Miller's Crossing
Miller's Crossing (1990), US Laufzeit 115 Minuten, FSK 18, Drama, Kriminalfilm, Komödie, Thriller, Kinostart 14.02.1991
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2296 Bewertungen
68 Kommentare
Keine
von Ethan Coen und Joel Coen, mit Steve Buscemi und J.E. Freeman
Der verschuldeten Spieler Tom (Gabriel Byrne), die rechte Hand von Mafia-Boss Leo (Albert Finney) steht im Mittelpunkt von Miller’s Crossing. Leo hat Probleme. Johnny Caspar (Jon Polito), sein Rivale, will, dass er ihm den kleinen Wettschieber Bernie Bernbaum (John Turturro) ausliefert, der unter seinem Schutz steht. Der ist eigentlich keine große Nummer, aber zufällig der Bruder seiner Geliebten Verna (Marcia Gay Harden). Ausliefern kommt also nicht in Frage, für den Gangsterboss alter Schule. Tom seinerseits, hat nun selbst eine Affäre mit Verna. Bald steht der stets überlegt agierende Tom zwischen allen Fronten und muss Loyalität, Liebe und die eigene Ambition unter einen Hut kriegen. Das ist allerdings gar nicht so einfach, wenn einem die Kopfbedeckung bei jeder Gelegenheit davonflattert …
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Cast & Crew
- Genre
- Drama, Film Noir, Mafiafilm, Polizeifilm, Schwarze Komödie, Thriller
- Zeit
- 1920er Jahre, Prohibition
- Handlung
- Auftragskiller, Auftragsmord, Bandenkrieg, Bestattung, Bestechung, Betrüger, Faustkampf, Gang, Gangster, Gangsterboss, Geliebte, Gewalt, Gewehr, Glücksspiel, Hieb- und Stichwaffe, Inzest, Irish-Amerikaner, Italo-Amerikaner, Jude, Korrupte Polizisten, Korruption, Kotze, Mafia, Mafiaboss, Mafiosi, Mord, Mord an Familie, Ohrfeige, Pistole, Schlägerei, Spielschulden, Straßenbande, Tatort, Vater-Sohn-Beziehung, Wald, Übergewichtiges Kind
- Stimmung
- Eigenwillig, Spannend, Witzig
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Kritiken (3) — Film: Miller's Crossing
Oceanic6: CinemaForever
Kommentar löschenDie Welt der Gebrüder Coen ist ein ums andere Mal düster, trostlos und korrupt. Welche Stellung besitzen Freundschaft, Ethik und Moral in unserer Gesellschaft? Wann ist "oben gleich unten" und "schwarz gleich weiß?" Diesen Fragen gehen die Brüder in ihrem Film-Noir Meisterwerk 'Miller's Crossing' nach. Ein rabenschwarzes Gangster-Drama über Geldmacherei, illegale Geschäfte, Loyalität und Betrug, vollgepackt mit politischen und philosophischen Gedanken, wohin das Auge reicht. Eine Hommage an die Krimis der 40er Jahre, wie meinen so sehr geschätzten 'die Spur des Falken'. [...]
Kritik im Original 20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
doctorgonzo Thu, 30 Jun 2011 11:42:23 -0000
Antwort löschenGanz wunderbar!
Alle 3 Antworten zeigen
der cineast Thu, 30 Jun 2011 12:56:51 -0000
Antwort löschenWann ist "oben gleich unten" und "schwarz gleich weiß?"
Kann ich beantworten: Nie. :)
Oceanic6 Thu, 30 Jun 2011 15:47:46 -0000
Antwort löschen@doctorgonzo: Danke!
@DerCineast: Schmarrer. ;)
Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenEin sehr unterhaltsamer Mafia-Film, der zwar nicht gegen Genre-Größen ankommt, aber das auch garnicht will. Hervorragende Schauspieler, tolle Dialoge und eine überraschende Handlung. Die Coens beherrschen ihr Handwerk perfekt und Gabriel Byrne darf den zwielichtigsten Helden überhaupt spielen. Groß, aber es fehlt das ganz besondere etwas!
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenDer dritte Film der genialen Filmemacher ist ein düsterer Coen-Cocktail, der zwar weiterhin mit gewaltigen Action-Sequenzen liebäugelt und sie auch im Laufe des Films an strategisch interessanten Punkten als eine Art Zäsur platziert, jedoch den Schwerpunkt der Story-Vermittlung auf geschliffene Dialoge der Marke Hard Boiled-Romane setzt. Wie in den späteren Werken wie „Barton Fink“ oder „The Hudsucker Proxy“ mischen die Coens einmal mehr die großen Genres der Kinogeschichte zusammen. Diesmal bedienen sie sich bei den klassischen Gangsterfilmen der 30er Jahre wie „Public Enemy“ oder „Little Cesar“, zitieren gerade im Zusammenspiel zwischen Byrne und Gay Harden das Traumduo Bogart und Bacall. Auch die fast gänzlich bis zum Schluss undurchsichtige Geschichte - Dashiell Hammett, eben und schon zigmal verwendent, u.a. von Kurosawa und Leone - und die teils schwer nachvollziehbaren Intentionen der Akteure sowie die druckreifen Dialoge wecken Erinnerungen an den Film Noir der 40er Jahre - siehe…
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patcharisma Thu, 26 Nov 2009 03:29:17 -0000
Antwort löschenWenn der Alvesinger sich mal die Mühe macht, mehr als 3 Sätze über einen Film zu schreiben, kann man sich glaub mal dran wagen. Das ist ja fast beunruhigender Arbeitseifer.
