Marnie
Marnie (1964), US Laufzeit 130 Minuten, FSK 16, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 17.09.1964
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26 Kommentare
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von Alfred Hitchcock, mit Sean Connery und Diane Baker
Marnie Edgar, eine engelhafte Blondine, plündert die Tresore ihrer Arbeitgeber. Eines Tages gerät sie an Marc Rutland, der erkennt, daß ihrem zwanghaften Verhalten ein psychischer Defekt zugrunde liegt. Um ihr zu helfen, heiratet er sie und entdeckt nach manchen Komplikationen den Schlüssel zu ihrer seelischen Verklemmung in einem schockierenden Erlebnis in ihrer frühen Kindheit.
Marnie basiert auf dem gleichnamigen Roman von Winston Graham . Der Film enstand kurz nach Hitchcocks Die Vögel und ist einer der letzten Filme des “Masters of Suspense”.
Marnie (Tippi Hedren) ist kleptomanisch veranlagt. Seit über fünf Jahren ergattert sie immer wieder Anstellungen in mittelständischen Unternehmen als Sekretärin, um wenige Zeit später den Bürotresor leerzuräumen und zu verschwinden. Unter völlig neuer Identität taucht sie wieder auf und das Spiel beginnt von vorne. Doch der reiche Unternehmer Mark Rutland (Sean Connery ) wird auf die schöne Blondine aufmerksam, nachdem sie in Sydney Strutts (Martin Gabel) Abteilung gestohlen hat und er sie bei einem Vorstellungsgespräch in seiner eigenen Firma wiedererkennt.
Allerdings verliebt Mark sich in die junge Frau. Marnie scheint seine Gefühle zu erwidern, während er darauf wartet, dass sie zugreift. Nachdem sie tatsächlich eine größere Menge Geld in seiner Firma entwendet hat, ersetzt er die Menge aus eigener Tasche und erpresst sie: Entweder sie heiratet ihn oder er übergibt sie der Polizei. Marnie sieht sich gezwungen einzuwilligen.
Die HochzeitsreiseNach einer überstürzten Hochzeit reist das frisch vermählte Pärchen ab. Zurück bleibt Marks argwöhnische Schwägerin Lil (Diane Baker), die nicht an eine Liebesheirat glaubt und die Wahrheit ans Licht bringen will. Währenddessen machen Mark und Marnie eine Kreuzfahrt. Mark ist mittlerweile davon besessen, die Ursachen für die Krankheit…
Marnie Edgar, eine engelhafte Blondine, plündert die Tresore ihrer Arbeitgeber. Eines Tages gerät sie an Marc Rutland, der erkennt, daß ihrem zwanghaften Verhalten ein psychischer Defekt zugrunde liegt. Um ihr zu helfen, heiratet er sie und entdeckt nach manchen Komplikationen den Schlüssel zu ihrer seelischen Verklemmung in einem schockierenden Erlebnis in ihrer frühen Kindheit.
Marnie basiert auf dem gleichnamigen Roman von Winston Graham . Der Film enstand kurz nach Hitchcocks Die Vögel und ist einer der letzten Filme des “Masters of Suspense”.
Marnie (Tippi Hedren) ist kleptomanisch veranlagt. Seit über fünf Jahren ergattert sie immer wieder Anstellungen in mittelständischen Unternehmen als Sekretärin, um wenige Zeit später den Bürotresor leerzuräumen und zu verschwinden. Unter völlig neuer Identität taucht sie wieder auf und das Spiel beginnt von vorne. Doch der reiche Unternehmer Mark Rutland (Sean Connery ) wird auf die schöne Blondine aufmerksam, nachdem sie in Sydney Strutts (Martin Gabel) Abteilung gestohlen hat und er sie bei einem Vorstellungsgespräch in seiner eigenen Firma wiedererkennt.
Allerdings verliebt Mark sich in die junge Frau. Marnie scheint seine Gefühle zu erwidern, während er darauf wartet, dass sie zugreift. Nachdem sie tatsächlich eine größere Menge Geld in seiner Firma entwendet hat, ersetzt er die Menge aus eigener Tasche und erpresst sie: Entweder sie heiratet ihn oder er übergibt sie der Polizei. Marnie sieht sich gezwungen einzuwilligen.
