Der zerrissene Vorhang

Torn Curtain (1966), US Laufzeit 126 Minuten, FSK 16, Thriller, Kinostart 07.10.1966

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6.2
Kritiker
16 Bewertungen
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6.5
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412 Bewertungen
24 Kommentare
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von Alfred Hitchcock, mit Paul Newman und Julie Andrews

In Der zerissene Vorhang bricht für Julie Andrews eine Welt zusammen, als ihr Verlobter Paul Newman als Atomwissenschaftler in die DDR überläuft.

Der weltberühmte Kernphysiker Michael Armstrong (Paul Newman) besucht gemeinsam mit seiner Verlobten und Assistentin Sarah Sherman (Julie Andrews) einen internationalen Physik-Kongreß in Kopenhagen. Als Michael plötzlich unter mysteriösen Umständen seine Abreise ankündigt, beschließt Sarah ihm zu folgen. Zu ihrem Entsetzen muss sie feststellen, dass ihr Verlobter sich nach Ost-Berlin abgesetzt hat, wo er als westlicher Überläufer gefeiert empfangen wird. Als er bemerkt, dass Sarah mit ihm eingereist ist, reagiert er alles andere als erfeut. Trotzdem beschließt Sarah, mit ihm in der DDR zu bleiben. Was sie nicht weiß, ist, dass Michael noch weitere Geheimnisse vor ihr verbirgt.

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Kritiken (1) — Film: Der zerrissene Vorhang

Kubrick_obscura: CinemaForever

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5.5Geht so

Es gibt nichts interessanteres als der ausländische Blick auf das eigene Land. Bei Filmen ist das ganz besonders toll und was Hitchcock von der DDR für ein Bild hatte, das kann man in "Torn Curtain" bewundern. Der eigentliche Grund aber warum ich diesen Film schnellstmöglich sehen wollte, war die Besetzung. Ich meine PAUL NEWMAN und JULIE ANDREWS in EINEM HITCHCOCK Film? Immer her damit! Leider ist auch "Torn Curtain" wie "Marnie" ein schwächeres Werk, dennoch gespickt mit tollen Szenen, wie z.B. einer Verfolgungsjagd mit rein akustischen Mitteln (Museum), einer spannenden Matheaufgabe ohne Fachwissen und einer quälend-langen Mordszene, die als Kommentar zur Duschszene aus "Psycho" gelten kann. Das bedrohliche Szenario von Überwachung und Verfolgung schafft der Film erst in der zweiten Hälfte aufzubauen. Die erste ist dagegen reichlich zäh, klammert sich zu sehr am Konflikt der Verlobten und schafft es noch nicht mal den mit würzigen Dialogen zu bereichern. Das Drehbuch trägt hier eindeutig die Schuld. Schade das Hitch danach nicht mehr mit Andrews und Newman gearbeitet hat...

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

patcharisma

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Da fand ich die erste Hälfte (inkl. Mord) fiel besser! Danach wirds ja fast kindisch.


Kubrick_obscura

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Die erste Hälfte hatte gute Momente, aber im ganzen war die öde. Hitchcock fand gerade die Idee gut, was passiert wenn eine Frau herausfindet, dass ihr Mann ein Verräter/Spion ist. Dafür gibts sich der FIlm aber in der ersten Hälfte nicht allzu viel Mühe. Zwar ist die zweite Hälfte übersäht mit Logiklöchern, aber das war wenigstens noch richtig unterhaltsam und spannend irgenwie auch.



Kommentare (23) — Film: Der zerrissene Vorhang


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Freidenker

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Bewertung3.5Schwach

Für mich einer der schlechtesten Hitchcock Filme überhaupt,im Vergleich zu seinen wirklichen Meisterwerken wie "Das Fenster zum Hof" oder "Psycho" liegen hier einfach Welten.
Es fängt schon mit dem Setting an,an sich ist die DDR ein interessanter Handlungsort,aber Hitchcocks Darstellung der DDR ist doch sehr klischeehaft.
Desweiteren ist die ganze Story recht unglaubwürdig und kommt nur langsam in Schwung,außerdem sind die Darsteller Paul Newman und Julie Andrews eher Fehlbesetzt.
Unterm Strich daher ein sehr belangloser und uninteressanter Hitchcock,den man nicht gesehen haben muss.

bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Ripley1

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Hitchcock war ein Perfektionist, aber nicht im Historischen. Das hat ihn überhaupt nicht interessiert (siehe auch "Topaz"). Allerdings hat mich die nachgestellte Studio-DDR auch amüsiert, und die drei deutschen Schauspieler sind auch sehenswert, allen voran Wolfgang Kieling als Gromek. Die Mordszene ist doch vom Feinsten!


