Brothers - Zwischen Brüdern
Brødre (2004), DK Laufzeit 110 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 31.03.2005
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von Susanne Bier, mit Connie Nielsen und Ulrich Thomsen
Michael (Ulrich Thomsen) hat alles unter Kontrolle: Eine erfolgreiche Karriere beim Militär, eine wunderschöne Frau (Connie Nielsen) und zwei Töchter. Sein jüngerer Bruder Jannik (Nikolaj Lie Kaas) ist ein Herumtreiber, immer an der Grenze der Legalität. Als Michael nach einem Einsatz in Afghanistan vermisst wird, kümmert sich Jannik um Sarah. Sie ist erstaunt, dass der angebliche Taugenichts auch Verantwortung übernehmen kann. Aus Zuneigung wird mehr, doch dann kehrt Michael aus der Gefangenschaft heim.
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Cast & Crew
-
Susanne Bier
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Connie Nielsen
-
Ulrich Thomsen
-
Nikolaj Lie Kaas
-
Bent Mejding
-
Solbjørg Højfeldt
-
Sarah Juel Werner
Regie
Schauspieler
-
Rebecca Løgstrup
-
Lene Maria Christensen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jeanette
-
Susanne Bier
-
Anders Thomas Jensen
- Genre
- Familiendrama, Drama
- Ort
- Afghanistan
- Handlung
- Bruder-Bruder-Beziehung, Gefangener, Krieg
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Drehbuch
Filmdetails Brothers - Zwischen Brüdern
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Kritiken (1) — Film: Brothers - Zwischen Brüdern
Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschen"Brüder" ist ein kühles Melodram aus der Mitte des Lebens. Eindringlich, immer nahe an der Gegenwart zeigt er, was der Krieg mit Menschen macht, und was er mit uns zu tun hat. Ohne Kitsch oder erhobenen Zeigefinger. Man fragt sich traurig und etwas resigniert, warum solche Filme nie in Deutschland gemacht werden.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (6) — Film: Brothers - Zwischen Brüdern
Kommentar schreibenfkfilmkritik 2011/11/24 21:26:12
Kommentar löschenWer auf den Hollywood-Touch und Jake Gyllenhaal verzichten kann, sollte sich - wie eigentlich immer - unbedingt das Original von "Brothers" aus Dänemark ansehen und wer sich von dem Film wirklich umhauen lassen will, lässt strickt die Finger vom Trailer zum Original als auch Remake, denn die Spoilern ohne Ende. Ich musste die Erfahrung machen, weil ich zuerst auf das Remake dadurch gestoßen bin.
Über die Story will ich deswegen auch nicht viel sagen. Es ist ein Filme, der sich mit den Schicksalen, welche durch Krieg entstehen abseits des Schlachtfeldes widmet. Dabei geht es dann (wie meistens) um Verlust im Kampf. Von dieser Sorte hab ich ehrlich gesagt wenig gesehen. Reizt mich aber jetzt auf jeden Fall.
[Spoiler]
"Brothers" dient dabei gekonnt zwei Reize aus. Zum einen die Veränderungen, die nach dem Verlust eines Menschen auftreten und die Reaktion auf ein Wiederkehren, womit man nie rechnete. Zum Glück zeigt der Film dabei eine Nebengeschichte, dass dies nicht so ad absurdum oder besser gesagt lächerlich wirkt wie bei "Pearl Harbor".
[Spoiler]
Denen die sich wegen den bekannten Schauspielern das Remake ansehen wollen, sei gesagt sein, dass die Dänen in keinster Weise an Leistung sparen. Besonders Ulrich Thomsons Leistung ist mehr als bemerkenswert und sogar die Kinder sind toll. Das charakteristische Drama funktioniert weitestgehend glaubwürdig, wenn es auch ein wenig sehr das "Guter Sohn, schlechter Sohn"-Klischee ergreift.
[Spoiler]
Außerdem fand ich, dass man sich mehr Zeit hätte lassen können, bis der zurückkehrende Bruder Verdacht schöpft, wegen dem Verhältnis zwischen Jannik und Sarah.
[Spoiler]
Die Geschichte wird gut erzählt. Die meisten Wendungen gelingen und sind wirklich stark umgesetzt, dass ich mehr und mehr bereute den Trailer gesehen zu haben. Inszenatorische Perfektion sollte man aber nicht erwarten. Man sieht dem Film sein geringes Budget, was sich aber nie als offensichtliches Problem herausstellt.
Fazit: Ein wirklich sehenswerter Film. Wird zum Ende wirklich spannend, berührend und harte Kost, die sehr doll aufs Gemüt schlägt. Ein sehr guter, aber nicht perfekter Film.
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Mr. Pink 2011/04/16 14:04:22
Kommentar löschenInszenatorisch hat mich der Film nicht gerade aus den Socken gehauen. Obwohl er keinesfalls schlecht gemacht ist, finde ich, dass doch noch ein bisschen mehr drin gewesen wäre.
Inhaltlich ist "Brødre" dafür sehr gut. Man bekommt ein tolles Drama geboten, mit einer Story, die sich langsam und bedächtig aufbaut, es aber trotzdem schafft den Spannungsbogen durchgängig zu halten, und den Zuschauer bis zum Ende hin fesselt. Auch dank der großartigen Schauspieler also durchaus sehenswert!
