Sanjuro

Tsubaki Sanjûrô (1962), JP Laufzeit 96 Minuten, FSK 12, Abenteuerfilm, Actionfilm, Komödie, Kinostart 28.06.1985

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7.2
Kritiker
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7.2
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233 Bewertungen
13 Kommentare
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von Akira Kurosawa, mit Toshirô Mifune und Tatsuya Nakadai

In einem verlassenen Tempel trifft sich eine Gruppe von jungen Samurai, die der Korruption innerhalb des Clans überdrüssig sind. Sie ziehen den Vorsteher Kikui zu Rate. Sanjuro, der nur zufällig auf die Gruppe trifft, erkennt, daß Kikui nicht der vermeintliche Helfer sondern Urheber einer Verschwörung ist.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (2) — Film: Sanjuro

Arakune: CinemaForever, Im Wendekrei...

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7.0Sehenswert

[...] Die Gegensätze sind es, mit denen Kurosawa spielt - während Sanjuro denen mit aufrichtigem Herzen helfen möchte und nicht viel mehr als etwas Nahrung und Trinken dafür verlangt, giert Muroto nach Macht und geht dabei bisweilen sogar über Leichen; ähnlich verhält es sich mit dem eindrucksvollen Kontrast zwischen dem verträumten, mit wunderschönen japanischen Pflanzen geschmückten Garten, in dem unsere neun Kämpfer hauptsächlich Zuflucht finden, und dem bildlich angedeuteten Kriegsschauplatz, der sich rund um die Mauern dieses beschaulichen Grundstücks herum erstreckt. Doch die anfangs noch leicht zu ermittelnde Relativität von Gut und Böse wird spätestens mit der Schlusseinstellung eindrucksvoll in Frage gestellt. Der 1962 erschienene Film ist ein etwas in die Jahre gekommener, jedoch stets sehenswerter Beitrag über Ying und Yang, Gut und Böse; der herrenlose, umherreisende Sanjuro die veranschaulichte Grauzone dessen.

Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

alviesinger: bummelkino

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9.0Herausragend

Kurosawas "Yojimbo"-Sequel - nicht ganz so düster, dafür mit einer dicken Portion schwarzen Humors ausgestattet, darf Toshiro Mifune einmal mehr gegen Korruption und Machtgier kämpfen und in seiner stoischen Art die Samurai-Jungspunde ermahnen. Den gerechten Kampf stets im Auge, strauchelt der Antiheld Sanjuro/Yojimbo über Selbstzweifel, die aus aktuellen Handlungen und seiner blutgetränkten Vergangenheit herrühren. Wie ein Überbleibsel aus vergangenen Zeiten steht Sanjuro ganz bedröppelt da, als das weibliche und hier überaus selbsbewusst abgebildete Geschlecht ihn tadelt. Im blutigen Finale folgt er jedoch der Tradition und zieht einsam von dannen.

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Kommentare (10) — Film: Sanjuro


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Acry

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Bewertung7.0Sehenswert

Kurosawas Filme entfalten ihr Potential ganz besonders, wenn man bedenkt, wie früh sie in der Kinogeschichte gedreht wurden. Was wir hier sehen ist nicht nur filmische Ästhetik auf hohem Niveau, sondern auch visionär. Mifune spielt einen sehr interessanten und für diese Zeit sicher untypischen Charakter. Allerdings - und das gebe ich offen zu - erfordern irgendwie besonders Kurosawas schwarz/weiß Filme viel Aufmerksamkeit (zumindest ist das bei mir so...). Ich weiß nicht genau, woran es liegt, denn wirkliche Längen gibt es in Sanjuro eigentlich nicht, aber die schwarz/weiß Optik empfand ich teilweise als etwas ermüdend.
Trotzdem ein sehenswertes Stück Filmgeschichte mit starkem Ende.

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Pyro 91

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Bewertung7.5Sehenswert

Kurosawas Quasi-Sequel zu "Yojimbo - Der Leibwächter" erweist sich intrigenreicher, poetischer Samurai-Actionfilm angereichert mit einer Prise Humor und geschultert mit der üblichen Leichtigkeit von einem großartigen Toshiro Mifune. Einige Plotelemente wurden zwar aus "Die sieben Samurai" und "Yojimbo" übernommen, doch dieses Mal konzentriert man sich stärker auf die Ambivalenz der Hauptfigur und zeigt die Sinnlosigkeit des Kampfes, die Schwierigkeit des Anführer-Seins und rückt die weiblichen Figuren als naturverbundende, harmonierhaltende Wesen mehr in den Vordergrund.
Denn während die Männer ihren nächsten Angriff planen, sich in den Kampf stürzen und Intrigen spinnen, plädieren die Frauen an einigen Stellen für eine friedlichere Lösung und erfreuen sich an den kleinen, natürlichen Dingen des Lebens, die ohne Machtausübung und Zerstörung zu genießen sind.
Kurosawa-light.

