Kirschblüten - Hanami

Kirschblüten - Hanami (2008), DE/FR
Laufzeit 127 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 06.03.2008

7.1 Kritiker
16 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.3 Community
887 Bewertungen
26 Kommentare
Kirschblüten - Hanami - Bild 21009
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von Doris Dörrie, mit Elmar Wepper und Hannelore Elsner

Nur Trudi (Hannelore Elsner) weiß, dass ihr Mann Rudi (Elmar Wepper) schwer krank ist. Und es liegt an ihr, ob sie es ihm mitteilen will oder nicht. Der Arzt schlägt eine letzte gemeinsame Unternehmung vor, etwas, was die beiden sich vielleicht schon länger vorgenommen, aber nie getan haben. Trudi beschließt, die Erkrankung geheim zu halten und den Rat zu befolgen. Sie überredet Rudi, mit ihr die Kinder und Enkelkinder in Berlin zu besuchen. Doch dort angekommen, müssen die beiden feststellen, dass ihre Kinder mit ihrem eigenen Leben viel zu beschäftigt sind, um sich um die Eltern zu kümmern. Die beiden beschließen daraufhin, in ein Hotel an die Ostsee zu fahren. Dort stirbt plötzlich Trudi – Rudi ist völlig aus der Bahn geworfen und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Als er dann auch noch von der Freundin seiner Tochter (Franzi, gespielt von Nadja Uhl erfährt, dass Trudi das Leben, das sie leben wollte, offenbar aus Liebe zu ihm geopfert hat, sieht er seine verstorbene Frau mit neuen Augen. Er beginnt, ihr verpasstes Leben wieder gut zu machen.

Elmar Wepper erhielt 2008 eine Lola für den besten männlichen Hauptdarsteller.

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Kritiken (5) — Film: Kirschblüten - Hanami

Ines Walk: Filmpublizistin seit 1998

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8.0Ausgezeichnet

Hätte nicht erwartet, dass mich ein Film von Doris Dörrie berühren würde. Aber diese Geschichte ist intensiv, ergreifend und glaubwürdig erzählt. Selten so einen wunderschönen Film über die Trauer und die Liebe gesehen.

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m. wagenhäuser: Familieneinladungen.de

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8.5Ausgezeichnet

Ein Selbstgespräch über Doris Dörries Film »Kirschblüten – Hanami«

Michael: Was für eine Handlung: Trudi, gespielt von Hannelore Elsner, erfährt von den Ärzten, dass ihr Ehemann Rudi (großartig: Elmar Wepper) bald sterben muss. Sie erzählt ihm nichts und überredet den mürrischen Beamten zu einer letzten Reise zu ihren Kindern nach Berlin und anschließend zu einem Ausflug an die Ostsee. Dort stirbt jedoch nicht Rudi, sondern Trudi. Der verstörte Ehemann versucht das Leben seiner Frau zu verstehen und entdeckt ihre tiefe Faszination für die japanische Kultur: Butoh-Tanz, Kimonos, »Mount Fuji« und das Kirschblütenfest »Hanami«. Rudi begibt sich zu seinem Sohn nach Tokio, um dort den Geist seiner verstorbenen Frau zu suchen. Ein bayerisches Ehepaar, Berlin, Tokio und der Tod – ganz schön viel auf einmal, oder?

Herr Wagenhäuser: Hm, als ich zum ersten mal von dem Film hörte, dachte ich auch: Oh nein,…

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ThomasNeuhauser: arte ThomasNeuhauser: arte

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8.0Ausgezeichnet

Auch wenn der Film nicht immer klischeefrei ist, vielleicht etwas zu Japan-verliebt daherkommt, und als eine Art Heimatfilm die Grenze zwischen Rührung und Rührseligkeit gelegentlich überschreitet – er bringt uns alte Bekannte als große Schauspieler zurück, ist von glaubwürdiger Menschlichkeit und nimmt dem Tod ein gutes Stück des Schreckens. Damit kann er sich überall sehen lassen.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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8.0Ausgezeichnet

Elmar Wepper als grantelnder und bodenständiger Bayer spielt im Alter von 63 Jahren hier endlich die Rolle seines Lebens und das mit Bravour. Ihm dabei zuzusehen entschädigt auch für die wenigen Längen, die Regisseurin und Drehbuchautorin Doris Dörrie mit ihrem manchmal ein wenig penetrant wirkenden Hang zu fernöstlicher Philosophie in diese ansonsten ergreifend schöne Die-Liebe-ist-stärker-als-der-Tod-Story eingebaut hat. Entstanden ist ein entsprechend meditatives und hochkarätig besetztes Filmerlebnis, das zudem ein authentisches Porträt von Tokio als ebenso fremd wirkender wie aufregender Stadt zeichnet.