Freidenker

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Also Wolfgang Kieling als Gromek war wirklich sehenswert,genauso wie seine Mordszene,was mit das beste am ganzen Film war.
Hitchcock zeigt mit der Szene wirklich gut das es gar nicht so leicht ist,einen Menschen umzubringen,sondern dass es viel überwindung und anstrengung kostet.


MrDepad

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Alfred Hitchcock - Collection [Blu-ray] -11/14-"Torn Curtain"
Nachdem viele Zuschauer "Marnie" zu spannungsarm fanden, musste sich Hitchcock was einfallen lassen. Mit "Torn Curtain" wird er seinem Titel "'Master of Suspense" dann allerdings wieder voll gerecht.
Die Geschichte ist vor allem in der ersten Hälfte herrlich wendungsreich und es dauert eine Weile, bis man weiß, was wirklich gespielt wird. Bereits hier bietet Hitchcock auch wieder sehr spannende Szene, zum Beispiel wäre da ein Mord, der völlig geräuschlos ablaufen muss und quälend lange dauert.
Die beiden Hauptdarsteller Paul Newman und Julie Andrews sind Hitchcock-Neulinge, machen ihre Sache aber wirklich ausgezeichnet und vor allem Paul Newman spielt seine anfangs ziemlich undurchsichtige Figur wirklich klasse. In der zweiten Hälfte bringt Hitchcock dann noch mehr Spannung und Tempo in die Geschichte, was zu mal mehr, mal weniger großartigen Momenten führt. Die Szene mit Newman´s "Vorstellungsgespräch" vor den anderen Professoren ist schlichtweg hervorragend, dasselbe gilt für die "Tafel-Szene", die an Spannung kaum zu überbieten ist. Leider gibt es dann auch Szenen wie eine Busfahrt, die zwar auch ziemlich abwechslungsreich und temporeich daher kommt, bei der Hitchcock aber doch schon viel an Logik liegen lässt, was dem Ganzen einen leicht unglaubwürdigen Nachgeschmack verleiht.
"Torn Curtain" ist für mich ein wirklich hervorragendes, unterschätztes Werk vom "Master of Suspense", der hier seinem Titel wie schon lange nicht mehr zu 100% gerecht wird.

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MaxN91

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Bewertung6.5Ganz gut

Alfred Hitchcock Collection 11/14 - Der zerrissene Vorhang von 1966

Mit "Der zerrissene Vorhang" hatte sich Hitchcock, nachdem Marnie doch eher an den Kinoklassen blass blieb, einem neuen Genre gewidmet. Hier hat man es mit einem waschechten Spionagethriller zu tun. Das Drehbuch wirkt an vielen Stellen etwas unausgereift, was nicht bedeutet dass es schlecht ist. Der Film kommt zwar ohne große Highlight aus (die sehr lange Kampf- und Tötungsszene mal ausgenommen), bleibt dafür aber über lange Strecken fehlerlos. Bei der Inszenierung Hitchcocks gibt es diesmal für mich aber einige Ungereimtheiten: Da wäre die viel zu klischeehafte Behandlung der DDR und des Überwachungsstaates oder einige farbige/asiatische Statisten. Leider musste Hitchcock aufgrund der hohen Gagen für Newman und Andrews auf ein großes Budget verzichten, was man an einigen Stellen durchaus merkt. Unglücklicherweise zieht sich der Film gegen Ende des Plots, obwohl die Handlung so gut wie abgeschlossen scheint, wie Kaugummi und nimmt den Wind etwas aus den Segeln. Schauspielerisch gibt es wenig Szenen in denen sich Newman und Andrews wirklich auszeichnen können, ihre Präsenz und Ausstrahlung stimmt einen aber dann doch positiv.
Insgesamt ein sehr unterdurschschnittlicher Hitchcock, der ohne große Höhepunkte auskommt und der in meinen Augen kein Must-See aus der Filmographie des Meisters darstellt.

