Control

Control (2007), GB/US Laufzeit 125 Minuten, FSK 12, Drama, Musikfilm, Kinostart 10.01.2008

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7.5
Kritiker
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87 Kommentare
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von Anton Corbijn, mit Samantha Morton und Sam Riley

Die Lebensgeschichte von Ian Curtis, Sänger der Band “Joy Division”, der sich 1980 selbst tötete. Der Film beruht auf dem Buch “Touching From A Distance”, das Ians Ehefrau Deborah nach seinem Tod über ihn schrieb. Ian Curtis ist 19 Jahre alt, als er Debbie kennenlernt. Wenig später sind sie verheiratet und bekommen eine Tochter. Curtis stößt als Sänger zu der Band “Joy Division”, die er mit seiner ominösen Stimme und seinem düsteren Charisma schnell zum Geheimtipp auch außerhalb seiner Heimatstadt Manchester macht. Doch er kommt mit der Aussicht auf schnellen Ruhm nicht zurecht. Eine Affäre mit der Journalistin Annik beschleunigt das Ende seiner Ehe und verstärkt seine Schuldgefühle. Epileptische Anfälle und eine schwere Depression lassen Curtis’ Abstieg in seine persönliche Hölle eskalieren. Am Abend vor der ersten Amerika-Tournee fasst er einen folgenschweren Entschluss.

Handlung

Ian (Sam Riley) wohnt als Jugendlicher in einer tristen, grauen Hochhaussiedlung in Macclesfield in der Nähe von Manchester und ist Fan von David Bowie. Als einer seiner Freunde seine neue Freundin Debbie (Samantha Morton) mit zu ihm nach Hause bringt, ist schnell klar, dass sich eine Liebesgeschichte zwischen den Beiden anbahnt. Ian ist gerade 19 Jahre alt. Wenig später heiraten sie und bekommen eine Tochter.

Ian wird Sänger

Um seine Familie zu ernähren arbeitet Ian auf dem Arbeitsamt. Als er aber mitbekommt, dass die Band Warsaw einen Sänger braucht und er die anderen Mitglieder bei einem Sex-Pistols-Konzert getroffen hat, wird er schließlich deren Sänger. Schnell wird die Band, die sich bald Joy Division nennt, zum Geheimtipp auch außerhalb von Manchester. Nach einem Konzert wird Rob Gretton (Toby Kebbell) neuer Manager der Band. Daraufhin folgen selbst finanzierte Plattenaufnahmen und ein erster Fernsehauftritt. Bald stellt sich aber heraus, dass Ian an Epilepsie leidet und ihn sogar…

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Cast & Crew


Kritiken (10) — Film: Control

Ines Walk: Filmpublizistin seit 1998

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9.0Herausragend

Ich konnte förmlich die englischen Clubs der 80er Jahre spüren, die Tristesse der Wohnsiedlung - derart brillant sind die Schwarz-Weiß-Bilder von Martin Ruhe. Auch die Leistung von Sam Riley sowie Samantha Morton heben diesen Musik-Biopic heraus. Erst wenn die Rehaugen von Alexandra Maria Lara auftauchen, verliert der Film etwas von seiner Wucht.

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countcount

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Naja so schlimm waren die Augen der A.M.Lara ja auch wieder nicht, ansonsten stimme ich Ihnen aber voll und ganz zu. ;)


fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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8.0Ausgezeichnet

In seinem Regiedebüt «Control» wirft der holländische Fotograf Anton Corbijn so ruhig wie möglich und sehr zurückhaltend einen Blick auf das Leben der Punk-Legende Ian Curtis, dem nachdenklichen Sänger der Band Joy Division.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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8.0Ausgezeichnet

Auch ohne ein Fan der “Joy Division” zu sein, ja selbst, wenn man den anhaltenden Hype um die populäre Band der Siebziger nicht versteht - diese untypische, aber rundum exzellente Filmbiographie zum früh verstorbenen Sänger Ian Curtis versteht man unabhängig: “‘Control’ ist ein persönlicher Film.

