Außer Atem
À bout de souffle (1960), FR Laufzeit 90 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm, Kinostart 05.07.2001
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28 Kommentare
Keine
von Jean-Luc Godard, mit Jean-Luc Godard und Henri-Jacques Huet
Der Bonvivant Michel Poiccard – ein Gauner, Rebell, Draufgänger auf der Jagd nach seinem Vergnügen. In einer gestohlenen Luxuslimousine ist er auf dem Weg nach Paris. Doch er gerät in eine Geschwindigkeitskontrolle. Ein Polizist stellt ihn – und wird von Michel kaltblütig erschossen. Auf der Flucht vor dem Gesetz taucht er bei Patricia, einer Zeitungsverkäuferin, die Journalistin werden will, unter. Er versucht Geld für die gemeinsame Flucht nach Italien zu beschaffen. Aber der Kreis der Polizei wird immer enger. Patricia wird verhört. Und sie muss sich entscheiden: Karriere oder Liebhaber?
Mit dreißig Jahren schrieb Jean-Luc Godard Filmgeschichte. Obwohl es sich bei À Bout De Souffle um sein Erstlingswerk handelt, verstand sich Godard nicht als Anfänger:
Ich machte Außer Atem nach 10 Jahren ernsthafter Studien und kritischer Schriften für cahiers du cinéma und nachdem ich fünf Kurzfilme gemacht habe. Also war ich kein Neuling. Ich war ein alter Hase1.
In seinem ersten Langfilm verleiht der ehemalige Filmkritiker Godard seiner Liebe zum Kino Ausdruck. Gleichzeitig bricht er mit den damaligen Sehgewohnheiten und schafft einen (post-)modernen Film, wie es ihn zuvor nicht gab.
Der Regisseur teilt seinen Film in drei Teile ein, die jeweils in einer bestimmten rhythmischen Geschwindigkeit ablaufen: “Der Film hat drei Rhythmen, die erste halbe Stunde schnell, die zweite moderato und die dritte wieder allegro vivace2.” Diese Einteilung wurde durch die Musik und die neue Schnitttechnik des Jumpcuts nachträglich verstärkt.
Handlung
Auf dem Weg zu Patricia
“Eigentlich bin ich ja ein Schwein. Aber was hilft’s – Es muss sein. Es muss sein.” Mit diesen Worten von Michel Poiccard (Jean-Paul Belmondo) beginnt der Film. Poiccard ist ein französischer Kleinkrimineller, der die Freiheit liebt und sagt, was er denkt.
In der Anfangsszene stiehlt er am Hafen von Marseille…
Der Bonvivant Michel Poiccard – ein Gauner, Rebell, Draufgänger auf der Jagd nach seinem Vergnügen. In einer gestohlenen Luxuslimousine ist er auf dem Weg nach Paris. Doch er gerät in eine Geschwindigkeitskontrolle. Ein Polizist stellt ihn – und wird von Michel kaltblütig erschossen. Auf der Flucht vor dem Gesetz taucht er bei Patricia, einer Zeitungsverkäuferin, die Journalistin werden will, unter. Er versucht Geld für die gemeinsame Flucht nach Italien zu beschaffen. Aber der Kreis der Polizei wird immer enger. Patricia wird verhört. Und sie muss sich entscheiden: Karriere oder Liebhaber?
Mit dreißig Jahren schrieb Jean-Luc Godard Filmgeschichte. Obwohl es sich bei À Bout De Souffle um sein Erstlingswerk handelt, verstand sich Godard nicht als Anfänger:
Ich machte Außer Atem nach 10 Jahren ernsthafter Studien und kritischer Schriften für cahiers du cinéma und nachdem ich fünf Kurzfilme gemacht habe. Also war ich kein Neuling. Ich war ein alter Hase1.
In seinem ersten Langfilm verleiht der ehemalige Filmkritiker Godard seiner Liebe zum Kino Ausdruck. Gleichzeitig bricht er mit den damaligen Sehgewohnheiten und schafft einen (post-)modernen Film, wie es ihn zuvor nicht gab.
Der Regisseur teilt seinen Film in drei Teile ein, die jeweils in einer bestimmten rhythmischen Geschwindigkeit ablaufen: “Der Film hat drei Rhythmen, die erste halbe Stunde schnell, die zweite moderato und die dritte wieder allegro vivace2.” Diese Einteilung wurde durch die Musik und die neue Schnitttechnik des Jumpcuts nachträglich verstärkt.
Handlung
Auf dem Weg zu Patricia
“Eigentlich bin ich ja ein Schwein. Aber was hilft’s – Es muss sein. Es muss sein.” Mit diesen Worten von Michel Poiccard (Jean-Paul Belmondo) beginnt der Film. Poiccard ist ein französischer Kleinkrimineller, der die Freiheit liebt und sagt, was er denkt.
In der Anfangsszene stiehlt er am Hafen von Marseille ein Auto. Poiccard fährt mit dem Wagen quer durch Frankreich nach Paris, um seinen Anteil einer Beute abholen und seine Affäre Patricia Franchini (Jean Seberg) wiederzusehen. In einer Baustelle überschreitet er die zulässige Höchstgeschwindigkeit und wird von zwei Polizisten auf Motorrädern verfolgt. Dem Autodieb Poiccard gelingt es zunächst seine Verfolger abzuhängen. Er versteckt sich in einem Waldweg. Als er aber gerade damit beschäftigt ist den gestohlenen Wagen erneut zu starten, spürt ihn einer der Polizisten auf. Mit einem im Handschuhfach gefundenenen Revolver erschießt Poiccard den Polizisten und flieht zu Fuss.
