I saw the Devil

Akmareul boatda (2010), KR Laufzeit 135 Minuten, FSK 18, Drama, Horrorfilm, Thriller, Kriminalfilm


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6.8
Kritiker
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7.6
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216 Kommentare
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von Jee-woon Kim, mit Byung-hun Lee und Min-sik Choi

Ein Mann nimmt Rache, nachdem seine Verlobte ermordet wurde.

Kyung-chul (Min-sik Choi) ist ein psychopathischer Serienkiller, der von der Polizei bereits seit einiger Zeit gejagt wird. In einer Winternacht bringt er schließlich die Polizistentochter Joo-yun auf bestialische Weise um. Ihr Verlobter Soo-hyun (Byung-hun Lee), ein Agent des südkoreanischen Geheimdienstes, schwört Rache – auch wenn er dafür selbst zu einem brutalen Monster werden muss…

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Kommentare (211) — Film: I saw the Devil


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Feindbild_Mensch

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Hervorragend gemachter Horror-Thriller. Extrem Düster, brutal und Spannend ... ein paar denen ich den Film Empfohlen habe haben kaum mehr als 30min ausgehalten, bis es denen "zu heftig" wurde ;).

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Martin Oberndorf

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Bewertung10.0Herausragend

Eine Frage, die sich mir schon seit geraumer Zeit aufdrängt, ist, wieso Kannibalen ihr Fleisch immer roh essen müssen.
Klar, es gibt Beispiele, in welchen sie das Essen vorher zubereiten, aber die meisten Filmkannibalen essen doch einfach das rohe und blutige Menschenfleisch, oder nagen es gar zombiemäßig vom Knochen, oftmals, als das Opfer noch lebt. Oder irgendwelche als eklig geltenden Teile wie Eingeweide oder Zunge.
Es erscheint mir doch irgendwie unlogisch. Wieso sollten sie das tun?
Denken wir mal nach: Kannibalen sind Leute, die liebendgerne Menschenfleisch essen. Aber aus welchem Grund sollten sie nicht auch ein Stück herausschneiden, würzen, braten, mit etwas Reis oder Pommes anrichten, und dann erst essen?
Nur mal so als kleiner Denkansatz.
Es liegt daran, dass der Zuschauer ein echtes Monster vor sich haben sollte, es ist dann sogar leichter zu verarbeiten, wenn der Psychopath in jeder Situation seines Lebens unnachvollziehbar und bestialisch agiert, da es der Zuschauer nicht wahrhaben will, dass ein Serienkiller nicht auch STÄNDIG geistesgestört agiert.
Wir tun uns eben leichter mit der Monster-Variante.
Aber sei's drum.
Der Kannibale hat hier nur eine kleine Nebenrolle.
Eigentlich geht es ja um was ganz anderes in "I Saw the Devil".
...
Ein Serienkiller geht im Lande um.
Sein letztes Opfer ist eine Frau, deren Mann bei der Polizei arbeitet. Sie wird bald aufgefunden - arg zerstückelt, in alle Einzelteile.
Ihr Mann nimmt sich 2 Wochen Auszeit vom Dienst, um den Schock zu verarbeiten...
...doch er denkt nicht daran, still zu sitzen. Er kennt die Verdächtigen und will, dass der Mörder seiner Frau genauso leidet wie sie leiden musste...

Nach 'Frühling, Sommer, Herbst, Winter... und Frühling', 'I'm a Cyborg but that's OK', 'Oldboy' und 'A Tale of Two Sisters' ist "I Saw the Devil" mein fünfter südkoreanischer Film.
Und sicher nicht mein Letzter.
Ich bin wirklich begeistert, was ich da teilweise für Exquisitäten serviert bekomme.
Ich erwartete mir eigentlich etwas wie das japanische Kino, als ich begann, dieses Filmland zu erkundsch, iten. Ich mag Japan, was Filme angeht, aber muss auch sagen, dass die Streifen sehr eigenwillig sind. Da gibt es zwar auf der einen Seite Filme wie Audition, Battle Royale oder Ran, die auch bestens für Nichtfans asiatischen Kinos geeignet sind und gefallen können, auf der anderen Seite eine derartig hohe Anzahl merkwürdigen Trashs, der irgendwo zwischen lustig und verstörend-pervers pendelt, dass man sich oft fragt, was für Pillen beim Dreh eingeworfen wurden.