Kommentare (65) — Film: Miller's Crossing
kobbi88 Mon, 22 Apr 2013 11:31:42 -0000
Kommentar löschen„Miller’s Crossing“ ist ein Gangsterdrama der Coen-Brüder, einer der ersten Filme des Duos. Hierin geht es um Tom, der im Machtkampf zweier Gangsterbosse um die Vorherrschaft plötzlich zwischen die Fronten gerät und für den sich dadurch seine eigene Lage immer weiter zuspitzt. So oder so ähnlich könnte man den Film vielleicht in einen Satz zusammenfassen, ohne dabei die ein oder andere Wendung zu verraten.
Klingt irgendwie nur teilweise wie ein typischer Film von Joel und Ethan. Ist er auch nicht unbedingt.
"Tommy! Hör auf Dein Herz!" - "Welches Herz?"
Ja, viele Elemente eines aus heutiger Sicht typischen Coen-Films sind auch hier bereits vertreten. Es gibt in erster Linie einen tollen Gabriel Byrne in der Hauptrolle, dessen kalte, immergleiche Art zwar nicht unbedingt beeindrucken will oder ewig im Gedächtnis bleibt, dafür aber umso besser zu seiner Rolle und zur Geschichte passt. Dazu sind mit Albert Finney, Marcia Gay Harden und natürlich John Turturro und (in einer leider sehr kleinen Rolle mit nur zwei?? Kurzen Sequenzen) Steve Buscemi zahlreiche tolle Schauspieler im Cast. Auch die Musik ist wie gewohnt hervorragend in Szene gesetzt. Zwar nimmt sie nicht einen so großen oder wichtigen Teil ein, wie man es aus anderen Coen-Filmen kennt, aber dennoch ist sie mal wieder perfekt ausgewählt. Sie trägt außerdem sehr gut zur Gesamtatmosphäre bei. Zur Atmosphäre der 20er Jahre. Mit einigen Elementen des film noir, ohne dass „Miller’s Crossing“ zu einem reinen film noir wird. Daneben treten die typischen skurrilen Figuren auch hier wieder auf, wenn auch nicht so dominierend wie in anderen Werken.
Eigentlich fehlt nur der Humor. Ja, ein wenig ist er schon vorhanden, durch die Figuren, durch zum Teil sehr zynische Dialoge. Aber nicht mal annähernd in dem Maß, wie es in den anderen Filmen umgesetzt wird. Die Geschichte ist sehr geradlinig erzählt, sehr ernst gehalten. Und dennoch ist sie wieder hochinteressant und (kann man da schon als Spoiler werten?) erst im Nachhinein wird man die komplette Geschichte richtig verstehen können. Für sich betrachtet ist die Geschichte für mich die mit Abstand beste, die die Coens je verfilmt haben. Die Gewalt wird phasenweise zwar etwas übertrieben dargestellt, aber trotzdem ziemlich rau und schnörkellos.
Insgesamt ein starker und ziemlich ernster Film der Coen-Brüder, der nicht schlechter als andere Coen-Filme, aber anders ist als ein typischer Film des Bruderpaares, dennoch bereits viele coeneske Elemente enthält und vor allem durch seine coole Atmosphäre beeindrucken kann.
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Deathpool Mon, 22 Apr 2013 11:43:27 -0000
Antwort löschenEiner meiner Lieblingsfilme ;-)
Sehr schöner Kommi.
Jason Born Mon, 22 Apr 2013 11:59:11 -0000
Antwort löschenZum ersten Mal vor ein paar Monaten gesehen, auch von mir eine 8,5. Bei den ganzen Namen und Beziehungsgeflechten bin ich etwas durcheinander gekommen und musste mir mehrere Szenen mehrmals geben. An Stevie B. kann ich mich gar nicht mehr erinnern!!!
JackoXL Mon, 22 Apr 2013 12:26:30 -0000
Antwort löschenWunderbarer Film, schöner Kommi. Neben den Darstellern und der Musik finde ich aber besonders die Kamera von Barry Sonnenfeld sehr erwähnenswert. ;)
Martin Oberndorf Mon, 22 Apr 2013 12:29:16 -0000
Antwort löschenGrandioser Film und grandioser Kommentar!
Außer:
1. Was ist denn schon typisch Coen? Jeder Film den ich von ihnen gesehen hab ist komplett anders. Außer vielleicht Fargo und Blood Simple.
