Hotel Ruanda

Hotel Rwanda (2004), CA/GB/IT/US/ZA Laufzeit 122 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 07.04.2005


Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
7.7
Kritiker
47 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.7
Community
8268 Bewertungen
79 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Terry George, mit Don Cheadle und Sophie Okonedo

Ergreifendes Drama vor dem Hintergrund des Bürgerkriegs und Genozids in Ruanda.

Am 7. April 1994 brach in Ruanda der Bürgerkrieg zwischen den regierenden Hutu-Milizen und den Rebellen der Tutsi aus. In nur 100 Tagen starben eine Millionen Menschen durch die Hand der Milizen, während die gesamte westliche Welt vor dem blutigsten Kapitel der jüngeren afrikanischen Geschichte die Augen verschloss. Hotel Ruanda ist die wahre Geschichte eines ganz gewöhnlichen Mannes, der beispiellose Zivilcourage bewies und über 1200 Menschen vor dem sicheren Tod rettete. Der Hoteldirektor Paul Rusesabagina (Don Cheadle) stellte sich couragiert gegen die Kräfte, die sein Land zu zerreißen drohten. Er öffnete seine Arme und fand einen Ort, an dem die Hoffnung überlebte. Don Cheadle, Sophie Okonedo, Joaquin Phoenix und Nick Nolte in einem Film, der die wahre Kraft eines Einzelnen im Kampf gegen die erbarmungslose Brutalität gezielt geschürten Hasses zeigt.

  • 37795279001_691946256001_th-691941004001
  • 37795279001_1859529945001_th-506165c9c7e7b0e40f3272d8-1592194040001
  • Hotel Ruanda
  • Hotel Ruanda
  • Hotel Ruanda

Mehr Bilder (24) und Videos (5) zu Hotel Ruanda


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Hotel Ruanda
Genre
Kriegsfilm, Drama
Zeit
1990er Jahre
Ort
Belgien, Ruanda
Handlung
Angst vor dem Tod, Apathie, Armut, Asyl, Aufopferung, Ausnahmezustand, Bestechung, Bürgerkrieg, Entwicklungshelfer, Entwicklungshilfe, Evakuierung, Falle, Fluchthelfer, Fluchtversuch, Flüchtling, Flüchtlingslager, Gefahr, Genozid, Hotel, Hotelbar, Hotelier, Hotelmanager, Hotelzimmer, Hutu, Kiswahili, Krankenschwester, Kriegsberichterstatter, Kriegskorrespondent, Landflucht, Lebensgefahr, Leichenberg, Luxushotel, Militär, Miliz, Mitleid, Mord, Notruf, Nächstenliebe, Rassismus, Risiko, Schutzgeld, Skelett, Tutsi, Vereinte Nationen, Vergewaltigung, Verschwundene Leiche, Völkermord in Ruanda, Waise, Waisenhaus, Überleben, Überlebender
Stimmung
Ernst, Traurig
Tag
Wahre Begebenheit
Verleiher
Tobis StudioCanal GmbH & Co. KG
Produktionsfirma
Kigali Releasing Limited, Lions Gate Films

Kommentare (74) — Film: Hotel Ruanda


Sortierung

THE_DREAM

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Im Völkermord von Ruanda spiegelt sich sehr viel strukturelles Unrecht: Kolonialismus, Kapitalismus, Rassismus, Heuchelei, Wohlstandschauvinismus, "Teile und Herrsche", Korruption, Desinformations-Medien, und so weiter. All dies fängt der Film bei all seinen Hollywood-Sünden (obwohl gar nicht von dort stammend) ganz gut ein, so dass man beim Betrachten um das Leid der Welt nicht drum herum kommt - kurz: Es versaut einem (mal wieder?) echt den Abend. Aber wenn man dazu nicht bereit ist, gehört man ja irgendwie mit zum Problem.

Ob es gut oder schlecht ist, dass der Völkermord dabei mit wenig Gore und Thrill gezeigt wird muss jeder für sich entscheiden.

Realeres Filmmaterial zum Thema heisst "The Last Just Man" (Politik und Fakten) und "The Day God walked away" (Kultur und Atmosphäre).

