Blau ist eine warme Farbe

La vie d'Adèle, chapitres 1 & 2 (2013), FR Laufzeit 180 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 19.12.2013


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8.0
Kritiker
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7.9
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von Abdellatif Kechiche, mit Adèle Exarchopoulos und Léa Seydoux

Blau ist eine warme Farbe (OT: La Vie d’Adèle) von Abdellatif Kechiche erzählt von der leidenschaftlichen Liebe zwischen einer 15-Jährigen und einer Kunststudentin. In Cannes gewann das Liebesdrama 2013 die Goldene Palme.

Handlung von Blau ist eine warme Farbe
Der 15-jährigen Adèle (Adèle Exarchopoulos) liegt der attraktive Thomas (Jeremie Laheurte) zu Füßen. Doch anstatt von ihrem Verehrer zu träumen, hat Adèle ganz andere Fantasien: Sie träumt von Emma (Léa Seydoux), einer Kunststudentin mit blauen Haaren, die ihr zufällig über den Weg lief. Die beiden jungen Frauen lernen sich kennen und kommen sich näher, doch damit kommen auch die Probleme.

Hintergrund & Infos zu Blau ist eine warme Farbe
Blau ist eine warme Farbe (OT: La Vie d’Adèle; US-Titel: Blue Is the Warmest Color) von Abdellatif Kechiche (Vénus noire) ist ein französisches Liebesdrama, das auf der Graphic Novel ‘Le bleu est une couleur chaude’ von Julie Maroh basiert und das sich einer leidenschaftlichen lesbischen Liebesgeschichte widmet.

Der knapp dreistündige Film schaffte es 2013 in den Wettbewerb des Filmfestivals in Cannes und gewann dort die Goldene Palme. Die Jury um Steven Spielberg, Nicole Kidman, Ang Lee, Lynne Ramsay und Christoph Waltz sorgte außerdem für ein Novum, indem sie die Goldene Palme sowohl an den Regisseur als auch an die beiden Hauptdarstellerinnen Léa Seydoux und Adèle Exarchopoulos verlieh. Eine Regeländerung hatte es zuvor unmöglich gemacht, den Gewinner der Goldenen Palme mit einem der anderen Preise auszuzeichnen. (AP)

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Kommentare (82) — Film: Blau ist eine warme Farbe


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romina.watts

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

authentischer geht´s kaum!
fernab von den amerikanischen blockbustern, überzeugt dieser französische film mit absolut realen emotionen!

sicherlich sind die erotischen szenen intensiv, allerdings steht die wahre liebe im vordergrund und diese schauspieler sind perfekt aufeinander abgestimmt, so dass man denen jedes wort und auch jeden akt abkauft!

respekt für einen ausnahmefilm

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Gosu

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Bewertung10.0Herausragend

Schauspielerisch ist der Film somit das beste was ich bisher gesehen habe... die Geschichte wurde brillant erzählt und meiner meinung nach perfekt umgesetzt... alles ist nachvollziehbar und mitreißend... und ich begrüße diese kleinen Szenen, die adele's leben ohne Emma und dem wachsenden Schmerz zeigen... ich bin eigentlich der happend freund.. aber in gewisser Hinsicht, ist es ja auch eins... 10/10

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midesp

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Bewertung10.0Herausragend

Ein sehr authentischer, aufrichtiger Film der selbst belanglose Momente aus dem Leben der Protagonisten unglaublich gut in Szene setzt und dabei keine einzige Sekunde langatmig erscheint. Für mich einer der schönsten Filme der letzten Zeit.

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Cineast_Driver

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Ohja, ein Film für die Ewigkeit <3


StrawStar

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Bewertung6.5Ganz gut

Die Farbe Blau funktioniert gut als roter Faden der Gefühle/Begierde in dieser Beziehungschronik, die trotz unnötiger Überlänge lohnenswert anzuschauen ist, aber im Vorfeld etwas zu sehr gehypt wurde.

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sachsenkrieger

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Bewertung4.0Uninteressant

Ich erwartete nach dem Lesen einiger oberflächlicher Inhaltsangaben einen Film über die Selbstfindung junger Menschen, die erste Liebe, die erste Enttäuschung, den ersten Verlust. Das ist grundsätzlich kein schlechtes Thema, um einen Film darüber zu machen. Die gleichgeschlechtliche Partnerschaft der beiden Hauptdarstellerinnen sollte dabei eigentlich nur eine nebensächliche Rolle spielen.