Nach Paris kommt er per Anhalter. Seinen Komplizen, Tolmatchoff (Richard Balducci), von dem er das Geld erhalten soll, erreicht er nicht. Da er keinen Cent mehr hat, schaut Poiccard bei einer alten Freundin vorbei und stiehlt ihr 500 Francs. Auf der Champs-Élysées sucht er seine geliebte Patricia auf. Die amerikanische Studentin verkauft gerade die New Yorker Zeitung Herald Tribune. Michel begrüßt sie mit den Worten: “Fährst Du mit mir nach Rom. Es ist idiotisch. Aber ich liebe Dich.” Mit seiner direkten liebevollen Art kann er die schöne Particia davon überzeugen, dass sie sich am Abend wiedersehen. Poiccard trifft Tomatchoff, der ihm einen Kuvert überreicht. Der Verrechnungsscheck, der in dem Umschlag lag, hilft ihm allerdings nicht weiter. Unmittelbar nachdem er Tomatchoffs Büro verlässt, kommt die Kriminalpolizei herein und fragt nach dem Polizistenmörder Poiccard.
Bei Patricia
Um Patricia zum Essen einladen zu können, raubt Michel auf einer öffentlichen Toilette einen Mann aus. Patricia teilt ihm mit, dass sie die Verabredung nicht einhalten kann. Sie geht mit einem potentiellen Arbeitgeber aus. Aus Trotz schleicht sich Michel in ihr Hotelzimmer und wartet auf sie. Nachdem sie wiedergekehrt ist, beginnen die Beiden ein langes Gespräch in dem kleinen Hotelzimmer Nr. 12. Sie vertrauen sich einander an und Patricia eröffnet Michel, dass sie ein Kind von ihm erwartet. Nach anfänglichen Zögern beteuert er sie über alles zu lieben.
Gemeinsam auf der Flucht
Das verliebte Paar verlässt sein Hotelzimmer, damit Patricia in ihrem neuen Job als Journalistin ein Interview mit einem Romanautor führen kann. Michel muss entdecken, dass er über die Zeitung als Mörder gesucht wird. Auf der Titelseite ist ein Photo von ihm abgedruckt. Die Polizei kommt ihm immer dichter auf die Spur. Schließlich wird Patricia verhört. Sie ist aber nicht bereit ihn zu verraten. Die Beiden treffen sich und finden gemeinsam bei einem Freund Unterschlupf.
Am nächsten Morgen hat es sich Patricia anders überlegt und verrät Michel doch an die Polizei. Noch bevor die Polizei eintrifft, teilt sie Michel mit, dass sie ihn nicht liebt und denunziert hat. Doch der Verratene flieht nicht. Er fühlt sich “todmüde” und möchte an seiner großen Liebe festhalten. In dem Moment als die Polizei ankommt, überreicht gerade Tomatcheff Michel das versprochene Geld. Die Beamten eröffnen das Feuer und erschießen ihn auf offener Strasse. Patricia rennt zu dem Sterbenden. Michel haucht den Rauch seiner letzten Zigarette aus. Bevor er sich selbst die Augen schließt, sagt er: “Du bist wirklich zum Kotzen.”
Weiterführende Informationen
Godards revolutionierende Filmästhetik
Die Drehorte
Die Technik des “last-minute-thinking”
Informationen über die Bewegung der Nouvelle Vague
Über den Kultstatus von Jean Seberg
Wissenswertes
Für A Bout De Souffle wurde Jean-Luc Godard als Bester Regisseur der Silberne Bär in Berlin überreicht. Im Jahre 1960 wurde ihm der französische Prix Jean Vigo und ein Jahr später der französische Kritiker Preis verliehen.
30 Jahre nach dem Film wurde in dem Hotelzimmer, in dem die 20-minütige Szene zwischen Patricia und Michel stattfand, erneut gedreht. Bevor das Hotel de Suède abgerissen wurde, wurde die Hommage an A Bout De Souffle gedreht: Chambre 12 Hotel de Suède.
Passend zu der Beziehung zwischen Patricia und Michel fand im Sommer 1959 während der Dreharbeiten ein französisch-amerikanisches Spitzentreffen in Paris statt. Im Film ist ein kurzer Ausschnitt zu sehen, in dem Eisenhower und Charles de Gaulle über die Champs-Élysées fahren.
Weitere Informationen im Internet
Filmanalyse auf Privater Seite von Steve Masters zu Jean Renoir
Filmbesprechung auf Fx3.org
Breathless bei der Wikipedia (eng.)
