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alviesinger: Frankfurter Stadtkurier

5.0Geht so

Jump Cut, Shots an Originalschauplätzen, Skript an den Drehtagen schreibend...filmhistorisch und stilistisch sicherlich bahnbrechend und mit dem damaligen Status Quo brechend. Ansonsten tauschen Schmolllippchen Belmondo und die Seberg mit ihrem nervigen Akzent geistreiche Ergüsse zum Thema Existenzialismus wie "Schlafen ist traurig" oder "Ich will nicht in dich verliebt sein" in einer austauschbaren Odyssee durch Paris aus. Nouvelle Vague-Klassiker, der in Sachen Filmgeschichte seinen gerechtfertigten Stellenwert hat aber einem nicht gefallen muss.

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Kommentare — Sehenswert 7.8

Der Film Außer Atem wurde von 784 Mitgliedern bewertet.

Stefan Ishii

Bewertung9.0Herausragend

"Außer Atem"... das bin ich jedesmal wieder, wenn ich dieses Meisterwerk vom Genie Godard geniesse.

Wunderbare Dialoge, superschöne Bilder und tolle Hauptdarsteller, deren Figuren man einfach mögen muss. Der erste Langfilm von Godard ist ein wegweisendes und fast zeitloses Meisterwerk, dessen Schönheit und Leichtigkeit fast unvergleichbar ist. Aber auch kein Wunder: Neben Jean-Luc Godard waren auch mit François Truffaut (Vorlage) und Claude Chabrol (technische Beratung) zwei weitere große Meister des französischen Kinos an diesem Werk beteiligt. Die Geschichte von "Außer Atem" kann sicherlich mit wenigen Sätzen beschrieben werden. Diese Tatsache nimmt dem Film aber nicht die Genialität.

Die Figur von Belmondo ist in gewisserweise eine Hommage an Humphrey Bogart, der Ikone des amerikanischen Film Noir. Mit dem großen Unterschied, dass er einfach kein Siegertyp ist. Er kopiert lediglich dessen Gesten.

"Außer Atem" machte die "Nouvelle Vague" berühmt. Godard half quasi mit, einen neuen Filmstil zu etablieren, dem sich unter anderem auch François Truffaut, Alain Resnais oder Éric Rohmer zuordnen lassen... Das Drehen an Originalschauplätzen mit natürlichem Licht und Handkamera, die sogenannten Jump Cuts und andere experimentelle Mittel sind markant für diese visuelle Ästhetik. Im Grunde geht es gerade auch um das "Nichtverstecken" der Existenz der Regie. In späteren Filmen (wie zum Beispiel "Eine Frau ist eine Frau") experimentierte Godard mit dieser Problematik intensiver...

Zusätzlich macht das Vermischen von als kulturell hochwertig eingeschätzten Dingen (wie Mozarts Klarinettenkonzert oder Gemälden von Picasso und Renoir) mit Popkulturerscheinungen (wie französische Popmusik oder Pinups von nackten Frauen) in "Außer Atem" einen gewissen Reiz aus.

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Tyler__Durden

Bewertung6.5Ganz gut

Godard,Godard. Was mach ich nur mit dir.
Der Visionär und das Aushängeschild der Nouvell Vague. Hochgelobt und in den Regiehimmel gehoben von dutzenden Leuten vorallem mit diesem Film. Berechtigt ? Jain.
Wichtig ist der Film, das steht außer Frage und wurde schon einige male klargestellt aber nur weil er wichtig ist heißt es nicht das er unbedingt gut ist. Denn das ist der Fall mit "À bout de souffle". Eine mehr als nur simple Story die eigentlich in einer halben Stunde erzählt wäre streckt Godard hier auf 1 1/3 Stunden. Charaktere die Unglaubwürdige und nerviger manchmal kaum sein könnten und der Jump Cut. Revolutionar - JA. Gefallen tut er mir aber bis heute noch nicht, jedenfalls nicht in dem ausmaße wie er hier benutzt wurde. Um aber was positives loszuwerden ( irgendwo müssen die Punkte ja herkommen), Der Humor war an einigen Stellen wirklich gut und Jean Seberg ist sowieso immer einen Blick wert, ob Godard oder nicht. Godard, Godard. Was mach ich nur mit dir.
DA schau ich mir doch tausendmal lieber "Le Mepris" an da hast du bewiesen das das ganze Lob nicht von nirgendwo her kommt.

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willy50

Bewertung6.5Ganz gut

Überschätzt, wie alles von Goddard. Truffaut hat alleine viel schönere und sehr viel bessere Filme gemacht. Natürlich ist Belmondo cool. Der ist immer cool.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

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