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Friendly

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Dieser Film ist ein absolutes Meisterwerk, das trotz und durch den Verzicht auf Kill-Bill-Blutfontänen (und wo wären sie filmerisch berechtigter gewesen?) die Geschichte so dramatisch und emotional ergreifend erzählt, dass der Zuschauer den Beamer als besserer Mensch abschaltet. Dabei ist der Film auch spannend, unterhaltsam, gruselig – vor allem aber lässt er den Zuschauer fast verzweifeln über die Rohheit und Gemeinheit der Menschen, wenn die zivilisatorische Tünche erst vergangen ist.

Mehr zum Film unter: http://friendly101.blogspot.de/2014/06/hotel-ruanda.html

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

doeme28

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Sehr nachdenklicher Film. Mal kein „Mainstream-Film“ sondern sehr mutige Verfilmung. Ist sehr realistisch gedreht und geht einem demensprechend nahe.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

brucelee76

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Hallo zusammen,

noch so ein ungemein wichtiger Film über die Bestie oder das Grauen MENSCH.
Unglaublich wie die Welt zusieht (wo sind die USA, NATO, EU und der verkackte Vatikan, bitteschön, wenn es drauf ankommt!?) und vor Augen, Millionen Menschen, wie nutzloses Vieh abgeschlachtet wird.
Okay wir haben verstanden die Tutsis und Hutus haben nichts mehr herzugeben. All ihre Güter sind schon vor zig Jahren beraubt worden und somit sind sie wertlos.

Oskar Schindler wird geehrt, totgeweihte Juden errettet zu haben und was ist mit Paul Rusesabagina!?, der ebenfalls tausende von Tutsi das Leben unter größter Lebensgefahr, gerettet hat!?

Mein Fazit: Irgendwie habe ich das Gefühl wir Menschen sind von Grund auf Mörder und Killer. Unglaublich das so was heute noch passiert!!!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

markus.rittner

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Don Cheadle in der Rolle des Paul Rusesabagina der 1994 in Ruanda während des Bürgerkriegs 1200 Menschen vor dem sicheren Tod bewahrte, basiend auf wahren Ereignissen, ein Geschichte wie sie nur das Leben schreiben kann. Der Cast ist unglaublich Nick Nolte als UN Colonel und Phoenix als Reporter und auch alle anderen bringen das Geschehen und die Dramatik unglaublich emotional an den Zuschauer, dazu ein rundum gelungener Score. Hier fällt es schwer sich eine Träne zu verdrücken. Ein wirklicher Ausnahmesteifen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

sweeneytodd

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Der zweite Film dieser Art innerhalb weniger Tage, den ich mir angesehen habe. Und genauso wie "Der letzte König von Schottland" reißt "Hotel Ruanda" einen wirklich mit. Es ist eine Weile her, dass ich bei einem Film so mitgefiebert habe und als der Film vorbei war, war ich erst mal ziemlich aufgewühlt und brauchte erst mal ein wenig um wieder runterzukommen. Unfassbar, dass diese Geschichte so wirklich passiert sein soll.
Unterm Strich ein wirklich mitreißender Film mit tollen Schauspielern, der einem auch danach im Gedächtnis bleibt. Und kurzweilig ist er obendrein. Die 2 Stunden vergingen wie im Flug.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