Theatralität und Filmsprache bei A Bout De Souffle auf Kreimeier-online.de
Quellen
Filmkritik bei Dieter Wunderlich
1 Interview mit Jean-Luc Godard. in: David Sterritt (Hrsg.): Interviews, 1. Auflage, 1998, Mississippi, University Press of Mississipp, S.11
2 Interview mit Jean-Luc Godard. in: David Sterritt (Hrsg.): Interviews, 1. Auflage, 1998, Mississippi, University Press of Mississipp, S.06
Cast & Crew
-
Jean-Luc Godard
-
Jean-Luc Godard
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Informant
-
Henri-Jacques Huet
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Antonio Berrutti
-
Jean-Paul Belmondo
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Michel Poiccard
-
Jean Seberg
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Patricia Franchini
-
Daniel Boulanger
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Inspektor
-
Jean-Pierre Melville
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Parvulesco
Regie
Schauspieler
-
Van Doude
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Journalist
-
Claude Mansard
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Claudius Mansard
-
Richard Balducci
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tolmatchoff
-
Roger Hanin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Cal Zombach
-
Jean-Luc Godard
-
François Truffaut
- Genre
- Liebesfilm, Gangsterfilm
- Zeit
- 1950er Jahre
- Ort
- Champs-Élysées, Frankreich, Marseille, Paris
- Handlung
- Affäre, Auto, Autodieb, Durchbrennen, Existenzialismus, Fluchtwagen, Freigeist, Freundschaft, Gebrochenes Herz, Geld, Geldgeschäfte, Geldnot, Geldübergabe, Geliebte, Große Liebe, Hotelzimmer, Journalismus, Journalist, Kampf, Kleinkrimineller, Kultfilm, Liebeserklärung, Mord an Polizist, Pistole, Rauchen, Rennen, Schwangerschaft, Sterben und Tod, Student, Tod durch Erschießen, Verfolgungsjagd, Verlust einer geliebten Person, Verrat, Versteck, Wohnung, Zeitung
- Stimmung
- Eigenwillig, Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Außer Atem
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- Außer Atem: cineclic.de



















Kritiken (4) — Film: Außer Atem
Oceanic6: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Anti-Kino in seiner höchsten Vollkommenheit, zwischen Kunst, Spontanität und Perfektion. "À bout de souffle" ist ein Meisterwerk sondergleichen, welches man ab dem ersten Augenblick hasst oder liebt. Ich persönlich habe darin meinen liebsten Godard entdeckt, der hier mit dem Thema Liebe ebenso destruktiv wie liebenswert hantiert, Erzählkonventionen über Bord wirft und sich vollkommen der narzisstischen Welt widmet, in der Träume und Liebe ebenso erreichbar wie zum Scheitern verurteilt sind. Vielen Dank Monsieur Godard für diesen Einblick, der mir in Erinnerung gerufen hat, warum ich das Kino so sehr liebe.
Kritik im Original 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Le Samourai 2011/11/20 17:26:58
Antwort löschenSehr schön. 10 Punkte, indeed!
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] Dreh- und Angelpunkt des Films ist die Tatsache, dass er sich nicht einfach nur an seinen Stilbrüchen ergötzt um ein Zeichen zu setzen, sondern die ungewöhnlichen Inszenierungskniffe der Erzählung tatsächlich zugutekommen. Im Zusammenspiel mit der unnachahmlichen Atmosphäre durch die Pariser Originalschauplätze und einer lässigen Musikuntermalung schaffen es die wilden Schnitte mehr ein gutes Tempo zu generieren als zu irritieren. Abgerundet von der offensichtlich mutig-unbeschwerten Spontanität des Regisseurs ist so ein Film gelungen, der durch seine Prämisse durchaus völlig unzugänglich hätte werden können, letztlich aber frisch und genießbar wurde. [...]
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Almut Steinlein: critic.de
Kommentar löschenIn einem Feuerwerk intertextueller Verweise, vor allem auf den amerikanischen film noir, verweist Godard auf die Geschichte des Kinos und damit auch auf die Geschichtlichkeit seines Ausdrucksmaterials. Godards Antwort auf das moderne Dilemma liegt in einer revolutionären Ästhetik, die auch heute noch fasziniert, einerseits durch den konsequenten Bruch mit sämtlichen damals geltenden Erzählnormen und andererseits durch einen geradezu unerhört spontanen Regiestil ohne Drehbuch, in dem sich Schnelligkeit mit Improvisation verband.
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenJump Cut, Shots an Originalschauplätzen, Skript an den Drehtagen schreibend...filmhistorisch und stilistisch sicherlich bahnbrechend und mit dem damaligen Status Quo brechend. Ansonsten tauschen Schmolllippchen Belmondo und die Seberg mit ihrem nervigen Akzent geistreiche Ergüsse zum Thema Existenzialismus wie "Schlafen ist traurig" oder "Ich will nicht in dich verliebt sein" in einer austauschbaren Odyssee durch Paris aus. Nouvelle Vague-Klassiker, der in Sachen Filmgeschichte seinen gerechtfertigten Stellenwert hat aber einem nicht gefallen muss.
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Kommentare (24) — Film: Außer Atem
Kommentar schreibenragefist 2012/03/30 16:45:33
Kommentar löschenoftmals glänzen gerade alte filme durch eine gewisse originalität der geschichte. hier konnte ich allerdings keine finden. bei mir hat sich ziemlich schnell langeweile eingestellt. lediglich die tatsache, dass er dann doch interessant genug war um das unsinnige ende miterleben zu dürfen reicht noch für ein paar punkte. für mich definitv kein klassiker und eher weniger sehenswert.
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hollygolightly1 2012/03/25 03:56:01
Kommentar löschenÀ bout de souffle ♥
Oh. Mein. Gott. Ich habe gerade den wunderwunderwunderschönsten Film der ganzen Welt gesehen. Ich kann mein Glück nicht fassen. Nicht in Worten beschreiben.
Dieser himmlische, cineastische Film ist pure Ästhetik. Der Einsatz filmischer Mittel wie Schnitt, Kamera und Beleuchtung ist so wunderbar - die perfekte Inszenierung. Optisch erinnert der Film an den klassischen Film noir.
