Casino

Casino (1995), US Laufzeit 177 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 14.03.1996


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187 Kommentare
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von Martin Scorsese, mit Robert De Niro und Sharon Stone

Martin Scorsese zeigt in Casino, was hinter dem Vorhang der schimmernden Welt des Glücksspiels abläuft.

Las Vegas 1973: Stadt des Glitters und der Träume. Bühne für Millionäre, Politiker und glamouröse Showgirls. Die Heimat für Scharlatane, Spieler und Dealer. In der glanzvollsten Ära von Las Vegas steigt der Profizocker Sam “Ace” Rothstein (Robert De Niro) an die Spitze des Milliarden-Dollar-Imperiums auf. Um das Investment weiter auszubauen, stellen ihm die Drahtzieher seinen besten Freund aus alten Zeiten, den hitzköpfigen Mafiakiller Nicky Santoro (Joe Pesci), an die Seite. Jetzt dominieren sie gemeinsam Vegas: “Ace” als eleganter Lenker, Nicky als Mann fürs Grobe – bis die atemberaubende Ginger McKenna (Sharon Stone) auftaucht.

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Kommentare (178) — Film: Casino


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brucelee76

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Hi Leute,

CASINO ist neben HEAT, Robert de Niros letzte große und ebenbürtige Rolle in einem ganz großen Kinofilm. Ich kann mich da nur einen Community-Mitglied anschließen. Der Rest was folgte an unzähligen und uninteressanten Kinofilmen, ist einem Großkaliber wie Robert de Niro nicht gewachsen.
Definitiv zeigt uns Scorsese wieder einmal, weshalb er zu den ganz ganz großen in Hollywood gehört. Für mich hat dieses Las Vegas Drama, absolut einige Oscar mehr verdient. Grandios Sharon Stone als debile Casino-Schlampe Ginger. Die außer Glamour noch einen harten Beschützer/Schwanz braucht. Dem sie vollkommen hörig sein will.
Sam Ace Rothstein hat zu viel um die Ohren, als sich um seine kaputte Ehefrau zu kümmern. Er ist verantwortlich, für die kompletten Casino-Einnahmen der ehrenwerten Gesellschaft. Zudem kommen Probleme mit Personal, FBI und mit seinem besten Freund Nicky, wie immer hervorragend Joe Pesci.

Mein Fazit: Casino ist ein weiteres Meisterstück von Scorsese! Glamour und Glück, können jederzeit ohne Vorwarnung eine brutale Wendung annehmen. Denn Gosse und Wüstenbegrabungen sind nicht weit entfernt von der Glitzerstadt, wo Huren und Versager das große Geld machen wollen.

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Samweis_Gamdschie

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Casino und Goodfellas sind meine Liebsten Scorsese Filme :)


MaceWindu1998

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Steht seit über 2 Monaten im Regal, bin aber noch nicht dazu gekommen, mir ein 3stündiges Mafia-Epos anzusehen :D


marotsch.vladinskorewnek

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Film der einen 3 Stunden lang in seinen Bann zieht...Irgendjemand hat mal gesagt das Robert de Niro auch ein Schnitzel spielen könnte...mit sicherheit...was er hier macht ist auf jedenfall richtig gut...und auch Sharon Stone und Joe Pesci wissen hier zu Gefallen...wobei mir die Figur des Nicky noch am besten gefallen hat. Ein wirkliche beeindruckender Einblick in den Backdoorbereich und der Scheinwelt Las Vegas...Es gibt einige Momente die mir komplett die Schuhe ausgezogen haben (Maisfeld)....eine die filme die ich wie Heat, Der Pate und ähnliche "Gangstermonumentalfilme" zu den erwachsenenen Filmen rechnen würde....Scorsese in Bestform

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andreas.sanchez.731

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Für mich mit Good Fellas der beste Film aller Zeiten

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Friedsas

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Sie haben hier drei Möglichkeiten etwas zu machen und zwar auf die richtige Art, die falsche Art und auf meine Art!"

Der erste Film meiner "Deine Top 100-Liste" und dieser Kommentar geht speziell an dich my Friend and Goodfella Martin ;)
So und nun einmal am Einarmigen Banditen gespielt und bekommen habe ich: Spoiler/Spoiler/Spoiler also praktisch eine Spoilerwarnung.