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Oliver0403

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Bewertung5.5Geht so

Leider hat auch ein Hitchcock so seine Schwächen. Der Film zieht sich sehr häufig viel zu zäh in die Länge. Nach den 2 Stunden war ich zufrieden, dass er vorbei war. Nun ja, auch der gute Sir Alfred hat eben hin und wieder einen Film, der nicht jedem gefällt.

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JackoXL

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Bewertung7.0Sehenswert

Hui, der Film wird hier ja, seinem deutschen Titel entsprechend, zerrissen.
Warum eigentlich? Das war jetzt mein 11. Hitchcock und er zählt zu den Schwächeren, aber um Himmels Willen, der ist doch nicht schlecht. Das sage ich, obwohl ich mit Agenten- und Spionagefilmen grundsätzlich nicht so viel anfangen kann. Vielleicht ist und war es die Erwartungshaltung, denn bei Hitchcock muss und musste es immer irgendwas Einzigartiges sein. Zugegeben (so weit ich das bis jetzt sagen kann), nach "Die Vögel" hat er kein Meisterwerk mehr gemacht, da reiht sich "Der zerrissene Vorhang" absolut ein, aber das ist doch immer noch ein sehr ordentlicher Film. Ihm fehlt eindeutig das Besondere, dem Suspense-Meister ist seine Suspense abhanden gekommen, langweilig oder schlecht gemacht ist aber nochmal was ganz anderes. Im Gegensatz zu seinen besten Filmen ist "Der zerrissene Vorhang" natürlich schnell durchschaubar, bietet keine Überraschungen mehr und erzählt eine recht herkömliche Spionage-Geschichte. Richtig, aber ich wurde über 2 Stunden gut unterhalten, ohne das es mir die Schuhe ausgezogen hat. Das Tempo ist flott, die Stars charismatisch, der Humor von Hichtcock kommt an einigen Stellen herrlich durch ("Ein wiener Walzer. Dabei fällt mir ein, dass meine Schwester in Wien unter die Straßenbahn gekommen ist."). Das letzte Drittel lässt leider deutlich Kreativität vermissen, ist dennoch gut abgewickelt. Kein Meilenstein, kein Meisterwerk, mein bisher schwächster Hitchcock, aber selbst da gebe ich noch 7 Punkte. Das muss man erstmal schaffen.

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JackoXL

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Man will sich ja noch Goodies aufheben. Der hat ja auch viel gemacht, bis ich da mal alles gesehen habe, wird es auch noch dauern.


Wumz

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So ist es, aber so langsam könnte ich mir mal wieder einen gönnen. =)


RoosterCogburn

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Bewertung6.0Ganz gut

Das ist definitiv kein zeitloser Hitchcock. Der 50. vollendete Spielfilm des Regisseurs ist bei weitem kein Ruhmesblatt in seiner Filmografie.
Allerdings waren die Voraussetzungen auch nicht die besten. Ein verkorkstes Drehbuch, wofür mehrere (wenn auch ungenannte) Autoren verantwortlich sind. Die Gagen von Paul Newman und Julie Andrews schluckten einen beträchtlichen Teil des Budgets. Hitch inszenierte also eine Billig-Variante des geplanten Spionage-Stoffes. Was man auch sieht. Rückprojektionen, Studiobauten, Hauptdarsteller die nicht miteinander harmonieren. Sämtliche Originalszenen des Films wurden auf dem Universal-Gelände gedreht. Nur für Zwischenschnitte und Rückprojektionen besorgte sich Alfred Hitchcock Originalaufnahmen aus Deutschland. Außerdem gibt es da noch so einiges worüber man hier meckern könnte. Zum Beispiel die schablonenhafte Zeichnung des Arbeiter- und Bauernstaates. Diese klischeehaften Figuren. Wenn ich sn die braunen Uniformen der VOPOs in der Postamtszene denke. Die sahen mehr nach Fantasy-Sowjets die einem Jules Verne Roman entsprungen sind aus. Apropo Ausstattung, mir muß mal jemand erklären wie runde Türklinken und Strom-Oberleitungen in die DDR der 60er Jahre kommen? Und seit wann gilt die Universität Leipzig als Vorreiter in Sachen Toleranz und Menschenliebe? Als Schüler und Studenten liefen unter den Besuchern der Uni, munter Mann und Frau jeglicher ethnischer Herkunft herum. Weil man ja so tolerant gegenüber Schwarzen wirken wollte gab man ihnen zu dieser Zeit wenigstens Statistenrollen - auch wenn es nur als DDR-Bürger war.