"À bout de souffle" hat so viel Stil, Charme und Leidenschaft. Hierbei ist der Titel mit dem Namen Jean-Luc Godard gleichzusetzen.
Ich habe mich verliebt. In den ganzen Film. Aber auch in die hinreißende Musik von Martial Solal und die intelligenten, charmanten Dialoge - kurz: Der Film ist intellektuelle Kost.
Wenn ich den Film sehe, wünschte ich, ich wäre mittendrin im Geschehen, in seiner Welt. Alles sieht so wunderbar leicht, romantisch und liebenswürdig aus - die Atmopshäre ist traumhaft.
Godard kombiniert einen klassischen Gangsterfilm erfolgreich mit einem zauberhaften Liebesfilm. Das Ergebnis: Ein Film, bei dem mein Herz dahinschmilzt.
Kein Wunder dass der Regisseur einer der einflussreichsten des 20. Jahrhunderts war. Oh, wie gerne würde ich ihn einmal persönlich treffen und mich für dieses Werk bedanken. Bitte mehr davon.
Der Film entspricht ganz meinem Geschmack: der Stil der 60er Jahre, die Raffinesse und natürlich der Schauplatz - Paris. Und er ist französisch. Mehr KANN ich nicht verlangen. Ich habe das Gefühl, als hätte Godard diesen Film für mich gemacht. Dabei ist es nicht einmal ein ergreifendes oder aufwühlendes Werk oder dergleichen, sondern ein ruhiger, pfiffiger, naiver Film. Eine wahre Perle. Mir fehlen die Worte.
Hier noch ein paar Weisheiten:
- Quelle est votre ambition dans la vie?
- Devenir immortel et mourir.
Ne freinez jamais, une voiture c’est fait pour rouler pas pour s’arrêter.
- Qu’est-ce qu’il a dit?
- Que vous êtes une femme dégueulasse.
- C’est quoi dégueulasse?
Ich liebe diesen Film. Ich bin so froh, dass ich ihn gesehen habe. Jetzt kann ich glücklich sterben.
bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten
hoffman587 2012/03/25 09:13:08
Antwort löschenFalls dir der schon gefiel (wem gefällt der nicht?), solltest du bisweilen auf jeden Fall auf weitere Werke des Nouvelle Vague zurückgreifen, die genau jenen Stil, den du scheinbar so liebst, reflektieren. Stimmt aber, mitunter einer der schönsten Silrichtungen des Kinos.
hollygolightly1 2012/03/25 12:18:25
Antwort löschenEinige habe ich schon gesehen (wie auch nicht, wenn ich die 50er/60er und französische Filme liebe), aber halt nicht die bekannten und nicht so viele :D
Ich könnte mich selbst ohrfeigen, weil ich die meisten Filme der Truffaut-Reihe auf Arte nicht gesehen habe. Aber ich hatte eben keine Zeit :'(
hoffman587 2012/03/25 12:55:51
Antwort löschenDas ist schade. :/ Truffaut musst du unbedingt noch nachholen - war denn "Baisers Voles" dabei? - oder "Jules & Jim" - beides eindeutig bezaubernde oder gar unbeschreiblich schöne Werke von Truffaut - wie das meiste von ihm. Empfehlen würde ich zudem das einmalig-surreale Meisterwerk "L'Année dernière à Marienbad" von Resnais. Für mich bis dato der beste Film jener Periode. :)
Le Samourai 2012/03/25 12:56:49
Antwort löschenIch wusste es! :)
hollygolightly1 2012/03/25 14:39:51
Antwort löschenNee, leider nicht. Aber andererseits schaue ich mir Filme sowieso viel lieber im Orginal an :) Werde ich auf jeden Fall. Danke für die Tipps :D
Kennst du "Die Regenschirme von Cherbourg" und "Die Mädchen von Rochefort"? Musikfilme sind ja nicht jedermanns Sache, aber diese beiden Filme von Demy sind absolut bezaubernd!
Le Samourai, danke dass du mich auf den Film aufmerksam gemacht hast. Deinen Geschmack kann ich gar nicht oft genug loben :D
Wieso mögen einige Godard eigentlich nicht? Wie kann man seine Filme NICHT lieben? Verstehe ich nicht...
Le Samourai 2012/03/25 14:51:37
Antwort löschenTja, mir persönlich wird das auch immer ein Rätsel bleiben, aber Geschmäcker sind nunmal verschieden. Viele können mit seiner "roughen" Art zu drehen/ inszenieren nichts anfangen, oder mit seinem experimentellen Schnitt.
Für mich ist er einer der allergrößten überhaupt, jeder Film von ihm strahlt so viel Energie, Gefühl, Authentizität aus! Und A BOUT DE SOUFFLE ist wirklich zum heulen schön :)
hoffman587 2012/03/25 19:00:59
Antwort löschen@hollygolightly1: Bitte gerne und sehr lobenswertes Ziel, auf den richtigen Pfaden. :) Und Demys "Regenschirme von Cherbourg" kenne ich tatsächlich dürfte aber schon eine Weile her, seine "Mädchen vo Rochefort" wollt ich aber auch schon des längeren schauen bzw. sind also ein Begriff. Toll übrigens auch von ihm "Die Eselshaut", wie man verlautet.
