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Die Königin und der Leibarzt - A Royal Affair

En Kongelig Affære (2012), DK Laufzeit 137 Minuten, FSK 12, Drama, Historienfilm, Kinostart 19.04.2012


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6.9
Kritiker
13 Bewertungen
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7.1
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337 Bewertungen
35 Kommentare
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von Nikolaj Arcel, mit Mads Mikkelsen und William Jøhnk Nielsen

Die Königin und der Leibarzt erzählt eine der emotionalsten Begebenheiten der Europäischen Geschichte, nämlich das Macht- und Liebes-Dreieck zwischen der dänischen Königin Caroline Mathilde (Alicia Vikander), ihrem geisteskranken Mann, König Christian VII. (Mikkel Følsgaard), und dem deutschen Arzt und Aufklärer Johann F. Struensee (Mads Mikkelsen). Die drei lösen in Folge ihrer emotionalen Verstrickungen eine Revolution aus, die ihr Leben und die dänische Nation maßgeblich verändern wird.

Hintergrund & Infos zu Die Königin und der Leibarzt
Die Königin und der Leibarzt (OT: En kongelig affære) wurde vom Dänen Nikolaj Arcel inszeniert, der sich zuvor als Drehbuchautor z.B. zu Verblendung hervortat. Die Rolle der Königin wurde von der aufstrebenden schwedischen Schauspielerin Alicia Vikander übernommen, wohingegen als Leibarzt der etablierte internationale Star Mads Mikkelsen (James Bond 007 – Casino Royale) agiert. Seine Premiere feierte Die Königin und der Leibarzt auf der Berlinale 2012.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Die Königin und der Leibarzt - A Royal Affair
Genre
Drama, Historienfilm, Melodram
Zeit
Aufklärung, Vergangenheit
Ort
Dänemark
Handlung
Affäre, Arzt, Exekution, Frau zwischen zwei Männern, Freigeist, Freiheitsdrang, Gesellschaft, Höfisches Leben, König, Königin, Liebe, Liebhaber, Ménage à Trois, Psychose
Stimmung
Berührend, Ernst, Traurig
Zielgruppe
Frauenfilm
Verleiher
MFA+ / Filmagentinnen
Produktionsfirma
Film i Väst, Sirena Film, Sveriges Television, Trollhättan Film AB, Zentropa Entertainments

Kritiken (12) — Film: Die Königin und der Leibarzt - A Royal Affair

Sam Adams: L.A. Times Sam Adams: L.A. Times

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6.5Ganz gut

Die Konflikte in 'A Royal Affaire' werden leider nicht wirklich aufgelöst, doch während des Film entsteht wenigstens eine angemessene Diskussion zu politisch und religiösen Themen.

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CINEMAN.ch

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8.0Ausgezeichnet

Als Leibarzt des dänischen Königs Christian VII. (Mikkel Følsgaard) hatte Johann Friedrich Struensee (Mads Mikkelson) im 18. Jahrhundert genug Einfluss um das rückständige Dänemark in einen aufgeklärten modernen Staat zu verwandeln. Doch den in ihrer Macht eingeschränkten Adeligen war der Reformer ein Dorn im Auge. Bestechend fotografiert und grossartig ausgestattet ruft A Royal Affair spannend eine wenig bekannte Episode der Geschichte in Erinnerung. Allerdings gelingt es Nikolaj Arcel weder dem Drama Dringlichkeit zu verleihen noch Gegenwartsbezüge herzustellen.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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8.5Ausgezeichnet

Die präzise Schilderung einer Epoche, eines politischen Zustandes, eines Hoflebens [...] – das alles enthält dieser sorgfältig gestaltete Film, ein episches und formal üppiges Stück dänische Geschichte.

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Robert Cherkowski: Schnitt Robert Cherkowski: Schnitt

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4.5Uninteressant

Wenn nicht gerade versucht wird, mittels einer formelhaft umgesetzten Love-Story emotionale Fallhöhe herzustellen, erinnert Nikolaj Arcels Historienreigen an jene Filme, die faule Geschichtslehrer ihren Schülern gern in müßigen Doppelstunden gezeigt haben.

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P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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8.0Ausgezeichnet

Der Regisseur Nikolaj Arcel mag ein konventioneller Erzähler sein, aber seine Geschichtsstunde in Sachen Aufklärung wirkt anregend und jederzeit modern.