So ist das südkoreanische Kino aber zumindest aus meiner jetzigen Sicht nicht einzuordnen. Billig wirkt hier nichts, alles scheint professionell, die Stories wirken für den westlichen Zuschauer wesentlich zugänglicher und nahbarer, und es gibt deutlich weniger Eigenheiten.
Dafür passiert viel Gewalt, auch auf psychischer Ebene.
Aber im Moment urteile ich wahrscheinlich noch etwas zu früh. So viele Filme kenne ich jetzt auch nicht.

"I Saw the Devil" ist ein Film von Kim Jee-Woon, der sich auch für das brillante wie grausame Psychomärchen 'A Tale of Two Sisters' verantwortlich zeichnet.
Nun geht dieser Film aber eine gänzlich andere Richtung.
Er lässt uns mehr wissen als sein Protagonist, wir kennen die Identität des Mörders bereits von Anfang an, wir werden über nichts im Dunklen gelassen.
Tatsache ist, man kann sogar sagen, dass wir trotz Sympathielegung auf den Rächer mehr vom Killer erfahren als von unserem Antihelden.
Bis der Film einen ab einem gewissen Punkt austrickst.
Es ist ein perfides Katz-und-Maus-Spiel, aber wer ist die Katze, und wer die Maus, und noch wichtiger: wer ist gut? Wir wissen, wer böse ist, aber ist unser Sympathieträger nicht im Endeffekt genauso?

"I Saw the Devil" bietet eine Vielzahl an Grausamkeiten. Manche sind psychischer Natur, aber genauso viele auch physischer. Wir sehen hier viel Brutalität, viel Tod, viel Blut. Aber keinen Splatter. Alles hat seinen Sinn. "I Saw the Devil" inszeniert Gewalt nicht selbstzweckhaft, er zelebriert nicht. Das zeigt sich an den wenigen Szenen, an denen er doch abblendet. Es dient alles zur Veranschaulichung der moralischen Abgründe beider Hauptfiguren, angetrieben durch die zwei wohl stärksten und ungezügeltsten Emotionen: Lust und Hass...

"I Saw the Devil" ist ein exzellenter Psychothriller und Rachefilm. Er ist schonungs- und kompromisslos inszeniert, ohne allzu sehr in den Horror oder gar in den Trash abzudriften.
Nein, "I Saw the Devil" gehört zu den feinsten Genrevertretern, die es da draußen gibt.
Er ist qualitativ hochwertig, jede Szene ist gewissenhaft gedreht und mit wunderschönster Musik unterlegt wird "I Saw the Devil" zum absoluten Genuss.
Bereits bei seinem Werk 'A Tale of Two Sisters' hatte ich das Gefühl, Kim Jee-Woon inszeniert keine Szene zufällig, nicht einmal die Einrichtung sei ohne Hintergedanken gewählt. Alles sollte zumindest zur Stimmung beitragen.

Choi Min-Sik, den Viele wahrscheinlich als Protagonisten von 'Oldboy' kennen, dreht hier seine Rolle völlig um, in dem er nicht den Rachedämon, sondern die genau gegenteilige Rolle, nämlich die des wahnsinnigen Serienkillers mimt.
Eine atemberaubende Schauspielleistung.

Was "I Saw the Devil" aber in aller Perfektion schafft, was ihn zu einem wirklich großen Kinomoment macht, ist, dass er absolut neu und frisch daherkommt. Er hat nicht nur seine Hausaufgaben gemacht und formell alles richtig abgefilmt. Nein, er ist wirklich einzigartig, er hat noch das gewisse Etwas, dass ihm zu so viel mehr als nur einem tollen Genrebeitrag macht. Er sprengt diese Grenzen.
Es handelt sich hier um einen richtig, richtig, richtig genialen Film, der zum Besten der letzten Jahre zählt.

Die Monster nehmen uns, was uns lieb und heilig ist.
Der metallische Geschmack der Rache lässt unsere Fäuste zucken und jucken, jähzornig um Blut zu lecken.
Nur... werden wir dann nicht auch zu den Monstern, die uns eigentlich anekeln?