Was ich präsentiert bekam, war eine endlose Aneinanderreihung immer wiederkehrender Szenen in fast schon unerträglichen Nahaufnahmen. Adele schläft, Adele ißt Spaghetti, Adele trinkt Bier, Adele raucht, Adele tanzt, Adele führt Gespräche ... über was? Dann das ganze wieder von vorn. Das schlimmste von allen aber sind die Sexszenen. Welchen künstlerischen Wert haben diese immer wiederkehrenden, expliziten Bettszenen, die zu den sinnlosesten gehören, die ich je gesehen habe? Ich habe schon lesbische Softpornos gesehen, die einfühlsamer waren als das hier gezeigte. Ein Schelm, wer böses dabei denkt, das Regisseur Kechiche manche Szenen bis zu 100mal drehen ließ. Auch die beiden Hauptdarstellerinnen äußerten sich nach Beendigung des Films kritisch zu einigen Eigenarten des Regisseurs, die Autorin der Comicvorlage distanzierte sich von den realitätsfernen Sexszenen.

"Da, gleich rotzt sie wieder!" Statt Zärtlichkeit, Liebe, Leidenschaft bekommt man tiefe Einblicke in das Abflusssystem Adeles. 180 Minuten Film, in denen völlig unnötige Zeitsprünge gemacht werden mussten, weil zuviel gebrabbelt, geraucht, geküsst, gegessen, gerotzt und getanzt wurde. Das hört sich abfällig an, ist aber nicht so gemeint, sondern das, was ich beim Sehen empfand. Für das gleichförmige Schauspiel Adeles mit weit geöffneten, meist ausdruckslosen Augen und ständig geöffnetem Mund, konnte ich leider zu keiner Zeit Sympathie entwickeln. Vielleicht bin ich gefühlsarm, vielleicht habe ich eine schonungslosere Jugend gehabt, vielleicht habe ich unterbewusste Abneigungen gegen irgendetwas gehabt. Letztendlich egal, der Film hat mich bis zur 140. Minute kalt gelassen, dann habe ich es nicht mehr ertragen. Wenn der/das Comic wirklich so gut ist, wie die meisten Kritiker behaupten, kann ich den Zorn der Autorin nachvollziehen.

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TrainSportIng

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Noch nie hat ein Film mich dermaßen zum nachdenken angeregt.
Ein sehr emotionaler, aber auch langer Film über die Höhen und Tiefen in der Beziehung .
Adele's Gefühlswelt und ihr Weg zum Erwachsenwerden wurden in 3 Stunden sehr gut umgesetzt.

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strawberryblonde

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Bewertung9.0Herausragend

Selten habe ich Schauspielerinnen so spielen sehen. Selten war ich so berührt.