Die HochzeitsreiseNach einer überstürzten Hochzeit reist das frisch vermählte Pärchen ab. Zurück bleibt Marks argwöhnische Schwägerin Lil (Diane Baker), die nicht an eine Liebesheirat glaubt und die Wahrheit ans Licht bringen will. Währenddessen machen Mark und Marnie eine Kreuzfahrt. Mark ist mittlerweile davon besessen, die Ursachen für die Krankheit seiner Frau aufzudecken, stößt dabei bei Marnie allerdings auf taube Ohren. Er weiß, dass sie sich vor der Farbe Rot ebenso fürchtet wie vor Gewittern. Weiterhin leidet der besessene Mark an Marnies Frigidität: sie möchte sich nicht von Mark berühren lassen und verfällt in eine Art Starre, sobald sich ihr Ehemann ihr nähert. Doch zu einer Aussprache kommt es nie. Marnie versucht sogar, sich im Pool zu ertränken und kann gerade noch von Mark gerettet werden.
Die Wahrheit kommt ans LichtNachdem die beiden zurückgekehrt sind, findet eine große Feier statt, um die neue Mrs. Rutland einzuführen. Lil, die mittlerweile herausgefunden hat, dass Marnie keine Waise ist, wie sie zuvor behauptete, sondern ihrer Mutter in Baltimore immer Geld zukommen lässt, hat Mr. Strutts zur Gesellschaft eingeladen. Marnie ist entsetzt. Doch Mark versichert ihr, mit Mr. Strutts und den anderen Bestohlenen eine Regelung zu finden und sie so vor dem Gefängnis zu bewahren. Am nächsten Tag findet eine Jagd statt, bei der auch Marnie auf dem ihr von Mark geschenkten Pferd mitreitet, während ihr Mann mit Mr. Strutts diskutiert. Doch während der Jagd packt Marnie eine spontane Lust auszubrechen und sie reitet, von Lil verfolgt, davon. Als sie über eine Mauer springt, stürzt ihr Pferd schwer und muss in der Folge qualvolle Todesschmerzen erleiden. Marnie eilt zum benachbarten Haus und verlangt nach einer Pistole, mit der sie das Tier erschießt.
Daraufhin kehrt Marnie zum Anwesen Rutlands zurück und begibt sich umgehend zum Safe. Mark, der von Lil telephonisch gewarnt wurde, beobachtet, wie Marnie krampfhaft versucht, das vor ihren Augen ausgebreitete Geld nicht zu stehlen. Um die Ursache ihres Traumas endlich aufzuklären, fährt Mark daraufhin mit Marnie nach Baltimore zu ihrer Mutter (Louise Latham). Dort angekommen möchte Mark erfahren, weshalb Marnie ein Trauma von Gewittern und Rot habe. Schließlich erinnert sich Marnie: Ihre Mutter war früher eine Prostituierte gewesen. Als sie während eines Gewitters einen Kunden empfing, der sich an dem jungem Mädchen vergehen wollte, schlug Marnies Mutter auf den Kerl ein. Es war Marnie, die den Mann schließlich mit einer Stange ermordete. Nach diesem Vorfall tat Marnies Mutter alles, damit das Mädchen den Vorfall vergisst und erzog Marnie dazu, keinen körperlichen Kontakt mit Männern haben zu wollen.
Nach diesem Geständnis verlässt Marnie mit Mark das Haus und bittet ihn, nun für immer bei ihm bleiben zu dürfen.
