Machuca, mein Freund
Machuca (2004), ES/CL/GB Laufzeit 120 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 31.03.2005
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7 Kommentare
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von Andrés Wood, mit Matías Quer und Ariel Mateluna
Vor dem Hintergrund des Militärputsches am 11. September 1973 erzählt der chilenische Regisseur Andrés Wood die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft: Gonzalo und Pedro sind elf Jahre alt. Beide leben in Santiago – der eine allerdings in einem wohlhabenden Stadtteil, der andere in einer illegalen Armensiedlung. Obwohl nur ein paar Blocks voneinander entfernt, trennt eine unsichtbare Mauer die Welten der Kinder. Der engagierte Priester McEnroe wagt es, in seiner Schule auch Kinder aus der Siedlung aufzunehmen. Während sich Pedro und Gonzalo zaghaft anfreunden, steht ihre Heimat vor der größten politischen Umwälzung der Geschichte…
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Cast & Crew
-
Andrés Wood
-
Matías Quer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Gonzalo Infante
-
Ariel Mateluna
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Pedro Machuca
-
Manuela Martelli
-
Aline Küppenheim
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) María Luisa
-
Ernesto Malbran
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Padre McEnroe
-
Federico Luppi
Regie
Schauspieler
-
Roberto Brodsky
-
Mamoun Hassan
-
Andrés Wood
- Genre
- Politdrama
- Zeit
- 1970er Jahre
- Ort
- Santiago
- Handlung
- Aufstand, Aufstand, Aufstand, Demonstration, Diktatur, Diktatur, Diktatur, Freundschaft, Freundschaft, Freundschaft, Geldnot, Geldnot, Geldnot, Klassengesellschaft, Klassengesellschaft, Klassengesellschaft, Militär, Militär, Militär, Mord, Mord, Mord, Staatsstreich, Staatsstreich, Staatsstreich, Student, Student, Student
- Stimmung
- Berührend, Berührend, Berührend, Ernst, Ernst, Ernst, Spannend, Spannend, Spannend
- Mitmachen
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Drehbuch
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Kritiken (1) — Film: Machuca, mein Freund
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Kommentar löschenWood will nichts beweisen, vertraut darauf, dass die Dinge für sich sprechen. Darum guckt er genau hin, zeigt, wie Politik sich anfühlt. Dazu gehört auch, zu zeigen, dass Klassenzugehörigkeit etwas mit Aussehen zu tun hat. Nicht nur in Chile sieht man es den Menschen an, woher sie kommen. Politik spiegelt sich in den alltäglichsten Gesten der Leute.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (6) — Film: Machuca, mein Freund
Kommentar schreibenJack_Torrance 2012/01/27 12:33:57
Kommentar löschenMich nerven diese ganzen verweichlichten Filme, die keine Mut, keine Konsequenz haben. Die scheinheilig auf sensibel und intellektuell machen. Die im Hintergrund irgendwelche langweiligen Klimperklänge laufen lassen, die angeblich "schön" sein sollen. Die irgendwelche platten Symbolismen einsetzen, dass man sich denkt: "Was soll der Scheiß ?"
Und Machuca ist so ein Film !
Filme wie diese sind extra für Schulen gemacht, in denen Lehrer zu faul sind, die Schüler auch emotional anzusprechen und einfach nur ihren Stoff runterrattern. Solche Filme knallen die dann auf die Leinwand, die sind nämlich sehr bewegend, da wird nämlich jemand erschossen und im Hintergrund läuft schöne Klaviermusik.
Wie ich schon vorher erwähnt hab, setzt Wood hier auf irgendwelche pseudointellektuelle Einschübe. Schon zu Beginn lässt er sich unseren unsympathischen Helden in Nahaufnahmen anziehen, um "die Gefangenheit in seinem Reichtum zu veranschaulichen" oder etwas dergleichen. Dieser kleine Rotzlöffel ist in seinem Alltag ein kleiner Rabauke, der sich nur zu gerne seiner reichen, aber liebevollen Mutter widersetzt. Wieso ? Weil er in einem schwierigen Alter ist oder was weiß ich wieso ! Hier machen sich schon diese Coming-of-Age-Klischees bemerkbar.
Im weiteren Verlauf begegnet er Machuca, einem Einwandererjungen, der natürlich in einer Hütte irgendwo im nirgendwo lebt. Selbstverständlicherweise ist unser unsympathischer Held von ihm fasziniert und hilft ihm gegen die Mobbing-Attacken eines Mitschülers (der hier schamlos diabolisiert wird). Gegensätze ziehen sich an - und so werden die beiden am Ende beste Freunde (Wer hätte das gedacht ?). Hier machen sich auch gewisse Freundschaftsklischees bemerkbar.
Den Höhepunkt der Geschmacklosigkeit erreicht Herr Wood, als Machuca und sein unsympathischer Freund in der Gemeinschaftsdusche veranschaulichen, wie klein der Penis des bösen Mitschülers ist.