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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8.5Ausgezeichnet

"Kirschblüten - Hanami" kommt ohne all die plakativen Sinnsuchen der letzten Dörrie-Dürre aus. Man verzeiht ihr sogar, dass sie, etwas plakativ, ihr Pärchen Rudi/ Trudi nennt und im Dialekt sprechen lässt, um ihr Hinterwäldler-Dasein zu betonen. Jeder Zuschauer wird sich in der ersten Hälfte vornehmen, sich wieder mehr um seine Eltern zu kümmern, und in der zweiten, sich mehr auf den Partner einzulassen.

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Kommentare (21) — Film: Kirschblüten - Hanami

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Amadis

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es ist natürlich immer ein Glücksfall wenn sowohl der Roman wie auch die filmische Umsetzung von der selben Person realisiert werden können. Für mich einer der bewegendsten und besten Filme, die das deutsche Kino in den letzten 20 Jahre hervorgebracht hat.

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vuvuzela

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Bewertung3.5Schwach

Für mich wirkt die Story ziemlich konstruiert, so eine Art Mikro-Endzeit-Story. Hat mich an die Geschichte des Hundes am Grab das Herrchen erinnert.

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blackben

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Bewertung2.5Ärgerlich

Wirkt wie zufällig gedreht. Kein großer Film. Regt kurz zum Nachdenken an, dass wars. Zu viele Längen und langweilig. Habe kinokritiken über verschiedene Podcasts gehört und er kam auf meine Liste. Bin nur entäuscht!

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Nayuma

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Bewertung9.0Herausragend

Detailverliebter Liebesfilm, der zugleich niedlich und ernst ist. Hat einen gewissen Touch einer Tragikkomoedie. Beeindruckend sind die grossen Gesten in diesem Film und damit meine ich z.B. die nonverbale Kommunikation, aber auch das selbstverstaendliche fuereinander da sein und helfen und eine gewisse Art von Trauer teilen, sodass sie wenigstens einigermassen ertraeglich wird. Zusammen ist man eben doch weniger allein. :)

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Biersepp

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Bewertung9.0Herausragend

Eine rührende Studie über das Leben mit dem Tod und der Trauer.

Besonders der stilistische Aufbau des Filmes hat es mir angetan. Klischefrei und mit sehr viel Herz bringt der Film eine unglaubliche Autenzität mit. Zu diesem realistischen Gesamtbild tragen nicht zuletzt die tolle Story und ein sehr überzeugender Elmar Wepper bei.

Mit tollen Ideen, unverwechselbaren Milieustudien und einmaligen Bildern täuscht der Film über kurzzeitig entstehende Längen hinweg und trifft den Zuschauer auf emotionaler Ebene. Wen dieser Film nicht berührt, der sollte nachschauen, ob sich noch ein Herz in seinem Inneren befindet.

Einzig der Anfang des Films hätte etwas klischeefreier gestaltet werden können. (Fast zu reale Familienszenen, die hier etwas fehl am Platz sind.) Aber keine Sorge: nach einem etwas laschen Anfang geht es steil bergauf.

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Hauptdarsteller

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Bewertung9.0Herausragend

Ein herausragender Film mit einem brillianten Elmar Wepper. Dieser Film nimmt den Zuseher mit auf eine Reise der ganz ungewöhnlichen Art. Beispielhaft wird erzählt wie man Verlust auch bearbeiten kann. Außergewöhnliche Bilder und ein Soundtrack den ich so nicht erwartet hatte weil er nur jenseits des Gewöhnlichen liegt und das ist auch gut so....