lieber_tee

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

»SoulReaver und lieber_tee in den Untiefen des ganz normalen Genrewahnsinns«
#4
D wie Drama.
Im Filmgenre „Drama“ steht das spürbare Ergründen von Menschen und ihr Verhalten im Vordergrund. Erzählt in Geschichten, die sich anschaulich mit sozialen und emotionalen Themen beschäftigen. Dabei können gewagte und kritische Inhalte in die Öffentlichkeit getragen werden.
Ist Humanität, Zivilcourage im Sperrfeuer von Politik und ethnischer Verfolgung möglich?
Ruanda 1994. Das 100-Tage-Massaker, in dem eine Millionen (!) Menschen barbarisch von der Hutu-Miliz abgeschlachtet werden ist ein Kapitel für das sich die "zivilisierte", westliche Welt zutiefst schämen muss. Denn wegen mangelnder Positionierung der Weltöffentlichkeit, schwafelnden Politiker und fehlendem Eingreifen der UN-Soldaten wurde diese hohe Opferanzahl möglich. Aber was interessieren „uns“ ein paar Neger in der Pampa, die keinen ökonomischen Nutzen haben und sich gegenseitig umbringen...
An Hand der "wahren" Geschichte Paul Rusesabaginas, der während den gewalttätigen Unruhen sein Hotel als Flüchtlingslager und Schutzraum für die verfolgten Tutsis öffnete, sich dabei in Lebensgefahr brachte, wird ein unfassbarer Akt von parteilicher Menschlichkeit und kühnen Mutes offenbart. Als eine afrikanische Version von Oskar Schindler dargestellt bricht der Film einen der größten Genozide der Geschichte auf ein hoch-emotionales Drama im Mikrokosmos eines Hotels herunter. Etwas Unfassbares wird zu einem erfassbaren, privaten, emotionalen Erlebnis.
Im Kern ist „Hotel Ruanda“ ein Familiendrama, das erstaunlich intensiv, nah und bewegend einen Menschen bei Zivilcourage begleitet. Mit seiner risikolosen, geradlinigen Inszenierung, die alle Regeln des emotionalen und dramatischen Kinos nutzt, entsteht eine Sogwirkung bei dem Zuschauer. So abgefuckt kalt können die dargestellten Geschehnisse keinem lassen. Unterstützt von dem brillant spielenden Hauptdarsteller Don Cheadle, der subtil und glaubwürdig den unprätentiösen, cleveren Normalo-Helden verkörpert.
Die Ursachen der durch biologisierte Rassenlehre begründete, mit Propaganda aufgeheizte und durch Waffenhandel erkaufte Völkermord an die Tutsis werden nur kurz angesprochen. Ziel des Films ist nicht komplexe Zusammenhänge aufzuzeigen sondern ein schockierendes Mahnmal gegen diesen Holocaust in Afrika zu sein. Ein Aufruf sich mit dem bereits vergessenen und wenig öffentlich gemachten Ereignissen auseinander zu setzten. Und er ist in seiner Gesamtheit ein zutiefst menschliches Denkmal für friedliches Verhalten und Handeln in kriegerischen Konfliktsituationen.
Möglicherweise wird am Ende der Betrachter sagen „Scheiße, wie schrecklich“, sein Feierabendbierchen öffnen und nach kurzem Schniefen zur Tagesordnung übergehen.
Das kann aber dem Film nicht vorgeworfen werden.
[http://www.moviepilot.de/liste/soulreaver-und-lieber_tee-in-den-untiefen-des-ganz-normalen-genrewahnsinns-soulreaver]

bedenklich? 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten

Brennegan

Antwort löschen

Ich merkte ja schon Dallaires Buch unter SoulReavers Kommentar an. Für mich ist der Film so gut, weil er mit dem entsprechenden Hintergrundwissen vor allem die emotionale Seite dieses Schreckens anspricht.
Leider ist Ruanda heute vergessen. Dabei zerstört Ruanda doch in allen Belangen das so wundervolle Bild der westlichen Wertegemeinschaft. Angefangen von der Selbstentblößung der UNO bis hin zur Heuchelei von Wertesystemen und Menschenrechten. Ein Beispiel, dass selbst heute noch gute Interpretationsansätze für Konflikte und den Umgang damit bietet.


lieber_tee

Antwort löschen

Ja, da stimme ich dir voll zu.


Comicverkäufer

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein wichtiger Film, der dem Publikum ein schwieriges Thema ins Gedächtnis ruft. Nicht nur wegen der verübten Greueltaten, die dem Zuschauer glücklicherweise nur vereinzelt vor Augen geführt werden, sondern auch wegen der traurigen Rolle der UN in diesem Konflikt.
Um jetzt nur den Film und nicht den Inhalt zu bewerten, muss ich sagen, dass ich trotz einer guten Leistung der Schauspieler nicht das beklemmende Gefühl hatte, dabei zu sein. Durch den Handlungsverlauf bin ich über die Rolle des Beobachters nicht hinausgekommen. Die Figuren bleiben leider auch recht leer und dienen nur dazu, die Story voranzubringen. Das, was hier den Kloss im Hals verursacht, ist die Tatsache, dass es tatsächlich passiert ist. Und sicherlich noch grausamer als das, was der Film zeigt.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