PS: Unbedingt ungekürzt sehen, das ist natürlich wichtig. Ich empfehle die niederländische DVD oder Blu-Ray, die auch deutschen Ton enthält und absolut unzensiert läuft.

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Sam_Schildkroete

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Welche Animes meinst du denn konkret? Z.B Ranma gibt es da komplett synchronisiert und Sailor Moon und Dragon Ball etc. kam da auch schon deutlich früher raus. Als weiteres Beispiel haben die alle Godzilla Filme synchronisiert. Kann sein dass die jetzt bei einigen Animes wengier gut dastehen (bzw. diese für den amerikanischen Markt als "nicht interessant" genug gelten). Im großen und ganzen gibt es da ja auch gerade im Hinblick auf Japan mehr Nipponfans (und eine Anime-DVD kostet da auch keine 45 €, das stört mich am meisten am deutschen Markt, diese unglaublich teuren Preise, ohne Begründung warum ausgerechnet Animes so teuer sind/Sein müssen)


Martin Oberndorf

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Jeanne die Kamikaze-Diebin zum Beispiel.
Von Ranma gibt es meines Wissens nach nur die ersten paar Folgen.

Konkret fallt mir jetzt nix ein, aber ich weiß, dass ich mal den halben Katalog von KAZE bei IMDB eingegeben habe und da sehr vieles augenscheinlich nicht in den USA erhältlich ist.

Ich hab wenn ich mit Amerikanern schreibe, oft das Gefühl, sie kennen nur amerikanische Filme, und meiden die anderen, weil sie da Untertitel lesen müssen.

Was kennt man im Amerika an ausländischen Filmen nicht?
-fast sämtliche deutsche Komödien, auch, wenn sie sehr erfolgreich waren
-die meisten Filme mit Louis de Funes
-die meisten "kleineren" Filme aus nichtamerikanischen Ländern,, die man auch bei uns kennt
Aber stimmt, speziell aus dem asiatischen Raum fällt mir jetzt hier nichts ein...


Quibybaby

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Bewertung6.5Ganz gut

einige stellen des films haben mich wirklich gepackt und gefesselt, dennoch hat er mich nicht vom hocker gehauen, das gewisse etwas hat mir dann doch gefehlt, reicht leider nicht für ein sehenswert aus.

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Kamil90

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Bewertung7.0Sehenswert

Südkorearischer Horror-Streifen - der Hauptdarsteller erfährt, dass seine schwangere Angebetete brutal von einem Serienkiller ermodert wurde und schwört Rache, die allerdings nicht darin endet, den Schuldigen bloß zu finden und selbst zur Strecke zur finden, sondern ihn in einem ziemlich abgefahrenen Katz und Maus-Spiel möglichst lange und heftig leiden zu lassen, wobei er aufpassen muss, dass er selbst nicht zum Monster wird. Dabei ist das ganze ziemlich brutal ausgefallen mit paar echt kranken, aber dafür sehr geschickt aufgenommenen Szenen, sodass er definitiv Eindruck hinterlässt. Manchmal wirkt er allerdings doch etwas seltsam, weil die Protagonisten die unwahrscheinlichsten Verletzungen und Blessuren überleben und auch das Verhalten der Polizisten wirkt teilweise sehr unlogisch, aber man nimmt es meist dann doch hin. Nicht wirklich Splatter, streift aber in die Richtung und ist dabei spannend und manchmal auch ergreifend.

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filmore

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Bewertung10.0Herausragend

Aus meiner Sicht ist das perfektes Kino. Bietet einfach alles was man erwartet von einem Rachefilm. Eine unglaublich fesselnde Geschichte mit Spannung ohne Ende, verpackt mit harter Gewalt und düster-genialen Bildern. Und die beiden Hauptdarsteller machen ihre Sache auch mehr als gut. Fantastisch vom Anfang bis Ende.

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clarkkent

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Spannend , hart und düster.
gut aufgelöster plott.

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White_Tip

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Habe zu erst aus Versehen die geschnittene Fassung gesehen. Aber nachträglich finde ich diese sogar besser, da sie sich nicht in Gewaltexzessen verliert und wiederholt. Sicherlich geht dabei ein gewollter Teil des Films verloren. Macht dafür aber Platz für den emotionaleren Teil, den ich am asiatischen Kino so schätze.