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Gabster

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Bewertung7.5Sehenswert

BLAU IST EINE WARME FARBE ist ein idealer Film für all jene, denen ihre eigene krisengebeutelten Beziehungen im Alltag noch nicht ausreichen und sich gerne nach getanem Streit ähnliches noch mal bei anderen Menschen ansehen. Leuten wie mich halt. Der Ansatz einer realistischen Beziehung ging mir dann aber doch schon ein bisschen weit. Realismus ist natürlich als Anspruch erstens völlig sinnfrei und hat im Kino eigentlich nichts zu suchen, zweitens ist es auch unglaublich langweilig. Wie Alfred Hitchcock schon mal sagte: Wenn wir unsere Filme jetzt an der Realität messen, bleibt uns nichts anderes übrig, als Dokumentarfilme zu drehen. Und die mochte er ja bekanntlich nicht besonders. Dass BLAU IST EINE WARME FARBE trotz fehlgeleitetem Ansatz doch noch ein mehr als beachtlicher Film geworden ist, ist ein kleines Wunder aber nichts desto trotz vielleicht rational nachvollziehbar:
Ein klarer Punkt, der für den Film spricht, ja vielleicht schon als Argument dafür reicht, dass dieser Film Pflicht für einen jeden Zuschauer ist, sind die Schauspieler. Genauer gesagt eine Schauspielerin. Wenn es für mich derzeit eine junge Schauspielerin gibt, auf deren weiteren Karriere ich angefixt bin wie ein Bescheuerter, dann ist das Adele Exarchopoulos (kann die Dame sich bitte einen Künstlernamen zulegen…). Was die hier leistet ist schon nicht mehr menschlich, wenn sie weint, liebt oder feiert, dann sind das greifbare Emotionen, die mich anspringen packen mitreißen und das Gefühl geben ich bin mittendrin in ihrem Gefühlchaos. Emotionen nicht nur spielen sondern dem Zuschauer quasi um die Ohren hauen, ist eine Gabe und Frau Exardingenskirchen hat das drauf, die hat das verdammt noch mal drauf. Dagegen geht Lea Seydoux in ihrer Rolle völlig unter, ist aber nicht weiter tragisch, Exar… (Künstlername please!) könnte mir auch eine Liebesgeschichte mit einem halbwegs ansehnlichen Umzugskarton vorspielen und ich würds ihr abkaufen. Nichts für ungut Lea, ich mag dich echt, aber nur wenn du nicht grade neben einer Naturgewalt spielst.
Regisseur Kechiche (was sind das eigentlich für Namen in diesem Film???) fällt gelegentlich auf die alte Verwechslung von Realismus und Glaubwürdigkeit rein (nicht immer, wahrscheinlich sogar nichtmal meistens aber doch manchmal) und hier und da hatte ich das Gefühl, der Kameramann täuscht einfach gerne einen epileptischen Anfall vor, aber das kann die Intensität dieser Liebesgeschichte nicht wirklich schmälern. BLAU IST EINE WARME FARBE zieht jede seiner Szenen enorm in die Länge, Kechiche lässt sich Zeit für Beobachtungen und spielt nicht im Entferntesten mit der Idee, abzublenden, ehe nicht alles, was zu dieser Szene gezeigt werden könnte, auch gezeigt wurde. Das gilt übrigens auch für die Sexszenen, alle, die sich gerne an Sexszenen, die nichts zur Story beitragen, abstoßen (nicht doppeldeutig gemeint) sei also von diesem Film abgeraten. Es gibt Szenen, denen das eher schadet als nützt, etwa mindestens einem der unzähligen Vorträge über Kunst und/oder den Vorzug weiblicher Orgasmen gegenüber männlichen. Da wäre weniger vielleicht mehr gewesen. Andere Szenen profitieren aber wie Bolle davon und gewinnen eine fast nicht auszuhaltende Intensität. Nach der Streitszene musste ich den Film erstmal pausieren und n Schluck Wasser trinken so fertig war ich.
Aber nicht nur emotional hat der Film den Bogen raus, auch intellektuell. Zugegeben die ganze sozialrealistische Schiene gerät manchmal ein wenig zur bemühten Erdung und die Sozialkritik ist auch besser, wenn sie subtil daher kommt wie etwa in den beiden Essensszenen (es wird verdammt viel gefuttert in diesem Film) mit den jeweiligen Eltern. Wie Adeles mittellose Eltern Spaghetti-schlürfend von Emma wissen wollen, wie sie denn ihre Künstlerkarriere finanzieren will und im Gegenzug Emmas Eltern über ein paar Austern hinweg Adele Vorwürfe machen, dass sie nur auf finanzielle Sicherheit, nicht aber auf individuelle Entfaltung setzen würde, ist ganz ganz groß und definitiv die beste Stelle des Filmes. Und einen kleinen schalen Nachgeschmack gibt diese Geschichte der alles umwälzenden Streitszene (siehe oben), wenn Emma Adele vor die Tür setzt und die ihr zuruft: Wo soll ich denn noch hin?, als ich mir dann nicht mehr ganz sicher war, wen sie eigentlich liebt: Emma oder deren finanzstarke Eltern…
Trotz Realismus (oder grade deswegen?) gerät der Film oft etwas in Klischees: Adele ist die introvertierte junge Frau aus ärmlichen Verhältnissen, die durch Integrität und Fleiß ihr Leben stemmen will und dann ihren extrovertierten, aufregenden Gegenpart trifft, der sie diesem Trott entreißt und in die Welt der Kunst, der sexuellen Freiheit und der intellektuellen Gespräche einführt. Ja, das hatten wir schon oft und nicht selten auch noch eindrucksvoller aber das heißt nicht, dass es hier nicht auch funktionieren würde. Der Film gewinnt einiges durch die –strenggenommen völlig funktionslose- erste Stunde, in der Adele noch mit ihrem langweiligen Mitschüler Thomas anbändelt, der nachdem er zunächst als Hauptfigur aufgebaut wurde, dann keine Funktion übernimmt und auch recht schnell wieder für immer verschwindet. In jedem Drehbuchseminar würde einem das um die Ohren gehauen werden aber es gibt ja auch nichts langweiligeres als Drehbuchseminare. Da sagt uns der Film nämlich gleich, dass es nicht um eine Liebesgeschichte geht sondern um das Erwachsenwerden, bei dem halt nun auch mal hin und wieder geliebt wird. Ob Adele am Ende wirklich erwachsen ist, ist schwer zu sagen, aber sie ist sicher nicht mehr die, als die wir sie kennengelernt haben.
Eins noch: Am besten ist der Film, wenn getanzt wird. Ich bin generell der Meinung, dass jeder Film mindestens eine starke Tanzszene braucht und BLAU IST EINE WARME FARBE hat mindestens sieben. Denn neben Essen und Ficken tut Adele das scheinbar am liebsten. Und so wie Adele auch immer am Ausgelassensten wirkte, wenn sie mal tanzt, war ich auch am besten drauf, wenn sie es tat. Da brauch ich dann auch keine Handlung, die übrigens hier gerne mal für einige Zeit stagniert.

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pischti

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Schöner Kommi. War lange etwas abgeschreckt von 180 Minuten Laufzeit, aber wahrscheinlich geht die Zeit schnell vorbei. Dein angesprochener Realismus, die guten Darsteller, das klingt einfach richtig gut.


