Hotel Ruanda
Hotel Rwanda (2004), ZA/IT/CA/GB/US Laufzeit 122 Minuten, FSK 12, Drama, Historienfilm, Kinostart 07.04.2005
46 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5751 Bewertungen
59 Kommentare
Keine
von Terry George, mit Don Cheadle und Sophie Okonedo
Ergreifendes Drama vor dem Hintergrund des Bürgerkriegs und Genozids in Ruanda. Don Cheadle, Sophie Okonedo, Joaquin Phoenix und Nick Nolte in einem Film, der die wahre Kraft eines Einzelnen im Kampf gegen die erbarmungslose Brutalität gezielt geschürten Hasses zeigt. Am 7. April 1994 brach in Ruanda der Bürgerkrieg zwischen den regierenden Hutu-Milizen und den Rebellen der Tutsi aus. In nur 100 Tagen starben eine Millionen Menschen durch die Hand der Milizen, während die gesamte westliche Welt vor dem blutigsten Kapitel der jüngeren afrikanischen Geschichte die Augen verschloss. “Hotel Ruanda” ist die wahre Geschichte eines ganz gewöhnlichen Mannes, der beispiellose Zivilcourage bewies und über 1200 Menschen vor dem sicheren Tod rettete. Paul Rusesabagina stellte sich couragiert gegen die Kräfte, die sein Land zu zerreißen drohten. Er öffnete seine Arme und fand einen Ort, an dem die Hoffnung überlebte.
Handlung
Paul Rusesabagina (Don Cheadle) ist der Hoteldirektor des in bester Lage in Kigali gelegenen
Nobelhotels “Mille Collines”. Durch seine Arbeit hat er Kontakt mit einigen der
einflussreichsten Personen Ruandas. Seine Frau ist Tutsi, er selbst Hutu. Als der Völkermord beginnt, der sich leise in den Radiomeldungen ankündigt, herrscht in Rusesabaginas Familie noch weitgehend Vertrauen, dass die UNO einen Genozid verhindern wird. Doch schon bald müssen sie alle erkennen, sich getäuscht zu haben.
Eines Abends kommt Fedens (Leleti Khumalo), die Schwester seiner Frau Tatiana (Sophie Okonedo), mit ihrem Mann Thomas (Antonio David Lyons) zu Besuch. Alle sind beunruhigt über die aktuellen Entwicklungen, wollen das Land aber nicht verlassen. In der Nacht hören Tatiana und Paul Geräusche; heimlich beobachten sie, wie ihr Nachbar Victor von den Milizen geschlagen und abgeführt wird. Auch andere Nachbarn werden deportiert und wahrscheinlich ermordet.
Rusesabagina quartiert daraufhin seine Familie…
/p>Ergreifendes Drama vor dem Hintergrund des Bürgerkriegs und Genozids in Ruanda. Don Cheadle, Sophie Okonedo, Joaquin Phoenix und Nick Nolte in einem Film, der die wahre Kraft eines Einzelnen im Kampf gegen die erbarmungslose Brutalität gezielt geschürten Hasses zeigt. Am 7. April 1994 brach in Ruanda der Bürgerkrieg zwischen den regierenden Hutu-Milizen und den Rebellen der Tutsi aus. In nur 100 Tagen starben eine Millionen Menschen durch die Hand der Milizen, während die gesamte westliche Welt vor dem blutigsten Kapitel der jüngeren afrikanischen Geschichte die Augen verschloss. “Hotel Ruanda” ist die wahre Geschichte eines ganz gewöhnlichen Mannes, der beispiellose Zivilcourage bewies und über 1200 Menschen vor dem sicheren Tod rettete. Paul Rusesabagina stellte sich couragiert gegen die Kräfte, die sein Land zu zerreißen drohten. Er öffnete seine Arme und fand einen Ort, an dem die Hoffnung überlebte.
Handlung
Paul Rusesabagina (Don Cheadle) ist der Hoteldirektor des in bester Lage in Kigali gelegenen
Nobelhotels “Mille Collines”. Durch seine Arbeit hat er Kontakt mit einigen der
einflussreichsten Personen Ruandas. Seine Frau ist Tutsi, er selbst Hutu. Als der Völkermord beginnt, der sich leise in den Radiomeldungen ankündigt, herrscht in Rusesabaginas Familie noch weitgehend Vertrauen, dass die UNO einen Genozid verhindern wird. Doch schon bald müssen sie alle erkennen, sich getäuscht zu haben.
