Marnie

Marnie (1964), US Laufzeit 130 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Thriller, Drama, Kinostart 17.09.1964

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7.5
Kritiker
30 Bewertungen
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7.3
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1103 Bewertungen
36 Kommentare
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von Alfred Hitchcock, mit Sean Connery und Diane Baker

Marnie Edgar, eine engelhafte Blondine, plündert die Tresore ihrer Arbeitgeber. Eines Tages gerät sie an Marc Rutland, der erkennt, daß ihrem zwanghaften Verhalten ein psychischer Defekt zugrunde liegt. Um ihr zu helfen, heiratet er sie und entdeckt nach manchen Komplikationen den Schlüssel zu ihrer seelischen Verklemmung in einem schockierenden Erlebnis in ihrer frühen Kindheit.

Marnie basiert auf dem gleichnamigen Roman von Winston Graham . Der Film enstand kurz nach Hitchcocks Die Vögel und ist einer der letzten Filme des “Masters of Suspense”.

Marnie (Tippi Hedren) ist kleptomanisch veranlagt. Seit über fünf Jahren ergattert sie immer wieder Anstellungen in mittelständischen Unternehmen als Sekretärin, um wenige Zeit später den Bürotresor leerzuräumen und zu verschwinden. Unter völlig neuer Identität taucht sie wieder auf und das Spiel beginnt von vorne. Doch der reiche Unternehmer Mark Rutland (Sean Connery ) wird auf die schöne Blondine aufmerksam, nachdem sie in Sydney Strutts (Martin Gabel) Abteilung gestohlen hat und er sie bei einem Vorstellungsgespräch in seiner eigenen Firma wiedererkennt.

Allerdings verliebt Mark sich in die junge Frau. Marnie scheint seine Gefühle zu erwidern, während er darauf wartet, dass sie zugreift. Nachdem sie tatsächlich eine größere Menge Geld in seiner Firma entwendet hat, ersetzt er die Menge aus eigener Tasche und erpresst sie: Entweder sie heiratet ihn oder er übergibt sie der Polizei. Marnie sieht sich gezwungen einzuwilligen.

Die HochzeitsreiseNach einer überstürzten Hochzeit reist das frisch vermählte Pärchen ab. Zurück bleibt Marks argwöhnische Schwägerin Lil (Diane Baker), die nicht an eine Liebesheirat glaubt und die Wahrheit ans Licht bringen will. Währenddessen machen Mark und Marnie eine Kreuzfahrt. Mark ist mittlerweile davon besessen, die Ursachen für die Krankheit seiner Frau aufzudecken, stößt dabei bei Marnie allerdings…

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Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Marnie

Hisayasu S: DAS MANIFEST.COM

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10.0Lieblingsfilm

Einmal erneut: Um Lichtjahre voraus. Genial gemacht, exzellent gespielt und mit einer psychologischen Finesse, die sich wie so oft bei Hitch weniger im Plot, sondern in der exquisiten Lichtgestaltung der Bilder wiederfindet. Zum Niederknien.

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 25 Antworten

Le Samourai

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Nee, findet er ja eben nicht.


der cineast

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Liebe euch nur.



Kommentare (35) — Film: Marnie


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Tina Scheidt

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Marnie unter der Regie von Alfred Hitchcock ist die Geschichte einer jungen Frau (Tipi Hedren), die seit einigen Jahren in mittelständischen Unternehmen wo sie als Sekretärin beschäftigt ist, die Kasse leert und dann verschwindet, sich eine neue Identität zulegt und wieder zuschlägt.
So auch im Unternehmen von Mark Rutland (Sean Connery). Doch ihr Chef verliebt sich in seine Sekretärin und kommt ihr auf die Schliche. Er bringt sie dazu, ihn zu heiraten und führt sie in sein Elternhaus ein. Die misstrauische, seit Jahren in Mark verliebte Schwägerin Lil (Diane Baker) beobachtet das junge Paar, besonders Marnie...
Mark selbst versucht seiner Frau zu helfen, sieht ihre psychisches Trauma und ihre Not.

Alfred Hitchcock führt den Zuschauer in die seelischen Abgründe einer zutiefst verletzten jungen Frau, die durch ein traumatisches Erlebnis in der Kindheit dazu gebracht wird, sich das, was sie nicht erhalten hat, selbst zu holen und zur Diebin geworden ist. Doch mit Liebe und Geduld schafft es Mark, zu Marnie durchzudringen.