2. Welche Gewalt denn? So viel kommt da auch nicht vor!
Mr. Pink Mon, 22 Apr 2013 15:42:35 -0000
Antwort löschenOkayer Film, schöner Kommentar! ;)
Martin Oberndorf Mon, 22 Apr 2013 15:50:36 -0000
Antwort löschen"Okayer" ^^
Tolle Wortschöpfung. :)
kobbi88 Mon, 22 Apr 2013 16:48:59 -0000
Antwort löschen@ all: Danke ;)
@Jason: die Buscemi-Szenen waren auch wirklich nur ganz kurze Auftritte^^
@Jacko: stimmt, die Kamera ist wirklich klasse
@Martin: es kommen überall sehr skurrile oder groteske Figuren vorkommen, die Musik nimmt immer ne größere Rolle ein als anderswo. Und eigentlich is auch der Humor sehr wichtig. Und zwar deutlich wichtiger als eben hier in "Miller's Crossing". Von der Story her, da haste natürlich recht, da unterscheiden sich die Filme natürlich. Keine Frage.
Und Gewalt muss ja nicht unbedingt viel vorkommen, aber ich finde durchaus, dass sie ne ziemlich Heftigkeit hat. Vielleicht stumpft man mittlerweile schon zu sehr ab, weil es ja mittlerweile zum guten Ton gehört, Gewalt zu glorifizieren (nicht falsch verstehen, ich hab nix gegen Gewaltdarstellungen). Aber zum Beispiel der Kopfschuss in der Nahaufnahme, der ist schon heftig. Vielleicht sogar weil der Film eigentlich sehr dialoglastig ist, kommt die Gewalt dann für mich umso härter rüber.
kobbi88 Mon, 22 Apr 2013 16:56:41 -0000
Antwort löschenIm Nachhinein schäme ich mich für den Satzbau hier direkt drüber ;)
Martin Oberndorf Mon, 22 Apr 2013 17:04:13 -0000
Antwort löschenIch fand bisher fast alle atmosphärisch komplett anders.
No Country... war auf seine psychotischen Charaktere und seine von Gewalt geprägte Gesellschaft fixiert, Miller's Crossing ist ein etwas anderer Gangsterfilm, Big Lebowski sonnt sich nur so in seinen genialen abstrusen Ideen und ÜBerraschungen, O Brother... war sehr auf abstrusen Humor bedacht, Fargo und Blood Simple sind überragende Kriminalfilme/Thriller,.Burn after Reading ist sehr satirisch und True Grit war ein Western.
Wegen Gewalt: ich hätte den wahrscheinlich mit 12 schon ausgehalten.
Ja, Schießereien und auch Kopfschüsse waren sicher mal schlimm anzusehen, aber heutzutage wo man mit Serien wie CSI oder Law&Order tagtäglichen Umgang hat kommt es halt nicht mehr so rüber.
Da gibt es ettliche Filme, die ich brutal nennen würde. Die Passion Christi, Sin City, Kill Bill, Black Swan, Natural Born Killers, Uhrwerk Orange, Watchmen oder wenn wir schon bei den Coens sind No Country for Old Men.
kobbi88 Mon, 22 Apr 2013 17:20:17 -0000
Antwort löschenIch finde, dass TrueGrit, Dude, O Bro, Fargo, Burn, Hudsucker, Old Men, Ladykillers, Blood Simple (die hab ich bisher gesehen) allesamt sehr auf abstrusen Humor bedacht sind. Natürlich mal mehr, mal weniger. Aber Miller's Crossing ist für mich bisher der FIlm, der mit Abstand (auch im Vergleich zu No Country for Old Men und Blood Simple) am wenigsten von diesem Humor hat. Die skurrilen Figuren, die natürlich in jedem Film mehr oder weniger stark ausgeprägt vorkommen, sind hier auch am wenigsten skurril.
Und zur Gewalt: Es geht mir ja nicht darum, dass man den mit 12 oder erst mit 52 aushält. Manche halten sowas von Geburt an aus, manche als Erwachsene nicht (wenn ich da an den weiblichen Teil meines Freundeskreises denke....). Aber darum gehts gar nicht. Es geht mir eigentlich nur um die Darstellung. Und da wird zum Beispiel bei diesem Kopfschuss draufgehalten. Ich finds nicht schlecht oder so. Ich hab auch rein gar nichts dagegen. Es war nur die Feststellung, dass Gewalt nicht "irgendwie so ungefähr" dargestellt wird, es wird nicht drumherum gesprochen, sondern eben kurz und knackig. Schnörkellos. Ganz ohne Wertung ;)
kobbi88 Mon, 22 Apr 2013 17:21:45 -0000
Antwort löschenUnd brutal ist der Film natürlich nicht. Das hab ich auch nie behauptet ;)
Martin Oberndorf Mon, 22 Apr 2013 17:28:46 -0000
Antwort löschenOkay ist verständlich.
Bei No Country hab ich aber kaum Humor entdeckt. Bei Blood Simple auch nicht.
Bei Fargo war er seeeeeehr schwarz.