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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de

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8.5Ausgezeichnet

Trotz des historischen Themas ist dem jungen Regisseur Nikolaj Arcel ein sehr moderner Film gelungen. [...] Die prunkvolle Ausstattung und Kostüme treten so in den Hintergrund, während die eigentliche Essenz der Geschichte, die Emotionen, die Intrigen, die Politik, in den Vordergrund gestellt werden.

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Ulrich Sonnenschein: epd-film Ulrich Sonnenschein: epd-film

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7.0Sehenswert

Obwohl Mikkel Boe Følsgaard als Chris­tian auf der Berlinale als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde, ist es doch Mads Mikkelsen, der mit seinem schrägen Gesicht, den immer etwas zu traurigen Augen und dem kraftvollen Unterkiefer den Film trägt.

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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online

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8.5Ausgezeichnet

Regisseur Nikolaj Arcel, der zusammen mit Rasmus Heisterberg das mit dem Berlinale-Bär preisgekrönte Drehbuch schrieb, präsentiert mit Die Königin und der Leibarzt ein Drama vom Feinsten - nicht nur für moderne Romantiker.

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José Garcia: Textezumfilm

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5.0Geht so

Die Mischung aus Liebesfilm und politischer Tragödie wird von den Idealen der Französischen Revolution geprägt. Dies verdeutlicht bereits eine Texttafel zu Beginn von „Die Königin und der Leibarzt“. Dazu führt Regisseur Nikolaj Arcel aus: „Heute, in Zeiten von intellektueller Intoleranz und von Fundamentalismus“, sei sein Film „auch eine Hommage an die Gedanken der Aufklärung, die Gedanken von Männern wie Voltaire und Struensee“. Diese teilweise aufdringliche Idealisierung der Aufklärung in ihrem Kampf gegen den Einfluss des Adels und der Kirche schmälert jedoch den Wert eines insgesamt gut gespielten und gut inszenierten Films.

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Esther Buss: Film-dienst Esther Buss: Film-dienst

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5.5Geht so

So locker der Film streckenweise auch inszeniert ist, steht er letztlich doch für einen unbefriedigenden Kompromiss: Die Königin und der Leibarzt hat zwar weitaus Interessanteres als das auf reine Schauwerte ausgerichtete Kostümkino zu bieten, doch eine eigenständige, in irgendeine Richtung fokussierte Sicht auf die geschichtlichen Ereignisse bleibt aus.

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Julia Stache: Outnow.ch Julia Stache: Outnow.ch

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7.0Sehenswert

Es macht ungemein Spass, der Geschichte zu folgen, auch wenn sie vorhersehbar ist.

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SchnabelPower: filmosophie.com

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8.0Ausgezeichnet

Regisseur Nikolaj Arcel inszeniert sein Kostümdrama glücklicher Weise nicht zu kitschig und widmet den politischen Umwälzungen durch Struensee ebenso viel Aufmerksamkeit wie der Lovestory. Auch für Geschichtsignoranten wie mich wird aber leider durch die Rahmenhandlung das Ende vorweg genommen. Vielleicht lag es daran, dass mich Die Königin und der Leibarzt – A Royal Affair nicht komplett mitreißen konnte.

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Kommentare (23) — Film: Die Königin und der Leibarzt - A Royal Affair


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mme.lehmann

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Bewertung7.5Sehenswert

Hui, mir ist vorher noch nie aufgefallen, wie häufig Filmfiguren ihrem Tod gelassen gegenübersehen. Wenn man dann einen Film sieht, in dem der zum Tode Verurteilte bittere Tränen weint, weil er sein Leben als unvollständig begreift, ist das ein starker Kontrast zum gewöhnlichen Film und dementsprechend sehr berührend.
Ich habe mich auch gefreut, dass "Die Königin und der Leibarzt" nah an der historischen Vorlage bleibt, nichts hinzu- oder wegdichtet. Christian ist natürlich ein sehr krasser Protagonist; allerdings war der echte Christian auch geisteskrank und von daher wahrscheinlich nicht viel ruhiger als die Filmfigur.
Die Liebesgeschichte, die sich zwischen Königin und Leibarzt entspannt, ist ganz zart und anrührend, zu keiner Zeit durch Overacting getragen. Zum Glück!
Darüber hinaus ist der Film auch eine anschauliche Darstellung der Entwicklung der Aufklärung - wichtige Ideen (Rousseau, Voltaire etc.) werden zumindest angerissen. Dadurch erlangt der Film schon sehr viel mehr Tiefe als die durchschnittliche Historienromanze.
Einzig die Länge hat mir etwas missfallen. Allein 10 Minuten weniger hätten das Ganze etwas dichter erscheinen lassen.