Gabster

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Wenn man grad mal 3 Stunden Zeit hat, vergehen die hiermit tatsächlich recht flott. Das ist nicht das Problem. Und wenn realistische Dramen was für dich sind, machst du hier wohl kaum was falsch.


SpiceWeasel

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Bewertung9.5Herausragend

Meine Kritikpunkte:

- Adèle Exarchopoulos (Adele) schaut den gesamten Film über immer melancholisch oder verloren in die Gegend selbst wenn es ihr anscheinend gut geht

Thats it!

Gefühlsmeisterwerk!
Brillant zeigt der Film ohne viele Worte das Gefühl vom ersten kribbeln, die Anspannung im Bauch wenn man bemerkt das da viel mehr Emotionen als Freundschaft für das Gegenüber da sind und die Angst sich dem hinzugeben mit all seinen Konsequenzen.

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Malko

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein in wunderschönen Bildern (Nahaufnahmen) erzählter Film über eine frische, sapphische Liebe. Wenn auch manche Sequenzen zu langatmig geraten sind. Doch damit will uns der Regisseur einen Teil des gewöhnlichen Lebens, aber auch die komplette Euphorie und Enttäuschung die die junge, entzückende aber naiven Adèle erlebt, nahe bringen.

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vicktoria.piekarz

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich fand den Film sehr Spannend, eigentlich ist es wieder einer meiner lieblinge geworden... dieser Film hatte so eine Atmosphäre die ich bei Filmen bevorzuge nämlich schwierig und explizit.... Meiner Meinung nach sollte es mehr solche Filme geben ... Ich fand auch mal ab zu das verhalten von Adele manchmal etwas nervig aber ansonsten schön.Werde ich mir auf jeden Fall irgendwann nochmal angucken.

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Blob

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Bewertung9.0Herausragend

Liebesfilme sind eigentlich absolut nicht mein Fall, selbst wenn es Liebeskomödien sind bin ich meist vorsichtig... Warum ich dann "Blau ist eine warme Farbe" mag fragt ihr euch? Böse Zungen werden munkeln es liegt an den unverblümten und langen Sex-Szenen... falsch!!!

Ich mag diesen Film, weil er realitätsnah und nachvollziehbar ist. Diese ganzen Liebesfilme aus Hollywood mit ihren immer gleichen Handlungsverläufen und den immer gleichen Happy-Ends gehen mir ziemlich auf den Sack!
Happy-Ends gibt es hier zwar auch... äääh... naja egal. :-P
Die Natürlichkeit von "Blau ist eine warme Farbe" kommt durch die beiden überragenden Hauptdarstellerinnen, die ich beide vor dem Film noch nicht kannte. Beide geben hier sichtlich alles und ihr Spiel fesselt.

Das die Liebesgeschichte mit knapp drei Stunden ein ziemliches Brett ist kann ich verzeihen, ich war hin und weg. Hier kann sich Hollywood eine dicke Scheibe abschneiden!

- Blob

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longus69

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Bewertung7.5Sehenswert

Her mit den kleinen Französinnen...

Aber Schurz beiseite...;-)

Realismus und Naturalismus sind definitiv Begrifflichkeiten die auf diesen Film zutreffen, der so nah bei seinen Mädels bleibt dass man(n) manchesmal meinen könnte einer Doku beizuwohnen und der positiv als auch negativ ungemein zerstörerischen Kraft der dargestellten ersten Liebe (...allgemeingültig ohne verbindliche geschlechtliche Aussage...) gleich im Dutzend Facetten abgewinnt, die man selbst in seiner Coming-Age-Ära hatte...
Aber gerade die vieldiskutierte langgezogene Sexszene entzaubert eher das Umfeld der beiden, da sie in ihrer überschwenglichen Kamasutra-Mentalität mehr einer reinen Männerfantasie gleicht, als dem sonst dargestellten Normalismus ohne Schminke ,inklusive Rotz und Wasser und Nudelsauce, dessen Kamera keine Totalen zu kennen scheint...
Unterm Strich bleibt aber großes-kleines Kino dass unaufgeregt große darstellerische Kunst und Regietalent erkennen lässt...(losgelöst von der künstlerischen Differenzdebatte im Umfeld des Films)...und vielleicht nicht 180 min. vonnöten gewesen wären...;-)

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Malko

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"...reine Männerfantasie gleicht?" Wieso? Bist du eine Frau?


longus69

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Nee... grade nicht ... `n Mann... und ich kenn doch meine Fantasien ... ;-)


derblonde

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Bewertung7.0Sehenswert

Überlanges, aber sehenswertes Drama mit zwei tollen Hauptdarstellerinnen. Gerne begleitet man die beiden über mehrere Jahre hinweg. Dass der Film noch wunderschön gefilmt ist, erleichtert die Zugänglichkeit zudem. Einzig die viele Flennerei von Adele, deren Handeln man nicht immer nachvollziehen kann, stört.