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johanna: movie-screening.de johanna: movie-screening.de

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9.0Herausragend

Control schildert einfühlsam die Lebensjahre des Musikers Ian Curtis zwischen 1973 und 1980. Diese Zeit ist geprägt durch den physisch und psychisch erlebten Kontrollverlust des Frontmanns der Band Joy Divison. Glaubwürdig und an keiner Stelle pathetisch inszeniert der Fotograph Corbijn die Geschichte in stillen ausdrucksstarken Bildern. Riley spielt achtsam und sensibel Curtis Zerrissenheit, die doch zum großen Teil seiner Jugend geschuldet ist. Höhepunkte des Filmes sind auch die zahlreichen Konzertszenen: Riley tanzt und singt als wäre er selbst zu Curtis geworden.

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Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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8.5Ausgezeichnet

Von der ersten Minute an hat mich CONTROL aufgesogen. Nur sehr sehr selten habe ich eine ähnlich gute Bild/Ton-Komposition im Kino bewundern dürfen. Diese perfekte Symbiose aus der Devision-Musik und den grobkörnigen Bildern von Meister Anton Corbijn sucht vergebens ihres Gleichen. Ein Traum. Sam Riley spielt Ian Curtis phänomenal, man möchte fast sagen er lebt ihn. Auch Samantha Morton ist wieder einmal große Klasse. Einzigste Kritik von meiner Seite aus geht an 2 kleine Szenen, in denen mir die vorgetragenen Monologe ein Stückerl zu wehmütig sind und die mich deshalb ein wenig aus dem Film gerissen haben. Und Alexandra Maria Lara: die geht auch überhaupt nicht. Passt optisch zwar super in das Bild, versaut mangels Talent aber so gut wie jede Szene in der sie auftaucht. Aber was solls. Großartiger Film. Punkt.

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plomlompom: Filmblogs

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7.0Sehenswert

Ist in seinen Story-Koordinaten für den Nicht-Fan eigentlich nicht allzu aufregend: Ist man ungewillt, sich einen zynischen Spaß aus dem Elend eines Menschen zu machen, geraten zwei Stunden Leben und Leiden des fortwährend zwischen Depression, epileptischen Anfällen, innerer Zerrissenheit und einfach generellem psychischen und physischem Unwohlsein hin und her pendelnden Ian Curtis (imitiert von Schauspieler Sam Riley) als Plot ziemlich öde. [...] Vor allem Anderen dennoch genießbar macht den Film aber sehr wohl die Schönheit der stilistisch dichten Rundumgestaltung: eine lakonische und elliptische Erzählanordnung, die sich von der Sorge um die Hauptfigur emanzipiert; ein Sich-Suhlen in wohlproportioniert komponierten und hübsch ausgefüllten Schwarzweiß-Kunstfilm-Bildern; eine themenbedingt exzellente musikalische Auswahl [...] Auch die Schauspielerschaft gestaltet ihre Präsenzen höchst genussvoll, ...

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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8.0Ausgezeichnet

„Control“ ist eine radikale Biografie von nüchterner Schönheit und eine Hommage an das Genie von Ian Curtis, dem Sänger der Gruppe Joy Division, die sich nach seinem Selbstmord in „New Order“ umbenannte. Der Film versucht dem Mythos um Ian Curtis eine Gestalt und eine Seele zu geben. Im Mittelpunkt steht das Leben jenes Mannes, das am Ende wie ein durchsichtiger, harter und kalter Kristall an seinem eigenen Herzen zerbricht und sich im Alter von nur 23 Jahren selber tötete. Der Film basiert auf den Memoiren von Deborah Curtis „Touching from a distance“, der sich damit allen erfundenen Legenden verwehrt und der Klarheit und den Brüchen der Cold Wave treu bleibt, für die die Gruppe wie keine andere stand. Gestochen scharf wird hier das Bild des post-industriellen Englands gezeigt...

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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6.0Ganz gut

Corbijn erzählt in seinem ersten Spielfilm überaus stilbewusst und -sicher, in grobkörnigen, ausgeblichenen Schwarzweißbildern die Geschichte dieses Lebens nach. Etwas zu stark womöglich konzentriert er sich dabei auf die Curtis' Liebe zu zwei Frauen [...] Was der Film an persönlichen Details und Gossip im Übermaß präsentiert, lässt er auf der Ebene von Curtis' musikalischer Entwicklung vermissen.