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AmeliaPond

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die besten Absichten können zu den schlechtesten Konsequenzen führen.

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Schlegel

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Getragen und leichtfüssig, üppig und klar, klassisch im Aufbau, frisch in den Details. Schauspieler, die mit Blicken alles erzählen können. Sinnlich, spannend, sehr, sehr traurig. Ich bin happy!

bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Jenny von T

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Habe den Film eigentlich schon seit Ewigkeiten auf dem Schirm und jetzt gerade frage ich mich, warum ich ihn noch immer nicht gesehen habe. Danke für die Memo, Schlegel!


Schlegel

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:) Gerne. Hoffe, du magst ihn. Manche Kritikpunkte kann ich verstehen, würde sie dem Film aber nie vorwerfen. Mich hatte er total.


CrazyWizard

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Geschichte bringt immer die spannendsten Stories hervor und eben auch diese von "Die Königin und der Leibarzt". Beeindruckend, dass dies wirklich geschehen ist, dass sich ein einfacher Arzt so in das Vertrauen eines Königs arbeitete und als einziger ihn als Opfer der Ständegesellschaft sah und nicht bloß als wahnsinnig abstempelte. Ein toll inszeniertes Historiendrama mit guten Schauspielern und mit klarem Buch und verständlicher Erzählstruktur.
Für Geschichtsfreaks ein unbedingtes Muss!

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moviereporter

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Bewertung5.5Geht so

Die erste Stunde ist zäh wie ein alter Kaugummi, danach kommt ein wenig Zug in den Haufen und 'A Royal Affair' kann gegen Ende sogar ein wenig berühren.

Insgesamt aber doch ein sehr konservatives und konventionelles Kostümdrama ohne Überraschungen oder gar frischen Wind.

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chris-danese

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die wirklich geschehene bzw. überlieferte Historie ist so packend, dass sie im Film fast 1:1 umgesetzt werden konnte. Allein das ist schon bemerkenswert und es ist bemerkenswert gut gelungen. Obwohl ich Enquists Buch schon kannte, war der Film ergreifend und spannend. Gelungene Atmosphäre, historische Authentizität und filmgerechte Abstraktion wirken ausgewogen.

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Ruste

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Abgesehen davon, dass es kaum einen Film gibt, der den Geist der Aufklärung und den sozialen Umbruch der damit einherging so gut dargestellt und erklärt hat, habe ich selten eine so glaubwürdige und packende Liebesgeschichte gesehen. Die Begierde zwischen der Königin und dem Leibarzt ist greifbar und packend. Der verrückte König Christian ist, wie schon mehrfach gesagt, sehr unterhaltsam, aber auch glaubhaft.

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funchantuk

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Bewertung7.5Sehenswert

Weniger Romanze als erwartet, was aber nicht schlecht ist. Gute Ausarbeitung der Thematik, auch ohne Hintergrundwissen.

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DieFilmguckerin

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Bewertung5.0Geht so

Eine junge Frau wird mit einem König verheiratet, natürlich hat sie ihn noch nie gesehen, glaubt aber an eine gute Partie, klug, kultiviert und gutaussehend, das muss doch bei einem König drin sein? Natürlich ist dem nicht so, der Gatte stellt sich als grober, unangenehmer Geselle heraus, glücklicherweise gibt es aber noch andere Männer am Hof! Diese Geschichte ist nun wirklich nichts Neues und uns allen ist bereits klar, dass das Ganze nur zur Katastrophe führen kann. Angesiedelt ist das Ganze im Dänemark des 18. Jahrhunderts und basiert – selbstverständlich – auf wahren Begebenheiten. Der Arzt von der Straße wird nach und nach engster Vertrauter des geistig verwirrten Königs, sodass er diesen beeinflussen und lenken kann, am liebsten in eine aufgeklärte Richtung. Auch politisch ist das Ganze also ein Pulverfass, die Affäre mit der Königin macht die Situation natürlich nicht weniger explosiv.