Weiterführende Informationen
Produktion und Dreharbeiten
Weitere Informationen im Internet
Rezension von Ulrich Behrens auf der Filmzentrale
Trailer auf alfred-hitchcock.de
Cast & Crew
-
Alfred Hitchcock
-
Sean Connery
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mark Rutland
-
Diane Baker
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lil Mainwaring
-
Bruce Dern
-
Tippi Hedren
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Marnie Edgar
-
Louise Latham
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bernice Edgar
-
Martin Gabel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sidney Strutt
Regie
Schauspieler
-
Bob Sweeney
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Cousin Bob
-
Mariette Hartley
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Susan Clabon
-
Alfred Hitchcock
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Gastauftritt
-
Edith Evanson
-
Jay Presson Allen
-
Evan Hunter
- Genre
- Psychothriller, Mysterythriller, Kriminalfilm
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Baltimore, Philadelphia
- Handlung
- Angst, Argwohn, Argwohn, Betrüger, Bewerbungsgespräch, Blondine, Dieb, Diebstahl, Erpressung, Fetisch, Fetischismus, Flitterwochen, Frigidität, Frisch vermählt, Gewitter, Große Liebe, Heiratsantrag, Hochzeit, Hochzeitsnacht, Jagd, Klassiker, Kleptomanie, Kreuzfahrt, Lüge, Mauer, Mord, Mutter-Tochter-Beziehung, Neue Identität, Notwehr, Pferd, Pferderennen, Prostituierte, Psychologie, Reiten, Reitunfall, Rennpferd, Rot, Schwager, Sekretärin, Selbstmordversuch, Sexuelle Frustration, Sexueller Missbrauch, Sturz vom Pferd, Trauma, Vergewaltigung, Verliebt in den Feind, Weibliche sexuelle Identität
- Stimmung
- Aufregend, Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Marnie
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Kritiken (1) — Film: Marnie
Hisayasu S: DAS MANIFEST.COM
Kommentar löschenEinmal erneut: Um Lichtjahre voraus. Genial gemacht, exzellent gespielt und mit einer psychologischen Finesse, die sich wie so oft bei Hitch weniger im Plot, sondern in der exquisiten Lichtgestaltung der Bilder wiederfindet. Zum Niederknien.
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Le Samourai 2012/02/06 22:34:25
Antwort löschenNa wenn du so weiter machst, wird das auch noch was mit unseren Prozenten :)
morlock 2012/02/08 13:34:55
Antwort löschenPsychologisch(damals schon)um Lichtjahre überholt.;)
Kommentare (25) — Film: Marnie
Kommentar schreibenhollygolightly1 2012/02/07 00:48:05
Kommentar löschenIch finde nicht, dass Marnie zu Hitchcocks schlechtesten Filmen gehört (abgesehen davon, dass Hitchcock keine "schlechten" Filme gemacht hat). Im Gegenteil, gerade durch seine Ungewöhnlichkeit ist er einer der besten Filme von ihm. Untypisch ja, schlecht nein. Marnie ist reine Psychologie. Trotz seiner Langatmigkeit ist er interessant und spannend. Tippi Hedren ist großartig! So wie auch in "Die Vögel". Außerdem liebe ich Bernard Herrmann für den traumhaften Score!
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Brotkind 2011/10/09 00:06:32
Kommentar löschenEin ungewöhnlicher, und wahrscheinlich deswegen nicht sehr beliebter Hitchcock.
Zu Beginn des Films wird uns Marnie als eine Diebin und Lügnerin vorgestellt. Ein spannender Krimiplot entwickelt sich, doch dann gibt es eine Wende und plötzlich steht Marnies Psyche im Mittelpunkt. Der Film lässt sich sehr lange Zeit dafür, doch immer wenn es droht eintönig zu werden, kommt eine Hitchcock-typische Suspense-Szene. So wird die Spannung immer weiter aufgebaut und ins Unerträglich gesteigert, bis zum grandiosen, sehr intensiven Ende.
Tippi Hedren macht den ganzen Film über eine gute Figur, sie schafft es Marnies Anfälle, die leicht ins Lächerliche hätten abgleiten können, glaubwürdig rüberzubringen. Mit Sean Connery konnte ich mich nicht wirklich anfreunden, er wirkte auf mich mehr wie ein Cary Grant-Ersatz als ein eigenständiger Schauspieler. Der Score und Hitchcocks Inszenierung sind genial und über jeden Zweifel erhaben.
Ich kann "Marnie" jedem Psycho-Thriller-Fan ans Herz legen, und hoffe, dass diesem grandiose Film irgendwann genauso viel Anerkennung zu Teil wird wie den anderen Werken des Meisters.
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Sigmund 2011/10/09 12:18:50
Antwort löschenEine solche Anerkennung wird dem Film wegen dem vergurkten, etwas platten Ende und seiner teilweise arg vereinfachten Psychologie wahrscheinlich nie zuteil werden. Was schade ist, denn über weiteste Strecken ist MARNIE wirklich absolut großartig.