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relF

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Volle Zustimmung!


lili1000

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film ist wirklich total toll und ist gefühlvoll, emotional und die (Mmn) Hauptprotagonistin-Adele-erlebt während des Filmes eine extreme Wandlung ihrer selbst. Die Liebesgeschichte ist sehr tief, tiefgründig und tiefgreifend und ich würde sie (die Liebesbeziehung) mit-falls das jmnd. kennt-mit Blaire und Chuck (aus Gossip Girl) so ein bisschen vergleichen (von der Intensität, nicht wegen den Intrigen). Ein paar Sachen haben mich aber gestört (diese können SPOILER!!! enthalten):

1. -zum Anfang bzw. zu den Anfängen des Filmes-auf einmal erkennt Adele-natürlich mal eben so-das sie wohl auf Mädchen steht und stellt sich-die damals noch wildfremde Emma-als Bettgespielin vor, trotzdem kommt sie mit diesem Thomas zsm. und schläft mit ihm, weil sie wohl denkt es würde ihre Gefühle-nicht nur für diese eine Mysteriöse Frau-später bekannt als Emma-torpedieren, sondern sie auf wundersame weiße wieder hetero machen.

2.es scheint Adele ganz und gar nicht recht zu sein das sie lesbisch ist oder lesbisch sein könnte, sie bestreitet nämlich nicht nur in der Lesbenbar gewesen zu sein-wo sie ja Emma wiedergetroffen hat-sondern streitet vehement jegliche lesbische Ader ab, die man ihr unterstellt.

3. obwohl Emma in einer festen Beziehung ist-seit 2 Jahren-machen die auf einmal miteinander rum.

(und jetzt zu den Sachen die mich echt gestört haben):

4. man Adele ist ja echt eine Schlampe, kaum knutscht sie je einmal mit Thomas und später mit Adele rum, schläft sie schon mit ihnen

5. diese erste "Sex Szene"-mit Adele und Emma-geht gefühlte 100 Stunden-ich frage mich was man sich dabei gedacht hat

6. auf einmal spielen diese angeblichen Freunde von Adele, die sie ja als lesbisch beschumpfen haben/hatten u. sozusagen gemobbt haben keine Rolle mehr

7. nachdem sie echt schon lang zsm. sind u. Emma Adele sogar ihren Eltern vorgestellt hat kommt Emma nicht mal zu Adeles Geburtstag, dann aber besucht sie sie doch-leider behauptet aber Adele-Emma seie ihre Nachhilfelehrerin-was ich hierbei kurios finde, ist die Tatsache, dass Emma das überhaupt nicht schlimm findet, dass Adele nicht zu der Beziehung steht-vor ihren Eltern- u. dass obwohl sie zsm. auf einer Art Loveparade waren u. alles eig. geklärt sein müsste.

8.es gibt eindeutig zu viele Sexszenen, aber immerhin werden sie mit der Zeit kürzer

9. dass ganze gezoome auf Adeles nackten Körper, als Emma sie nacktmalte hätte man sich eig. auch sparen können

10.auf einmal wohnen sie dann zsm. u. Adele ist Lehrerin (was sie ja immer werden wollte) und sie steht vor Emmas Freunden auch zu ihrer Beziehung, aber ihr ist es anscheinend unangenehm über Sex zu reden u. sie fühlt sich iwie unwohl u. sie ist eifersüchtig auf so ne Frau, die anscheinend die Ex von Emma ist (die schwangere-mit der Emma die ganze Zeit rumhängt).

11. man bekommt langsam das Gefühl, die bekommen Beziehungsprobleme, denn Emma will nicht mehr mit Adele schlafen u. iwann kommt Adele mit der Tatsache an, dass sie Emma betrogen hat (mit einem Mann)

12. Adele sagt sie würde nur Emma lieben u. hätte nur mit ihm geschlafen weil sie einsam war aber iwie hat man auch das Gefühl es war wieder ein Versuch von Adele, dass sie vlt. doch nicht lesbisch sein könnte (versteht man was ich meine-wer sieht das auch so-sehe ich das vlt. falsch?)

13. obwohl Adeles Eltern im weiteren Film keine Rolle mehr spielen-hat man nicht das Gefühl, dass sie wissen, das Adele zsm. mit ner Frau lebt u. auch in der Schule, in der sie arbeitet, weiß es keiner-deshalb baggert sie ja auch der Typ, mit dem Adele dann später schläft, andauernd an

14. auf einmal ist Lehrerin ihr Traumjob was früher nicht wirklich so klang u. hauptsächlich wohl an ihrer Erziehung a la "mach etwas was Geld bringt" liegt/bzw. lag-denn jetzt ist es wie gesagt-auf einmal ihr Traumjob-hat das jmnd. auch so empfunden oder hab ich den Film einfach nicht verstanden?