Eines Abends kommt Fedens (Leleti Khumalo), die Schwester seiner Frau Tatiana (Sophie Okonedo), mit ihrem Mann Thomas (Antonio David Lyons) zu Besuch. Alle sind beunruhigt über die aktuellen Entwicklungen, wollen das Land aber nicht verlassen. In der Nacht hören Tatiana und Paul Geräusche; heimlich beobachten sie, wie ihr Nachbar Victor von den Milizen geschlagen und abgeführt wird. Auch andere Nachbarn werden deportiert und wahrscheinlich ermordet.
Rusesabagina quartiert daraufhin seine Familie und seine Nachbarn in seinem Hotel ein. Auf dem Weg dahin muss er den Milizen, die sie entdecken, eine große Summe Geld bezahlen, um alle sicher ins Hotel retten zu können. Denn die brutalen Soldaten zwingen jeden, der Tutsis rettet, diese eigenhändig zu erschießen. Das von ihm gezahlte Bestechungsgeld rettet ihnen zwar vorerst das Leben, doch im Hotel ist die Lage auch angespannt. Andauernd kommen neue Flüchtlinge an, sodass die Räume binnen kürzester Zeit belegt sind. So schleust auch Pauls Freundin Pat Archer (Cara Seymour) vom roten Kreuz einen ganzen Bus voller Waisenkinder in das Hotel.
Die Angst, auch die Schwester seiner Frau und ihre Familie könnten ermordet worden sein, lassen Paul und Tatiana nicht los. So macht sich Paul eines Nachts auf, um nach Fedens und Thomas sowie ihren Kindern zu suchen und um Nahrungsnachschub zu besorgen. Was er findet, sind Berge voller Leichen. Die Straßen Kigalis sind bedeckt mit Blut, es gibt kaum eine Chance auf Rettung. Seine einzige Rettung sind Colonel Oliver (Nick Nolte) und die UNO. Doch die UNO zieht sich bald zurück und überlässt das Land und somit auch das gesamte Hotel unter der Leitung Rusesabaginas sich selbst. Der weiß sich zunächst noch durch seine Kontakte und Geld zu retten, doch die Milizen rücken jeden Tag näher und bedrohen die im Hotel untergebrachten Menschen.
Schließlich können sich die Menschen auf Lastwägen in ein Flüchtlingscamp in der Nähe zu Tansania flüchten. Dort angekommen treffen sie auf Pat Archer, die ihnen hilft ihre Nichten Anais und Carine zu finden. Ihre Eltern sind dem Völkermord zum Opfer gefallen.
Weiterführende Informationen
Der Genozid in Ruanda
Mehr zu Afrika im Film
Shooting Dogs, ein weiterer Film, der den Genozid in Ruanda behandelt
Weitere Informationen im Internet
Eine Schande für die Menschheit – Ein Gespräch mit Paul Rusesabagina auf Amnesty.de
Der gute Mensch von Kigali auf Spiegel.de
Review Hotel Rwanda in der Filmzentrale
Skript auf dailyskript.com (engl.)
Quellen
Hotel Rwanda in der Wikipedia (engl.)
Filming the Unfilmable – Rezension zum Film (engl.)
Die Politik der gewöhnlichen Menschen – Interview mit dem Regisseur Terry George
Mehr Bilder (16) und Videos (5) zu Hotel Ruanda
Cast & Crew
-
Terry George
-
Don Cheadle
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Paul Rusesabagina
-
Sophie Okonedo
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tatiana Rusesabagina
-
Nick Nolte
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Colonel Oliver
-
Joaquin Phoenix
-
Desmond Dube
-
Jean Reno
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sabena Airlines President, Mr. Tillens
Regie
Schauspieler
-
David O'Hara
-
Cara Seymour
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Pat Archer
-
Neil McCarthy
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jean Jacques
-
Tony Kgoroge
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Gregoire
-
Leleti Khumalo
-
Harriet Lenabe
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Alice the Waitress
-
Keir Pearson
-
Terry George
- Genre
- Sozialdrama, Kriegsfilm, Flüchtlingsdrama
- Zeit
- 1990er Jahre
- Ort
- Belgien, Ruanda
- Handlung
- Angst vor dem Tod, Apathie, Armut, Asyl, Aufopferung, Ausnahmezustand, Bestechung, Bürgerkrieg, Entwicklungshelfer, Entwicklungshilfe, Evakuierung, Falle, Fluchthelfer, Fluchtversuch, Flüchtling, Flüchtlingslager, Gefahr, Genozid, Hotel, Hotelbar, Hotelier, Hotelmanager, Hotelzimmer, Hutu, Kiswahili, Krankenschwester, Kriegsberichterstatter, Kriegskorrespondent, Landflucht, Lebensgefahr, Leichenberg, Luxushotel, Militär, Miliz, Mitleid, Mord, Notruf, Nächstenliebe, Rassismus, Risiko, Schutzgeld, Skelett, Tutsi, Vereinte Nationen, Vergewaltigung, Verschwundene Leiche, Völkermord in Ruanda, Waise, Waisenhaus, Überleben, Überlebender
- Stimmung
- Ernst, Traurig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Hotel Ruanda
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Links zum Film Hotel Ruanda
- Hotel Ruanda: critic.de



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Kritiken (4) — Film: Hotel Ruanda
Oceanic6: CinemaForever
Kommentar löschenBilder des Grauens, Bilder der Hoffnungslosigkeit und mitten drin ein Mann: Paul Rusesabagina. Lebensretter von über 1.000 Menschen während des Völkermordes von Ruanda. Es ist eine unfassbar traurige Geschichte über Unmenschlichkeit und Hass, an welche Regisseur Terry George mit "Hotel Ruanda" die Welt erinnern möchte. Und er hat es ohne Zweifel geschafft, dass sein Film schockiert und nachwirkt. [...]