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Olliebollie 2011/04/02 23:53:27
Kommentar löschenSehr emotional-stimmiger und intelligenter Film. Die Charaktere sind glaubhaft, ihre Einstellungen und Handlungen sind nachvollziehbar umd man wird mitgerissen. Das Kriegsgeschehen veraendert die Einstellungen der Protagonisten von einem Tag zum anderen und damit alle Beziehungen - zwischen Bruedern, Ehepaar, Eltern und untereinander. Alle werden gezwungen, ihre vorherigen Werte und vereinfachten Ansichten zu ueberdenken, als der Alltag zusammenbricht - "There is no right or wrong and only one truth remains: that I love you". (Interessant, dass der Realismus des Films unterstuetzt wird von der Kamertechnik der schattenhaften, schwarzen 'Einrahmung' des Bildes. Bier konnte mit diesem exzellenten Film in Hollywood einsteigen, wo sie dann versuchte, die gleichen Close-up Kamera-Einstellungen und andere Tricks zu kopieren - was bei den amerikanischen Stories allerdings nicht klappte.)
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dbeutner 2010/04/05 16:07:26
Kommentar löschenSusanne Bier inszeniert mit Nikolaj Lie Kaas und Ulrich Thomsen - das kann doch gar nicht schlecht werden, oder? Nun, zunächst sind die beiden genannten Hauptdarsteller schlicht großartig, gar keine Frage - und der dramatische Bogen, den Bier gespannt hat, auch der ist wie aus dem Drama-Bilderbuch. Spannend, zunehmend dicht, mitreißend. Und jetzt folgt - das Aber:
Aber: Wenn jemand für eine Brüderstory einen Soldatenhintergrund wählt, dann sollte man sehr vorsichtig sein mit der Aussage: "Ich wollte keinen politischen Film drehen." (wie sie im Interview sagt). Zwar mag Susanne Bier ihre persönliche Meinung zurückgehalten haben, weil es ihr eben nicht um diese ging, aaaber: "Kaputt" gemacht haben den ehemals so zivilisierten (das ist definitiv die Behauptung des Films!) Michael eben diese ganz ganz bösen Taliban mit ihren perversen Spielchen. Und zack, schon ist's politisch, und nicht nur das, sondern: politisch einseitiger Bullshit. Dagegen steht nur das tolle Zitat, dass Connie Nielsen (ist gut, kommt aber nicht an die Brüder ran) nur deshalb Jeans trage, damit... (selbst sehen ;-)).
Ich würd's mir einfacher machen: Wer 'nen Soldaten heiratet, soll sich bitte nicht beschweren, dass jemand, dessen Berufsziel effektives Töten ist, aufgrund der einen oder anderen Situation irgendwann mal durchtickt. DAS wäre mal 'ne Aussage gewesen, zu der ich noch eine halbe Stunde nach Abspann geklatscht hätte. Und Nikolaj Lie Kaas ist eh viel süßer als Thomsen, der auch noch in der unpassendsten Szene seine Militärklamotten trägt...
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tuotto 2008/07/11 23:17:19
Kommentar löschenEine ähnliche Geschichte hat Georg Kaiser bereits in seinem Theaterstück "die Spieldose" bearbeitet. Die moderne Fassung von Susanne Bier zeigt eine lange Entwicklungsgeschichte und drängt Details auf 2 Stunden zusammen. Wichtige Entwicklungen werden daher im großen Tempo abgehandelt und wirken unrealistisch. Besonders die Vorfälle während des Kriegseinsatzes wären besser der Rekonstruktion durch den Zuschauer belassen, da sie ja sowieso nur als Anlass für die weitere Handlung dienen.Rückblenden und Andeutungen sind manchmal berührender als chronologische Abfolgen.
In der Umsetzung wurde viel an Potential verschenkt, was diesen Film zu einem Meisterwerk hätte machen können. Die Schauspieler sind wunderbar, aber die Figuren handeln häufig naiv und die Kommunikation zwischen den Eheleuten wirkt distanziert und getrieben.
Mit Geduld und Nachsicht alles in allem eine nette Unterhaltung.
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nordic_moviefan 2008/01/09 11:08:22
Kommentar löschenzugegeben, ich mag dänische filme sowieso, aber dieser hier liegt mir ganz besonders am herzen...
...neben vinterberg, von trier und jensen eine der angesagten dänischen regisseure. vollkommen zu recht wie ich finde, denn "brothers" trägt absolut dazu bei.
vor allem die filmparellen des lebens zu hause und der sich immer drastischer zuspitzenden situation in kriegsgefangenschaft.
ulrich thomsen ein mal herausrragend, mehr als überzeugend und eindringlich. nikolaj lie kaas und connie nielsen runden die hauptbesetzungen des films absolut ab.
ein äußerst intensiver film mit absolut großartig agierenden darstellern, einer dramatischen, zeitweise ausweglosen geschichte und der schwierigkeit die kraft zu finden, die benötig wird um geschehendes so zu verabeiten, um wieder ansatzweise zu sich selbst finden zu können.
ganz großes kino !
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