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kobbi88 Mon, 22 Apr 2013 17:33:10 -0000
Antwort löschenVielleicht isses auch meine merkwürdige SIchtweise von Humor. Bei No Country warens aber allgemein die Verhaltensweisen, die ich irgendwie verdammt lustig fand. Und bei Blood Simple wars ähnlich. Und auch wenn der Humor natürlich gerade bei den beiden nur sehr sporadisch eingesetzt wird, so finde ich, dass Miller's Crossing beide nochmal in seiner Humorlosigkeit übertrifft.
pischti Mon, 22 Apr 2013 23:20:49 -0000
Antwort löschenFür mich immernoch der beste der Coen-Brüder ^^
Striker778 Thu, 04 Apr 2013 23:03:59 -0000
Kommentar löschenDer erste Film des Duo infernales den ich irgendwie nicht so recht mag. Technisch ist eigentlich alles soweit gut, schöne Set Pieces, gute Kamera und alles in allem stimmt der Style. Aber irgendwie wollte der Funke bei mir nicht so recht überspringen, insgesamt wirkte der Film irgendwie, wie soll man sagen... künstlich auf mich. Trotzdem bleibt es ein sehenswerter Streifen. Schlussendlich dann doch 6 Punkte aufgrund des wunderschönen Soundtracks.
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Mister Knister Wed, 27 Mar 2013 20:56:35 -0000
Kommentar löschenEin älterer Streifen der Coen-Brüder, der sich wie immer durch eine hervorragend gesponnene Geschichte und interessante und skurrile Charaktere auszeichnet.
Alles in allem gibt es wenig an dem Film auszusetzen.
Der einzige Punkt der für einen Coen-Brüder Film untypisch ist, ist der (fast) fehlende Humor und eine eher ernste Grundstimmung.
Fazit: Wer Fan der Coens ist, sollte sich diesen Film auf jeden Fall ansehen. Habe mich super unterhalten gefühlt.
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Dady Mon, 25 Mar 2013 09:32:41 -0000
Kommentar löschenDieses frühe Werk der Coen-Brüder kommt ohne den großen Knalleffekt aus. Hier zählt eher eine gute und ziemlich interessante Story die zum Ende hin immer besser wird. Die Wahl der Darsteller ist wirklich gelungen. Ich kann eigentlich gar keinen hervorheben da mich alle überzeugt haben. Miller´s Crossing ist ein eher unbekannter Gangsterfilm der sich aber nicht hinter den anderen großen Filmen dieses Genre´s verstecken muss!!
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A-Wax Sun, 24 Mar 2013 21:53:58 -0000
Kommentar löschenAtmosphärisch wunderbar gelungener Gangster-Film mit einer überragenden Story.
"Miller's Crossing" hatte es 1990 sehr schwer. Der dritte Teil vom "Paten" und vor allem auch "Goodfellas" waren einfach verdammt starke Konkurrenz und so kam es leider das diese tolle Gangsterballade der beiden Coen-Brüder ein wenig unterging und bis heute nicht wirklich in aller Munde ist. Dieser Umstand ist aufgrund der großartigen Qualität eine jämmerliche Unverschämtheit.
"Miller's Crossing" bietet unglaublich viel positives. Die Inszenierung ist zwischen klassischen 20er-Jahre-Gangsterfilm und Film Noir anzusiedeln, die Dialoge und Atmospähre sind bewusst lässig und zynisch aufgebaut. Die Darsteller sind keine großen Hollywood-Stars (im Vergleich zu "Goodfellas"), machen aber einen ganz herausragenden Job. Herausstellen möchte ich hier vor allem Gabriel Byrne, der die Hauptfigur Tom einfach überragend auf die Leinwand bringt.
Der ganz große Pluspunkt ist aber in diesem Fall wirklich das Drehbuch, für das scheinbar die Coen-Brüder verantwortlich sind. Die Story wirft den Zuschauer direkt ins Geschehen und man ist sofort mittendrin. Der Film schwankt zwischen einer klassischen Dreiecksgeschichte und einer Parabel über Loyalität und Verrat im Gangster-Beruf. Die Wendungen und vor allem das Finale ist einfach nur ganz groß und zeigt was eine gute und vor allem durchdachte Story ausmacht und wie sehr sie einen Film qualitativ tragen kann.
"Miller's Crossing" verdient trotz der starken Konkurrenz viel mehr Aufmerksamkeit und darf sich in der Reihe der Gangster-Filme sehr wohl ganz vorne einreihen. Meisterwerk!!
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pischti Sun, 24 Mar 2013 23:21:49 -0000
Antwort löschenFür mich der beste Film der Coen Brüder, leider kennen ihn zu wenig Filmfreunde :)
Bandrix Thu, 21 Mar 2013 16:35:09 -0000
Kommentar löschenDie Gebrüder Coen sind ein Phänomen.
Ob Western oder Drama, ob Komödie oder Mafiathriller.