Kritik im Original 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
facepalm 2011/09/11 22:47:37
Antwort löschenUnd ich hab ihn verpasst. Aargh
Hellbilly 2011/09/11 23:16:22
Antwort löschenIch auch - und dabei hab ich ihn mir für heute fest vorgenommen.
Zudem muss ich demnächst ne Hausarbeit über den Völkermord in Ruanda schreiben, da hätte mich diese filmische Aufbereitung natürlich interessiert. Dumm gelaufen
Punsha 2011/09/12 15:38:08
Antwort löschenDen hatte ich schon länger im Auge und nun auch verpasst... Würg.
Alle 5 Antworten zeigen
vanilla 2011/09/21 19:28:40
Antwort löschensuper Kommentar zu einem grandiosen Film, den jeder sehen sollte.
Oceanic6 2011/09/22 12:55:59
Antwort löschenVielen Dank. ;)
Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenBetroffen starren Europäer und Amerikaner aus dem Bus, der sie in Sicherheit bringen wird. Sie starren auf die Afrikaner, die zurückbleiben: Die Weißen überlassen Ruanda sich selbst und marodierenden Mörderbanden, die Frauen und Kinder mit Macheten erschlagen. Über zehn Jahre später schauen wir nun wieder fassungslos zu - diesmal vom Kinosessel aus. "Hotel Ruanda" heißt der kluge Film des irischen Regisseurs Terry George.
Klug, weil er die Ursache für das Schlachten erklärt: Die belgischen Besatzer suchten sich hellhäutige, hoch gewachsene Ruander als Personal und Verwaltungsangestellte aus und nannten sie Tutsis; die Privilegien dieser Minderheit überdauerten die Kolonialherrschaft und trieben die benachteiligte Mehrheit der Hutus schließlich zur Raserei. Klug auch, weil George das millionenfache Massakrieren nur schlaglichtartig zeigt. Ein Großteil der wahren Handlung spielt in dem Sabena-Hotel in Ruandas Hauptstadt Kigali, in dem der couragierte Hotelier Paul Rusesabagina (Don Cheadle) 1268 Menschen rettete.
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenDie meiste Zeit werden wir Zuschauer von dem wahren Horror verschont. Denn George erzählt von einem Helden, der nicht mit Waffen umzugehen weiß, aber hoch entwickelte Fähigkeiten der List, der Bestechung und des Honig-um-den-Bart-Schmierens besitzt. Das Geheimnis seines Überlebens im Blutvergießen besteht im Wahren von Haltung.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenZu Beginn ist der Film sehr spannend. Da entfaltet er viel Atmosphäre und erinnert an die verlogenen hintersinnig-resignierten Gespräche in Filmen wie DIE STUNDE DER KOMÖDIANTEN. Je mehr sich alles auf das Hotel und die Gestalt Rusesabaginas konzentriert, um so fiktiver erscheint es, um so mehr wird diese wahre Geschichte zum reinen Entertainment. Vor allem gegen Ende wird es immer ärgerlicher.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
BurakkuEmparaa 2011/02/17 17:54:14
Antwort löschenVollkommene Zustimmung, genau das war auch mein Problem mit diesem Film. Ausgezeichnete Kritik. Sogar die Wertung ist dieselbe. Da muss ich wenigstens nichts mehr dazu schreiben.
Kommentare (55) — Film: Hotel Ruanda
Kommentar schreibenT-Rex 2012/05/26 00:27:50
Kommentar löschensehr eindringlicher film, das leben schreibt die traurigsten und besten geschichten
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HopeWithinChaos 2012/04/05 22:23:40
Kommentar löschenIch hatte mich lange Zeit auf diesen Film gefreut und als ich ihn dann endlich gesehen habe, war ich etwas enttäuscht.