@Und um mich mal in eure Diskussion um Meister Godard einzumischen, bis 69´stimme ich vollkommen zu, echte Meilensteine, bei mir besonders wirksam "Alphaville" und "Pierrot Le Fou", aber nach jener Zeit finde ich seine Werke teils zu experimentell, wenn auch intensiv, teils aber auch irgendwie seltsam, was seine Spätwerke betrifft.
hollygolightly1 2012/03/25 19:53:56
Antwort löschen"Zum heulen schön" trifft es auf den Punkt. Sooo schön :)
Godard macht genau DIE Filme, die ich mir schon die ganze Zeit gewünscht habe und von denen ich bis jetzt nichts wusste.
"Eselshaut" lief auch mal auf Arte, konnte ich aber nicht sehen. Er hat auch noch andere Filme wie "La baie des anges" und "Lola" gedreht, die ich ebenfalls noch nicht gesehen habe. Aber bei Godard muss ich irgendwie automatisch an den Trailer von "Lola" denken :D
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Dox 2012/03/26 00:01:49
Antwort löschenNa dann wird es vielleicht doch mal Zeit, die Blu-ray morgen einzuschieben, die mir Moviepilot glücklicherweise schenkte. :)
hollygolightly1 2012/03/27 19:38:42
Antwort löschenNeid! Ich spare jetzt für die Godard-Box.. Und wenn ich sie mit 50 Jahren erwerbe :)
Jack_Torrance 2012/03/19 19:49:30
Kommentar löschenCinema is style. Diese Worte gehen mir beim Gedanken an diesen Film durch den Kopf - und das scheint sich Godard auch bei À Bout de Souffle gedacht zu haben. Anders kann ich mir diese ikonischen Szenen, diese ikonischen Dialoge, diese ikonischen Gesichter und Darsteller nicht erklären. Ein Zitat gefälligst ? Bien sûr:
- Sie haben doch nichts gegen die Jugend ?
- Doch, die Alten sind mir lieber !
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe bei diesem Dialog geschmunzelt. Ich habe generell sehr oft geschmunzelt. Anlass zum Schmunzeln gab mir Michel Poiccard, großartig gespielt von Jean-Paul Belmondo. Entweder lachte ich mit ihm oder über ihn - wo wir beim Hauptthema des Films sind: das Psychogramm eines Selbstverliebten. Denn an Michel Poiccards Worten und Gesten erkennt man, wen er neben Humphrey Bogart am allergeilsten im Universum findet: sich selbst. Auch Patricia ist keine Liebe für ihn, sie ist Vergnügen. Kann man das Ende dann als Happy-End betrachten ? Peut être...
Alles in allem ist À Bout de Souffle ein sehr vorzüglicher Godard, eines Regisseures, dessen Genialität sich heutzutage eher vermissen lässt.
bedenklich? 22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
audio 2012/03/19 20:16:37
Antwort löschenToll toll toll!
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Jack_Torrance 2012/03/19 20:22:13
Antwort löschenDanke danke danke !
Le Samourai 2012/03/19 20:55:54
Antwort löschenWord.
Le Samourai 2012/03/15 01:41:42
Kommentar löschenDie vier magischsten, schönsten, großartigsten Worte der Filmgeschichte: New York Herald Tribune.
Definitiv. (http://www.youtube.com/watch?v=c4l00kP2XWM)
bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 21 Antworten
Oceanic6 2012/03/15 11:13:30
Antwort löschenDa geht einem das Herz auf, wenn noch jemand den Film zu schätzen weiss. 10 Punkte und kein bisschen weniger. :)
Le Samourai 2012/03/15 11:14:20
Antwort löschenSonnenklar!
Bei der Szene geht mir das Herz auf... :)
Oceanic6 2012/03/15 11:17:22
Antwort löschenKönnte den beiden stundenlang beim Schauspielen zusehen. Am besten is für mich die Szene im Hotelzimmer. Die wahrscheinlich beste Kameraarbeit, die ich jemals gesehen habe. :)
Mr Vincent Vega 2012/03/15 11:50:39
Antwort löschenGodard ist Kotze.
Le Samourai 2012/03/15 12:02:22
Antwort löschenDu bist Kotze.
Le Samourai 2012/03/15 12:25:07
Antwort löschenMuss ja mal gesagt werden :)
Mr Vincent Vega 2012/03/15 12:31:45
Antwort löschen</3
Le Samourai 2012/03/15 12:35:09
Antwort löschen:'(
der cineast 2012/03/15 20:42:04
Antwort löschenRajko ist meiner. <3
Mr Vincent Vega 2012/03/15 22:17:29
Antwort löschenIch gehöre allen, die mich wollen. <3
Anoirja 2012/03/15 23:35:22
Antwort löschenBei Godard bin ich auch oft zwiegespalten. :/
Le Samourai 2012/03/15 23:40:55
Antwort löschenIch nicht.
Anoirja 2012/03/16 00:11:32
Antwort löschenAber "Alphaville" und "Week End" mag ich - eindeutig. ;)
Le Samourai 2012/03/16 00:13:43
Antwort löschenDa bin ich aber echt beruhigt!! :) Sind ja auch toll. Der Stau bei WEEKEND ist eine der unglaublichsten Filmszenen aller Zeiten. A BOUT DE SOUFFLE nicht gesehn?
Anoirja 2012/03/16 00:44:53
Antwort löschenDoch, aber das ist schon zu lange her, um ihm nachträglich eine Bewertung zu verpassen - gehört aber zu denen, wo ich irgendwie keinen Zugang zu gefunden habe.