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Nicki Minaj Lover

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein solider nicht schlecht gemachter koreanischer Thriller von denen es aber weitaus bessere gibt...Jee-woon Kim der hier Regie geführt hat kann auch bessere Filme machen wie z.B The Good, The Bad, The Weird ... ein koreanischer Western der mir wirklich gut gefallen hat
Byung-hun Lee (Bittersweet Life) spielt seine Rolle wirklich gut so wie man es von ihm gewohnt ist wenn man noch ein paar andere Filme mit ihm gesehen hat ... Min-sik Choi (Oldboy) der oft die Rolle eines bösen spielt macht auch alles richtig...

Dennoch wurde ich schon besser und fesselnder unterhalten...
I Saw the Devil ist ein Film den man sich ruhig mal anschauen kann ... der aber in meine Filmsammlung wohl keinen Platz bekommen wird ...

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PaJeRo

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Was sind denn sonst so deine Tipps für südkoreanische Filme?


Sta Maz

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Bewertung7.0Sehenswert

Bei diesem Streifen dachte ich teilweise "HAMMER" und dann wieder "öde". Sehr abwechslungsreich, unvorhersehbar, hat enorm potential, aber teilweise etwas plump. Trotzem sehr zu empfehlen, wirklich schön gedreht und mit tollen schauspielern.

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expendable87

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Bewertung9.0Herausragend

den titel 'i saw the devil' find ich großartig, passt perfekt!
ich bin eigentlich kein großer fan von asia-filmen, doch die überdurchschnittlichen bewertungen bei mp haben mich sehr gereizt und ich bin stolz darauf 'i saw the devil' jetzt in meiner sammlung zu haben!
ein kaltblütiger serienkiller und psychopath ermordet die verlobte eines geheimagenten, ein folgenschwerer fehler, was folgt ist ein gnadenloser und bestialischer vergeltungsschlag…ein gestörter psychokiller und ein seelenloser menschenfresser im unerbittlichen kampf gegen einen rachsüchtigen mann, der nicht mehr aufzuhalten ist!
was dieser kranke und gänzlich brutale horrorstreifen aus korea auftischt ist nichts für schwache nerven…liebhaber dieses genres werden hier über zwei stunden lang höllisch gut unterhalten, selbstverständlich nur in der ungeschnittenen fassung!

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Nergal

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Bewertung7.5Sehenswert

ein wunderbar perfides Katz & Maus-Spiel mit zwei grossartigen Darstellern. Besonders gut fand ich das der Film kein Gut & Böse vorzeichnet, sondern die Grenzen verschwimmen lässt indem der Jäger im laufe der Handlung immer skrupelloser wird und am Ende dem Serienmörder in Sachen Brutalität in nichts nachsteht. Hier gibt es kein Schwarz und Weiß, sondern nur Grau. Natürlich Uncut schauen ;)

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ilarmadio

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Bewertung6.0Ganz gut

oldboy ist 20 mal besser und hat wenigstens ne geschichte...

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Bubo

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Bewertung7.0Sehenswert

Nach „Oldboy“, „Mother“, „A Tale of Two Sisters“ und „Memories of Murder“ nun ein weiterer „Südkoreaner“ für Bubo...“Ich versprech Dir, diesen Albtraum wirst Du nie vergessen.“

„I saw the Devil“ ist grossartig gespielt, grossartig umgesetzt, grossartig konsequent durchgezogen. Das Ganze wirkte für mich hie und da dann doch zu gewollt konstruiert, um letztlich ehrlich glaubhaft rüber zu kommen, aber die Vorhersehbarkeit tut der nervenzerreissenden Spannung über die lange Laufzeit hinweg keinen Abbruch. Und die Tatsache, dass hier jeder, sowohl Opfer, Täter, Rächer, Angehörige und der Zuschauer, dem Teufel während dieser mehr als zwei Stunden mit weit geöffneten Augen in die Fresse starren müssen, ist wahrhaft...teuflisch brutal – gerade auch darum, weil weniger der explizite Goreanteil, als vielmehr die emotionale Spannkraft hinter der Thematik hervorragend und absolut glaubwürdig wiedergegeben wird. Dieser Film wühlt sich durch die dunkle Seite der Seele eines jeden Charakters im Film und eines jeden Zuschauers.

