Yojimbo - Der Leibwächter

Yojimbo, JP 1961

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7.7

Sehenswert

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Kritiker: 8.7

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Genre
Thriller, Drama
Inhalt

Der arbeitslose Samurai Sanjuro kommt auf der Wanderschaft durch das Japan des vorigen Jahrhunderts in ein abgelegenes Bergdorf, wo zwei verfeindete Familienclans mit allen Mitteln um die Vorherrschaft kämpfen. Geschickt macht sich Sanjuro die Rivalitäten zunutze, ergreift mal hier, mal dort Partei und spielt in einem gewagten Intrigenspiel beide Banden gegeneinander aus.

Cast
Toshirô Mifune, Tatsuya Nakadai, Yôko Tsukasa, Isuzu Yamada, Daisuke Katô, Seizaburô Kawazu, Takashi Shimura Mehr
Regisseure
Akira Kurosawa
Autoren
Akira Kurosawa, Ryuzo Kikushima
Laufzeit
110 Minuten

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Kritiker — Ausgezeichnet 8.7

Der Film Yojimbo - Der Leibwächter wurde von 13 Kritikern bewertet.

Fricki76: Asianfilmweb.de

9.0Herausragend

Der Frieden und die Ruhe in einem kleinen japanischen Städtchen wird immer wieder von zwei um die Vorherrschaft kämpfenden rivalisierenden Banden in Frage gestellt. Die übrigen Stadtbewohner sind die Leidtragenden. Als der Ronin Sanjuro Kuwabatake (Toshiro Mifune) auf der Durchreise von den Verhältnissen in der Stadt erfährt, beginnt er abwartend zu beobachten, was genau die Dynamik des Machtkampfes ausmacht und wer die Rädelsführer sind. Dann beschliesst er, die beiden Banden gegeneinander auszuspielen mit dem Ziel, dass diese sich gegenseitig auslöschen. Zunächst verpflichtet er sich als Schwertkämpfer bei dem einen Bandenchef Seibei, doch dessen Frau Orin (Isuzu Yamada) hintergeht den Samurai. So kündigt dieser kurz vor dem grossen Kampf seine Dienste auf und der Kampf bleibt aus. Bald schon wirbt die Gegenseite um dessen Oberhaupt Ushitora um Sanjuros Dienste als Leibwächter. Doch der ist geschickt genug, sich aus allem herauszuhalten, während er gleichzeitig die beiden Seiten gegeneinander aufstachelt. Als jedoch unerwartet Ushitoras Bruder Unosuke (Tatsuya Nakadai) auftaucht, der einen Revolver besitzt, wendet sich das Blatt zugunsten von Ushitoras Bande. Die angeheizte Stimmung lässt sich nicht mehr beruhigen und schon bald wird ein Kampf zwischen Sanjuro und dem überheblichen Unosuke unausweichlich. Doch dieser hat die Cleverness und auch die Schwertkunst des Ronin unterschätzt...

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10.0Herausragend

Jeder Aspekt dieses Films zeugt von Meisterschaft, seien es die virtuosen, hocheleganten Breitwand-Kompositionen des Kameramanns Kazuo Miyagawa oder das ausdrucksstarke Spiel des Hauptdarstellers Toshiro Mifune. Mit seinem coolen Helden, seiner spannenden Story und seinem schwarzen Sinn für Humor qualifiziert sich "Yojimbo" bereits als gelungener Actionfilm; doch die Raffinesse, die Sorgfalt und letztendlich das Genie seiner Macher erheben ihn zum Meisterwerk.

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Kommentare — Sehenswert 7.7

Der Film Yojimbo - Der Leibwächter wurde von 196 Mitgliedern bewertet.

dbeutner

Bewertung7.5Sehenswert

"Für eine Handvoll Dollar" (nicht: Dollars) habe ich noch nicht gesehen; Last Man Standing empfinde ich allerdings als sehr viel cooler als Yojimbo, der sehr düster angelegt ist, durchaus seine Spannung und auch leichte Komik enthält, aber doch sehr, sehr asiatisch daherkommt. Ein "Späteastern" - der Revolver hält Einzug und macht das Samurai-Leben härter als es bis dahin war.

Hier gibt es übrigens einen netten Vergleich der drei Werke: http://filmvergleich.pixelspace.org/home.html

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cannibal83

Bewertung7.0Sehenswert

Ist bestimmt ein ganz großer und wichtiger Film, nur wenn man vorher schon "Für eine handvoll Dollar" gesehen hat, funktioniert das nicht mehr so wirklich. Leone's Remake sprach mich einfach besser an, ob's jetzt daran lag das die Story noch unbekannt war oder weil der Film eher den westlichen Sehgewohnheiten entsprach, vermag ich nicht zu beurteilen.

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Bradbury

Bewertung10.0Lieblingsfilm

Mit "Yojimbo" lieferte Kurosawa die Blaupause für den Italo-Western. Im Mittelpunkt steht ein zwielichter Samurai names Sanjuro Kuwabatake, der zwar ehrenswerte Ziele verfolgt, sich aber, um sie zu erreichen, der gleichen Mittel bedient und ähnlich skrupellos agiert wie seine Gegenspieler, die Banditen. Zwar merklich inspiriert von den US-Western jener Zeit, beschreitet Kurosawa neue Pfade: Einen aufrichtigen Helden gibt es nicht, die Grundstimmung ist ungleich düsterer und pessimistischer als bei seinen amerikanischen Kollegen und alle Taten und Untaten sind vorrangig dem Streben nach Gold geschuldet.
Nebenbei hatte "Yojimbo" auch einen starken Einfluss auf das Jidai-Geki-Genre und ebnete den Weg für ähnlich gelagerte Figuren wie den blinden Samurai Zatoichi oder den einsamen Wolf Itto Ogami.
Ein (in jeder Hinsicht) inspirierendes Meisterwerk. ;)

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

Brennegan

Toll, ich wollte das mit dem Western schreiben. Du hast einen Tag, den Kommentar umzuschreiben, ansonsten melde ich ihn ;) Mist, geht ja gar nicht!
Kannst du einfach auch mal meine Gedanken, meine sein lassen!


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