Überzeugend spielen Tipi Hedren und Sean Connery, leidet man mit Marnie, versteht allmählich, warum die Farbe Rot derartige Panik bei der jungen Frau auslöst und bangt mit Mark um ihre Beziehung und wird in die Seelenabgründe eines Familiengeheimnisses gezogen, das Marnies Problem offenbart und vielleicht auch zu lösen vermag.

Ein gut gemachter Psycho Krimi, der mit einer spannenden Handlung und gutem Cast aufwartet, den man sich immer wieder gut ansehen kann.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Poor Boy

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Schließe mich an.


Tina Scheidt

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Danke!


MrDepad

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Bewertung7.5Sehenswert

Alfred Hitchcock - Collection [Blu-ray] -10/14-"Marnie"
Die schöne Blondine Marnie scheint kleptomanisch veranlagt zu sein, weshalb sie immer wieder bei ihren Arbeitgebern Geld stiehlt. Bei der neuesten Firma allerdings wird sie vom Juniorchef Mark Rutland gestellt. Er merkt, dass noch viel tiefere Probleme in Marnie stecken und zwingt sie, ihn zu heiraten, damit er nicht zur Polizei geht und gleichzeitig mehr über ihre Vergangenheit herausfinden kann.
Hitchcock legt wieder mal sehr viel Wert auf eine detaillierte Figurenzeichnung. Er nimmt sich anfangs viel Zeit, um erstmal wichtige Eigenschaften von Marnie zu zeigen. Hier kommt auch wieder das herausragende Können von Hitchcock zum Vorschein, der das Geschehen in tollen Bildern einfängt, zusammen mit dem jederzeit großartigen Score von Bernard Herrmann.
Tippi Heidren spielt nach "The Birds" erneut die Hauptrolle und verleiht ihrer Marnie eine zerbrechliche, fast schon kindliche Zärtlichkeit gepaart mit einer verwirrten, kalten Seite.
Sean Connery kann ebenfalls glänzen in der Rolle des Mark Rutland, wobei seine psychologische Vorgehensweise im Bezug auf Marnie heutzutage schon ein wenig komisch wirkt, da er doch ziemlich drastisch gegen ihren Willen vorgeht.
Gegen Ende wird Marnie´s Vergangenheit dann aufgearbeitet und ihr Geheimnis wird aufgelöst, was Hitchcock in eindringlichen Flashback´s zeigt. Der Schluss an sich ist zwar eigentlich recht optimistisch, trotzdem bleibt ein ziemlich düsterer, fast schon deprimierender Grundton übrig.
"Marnie" wirkt zu Beginn wie ein klassischer Thriller, verändert sich später aber eher zu einem ruhigen psychologischen Drama, welches durch die tollen Darsteller, die stilvolle Inszenierung und den ruhigen Erzählfluss besticht.

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Movienatrix

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Bewertung3.5Schwach

"Nicht jeder Hitchcock muß gleich ein Geniestreich sein, nur weil er ein Hitchcock ist !"

MARNIE ist ein für mein Empfinden ein sehr verstörender Film. Das liegt allerdings nicht an der Atmosphäre des Films, sondern eher in der Grundsatzfrage, worin die Motive der Charaktere (vor allem von Connery als Mark Rutland) zu suchen und finden sind. Die Motive wirken bereits schon für die damalige Zeit arg überzogen. Die Inszenierung und Darstellungen spitzen sich mit dem Film zu und ab einen Punkt im letzten Drittel des Films kommt man zu dem Schluss, das es einfach "too much" ist und stetig unglaubwürdiger wird.

Hitchcock war ein Genie darin, stetig eine ausgeglichene Balance zwischen Inszenierung und Nachvollziehbarkeit zu finden. Mit MARNIE ist ihm dieser Balanceakt meiner Meinung nach aber leider völlig missglückt. Vor allem der Charakter Rutland`s (Connery) ist so sprung- und flatterhaft, das man sich eigentlich fragt, wer da eigentlich wirklich einen Psychiater bräuchte ?

Der herrische, mehr und mehr tyrannische Charakter Rutland`s ist sicherlich von "Hitch" auch so gewollt inszeniert, da es typisch für Hitchcock war, den vordergründig guten Charakter zum Bösewicht zu machen um mehr Sympathien und Verständnis für den eigentlichen "Bösewicht" (Marnie) zu gewinnen, das sich letztlich nur als Opfer tragischer Umstände entpuppen soll. Ein insofern immer wieder gerne genommenes Muster vom Meister. Jedoch wirkt dann auch alles mehr und mehr nach Pseudopsychologie und endet in einer zu stark überzeichneten, unglaubwürdigen Darstellung der Charaktere, insbesondere Rutland`s.