Brotkind 2011/10/09 18:33:28
Antwort löschenDas Ende fand ich alles andere als vergurkt, es war für mich eine gute Auflösung der Geschichte. Die vereinfachte Psychologie ist natürlich ein Kritikpunkt, doch von der Spannung her ist "Marnie" genial, meiner Meinung nach sogar besser als "Rear Window". Daher wäre mehr Anerkennung verdient, auch wenn sie dem Film wahrscheinlich nie zuteil werden wird.
morlock 2011/09/14 15:36:17
Kommentar löschenEiner von Hitchcock's schlechtesten Filmen.
Die Handlung erinnert an eine Soap Opera.
Der Film ist pseudopsychologisch und die leicht zickig/hysterische Tippi Hedren nervt.
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Janus Winter 2011/07/22 16:41:10
Kommentar löschenAls Psychothriller unbrauchbar (wer ist nur auf die Idee gekommen, dieses Genre zuzuordnen?), als Psychoanalyse affig und simpel, aber als Liebesfilm äußerst romantisch. Ich möchte auch vom jungen Sean Connery aus meinen Neurosen und in die große Liebe gezwungen werden. Ein Hoch auf die androzentristische Unterwerfung! Nimm mich, du Tier!
Bytheway hat mich der ständige und zudem unnötige Einsatz von Bluescreen sehr gestört. Sieht doch sehr künstlich und albern aus.
Bunnyfaktor: 7 (ich liebe den 60s Look!)
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shadowhunting 2011/07/22 12:51:53
Kommentar löschenAlfred Hitchcocks dramatischer Thriller ''Marnie'' bietet eine facettenreiche Story mit einem komplizierten und undurchsichtigen Handlungsrahmen, der mit psychologischen Elementen gespickt ist und dabei stufenweise ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit entlüftet und verarbeitet. Ein Schicksalsschlag in der frühen Kindheit verändert das Leben der Hauptperson Marnie und löst dabei den psychologischen Effekt der ''Verdrängung'' aus. Der Ausweg aus dieser Zwickmühle scheint die Kriminalität zu sein, denn Marnie sucht sich ihre Arbeitsplätze gezielt aus um nach einer gewissen Zeitspanne den Tresor des Betriebs leer zu räumen. Bei diesen Delikten handelt sich weder um Mord, noch um Totschlag, aber dennoch schafft es Alfred Hitchcock eine prickelnde Atmosphäre aufzubauen und an allen wichtigen Stellen sein Gespür für fesselnde und ausgezeichnete Spannungselemente einzubringen und bei vielen Szenen und Sequenzen die Suspense in allen Zügen völlig auszukosten und zu genießen. Die Unklarheit um die Hauptperson wabert in dusteren Zügen um sie und es lässt sich teilweise nur erahnen, was ihr als Kind widerfahren ist. Insgesamt betrachtet überzeugt das faszinierende Schauspiel des Sean Connery, der mit all seinem Talent, seiner unvergesslichen Mimik und seinem schwarzen Humor eine Bereicherung für den Film darstellt und dadurch eine Menge an Sympathie dem Zuschauer abgewinnt. Die Dialoge sind exzellent geschrieben und umgesetzt worden und gerade durch die Gespräche zwischen den Hauptcharakteren sind zahlreiche Zitate zu entnehmen, die alle auf ihre eigene Art besonders wertvoll und aussagekräftig sind. Die Psychoanalyse ist vielleicht nur laienhaft vorgetragen, aber dennoch sind die Charaktere bewusst in den Fokus des Interesses gestellt, da sie auch den wichtigsten Teil der Story ausmachen und erst durch ihre Personen entfaltet sich der Hitchcock-Flair und die Dramatik. Ein Thriller der ganz anderen Art, ein Gewitter aus Blitz und Donner, welches erst gegen Ende des Films langsam der Sonne weicht und erst spät die Undurchsichtigkeit beendet wird. Der passende Moment ist immer das Ende, die prägenden Szenen hat Hitchcock über den gesamten Film verteilt, in einem Maß, sodass zu keinem Moment ein Hauch von Langeweile aufkommt.