aggrotainment

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich lese dauernd dass "Hotel Ruanda" ein Film über Afrika ist. Über Afrika ? Er ist eher ein Film über Menschen der in Afrika spielt. Über böse Menschen und gute Menschen, unwissende Menschen, gierige Menschen und gewalttätige Menschen. Im Prinzip beschreibt er "uns" ziemlich treffend. Auf jeden Fall aber ist er ein Film der uns nötigt einen Kommentar zu schreiben in dem wir kurz aufsehen und hinterfragen was auf der Welt eigentlich geschieht - bis morgen Mittag wenn wir uns dann wieder den wirklichen Problemen zuwenden - wie etwa der Schnecke vor uns auf der Autobahn, oder der zu langen Schlange bei Mc Donalds.
Auf jeden Fall ist er ein guter Film mit einem tollen Cast und eben einer, der tatsächlich etwas zu erzählen hat. Man muss dankbar für diesen Film sein. Allein schon dafür dass er vielleicht einige Einzelne unter uns in jungen Jahren so beeinflusst dass sie einer dieser Menschen werden die bei wirklichen Problemen helfen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Dead_Eye_Dodo

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Endlich bin ich mal dazu gekommen diesen Klassiker nachzuholen. Also ich persönlich hätte deutlich weniger Hollywood erwartet. Ansonsten nicht übel, aber manchmal (speziell am Ende) überzogen ohne Ende... Naja.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

moep0r

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Definitiv nichts was man am fruehen morgen gucken sollte. Wie soll ich denn meinen Kollegen gleich erklaeren, dass ich so aufgewuehlt bin?

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

ichvitus

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Das ist mir so noch nicht passiert. Nur selten kullern mir beim Filmegucken Tränen übers Gesicht, so z.B. passiert in „Schindlers Liste“. Doch bei „Hotel Ruanda“ war ich nicht nur fürchterlich am Weinen sondern in allen Belangen wirklich völlig aufgelöst. Ich kann gerade noch gar nicht wirklich fassen, was dieser Film in mir ausgelöst hat. Der gesamte Weltschmerz scheint sich bei mir vereint zu haben und ich heulte los während mein Herz zu zerbrechen schien. Eine komplette Packung Taschentücher habe ich ungelogen während dieser 2 Stunden verbraucht. Das Getränk jedoch, welches ich mir für den Film bereitgestellt hatte, ist jedoch völlig unangetastet geblieben, da ich an nichts Anderes mehr denken konnte, als an die Menschen im Hotel und drum herum.
Zu den anderen Dingen kann ich mich gar nicht wirklich gut äußern, da ich ja fast ununterbrochen bitterlich am weinen und Naseputzen war. Cheadle und Okonedo sind mir dennoch positiv aufgefallen, ebenso Nolte. Verzaubert wird man zudem noch von wunderbar afrikanischen Klängen.
Man mag sich gar nicht vorstellen, dass solche Dinge tatsächlich passiert sind und auch heute noch passieren. Das hat mich so unendlich traurig gemacht.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

uncut123

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

in was für einer welt wir doch leben...der film war schon doll aber dann habe ich mir noch einige sachen im netz durchgelesen...das waren keine menschen sondern tiere und noch andere sachen sind mir sauer aufgestoßen

bedenklich? Kommentar gefällt mir 1 Antworten

kathrin.n.bauer

Antwort löschen

Das schlimme ist, dass es eben doch Menschen sind. Die dort sind nicht anders als die Deutschen im 2. WK oder im Ex-Yugoslawien oder in Syrien... Ich verstehe nicht, was es ist, das menschen dazu bringt so etwas zu machen. Aber so schwer kann es nicht sein, sonst würde sowas nicht überall auf der Welt passieren. Die Menschen in Ruanda sind nicht anders als alle anderen Menschen auf dieser Welt. Was natürlich nicht heißt, dass alle Menschen sich gleich schnell aufhetzen lassen. Es gibt überall gute und schlechte Menschen


Copacabanasun

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Großartig gespielt vom Cast, vor allem Don Cheadle hat mich sehr beeindruckt mit seiner Leistung. "Hotel Ruanda" ist ein mitreißender und ergreifender Film über Afrika. Dieser hat mich noch etliche Tage später nicht mehr losgelassen.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Tom S. Jaeger

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wir wissen so wenig über Afrika. Ansich wissen wir garnichts. Denn es ist immernoch so wie es immer war - unterschwellig herrscht der pure rassismus. Afrika ist selbst für viele menschen mit einem offenem Geist in der westlichen Welt nur ein großer haufen Sand voller primitver Menschen. Leugnen sie es wenn man sie auf ihre doch zutiefst rassistische Meinung anspricht? Na klar. Dann sind sie auf einmal alle Sozialisten.