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patrickh: unclesallys*s, Style & the ... patrickh: unclesallys*s, Style & ...

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6.5Ganz gut

Zwar nimmt sich Anton Corbijn in seinem Kinodebüt die Lebensgeschichte von Joy Division-Sänger Ian Curtis vor, doch den klassischen Biopic-Konventionen entspricht „Control“ nicht so richtig. Von der Jugend und den Bandanfängen, der Ehe mit Debbie und der Affäre mit der Journalistin Annik, der Epilepsie, den Medikamenten und dem frühen Selbstmord erzählt der Neu-Regisseur ausgesprochen unpathetisch und manchmal fast zu zurückgenommen. Nicht einmal die legendären Songs drängen sich sonderlich in den Vordergrund, ganz zu schweigen von den schlichten, eleganten Schwarz/Weiß-Bildern des Siebzigerjahre-Englands. Sam Riley (bisher Sänger bei 10,000 Things und auch hier selbst am Mikrofon) in der Hauptrolle ist aber auf jeden Fall eine erstaunliche Entdeckung, Samantha Morton begeistert sowieso immer und selbst Alexandra Maria Lara macht sich bestens.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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6.5Ganz gut

Mit diesem in Schwarzweiß gehaltenem Biopic über Joy Division-Sänger Ian Curtis, der hier überzeugend von Newcomer Sam Riley verkörpert wird, liefert der Clip-Macher und Meister-Fotograf Anton Corbjin sein Spielfilmdebüt ab. Wirklich nahe bringen kann er uns die verstiegene Welt des Ian Curtis jedoch nicht und so bleibt dieser auch nach Ende des Films für den Zuschauer noch weitestgehend ein Fremder. Was jedoch auch daran liegen könnte, dass seine Witwe die wahrscheinlich stark subjektiv geformte Romanvorlage zum Film geliefert hat. Und die zeichnet das eindringliche Porträt eines jungen Mannes, der zwischen seiner Ehefrau und der Journalistin Annik (Alexandra Maria Lara) hin- und hergerissen wird und dabei die Kontrolle über sein Leben verliert. Genau wie er mit der Epilepsie zuvor bereits die Kontrolle über seinen Körper verloren hatte.

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Kommentare (77) — Film: Control


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DonChris

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Regisseur Anton Corbijn ist für mich so etwas wie eine lebende Legende und ein Multitalent. Allein dadurch, dass er rein visuell und marketingtechnisch eine der größten Bands bekannt gemacht hat und seit dem begleitet. Seit ca 1986 arbeitet er eng mit Depeche Mode zusammen und ist seit dem meist verantwortlich für Bühnbilder, CD-Cover und eben den visuellen Auftritt. Außerdem hat er zahlreiche sehr bekannte und einzigartige Musikvideos gedreht - nicht nur für Depeche Mode - und ist ein begnadeter Photograph.
Wohl aus diesem Grunde ist "Control" von der Bildsprache so starkt. Die meisten Einstellungen sind durch diese photographischen Einflüsse geprägt und bildkompositorisch absolut stimmig.
Gern arbeitet er im Schwarz/Weiß Stil, von dem er auch in diesem Film nicht die Finger lassen kann. Die Bilder die er dabei kreiert sind Kontrastreich und spannungsvoll.
Wohl nicht ganz unbewusst verzichtet er dabei auf großes Tam Tam und auch auf große Stars. Doch nicht alle guten Schauspieler müssen Kassenschlager sein, dass beweist Sam Riley ein mal mehr in der Rolle des Ian Curtis. Er zeigt sich wandlungsfähig und bringt meiner Ansicht nach die anspruchsvolle Rolle sehr gelungen rüber, schließlich gilt es einen Mann mit einem bewegten Leben mit allem was dazu gehört und obendrein mit Epilepsie glaubhaft darzustellen.
Corbijns Biopic übt dabei durch die fast ausschließlich im Schwarz/Weiß Stil gehaltenen Bilder etwas außergewöhnliches aus, da dies heutzutage eben gegen jede Sehgewohnheit geht. Curtis lebte in den siebziger Jahren in Macclesfield und Corbijn legte bei der Umsetzung Wert auf eine ungeschönte Darstellung der damaligen Atmosphäre des Lebens auf der Straße und in den Clubs.
Leider bietet der Film neben den guten Bilder und dem guten Hauptdarsteller aber auch einige Schwächen, über die ich bei meiner Wertung, Corbijn zu liebe, gern hinwegsehe. Ich hätte mir gewünscht das die Dialoge genauso viel Tiefe wie die Bilder gehabt hätten, was leider nur selten der Fall war.