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Bandrix

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Bewertung7.5Sehenswert

Schon mit „Yojimbo“ dürfte klar geworden sein, dass Akira Kurosawa mit der Figur des schweigsamen Samurais Sanjuro eine Figur erschuf, die als Sympathieträger erstklassig wirkt und gleichsam ihre Schwächen hat.
Sanjuro darf einmal mehr seine Intelligenz unter Beweis stellen, indem er ein paar Samurai hilft ihren Herrn aus den Fängen habgieriger Männer zu befreien. Mit Scharfsinn und Brutalität bahnt er sich seinen Weg durch seine Feinde, jedoch immer mit einem trockenen Spruch auf den Lippen.
„Sanjuro“ hätte eine äußerst düstere Angelegenheit werden können, doch Kurosawa setzt noch mehr als im Vorgänger auf die komödiantischen Elemente. Da ist Geschmackssache, was dem Zuschauer mehr zusagt und was nicht.
Störend sind für mich die beiden weiblichen Figuren, die so gar nicht in das sonstige Konzept passen und in ihrer Art überaus nervend wirken. Auch manche Situationskomik passt nicht recht ins Bild. Mir wäre eine ernste Auseinandersetzung oftmals lieber gewesen.
Das sind aber immer noch Mängel auf hohem Niveau und da Kurosawa der Inbegriff von Niveau und Professionalität ist, lasse ich ihm das durchaus durchgehen.
Dank seines Paradeschauspielers Mifune ist für darstellerische Präsenz gesorgt. Er gibt dem stillen, unnahbaren und dennoch coolen Kämpfer eine ungeheure Ausstrahlung. Ohne ihn wären viele Kurosawa-Werke nicht das, was sie sind.
Klassiker ohne wenn und aber.
Am meisten in Erinnerung bleibt aber der finale Kampf, in dem Kurosawa den Moment des Schwerterziehens soweit hinauszögert, bis die Spannung kaum mehr zu ertragen ist. Hiermit wurde auch der Weg für zahlreiche epische Revolverduelle in der Westerngeschichte geebnet.
Danke dafür.

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aberaber

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wunderbarer Film mit einem großartigen Mifune.

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JimiHendrix

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein präyakuzales Werk von Kurosawa, wieder mit dem Antihelden Sanjuro und mit ihm ein Haufen Leichen, schwarzer Humor und Mifune pur!

"Er war ein gezücktes Schwert, genau wie ich. Wir Beide sind keine guten Schwerter gewesen. Die Dame hat recht, die wirklich guten Schwerter, werden in ihren Scheiden bewahrt. Und ihr, ihr solltet gute Schwerter bleiben."

Dass Kurosawa mit der Figur des einsamen, klugen und eigensinnigen Samurai Sanjuro einen Glücksgriff gelandet hat, war mir schon bei "Yojimbo - Der Leibwächter" klar. Deswegen machte der "Tenno" der japanischen Filmindustrie hier alles richtig, Sanjuro nochmal zum Einsatz kommen zu lassen.
Die Bilder sind nicht mehr so düster und obwohl viel mehr Samurai mit der Klinge des Protagonisten Bekanntschaft machen, kommt der Film irgendwie mit mehr Leichtigkeit, Witz und schönen Bildern daher.
Alleine der japanische Garten mit den typischen Magnolien (Magnolia japonica) und dem bachplätschern, ist eine der schönsten Kulissen, in welche Akira Kurosawa einen seiner Filme gebettet hat.
Umso gelungener, wie radikal ist der Gegensatz von idyllischem Gartenkleinod und der Gewalt, die rund um dieses Haus mit Schwerthieben und Intrigen Einzug hält. Da zeigt sich schon, dass der Weg in "Sanjuro" mit etwas schärferem Humor gepflastert wurde.

Dennoch verpackt Akira Kurosawa gewohnt zielstrebig seinen Film in den kritisch beleuchteten Kimono der Gesellschaft, in dem er Einblicke in die Clanstrukturen seiner Lieblingsepoche, der Edo-Zeit gibt.

Die Handlung schmeckt ein wenig nach den sieben Samurai, dennoch sind es hier neun etwas planlose Samurai, die mit der Intrigenspinnerei überfordert sind. Hilfe und rat bekommen sie dann von dem unbekannten Samurai Sanjuro Tsubaki. Er hat die List, die ausgezeichnete Schwertführung und den Verstand, Eigenschaften mit denen die grünschnäblig daher kommenden neun Samurai nicht aufwarten können.

Auch die humoristische Komponente zeigt Parallelen zu "Die sieben Samurai", den es gibt auch hier viel auflockernde Komik zu sehen, wie um Beispiel der gefangene vom gegnerischen Clan, welcher immer wieder aus seinem Wandschrakgefängnis hervor kommt um seine Wasabipaste zur Diskussion beizutragen. Des Weiteren entsteht Humor automatisch, wenn man die unbeholfenen Samurai beobachten kann und wie Sanjuro mit ihnen verbal und körpersprächlich mit ihnen kommuniziert. Auch die beiden Frauen sind ein wichtiger gesellschaftlicher, sowie witziger Faktor, wie sie zum Beispiel darüber entscheiden, was man als Angriffssignal nehmen kann, ob rote oder doch lieber weiße Magnolienblüten angemessen wären, einfach köstlich.