Der Film ist zweifellos kopflastig, aber nicht unbedingt im positiven Sinne... dazu ist das Storytelling einfach zu verworren und die vielen Fäden die dadurch gesponnen werden, laufen zum Filmende auch nicht alle zusammen.

Marnie`s Traumata, aber insbesondere Kleptomanie nicht erwiderter (Mutter)Liebe ist sogar nachvollziehbar, wenngleich mit dieser Art krimineller Energie und Professionalität einer mit allen Wassern gewaschenen Betrügerin in dieser Story jedoch sehr sehr weit hergeholt ist und man seinem Vorstellungsvermögen sehr viel Freiraum lassen muß.

Rutland`s Charakter und Motive wirken diesbezüglich aber alles andere als irgendwo logisch nachvollziehbar.
Sei es der Drang, sich etwas zu bemächtigen was er nicht voll und ganz besitzen kann oder einfach nur entgegen seiner Natur als reicher Playboy (schließlich macht er keinen Hehl daraus, das ihn der Tod seiner 1. Frau nun auch nicht wirklich kratzte) plötzlich ein wirkliches behüterisches Helfersyndrom entwickelt oder alles nur Mittel zum Zweck sei um ein bißchen Psychiater spielen zu können oder ob er der schönen Marnie einfach nur verfallen ist und und und.
Man hat das Gefühl das Hitchcock da selbst nicht so ganz wußte, wohin er mit dem herrischen Charakter Rutland`s eigentlich hin wollte. Manche meinen sogar, das Hitchcock seine nicht erwiderten Avancen die er Hedren bereits seit "Die Vögel" machte, in die Rolle Connery`s projizierte... nun ja.

Insgesamt hat der Film seine durchaus fesselnden Momente die vor allem von der schönen Tippi Hedren getragen werden, aber für mich zählt er keineswegs zu den Geniestreichen des Meisters und ist eher ein überzeichnetes, unglaubwürdiges Drama anstelle eines Thrillers mit "Aha-Effekt".

Für Hitchcock-Fans ist er dennoch ein selbstverständliches MUß !

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MaxN91

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Bewertung6.0Ganz gut

Alfred Hitchcock Collection 10/14 - Marnie von 1964

Uffz. Da ist es dann doch wieder passiert. Ein Hitchcock der mich nicht wirklich überzeugen konnte. "Marnie" handelt von der gleichnamigen Frau, die kleptomanisch veranlagt ist und auch sonst einige schwerwiegende Probleme aufzuweisen hat. Nachdem sie von ihrem Arbeitgeber Mark Rutland in eine Falle gelockt wird, entschliesst sich dieser nicht zur Polizei zu gehen, sondern der jungen Frau zu helfen. Allerdings auf etwas fragwürdige Weise: Nachdem er sich in sie verliebt hatte, erpresst er sie zur Heirat und versucht die Gründe für Marnies Probleme in ihrer Kindheit zu suchen.
Die erste Stunde von "Marnie" wird von Hitchcock mit viel Liebe inszeniert, wobei er sich für die Charaktere wieder viel Zeit lässt, bevor es wirklich zur Sache geht. Die meiner Meinung nach großte Stärke des Films liegt nicht nur in der Inszenierung der Geschichte, sondern an der Figur des Mark, welche von Sean Connery verkörpert wird. Er verleiht seinem Charakter eine unglaubliche Ausstrahlung, welche es dem Zuschauer leichter macht seine doch fragwürdige Taktik einer Selbsttherapie Marnies schmackhaft zu machen. Auch Tippi Hedren spielt nach die Vögel wieder wirklich sehr solide. Die Chemie der beiden stimmt zwar nicht immer, ist aber irgendwie doch das Salz in der Suppe. Was mir aber trotz allem nicht gefallen hat, ist wie sich die Geschichte zum Ende hin entwickelt. Gerade das lang erwartete Geheimnis wirkt doch eher wie simple Küchenpsychologie, welche durch extremes Overacting unterstüzt wird. Die Auflösung ist zwar interessant, doch keineswegs spannend genug um wirklich zu verblüffen. Ich hätte mir , selbst Anfang der 60er, doch etwas mehr Tiefe für die Materie gewünscht.

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JackoXL

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Der ist von 1964, sonst kann ich zustimmen. ;)
Halte den auch für einen der schwächeren Hitchcocks, aber selbst dann noch interessant.