Le Samourai 2012/03/16 01:09:20
Antwort löschenUnd dabei ist das einer der perfektesten Filme überhaupt... :/
Anoirja 2012/03/16 01:23:09
Antwort löschenSo sorry, dearest Samourai. :(
hollygolightly1 2012/03/19 20:52:01
Antwort löschenIch habe mich gerade in das Video verliebt. Danke für diese wertvollen 2 Minuten und 50 Sekunden.
Wieso habe ich das Gefühl, den perfekten Film gefunden zu haben? Ich hoffe, mein Gefühl wird bestätigt, wenn ich ihn sehe.
Le Samourai 2012/03/19 20:54:23
Antwort löschenYeah, bitte! :) Schau ihn auf jeden Fall, ich gehe 100pro davon aus, dass du ihn lieben wirst. So ein toller Film!
Alle 21 Antworten zeigen
hollygolightly1 2012/03/20 14:40:14
Antwort löschenWerde ich :)
Wie ich deinen Geschmack doch liebe! Du kennst immer die besten Filme :D
Le Samourai 2012/03/20 17:38:46
Antwort löschen:*
Jenny von T 2012/03/14 18:19:28
Kommentar löschenWas heute nicht alles hochtrabend als "hommage" deklariert wird...
Tatsächlich sehe ich "À bout de souffle" weniger als eine zu großartig würdigende Verneigung vor dem film noir denn als ein sich hinter der schillernden Maske damals - zugegeben - revolutionärer Inszenierungstechnik und Provokation versteckendes Eingeständnis eigener inhaltlicher Ideenlosigkeit.
Nicht nur Poiccards obligatorisch-nerviger Zigarettenkonsum, sondern vor allem sich ewig ziehende Dialoge über Sein, Nichtsein und Co. vernebeln als Schleier der Coolness bis zur absoluten Undurchsichtigkeit die jeweilige Tragik der beiden überzogen sprunghaften Hauptcharaktere. Obendrein war ich selten so genervt wie von Jean Seberg.
Als ironisches Augenzwinkern zu platt, als cineastische Verbeugung zu einfallslos, als Drama zu oberflächlich, als Kriminalfilm zu unspannend - was bleibt, sind Godards Spielereien und die bittere nachgeschmackliche Vermutung dahingehend, dass uns ohne "À bout de souffle" in erster Linie vielleicht eine Menge schlechter Filme erspart geblieben wären.
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten
Le Samourai 2012/03/14 19:02:12
Antwort löschenNoch nie hat mir ein Kommentar hier weniger gefallen. Naja. Auch irgendwie ne Leistung. :)
fkfilmkritik 2012/03/14 19:52:02
Antwort löschenIch hab den mir auf BluRay gekauft ohne zu wissen ob er mir gefällt. Jetzt hab ich ein wenig Angst. ^^
Jenny von T 2012/03/14 20:04:52
Antwort löschenIch bin doch nur wieder eine Gegenstimme unter 100 - die Chancen, dass du dich der Mehrheit anschließt, sind also weitaus größer.
audio 2012/03/14 20:22:51
Antwort löschen@fkfilmkritik: wenn er dir nicht gefällt, schenk sie mir... Ich schau ihn mir auch ein viertes mal an, und ein fünftes und ein sechstes und ein....
fkfilmkritik 2012/03/14 21:01:27
Antwort löschenNe, die würde ich (trotzdem) behalten. Das Cover ist so schön. :P
Alle 7 Antworten zeigen
cine 2012/03/14 21:13:58
Antwort löschen@fkfilmkritik: Du musst dir überhaupt keine Sorgen machen. Unbedingt anschauen ;)
Le Samourai 2012/03/15 01:39:45
Antwort löschenfk, er wird dir HUNDERTPROZENTIG gefallen. Ich sage mindestens neun Punkte voraus. Oder ich bin ernsthaft beleidigt. :D
BlueSquirrel 2011/11/21 14:25:17
Kommentar löschenDas war aber noch nichts so richtig außer neue Welle. Kein Problem, ich habe Geduld. Immerhin scheint dieser Auftakt Godards vielversprechend. Trotzdem, hätte man Belmondos und Sebergs Köpfe hier leicht zusammen geklopft, wäre bestimmt ein dumpfes *Plop* zu hören gewesen und sie wären wieder ins Bett gefallen. Ich rede von Spezialeffekten putain de merde; die schienen Jean-Luc hier noch mehr interessiert zu haben als die Hommage auf Bogart oder der infantile Todeswunsch eines Bengels.
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Le Samourai 2011/11/21 14:25:44
Antwort löschenEmpörung!
BlueSquirrel 2011/11/21 14:29:31
Antwort löschenSag mal, dein Beitrag kam buchstäblich nach einer Sekunde nachdem ich den Text abgesegnet hatte. Gibt's hier Zeitsprünge? (°°)
JimiHendrix 2011/11/21 14:45:49
Antwort löschenkann ich nachvollziehen, ging mir ähnlich^^.. muss den aber auch nochmal schauen
BigDi 2011/11/21 17:08:35
Antwort löschenMuss ich auch mal sehen, aber ich habe die Vorahnung, dass ich ihn hassen werde. ^^
Le Samourai 2011/11/21 17:34:48
Antwort löschenA Bout De Souffle ist unhassbar. 10 Punkte und nicht weniger! :)
Alle 7 Antworten zeigen
JimiHendrix 2011/11/21 20:44:03
Antwort löschenich kann den belmondo nich ab^^
Filmkenner77 2011/12/07 11:02:41
Antwort löschenIch sag es mal ganz deutlich: Elegante, stilistisch ansprechende Langeweile. Das Remake mit dem tollen 80er Jahre Flair war eher mein Fall.
ohrobot 2011/07/31 23:56:16
Kommentar löschenStyle!