Er ist nicht schlecht aber auch nicht wirklich gut. Irgendwie habe ich mich teilweise arg gelangweilt.
Dabei mag ich solche Filme eigentlich ganz gerne aber bei diesem hier fehlte mir das gewisse Etwas.
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MrKORNCLOWN 2012/03/19 04:25:27
Kommentar löschenknapp 5500 bewertungen und nur 57 kommentare, da hatte wohl nicht nur ich ein kloss im hals nach dem film. wer noch an die UN und andere schönredespüche glaubt die man nach dem 2.WW verfasst hat muss sich den film antun. auch wenns schwer fällt.
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Keky 2012/02/15 13:44:11
Kommentar löschenDokumentarisches Drama!
Die Handlung des Film hat mich bis zum schluss mitgerissen, da ist einmal der dokumentarische Aspekt. Diese Toten sind nicht erfunden. Das Entsetzen von 1994 ist hier ganz nah. Allein das Wissen um die Realitätsnähe verstört mich und lässt mich hilflos und zutiefst beschämt zurück. Die Filmische Umsetzung ist herausragend, und das mit glaubwürdigen Schauspielern, und mit einer herausragender Spannung wie ich sie schon lange nicht mehr hatte. Unbedingt geraten sich diesen Film anzugucken. Ein Informativer Film ist er noch dazu. ;)
Ein wichtiges und sehenswertes Zeitdokument! Und einer der besten Filme dieses Jahrtausends. Emotional, beklemmed, ein Cineastisches Highlight. ;)
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based_god 2012/01/19 18:30:14
Kommentar löschen"Rettest du ein Leben rettest du die Welt"
Der Film geht zwar wenig auf die Hintergründe des Genozids aus dem Jahre 1994 ein, zeigt dafür die Geschichte von Paul Rusesabagina mit einer emotionalen Dichte, die so manchem einige Tränen klauen wird. Bei vielen Szenen läuft es einem aufgrund der Gewalt kalt den Rücken hinunter, scheusslich was da passiert ist und in vielen Sektoren der Welt noch immer passieren kann bzw. sogar passiert.
Die Menschen werden sagen: "Oh wie schrecklich!" und danach weiter essen.
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flatbupfi 2011/11/17 01:16:22
Kommentar löschenEin phantastischer Film eines Ereignisses der jüngeren Geschichte, vor dem die Welt (die UN, die USA, Deutschland, Frankreich uva.) die Augen verschlossen hat und einem mutigen Mann der zeigt, dass man mit ein wenig Zivilcourage doch viel erreichen kann. Es gab einige Szenen die mich zu Tränen gerüher haben, wie zum Beispiel die Ankunft der Kinder im Hotel und das Abweisen durch die UN-Truppen, und wer mich kennt, weiß das ich nicht unbedingt nah am Wasser gebaut bin. Zum Schluss kann ich nur ein Zitat aus dem Talmud bringen: "Wer auch nur ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt".
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Moppel1984 2011/10/22 17:15:06
Kommentar löschenSehr bewegendes Drama mit einer wahren Geschichte die zum Nachdenken anregt.
"Was wie eine fiktive Heldenstory erscheint, ist zu ungefähr 90 Prozent die wahre Geschichte von Paul Rusesabagina, der mit seiner unermüdlichen Hingabe und seinem Einfallsreichtum insgesamt 1.268 Menschen in diesem Konflikt das Leben rettete."
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vanilla 2011/09/21 19:23:38
Kommentar löschenDieser Film hat beinahe mein Herz gebrochen. So viele schlimme Dinge passieren auf unserer Erde, und einige von ihnen zeigt dieser Film.
,,Das ist gut, dann sehen die anderen Menschen was hier passiert."
,,Die werden sagen, wirklich schlimm!!! und dann weiter zu Abend essen."
Perfekter Cast und sehr realistisch gespielte Tragödie, die sich wirklich ereignete. Der Film zeigt die Unmenschlichkeit, Gleichgültigkeit und extreme, fanatische Gewaltbereitschaft einer und die Liebe und Aufopferungsbereitschaft anderer, die nicht nur für ihre Nächsten, sondern auch für fremde Menschen ein großes Herz haben. Unbedingt anschauen!!!!!!
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toni6er 2011/09/21 17:02:28
Kommentar löschenWahrscheinlich der traurigste film , dne ich je gesehen habe. Er stimmt einen doch sehr nachdenklich,ob die Warteschlange im nächsten Supermarkt wirklich eine solch unerträgliche Last für uns ist ...