Überzeugen können in diesem Film besonders die männlichen Hauptdarsteller Mads Mikkelsen als Arzt und Mikkel Boe Følsgaard als König, gegen die die nur relativ farblose Alicia Vikander als Königin schwerlich anspielen kann. Besonders die psychisch labile und manisch-depressive Gestalt des Königs wird hervoragend verkörpert und glaubhaft und unterhaltsam vermittelt. Aber auch Mads Mikkelsen ist in gewohnt guter Form und überzeugt voll und ganz.

Zusammenfassend hat man es hier mit einem angenehmen Kostümfilm zu tun, der hier und da seine kleinen Höhepunkte und schauspielerischen Glanzleistungen hat, es gibt schöne Kostüme und Kulissen hier und da, insgesamt bleibt der Film aufgrund seiner vorhersehbaren und wenig innovativen Handlung und Machart nur im Mittelmaß.

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Argus

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Bewertung9.5Herausragend

Schöner wunderbarer Film über den zum größten Teil kranken Adel mit seinen wahnhaften Vorstellungen Menschen zu "regieren" damals wie auch heute...Struensee war der Held dieses epochalen Films.Ein Freidenker wie man sich ihn wünscht.Gerade heute bräuchte man mehr von seiner Sorte.Die Dialoge waren ebenso erstklassig wie das Schauspiel an sich guter Sound rundet das ganze noch ab.Ich bin sehr beeindruckt.

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MarcelN44

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Bewertung7.0Sehenswert

Nominiert für den Oscar als bester fremdsprachiger Film 2013 ist diese dänische Produktion, in der Mads "Le Chiffre" Mikkelsen als Leibarzt des geistig verwirrten dänischen Königs ein Verhältnis mit dessen Frau eingeht und nebenbei die Aufklärung im Dänemark des 18. Jahrhundert vorantreibt.

Diese interessante Passage aus Dänemarks Geschichte ist interessant inszeniert, mit interessantem Cast (Mikkel Boe Følsgaard gewann für seine Darstellung des Christian VII. 2012 den Silbernen Bären in Berlin) und interessanten Bildern. Für mich als Freund von Biographien alles in allem interessant! :-)

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angelmoonsoul

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Endlich habe ich nun diesen tolle Film gesehen. Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert. Alicia Vikander brilliert in der Rolle der dänischen Königin Caroline Mathilde.
Mads Mikkelsen ist wie so oft in seinen Filmen absolut top!
Mikkel Boe Følsgaard wurde zurecht als bester Darsteller ausgezeichnet.

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mattxl

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Bewertung6.5Ganz gut

Die Maximen der Aufklärung sind für uns etwas Selbstverständliches geworden (sieht man mal von religiösen Fundamentalisten oder Neonazis etc. ab). Aufklärung ist Mainstream, und, hier gilt zu recht mehr als sonst: "Mainstream isn't so bad". - "Die Königin und der Leibarzt" erinnert daran, dass dies hart erarbeitet - erlitten , ja erstorben - werden musste. Aufklärung ist immer wieder gefährdet bzw. kann immer wieder zurückgeworfen werden, weil das Beharrungsvermögen von Traditionen zu groß ist. Mehr noch: Der Film weiß auch um die "Dialektik der Aufklärung" - er weiß darum, dass auch in aufklärerischen Zeiten von Aufklärern nach "Zensur" gerufen wird. Er weiß, dass eine Aufklärung, die zwar "für das Volk" ist, aber das "Volk" nicht mitnimmt, totalitär werden kann.

Eigentlich ist die Geschichte der Aufklärung mit all ihren Kämpfen und Verrenkungen die spannendste Geschichte, die es gibt. Was da alles im 18. Jarhhundert gärt, ist aus heutiger Sicht kaum noch vorstellbar. An der Person Struensee ließe sich das wunderbar durchdeklinieren. Das passiert im Film leider nicht. Er ist leider nicht "spannend". Vordergründig machen Regie und Drehbauch alles richtig: Man hält sich weitgehend an die Geschichte, Kostüme historengerecht, Darsteller alle klasse. Alles bestens? Es wird nur leider keine Geschichte daraus, bei der der Zuschauer sich fragt: Was hat da mit mir zu tun?