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peacerestin 2011/07/20 23:08:20
Kommentar löschenLangweilig, mit fürchterlich unsinnigem Ende. Das wirklich sehenswerte an dem Film sind die Straßenszenen in Paris, in denen eine einzigartige Atmosphere geschaffen wird.
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lynch86 2011/02/23 21:22:38
Kommentar löschenEiner der größten Klassiker !
Godard Liefert wieder einmal ein spitzen Produkt ab!
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Benni-THE-KING 2011/02/23 19:22:35
Kommentar löschenSo cool
und diese Dialoge...wundervoll
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stuforcedyou 2010/10/13 11:25:27
Kommentar löschenMit unheimlich gut harmonierenden Darstellern gelang Regie-Legende Godard ein Klassiker der Nouvelle Vague die damals wie heute in ihrer Klarheit und ihrer inbrünstigen Huldigung an das klassische amerikanische Kino, das Film Noir, so modern wirkt wie am ersten Tag. Zwar hat vor allem das Spiel mit der Coolness schon heftig staub angesetzt, aber Jean- Paul Belmondo ist selbst voller Staub eine Klasse für sich.
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Filmkenner77 2010/10/03 13:46:41
Kommentar löschenFand das Remake besser. Dieser Film der Nouvelle Vague mag ein Klassiker sein, aber ich fand ihn größtenteils langatmig.
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dae-su 2010/07/09 20:05:17
Kommentar löschenAtmet die Leichtigkeit des Leben, feiert das "in den Tag hinein", prophezeit das Slackerdasein und riecht nach dem Reiz des Neuen, des Neuartigen, des Unverbrauchten. Schmeckt nach Café in kleinen Pariser Eckkneipen, nach druckfrischer, noch warmer Zeitung, nach milden Abenden am Ende heißer Sommertage, nach französischer Landluft und dem Abgas alter Autos im Verkehrschaos der französischen Hauptstadt zu Beginn der 60er Jahre. Fühlt sich an nach dem Reiz des Verbotenen, der Lust nach sexueller Befreiung, nach heißer Luft auf nackter Haut. Macht Lust auf den Geschmack von selbstgedrehten Zigaretten, auf Leben ohne Ordnung, Verpflichtung, Zwang und Druck - AUßER ATEM ist vielmehr ein Gefühl als ein Film, ist vielmehr ein Mitnehmen als ein Konsumieren, vielmehr ein Duft, ein Geschmack als ein visueller Reiz. AUßER ATEM ist kaum zu beschreiben. Er raubt einem nicht den Atem, er macht im Gegenteil Lust, tief durchzuatmen und alles aufzusaugen, was Mund, Nase, Ohr und Auge kriegen können. AUßER ATEM macht Spaß, gute Laune, verleiht ein Hochgefühl und den Drang nach draußensein, aktiv sein, dabei sein. AUßER ATEM ist fantastisch. Fantastisch einzigartig und fantastisch echt. Er ist unangepasste Revolution und Befreiungsschlag. Und noch viel mehr als das. AUßER ATEM ist große Kunst und da für jedermann. Er ist unbeschreiblich. Einatmen. Und ansehen - immer wieder!
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Mawazh 2010/04/04 15:04:51
Kommentar löschenHandwerklich bahnbrechend und seiner Zeit weit voraus. Leider ist die Handlung recht mager. Ein Kurzfilm hätte dazu wohl gereicht.
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Stefan Ishii 2009/12/09 22:36:31
Kommentar löschen"Außer Atem"... das bin ich jedesmal wieder, wenn ich dieses Meisterwerk vom Genie Godard geniesse.
Wunderbare Dialoge, superschöne Bilder und tolle Hauptdarsteller, deren Figuren man einfach mögen muss. Der erste Langfilm von Godard ist ein wegweisendes und fast zeitloses Meisterwerk, dessen Schönheit und Leichtigkeit fast unvergleichbar ist. Aber auch kein Wunder: Neben Jean-Luc Godard waren auch mit François Truffaut (Vorlage) und Claude Chabrol (technische Beratung) zwei weitere große Meister des französischen Kinos an diesem Werk beteiligt. Die Geschichte von "Außer Atem" kann sicherlich mit wenigen Sätzen beschrieben werden. Diese Tatsache nimmt dem Film aber nicht die Genialität.
Die Figur von Belmondo ist in gewisserweise eine Hommage an Humphrey Bogart, der Ikone des amerikanischen Film Noir. Mit dem großen Unterschied, dass er einfach kein Siegertyp ist. Er kopiert lediglich dessen Gesten.
"Außer Atem" machte die "Nouvelle Vague" berühmt. Godard half quasi mit, einen neuen Filmstil zu etablieren, dem sich unter anderem auch François Truffaut, Alain Resnais oder Éric Rohmer zuordnen lassen... Das Drehen an Originalschauplätzen mit natürlichem Licht und Handkamera, die sogenannten Jump Cuts und andere experimentelle Mittel sind markant für diese visuelle Ästhetik. Im Grunde geht es gerade auch um das "Nichtverstecken" der Existenz der Regie. In späteren Filmen (wie zum Beispiel "Eine Frau ist eine Frau") experimentierte Godard mit dieser Problematik intensiver...