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8martin

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein sehr emotionaler Film über die grosse Liebe und die vielen verpassten Gelegenheiten, das während der gemeinsamen Zeit auch rüberzubringen. Stellenweise kann man schon zum Taschentuch greifen, was wir vor allem Elmar Wepper zu verdanken haben, den wir hier wohl in seiner besten Rolle erleben. Aber die Tränendrüsen stellen ihre Funktion sofort ein, wenn seine Kinder ins Bild kommen. Ihr Verhalten gegenüber dem Vater - der bestimmt kein Bilderbuch-Pappi war - ist treffsicher beobachtet und trifft mehr als man denkt den Nagel genau da, wo’s weh tut. „Ich kenn’ ihn nicht“, sagt er über seinen Sohn „und er kennt mich auch nicht.“ Die Funkstille zwischen den Generationen ist ohrenbetäubend. Hilflosigkeit und auch Wehmut machen sich breit. Und es wird spürbar, dass eigentlich alle Beteiligten darunter leiden. Da scheint die Flucht in eine metaphysische Transzendenz vielleicht eine Lösungsmöglichkeit für den Trauernden zu sein.

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pellekraut007

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Diese filmische Kirschblüte von Doris Dörrie, die man hier betrachten darf, wirkt zunächst sperrig. Man erwartet so einen Mist, wie ihr "Der Fischer und seine Frau". Aber dann kommt der Film mit einer Kraft, wie schon "Erleuchtung garantiert" auf einen zu. Doris, der Film ist grandios. Papa, im Schock über den Tod seiner skurilen Frau, ihre Strickjacke tragend, tritt an zu einer sehnsuchtsvollen Pilgerfahrt zum Fuji-San. Seine Kinder fragen nichts und wollen nichts wissen. Papa reist zum Sohn nach Tokio, der keine Zeit hat, weil er immer auf der Jagd sein muss. So macht sich Papa auf irgendeinen Weg und begegnet in einem Stadtgarten einem obdachlosen, zauberhaften Mie-Mädchen, einem Kabuki-Geist. Er betrachtet diese kleine Blüte. Hanami. Fast wortlos finden sie so zueinander, der komische Mann und dieses komische Mädchen und bald reisen sie gemeinsam zum heiligen Berg, er den Geist seiner verstorbenen Frau auf der Haut tragend. Und ohne Pathos, Kitsch und Klamauk schafft es dieser hervorragende deutsche Filme, alles so natürlich und leicht wirken zu lassen, dass er mühelos auch die "beoscarten" Amistreifen an die Wand spielt. Na also, geht doch! Sicher wird der Film nicht die Hirni-Meute ansprechen, die Schmonzettenkitsch und wortkarge, schießwütige Muskel-Glatzen als Filmhelden sehen wollen. Aber alle Anderen wird dieser Film im ungeschützten Nacken berühren, wie eine Kirschblüte im Frühlingswind: zart, mit einer ungeheuren Kraft und mit einem betörenden Duft. So, jetzt zieh ich mir meinen Kimono an und mach mir ein paar Klebreisröllchen! Grunz!

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tom777

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Bewertung6.5Ganz gut

Doris Dörrie hat hier eigentlich eine freche Kopie von "Tokyo Story" abgeliefert und gehofft das es keiner merkt,was ihr,wenn man die Kritiken auf dieser Seite in Betracht zieht,auch leider grösstenteils gelungen sein dürfte.Der erste Teil des Films ist fast ident mit Ozu´s Film aus dem Jahre 1953 ohne natürlich die Klasse des Originals zu erreichen.
Dennoch hat "Kirschblüten"(was übrigens ins japanische übersetzt "Sakura" heissen würde und nicht "Hanami" was lediglich der Name der Zeremonie des beobachtens des erstmaligen öffnens der Kirschblüten ist) durchaus seine Qualitäten und bringt im weiteren Verlauf durchaus auch eigene Ideen mit ein,wenn diese auch ein wenig von Wim Wenders oder Sophia Coppola entlehnt bzw. inspiriert zu sein scheinen.
Vor allem aber schafft "Hanami" es zu bewegen ohne dabei allzu kitschig zu wirken und Elmar Wepper spielt an seiner (allerdings sehr überschaubaren) Leistungsgrenze, genau wie die hier überraschend uneitle Hannelore Elsner deren schauspielerisches Talent allerdings****Vorsicht Spoiler**** im späteren Verlauf des Films schmerzlich vermisst wird.