Das Schlimme ist eigentlich nur , dass wir morgen oder übermorgen keinen Gedanken mehr an solche Missstände verlieren. Mich selbst eingeschlossen.
Der Film ist sehr gut inszeniert und der Hauptdarsteller ist klasse besetzt. Daher ein Muss für Alle.
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Jack_Torrance 2011/09/12 17:55:53
Kommentar löschenIn der Bibel heißt an einer Stelle: "Oh Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun !"
Diese Aussage trifft auch auf die Rebellen, Soldaten und auf sonstige Gewaltstifter zu. Blinder Hass herrscht auf den Straßen: Hass gegen Feinde, Hass gegen Andersstämmige, Hass gegen Menschen.
Dieser Hass ist auch Grund für einen kompromisslosen Völkermord, dem rund eine Millionen Menschen zum Opfer fielen.
Aber hinter diesem Völklermord verbirgt sich eine Geschichte; eine Geschichte von einem Mann, der das Leben zahlreicher Menschen rettete...
Allein schon dieser Hintergrund weist Parallelen zu Spielbergs "Schindlers Liste" auf. Hier aber versucht er den Zuschauer intellektuell zu fördern...
Dachte ich zu Beginn. In Wirklichkeit aber setzt "Hotel Ruanda" wie Spielbergs Film auf pure Emotionen.
Hierfür zeigt er Gesichter, verängstigte, verzweifelte Gesichter. Hinter diesen Gesichtern verstecken sich Menschen, die nur eines wollen: überleben !
Andererseits lässt Terry George seine Protagonisten Dinge sagen, die leider zu wahr sind ("Wenn der Zuschauer das sieht, denkt er nur "Oh, wie schrecklich !", isst sein Frühstück zu Ende und geht zur Arbeit, als sei nichts geschehen !"). George zeigt keine übertriebenen Gewaltszenen. Er konzentriert sich auf die Menschen.
Leider aber drückt George stellenweise viel zu sehr auf die Tränendrüse: Sei es die langweilige und übertrieben sentimentale Romanze, sei es der zugegebenermaßen nervige Score, sei es die Kalenderblattweisheit in der Schlussszene.
Insbesondere gegen Ende bekomen diese Sentimentalitäten Vorrang über einen ansonsten starken Film. Das alles lässt den Film engagiert, aber allzu plakativ erscheinen.
Fazit:
In jeder einzelnen Szene spürt man Georges Engagement und Herzblut. Leider aber übertreibt es der Film mit den Emotionen und untertreibt es mit dem Intellekt.
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The_Comedian 2011/09/12 14:00:24
Kommentar löschenDie westliche Welt verschloss in den frühen Neunzigern weitestgehend die Augen vor dem grausamen Konflikt der Hutu und Tutsi in Ruanda. Dabei gelten die blutigen Gefechte bis heute als der schlimmste Massenmord seit dem Holocaust, mit Opferzahlen in Millionenhöhe. Um so wichtiger ist es also, mit einem Film wie ´Hotel Ruanda´ intensiv, glaubwürdig und sehr persönlich auf diesen Völkermord aufmerksam zu machen, und dabei einen Hutu-Mann in den Mittelpunkt zu stellen, welcher, an Oskar Schindler während der Nazi-Diktatur erinnernd, seine eigene Herkunft ideologisch, gesellschaftlich und emotional in den Hintergrund stellt, um dem ´verhassten Feind´ zu helfen, sei es durch persönliche Anteilnahme oder durch Geld und politische Beziehungen. So öffnen sich die Pforten des Luxushotels erst behutsam und dann rasch zunehmend für Flüchtlinge, letztlich aus beiden Lagern, darunter auch Tutsi-Frau und Familie der Hauptfigur. Don Cheadle spielt den stillen Helden glaubhaft und selten heroisch, der übrige Cast ergänzt, mit internationalen Top-Stars gespickt, passend und gekonnt. Abzüge erhält ´Hotel Ruanda´, wie auch schon zum Beispiel in ´Der letzte König von Schottland´ zu beobachten war, in Sachen Intensität der dargestellten Greueltaten. Es entsteht so schnell der Vorwurf ´glattpoliert´, wenn schreckliche Dinge häufig entweder nur angedeutet, inszenatorisch verharmlost, weggelassen oder nur retroperspektiv und unbebildert aus der Erinnerung heraus erzählt werden. Diesen Vorwurf hat ´Hotel Ruanda´ allerdings nicht vorrangig, sondern höchstens in der B-Note, verdient, denn die grausame Realität der Geschichte wird konsequent und glaubhaft mit dramaturgischer Fiktion verknüpft, sodaß dieser wichtige Film als ´ausgezeichnet´ bewertet werden muß. Das Vorzeigewerk dieses Genres der ´dunklen Geschichte´ dürfte aber weiterhin ´Schindlers Liste´ bleiben, denn hier erreichen die nahezu permanente, drastische und ungeschönte Darstellung vom Genozid das Höchstmaß an Anteilnahme, Erschütterung und Betroffenheit beim Zuschauer.