Wie am Ende unser unsympathischer Held erwachsen wurde, erschließt sich dem Zuschauer nicht. Wenn man mit einem Auswanderer befreundet ist, mit ihm an einer Demonstration teilnimmt und Zeuge einer Erschießung wird, wird man lange nicht "erwachsen".
Außerdem hätte ich diesem Machuca die Fresse poliert, wenn er meine Mutter als "Hure" bezeichnen würde...
bedenklich? 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 14 Antworten
FumerTue 2012/03/30 12:25:46
Antwort löschenMachuca ist kein Einwanderer, sondern seine Vorfahren waren schon in Amerika, da wussten die Europäer noch nicht mal, was das ist. Und so "Hütten", wie du die Elendsviertel Südamerikas nennst, gibt und gab es leider tatsächlich. Vielleicht erst mal informieren, bevor wild drauf rumhacken. Klar, muss der Film nicht unbedingt gefallen, aber wenn dir das bisschen Vorwissen über die Geschichte Chiles fehlt und du wahrscheinlich deinen undurchdachten Kommentaren nach nicht mal weißt, wo Chile auf der Weltkarte zu suchen ist, dann mach keine falschen Vorwürfe!
Jack_Torrance 2012/03/30 12:58:37
Antwort löschenMir hat der Film nicht gefallen, also hab ich keine Ahnung von der Geschichte Chiles. Ja nee, is klar ! Behaupte ich irgendwie, irgendwo, dass der Film historisch unkorrekt ist oder was ? Bevor du mir befiehlst, dass ich lesen lernen sollte, lern selbst erstmal lesen !
FumerTue 2012/03/30 13:27:36
Antwort löschenNaja, du nennst hier einen indigenen Südamerikaner Einwanderer und denkst, die "Hütten", in denen die Leben, seien zur Dramatisierung da. Also geh ich davon aus, dass du noch nie von Pinochet gehört hast.
Jack_Torrance 2012/03/30 13:39:00
Antwort löschenGut, das mit den Einwanderern war ein Fauxpas, aber das mit den Hütten hab ich nicht behauptet - und von Pinochet hab ich sehr wohl was gehört !
FumerTue 2012/03/30 19:08:50
Antwort löschenZitat: "Im weiteren Verlauf begegnet er Machuca, einem Einwandererjungen, der natürlich in einer Hütte irgendwo im nirgendwo lebt."
Jack_Torrance 2012/03/30 19:16:39
Antwort löschenZitat Nr.1: "Gut, das mit den Einwanderern war ein Fauxpas"
Zitat Nr.2: "denkst, die "Hütten"[...] seien zur Dramatisierung da" DAS hab ich nicht behauptet !!
FumerTue 2012/03/31 00:01:24
Antwort löschenDein Wortlaut legt aber nahe, dass du das meinst... Da hört man eine gewisse Ironie raus in diesem "der natürlich in einer Hütte irgendwo im nirgendwo lebt"...
Jack_Torrance 2012/03/31 15:58:07
Antwort löschenDas ist 'ne kurze Beschreibung, nicht mehr und nicht weniger.
_Garfield 2012/04/18 15:38:51
Antwort löschenIch muss FumerTue zustimmen. Was sollte dann der Einschub "natürlich", das impliziert doch das du dies für ein Klischee hältst. Bin eigentlich kein Klugscheißer (^^), aber wenn man genügend Hintergrundwissen über Pinochet und Allende (der ja bis zum Ende des Filmes an der Macht ist) hat, müsste einem auffallen, dass hier vieles nicht unnötig dramatisiert wurde. :)
Jack_Torrance 2012/04/18 21:40:15
Antwort löschenMir missfiel hier die Freundschaftsgeschichte, die im Vordergrund steht, auf die Historie hab ich kaum geachtet (jetzt könnt ihr von mir aus darüber meckern, wie ungebildet ich bin).
_Garfield 2012/04/19 14:40:20
Antwort löschenDarum geht es nicht. Ich wollte dich lediglich darauf hinweisen, dass man den Film unter Betrachtung der historischen Vergangenheit Chile's vielleicht mit anderen Augen sieht. Aber ich sehe, eine vernünftige Diskussion ist hier nicht möglich.
Jack_Torrance 2012/04/19 17:32:50
Antwort löschenWenn ich mich mit Pinochet in der Kunst auseinandersetzen will, dann les ich Die Abenteuer des Miguel Littín von Gabriel García Marquez, der das Leben im damaligen Chile viel besser veranschaulicht und nicht wie hier in irgendwelche platte Freundschaftsgeschichten abschweift !
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_Garfield 2012/04/19 19:09:40
Antwort löschenEr schweift nicht ab, da das die zentrale Plot-Line ist. Dass dich diese Geschichte nicht interessiert ist in Ordnung.
Jack_Torrance 2012/04/19 19:19:57
Antwort löschenDie Geschichte ist auch der Grund, warum ich den Film so hasse.
vannorden 2011/11/22 21:45:30
Kommentar löschenGonzalo erlebt die schleichende Trennung seiner Eltern. Gleichzeitig bricht Chile auseinander. Das Erwachsenwerden und das Zerbrechen der eigenen Familie werden so zu einem omnipräsenten Alptraum.