MaxN91

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Ja da hast du Recht.


Oliver0403

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Bewertung7.5Sehenswert

Neben ihrer Darstellung in "The Birds" liefert Nathalie Kay "Tippi" Hedren hier ihre zweite durchweg überzeugende Leistung ab. Allerdings war sie in "The Birds" nochmal besser.
In diesem Film stimmt sehr vieles. Connery's Auftreten allein macht schon vieles aus. Dann die hervorragend gewählte dramatische und melencholische Musik und natürlich die immer wiederkehrenden Rotlicht Visionen seitens Hedren. Ein rundum guter und sehenswerter Hitchcock.

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chmul_cr0n

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Lieblingshitchcock bisher

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JackoXL

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Bewertung6.5Ganz gut

"Spielst du Freud? Was soll das?"
Gute Frage, habe ich mir auch gestellt. Jetzt habe ich doch tatsächlich mal einen Hitchcock gefunden, den ich nicht so gelungen finde. Es scheitert eindeutig nicht an Hitchs Inszenierung, das ist mal wieder ein ganz großes Plus. Es ist auch nicht die Grundidee, den Film wie einen klassischen Thriller starten zu lassen, um dann einem Psychodrama zu werden. Im Gegenteil, das ist durchaus überraschend und hat absolut Potenzial. Der Film scheitert für mich einfach an seiner nicht vorhandenen Glaubwürdigkeit, der nicht nachvollziehbaren Motivation von Sean Connerys Figur und der manchmal schon albern anmutenden Waschküchenpsychologie, die mir für einen Profi wie Hitchcock viel zu primitiv wirkt.
Ja, sicher sind alle seine Filme nicht gerade von absoluter Glaubwürdigkeit geprägt, darauf kam es in der Regel aber auch nicht an. In Form eines typischen Thrillers, der mit speziellen, nicht alltagstypischen Situationen spielt, um eine spannende Geschichte zu erzählen, geht das schon in Ordnung, solange es im Rahmen seiner genrespeziefischen "Logik" bleibt. Im Prinzip kann man auch "Psycho" diese Holzhammerpsychologie vorwerfen, nur dort wird es im Korsett eines beinhart spannenden Thrillers verpackt, der diese überzeichneten Abgründe der Seele als einen grenzwertigen Sonderfall verkauft, der so einfach funktioniert. Genau das will "Marnie", so wirkt es auf mich zumindest, nicht sein. Das Ganze erscheint schlicht zu ernst gemeint, greift ein eigentlich sehr reales Thema auf und kann es leider nicht mit der benötigten Glaubhaftigkeit umsetzen. Mit einem besseren Drehbuch und der inszenatorisch hochwertigen Umsetzung, ein großartiger Film. So ist es mir leider über weite Strecken aufgesetztes Theater, nicht schlüssig und überzeugend, und eben nicht auf einem Genregleiß fahrend, auf dem mir das nicht so wichtig ist. Die Besetzung halte ich ebenfalls nicht für optimal. Tippi Hedren hat Ausstrahlung, der ja auch Hitch verfallen war, aber hier stößt sie schon an die Grenzen ihrer darstellerischen Möglichkeiten. Nicht schlecht, aber die Rolle erfordert etwas mehr. Sean Connery ist 'ne coole Sau und lässt das viel zu deutlich raushängen. Das tut seinem Part nicht wirklich gut, gerade weil ich ohnehin nur schwer bis kaum nachvollziehen kann, warum er das alles veranstaltet. Das ist alles so schade, denn die Geschichte ist eigentlich toll, das Finale reißt trotz der Schwächen richtig mit und die Umsetzung ist klasse. Wäre das nur nicht so oft im geschriebenen Seifenoperbereich...
Ich würde gerne 7 Punkte geben, aber ich kann es nicht.