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TheNumber 2011/09/12 13:39:49
Kommentar löschenbewegendes drama über den völkermord in ruanda, schockierend, sehr dicht und packend inszeniert, sodass der film nie langweilig wird. don cheadle spielt seine rolle wie immer gut. auch der restliche cast ist gut(nick nolte, joaquin phoenix, jean reno). der film war mir nur einen winzigen tick zu unübersichtlich. "ansonsten" klasse film, der einen nachdenklich stimmt. kann ich nur empfehlen...
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brainchild 2011/09/11 23:32:06
Kommentar löschenFilme sollen beim Zuschauer Emotionen hervorrufen. Gute Filme schaffen es, diese Emotionen zu katalysieren in ein wachsendes selbstreflektives, soziales und politisches Bewusstsein, gelegentlich sogar in konkrete Handlungen. Die meisten Filme benötigen bestimmte Stilmittel, um diese Emotionen künstlich zu erzeugen, so etwa dramatische Scores, überwältigende Landschaftsaufnahmen und schwülstig überzeichnete Dialoge. Bei anderen Filmen reicht allein schon das dargestellte Ereignis an sich, im Fall hier erklärbar anhand nur eines eingeblendeten Satzes: "They left behind almost a million corpses."
Damit endet der Film "Hotel Ruanda", der den Völkermord der Hutu 1994 am Volk der Tutsi nicht nur darstellt, sondern ihn auch dramatisiert. Und das ist bei so einer Thematik das einzig richtige. Die große Leistung von "Hotel Ruanda" besteht darin, ein so unglaubliches aber für das kollektive Gedächtnis auch unglaublich wichtiges historisches Ereignis in einen Hollywood-Kontext zu verpacken, der ihm ermöglicht, auch in der breiten Masse Beachtung zu finden. Nur wenige Filme schaffen das, ohne die Integrität der Thematik auch nur ansatzweise zu kompromittieren. Hier aber sind Gut und Böse nicht immer offensichtlich zu trennen, auch die von Don Cheadle oscarwürdig verkörperte Person Paul Rusesabagina wird nicht verklärt, sie weiß nur einfach, wie man das Spiel ums Überleben in einer nur an der eigenen Bereicherung interessierten Welt zu spielen hat. Und das Versagen der westlichen Welt bzw. der UN hätte kaum expliziter herausgearbeitet werden können; interessant ist dabei gerade auch die Erwähnung der Ursprünge des seit Jahrzehnten schwelenden Konflikts der beiden Volksgruppen. Ob es nötig oder sogar hilfreich für die Intention des Films gewesen wäre, das Töten visuell noch präsenter darzustellen, ob es nötig war, die Nebenrollen auf der Hollywoodstar-Gästeliste abzuhaken, ob es nötig war, teilweise an den Rande des Kitsches zu stoßen: nein, ja und ja, und zwar immer im Hinblick darauf, dass möglichst viele Menschen diesen Film sehen müssen - by any means necessary.
"Hotel Ruanda" ist wichtig, gerade auch in einer Gesellschaft, die noch immer damit beschäftigt ist, die eigene Genozid-Vergangenheit zu bewältigen und dabei jede indirekte Beteiligung an anderen Gräueln ignoriert. Genauso nachhaltig im Kopf bleibend wie die bewundernswerte Courage eines Einzelnen in einem kaum vergleichbaren Ausnahmezustand ist, dass die Schuld nicht nur unmittelbar beim Täter zu suchen ist.
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JimiHendrix 2011/09/11 23:24:19
Kommentar löschenFrustration.
Traurigkeit.
Wut.
Fassungslosigkeit.
Scharm.
Hilflosigkeit.
Diese Gefühle kommen in mir gerade hoch, wenn ich sehe, wie sehr der afrikanische Kontinent - mit seinen Menschen, den Verlierern des Kolonialismus - immer noch an dessen Folgen leiden und auch noch leiden werden, wenn ich sehe, dass sich jetzt die Chinesen und Inder ihren Teil vom schwarzen Fleisch sichern wollen, könnte ich kotzen und verliere wieder mal den Glauben an die Menschlichkeit.
Ausführlicher Kommentar folgt nach Nervenberuhigung...
