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Ein Mann schlägt zurück
Il cittadino si ribella (1974), Laufzeit 105 Minuten, Actionfilm, Thriller
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von Enzo G. Castellari, mit Franco Nero und Giancarlo Prete
Chemiker Carlo Antonelli führt ein friedliches Leben – bis er von einer Bande schwer verletzt wird. Die Anzeige, die er erstattet, wird von der Polizei wegen Überlastung nicht beachtet. Carlo nimmt deswegen das Gesetz selber in die Hand und startet einen persönlichen Rachefeldzug…
Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Ein Mann schlägt zurück
- Genre
- Actionfilm, Thriller
- Ort
- Genua
- Handlung
- Bande, Bandenchef, Blutbad, Brutalität, Chemiker, Geiselnahme, Gewalt, Krimineller, Misshandlung, Prügel, Rache, Rachefeldzug, Rächer, Selbstjustiz, Selbstjustiz, Verbrechen, Überfall
- Stimmung
- Ernst, Hart, Spannend
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Kommentare
lieber_tee Tue, 03 Apr 2012 23:15:04 -0000
Kommentar löschenZu Beginn weht der Wind stark von vorne. Der Zuschauer erfährt auf drastische Art und Weise wo der kriminelle Hammer hängt. Und dann schlägt ein Wut-Bürger zurück! Er verbündet sich mit einen armen aber moralisch aufrichtigen Kleinganoven um, äh, das Gesetz, äh, die Polizei zum handeln zu motivieren. Das ist an den Haaren herbeigezogen, hat aber auch etwas Überraschendes, denn die Rache vom Normalo funktioniert nicht so locker wie bei Charles Bronson. „Ein Mann schlägt zurück“ kommt oberflächlich wie die italienische Antwort auf „Ein Mann sieht rot“ herüber. Ist aber nicht so. Die Selbstjustiz-Thematik wird erheblich differenzierter, nicht tiefsinnig, eher ambivalenter betrachtet. Auch wenn hier ein typischer Poliziotteschi, mit dämlichen Bullen und kleinkariert-dämonisierten Kriminellen zu sehen ist. Die Inszenierung von Castellari ist rattenscharf und jeder (negativen) Kritik überlegen. Kaltblütiger, knackiger, rasanter, reißerischer, oberflächlich-konstruierter Flick aus den 70ern mit cooler Mucke, noch cooleren Tapeten und Klamotten.
bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
filmschauer Thu, 05 Apr 2012 18:10:28 -0000
Antwort löschenCastellari, Nero & Bach in einem Film vereint? Mal schnell vormerken.
Skywalker_ Thu, 29 Mar 2012 07:24:03 -0000
Kommentar löschenFranco Nero,der als zivilisierter Durchschnittsbürger von ein paar Gangstern als Geisel genommen wird und danach halbtot zurückgelassen wird schwört Rache weil die Polizei nicht helfen will.
Sein Rachefeldzug ist dabei alles andere als sonderlich glorreich und auch mit etlichen Rückschlägen gespickt. Anders als in andern Filmen mit dieser Thematik schnallt sich Nero nicht gleich die Knarre um und übt 90 Minuten lang blehaltige Rache. Sein Racheplan ist auch nicht sonderlich spektakulär oder abgehoben sondern eher praktisch orientiert.
Es ist allerdings auch sehr gut,dass der Film diese Erwartungen des Zuschauers nicht erfüllt.
Dadurch erlangt der Film einen überraschend hohen Grad an Realismus und Authenzität.
Die Selbstjustiz Thematik wird auch deutlich feinfühliger behandelt als man es von Genrekollegen gewohnt ist.Sicher,Filme die von Selbstjustiz handeln sind immer sehr brisant aber hier wurde die Thematik sehr gut genutzt um einiges an Sozialkritik in den Film einfließen zu lassen. Franco Nero macht dabei eine sehr gute Figur als verzweifelter Rachesüchtiger. Seine Figur ist nicht einfach als gut oder böse zuzuordnen, sie ist sich in ihrem Handeln auch weniger sicher als sie es andere glauben lassen möchte. Der innerer Zwitracht dieser Person wird von Nero mehr als herrausragend dargestellt.
Trotz des Anspruches an Glaubwürdigkeit hat der Film auch einge sehr mitreißende Actionszenen. Diese sind auch eher Realistisch gehalten und verzichten komplett auf Übertreibung. Trotz ihrer Schlichtheit gelingt es Enzo G. Castellari diese Szenen spektakulär in Szene zu setzen. Unter anderem benutzt er viele Zeitlupeneffekte,ähnlich wie in Keoma, wodurch die Action enom an Intensität gewinnt. Die Inzenierung der ruhigen Szenen ist auch herrvoragend gelungen und die Kamera oder der Schnitt erlaubt sich keine Patzer.
Der Film hat zuätzlich noch ein sehr hohes Tempo und wird nahezu niemals langweilig.Nur nach den ersten zwei dritteln verliert der Film etwas an Tempo, nimmt aber zum Finale hin wieder ordentlich Fahrt auf.
Der Soundtrack des Films gehört zu den besten die ich je gehört habe. Was die Angelais Brüder hier auf die Beine gestellt haben ist in Worten gar nicht zu beschreiben.Ein Score welcher genauso Agressiv wie Melancholisch ist und somit perfekt zum Film passt.
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
lieber_tee Mon, 02 Apr 2012 19:57:04 -0000
Antwort löschenIn allen Belangen eine hervorragende und treffende Kritik. Klasse!
Skywalker_ Mon, 02 Apr 2012 21:01:13 -0000
Antwort löschenVielen Dank
freut mich dass ich nicht nur Kauderwelsch schreibe ;)