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JackoXL

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Tippi lässt sich hübsch anschauen und in "Die Vögel" mag ich sie auch. Nur hier sieht man ganz klar ihre Defizite. Sie soll eine schwierige Rolle glaubhaft spielen und schafft das nur bedingt. Sonst hatte Hitch da wirklich ein besseres Händchen, aber mein Gott, wer kann es ihm verübeln? Heute gibt es Megan Fox, wollen wir uns mal nicht beschweren. ;)


filmschauer

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Ach, ist Megan Fox noch im Geschäft? :P


uncut123

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

der beste hitchcock den ich bis jetzt schauen durfte...richtig geil gemacht und die doku auf der dvd war sehr informativ...freu mich immer mehr auf den neuen anthony hopkins film

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Freidenker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Marnie" ist sicher einer der ungewöhnlichsten,tiefgründigsten und daher auch streitbarsten Filme von Alfred Hitchcock.
Diesen Film als Thriller zu bezeichnen ist doch etwas irreführend,wobei es schwer ist diesen Film überhaupt in ein Genre einzuordnen.
Anfangs kommt der Film eher wie ein Krimi daher doch schnell zeigt der Film wie facettenreich er ist.
Die ganze Handlung ist mit psychologischen Elementen gespickt was sehr interessant ist,auch wen man sicher vorwerfen kann das der Film das ganze sehr vereinfacht darstellt,dafür ist die Geschichte jedoch großartig inszeniert.
Hitchcock lässt sich zu Beginn viel Zeit die ganzen Figuren vorzustellen,was man heute in Filmen leider oft vermisst.
Dazu hat der Film eine hervorragende Stimmung und eine gelungene musikalische Untermalung.
Das Ende ist zwar psychologisch sehr vereinfacht dennoch sehr gelungen,auch wen man sich etwas ähnliches schon vorgestellt hat.
Vom darstellerischen überzeugt Tippi Hedren auf voller Linie,wobei Sean Connery neben ihr doch leider etwa blass wirkt.

Alles in allem sicher nicht der spannendste Film vom großen Altmeister,dennoch einer der interessantesten Hitchcock Filme überhaupt und alle mal sehenswert.

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xsite

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Hab ich ähnlich empfunden. Vereinfachung heißt ja auch nicht unbedingt Falschdarstellung, in diesem Film wird für mich Ursache und Auflösung der Krankheit in den Vordergrund gestellt, sondern die Person und ihr Leben damit. Das hat mir sehr gefallen.


cpt. chaos

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Bewertung4.0Uninteressant

Alfred Hitchcock nahm sich ausgesprochen viel Zeit, um die Geschichte aufzubauen. Auf jeden Fall zählt "Marnie" nicht zu den spannendsten Werken des Altmeisters, dafür geradezu akribisch erzählt und mit einem gelungenen Ende versehen, aber bedauerlicherweise auch mit einigen vermeidbaren Längen.

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Cellmorbasg

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Bewertung7.5Sehenswert

Hitchcock stellt mal wieder die Psychologie in den Mittelpunkt seiner Handlung. Ob das nun besonders realistisch ist oder nicht, hat mich schon bei Spellbound nicht sonderlich interessiert. Ich bin kein Psychologe und wenn Hitchcock daraus eine gute Story macht, soll es mir recht sein. Im Groben ist ihm das gelungen. Insbesondere die Tatsache dass nicht nur Marnie, sondern auch Herr Rutland einen weg hat, ist lustig und beängstigend anzuschauen. Leider wird das bei Rutland überhaupt nicht vertieft, aber allein das süffisante Spiel von Mr. Bond, äh, Sean Connery natürlich, ist äußerst sehenswert. Tipi Hedren - aber dafür kann sie nichts - nervt dagegen von Zeit zu Zeit. Ja, rot steht ihr offenbar nicht, wir haben's verstanden. Denn das ist es was mich wirklich an den Psychologie-Spielchen bei Hitchcock nervt. Sie sind so übertrieben. Schon Gregory Peck hatte so dämliche Anfälle bei denen er sich in den Armen von Ingrid Bergman winden konnte. Hier ist es Hedren bei Connery. Trotz dieses Fehlers und Schwächen in der Story, hat der Film auch einige Schauwerte zu bieten. Allein das melodramatische Ende ist äußerst sehenswert, dazu noch der Beginn mit einer schwarzhaarigen Frau im Mittelpunkt des Geschehens, der Raub aus dem Tresor gegen die Zeit in der die Putzfrau kommt, die Aufeinandertreffen von Rutland mit seiner Schwägerin und auch Connery und Hedren harmonieren in den normalen Momenten sehr gut miteinander.

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dantesque

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich hatte "Marnie" vor zirka einem Jahr zum ersten Mal gesehen. Damals war das erst mein zweiter Hitchcock-Film (nach "Psycho") und so richtig gefallen wollte mir "Marnie" nicht. Der Film war mir damals einfach irgendwie zu bizarr, und ich konnte damit einfach nicht wirklich viel anfangen.