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Oceanic6 2011/09/11 23:25:25
Antwort löschenVollkommen verständlich, bin aber schon auf deinen Kommentar gespannt...
rkuehne 2011/08/08 15:55:40
Kommentar löschenBeeindruckender Film, der, wäre er Fiktion, schnell zum kitschigen Heldenepos verkommen wäre. So ist aber die ganze Geschichte real, zeigt uns einen außergewöhnlichen Menschen aber auch ein unfassbares Drama. Die Kriege in Afrika in unseren Nachrichten in der Regel nur auf den hinteren Plätzen zu finden sind, bekommen hier ein Gesicht, die Opfer bekommen ein Gesicht, die Täter bekommen ein Gesicht und machen das Tragische greifbar, aber nicht fassbar.
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ash-williams 2011/07/20 00:13:45
Kommentar löschenHotel Ruanda ist einer dieser Filme die einem ganz nah gehen. Er zeigt das Versagen der Weltpolitik und dokumentiert eine große menschliche Tat in einem Umfeld voller Unmenschlichkeit. Don Cheadle spielt die Rolle des Paul Rusesabagina großartig und lässt den Zuschauer damit ganz nah an den Protagonisten heran. Es gibt Szenen bei denen man den Tränen nah ist und Szenen in denen man nicht glaubt, dass so etwas möglich ist. Doch leider war dies Realität. Der Film lässt einen noch einmal ganz neu über die vielen Krisenherde in der Welt nachdenken und hat mich in meinem politischen Verständnis zumindest leicht verändert, ein Film der zum Nachdenken anregt! Sehr sehenswert, alleine aus historischem Interesse heraus.
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ash-williams 2011/07/23 10:23:34
Antwort löschenJa, nur acht Punkte aus mehreren Gründen. Es war die Erstsichtung, da bin ich meistens etwas sparsamer mit den Punkten. Abgesehen davon war der Film zwar sehr gut, weil es ein tolles Drehbuch war, dass echt spannend ist, aber für mehr fehlt mir noch etwas die filmische Raffinesse :)
andyewest88 2011/06/11 16:37:18
Kommentar löschenHOTEL RWANDA stellt die Ereignisse um die blutigen Straßen- und Völkerschlachten in Ruanda im Jahr 1994 zwischen den Hutu und den Tutsi dar. An Hand des Schicksals des Hotel-Managers Paul Rusesabagina und seiner Familie führt Regisseur Terry George dem Zuschauer stets die gnadenlose Gewaltbereitschaft der aufeinander prallenden Völker vor Augen und muss deswegen als herausragendes Zeitdokument der Geschichte Afrikas gesehen werden. Don Cheadle verkörpert den Ehrenmann und Hotelmanager Rusesabagina, der im Laufe der Schlachten, bei denen insgesamt knapp 1 Millionen Menschen (!) getötet wurden, über 1200 Flüchtlinge beider Seiten in seinem Hotel aufnahm und ihnen so das Leben rettete. Cheadle spielt seinen selbstlosen und gutherzigen Charakter so tief emotional und glaubwürdig, dass er sich die Oscar-Nominierung allemal verdient hat.
Schnörkellos und gradlinig inszeniert will der Film nichts anderes als dem Zuschauer die damaligen Zustände im Herzen Afrikas zeigen, um so seinen Teil dazu bei zu tragen, dass ein solches Massaker nie wieder vorkommt.
HOTEL RWANDA ist enorm wichtig für Afrikas Geschichte, so wichtig wie es SCHINDLERS LISTE und DER PIANIST für Europa sind.
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Mickey82 2011/05/28 20:55:38
Kommentar löschenBeeindruckender Film über Völkermord, der den Zuschauer auf ein oft nur "Nebenbei"-Thema von Nachrichtensendungen aufmerksam macht.
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Solitaire 2011/05/07 17:04:05
Kommentar löschenSpoiler enthalten!
Ein Film der mich zum Nachdenken brachte, nicht nur über das was war, sondern auch über das was immernoch geschieht. Über die Verantwortung die die westliche Welt hat und wie sie ebenjene nicht wahrnimmt.
Der Film schafft es dabei eine unglaubliche Dichte zu erzeugen, dass man sich in die Zeit zurückversetzt fühlt. Alles wirkt dermaßen schonungslos real, dass selbst ohne große Brutalität, ein unbehagliches Gefühl beim Zuschauer ensteht. Terry George gelingt es dabei nur durch Andeutungen, das Geschehene unglaublich brutal und hart wirken zu lassen. Ein Helm der UN, an dem Blut klebt, ist bei weitem kein grausamer Anblick. Durch die Inszenierung jedoch hängt ebenjener Helm wie ein Damoklesschwert über der Szene. Es ist einfach das wissen, was da passiert sein muss und das Verständnis was das für die Flüchtlinge bedeutet.