Dieser Film hat mich tief bewegt. Das Script ist da es auf wahren tatsachen beruht, verstörend realistisch. ich kann das Leid der Menschen fühlen und ich habe mehrmals geweint wärend der Film lief. Wie kann ich auch nicht weinen - bei soviel Grausamkeit und Leid.

Und wenn man sich vergegenwärtigt das Dinge wie diese Tag für Tag irgendwo auf der Welt passieren ... es macht unsäglich traurig. Und das es sowenig Menschen gibt die dagegen aufstehen und die auch ihr leben über das Leben anderer stellen ... das macht noch viel trauriger. Die Paul´s und Schindler´s dieser Welt sind sehr rar gesäht.. zu rar.

Doch genauso wie der Film mich verzweifeln lässt so gibt er mir auch Hoffnung. Weil es eben immer Menschen geben wird die unrecht nicht hinnehmen.

Nennt sie Christenmenschen nennt sie Sozialisten. nennt sie alles was im namen des "weißen" auf dieser Welt arbeitet. Aber es gibt sie. Und das gibt mir Kraft. Kraft auch zu kämpfen geschieht unrecht im direkten Umfeld.

Ich kann verstehen wie die Menschen sich an die Worte des Nazareners klammern in einer solchen Welt. Denn selbst ich als Anarcho-syndikalist und Agnostiker sehe die reine Botschaft seiner Aussagen. Liebe deinen Nächsten und werfe den ersten Stein so du ohne Schuld bist. Das hat mit Religion oder Kirche nichts zutun. Es ist die reine undklare Botschaft des "weißen" - An was man in dem kontext auch immer glauben mag. Das hat mit "Gott" nichts zutun. Es ist die Menschlichkeit. Und solange es Menschen gibt die diese Fahne tragen ... solange muss ich mich nicht vor schande, zu dieser Gattung Tier zu gehören, umbringen. Solange gibt es einen Funken hoffnung.

Handwerklich und Technisch sowie Schauspielerisch ist der Film grundauf überzeugend. Gute Kamera. Gute Darsteller. Glaubwürdig gespielt. Aber dadrüber muss man angesichts all diesre oben genanten dinge ansich agrnicht weiter reden. Es ist ein sehr guter Film. Das ist sicher. Auch wenn er vielleicht etwas zu wenig auf das Thema des hasses und deren Quelle eingeht bzw. die Ursachen de hasses. Der Film beschäftigt sich mit den Folgen des Hasses aber nicht der Wurzel. Aber herje - ist das ein kritikpunkt? ich glaube angesichts der tatsachen nicht.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

RoosterCogburn

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Der Film beruht auf der "wahren" Geschichte von Paul Rusesabagina, der 1268 Menschen vor dem sicheren Tod rettete in dem er ihnen in seinem Hotel Zuflucht gewährte.
Die unglaublich mitreißende und glaubwürdige Darstellung von Don Cheadle empfinde ich mehr als sehenswert. Er gehört für mich zu DEN herausragenden Filmen der 00er Dekade (2000-2009). Begleitet wird er von einer vorzüglichen Besetzung (Joaquin Phoenix, Jean Reno und glänzend Nick Nolte), die ihn als Hauptprotagonist der Handlung sehr gut unterstützt.
Die schrecklichen Taten wurden zwar klar gemacht und bildlich angedeutet. Jedeoch schwelgt die Inszenierung keineswegs in blutigen Szenerien. Im Gegenteil. Auf diese wurde größenteils verzichtet. Somit überzeugt der Film ohne mir plakativ horrormäßige Gewaltdarstellungen der damaligen Völkermorde um die Ohren zu hauen.

Somit erzählt die Film die inzwischen bekannte Geschichte vom Hotelmanger der gut 1200 Menschen das Leben rettete. Und dieser Film, abgesehen von der Realität, funktioniert er bei mir. Warum spreche ich nun die Realität an? Nun bin ich vor einiger Zeit auf etwas gestoßen, was einen wieder daran erinnert, wie gern wir doch "Helden" sehen wollen. Wir wollen an so etwas glauben und anscheinend hat es sich doch etwas anders abgespielt. "Neuerdings zeichnet sich ein anderes Bild ab. Rusesabagina soll ganz und gar kein Held gewesen sein, sondern ein zynischer Geschäftemacher, der aus dem [Vorfall] sein Kapital schlug." (siehe http://www.sueddeutsche.de/kultur/hotel-ruanda-held-in-der-kritik-zynisches-geschaeft-mit-dem-voelkermord-1.1271099) "er kassierte Geld von den Flüchtlingen, als wären sie Hotelgäste. Wer nicht zahlen konnte, bekam weder Wasser noch Essen und wurde aus den Hotelzimmern ausgesperrt. Und als die Leute kein Geld mehr hatten, zwang er sie, ihm ihre Autos und Häuser zu überschreiben. Wie kann man einen solchen Menschen als Helden bezeichnen?"