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duffy 2011/07/22 12:53:02
Antwort löschenStark!
shadowhunting 2011/07/22 12:54:17
Antwort löschenDankeschön ;-)
ElMagico 2011/04/19 21:31:47
Kommentar löschenDas erste Drittel des Films war richtig gut...man wusste nicht wirklich woran man ist, hatte einerseits die Krimi-Handlung, andererseits merkte man, das mit dieser Marnie etwas nicht stimmt. Und beide Handlungsebenen sind Anfangs sehr einnehmend, besonders was Marnie angeht ist man schon sehr gespannt was da noch kommen mag, auch wenn man einiges schon erahnen kann. Tippi Hedren spielt die Marnie auch wirklich hervorragend und ist dazu auch noch hübsch anzuschauen, was man von einigen Set-Bildern leider nicht sagen kann, die sind für solch eine grosse Produktion teilweise erschreckend billig gemacht.
In dem Moment, in dem Marnie auffliegt und Rutland sie zur Ehe zwingt, beginnt das ganze etwas aus dem Ruder zu laufen. Rutland ist in seinem Verhalten und seiner Motivation nie wirklich zu fassen, will Marnie helfen, vergewaltigt sie andereseits seelisch, stellt aber auch keinen zerrissen Menschen dar, sondern wird von Sean Connery vielmehr als cooler, teils überheblicher Schönling dargestellt. Auch Marnies Verhalten ist in dieser Phase des Films Over-the-top, unverständlich und hysterisch...schön anzusehen ist Tippi Hedren aber immernoch. Für eine relative lange Zeit, dreht sich "Marnie" dann im Kreis, er will helfen, sie stösst ihn weg, er ist ekelhaft, sie stösst ihn weg...immer wieder und immer wieder ziemlich gleich. Ausser den schon beschriebenen Eigenschaften vermittelt Hitchcock aber kaum Inneres der Figuren, führt sie vor wie Puppen und konzentriert sich eigentlich nur auf die Beziehung der beiden, auch Nebenrollen verkommen im wahrsten Sinne des Wortes zu Statisten.
"Marnie" verliert für mich aber leider nochmal an Qualität, denn am Ende will Hitchcock alles Auflösen und das geht ziemlich nach Hinten los. Zu verschmerzen wäre es noch, das der Schlüssel zu Marnies Verhalten nicht halb so spektakulär ist, wie man anhand ihrer Psychosen dachte. Schlimm ist aber welch Hausfrauen-Psychologie uns Hitchcock auftischt um das alles zu erklären...ganz furchtbare Vereinfachung einer an sich komplexen Sache.
Die Krönung des ganzen sind aber Rutlands wohlgemeinte Worte an Marnie nachdem sie sich geöffnet hat...das hat Fremdschämpotential und das Niveau von Talkshows.
Enttäuscht hat mich diese zweite Hälfte des Films vorallem so sehr, weil die erste so gut war, aber so banal kann man so einen Stoff einfach nicht verarbeiten.
Waren die ersten 45 Minuten eine klare 9 für mich, so war der Schluss nur noch eine 4. Weil Tippi Hedren aber durchgängig hübsch anzusehen war, gibts ne salomonische 7!
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Scottie Ferguson 2011/02/11 18:56:41
Kommentar löschenHitchcocks verschmähtes Meisterwerk
Truffaut nannte "Marnie" ein krankes Meisterwerk.Ein Film mit deutlichen Makeln, der aber dennoch unbestreitbare Wirkung auf den Zuschauer hat.
Ich verstehe, dass manche Marnie als kitschig und theatralisch beschreiben, das ist er auch, im besten Sinne sogar. Zu dem kommt die, nennen wir es mal "Küchenpsychologie", die für die inhaltlichen Schwächen verantwortlich ist. Das Buch folgt einer interessanten Idee, hat aber auch seine schwachen Momente.
Hätte jemand anderes als Hitch den Film gemacht, wäre daraus eine Katastrophe geworden. Gott sei Dank! Oder Hitch sei Dank!
Auf jeden Fall stellt er den formalen Teil mal wieder über alles. Mit einem unheimlichen visuellen Verständnis, das technischer Perfektion nahe kommt, inszeniert er diese Geschichte. Unterstützt vom großartigen Score von Bernard Herrmann macht er "Marnie" zum außergewöhnlichen Filmerlebnis.
Absolut unheimlich wie er die Szenen, die nüchtern betrachtet fast lächerlich wirken, dadurch zu Gänsehautmomenten macht.
