Meine brillante Karriere

My Brilliant Career (1979), AU Laufzeit 96 Minuten, FSK 6, Drama

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von Gillian Armstrong, mit Judy Davis und Sam Neill

Sybilla leht Anfang des 20. Jahrhunderts den Heiratsantrag eines jungen Mannes, der sie auch finanziell unterhalten kann, ab, weil sie lieber ein eigenständiges Leben führen will. Sie nimmt bei einem Nachbarn, dem ihr Vater Geld schuldet, einen Job als Haushälterin an, und schafft es sogar, ihren Traum zu verwirklichen und ein Buch zu schreiben.

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Sonse

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Bewertung5.5Geht so

So sympathisch mir die Autorin Miles Franklin und die Intention dieser autobiographischen Vorlage mit dem ironischen Titel "Meine brillante Karriere" auch ist, Armstrongs Film schleppte sich mir zu lustlos durch die Geschichte einer eigenwilligen jungen Frau, die im australischen Hinterland Ende des 19. Jahrhunderts aufwächst und traditionelle Rollen ablehnt, um eine erhoffte "brillante Karriere" der Ehe vorzuziehen. Empfehlenswert ist der Film von 1979 vor allem um über die haarsträubende Jugendlichkeit der beiden Hauptdarsteller Judy Davis und Sam Neill zu schmunzeln. Hätte ich nicht gewusst, dass sie es ist, Davis hätte ich nicht mal erkannt.

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Kamell

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Vor Jahren gesehen und nie vergessen - die autobiografisch motivierte Erzählung einer begabten jungen Frau im ausgehenden 19. Jahrhundert in Australien. Miles Franklin verbot die Wiederauflage ihres 1901 veröffentlichten Erstlings zu Lebzeiten, weil sie zu viel Ärger mit ihrer Umgebung hatte. Schon der Titel verweist auf eine ausgesprochen spitzzüngig ironische Ader, hier selbstironisch gewendet, mit der sie mitleidlos gesellschaftliche Konventionen seziert.
Sie hat die Chance, einen reichen Mann zu heiraten, fürchtet aber, ihre schriftstellerischen Ambitionen als Dame von Gesellschaft nicht weiterverfolgen zu können und lehnt ab. In der Folge wird sie mehr oder weniger von allen geächtet und muss um ihren Lebensunterhalt kämpfen, ganz zu schweigen von der Anerkennung ihres Talents.
Schöne Bilder, gute Schauspieler und eine humorvolle Grundhaltung zeichnen den Film aus, der 1979 in Cannes ein Publikumsliebling war und für die Palme sowie Golden Globes nominiert war (gewonnen hat er mehrere australische Auszeichnungen).

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