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JackoXL

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Wegweiser, die beste Pop-Band (nicht abfällig, sondern lobend gemeint) überhaupt.


DonChris

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In meinen Augen auch die beste Live-Band überhaupt, zumindest von allem was ich bisher gesehen habe.


ElMagico

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Bewertung7.0Sehenswert

Um den habe ich mich nun ganz ganz lange herumgedrückt, da ich einfach nichts sonderlich tolles erwartete. Mir war dieser Hype um Joy Division die letzten ca. 10 Jahre immer etwas suspekt, einerseits weil seitdem der Fokus so extrem auf Ian Curtis liegt und andererseits ich die Band kennenlernte, als sich kaum einer dafür interessierte. Damals eigentlich fast nur Leute aus der Goth- und Waveszene.
Und "Control" ist definitiv nicht gemacht um diesen Neo-Mythos um die Person Ian Curtis zu zerstören. Inhaltlich wird immer ein recht ausgewogener Weg gesucht um den Mittelpunkt Ian Curtis ins gewünschte Licht setzen zu können. Dabei ist man sichtlich bemüht die dunkle Seite dieses Menschen aufzuzeigen, ohne ihn aber allzu unsympathisch wirken zu lassen. Somit kämpft "Control" damit, womit so ziemlich alle Biopics zu kämpfen haben: Rein historisch ist das halt sehr fragwürdig. Da wird hier und da geflunkert und gemogelt, da man ja einen unterhaltsamen und in sich stimmigen Film produzieren will....mit sowas wie einem Helden. Den lieferte Ian Curtis als Charakter nur bedingt ab, sein Werdegang tat dies aber umso mehr. Und es sind dann viele Kleinigkeiten, die "Control" als Biographie für mich scheitern lassen, die größte ist aber wohl, dass ich in Sam Riley zu keinem Moment Ian Curtis sah und ihn auch nicht hörte. Das war alles ähnlich, aber immer zu weit entfernt. Die Konzert-Szenen waren gut eingeübt, aber ES fehlte. Der Gesang ging in die Richtung, aber wenn man die Lieder 25 Jahre kennt, dann merkt man eben sofort, dass da etwas nicht passt. Warum nimmt man da nicht einfach die Original-Aufnahmen? Würde für mich bei einem Film, in dem Musik so eine gewichtige Rolle spielt, schon sehr Sinn machen.
Das sind aber doch eher die Probleme eines Fans (wobei ich nie der große Joy Division Fanboy war, mochte The Cure immer schon lieber). Lässt man das alles außer Acht, bleibt ein sehr schön fotografierter Film, welcher zwar nie zum Kern der aufgezeigten Probleme vordringt, sich aber auch allzu billige Antworten erspart. Es ist oft, als beobachte man einen entfernten Bekannten und dessen Abstieg. Man weiß nicht genau was da los ist, bekommt nur spärliche Infos, von denen man auch nicht weiß was man glauben kann und was nicht und kann eigentlich dem Untergang nur zuschauen. Man hat zwar auch Mitgefühl...es brennt aber nicht im Herzen.
Oft zieht sich "Control" etwas, da er sich fast zwei Stunden lang kaum es dem Mini-Kosmos des Ian Curtis bewegt. Dabei kommt man immer wieder an den gleichen Punkt, Szenen wiederholen sich und eigentlich geht die Geschichte nicht mehr voran, sondern krampft sich zusammen. Im Film wohl einer der Gründe für den Suizid, in der Realität nur einer davon. Vom Zuschauer erfordert dies jedoch Geduld, ich persönlich empfinde diese Konsequenz im Nachhinein als mutig. Es gibt dann eben kaum noch Musik, kaum Abwechslung, es gibt da nur noch dieses Loch.
Sehenswert, definitiv. Mag man die Band sollte man aber tiefer graben und z.B. das Buch von Deborah Curtis lesen (welches hier ja auch teilweise als Vorlage benutzt wurde), denn schon dort wird ein weit weniger sympathisches Bild des Ian Curtis aufgezeigt.