Jedenfalls ... heute, nachdem ich über 20 Hitchcock-Filme im DVD-Regal stehen habe, kann ich über meine ursprüngliche Einstellung zu "Marnie" nur den Kopf schütteln. Der Film gefällt mir mittlerweile sehr. Ich mag diese kleinen psychoanalytischen Puzzleteile - und mir ist's auch vollkommen egal, ob das damals oder heute State-of-the-Art war, was die Psychologie betrifft, oder nicht. Hitchcock war damit so oder so seiner Zeit einfach weit voraus.

Die Schauspieler sind natürlich auch nicht zu verachten. Tippi Hedren war schon eine äußerst hübsche Frau, und Sean Connery ist ja von Haus aus ein geiler Typ. Dazu noch Bernard Herrmanns fantastischer Score und Robert Burks formidable Kamera-Arbeit. Da gibt's nichts zu mäkeln.

Fazit: "Marnie" ist zwar nicht auf dem Niveau von "Vertigo", "Psycho" und "Das Fenster zum Hof" - dennoch ist es ein ausgezeichneter Film.

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aberaber

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich würde mich eher denen anschließen, die Marnie für einen nicht so gelungenen Hitchcock-Filme halten. Irgendwie stimmt die Chemie zwischen den Hauptdarstellern auch nicht.

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hollygolightly1

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich finde nicht, dass Marnie zu Hitchcocks schlechtesten Filmen gehört (abgesehen davon, dass Hitchcock keine "schlechten" Filme gemacht hat). Im Gegenteil, gerade durch seine Ungewöhnlichkeit ist er einer der besten Filme von ihm. Untypisch ja, schlecht nein. Marnie ist reine Psychologie. Trotz seiner Langatmigkeit ist er interessant und spannend. Tippi Hedren ist großartig! So wie auch in "Die Vögel". Außerdem liebe ich Bernard Herrmann für den traumhaften Score.

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Brotkind

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein ungewöhnlicher, und wahrscheinlich deswegen nicht sehr beliebter Hitchcock.
Zu Beginn des Films wird uns Marnie als eine Diebin und Lügnerin vorgestellt. Ein spannender Krimiplot entwickelt sich, doch dann gibt es eine Wende und plötzlich steht Marnies Psyche im Mittelpunkt. Der Film lässt sich sehr lange Zeit dafür, doch immer wenn es droht eintönig zu werden, kommt eine Hitchcock-typische Suspense-Szene. So wird die Spannung immer weiter aufgebaut und ins Unerträglich gesteigert, bis zum grandiosen, sehr intensiven Ende.
Tippi Hedren macht den ganzen Film über eine gute Figur, sie schafft es Marnies Anfälle, die leicht ins Lächerliche hätten abgleiten können, glaubwürdig rüberzubringen. Mit Sean Connery konnte ich mich nicht wirklich anfreunden, er wirkte auf mich mehr wie ein Cary Grant-Ersatz als ein eigenständiger Schauspieler. Der Score und Hitchcocks Inszenierung sind genial und über jeden Zweifel erhaben.
Ich kann "Marnie" jedem Psycho-Thriller-Fan ans Herz legen, und hoffe, dass diesem grandiose Film irgendwann genauso viel Anerkennung zu Teil wird wie den anderen Werken des Meisters.

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Sigmund

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Eine solche Anerkennung wird dem Film wegen dem vergurkten, etwas platten Ende und seiner teilweise arg vereinfachten Psychologie wahrscheinlich nie zuteil werden. Was schade ist, denn über weiteste Strecken ist MARNIE wirklich absolut großartig.


Brotkind

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Das Ende fand ich alles andere als vergurkt, es war für mich eine gute Auflösung der Geschichte. Die vereinfachte Psychologie ist natürlich ein Kritikpunkt, doch von der Spannung her ist "Marnie" genial, meiner Meinung nach sogar besser als "Rear Window". Daher wäre mehr Anerkennung verdient, auch wenn sie dem Film wahrscheinlich nie zuteil werden wird.


morlock

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Bewertung6.5Ganz gut

Einer von Hitchcock's schlechtesten Filmen.
Die Handlung erinnert an eine Soap Opera.
Der Film ist pseudopsychologisch und die leicht zickig/hysterische Tippi Hedren nervt.