Sie beherrschen jedes Genre und schaffen es auch noch, diesen grundverschiedenen Thematiken ihren ureigenen Stempel aufzudrücken.
„Millers Crossing“ stellt dabei keine Ausnahme dar.
Schauspielerisch wie handwerklich auf absoluter Augenhöhe mit den großen Vorbildern, entfalten die Coens eine ebenso blutige wie spannende Reise hinein in die Welt der Gangster mit all der Brutalität, Machohaftigkeit, Gier nach Macht und Geld sowie der obligatorischen Femme Fatale.
Mittendrin statt nur dabei befindet sich die Hauptfigur Tom, gespielt von Gabriel Byrne, die sich selbst zwischen die Linien bugsiert und munter die Seiten wechselt.
Dabei überzeugt Byrne wie noch nie, jedoch ist auch der restliche Cast eine Wohltat. Neben Albert Finney und Marcia Gay Harden ist es John Turtorro der allen die Show stiehlt. Seine Leistung in der Rolle als verfolgter Wettschieber ist große Klasse. Eine ganz starke Leistung, die im Gedächtnis bleibt.
Die Coens entfalten ihre Geschichte nur langsam, nehmen sich Zeit für die Beziehungen zwischen den Figuren und bauen so zum Ende hin enorm viel Spannung auf. Entlädt sich diese bieten die Brüder feinste Shootouts, die perfekt inszeniert und gefilmt sind.
Auch das Finale bleibt der inszenatorischen Perfektion treu, ist wunderbar durch komponiert, durchdacht und (wieder einmal) hervorragend gespielt.
Barry Sonnenfeld beweist mit seiner Kameraarbeit, dass er doch lieber hätte Kameramann bleiben sollen. Dank seines Könnens wirkt die Atmosphäre, dieses Dreckige und Kalte, noch unnachgiebiger und gemeiner. Exemplarisch dafür ist die Szene vom Gang in den Wald.
Hier sind alle Stärken des Films vereint: Schauspielerisch zum Niederknien, perfekt gewählte Kamerafahrten und ein Regieduo, das weiß, was es will.
Nämlich die Leute stilvoll zu unterhalten.
Und weiß Gott, dass können die Coens.
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bestseimon Wed, 20 Mar 2013 22:11:14 -0000
Kommentar löschenMiller´s Crossing ist vielleicht für viele ein Gangster-Klassiker und einer der besten Filme der Coens überhaupt, aber ich hatte so meine Probleme mit diesem Streifen.
1. Problem: Die Story.
Die ist keineswegs schlecht, aber sie wollte mich einfach nicht packen. Eigentlich hatte die Geschichte schon Potenzial, allerdings wurde das bei weitem nicht abgerufen. Eher ein wenig spannungsarm und träge wird die Inszenierung, auch wenn es einige tolle Sequenzen gibt, bei denen sich dann die Klasse der Coens andeutet. Die lassen sich jedoch an einer Hand abzählen und sind nicht von langer Dauer. Es wird viel geredet, viele Dialogpassagen, die mal mehr mal weniger interessant sind. Die typischen, meisterhaften Coen-Dialoge gibt es nur vereinzelt.
2.Probelm: Der Hauptdarsteller.
Gabriel Byrne spielt natürlich gut. Aber sein Charakter war für mich die Langweile in Person. Nie verzieht er eine Miene, redet immer im gleichen Ton, macht keinerlei Entwicklung durch und nervt mit seinem Verhalten. Man kann sich weder mit ihm identifizieren, noch ihn verabscheuen, oder hassen. Er ist einem ganz einfach egal. Und das ist vielleicht die größte Schwäche dieses Films.
3. Problem: Steve Buscemi.
Viel zu wenig Screentime! Es gab genau zwei Szenen mit ihm, mehr nicht. Wenn man schon so einen coolen Typen in einem Film hat, dann kann man den ruhig mal einsetzten. Schade.
Bei all diesen Kritikpunkten ist völlig untergegangen, dass Miller´s Crossing im Grunde ein guter Film ist, den man sich irgendwie gerne ansieht, der einen gewissen Charme versprüht und ständig interessant und bedrohlich ruhig bleibt. Zudem gibt es einen perfekt spielenden Albert Finney und zum Ende hin die ein oder andere unerwartete Wendung. Leider konnte er mich beim ersten Mal nicht ganz erreichen, aber vielleicht sehe ich nach der Zweitsichtung, insofern es eine geben wird, ja nochmal ganz anders.
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makemyday Wed, 20 Mar 2013 10:59:09 -0000
Kommentar löschenschöne bilder,toll gespielt,tief.
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erik.stein.12 Mon, 18 Mar 2013 23:27:37 -0000
Kommentar löschenDoppel-Yojimbo mit Gangster-Thriller à la Coen-Art, medium bis blutig und viel Beilagensalat – ich denke, das trifft´s recht genau.
Bis auf die Vorspeise, die gut und gerne 45 Minuten in Anspruch nahm und den Beigeschmack „Zu viel Geplapper, zu viele Namen, zu schnelles Geschnatter und bewusst zu viel Verwirrung“ hatte, ist Miller´s Crossing ein wohl mundendes Dreigängemenu.