Zwar kratzt "Machuca" immer mal wieder am Sozialkitsch, doch zumeist schaut er sehr intim und leichtfüßig auf seine Protagnisten, die sich mit Chile in einem unaufhaltsamen Strudel zu einem bestürzenden Abgrund befinden.
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FumerTue 2011/09/26 15:30:18
Kommentar löschen"Ich komme von der anderen Seite des Flusses! Sehen sie nicht?"
Der Blick des Soldaten fällt auf Gonzalos Adidas-Schuhe und seine Hautfarbe und deshalb lässt er ihn gehen.
Sein (mehr oder weniger ehemaliger) bester Freund, der indigene Pedro Machuca muss da bleiben, für ihn gibt es keine andere Seite des Flusses, kein eigenes Haus, keine Rechte, kein Geld, keine Adidas-Schuhe, keinen Ausweg und auch keine Zukunft - während Machuca in 5 Jahren das Klo der Weißen putzt, in 10 Jahren das Klo der Weißen putzen wird und auch in 15 Jahren - dreimal dürft ihr raten - das Klo der Weißen putzen wird, wird Gonzalo auf die Uni gehen, die Firma seines Vaters übernehmen, vielleicht nach Rom ausgewandert sein und vergessen haben, dass er Machuca je kannte. Zumindest geht man davon aus.
Santiago de Chile, 1973, in Mitten des Bürgerkrieges, der Unruhen und der sozialen Ungerechtigkeit: der Gringito Gonzalo (Matías Quer) aus reichem Elternhause besucht eine katholische Schule. Eines Tages stellt der freundliche, menschliche und warmherzige Priester und Schulleiter Padre McEnroe (Ernesto Malbran) seiner Klasse ein paar neue Mitschüler vor. Einige indigene Kinder, unter ihnen Pedro Machuca (Ariel Mateluna), die sich die Schule eigentlich nicht leisten könnten, aber dank des gutmütigen Padres die Schule besuchen dürfen.
Allmählich freundet sich Gonzalo mit Machuca an, was ihn bei seinen alten Mitschülern
unbeliebt macht.
Zwei Welten prallen aufeinander: Pedro kommt aus den Armenvierteln Santiagos, unternimmt viel mit Familie und Nachbarn, so ganz unverklemmt. Gonzalos spießige Familie hat jede Menge Geld, aber glücklicher sind sie deswegen nicht unbedingt. Gonzalos Familie kann man sich wie eine durchschnittliche europäische Familie vorstellen, Machucas ist so, wie man sie aus Südamerika eben kennt: unverklemmt, fröhlich, man hat nicht viel aber man hat die Familie und die ist am wichtigsten...[Genau das liebe ich an Südamerika! Diese Szenen haben einmal mehr die Lust in mir geweckt, nach Argentinien auszuwandern =) ]
Gonzalo findet Gefallen an dieser Art, doch spätestens durch das Zuspitzen der Geschehnisse, des Bürgerkriegs und der Proteste ist es zunehmend schwieriger bestellt um die Freundschaft.
Die beiden Jungs spielen ausgezeichnet! Und während die meisten südamerikanischen Streifen gar nicht synchronisiert werden, kann dieser sich auch auf Deutsch sehen [bzw. hören] lassen!
Ein bisweilen lustiges, extrem nahe gehendes Drama, von dem sich viele Hollywood-Dramen noch etwas abschauen können!
Der Film behandelt vor allem eine so ernste Thematik, mit wirklich schlimmen Problemen - nicht wie in Hollywood etwa - ganz ohne zu dramatisieren, ganz ohne zu übertreiben jedoch.
Ein wunderbarer Film! Schon alleine weil Südamerika rulez ;)
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nurleben 2009/05/24 02:11:30
Kommentar löschenSehr intensiv und schön, das Ende hat mir ein bisschen das Herz gebrochen, so traurig und schmerzlich ...
Liebe die Stelle, wo sie erst auf der rechten und dann auf der linken Demo Fähnchen verkaufen :D :D :D.
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rkuehne 2009/03/18 15:18:15
Kommentar löschenberührender Film, der die Entwicklung des Militärputsches aus den Augen der betroffenen zeigt und somit drastischer und glaubhafter wirkt als viele politische Dokus. Der Film ist an keiner Stelle langatmig oder uninteressant und überzeugt auch durch die hervorragenden Kinderdarsteller.
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annaberlin 2008/07/21 23:35:56
Kommentar löschenSchönes chilenisches Drama um die Freundschaft zweier Jungen aus unterschiedlichem sozialen Hintergrund mit dem politischen Hintergrund der 1970er Jahre in Chile. Der Film verbindet die Musik und Aufbruchstimmung der 1970er mit den Repressionen durch Pinochet, die im Putsch und der Ermordung der "Kommunisten" gipfelte.
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