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BaltiCineManiac

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Bewertung7.5Sehenswert

Nach bereits drei Verfilmungen, von denen „Herrscher ohne Krone“ mit O. W. Fischer und Horst Buchholz aus dem Jahr 1956 wohl die bekannteste sein dürfte, ist dies nun die vierte, die sich der auf Tatsachen beruhenden Begebenheiten am dänischen Königshof zum Ende des 18. Jahrhunderts annimmt. Das auf der diesjährigen Berlinale mit zwei Silbernen Bären ausgezeichnete Historiendrama schwelgt in erlesenen Bildern, prächtigen Kostümen und Szenenbildern, unterlegt mit der schönen Musik von Gabriel Yared, bleibt aber mit seiner recht konventionellen Inszenierung etwas hinter den Erwartungen zurück und kratzt nur an der Oberfläche, was vielleicht auch daran liegt, dass es Liebesdrama, Charakterporträt und Politthriller in einem sein will und damit wohl etwas zu viel Stoff für einen Film geschultert hat.

Mads Mikkelsen als deutscher, der Aufklärung anhängender Armenarzt aus Hamburg Altona, der sich in die freidenkerische Königin verliebt und die Gunst des geistig etwas indisponierten dänischen Königs gewinnt, um mit den Gedanken von Rousseau und Voltaire im Gepäck schließlich die Staatsgeschäfte fast komplett an sich zu reißen und für kurze Zeit frischen Zukunftswind in das feudalistische Dänemark zu bringen, spielt seine Rolle gekonnt und mit stoischer Routine, ist aber nicht wirklich herausragend und weiß nur zum Schluss zu berühren. Die Schau stehlen ihm der Kinofilmdebütant Mikkel Boe Følsgaard als genial-schräger Psychokönig und die anmutige Alicia Vikander als Königin. Regisseur Nikolaj Arcel, dem man nach seinem spannenden Politverschwörungsstück „Königspatience – Intrige im Parlament“ etwas mehr tiefer greifenden Biss zugetraut hätte, liefert mit diesem Film trotz allem aber ein sehenswertes Stück dänisches Ausstattungskino in bester britischer Tradition ab.

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DerDude_

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Bewertung6.0Ganz gut

Vielleicht bin ich, was Geschichte angeht, nicht interessiert genug aber "Die Königin und der Leibarzt" bleibt für mich ein typisches Kostümfilmchen mit opulenter Kulisse aber mit schwachem Inhalt.
Zu erst einmal stoß es mir negativ hervor das der Film die Rolle von Christian VII derartig überzogen darstellt sodass der Film mir über weite Strecken wie eine Satire vorkam.
Zugegeben : Die Bilder sind recht ansehnlich und die Ausstattung und Kostüme sehen blendend aus. Doch die Geschichte verfügt über nahezu keinerlei Höhepunkte und die Leistungen der Darsteller würde ich als durchschnittlich bezeichnen (von dem brillianten Mads Mikkelsen einmal abgesehen).
Insgesamt ein typischer Film wie man ihn in der Schule zeigt. Irgendwie lehrreich aber so lang das er mehrere Unterrichtsstunden beansprucht. Naja, besser als Unterricht ist er allemal.

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Ichundso

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Bewertung9.0Herausragend

Der neue dänische Film "Die Königin und der Leibarzt" oder "A Royal Affair" von Regisseur Nikolaj Arcel und dem bekannten Produzenten Lars von Trier hat folgendes großes Problem: Es handelt sich um ein Kostümdrama über das Königshaus Dänemark im 18. Jahrhundert. Und wer nach dieser Inhaltsangabe noch wach ist, wird außerordentlich positiv überrascht werden.

"Die Königin und der Leibarzt" ist einer dieser wunderbaren Fälle eines Filmes, bei dem jeder etwas anderes sehen kann. Wenn man will, kann man den Film als tragische Liebesgeschichte sehen oder als politischen Thriller. Man kann ein psychologisches Drama über die Verwicklungen von Macht, Mut und Naivität darin finden, genauso wie eine spannende Geschichtsstunde in Filmform oder einen beinahe theatralischen Dialogkampf mit interessanten Charakteren und Charakterschauspielern. Man kann sich aber auch einfach durch die fantastischen Bilder treiben lassen und in einer Zeit versinken, über die man nie gedacht hätte, dass sie so interessant sein könnte. Und das Schöne ist: Keine dieser Sichtweisen ist richtig oder falsch. Sie haben aber gemeinsam, dass sie alle fabelhaft funktionieren und wie man "Die Königin und der Leibarzt" auch sieht, man hat eine tolle Zeit dabei und fühlt sich so gut unterhalten wie bei nur wenigen Filmen in diesem Jahr.