Die Schauspieler sind großartig und in fabelhafter Stimmung, ihre Figuren gewohnt skurril, abgedreht, bitterböse, super cool oder alles zusammen und die Dialoge dementsprechend angepasst. Hin und wieder explodiert der Film regelrecht, bricht aus seinem an sich gemütlichen Tempo aus und zelebriert Spannungs- oder Gewaltspitzen, wie man es sonst aus alten Kitano-Filmen kennt. Hinzu kommen eine sehr stimmungsvolle Musikuntermalung und öfters wunderschöne, dezent melancholische, aber auch ab und zu wilde Kamerafahrten und –einstellungen.
Wer Coen-Werke mag, kann mit Miller´s Crossing nichts falsch machen!
P.S. Als Extra-Beilage bekommt der Zuschauer noch einen kultigen Cameo von Sam Raimi zu Gesicht.
Detaillierte Infos zur technischen Umsetzung findet ihr in meinem Blog: http://mr-stone-movies.blogspot.de/2013/03/millers-crossing-uk-import-blu-ray.html
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based_god Sat, 02 Mar 2013 18:33:21 -0000
Kommentar löschenGrossartiger Gangsterfilm.
Tom Reagan, von Anfang an dem Zuschauer ans Herz gewachsen und grandios von Gabriel Byrne, ist Berater von Leo, einem Gangsterboss. Als Tom beginnt seinem Chef zu widersprechen, öffnen sich neue Welten und Möglichkeiten für ihn. Schnell jedoch droht Tom die Kontrolle zu verlieren und jeder seiner Fehler könnte seinen Tot bedeuten, da er sich während der gesamten Laufzeit auf einer Gratwanderung zwischen verhärteten Fronten befindet.
Die Coens haben mal wieder ganze Arbeit geleistet. Ein ansprechendes Set, welches für glaubwürdige Atmosphäre sorgt, grossartig agierende Darsteller und ein grandioses Drehbuch, welches einen mitreissenden Spannungsbogen spannt und viel mit Symbolik zu arbeiten scheint. Hinzu kommt die teilweise lähmend wirkenden "Ruhen", die der Film kurz vor den "Stürmen" heraufbeschwört.
All dies macht "Millers Crossing" zu einem anspruchsvollen und grandiosen Genre-Vertreter...
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pinkmanHIGH Sat, 16 Feb 2013 20:07:47 -0000
Kommentar löschenDie Coen Brüder haben es einfach drauf. Der Stil in dem ihre Filme gemacht sind fasziniert mich immer wieder. Teilweise etwas verwirrend weil man sich viele Namen merken muss um den Überblick nicht zu verlieren. Alles führt jedoch zu einem klaren und spannenden Ende. Ausgezeichnet.
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Jek-Hyde Thu, 07 Feb 2013 16:31:02 -0000
Kommentar löschenMiller's Crossing ist mit Abstand mein Lieblings Coen Filmchen. Was macht diesen Film also so besonders? Ich mag die Irische Musik, ich mag die Lakonische Art der Charaktere und wahrscheinlich auch der Cones selbst, ich mag diese Goldene Zeit des Schmuggels und des Verbrechens, wo alle Gauner noch schick in Anzüge und Trenchcoats mit Hut verpackt waren und clever agierten, nicht wie heute, wo man als „Gangster“ schlaberjeans und BlingBling trägt und „Jo Alter!“, sagte. Die Geschichte ist interessant verstrickt, genaugenommen sind es nur handelnde Charaktere, alles was geschieht geschieht nur weil jeder so handelt, weil er handelt und Tom (der Protagonist) ist eine wünschenswerte Hauptfigur und bereichert den Film ungemein, der er ist ein cleverere Fuchs, der schnell mal aus seinem Nachteil, einen Vorteil macht.
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Martin Jurgeluks Sun, 27 Jan 2013 22:39:13 -0000
Kommentar löschenMan, man wo geht die Zeit hin? Der hat nun auch schon mittlerweile mehr als 20 Jahre auf dem Buckel aber das tut der Faszination des Film keinen Abbruch. Da muss ich schon den Hut ziehen. Brilliant!
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MovieMonster Mon, 28 Jan 2013 11:54:07 -0000
Antwort löschenHilfe, den hab ich ja ganz vergessen. Hab den früher nur teilweise geguckt, das muß nachgeholt werden!
Martin Jurgeluks Wed, 30 Jan 2013 10:57:33 -0000
Antwort löschenja ging mir genauso, hab ich mir dann endlich mal zu herzen genommen und ihn endlich mal komplett gesehen
NoahRenton Fri, 18 Jan 2013 15:11:29 -0000
Kommentar löschenSolides Machwerk aus dem Hause Coen.
Die beiden Brüder haben hier einmal mehr qualitätsarbeit vom feinsten abgeliefert.