Die Opfer werden vom Teufel überrascht, niedergewalzt, in die Hölle verfrachtet. Sie sehen den Teufel leibhaftig vor sich, in Form ihres grausamen Peinigers. Den Angehörigen und Bekannten bleibt nichts weiteres, als entweder die Augen vor dieser Sicht zu verschliessen, sie zu akzeptieren oder sich in der eigenen dämonischen Besessenheit mit dem Teufel zu verbrüdern...oder ihn eben als Rächer aufzusuchen, um ihm persönlich die verfluchten Hörner abzureissen. Ganz langsam und mit dem Fokus aufs Leiden. Jeder muss wohl in dieser lebenden Hölle auf seine Weise umgehen, versuchen, "seinen“ Sinn hinter diesem unsinnigen Wahnsinn zu erkennen, den Fakt zu verarbeiten, dass einem der Teufel grausam ins Gesicht lacht – unabhängig davon, ob man ihn kennt, sein Komplize ist oder ein weiteres, sozusagen „sekundäres“ Opfer.
Auch der Täter ist letztlich nur ein armes Würstchen, gefangen in seinem serienkillenden Irrsinn, mit der Unfähigkeit, ausserhalb des eigenen psychopathischen Infernos zu leben – ein Mensch eben, der gleichwohl Teufel ist und dem Teufel in Form seiner unbarmherzigen Nemesis direkt begegnen muss.

Beide Protagonisten, Täter (Min-sik Choi, wie immer überirdisch gut) wie Rächer (Byung-hun Lee, steht Chois Leistung in Nichts nach), haben also den Teufel gesehen. Eine grauenhafte Aussicht, die hier damit aufzuhübschen versucht wird, indem man sich selbst in den Teufel verwandelt. Und das ist gleichwohl der Anfang wie auch unaufhörliches Ende in der persönlichen und über andere gebrachten Hölle. „Wenn er die Monster bekämpft, wird er selbst zu einem Monster.“

Ich hoffe, kahuna mag mir zur Abwechslung dann auch mal etwas seichteres zum Kommi-Schreiben andrehen. Aber gerade aufgrund seiner schonungslosen, konsequenten Offenheit ist „I saw the Devil“ wohl ein Film, den jeder mal gesehen haben sollte; in der hoffnungsvollen Dankbarkeit, selbst niemals in die abgrundtief hässliche Fratze des Teufels glotzen zu müssen, die einem immer und überall unverhofft begegnen kann, auf welche Art auch immer.

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BenAffenleck

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Gesehen haben sollte man ihn wirklich mal, schon alleine um sich eine Meinung bilden zu können...


Bubo

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Das schadet sicher nicht, Ben;) Bin gespannt, was Du von ihm halten wirst, morphiii!
p.s. eines Tages ist vielleicht sogar diese ominöse Black Edition fällig, Ben...aber bis dahin muss ich die Erstsichtung erst noch bissi verdauen.


Chucky89

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Gerade in der komplett ungeschnittenen Version ein sehr brutaler Film. Die Geschichte ist zwar wie auch bei anderen Konsorten dieses Genres eher kurz geraten, dennoch ist die Umsetzung recht gelungen. Neben den Gewaltszenen entwickelt sich hier aber eine sehr düstere Atmosphäre. Rachefilme als solches sind nicht neu, aber wie der Verlobte des ersten Opfer reagiert ist doch etwas neues. Der Film zeigt gut das Rache oft keinen hilft. Gerade die Hauptdarsteller haben Ihre Rolle glaubhaft rüber gebracht. Mal interessant beide Darsteller der mit am bekanntesten koreanischen Rachefilme in einem Film zu sehen.

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Couga[MH]

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich bin großer Fan der New Wave des Südkoreanische Kinos. Schon lange/noch nie war Kino so rabiat & rücksichtslos und besaß dabei gleichzeitig eine so einzigartige Bildsprache mit einer fast poetischen audiovisuellen Inszenierung.
Durch seine Rachethematik kommt I SAW THE DEVIL kaum daran vorbei sich mit den Filmen der Vengeance-Trilogie von Großmeister Park vergleichen zu lassen. Und in der Tat lassen sich viele Parallelen und ähnliche Absichten erkennen. Doch ist Kims Rachegeschichte wohl in Sachen explizite Gewalt und Diabolik noch etwas heftiger.