Aus heutiger Sicht, amüsiert dieser Film eher als Skurillität. Weil man erkennt das auch erklärte Meister des Films Fehler machen. Und abgesehen davon, die Handlung hält einen wirklich nicht besonders bei der Stange.
Allerdings wartet dieser Hicthcock mit drei deutschen Stars in Nebenrollen auf, die allesamt später im TV große Erfolge feierten. Günter Strack (bekannt aus Ein Fall für zwei, Diese Drombuschs), Hansjörg Felmy ("Buddenbrooks", "Und ewig singen die Wälder") und Wolfgang Kieling ("Polizeirevier Davidswache", "Abwärts"). Und nach einer Weile amüsiert mich dieser schräge ost-deutsche Blick nur noch. Denn die Vergangenheit ist vorbei und die Amis hatten schon immer eine recht verquere Weltanschauung ;)

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Baumkopf Holzfaust

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Wie gut dass du dabei bist....


RoosterCogburn

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Eine ausweichende Antwort ist auch ne Antwort.


kronenhummer

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Bewertung5.5Geht so

Mit „Der zerrissene Vorhang“ führt uns Hitchcock hinter den eisernen Vorhang, in die gute alte DDR, oder zumindest in seine Vorstellung dessen. Mit namhafter internationaler als auch deutscher Besetzung hat Hitchcock eigentlich gute Grundlagen für einen spannenden Spionagethriller geschaffen. Nichtsdestotrotz will „Der zerrissene Vorhang“ nicht so recht zünden, vielmehr bekommt man sogar das Gefühl, dass der gute Alfred sich an diesem Thema verhoben hat.

Phasenweise in üblicher Manier hochspannend inszeniert (Busfahrt, Bauernhaus) wirkt vieles doch beinahe lächerlich. Sei es der Auftritt komplett unnötiger Personen, nervige Running Gags, fragwürdige Handlungen der Protagonisten oder doch arg einfach strukturierte Aktionen, all das ist ungewohnt und wenig überzeugend. Schade, begann Hitchcock DDR-Thriller doch durchaus vielversprechend, kann dieses Niveau jedoch bis auf wenige Lichtblicke nicht über den film bestätigen.

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Einar

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein etwas schwächerer Hitchcock, der im Vergleich zu anderen Filmen aber immer noch gut aussieht. Trotz namhafter deutscher und internationaler Besetzung recht langweilig gespielt und die Handlung war auch nicht allzu stringent. Aber was wieder einmal relativ gut rüberkam, war der Suspense - hier in der Flucht von Leipzig nach Ost-Berlin und dem Versteckspiel in eben jener Stadt. Also: Solider Film - schwacher Hitchcock (was nicht unbedingt am Regiesseur liegen muss!). Seinen Fans dennoch zu empfehlen, weil es einfach zum Werk dazugehört.

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aberaber

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Bewertung7.0Sehenswert

Ungewöhnliches Setting für einen Hitchcock-Film. Für Deutsche (film-)historisch interessant, aber es fehlt dem Film doch an Spannung.

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Pyro 91

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Bewertung3.5Schwach

Hatte eigentlich eine längere Kritik geschrieben, doch aus mir unbekannten Gründen hat sich hier das Programm aufgehängt.