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Janus Winter

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Bewertung6.5Ganz gut

Als Psychothriller unbrauchbar (wer ist nur auf die Idee gekommen, dieses Genre zuzuordnen?), als Psychoanalyse affig und simpel, aber als Liebesfilm äußerst romantisch. Ich möchte auch vom jungen Sean Connery aus meinen Neurosen und in die große Liebe gezwungen werden. Ein Hoch auf die androzentristische Unterwerfung! Nimm mich, du Tier!
Bytheway hat mich der ständige und zudem unnötige Einsatz von Bluescreen sehr gestört. Sieht doch sehr künstlich und albern aus.

Bunnyfaktor: 7 (ich liebe den 60s Look!)

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shadowhunting

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Alfred Hitchcocks dramatischer Thriller ''Marnie'' bietet eine facettenreiche Story mit einem komplizierten und undurchsichtigen Handlungsrahmen, der mit psychologischen Elementen gespickt ist und dabei stufenweise ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit entlüftet und verarbeitet. Ein Schicksalsschlag in der frühen Kindheit verändert das Leben der Hauptperson Marnie und löst dabei den psychologischen Effekt der ''Verdrängung'' aus. Der Ausweg aus dieser Zwickmühle scheint die Kriminalität zu sein, denn Marnie sucht sich ihre Arbeitsplätze gezielt aus um nach einer gewissen Zeitspanne den Tresor des Betriebs leer zu räumen. Bei diesen Delikten handelt sich weder um Mord, noch um Totschlag, aber dennoch schafft es Alfred Hitchcock eine prickelnde Atmosphäre aufzubauen und an allen wichtigen Stellen sein Gespür für fesselnde und ausgezeichnete Spannungselemente einzubringen und bei vielen Szenen und Sequenzen die Suspense in allen Zügen völlig auszukosten und zu genießen. Die Unklarheit um die Hauptperson wabert in dusteren Zügen um sie und es lässt sich teilweise nur erahnen, was ihr als Kind widerfahren ist. Insgesamt betrachtet überzeugt das faszinierende Schauspiel des Sean Connery, der mit all seinem Talent, seiner unvergesslichen Mimik und seinem schwarzen Humor eine Bereicherung für den Film darstellt und dadurch eine Menge an Sympathie dem Zuschauer abgewinnt. Die Dialoge sind exzellent geschrieben und umgesetzt worden und gerade durch die Gespräche zwischen den Hauptcharakteren sind zahlreiche Zitate zu entnehmen, die alle auf ihre eigene Art besonders wertvoll und aussagekräftig sind. Die Psychoanalyse ist vielleicht nur laienhaft vorgetragen, aber dennoch sind die Charaktere bewusst in den Fokus des Interesses gestellt, da sie auch den wichtigsten Teil der Story ausmachen und erst durch ihre Personen entfaltet sich der Hitchcock-Flair und die Dramatik. Ein Thriller der ganz anderen Art, ein Gewitter aus Blitz und Donner, welches erst gegen Ende des Films langsam der Sonne weicht und erst spät die Undurchsichtigkeit beendet wird. Der passende Moment ist immer das Ende, die prägenden Szenen hat Hitchcock über den gesamten Film verteilt, in einem Maß, sodass zu keinem Moment ein Hauch von Langeweile aufkommt.