Der Score ist dabei zu jeder Zeit passend, niemals drängt sich die Musik unpassend in den Vordergrund oder wirkt zu pathetisch. Sie fängt einfach gut die Gefühle des Films ein.
Die einzige Schwäche, die der Film hat, ist meiner Meinung nach gar keine, sondern seine große Stärke. Nach dem Film war mir doch einiges unklar. Der Film schildert einfach die Ereignisse, bedient sich dabei jedoch keiner allzu umfassenden Aufklärung. Dieser Verzicht zwingt einen fast dazu, nach dem Film, dieses Thema weiter anzugehen. Eigentlich sollte ein Film ohne zusätzliche Erklärung möglichst viel beleuchten, hier verzeihe ich es diesem Film aber und spreche ihm hochtrabend eine Art Bildungsauftrag zu. Nur damit ich hier nicht missverstanden werde : Der Film kann auch ohne Kenntnis des Völkermords in Ruanda verstanden werden, es macht aber einiges klarer, wenn man sich danach nochmal mit dem Thema beschäftigt.
Die Schauspieler leisten in diesem Drama wundervolle Arbeit, besonders Nick Nolte transportiert all diese Emotionen perfekt zum Zuschauer. Die Szene in der er Paul ( Don cheadle ) erklärt, dass die Belgischen Soldaten den Flüchtlingen eben nicht helfen werden. In der er förmlich an der Theke zerbricht, hat mich fast zu Tränen gerührt. Dies ist vor allem den durchgängig überzeugenden Dialogen zu verdanken, die immer realistisch, niemals jedoch zu plump, wirken. selbst dem Geldgierigen General entlockt Terry George noch ein Fünkchen Menschlichkeit und lässt das Geschehene deshalb umso unverständlicher erscheinen.
Dieses Unverständnis, diese Abscheu vor den Taten, dieses Mitleid, dass einen nach dem Film begleitet....so müssen sich auch die Menschen damals gefühlt haben, die in den Nachrichten gesehen haben, was hier filmisch aufbereitet wurde.
Ein Film den man gesehen haben muss und der selbst die letzten an der Unfehlbarkeit der westlichen Welt zweifeln lassen dürfte.
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Hungerkünstler 2011/05/01 11:01:53
Kommentar löschenHotel Ruanda ist ein beeindruckender und bedrückender Film. Beeindruckend durch eine straffe Regier, gekonnte Inszenierung und glaubwürdige Darstellerleistungen , vor allem von Don cheadle und Nick Nolte.
Bedrückend ist der Film, weil er vor dem Hintergrund des wahren Geschehens in Ruanda erschreckrende Einblicke in die menschliche Natur aufzeigt, wie nämlich Menschen durch anhaltendes Hetzpropaganda dazu gebracht werden, über ihre Mitmenschen ,mit anderer Volkszugehörigkeit herzufallen, in ihnen nicht mehr Mitmenschen, sondern nur noch "Kakerlaken" zu sehen. Parallelen zu Ereignissen auch der deutschen Geschichte liegen auf der Hand. Man nehme statt des Wortes Kakerlaken die Worte Untermenschen, Volksschädlinge, Verräter, Parasiten und die dem Normalmenschen eigene Hemmung Unschuldige zu töten ist überwindbar.
Gleich erschreckend ist das Versagen der westlichen Welt in der Ruandakrise. Die
Un-Mission hätte nicht geschwächt, sondern massiv verstärkt werden müssen. Da die UN bei einem Genozid zum militärischenn Eingreifen verpflichtet gewesen wäre, hat man die Fakten des beginnenden Vökermordes zu "Zwischenfällen" verniedlicht. Feigheit und Gleichgültigkeit (es ging ja nur um Menschenleben von Afrikanern und nicht um Wirtschaftsinteressen des Westens) gingen Hand inm Hand. Diese massenhafte Tötung durch Unterlassen hat in die nach dem Ende des Mordens stattgefundenen Strafprozesse des Ruandagerichtshofs keinen Eingang gefunden.
Auch in Ruanda gab es, nicht nur in dem im Film gezeigten Fall des Hotelmanagers, unter der Mehrheitsbevölkerung der Hutu einzelne, die sich unter eigener Gefährdung der Mordraserei entgegenstellten. Dies ist ein kleines Zeichen der Hoffnung und die filmische Darstellung eines solchen Tuns beispielhaft. Andere Genozide, wie der an den Armeniern in der Türkei harren noch der filmischen Bearbeitung.
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