Zusätzlich macht das Vermischen von als kulturell hochwertig eingeschätzten Dingen (wie Mozarts Klarinettenkonzert oder Gemälden von Picasso und Renoir) mit Popkulturerscheinungen (wie französische Popmusik oder Pinups von nackten Frauen) in "Außer Atem" einen gewissen Reiz aus.
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willy50 2009/11/12 07:05:28
Kommentar löschenÜberschätzt, wie alles von Goddard. Truffaut hat alleine viel schönere und sehr viel bessere Filme gemacht. Natürlich ist Belmondo cool. Der ist immer cool.
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Lorion42 2009/06/22 22:27:56
Kommentar löschenMan muss mit den Hauptcharakteren warm werden, um den Film zu mögen, da er sehr minimalistisch nur auf sie reduziert ist. Mir ging Michel gespielt von Belmondo sehr schnell auf den Geist und so fand ich keinen Zugang. Dazu war der Schnitt grauenhaft.
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cannibal83 2009/05/27 10:50:59
Kommentar löschenDie Dialoge sind stellenweise grausam weit von der Realität entfernt, die Hauptprotagonisten schlecht gespielt und von der nicht vorhandenen Spannung will ich erst gar nicht anfangen.
Symbolisch für Belmondo's Leistung die Szene in der er sich das Bild von Humphrey Bogart ansieht und sich vermutlich denkt "Wäre ich doch nur ein bisschen so cool wie er.."
5 Punkte wegen der filmhistorischen Bedeutung (Jump-Cut), ansonsten aber ein sehr uninteressantes Werk.
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Tobias 2009/05/27 11:04:58
Antwort löschenWie bitte?!? Protest! In dieser symbolisch ironischen Hommage an Humphrey Bogart ist Belmondo sogar einen Moment modern-cooler als Bogart. Kann eine solche Mittelvermaßung meines Lieblingsfilms so nicht hinnehmen.
jannis 2009/05/27 11:19:59
Antwort löschenSchade, dass man keine Antworten als "Gefällt mir" markieren kann ;)
cannibal83 2009/05/27 11:21:58
Antwort löschenNaja wer bewusst eine so "ironische" Szene, mit einer Legende wie Bogart einsetzt, muss sich später auch nicht über eine andere Auslegung wundern. Ausserdem rennt Belmondo den ganzen Film über schnutenziehend durch die Gegend... ich fand's furchtbar.
Tobias 2009/05/27 11:24:57
Antwort löschenDu musst aber zugeben, dass Belmondo in dem Film auf dem Gipfel seiner Schnuteziehn-Karriere war. Nie davor oder danach war er besser. Und bitteschön: hast du schon mal eine spektakulärere, atemberaubendere, actionreichere und männlichere Schlussszene im Kino gesehen? Ever?
cannibal83 2009/05/27 11:28:30
Antwort löschenDas war mein erster Film mit Belmondo und seine Darstellung hat mir hier schlicht nicht gefallen. Die Schlusszene an sich, war aussergewöhnlich in Szene gesetzt da gehe ich mit dir konform. Allerdings konnte mich diese auch nicht mehr wirklich packen, da mir die Charaktere den ganzen Film über nicht an's Herz gingen.
Tobias 2009/05/27 11:33:42
Antwort löschenokay, das ist dann doof. probier mal http://www.moviepilot.de/movies/elf-uhr-nachts. Finde ich sogar noch besser. Experimenteller. Aber noch besser. Die Charaktere gehen deutlich mehr ans Herz. ;-)
cannibal83 2009/05/27 11:42:39
Antwort löschenWerde ich mir ansehen! ^^
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cannibal83 2009/05/27 11:54:04
Antwort löschenAuch diese kommen auf die Merkliste. :-)
JimiHendrix 2009/05/27 23:46:09
Antwort löschenich war auch etwas enttäuscht von diesem oberklassiker, grade auch weil belmondo überhaupt nicht mein fall ist
Darbon 2009/05/17 15:49:21
Kommentar löschenNeben "Les 400 Coups" stinkt der schwafelgeschwätzige Schnippelfilm als zweites Vorzeigestück der "Nouvelle Vague" ziemlich ab. Um es in der Sprache des prätentiösen Machers zu sagen: Godard ist zum Kotzen! Und dennoch bleibt "Außer Atem" Pflichtprogramm: Er lieferte hier dank des Skripts von Truffaut eine fast nachvollziehbare Geschichte mit Handlungsansätzen ab, weshalb er seine Filmexperiment-Fingerübung später als "faschistisch" bezeichnete. Er missachtet hier neben der löblichen Abwendung von alten Filmmustern jegliche Schauspielführung von Bardot-Verschnitt Belmondo und der nervigen Labertasche Seberg. Danach erklärte er in plakativer Formelhaftigkeit allem und jedem den Krieg, feierte sich selbst in kryptischen Assoziationsessays und empfindet die Arbeit anderer Filmemacher ausschließlich als Scheiße. Aber wenn man unbedingt einen Godard sehen will, dann ist "Außer Atem" - wie auch einige Sequenzen in "Bande a part" und "Une femme est une femme" - durchaus empfehlenswert.
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ellen_ripley 2009/04/25 19:28:29
Kommentar löschenVielleicht waren die Erwartungen zu hoch. Jean Seberg! Was für eine schöne Frau! Aber küssen wollte sie sich anscheinend nicht. Gewürdigt als Umbruch im Film, sonst hätte ich sogar nur 7 Punkte vergeben
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