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ElMagico

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Nicola, lach nicht. Ich hatte diesen mulmigen Gedanken auch schon :D


LynchFan1706

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Gut! :-D


ackbar07

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Bewertung9.0Herausragend

Bin ein großer Corbjin Fan, aber ich würde diesen Film auch mögen wenn er von jemand anderem wäre. Die Einstellungen sind unglaublich poetisch und die Charaktere unglaublich gut gespielt. Teilweise ist der Rythmus etwas zu langsam, aber es bleibt trotzdem ein sehr tolles Werk!
Mehr Langfilm bitte, Herr Corbjin!

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Vellocetta

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Als Fan von Joy Division hab ich dieses Filmchen sehr ins Herz geschlossen. Schön in szene gesetzt, sehr emotional uns gut besetzt.

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uncut123

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Bewertung7.5Sehenswert

spontangriff ins regal und der film lag mit bei von der b-ray anton corbijn inside out (auf die doku bin ich sehr gespannt)...richtig gut gemachter film wo die musik mehr als geil ist...toller film!!

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Mr. Laurel

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Bewertung7.5Sehenswert

Dass Corbijn in schwarz-weiß drehen würde war ja klar, ich habe aber stylischere Bilder erwartet. Stattdessen zeigt Corbijn die Tristesse eines englischen Arbeiterviertels und englischer Arbeiterwohnungen in den späten 70er Jahren (in Deutschland sah es auch nicht besser aus).
Dabei bleibt der Regisseur immer dich bei Curtis und der Dreiecksgeschichte. Dieser Punkt stört mich besonders, weil hier lediglich der Curtis Mikrokosmos abgebildet wird (ohne in die Tiefe zu gehen), die Außenwelt findet nur am Rande statt. Über die Bandmitglieder, über die Arbeitsweise des Produzenten oder über das England der 70er Jahre erfährt man nichts.

Fazit: Schade, aus diesem Stoff hätte man viel mehr machen können. Trotzdem hat mich der Film, als Fan der Band, schwer beeindruckt, einige Bilder werde ich so schnell nicht vergessen.

PS: Ironie des Schicksals, dass sich Sam Riley (Curtis) und A.M. Lara (Annik) während der Dreharbeiten kennen und lieben lernten.

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countcount

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Das Sam Riley und A.M. Lara nun verheiratet sind ist schon witzig... ;) (habe ich jetzt Dank dir erfahren)


vanilla

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein Junge der mit der Musik hoch hinaus möchte, doch die Doppelbelastung des Ehelebens und der Musikbranche setzen ihm ganz schön zu. Völlig überfordert mit der Situation und sich selbst bleiben ihm nicht viele Optionen.
Sam Riley sieht nicht nur dem Joy Division Frontmann ähnlich, er spielt ihn sowas von realistisch und gut, das man ihm alles abkauft was er macht.
Weil ich mich mit der Musikrichtung nicht so identifizieren kann und der schwarz-weiß Film mich nur selten packen konnte, ist es einfach ein gutes biografisches Filmvergnügen, nicht mehr und nicht weniger.

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Chewbacca

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Bewertung7.0Sehenswert

Musikfilme und Biografien sind immer schwierig, besonders wenn sie von Ian Curtis handeln, einem melancholischen und depressiven Genie, der an der legendären 23 gescheitert ist. Genau wie die Gedankenwelt des Joy Division Frontmannes ist dieser Film sehr schwer zugänglich und verbreitet mit seinem trostlosen Schwarz-Weiß eben diese Stimmung. Alles ist grau, sehr bedrückend und schwermütig von Punk-Songs dieser Zeit untermalt und wirkt eher belastend als unterhaltend. Interessanterweise ist es aber gerade diese Grundhaltung des Films, die ihn so reizvoll macht und von seinem Wert überzeugt.