Ich weiß, das hört sich blöd an, aber das ist so. "Die Form eine Hitchcock-Films schafft erst den Inhalt", sagte Chabrol. Bilder und Musik erzeugen überwältigende Emotionen, denen ich mich nicht entziehen kann und die die inhaltlich schwächere Basis vergessen lassen. Vor allem am Ende, in der Szene, in der ans Licht kommt, was damals in Marnies Kindheit geschah, schwanke ich permanent zwischen dem Gedanken wie overacted und thetralisch das Ganze ist und der puren Emotion, Gänsehaut, auch Faszination und diese hält auch noch lange nach dem Film an. Für mich als eher formal bedachten Zuschauer nachvollziehbar, für viele wohl eher nicht. Das alte Lied von Form und Inhalt. Die meisten stellen wohl den Inhalt doch über die Form. Für Hitchcock ist das jedoch kein Film mehr, sondern "Abfotografieren von Dialog", wie er selbst sagte.
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Scottie Ferguson 2011/02/13 12:28:54
Antwort löschenJaaa, wer hätte das gedacht ;)
Manchmal kann ich einfach nicht anders...
Georg Z. 2011/02/06 11:40:20
Kommentar löschenEin ernster, düsterer und psychologisch ausgebauter Hitchcock. Kleptomanie, Suizidalität und Frigidität sind nur einige der tiefer gehenden Elemente dieses kleinen Meisterwerks, das heute, spricht man Hitchcocks Oeuvre an, leider etwas in Vergessenheit geraten ist. Doch die intensive Geschichte nimmt quasi mehrere Jahrzehnte psychologischer Thriller vorweg, indem sie sich still, einfühlsam und ohne Bombastik einer zutiefst verklemmten und verstörten Seele widmet, die Ängste untersucht und ausleuchtet und am Ende alles mit leichter Handschrift, aber doch ungeheuer intensiv aufklärt.
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kronenhummer 2011/01/25 18:37:54
Kommentar löschenDass Marnie ein Hitchcock-Film ist, ist unverkennbar. Dass es aber sicherlich nicht sein bestes Werk ist, ebenso, dazu ist die Story und die Umsetzung nicht überzeugend genug. Zwar gelingt es dem Master of Suspense auch hier wieder durch gelungenen Einsatz von Musikuntermalung, verbunden mit Kameraeinsatz und der schauspielerischen Interpretation Tippi Hedrens, stellenweise großartige Spannungsmomente und eine psychotische Stimmung aufzubauen, der Film kann dieses Niveau jedoch nicht dauerhaft bewahren. Einem gelungenen Auftakt mit einer sehr gefälligen Beschreibung von Marnie zu Beginn, folgt eine Story, die entgegen anderer Hitchcock-Verfilmungen, in Spannung und Überzeugungsfähigkeit zurückbleibt. Insbesondere Sean Connery fand ich hier nur mäßig passend, während Tippi Hedren einmal mehr die klassische Hitchcock-Frau in klassischer Hitchcock-Frauen-Rolle ist.
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Doomsday 2010/09/04 12:12:18
Kommentar löschenGut gespielter und spannender Film des Meisters. Woran das Ganze etwas leidet ist der Charakter Mark Rutland. Nicht das Sean Connery schlecht spielen würde, es ist einfach nur schlicht übertrieben, dass sich ein Hobbypsychologe wie ein Profi verhält und quasi eine vollständige Therapie mit seinem "Patienten" durchführt. Aber trotzdem: Selbst Hitchcocks "schwächste" Werke sind durch die grandiose Inszenierung immer noch beste Unterhaltung!
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Filmkenner77 2010/08/11 15:53:58
Kommentar löschenHitchcocks vielleicht tiefgründigster Film. Gewöhnungsbedürftig, aber gut inszeniert.
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Mr. Goodkat 2010/07/25 20:10:23
Kommentar löschenKein Meisterwerk, aber trotzdem ein interessante und spannende Geschichte mit gut aufgelegten Schauspielern.
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mikkean 2010/08/11 20:33:23
Antwort löschenEin Psycho-Drama von Hitchcock, einer seiner interessantesten Filme überhaupt.
Marie Krolock 2010/04/25 02:12:34
Kommentar löschenTolle Schauspieler in einem spannenden Film.