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Vonsomatic

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich will jetzt nichts falsches schreiben aber ein paar gefühlte Ähnlichkeiten zu "Lost in Translation" und "Schultze gets the Blues" und vielleicht ein kleines bisschen "Last Life in the Universe" waren schon zu spüren.
Allgemein ist der Film ruhig erzählt, mit viel Tiefgang. Stellenweise waren gerade am Anfang auch ein paar Szenen zum Ausschalten dabei aber wenn man diese ersten(durchaus berechtigten aber etwas übertriebenen) Hürden – mit den Kindern etc. – überstanden hat wird man danach mit einem schönen, ruhigen, angenehmen Film belohnt. Einzig weiterer Störfaktor war für mich noch Elmar Wepper und Hannelore Elsner mit vollgeschmikten Gesicht in Butoh Kluft. Das hat für mich irgendwie nicht gepasst gehörte aber trotzdem dazu.
Elmar Wepper war insgesamt einfach super und total authentisch und die süß/sympathische Aya Irizuki hat auch ihren Teil dazugegeben, dass der Film gefällt.
Eine kleine Vorliebe für Japan oder das Fremde allgemein hilft natürlich den Film gut zu finden.

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GunSpeed

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Bewertung10.0Herausragend

Ein sehr einfühlsamer Film mit extremen Tiefgang! Der Film hat mich an einigen Stellen nahezu zu Tränen gerührt - gefühlvoll wird die Geschichte inszeniert und die Bilder der japanischen Landschaft tun ihr übriges. Ein Stern am deutschen Filmhimmel - danke! Dorris!

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nurleben

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wa soll ich noch sagen, habt ihr alle schon so gut ausgedrückt, wie schön der Film ist ... :)

Ich kann nur sagen, es war besonders schön, ihn im Hofkino zu schauen, während es die ganze Zeit regnet regnet regnet, was passt besser zu diesem Film :)? (zum Glück gab es auch einen großen Riesenregenschirm für alle :)) Und zusammen lachts sich viel besser über Geldautomateneskapaden und den ganz normalen Wahnsinn eines Familientreffens :D :D :D.

Ein Meisterwerk der Kinomagie, über Lebendigkeit, Mut und Menschlichkeit :) :) :).

Exzellent gespielt von Elmar Wepper, Aya Irizuki, Hannelore Elsner, Nadja Uhl und Maximilian Brückner.

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Sugeray_Herbm

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein tief bewegender Film, der zwar kitschig zwischen den Gehirnlappen knatscht, aber es irgendwie schafft, dass dieser Kitsch durch viele kleine Details relativiert wird und ein Eindruck einer zugegebenermaßen dickflüssigen Poesie überbleibt, die eben nicht nach kalt verkopfter "ich muss jetzt dringend total indie, ergo gefühlskalt sein"-Ideologie schmeckt. Würde dem Film seine Japanverliebtheit auch nicht ankreiden wollen, schließlich ist es ja das offenkundige Sujet, jeder kann den Film schon vom Titel her einordnen. Und die tragikomischen Elemente sind schon bemerkenswert.

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annaberlin

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Bewertung9.0Herausragend

Herausragendes, berührendes Drama, das problemlos mit internationalen großproduzierten Drama mithalten könnte. Die Hauptdarsteller spielen großartig und der Regisseurin muss hoch angesehen werden, dass sie mühelos den Spagat zwischen deutsch-bayrischer Kleinidylle, Berlin und Japan meistert. Die Szene, in der Elmar Wepper vor dem Mount Fuji tanzt und seine verstorbene Ehefrau wiedererscheint, wird mich nicht mehr verlassen.

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denise

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Puh, was für ein Film...

Dörrie erzählt hier vom Alter, von Krankheit und Tod, von Liebe, von Familien - von Beziehungen überhaupt. Was machen wir aus unserem Leben? Wie können die, die einem am nächsten sind, einem so selbstverständlich werden und dabei so fremd?

Und dabei findet sich jeder in diesem Film wieder, wenn vielleicht auch nur im Fragmenten. Jeder, der Vater oder Mutter ist bzw. hat. Jeder, der mit Verlusten umgehen muss. Jeder, der Menschen hat, die ihm wichtig sind. Erlösung gibt es in diesem Film allerdings nur für die Eltern, und die, die einen Weg gefunden haben, mit den Toten zu tanzen.