Der Showdown am Ende ist wirklich grandios in Szene gesetzt, ähnlich wie das später Sergio leone in seinen Filmen umsetzten wird. Lange, unerträglich lange wird vor dem Endschlag gezögert und Spannung aufgebaut und dann entlädt sich alles in minimaler Sekundanz, die Blutfontäne ist dann der grandiose Abschluss.

Dennoch fand ich ihn mitteldeutlich schwächer als "Yojimbo - Der Leibwächter". Es fehlten richtige Charaktere Ausprägungen bei den Antagonisten, sie bleiben irgendwie zu sehr Unbekannte.

Nur Tatsuya Nakadai als Hanbei Muroto traute man eine intensive Vorstellung zu, er hat sich ja schließlich auch schon als Bösewicht im ersten Sanjuro-Teil bravourös dargestellt.

Toshirō Mifune als Sanjuro, ist wie schon erwähnt eine wirkliche Erfolgsrezeptur, nur wenige verkörpern soviel Coolness und Überlegenheit, wie er das tut. Teilweise fand ich es etwas zu übertrieben, wie er sich da ganz alleine durch die Reihen der Clanmitglieder metzelt, aber Mifune darf das.

Masaru Satō steuert auch hier einen großartigen Soundtrack bei und komponiert weidermal einen Ohrwurm, dem ich mich erst mal nicht mehr so schnell entledigen kann.

Ich finde dies Werk, im Gegensatz zu seinem mit dem Charaktergleichnis des Hauptdarstellers verbundenen Vorläuferfilm, etwas zu sauber, zu glatt und die Antagonisten sind zu unpräsent. Dennoch bleibt die Qualität des Sanjuro und die inszenierungstechnische Arbeit von Kurosawa, vor Allem die künstlerische Szenenbebilderung sucht hier wirklich seines gleichen.

"Ihr bringt einen nur in Gefahr, mit euch kann man sich nicht abgeben."

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phoenix409

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"postyakuzal"... das klingt so... hmmmmm :)


JimiHendrix

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öhm... prä sollte es aber eigentlich heißen, wenn ich es mir so recht überlege xDD gleich mal korrigieren^^


Sozionaut

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Bewertung9.0Herausragend

Zeitlos herausragend der Meister Kurosawa.

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Conan Doyle

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Eine sehr gelungene Fortsetzung von Yojimbo - Der Leibwächter. Im Vergleich zu diesem ist Sanjuro flüssiger erzählt und mit einer ordentliche Portion Humor ausgestattet. Mifune spielt den listigen und schmuddeligen Samurai, der eine Horde übermütiger junger Spunde beim Kampf gegen Korruption und Machtmißbrauch unterstützt , wie immer perfekt. Neben Spannung, Humor und gelungenen Schwertkämpfen kommt auch Nachdenklichkeit nicht zu kurz.

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Tyler__Durden

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Großartiges Sequel das keineswegs Schlechter ist als Yojimbo. Kurosawa schafft es hier fast etwas deutlicher als im Vorgänger die Moral und Tradition der damaligen Zeit darzustellen und dank den perfekt eingesetztem Humor auch vorzuführen. Das letzte Duell ist dann die absolute Krönung, die Spannung in dieser Szene könnte man fast mit dem Schwert zerschneiden. Sanjuro (von Mifune göttlich verkörpert) verliert zwar ein wenig von seiner Undurchschaubarkeit die er in Yojimbo hatte. Nichtsdestotrotz ist Sanjuro ein Sequel wie man es sich nur erträumen lassen kann. Perfektes Entertainment mit der nötigen Portion Tiefgang. Ein Film zum immer und immer wieder ansehen.

"Er war genau wie ich, ein nacktes Schwert, das nicht in seiner Scheide bleiben konnte."

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Blonder

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Eigentlich eine Fortsetzung von Yojimbo, aber flüssiger erzählt und ironischer als Teil 1. Die Story begeistert von Anfang an und Kurosawa schaft es das man richtig in die Geschicht hineinversetzt wird.
Natürlich mit einem überzeugenden Toshiro Mifune.

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McAlloon

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Bewertung9.0Herausragend

Ganz großes Kino! Wie Toshiro Mifune's Figur aus "Yojimbo" hier im Zwiespalt zwischen Tradition, eigener Moral und Moderne eingezwängt, versucht ein paar naiven jungen Samurai zu helfen und dabei feststellen muß. dass er in diesen sich im wandelnden Zeiten keinen Platz mehr finden wird- das ist als Geschichte ebenso spannend wie vielschichtig und auch in der x-ten Wiederholung kann man als Zuschaueer darin etwas neues entdecken.

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