Daher die Kurzfassung (ENTHÄLT SPOILER!!!):

- Julie Andrews and Paul Newman sind falsch besetzt und versprühen keine Funken wenn sie zusammen sind. Er wirkt ständig als ob er im falschen Film ist und lehnt jede Annäherung (bis auf die erste Szene im Bett) seiner Frau ab. Kein Vergleich zu Jeff und Lisa aus "Fenster zum Hof" deren Flirten, Necken, Schlagfertigkeit zu Hitchs besten Leinwandpaaren gehören.
Ich hätte nichts gegen ein Paar gehabt dass sich eher fremd ist, jedoch bekommen wir wenig Einblick in die Partnerschaft und beide bleiben eher uninteressant bzw. der Konflikt wird nicht etabliert.

-Die Handlung dauert ewig bis sie in Schwung kommt. Bis zur Ankunft in Ostberlin ist der Zuschauer der Handlung schon voraus und der Konflikt zwischen den beiden ist ermüdend, da es nichts zu rätseln gibt und uns Armstrongs (Newman) gute Intentionen klar sind.

-Für einen Spion verhält sich Armstrong sehr auffällig. Sogar seine Frau kommt ihn auf die Schlichte und auch das Zurücklassen des Symbols auf der Farm, lässt ihn nicht vorsichtiger werden. Seine Versuche aus Prof. Brandt etwas herauszubekommen sind furchtbar offensichtlich. Auch die Doktorin verhält sich auf Prof. Brandt Party unpassend. Sie kommt rein, tanzt mit Armstrong, gibt ihm Infos und geht wieder. Wie unauffällig.

-Verfolgung im Museum und Mord im Farmhaus. Die einzige Sequenz, die vollkommen funktioniert. Wegen diesen Szenen sieht man sich einen Hitchcock-Film an. Brutal und doch kunstvoll konstruiert.

-Gromek ist wohl die interessanteste Figur im ganzen Film, was schon einiges aussagt.

-Das lautlose Geständnis auf dem Hügel ist hervorragend eingefangen und erinnert an einen guten Hitchcock wie "North by Northwest".

-Die Tafel-Szene wäre spannend würde die Geschichte nicht so langweilig und die Charaktere sympathisch sein. Professor Brandt finde ich allerdings unterhaltsam.

-Die Busfahrt ist voll von Absurditäten (nervige Mitfahrerin, Raub durch Deserteure, Polizisten feuern mit MPs) so dass es schwierig ist, noch irgendetwas ernstzunehmen.

-Der Subplot um die Frau, die Bürgen braucht, führt zu nichts und streckt die Laufzeit nur noch weiter in die Länge. Warum zwei Gesuchte sich gut als Bürgen machen, ist mir auch nicht klar.

-Der beste Plan ist es die beiden Gesuchten in einen völlig gepacktes Theater zu setzen wo sie jeder erkennen könnte? Nur damit sie dann in Körben flüchten können? Wie wärs mit Perücke und anderen Verkleidungen?

-Der Running Gag um die Sängerin ist überstrapaziert und wenig witzig.

Fazit: Dieser Film kommt mir beinahe wie eine Parodie auf Hitchcocks "Unschuldiger auf der Flucht"-Thriller vor. Bis auf die Szene in der Farm gibt es wenig Interessantes zu sehen und auch Hitchcock selbst hat "Torn Curtain" für einen seiner weniger gelungen Werke gehalten. Sogar seine Regie wirkt mehr wie eine Aufftragsarbeit und bis auf die weiter oben genannte Szene gibt es wenig Anzeichen, dass es sich um einen Film des "Master of Suspense" handelt.
Als großer Hitchcock-Fan tut es mir leid eine schlechte Wertung zu vergeben, aber dieser Film war wie eine Überdosis an Schlaftabletten.

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Drogba11

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Volle Zustimmung, an dem Film gibt es einiges auszusetzen!
Der Mord an Gromek war noch ein seltener Lichtblick, besonders da er wegen dem Taxifahrer möglichst lautlos geschehen musste. Doch leider ist die gesamte Szene ziemlich absurd, denn der ganze Aufwand mit Verfolgung, geheimem Treffen und Mord dient nur dazu, den Namen der Fluchthelferin Dr. Koska herauszufinden, die Armstrong dann auch noch selbst kontaktiert. Und das verdächtige Motorrad hatte man sicher auch besser beseitigen können, als es zu vergraben...