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ElMagico

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Bewertung7.0Sehenswert

Das erste Drittel des Films war richtig gut...man wusste nicht wirklich woran man ist, hatte einerseits die Krimi-Handlung, andererseits merkte man, das mit dieser Marnie etwas nicht stimmt. Und beide Handlungsebenen sind Anfangs sehr einnehmend, besonders was Marnie angeht ist man schon sehr gespannt was da noch kommen mag, auch wenn man einiges schon erahnen kann. Tippi Hedren spielt die Marnie auch wirklich hervorragend und ist dazu auch noch hübsch anzuschauen, was man von einigen Set-Bildern leider nicht sagen kann, die sind für solch eine grosse Produktion teilweise erschreckend billig gemacht.
In dem Moment, in dem Marnie auffliegt und Rutland sie zur Ehe zwingt, beginnt das ganze etwas aus dem Ruder zu laufen. Rutland ist in seinem Verhalten und seiner Motivation nie wirklich zu fassen, will Marnie helfen, vergewaltigt sie andereseits seelisch, stellt aber auch keinen zerrissen Menschen dar, sondern wird von Sean Connery vielmehr als cooler, teils überheblicher Schönling dargestellt. Auch Marnies Verhalten ist in dieser Phase des Films Over-the-top, unverständlich und hysterisch...schön anzusehen ist Tippi Hedren aber immernoch. Für eine relative lange Zeit, dreht sich "Marnie" dann im Kreis, er will helfen, sie stösst ihn weg, er ist ekelhaft, sie stösst ihn weg...immer wieder und immer wieder ziemlich gleich. Ausser den schon beschriebenen Eigenschaften vermittelt Hitchcock aber kaum Inneres der Figuren, führt sie vor wie Puppen und konzentriert sich eigentlich nur auf die Beziehung der beiden, auch Nebenrollen verkommen im wahrsten Sinne des Wortes zu Statisten.
"Marnie" verliert für mich aber leider nochmal an Qualität, denn am Ende will Hitchcock alles Auflösen und das geht ziemlich nach Hinten los. Zu verschmerzen wäre es noch, das der Schlüssel zu Marnies Verhalten nicht halb so spektakulär ist, wie man anhand ihrer Psychosen dachte. Schlimm ist aber welch Hausfrauen-Psychologie uns Hitchcock auftischt um das alles zu erklären...ganz furchtbare Vereinfachung einer an sich komplexen Sache.
Die Krönung des ganzen sind aber Rutlands wohlgemeinte Worte an Marnie nachdem sie sich geöffnet hat...das hat Fremdschämpotential und das Niveau von Talkshows.
Enttäuscht hat mich diese zweite Hälfte des Films vorallem so sehr, weil die erste so gut war, aber so banal kann man so einen Stoff einfach nicht verarbeiten.
Waren die ersten 45 Minuten eine klare 9 für mich, so war der Schluss nur noch eine 4. Weil Tippi Hedren aber durchgängig hübsch anzusehen war, gibts ne salomonische 7!

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Scottie Ferguson

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Bewertung9.0Herausragend

Hitchcocks verschmähtes Meisterwerk

Truffaut nannte "Marnie" ein krankes Meisterwerk.Ein Film mit deutlichen Makeln, der aber dennoch unbestreitbare Wirkung auf den Zuschauer hat.
Ich verstehe, dass manche Marnie als kitschig und theatralisch beschreiben, das ist er auch, im besten Sinne sogar. Zu dem kommt die, nennen wir es mal "Küchenpsychologie", die für die inhaltlichen Schwächen verantwortlich ist. Das Buch folgt einer interessanten Idee, hat aber auch seine schwachen Momente.
Hätte jemand anderes als Hitch den Film gemacht, wäre daraus eine Katastrophe geworden. Gott sei Dank! Oder Hitch sei Dank!
Auf jeden Fall stellt er den formalen Teil mal wieder über alles. Mit einem unheimlichen visuellen Verständnis, das technischer Perfektion nahe kommt, inszeniert er diese Geschichte. Unterstützt vom großartigen Score von Bernard Herrmann macht er "Marnie" zum außergewöhnlichen Filmerlebnis.
Absolut unheimlich wie er die Szenen, die nüchtern betrachtet fast lächerlich wirken, dadurch zu Gänsehautmomenten macht.
Ich weiß, das hört sich blöd an, aber das ist so. "Die Form eine Hitchcock-Films schafft erst den Inhalt", sagte Chabrol. Bilder und Musik erzeugen überwältigende Emotionen, denen ich mich nicht entziehen kann und die die inhaltlich schwächere Basis vergessen lassen. Vor allem am Ende, in der Szene, in der ans Licht kommt, was damals in Marnies Kindheit geschah, schwanke ich permanent zwischen dem Gedanken wie overacted und thetralisch das Ganze ist und der puren Emotion, Gänsehaut, auch Faszination und diese hält auch noch lange nach dem Film an. Für mich als eher formal bedachten Zuschauer nachvollziehbar, für viele wohl eher nicht. Das alte Lied von Form und Inhalt. Die meisten stellen wohl den Inhalt doch über die Form. Für Hitchcock ist das jedoch kein Film mehr, sondern "Abfotografieren von Dialog", wie er selbst sagte.

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Scottie Ferguson

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Jaaa, wer hätte das gedacht ;)
Manchmal kann ich einfach nicht anders...


xsite

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Dem Stimme ich zu! Das mit der "Küchenpsychologie" möchte ich aber nochmal abgrenzen: Die Handlung ist stereotyp, die verschiedenen bewussten und unbewussten Verschleierungstaktiken "Marnies", und ihre durchlebten Zustände dagegen, sind vielfältig und detailliert dargestellt. Ein weiterer Pluspunkt: Film nimmt sich Zeit, überspringt nichts um den Zuschauer zu entlasten, außerdem war das Ende war für mich lange nicht klar. Bin sehr positiv überrascht!



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