Allein die Szene, in der Tipi Hedren sich durch das fast leere Büro schleicht, ihr der eine Schuh aus der Tasche zu fallen droht und....ach nein, kein Spoiler :) Klingt irgendwie nach nichts und wurde von Hitchcock zu etwas gemacht.
Sean Connery, sehr smart!
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doctorgonzo 2010/04/23 11:35:48
Kommentar löschenAuf den ersten Blick ein Low-Budget Produkt mit pseudopsychologischen Ansätzen offenbart "Marnie" seine Abgründigkeit nur sehr verhalten, was leider schnell zu vereinzelter Langeweile führen kann.
Trotzdem gelingt es dem Film mit zunehmender Länge, den Zuschauer auf beinahe krankhafte Weise mitzureißen und ihn in die manischen Emotionen der beiden Hauptdarsteller hineinzuziehen.
Insgesamt vielleicht nicht ein solches Meisterwerk wie viele andere Hitchcock-Produktionen, aber allemal sehenswert.
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alanger 2010/04/16 23:08:49
Kommentar löscheneigentlich DIE klassische phase von hitch, aber dennoch seltsam blaß das ganze.
und connery wirkt wie in seinen bond filmen: charismatisch gefährlicher kleinbürger mit hang zum irgendwo aufgelesenem neureichem wissen (über weine, coctails...). wie zweiter bildungsweg in billig
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patcharisma 2010/04/16 23:15:16
Antwort löschenxD
cannibal83 2009/05/18 11:12:10
Kommentar löschenDa kann man noch so groß "Hitchcock" draufschreiben, dieser Film ist besonders eins: Ganz großer Murks!
Man kann von einem Film dieser Art sicherlich keine 100-prozentige Logik erwarten. Aber dieses ohnehin schon gruselige Drehbuch, voller Unglaubwürdigkeiten, Handlungslücken und klischeehaften Figuren, auch noch auf 124 qualvolle Minuten aufzublähen, ist ja schon fast dreist.
Ganz schlimm auch der Möchtegern-Psychologe Connery, der selten so blass blieb wie in "Marnie". Er leidet aber sichtlich, wie auch Hedren, unter seinem flach-gezeichneten Charakter. Und sogar die Botschaft ist in diesem Film fragwürdig: Darf ich also lustig Banken ausrauben, wenn ich ein Kindheitstrauma hatte...? Wirklich grausam...
3 Gnadenpunkte für Hitchcock gibt es trotzdem, obwohl die auch für mich sein könnten, weil ich diesen Käse immerhin bis zu Ende geguckt habe, ohne dabei einzuschlafen.
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cannibal83 2009/08/03 15:29:04
Antwort löschenSchrott ist wohl überspitzt formuliert, aber für mich war "Marnie" schon ziemliche Zeitverschwendung. Ich war halt in Rage nach dem Film. ;) Nichtsdestotrotz bin ich IMMER in der Lage andere Meinungen zu aktzeptieren. ^^
patcharisma 2010/04/16 23:20:20
Antwort löschenIch mag Kommentare immer, die was kritisch hinterfragen, obwohl man nicht kritisch hinterfragen darf... Thank you!
Tyler__Durden 2009/01/17 18:39:29
Kommentar löschenSelbst in diesem Film von Hitchcock kommt Suspense auf wie in keinem andern Film von irgendwelchen Regiesseuren. Der Mann hat es einfach drauf eine eigentlich banale Story so genial zu Visualisieren.
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patcharisma 2008/11/26 21:41:27
Kommentar löschenSchwächerer, recht abgestandener, nur punktuell spannender Film von Hitchcock voller Amateurpsychologie, Rollenclichés, teils garstiger Längen & einem schrecklich überheblichen Connery.
Nur wirklich wegen Tippi Hedren lohnenswert.
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Shyamalan 2008/10/06 16:25:55
Kommentar löschenDer Meister zeigt wieder einmal sein unvergleichliches Talent für Suspense!!!
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Kubrick_obscura 2008/10/03 15:13:32
Kommentar löschenTppi Hedren ist hier sogar besser als in die Vögel. Sean Connery kann aber vorherigen Hitchcock-Darstellern wie Cary Grant oder James Stewart nicht das Wasser reichen. Dazu kommt dass der Film, trotz der psychologischen Tiefe, den melodramatischen Momenten und den teils echt spannenden Szenen, unübersehbar ZU LANG ist!
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