Sicherlich ist vielfach Dörries Zuneigung zu Japan übermäßig zu spüren, kommen einem manche Klischees zu den Ohren wieder raus (muss die Familie unbedingt aus Bayern stammen?) und wird nicht jeder Weg konsequent zuende gegangen (wodurch einige Figuren und Handlungen manchmal ihren Daseinsgrund zu verlieren drohen).

Aber am Ende hat sie ihren roten Faden nie verloren. Herausgekommen ist nämlich ein definitiv sehenswerter Film, der diesem tiefgründigen Thema mit dem nötigen Respekt und der angemessenen Tiefe begegnet. Es gibt nämlich zwei Dinge, die ich nach diesem Film definitiv tun werde: den Film meinen Eltern leihen - und endlich mal wieder meinen Freunden in Japan schreiben.

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Soap_Company

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Nein, es muss nicht immer ein temporeiches Spektakel sein. Ja, gern auch mal leise Töne, Gefühl, Sentimentalität, Irrationales. Alle okay. Aber was war das? Der Film schleppt sich miefig dahin mit klischheehaften Charakteren, so vorhersehbar, als hätte man den Zuschauerraum voller Herzkranker, die keine Überraschungen mehr verkraften. Ein Elmar Wepper in Frauenkleidern, durch Japan flanierend, etwas verwirrt und vom Sohn gedemütigt, stundenlang...nix für mich, tut mir leid.

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strangelet

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es hat ja ewig gedauert, bis die Dörrie schließlich mal was relevantes auf die Leinwand gebracht hat, aber mit der Zeit lernt's vielleicht wirklich jeder. Unemotional betrachtet ist die Handlung ja banal: Man sieht dem alten Rudi vom Weilheimer Abfallwirtschaftsamt dabei zu, wie nach dem Tod seiner Frau ein bisschen durchknallt und seine Kinder nervt - aber die mitreissende Alltäglichkeit der Figuren und Dialoge ist wirklich phänomenal, es ist alles so lebensnah, dass es ohne Umwege ins Zwischenhirn geht.

Nur dass der seit Jahren in Tokio lebende Karli am Schluß mit Yu englisch spricht: das ist echter Quatsch und bringt einen halben Punkt Abzug.

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Muuvy

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein berührender Film, mit leisen Tönen und tollen Schauspielern - allen voran Elmar Wepper, der zurecht Preise dafür erhielt. Der Film schafft die Gratwanderung zwischen Sentimentalität und Kitsch, zwischen Rührung und Peinlichkeit. Und er ist komplex in seinen Inhalten: Denn neben der Trauer des Witwers geht es auch um die Kinder, die verunsichert sind, die zurückbleiben. Und es geht um Japans Kultur, die für uns doch so fremd erscheint. Sehenswert!

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lana74

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

... hat mich irgendwie an lost in translation erinnert.... nur halt deutsch und auch wieder ganz anders. elmar wepper spielt toll... und ohne hemmungen!
fand den film echt gut und meine ma auch ;-)... tolle bilder, nette geschichte, tolle musik... und man bekommt ein absolutes gefühl von japan.... dachte immer es sei ganz anders!
und zu allem dazu, eine tolle liebesgeschichte, ohne klischees zu erfüllen.

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JarvisBln

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Bewertung9.0Herausragend

Ein wunderbar genauer Film, der stilsicher alle Kitschkliffen umschifft. Besonders gefiel
mir, wie Doris Dörrie ganz leicht und unaufdringlich japanische Stilelemente einbaut,
die Bilder am Anfang, im bayerischen Dorf, erinnern an Ozu, nicht zu vergessen die
grosse Bedeutung, die dem Essen zukommt und, mein ganz persönlicher Favorit, das
Röllchenmotiv: von der Weißwurst bis zu den Krautwickerln, Wepper und Irizuki wickeln
sich in eine Plane ein, Sushi im Point-it Wörterbuch als Bild für Trudi und Rudi, vereint
im Jenseits. Und dann der imaginäre Tanz von Rudi mit seiner toten Frau - großes Pathos,
aber, wie bereits vermerkt, nie kitschig. Und selbst Nadja Uhl ist erträglich.

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