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nicoo

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Film der trotz seiner Dramatik sehr ruhig ist. Das macht ihn interessant!

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CommanderFarr

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Bewertung5.0Geht so

Lange her dass ich den gesehn hab... Erinnere mich an schön fotografierte Bilder ( Man merkt das Corbijn eben Fotograf ist) einen durchaus soliden Sam Riley als Ian Curtis aber ansonsten wenig emotionale Tiefe, bzw keine wirklich überzeugenden, mehrdimensionalen oder berührenden Charaktere. Insgesamt doch sehr oberflächlich und einfach nur nett anzuschauen.

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alexandrasmovie

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Kleiner Tipp an Alle : Der Film ist noch bis Sonntag in der Mediathek von Arte zu finden:
http://videos.arte.tv/de/videos/control-6852934.html

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Punsha

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Grrr. Zu spät gelesen. Danke, aber jetzt hab ich schon bezahlt. :D


alexandrasmovie

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Lohnt sich auf jeden Fall auch auf DVD:D


DerMarvin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Was mir letztendlich so sehr an Control gefällt, ist dass er dem Zuschauer keine Erklärung für den Freitod Curtis' liefert, ihm, im Gegenteil, genug Freiraum für eigene Interpretationsmöglichkeiten lässt und damit mehr Charakterstudie als Biopic ist.

Eine stilsichere Inszenierung mit der herausragenden Leistung des Sam Rileys legen den Grundstein für ein Werk, das die Liebe zur Musik und zum Film in den Qualen eines einzelnen Mannes, der an sich selbst zerbrach, darstellt.

Must-See für Fans der Musik.
Empfehlung für alle Filmfreunde.

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SalocinRocknRolla

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Großartiger Sam Riley. Mittelmäßige Alexandra Maria Lara und doch ein geiles Stück verfilmte Musikgeschichte stilecht durch Schwarz-Weiß Optik und grandioser Musik.

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based_god

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Tolle Bilder, wahnsinnige Musik.

Die Geschichte von Ian Curtis sollte eigentlich jedem zumindest ansatzweise ein Begriff sein. Casper erwähnt ihn ja in manchem Interview und schenkt ihm gar eine Zeile in "Kontrolle/Schlaf". Auch sollte einem die unverwechselbare Musik von Curtis' Band "Joy Division" schon mal zu Ohren gekommen sein.

Der Film zeigt eigentlich nicht viel mehr als der Aufstieg und Fall von Ian (gespielt von Sam Riley) und seinen Problemen rund um Liebe und Musik. Eine einsame Seele, die nie auf den plötzlichen Erfolg klar gekommen ist.

Auch Der Regisseur "Anton Corbijn" der ja früher hauptsächlich Musikvideos gedreht und als Fotograf gearbeitet hat, sollten einem ein Begriff sein. Sein neustes Werk "The American" mit George Clooney stand ja stark in der Kritik. Umso grösser war das Lob für "Control", welchem er wunderbare Schwarz/Weiss-Bilder geschenkt und zu einem der besseren Musikfilme gemacht hat. Leider hat der Film einige Längen aber die grandiose Original-Musik von "Joy Division" tröstet darüber hinweg.

Für alle Musik- und zumindest für geduldige Film-Fans eine klare Empfehlung...

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Hagen Hagen

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Eigentlich eher eine 7, aber die Musik ist gar zu großartig.

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keinohrhase20

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Bewertung9.0Herausragend

Es gibt Musik Biografien und es gibt Charakterstudien. Der ( damalige) Regie Debütant Anton Corbijin (der dannach Clooney in The American in Szene setzte)gelingt beides. Auf der einen Seite bekommt man sämtliche wichtigen der (wenigen) Stationen im leben der aufstrebenden Musikern von Joy Divison geboten und andererseits sieht man wie deren Frontman Ian Curtis immer mehr von Kurs abkommt und die Titel gebende Kontrolle verliert.

Aufgrund der doch sehr speziellen Musik(Hate it or Love it) fällt der Zugang sehr schwer dies jedoch vor allem deswegen weil Joy Division auch Musik machten welche sämtlichen Hörgewohnheiten von damals über Bord warfen. Dies lag womöglich auch an der Art und weise wie Ian Curtis die selbst geschriebene Musik interpretierte. Sie war gleichermaßen seine Leidenschaft und sein ganz persönlicher Dämon der (in den hier sehr gut nachgestellten) Konzerten zum Vorschein kam.