Auch hier kommt ein großteil des von den Brüdern bereits mehrfach genutzten Schauspieler-Ensamble zum Einsatz; Joel und Etahn wissen halt wer ihre Drehbücher gekonnt umsetzen kann.
Atmosphärisch,Kameratechnisch und wie bereits hervorgehoben die Schauspielerische Lesitung stimmen hier mal wieder
Einzig und Allein die Hauptfigur die in mir keine wirkliche Emotion , sei sie positiv oder negativ, hervorgerufen hat, hinterlässt einen kleinen merkwürdigen jedoch nicht wirklich faden Beigeschmack.
Zudem wär es meiner Meinung nach wünschenswert gewesen Steve Buscemis Rolle ein wenig mehr Leinwandpräsenz zu verleihen.
Ansonsten wie bereits erwähnt ein weiterer guter Coen-Film der jedoch im direkten Vergleich zu anderen Meilensteinen der Brüder wie z.B. "Fargo" etwas auf der Strecke bleibt.
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Le Samourai Fri, 18 Jan 2013 15:19:51 -0000
Antwort löschen"Solides Machwerk" ist ein Widerspruch in sich, da das Wort "Machwerk" immer negativ konnotiert ist. (Klugscheisser-Modus off.) ;)
NoahRenton Fri, 18 Jan 2013 21:45:34 -0000
Antwort löschenWenn das das einzige ist was du an meinem Kommentar auszusetzen hast bin ich mehr als zufrieden :)
Le Samourai Fri, 18 Jan 2013 21:57:18 -0000
Antwort löschenJoa, sonst passt das, obwohl ich persönlich ihn richtig stark finde.
Aber im Ernst, ich würd das ändern. Machwerk bedeutet immer schlecht, und du fandest ihn ja offensichtlich gut. :-)
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NoahRenton Sun, 20 Jan 2013 14:14:33 -0000
Antwort löschenich sage einfach ma statt Machwerk Kunstwerk :D
Le Samourai Sun, 20 Jan 2013 14:15:15 -0000
Antwort löschenGaaanz genau!!! :)
haha.sp Wed, 26 Dec 2012 15:10:03 -0000
Kommentar löschenEiner der großartigsten Mafia Filme die ich je gesehen habe. Dies war einer der ersten Filme den ich von den Coen Brüdern gesehen habe und vergötter die beiden seid dem. Die Beiden haben wirklich viel gutes Zeug gemacht, No Country for Old Man, True Grit und natürlich The Big Lebowski aber dieser hier ist nach meiner Meinung das größte Meisterwerk der beiden. Ich könnte ihn mir jede Woche ansehen. Man merkts vielleicht der Film hat es mir echt angetan :D. Leider viel zu unbekannt.
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1000Mindhunter Mon, 10 Sep 2012 13:23:44 -0000
Kommentar löschenDie Coen Brüder in Perfektion.
Was die Coen Brüder hier abliefern, ist ein Mafiafilm ohne schwächen und ganz in ihrem eigenen Stil.
Vorerst stellen die Brüder die Charaktere vor z.b der genial spielende Gabriel Byrne alias Tom Reagan als die rechte Hand von Albert Finney alias Leo der ebenfalls überzeugend spielt.
Das restliche Cast besteht wie bei fast jedem Coen Film aus altbekannten wie z.b Steve Buscemi oder John Turturro die wie immer überzeugen, egal in welcher Rolle.
Ganz klar darf in einem Coen Film das Blut nicht fehlen, das in "Miller´s Crossing" besonders Brutal und gewaltverherrlicht Dargestellt wird, besonders die Szene mit der Schaufel ;)
Jedoch wird diese Gewalt gerade durch die Dialoge und die Musik etwas verstärkt, aber trotzdem kann ich den Brüdern nicht Böse sein, da die Gewalt in einem Coen einfach nicht fehlen darf.
Zudem vermochte kein Mafiafilm mich so zu fesseln wie dieser, man muss einfach jeden Handlungsstrang aufmerksam mitverfolgen um das ende zu verstehen.
Natürlich hat dieser Coen auch was mystisches wie die Szene mit dem Hut der durch den Wald weht, der Soundtrack zu der Szene lässt bei Mir heute noch Gänsehaut hervorrufen.
Auch die düstere Atmosphäre sorgt genau für die richtige Stimmung.
Zwischendurch darf natürlich auch etwas Action nicht fehlen, diese ist Perfekt in Szene gesetzt wie auch die Schnitttechnik ist verblüffend, sodass jede noch so kleine Sequenz viel Spannung bietet.
Erst am Ende wird einem so einiges klar, wie Perfekt eigentlich dieses Frühwerk von den Coens ist, ich persönlich fand das Ende einfach überragend.
"Miller´s Crossing" ist und bleibt wohl mein liebster Coen Film, da dieser schlicht einfach das Glanzstück bleiben wird, egal welche Szene im Film, keine weisst schwächen auf.