15. nach der Trennung heult Adele noch öfter als sonst schon

16. 3 Jahre später sprechen sie sich aus, haben fast Sex in einem Restaurant u. Emma bekundet, das sie Adele nicht mehr liebt, aber immer etwas für sie empfinden wird u. das der Sex mit ihrer neuen Freundin (die schwangere Frau auf die Adele einst so eifersüchtig war) schei*ße ist.

17. trotzdem geht Adele zu der Ausstellung, die Emma hat (gefühlt noch mal 3 Jahre später), denn Emma lebt jetzt mit der damals schwangeren Frau zsm. u. das Kind-ein Mädchen-ist 3 Jahre alt-auf einmal ist außerdem die rede von "es ist nicht so einfach mit 2 Kindern"-ob damit ein 2.tes Kind gemeint wird oder Emmas Lebenspartnerin weiß ich allerdings nicht so genau

18. danach haut Adele ab-immer noch tot traurig u. wird von dem ehemaligen Schauspieler-jetzt Immobilienmakler-nicht nur gefragt, ob sie schon in New York war, sondern nach ihrem heimlichen Abgang auch verfolgt. Sie geht weg u. es wird nicht nur klar, dass der Film endet, sondern auch, das der Typ wohl Interesse an ihr hat. Für ihre Zukunft kann man sich jetzt eine schöne neue Beziehung mit dem typ, eine New York Reise u. eine normale Lehrerlaufbahn vorstellen-in weiterer Zukunft würde ich auch eine Wiederaufnahme der Adele-Emma Beziehung sehen-nach wie vor, finde ich den Trennungsgrund etwas lächerlich...

mögliche SPOILER ENDE!!!!

Fazit: der Film ist total toll, etwas besonderes und emotional, die Hauptprotagonistin-meines Erachtens Adele-erlebt eine Wandlung, die sie zu jemand anderem werden lässt, auch Emma erlebt eine Wandlung. Schlecht finde ich unter anderem, die vielen und teilweise viel zu langen Sexszenen, das die Schauspielerin von Adele nur diese Ausdrücke im Gesicht hat:

Geil, als hätte sie bei jedem schei*ß (zum Beispiel als sie auf dem Wasser treibt) einen Orgasmus, Lippen lecken-auch wenn das kein Gesichtsausdruck ist, heulen, unschuldig/süß, unschuldig/ich mach auf dummes, naives, braves Mädchen (vor allem am Anfang des Filmes u. wo sie sich bei der Party so unwohl fühlt), "ich bin total schüchtern, halte mich selbst für hässlich u. bin sehr verunsichert u. noch mehr heulen u. leiden u. begehren-sonst nix.

Außerdem denkt man sich während des Filmes-wird er eine Handlung haben?-was ich mit Ja beantworten kann, außerdem werden viele angeschnittene Themen-wie zb:. lesbenfeindliche Schülerinnen, ob Adele jetzt ganz lesbisch ist oder bi oder doch hetero u. Emma nur was besonderes war (ich glaube bi), dann ob ihre Eltern je von der Beziehung zu Emma erfahren haben und das Ende fand ich etwas offen und traurig (weil sie ja nicht mehr zsm. kommen), auch die Zeitsprünge-die man ohne dass man es sagt-teilweise nicht wirklich so ganz mitbekommt, halte ich für ein Problem u. ob es außerdem wirklich nötig gewesen wäre-so viele nackt u. teilweise nackt aufnahmen von adele, adele wie sie schläft (von nahem-ganz am Anfang u. nicht sehr erotisch) u. Adele beim Essen von Spaghetti-wo sie denn ganzen Mund voller Sauce hat-zu machen und sie dabei zu filmen-ich wage es zu bezweifeln-außerdem finde ich Spaghetti ein äußerst unerotisches Essen u. schon wie sie es bei der Party geschöpft hat war einfach iwie eklig.

Fazit (kurz): wer einen besonderen, tollen, emotionalen Film über Lesben sucht, der wird sich hier freuen, der Film ist auf eine besondere Art tiefgreifend, er lässt mitfühlen u. die Geschichte ist super u. spannend, Adele u. Emma sind beide super Rollen (auch wenn man das von beiden anfangs nicht denkt-wobei ich mich mit Emma schneller anfreunden konnte), denn sie sind vielschichtig, interessant, sehr gegensätzlich (auch als Paar später dann) und beide sind etwas besonderes-vor allem Adeles angebliche Besonderheit u. ihr "toller Gesichtsausdruck" u. das sie ja so inspirierend wäre u. das sie so toll schrieben könne wird mehrmals betont (alle finden sie ja sooo toll). Der Film hat zwar ein paar Schwächen (die meisten nicht weiter schlimm-bis auf das traurige Ende, das ist einfach echt traurig), aber es ist ein toller Film. Insgesamt ist es einer der besten Filme, die ich dieses Jahr gesehen habe u. nach Raus aus Amal der zweitbeste Lesbenfilm, der mir auf die schnelle einfällt. (Auch wenn man die Filme gar nicht miteinander vergleichen kann-finde ich u. ich auch nicht besonders viele Lesbenfilme kenne-an der Zahl 3 -mit dem hier-glaube ich, zu meinen)