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xTimmaex

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War auf jeden Fall ziemlich gut, aber die zweite Hälfte hat sich für mich doch ziemlich gezogen (*SPOILER* ab dem Punkt wo Struensee anfängt, die Macht zu übernehmen*SPOILER*). Der Film lebt vor allem von seinen Schauspielern, wobei ich Vikander und Følsgaard sogar noch besser fand als Mikkelsen.


Ichundso

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Ab dem Punkt fand ich es immer noch sehr interessant, die Erzählstruktur brauchte auch diesen Bruch, sonst wäre es langweilig gewurden. Die Szene zum Beispiel, in dem Struensee widerwillig die Zensur wieder einführt, war für mich einer der besten Momente des Films.
Gerade dass die Handlung trotz historischer Fakten immer ein bisschen unvorhersehbar blieb, fand ich großartig.


BlueSquirrel

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Bewertung5.5Geht so

Annehmbarer Film am dänischen Hof mit Renaissance-Aufklärung im Gepäck gegen feudalistische Barbarei im Vorstadium der Bedeutungslosigkeit. Jean-Jacques Rousseau oder Voltaire erringen via dem Leibarzt des geistig abgerackerten Königs kurzzeitig einige Kontrolle über die dänische Monarchie. Das war es dann aber auch. Zwischen anscheinend unabdingbarem Klaviergeklimper, einer passionierten Liebesbeziehung und über haufenweise Perücken reiht sich dieser Film in sein extrem vorhersehbares Kaffeeklatsch-Genre bequem ein. Jeder der anderes behauptet, hat einen anderen Film erlebt. Was tun die Blaublütler wieder so heute? Es gibt hier keinen Versuch einen eigenständigen Stil zu entwickeln, der wirklich einmal frischen Wind in die Bude pusten würde (Und ja! Ich hab da so meine Ideen). Wäre Alicia Vikander nicht so unglaublich hübsch und Mads Mikkelsen nicht so unglaublich cool, gäb es für die Festival-Spezialisten wohl kaum Gründe "En kongelig affære" außergewöhnlich hervorzuheben. Viel zu lang, viel zu unoriginell und viel zu offensichtlich. Aber ich hab' ja nich' gesagt, dass der Film schlecht ist. Viel Spaß.

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Geistertexter

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Bewertung5.5Geht so

Die Liebe zwischen Struensee und Königin erlebte ich im Kino nur als Behauptung. Nichts in dieser aufgesetzten Amour Fou, die in der ursprünglich gedachten politischen Erzählung zu viel Raum einnimmt, läßt sich aus meiner Warte als romantische Innigkeit oder aufrichtige und letztgültige Hingebung deuten. Beide Hauptdarsteller lassen die Tiefe der von ihnen abgebildeten Charaktere in meinen Augen blass und ohne Esprit im wankelmütigen Spiel zwischen Macht und Lust verkümmern. Hätte das große europäische Thema der Aufklärung statt des ausgewalzten Herzschmerzes detaillierter im Dialog und auch in differenzierteren Nebenfiguren abseits des gezeigten Gut-Böse-Schemas seinen Ausdruck gefunden und im eigentlichen Zentrum der Handlung gestanden, wozu auch der König Chistian (großartig Mikkel Følsgaard) und dessen verhaltensoriginelle Eigenarten gehören, dann wäre es womöglich tatsächlich der Film geworden, der den Preis für das Beste Drehbuch auf der Berlinale 2012 verdient gehabt hätte.

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chriskaps

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Bewertung6.0Ganz gut

Interessant vor allem weil ich überhaupt nichts über diese Kapitel der Geschichte zwischen Dänemark und Deutschland weiß. Aber Mads ist als Struensee leider zu hölzern, den flammenden Aufklärer hätte ich mir anders vorgestellt. Und 138 Minuten hätten es auch nicht sein müssen.

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Sigrun

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Zeit der Aufklärung ist eine meiner Lieblingsepochen, wenn man dazu noch ein bisschen Horkheimer und Adorno (z.B. "Die Dialektik der Aufklärung") liest, kann man getrost sagen: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“

P.S. Mads Mikkelsen <3

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