Definitiv eine Person hat zu Beginn des Films den Teufel bereits gesehen, lässt ihn jedoch auch relativ schnell jemand anderes gegenüberstehen. Die Personen wirken anfangs noch etwas sehr kühl (was aber wohl auch so beabsichtigt ist), im Laufe des Films werden die Charaktere jedoch durchaus bildlicher. Dabei versucht Kim durch Kompromisslosigkeit möglichst unvorhersehbar zu sein, was ihn die meiste Zeit auch gelingt. Von der Inszenierung her erreicht er zwar nicht das Level eines Parks, hat dies jedoch auch nicht direkt zur Intention und will vor allem durch Rabiat- und Schonungslosigkeit im Hirn hängen bleiben, was ebenfalls gelingt.

Dabei ist Kims prioritäre Intention, die Nichtbefriedigung der Rache aufzuzeigen und damit deren Zwecklosigkeit, indes ihre unkontrollierbaren Konsequenzen, wobei es keine Sieger gibt.
"Cut the bullshit. You already lost. You think you got me? Huh? Fuck you. I don't know what pain is. Fear? Don't know that either. There's nothing you can get from me. So... You already lost. Got that?"

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debran.selavic

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Bewertung2.5Ärgerlich

Sehr vorhersehbar!

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TheBruceWayne

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lol


debran.selavic

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Was ist so lustig?


Hartigan85

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Bewertung9.0Herausragend

Die Koreaner verwöhnen die Filmfreunde weltweit besonders in den letzten paar Jahren mit jeder Menge hochkarätiger Thriller, von denen sich die zahmen und mutlosen Hollywood-Produktionen mehr als eine Scheibe abschneiden können...
„I Saw The Devil“ ist einer jener grandiosen Filme. Regisseur dieses Ausnahmefilms ist Jee-woon Kim, der zuvor in seiner Heimat schon mit „A Tale of Two Sisters“, „Bittersweet Life“ und „The Good, The Bad,The Weird“ aufhorchen ließ, sowie kürzlich das Hauptrollencomeback von Arnie inszeniert hat. Mit dem fesselnden und megabrutalen „I Saw The Devil“ ist dem Koreaner sein bisher bester Film gelungen.
Man sollte auch hier unbedingt darauf achten sich die ungekürzte Fassung unter den Nagel zu reißen. Denn es gibt leider Gottes auch eine stark geschnittene FSK 18-Fassung, bei der ca. 11 Minuten fehlen und die somit einiges an ihrer beispiellosen Intensität und Wirkung verliert.
In den beiden Hauptrollen brillieren der aus „Oldboy“ bekannte Min-sik Choi als pervers-psychopathischer Serienkiller und Byung-hun Lee als nicht minder gefährlicher Geheimagent, der nach einem traumatischen Erlebnis von Rachegelüsten zerfressen ist und ebenfalls psychopathische Züge annimmt. Der knüppelharte und extrem blutige Streifen ist trotz seiner Länge von fast 2,5 Stunden nicht eine Minute langweilig. Im Gegenteil, er ist durchgehend hochspannend und zerrt ganz schön an den Nerven. Das intensive Psycho-Spiel der beiden Hauptprotagonisten schaukelt sich im Verlauf des Films mehr und mehr hoch, die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen, im Sadismus wird sich gegenseitig überboten. Der Jäger wird zum Gejagten und umgekehrt. Der, der ein Monster fassen will, wird selbst zum Monster. Am Ende bleibt eine große Leere, innere Zerrissenheit und die Erkenntnis, dass keiner gewonnen hat, jeder ein Verlierer ist...
Der düster-drastische „I Saw The Devil“ ist wie ein brutaler Schlag in die Fresse. Ein knüppelharter und schonungslos-grausamer Rache-Thriller. Ein echtes Meisterstück, dass man sich als Filmfan nicht entgehen lassen sollte. Jee-woon Kim ist einer der besten Filme zum Thema Rache überhaupt gelungen, jedoch auch absolut nichts für schwache Nerven!