Fazit: empfehlenswert

Grüße Julia

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Hate

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Wieso stören dich Sachen, die elementarer Teil der Geschichte sind? Ohne die wäre der Film doch total langweilig.. also Adele kommt aus einfacheren Verhältnissen und ist sehr konservativ erzogen.. geht auch in einer Gegend in die Schule, wo Homosexualität nun mal nicht als normal gilt. Deshalb ist es ganz normal, dass sie das erstmal nicht wahrhaben will, nicht sein will.. und Emma weder ihren Freunden, noch später ihren Eltern als Partnerin vorstellt. Ja, Adele traut sich nicht wirklich Künstlerin zu werden, bzw. traut es sich selbst nicht zu.. und ja, das liegt an ihrer konservativen Erziehung. Ich finde gerade das sind die Stärken des Films.. das wird übr. auch das Problem zwischen Emma und Adele, die beiden verstehen sich gegenseitig nicht so wirklich, also die Sorgen und Probleme der Anderen... deshalb war nur logisch, dass die Beziehung irgendwann in die Brüche ging. Adele hat sich nicht verstanden gefühlt und wurde immer einsamer, hat deshalb eine Affäre gesucht, bzw. war jedenfalls dafür zu haben. Ich sehe die Zukunftsaussicht deutlich düsterer.. Emma und Adele hatten viel Leidenschaft füreinander, aber die Beziehung hat nicht funktioniert, anders Emmas neue Beziehung. Emma wird nie wieder zu Adele zurükkehren.. Adele kommt aber bis zum Ende nicht damit klar.. und ich pers. hab sogar befürchtet, der Film endet mit Selbstmord. Aber das hätte dann auch nicht zu Adele gepasst... sie wird wohl noch einige Zeit einsam sein - und dann irgendwann jemanden neues kennen lernen. Ob sie bisexuell oder lesbisch ist spielt eigentl. keine Rolle, ich denke der Film will auch zeigen, dass es dieser Einteilungen nicht bedarf. Sie ist einfach offen für beide Geschlechter, wie man ja sehen kann..

Und ja, die übertriebenen Sexszenen sind def. ein Problem des Films, aber nicht mal das Hauptproblem mMn... denke auch, dass die Beziehung immer viel zu oberflächlich bleibt, deshalb auch verständlich, dass du die Trennung nicht wirklich verstanden hast. Die Unterschiede der beiden werden zwar öfters angedeutet und auch das Ergebnis ihrer Probleme offenbart sich.. aber richtig in die Tiefe der Beziehung lässt uns der Film nie blicken.


lili1000

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ich habe gehört das es einen Buch zu dem Film gibt, an dessen Ende sich Adele (die im Buch aber anscheinend iwie anders heißt-glaub Claudelle oder so...) umbringt=Selbstmord-das wäre aber finde ich gar keine Option für den Film, denn das fände ich persönlich sehr furchtbar.

Außerdem finde ich deine Antwort gut. Danke dafür. Hat mir sehr weitergeholfen. Du hast recht, die Beziehung bleibt wirklich sehr oberflächlich-das war mir gar nicht so ganz klar gewesen im Film...


mesturet

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Bewertung6.5Ganz gut

Nicht schlecht, aber nun auch nicht sonderlich überragend, sodass meines Erachtens viel zu viel Wirbel um den Film gemacht wurde. Figuren waren gut, aber allgemein nur ein OK. Vielleicht auch einfach deswegen, weil er viel zu langatmig war.

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cj durden

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich habe lange drauf warten müssen, bis ich diesen Film endlich sehen durfte, da ich zum Kinostart keine Zeit hatte. Alles was ich zu "Blau ist eine warme Farbe" gehört habe, hat sich grandios angehört. So war ich sehr froh, als ich mir die DVD holen konnte und nachdem ich ihn jetzt gesehen habe, kann ich mich den ganzen Lobeshymnen nur anschließen. Es wird eine wunderbare, beinahe märchenhafte, Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen erzählt, welche so realistisch und nah wirkt, dass der Funken mehr als einmal überspringt. Und auch, wenn der Film an die 3 Stunden dauert, verfliegt die Zeit einfach. Emma und Adele sind so interessant und sympathisch, dass man einfach mit ihnen in allen Phasen ihrer Liebe mitfiebert, ob es nun Schmerz, Leidendenschaft, Freude oder Enttäuschung ist. Der Fokus im Film bleibt dabei immer bei Adele und ihren Gefühlen und schlägt keine weiteren Nebenhandlungen auf. So war ich auch erstaunt zu bemerken, dass die Intoleranz gegenüber gleichgeschlechtlichen Paaren zwar ab und zu erwähnt wird, aber nie omnipräsent erscheint. Sie sind wie ein "normales" paar.