Das stimmt einen wieder nachdenklich. Doch wie ich bereits angesprochen habe, ist der Film eine Klasse für sich. Die Realität ist was anderes. Letztlich ist das emotional aufwühlende Drama ein Appell für Courage und Engagement, das bewegt und mich erreicht hat.

bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten

kathrin.n.bauer

Antwort löschen

Wobei man bedenken sollte, dass der Artikel der Süddeutschen meines Wissens der einzige Artikel ist, der das behauptet. Bei der weltweiten Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wurde könnte man erwarten, dass sich solche Berichte häufen würden, wenn es Beweise gäbe oder viele Flüchtlinge das erzählen würden. Natürlich ist es möglich und er hat sicher mehr Einfluss als die Flüchtlinge, aber war da nicht mal was von Unschuldsvermutung?


RoosterCogburn

Antwort löschen

Der Artikel baut u.a. auf der Aussage auf Pasa Mwenenganuk und Freddy Mutanguha, die damals mit dabei waren. Natürlich kann man dem Helden glauben und denken, dass das Regime in Kigali sich unter Druck gesetzt fühlt. Und das damit diese plötzliche Kritik an Rusesabagina zu erklären ist. Ich weiss es nicht.
Letzendlich sollte man Film immer als Fiktion betrachten. Auch wenn sich der Drehbuchschreiber durch die Wirklichkeit hat inspirieren lassen. Im übrigen hat die Zeit auch darüber berichtet. Allerdings kenne ich deren Artikel nur als Print-Version.


Oliver0403

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Dass es Don Cheadle drauf hat, weiss ich bereits seit "Oceans Eleven". Demnach ist seine großartige Leistung hier auch keine große Überraschung.
Allerdings wirft der Film einige Fragen auf. Was ist denn überhaupt der Sinn von Völkermord und auch Bürgerkriegen? Warum bekämpfen sich die Menschen gegenseitig?
Den Typen, der hin und wieder im Radio gegen die Schwächeren hetzt, möchte man am Liebsten die Beine brechen und die Stimmbänder rausreißen, für seine Aussagen.
Alles in Allem ein hervorragender Film mit einem ausgezeichneten Don Cheadle!

bedenklich? Kommentar gefällt mir 1 Antworten

kathrin.n.bauer

Antwort löschen

Ich kann es nachvollziehen. Nur leider wurde solche Dinge in Kriegsgebieten der Region (und anderswo) tatsächlich gemacht. Irgendwie ist das makaber. Wirkt als hättest du die Antwort auf deine Fragen gefunden. Wenn du dir vorstellst, du würdest in Ruanda leben und wärst dann dein Leben lang emotionaler, negativer Darstellung der anderen Gruppe ausgesetzt, dann ist es leicht möglich, dass du diesem Impuls folgen würdest. Jeder von uns möchte glauben, dass man nicht so ist, aber wissen werden wir das zum Glück nie.


lhiannan

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein in vielerlei Hinsicht bemerkenswerter und wichtiger Film, der aufgrund seiner Thematik für mich an die Grenzen des Erträglichen geht. Denn nicht nur die entsetzlichen Morde werden thematisiert, sondern auch das Versagen der gesamten westlichen Welt - was von einem unendlichen und verstörenden Zynismus der Mächtigen kundet.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

StevenStone

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Ich dachte mir nicht wieder so ein sinnloser Film in dem sich Schwarze aus Somalia sinnlos die Köpfe einschlagen und Storymäßig nicht viel bei rum kommt.
Jedoch wurde ich vom Gegenteil überzeugt, sehr interessanter und gleichzeitig schockierender Film über die Mißstände und Ausbeutung im tiefen Afrika

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Nicki Minaj Lover

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

gute Schauspieler, toll gespielt und eine gute Aufmachung machen diesen Film auch durch seine Stimmung zu einem kleinen Meisterwerk .. nicht der beste Film dennoch richtig gut

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten


Fans dieses Films mögen auch