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Schlopsi

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Hehe, dank dir habe ich ja erst gemerkt dass ich mir damals die geschnittene 18er Version gekauft hatte...
Kommi folgt selbstverständlich, könnte aber noch eine ganze Weile dauern :/


Martin Oberndorf

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Ich hab ihn noch nicht gekauft/bestellt.
Ich hoffe ja immer noch auf das Wunder, ihn auf der Börse zu finden.
Wenn nicht kauf ich den NL-Import, auch wenn mir das deutschspr. Cover besser gefällt (der einzige Import, den ich zu Hause stehen hab ist bislang der UK-IAAmport von Total Recall, der damals noch zu unrecht indiziert war).


brigerbaerger

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein ziemlich brutaler und mit hohem Gore-Anteil versehener koreanischer Psycho-Thriller. Der Film fängt bereits blutig an, indem unser Killer eine junge Frau entführt, foltert, vergewaltigt, tötet und dann zerstückelt. Tönt heftig - ist es auch! Danach macht sich der Verlobte der getöteten Frau auf, um Rache zu üben.
Trotz dieser eher banalen Story, hat der Film bei mir doch etwas den Geist angeregt. Vor allem die Einblicke in die "Seelen" der beiden Hauptprotagonisten - dem Serienkiller und dem Rächer (oder ist es genau anders herum?) sind hochinteressant. Immer wieder kam mir der Gedanke: "Wie wird dieser Film wohl enden?". Nach fast 140 Min. kennt man die Antwort. Leider bleiben die einen oder anderen Fragen offen und es tun sich trotz grossartiger Story doch kleine Logiklöcher auf. Trotzdem für mich eine absolute Empfehlung und auf jeden Fall sehenswert!

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AnimeGamingTV

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vanilla als kleiner Tipp guck ihn dir uncut an weil die FSK-Version um 15 Min geschnitten ist


vanilla

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OKI DOKI, Danke;-)


V2013

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Bewertung9.0Herausragend

Toller Film, mag allgemein keine Splatter-Filme, aber den konnte sogar ich mir ansehen, hat alles gut zur Story gepasst. Ziemlich brutal alles, aber auch sehr spannend und obwohl der Film zweieinhalb Stunden dauert und ich totmüde war, war ich keine Sekunde gelangweilt und froh, es gesehen zu haben.
Einige Fragen hatte ich aber schon, von denen ich mir gewünscht hätte, es wäre im Film mehr darauf eingegangen worden, aber bei koreanischen Filmen bleibe ich stets mit tausend Fragezeichen zurück, gewöhne mich schon langsam dran ;)

VORSICHT SPOILER

-Der Serienmörder hat ja die Frauen zerstückelt, hat er das Fleisch seinem Kannibalen-Freund geschenkt? Es wurde ja nur der Kopf der Frau gefunden
-Die Frau des Kannibalen- sie sah so fertig oder auf Drogen aus, war sie dort freiwillig? Ist sie auch eine Kannibalin? Sie hat ja im Film nur Reis gegessen, während ihr Mann das Fleisch der Frauen roh vertilgt hat. Sie schien auch keine Angst vor ihrem Mann zu haben?!
- Der Sohn des Serienmörders, was für ein Verhältnis hat er zu seinem Vater? Warum weiß er, wo der wohnt, wenn sie doch seit langem keinen Kontakt zueinander haben und noch nicht mal die Großeltern den Aufenthaltsort kennen?
-Warum haben die Männer, die ja selbst den Taxifahrer umgebracht hatten, trotzdem den Serienmörder mitgenommen? Wenn man doch eine Leiche hinten im Wagen hat, dann nimmt man doch nicht noch jemanden Fremden mit, der etwas mitbekommen könnte?

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Malko

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Manchmal wirkt die Szenerie ziemlich übertrieben, manche logische Ungereimtheiten sind nicht zu übersehen. Das macht aber nichts. Sowohl die Rachegelüste des Rächers als auch die kranke Erbarmungslosigkeit des Serienmörders sind blendend in Szene gesetzt, ergreifend und brutal. Das ist so gewollt und akzeptabel.
Hervorragende schauspielerische Leistung, die zweieinhalb Stunden sind wie im Flug vergangen...

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