Der Grund, wieso es keine höhere Punktzahl von mir gibt mag jetzt zwar etwas prüde klingen, aber ab und zu waren mir die Sexszenen doch etwas zu lang.

Zum Schluss bleibt mir zu sagen: Schaut diesen Film! Eine derart intensive, erotische , als auch rührende und aufrüttelnde Liebesgeschichte findet man nicht sehr oft.

P.S.: Kann mir jemand noch weitere Vertreter des französischen Queer-Cinemas empfehlen, abgesehen von Dolans Filmen ( obwohl diese natürlich eher kanadisch sind ^^)?

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uncut123

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

wenn ich drei stunden durchhalten soll dann müssen mir die figuren gefallen...und das tun sie! sehr schöner film

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FelixxMüller

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Bewertung5.0Geht so

“extraordinary, prolonged popping-candy explosion of pleasure, sadness, anger, lust and hope” so betitelte der Daily Telegraph "La vie d’Adèle – chapitres 1&2".

Doch auf große Erwartungen folgen oftmals große Enttäuschungen. So gerne ich auch bei diesem Streifen mit den Beifallsäußerungen der allgemeinen Zuschauerschaft d'accord gegangen wäre, so leicht fällt es mir nun im Nachhinein die Frage in den Raum zu werfen, wie die Jury der Filmfestspiele von Cannes um Steven Spielberg, Ang Lee und Nicole Kidman diesem Film bloß die Goldenen Palme verleihen konnte.

Zugegebenermaßen ist die schauspielerische Leistung der beiden Hauptdarstellerinnen mehr als ordentlich und soll hier auch in keinster Weise geschmälert werden. Vor allem Adèle Exarchopoulos als Adèle weiß in vielen Szenen zu überzeugen und lässt den Zuschauer an vielerlei Stellen spüren, mit welcher inneren Unsicherheit bezüglich ihrer sexuellen Identität die Protagonistin hier zu kämpfen hat. Auch das in meinen Augen konsequente Ende konnte Pluspunkte bei mir sammeln. Allerdings kann dieser Umstand nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Film über weite Strecken doch inhaltlich und technisch ziemlich belanglos und konventionell bleibt.

Immer wieder bekam ich das Gefühl vermittelt, dass Abdellatif Kechiche nicht wirklich etwas Neues zu erzählen hat. Denn sehen wir einmal von der Tatsache ab, dass hier die Liebesgeschichte zweier Frauen im Vordergrund steht, so sollte uns doch allen recht schnell klar werden, dass der Film sofort jegliche Aufmerksamkeit und Brisanz verlieren würde.

Mir scheint es fast so, als ob hier lediglich unter dem Deckmantel der angeblichen Toleranz für gleichgeschlechtliche Sexualität ein Film umjubelt wird, der doch viel weniger von dem ist, was er vorgibt.

Natürlich bergen die Bilder die der Streifen zu bieten hat eine gewisse Ästhetik, jedoch gleicht es schon fast einem Armutszeugnis des Regisseurs, wenn er uns unter dem Vorwand einer möglichst realistischen Darstellung der Ereignisse, immer und immer wieder die selben Kameraperspektiven vor Augen führt.
Das alles lässt mich bloß zu dem Entschluss kommen, dass der Film gehöriges Potenzial verschenkt und nicht mehr als Durchschnittskost ist.

Wie sehr hätte ich mir doch gewünscht der Film wäre genau das: "extraordinary".
Doch letzten Endes fehlte es ihm ironischerweise vor allem an Einem:
- Dem Mut zu etwas Neuem.

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dannydiaz

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ja muss schon sagen, sehr gut und respektvoll argumentiert. naja, so unterschiedlich kann die Rezeption eines Films sein. hängt natürlich immer mit persönlichen Erfahrungen, Werten und Vorstellungen zusammen. Oder auch Tagesform.
Wie auch immer, der Kommentar von Jenny von T fängt das Feuer des Films gut auf, lies mal rein
http://www.moviepilot.de/movies/blau-ist-eine-warme-farbe/comments/850778


FelixxMüller

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Der Kommentar ist wirklich schön geschrieben. Und viele der Punkte die sie bzw. du ja auch schon angesprochen hast, kann ich auch ohne Weiteres nachvollziehen.
Im Endeffekt liegt es wohl wirklich an der subjetiven Wahrnehmung, die uns da zu verschiedenen Ansichten führt.
War auf jeden Fall eine interessante und vor allem sachliche Konversation.
Genau dafür schätze ich die Moviepilot-Community ;-)
Auf das noch weitere folgen werden!


Muxi92

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Bewertung9.0Herausragend

Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal schreiben würde: Mir waren die Sexszenen zu lang.

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