Schlegel

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Bewertung5.0Geht so

Nur eine Handbreit vom "Top Secret" der Zuckers entfernt.

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Hagen Hagen

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Bewertung4.0Uninteressant

Hier stimmt ja nun mal garnichts. Die Story ist Humbug, nie sahen Kulissen kulissenartiger aus und wenn in einem Hollywoodfilm mit so einer Besetzung die deutschen Schauspieler die Glanzlicher setzen - ja auch Günter Strack - stimmt ja wohl was nicht.

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ElMagico

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Bewertung5.5Geht so

Sehr durchschnittliches Spätwerk von Hitchcock, dass vor allem an einer uninspirierten Story krankt. So wirklich will einem hier nichts bei der Stange halten, alles wird irgendwie zu einem faden Brei zusammengerührt, garniert mit einem Haufen Klischees, die wohl selbst 1966 schon relativ ausgelutscht waren.
Und wo es sonst der Normal-Bürger ist, den Hitchcock in ein Abenteuer schmeisst, ist es hier ein Wissenschaftler. Und hier beginnt das Dilemma schon, denn diese Figur eignet sich einfach nicht, um sie herum eine glaubhafte und spannende Story zu spinnen. Das alles soll wohl Intelligent wirken, ist aber letztendlich nur sehr oberflächlich und stellenweise fast schon etwas Langweilig. Hitchcock zieht das ganze auch noch unnötig in die Länge, inszeniert Szenen, die er sonst mit seinem Können veredelte, völlig belanglos und kopiert sich teilweise selbst...und das leider nicht sonderlich gut.
Auch der Cast, der eigentlich viel verspricht, schliesst sich der allgegenwärtigen Mittelmässigkeit an. Aber wie soll man auch ein ernsthaftes Wissenschaftlerpärchen spielen, ohne relativ spröde zu wirken? Die Ausnahme, die die Regel bestätigt, ist hier Wolfgang Kieling, der seine kleine Rolle sehr intensiv und bedrohlich spielt. Sehr schön anzusehen!
Durchaus OK für Zwischendurch, aber hier versprechen die Namen viel, viel mehr, als das sie einhalten können.

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8martin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schon die Eröffnung ist genial: symbolisch für den Kalten Krieg, fällt auf dem Schiff die Heizung aus. In wenigen unvergesslichen Bildern sind wir mitten drin in einer Liebes- und Spionagegeschichte. In beiden Parallel-Handlungen herrscht Misstrauen, das alle Akteure in höchste Gefahr bringt und das in der Love Story erst nach und nach beseitigt wird. Hitchcocks einziger Film, der in Ostberlin spielt, der Schnittstelle der Geheimdienste, mit vielen renommierten deutschen Darstellern. Herausragend der diabolische Wolfgang Kieling. Zum Verständnis der Spannung braucht man im Hinterkopf die Furcht des Kalten Krieges und das Misstrauen beider Seiten. Von daher speist sich die Spannung. Die sterile Atmosphäre des Ostens ist perfekt getroffen und die legendär lange Pause beim Verhör bleibt im Gedächtnis. Das Größte ist aber der Spannungsaufbau bei der fluchtartigen Rückkehr in den Westen. Immer wieder verzögern es Personen und Situationen das rettende Ufer zu erreichen. Nach über 40 Jahren ist Der Film besonders für uns Deutsche ein historisches Dokument.

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Filmkenner77

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Bewertung6.0Ganz gut

Trotz guter Besetzung eher ein mäßiger, bisweilen gar langweiliger Spionagethriller des Meisterregisseurs, dem in der Spätphase seines Schaffens nur noch mit "Frenzy" (1971) ein größerer Wurf gelang. Sonderlich erfolgreich war "Der zerrissene Vorhang" an den Kinokassen nicht. Die Tötungssequenz mit Wolfgang Kieling als Opfer gilt als Höhepunkt des Films, in der Hitchcock zeigt, dass es nicht so einfach ist, einen anderen Menschen zu töten, wie dies in vielen Filmen der Fall ist.