Viel atmosphärischer und eindrücklicher hätte man den in sagenhaftem Schwarzweiß gedrehten Film gar nicht machen können. Das viel besser hätte man nicht Lob gilt auch für das hervorragende Ensemble welches aus Sam Rilley, Samantha Morton und Alexandra Maria Lara besteht. Gerade der noch sehr junge Rilley trifft (sprichwörtlich) jeden Ton. Lara fällt trotz Sympathie (sie ist quasi der einzige Lichtblick im späteren Leben des Sängers) etwas ab während Morton ihr können einmal mehr unter Beweis stellt und hier und da gar auf Augenhöhe mit Rilley spielt.

Alles in allem ein furioser, packender und zugleich auch sehr verstörender Film über das Innenleben eines Mannes der nichts weiter sucht als Kontrolle die ihm bis zum Schluss verwehrt bleibt.

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RobStar242

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich liebe den Film, da passt einfach alles! Sam Riley hätte Ian Curtis nicht besser verkörpern können. Dadurch das der Film in Schwarz/Weiß gedreht ist wirkt er noch authentischer. Wirklich ein Meisterwerk! Man muss nicht Joy Division Fan sein um ihn gut zu finden, aber ich bin es! :)

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Gorez33

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Porträt des ''Joy Division''- Sängers Ian Curtis der mit 23 Jahren Suizid begang:
1977 gründete ein weltferner Teenager in einem tristen englischem Arbeiterdorf eine Band die noch heute zu den einflussreichsten zählt. Fotograf Anton Corbijn erzählt die Geschichte eines jungen Mannes der authentisch aber gleichzeitig auch clever zu wirken scheint, aber auch nur ''Kontrolle'' über seine Kunst zeigt, denn alles andere lässt Curtis in seinem Leben geschehen ohne einzugreifen, bis sich der Frust und die Last auftürmt, und sie am 18. Mai 1980 letztendlich zu groß wird. Corbijn lässt seinen Streifen immer auf der Ebene und zeigt dass man (selbst in einem Film) nicht in einem Menschen hineinschauen kann. Weder Psycho- Analyse, noch Pop-Ikonen-Malerei, überlebensgroß sind nur die schwarz-weiß Aufnahmen und der Soundtrack, der übrigens natürlich von Joy Division stammt. Im Fazit spielt ''Control'' nicht nur in der Liga mit Werken wie ''Ray'' oder ''Walk the Line'', nein teilweise überhebt er sich ihnen und wächst von Jahr zu Jahr zu einem Klassiker an.

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rkuehne

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Bewertung9.0Herausragend

Ich bin eigentlich zu jung für Joy Division, erst geboren, als es die Band schon nicht mehr gab, aber man kommt natürlich trotzdem nicht ganz an ihr vorbei. Anton Corbijns Biopic hat mich trotzdem tief beeindruckt, ein film, wie die Musik der Band. Ernst, wichtig und von einer unsagbaren Traurigkeit. Sam Riley ist wirklich überzeugend und die ganze Art, wie der schwarz-weiß-Film fotografiert ist, lassen eine wirklich überragende Stimmung aufkommen. Einzig die Lautstärkeunterschiede zwischen Dialogen und Musik waren mir etwas zu heftig, da musste ich öfter nachregeln, es kann aber auch an meinem ollen DVD-Player gelegen haben.

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Tyler.Fincher

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr schön fotografiertes Biopic der Band Joy Division, dass weniger depressiv daher kommt als man vermuten würde. Der Fokus liegt hier klar auf Sänger Ian Curtis, welcher hervorragend von Sam Riley verkörpert wird. Die s/w-Bilder welche Corbijn einem bietet sind Style pur und lassen das kalte und trostlose England der 70er wesentlich schöner aussehen als es wahrscheinlich ist. Tolle Musik, tolle Darsteller und auch für Nicht-Kenner der Band (ich kannte 1,2 Tracks) durchaus zu empfehlen.

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