Kurz und bündig, ein hervorragendes Werk der Coen brüder, das dank den Schauspielern und der Musik mein Herz höher schlagen lässt, immer wieder aufs neue :D
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mondauge Wed, 29 Aug 2012 21:18:03 -0000
Kommentar löschenGleich zu Anfang: Ich mag Coen-Filme aber ich mag keine Mafia Filme und erst Recht nicht "Der Pate". Auch wenn der eine odere andere Coen-Film nur unterhaltsam sein sollte, gibt es Meisterwerke von Ihnen, wie Millers Crossing eines ist.
Was kann also an einen Mafia-Film zu einem Meisterwerk machen, wo es doch eine wahre Flut des alt bekannten stereotypischen Mafia-Themas gibt?
Die Inszenierung...
Hier sei gesagt, dass es keine Stereotypen gibt in diesem Film, denn die Klischees werden noch überboten und zusammen hält dieses Geflecht an wahnwitzigen Ideen, ein Wechsel aus subtil oder effektreich gehaltenen Kamerafahrten, die das Handwerk der Coens gleich von der besten Seite zeigen, ein Tross an charakteristischen Schauspielern die allesamt erscheinen, als seien sie mit der Zeitmaschine direkt in das Jahr 1990 gereist, die verschiedensten gestalteten Räume und Orte, von einem Bürgermeisterbüro über die Institution der "Green Mile" am Millers Crossing.
22 Jahre nach Fertigstellung dieser Schöpfung sehe ich mir einen Mafia Film an, bei dem ich nicht den geringsten Zweifel habe, dass er auch 2012 noch genauso im Kino gezeit werden könnte. Er hat mir zum drohenden Serienfinale von Gilligans Breaking Bad eine heftige Überraschung bereitet. Jetzt liebe ich Millers Crossing genauso, nicht nur weil hier das Blut ebenso in roten reissenden Flüssen die Straße freispült sondern auch wegen der absolut komischen Sterbevorgänge. Ich spüre, dass Gilligan Millers Crossing kennen muss, weil er auch Scarface kennt und der subtile Schliff der Coens mag David Lynch berreichert haben oder umgekehrt? Jedenfalls fühle ich mich umgeben und wohl versorgt von guten Filmemachen, die nicht nur einen Film drehen, sondern das Leben der 20er Jahre im Mafia-Milieu en Detail inszenieren. Wenn manche Szene in Millers Crossing in der Skurrilität verharrt, dann fühle ich mich an die Szene in Mulholland Drive erinnert, als die Polizisten düster-emotionslos in die dunkle Nacht starren, die den Unfallort umgibt. Und plötzlich stürzt ein adipöser Junge herein, bricht die ernste bedeutungsgeschwängerte Stimmung und ich muss mich halb totlachen. Dann folgen balettöse Ballerorgien, von denen man nicht zuviele an der Zahl der erwarten sollte, aber die Intensität der Tragik des hirnlosen Geballers vermischt mit dem herrlich komischen Ableben der Darsteller lässt einen vom Staunen ins schreiende Lachen verfallen.
Fast 120 Minuten hatte ich keine Langeweile, weil der verwirrende Plot einen auf Trab hält ohne dass man wirklich hinterherkommt und durch blickt aber sobald man dann auch schon wieder anfängt zu spekulieren, wie es weitergehen könnte, ist der Film mit einen Knall zu Ende und man fragt sich "Verdammt noch mal...Wie?...Ich dachte es geht jetzt weiter! Ich will jetzt sehen wie er stirbt." Ich fluchte laut, aber der Film war zu Ende und nach ein paar Minuten war mir klar...ich sollte das genauso denken und die Coens wollten mich verladen.
Es ist aber völlig okay so, ich mein 120 Minuten, das hat schon Überlänge, andernfalls hätte man 5 Staffeln von diesem verdammt guten Stoff drehen müssen.
Wer diesen Film liebt, nicht wegen des 20er Jahre Mafia-Themas, sondern wege seiner szenischen Machart, dem sei Breaking Bad wärmstens empfohlen.
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pischti Wed, 29 Aug 2012 22:30:47 -0000
Antwort löschenIch sehe in Coen´s Filmen nie ein Meisterwerk. Meistens sind ihre Filme ok, aber vom Hocker reißen sie mich nie. "Millers Crossing" ist aber mit Abstand der beste Coen. Deine Wertung unterschreib ich gern. :)
Retrogod Thu, 02 Aug 2012 22:01:43 -0000
Kommentar löschenSuper Film !!! Eine Empfehlung an jeden der ihn noch nicht geguckt hat!
Nur der Soundtrack hat mich doch genervt und die Atmosphäre irgendwie ins " Blümchen Blümchen Land " gezogen!
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chmul_cr0n Sat, 28 Jul 2012 23:21:09 -0000
Kommentar löschenLustige Sprache. Interessanter Protagonist. :)
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loveissuicide Fri, 27 Jul 2012 21:05:05 -0000
Kommentar löschenImmer diese abgekaterten Spielchen! Die liebe ich! Ein wirklich ausgefuchster Gabriel Byrne, der seine Sache großartig macht.
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