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Sonse

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Bewertung6.0Ganz gut

Auch ein schwacher Hitchcock ist kein mäßiger Film. Doch misst man "Torn Curtain" am hohen Standard des Regisseurs enttäuscht er doch sehr. Kalter Krieg, Spione, Stasi, Paul Newman, Julie Andrews, Hansjörg Felmy... Klingt doch nach wunderbarem Stoff und dann auch noch in den Händen des Master of Suspense? Was ist da nur schief gegangen?

Ein paar wenige beeindruckende Szenen wie die brutale, lange Mordszene oder auch die auf unterhaltsame Weise spannende Busfahrt gegen Ende retten den Film nicht aus einem über weite Strecken dahinplätscherndem Einerlei mit uninspirierten Dialogen, in dem er sich nicht entscheiden kann, ob Newmans Mission oder dessen Beziehung mit Andrews im Vordergrund stehen soll.

Das Mängel am Drehbuch vorlagen war offensichtlich. Vielleicht hätte der Meister die konstruktive Kritik seines jungen Hauptdarstellers an eben diesem annehmen, und nicht empört über das für ihn neuartige Feedback des Method Actors Newman auf seinem hohen Regiestuhl sitzen bleiben sollen?

Paul Newman schrieb, wie er es wohl meist tat, Hitch nach der Lektüre des Drehbuchs am 30. August 1965 einen vierseitigen Brief, in dem er viele einzelne Punkte und Szenen benennt, die er für verbesserungsbedürftig hält und Vorschläge macht. Er äußert Zweifel am Humor von "Torn Curtain" und wie dies seine Figur unweigerlich beeinflusse und stellt zahlreiche Logik-Fragen. Ich habe leider nur ein paar Screenshots aus dem Feature auf der DVD, in welchem das Memo ganz kurz gezeigt wird und kann daraus nur wenige Punkte lesen. Diese erscheinen mir aber größtenteils recht vernünftig und mich würde gerne der Rest interessieren. Leider habe ich den Brief nirgends online finden können. Angeblich war er vor ein paar Jahren teil einer Ausstellung. Falls also irgendjemand den Text hat oder findet, bitte melden, ich würde das gerne mal lesen. Danke.

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makatu

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Am traurigsten an den Film ist eigentlich, dass er das Ende der Zusammenarbeit mit Bernard Herrmann darstellt und die beiden sich hier sogar überworfen haben. Es wäre schön gewesen, wenn er auch die Musik zu Hitchs letzten Filmen komponiert hätte.

Ansonsten hatte Hitch wohl schlicht nach dem Marnie-Misserfolg stark an Selbstvertrauen verloren. Schön, dass er später mit "Frenzy" zumindest noch einen wirklich guten Film gemacht hat.


Sonse

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Stimmt, die Bernard Herrmann-Geschichte habe ich völlig vergessen zu erwähnen. Danke. :) Da meinte Hitch, er sei nicht mehr zeitgemäß und wolle was popigeres. Wie so etwas ausgeht habe ich ja auch erst wieder an dem Synth-Geschwurbel in "Ladyhawke" gesehen bzw. gehört.


patcharisma

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Bewertung5.5Geht so

Die legendär garstige, nicht enden wollende Mordszene ist im TV oft rausgeschnitten, darum nur auf DVD anschauen.
Der Rest des Filmes ist leider recht abgestandene Kost, aber das 60's- & Kalte Krieg-Feeling ist immerhin geblieben.

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davidpm

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Bewertung2.0Ärgerlich

Fürchterlich langatmiger verquerer DDR-Hitchkock-"Krimi"

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RoosterCogburn

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Das ärgerlichste an diesem Kommentar ist die Grammatik.


xtheunknown

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Bewertung7.0Sehenswert

sehr spannender thriller. muss bei hitchcock aber glaube ich nicht extra erwähnt werden.

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neumann2000

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Für mich einer der besten Hitchcocks. Durchweg spannend.

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