Gott schützt die Liebenden

Gott schützt die Liebenden (2008), DE
Laufzeit 90 Minuten, FSK 12, Drama

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mit Peter Simonischek und Gitta Schweighöfer

Die Geschichte erzählt die abenteuerliche Suche eines Mannes nach seiner verschwundenen Geliebten. Die Suche steht für etwas, woran er glauben kann: die wahre, bedingungslose Liebe. Doch je näher er der Geliebten kommt, desto tiefer werden seine Zweifel: Seine Liebe zu ihr stellt ihn vor eine ungeheure Herausforderung. Der kriegsversehrte Journalist Paul Holland glaubt an gar nichts – nur daran, dass seine Freundin Sybille die Frau seines Lebens ist. Sie betet für ihn, als er beruflich ins Ausland fliegt. Doch als Paul zurückkehrt, ist Sybille verschwunden. Die Polizei teilt ihm mit, alles deute auf eine Entführung, aber ohne Motiv. Paul bekommt zunehmend das Gefühl, dass man ihm etwas verheimlicht. Zudem gilt er selbst als Verdächtiger. Während der Verhöre wird Paul klar, wie wenig er eigentlich über Sybille weiß. Seine einzige Spur, ein Anruf eines gewissen Emilio Trenti, führt ihn nach Salzburg: Hier findet er Trenti ermordet vor. Und er trifft Petra Wendt, die Sybille von früher kennt – allerdings unter anderem Namen. Nach und nach geht Paul auf, dass Sybille auf der Flucht vor ihrer kriminellen Vergangenheit ist. Als er sie endlich findet, hat sie bereits zwei Menschen getötet und wird überall polizeilich gesucht. Paul bringt sie in einer alten Seilbahnstation in Sicherheit. Sybille ist ihm fremd geworden, und er muss sich entscheiden, ob er sie verrät oder ihr hilft. Als Petra sie an die Polizei verrät, schießt Sybille auf Paul und nimmt sich selbst das Leben. Paul überlebt, schreibt seine Erlebnisse auf und will woanders neu anfangen, stirbt aber bei einem Flugzeugabsturz.


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annaberlin

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Bewertung5.0Geht so

Was das “Erfolgsduo” Oliver Berben und Iris Berben in Gott schützt die Liebenden leistet, bietet kaum mehr als eine mittelmäßige Verfilmung eines schlechten Bahnhofromans. Obwohl man den Drehbuchautoren zugute halten muss, den Romanstoff aus den 1950ern im Wesentlichen gekonnt in die Gegenwart übertragen zu haben, verfallen dennoch zu viele Szenen dem Lächerlichen und Unausgewogenen. Man wird das Gefühl nicht los, die Hauptdarstellerin hätte durch eine andere Besetzung an Kraft gewonnen; neben dem zwanzig Jahre jüngeren Ole Puppe wirkt Iris Berben völlig deplatziert. Auch hätte die Spannung sicherlich gehalten werden können, hätten die Macher auf manch peinliche Szene und all den Pathos um Gottesfurcht und katholischem Heilsglauben verzichtet. Die Drehbuchautoren Sarah Kirkegaard und Peter Simonischek hätten Besseres leisten können. Tatsächlich ist es ihnen gelungen, die Welt des Johannes Mario Simmel mit der in der Nazi-Zeit situierten Handlung in die RAF-Zeit sowie ins Jahr 2008 zu verlegen und in Bildern einzufangen. Das Spelunkenhafte, Verrauchte, Obszöne-Erotische wie auch das Gefühl des Verlorenseins in einer Welt des vermoderten Luxus werden im Film gekonnt wiedergegeben. Jedoch wird diese Welt jedes Mal wieder im Keim erstickt, wenn zwanzig nackte Weiber in der Kneipe den Kommissar von hinten umarmen (um Brüste zeigen zu können), eine Bombe in Afrika einen Rastamann zerfetzt (um Gewalt zeigen zu können) oder die beiden Hauptdarsteller auf einer Kaffeefahrt mit singenden Senioren gefangen sind (um lustig zu sein). Als Krönung der Lächerlichkeit sticht die Szene heraus, in der Paul Holland im Salzburger Hotel neben der Figur des Heiligen Antonius weinend zusammenbricht. Was von Gott schützt die Liebenden schließlich zurückbleibt, ist ein gelangweiltes Gefühl von Übersättigung an der RAF und Iris Berben in der Rolle der sexy Geliebten.

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