In Casino geht es darum wie viel kann man riskieren, wie viel darf man riskieren und wie viel sollte man riskieren, leider wissen diese Dinge alle drei Hauptcharaktere nicht den sie riskieren alles und das schamlos! Aber wenn man sich mit den großen anlegt, dann muss man den Preis dafür zahlen.
Es geht um drei Betrüger die alle ihr Spezialgebiet haben. Ace der Analytiker, der Denker der den Bossen eine Menge Geld einbringt. Ginger die bezirzende, die unnahbare aber auch gierige und (der beste Charakter von allen) Nicky, der harte, der brutale, der Macher aber auch er wird gierig und er wird sich seiner zu sicher!
Wenn alle drei an einem Pokertisch sitzen würden, dann wäre Ginger einfach nur eine schamlose Betrügerin die die anderen ablenken würde und dadurch gewinnt, Ace würde wahrscheinlich Karten zählen bzw. Karten analysieren und Nicky würde wahrscheinlich per Wut den halben Tisch auseinander nehmen. Diese drei Charaktere verleihen der Story die ganze Explosivität, ihre Verbindungen und ihre Aktionen im besonderen Joe Pescis Charakter Nicky ist mehr als einmal grandios.

"Ganz egal wie groß so ein Bursche ist, Nicky verbeißt sich in ihn wie ein Terrier. Hat jemand einen härteren Schlag als Nicky, kommt er mit einem Knüppel wieder. Verjagt ihn der andere mit einem Messer, kommt er mit 'ner Kanone. Und sollte einer schneller ziehen als Nick, dann sollte er ihn besser umlegen, denn er würde immer und immer wieder kommen, bis einer von beiden tot ist."

Casino ist ein wirklicher Scorsese durch und durch. Spannend, aber doch bodenständig. Der Film ist sehr eigenständig und hat seinen eigenen Stil - angefangen von den Voice Overs bis hin zu den Beziehungen und Verwirrungen und dem Milieu, dem Gangsterfilm welches Scorsese nie richtig loszulassen scheint aber ehrlich gesagt warum sollte er aufhören wenn er einen guten nach den anderen dieser Zunft raushaut? Der Film ist aber auch ein echter Scorsese was die Länge an geht, denn diese ist mit 170 Minuten wahrlich kein Pappenstiel und mit anderen Schauspielern nicht tragbar! DeNiro, Pesci und Stone spielen ihre Rollen aber so gut und fesselnd das man an der Geschichte dran bleibt und auch am Ende nicht enttäuscht wird.

"Die Hauptregel im Casino lautet: Veranlasse sie zu spielen, und sorge dafür, daß sie wiederkommen. Je länger sie spielen, desto mehr verlieren sie. Am Ende kriegen wir Alles."

Mein Fazit zu Casino ist das dank herausragenden Schauspielern und einem Regisseur wie Scorsese bei der doch beachtlichen Länge keine Langeweile aufkommt, dafür muss man sich aber auch auf die Sache einlassen. Tut man dies wird man mit einem richtig guten Film belohnt der weit brutaler ist als man vermuten könnte!

"Ach ja, das verwirrt dich?! Guck mal, vielleicht entwirrst Du dich wieder, wenn ich dein Arschgesicht durch das Loch da drücke. Gib das scheiß Geld her!"

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Friedsas

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Haha kein Problem schließlich hast du ihn mir ja auch direkt ans Herz gelegt und das obwohl es 99 andere Möglichkeiten gab :D


Martin Oberndorf

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Naja.
Lag z.T. daran, dass ich ihn vor ein paar Tagen erst gesehen hab. :3


Martin Oberndorf

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Da heute Martin Scorseses neuestes Werk (ich hoffe, hier bald ein "Meister" davorsetzen zu können) The Wolf of Wall Street in die Läden gekommen ist und ich mir nach Fertigstellung dieses Kommis eben jenes zu kaufen und ansehen gedenke, folgt nun mein, wie ich feststellen musste, erster Kommentar zu einem Scorsese-Film, und zwar zu meinem derweiligen Lieblingsscorsese, namens "Casino".
...
Ja, ich weiß. Man liest diesen Film gar nicht so oft als jemandes liebstes Werk des Meisters, eher tauchen klanghafte Titel wie Taxi Driver, GoodFellas oder Wie ein wilder Stier auf. In meinen Augen hat aber "Casino" zumindest von denen, die ich kenne, die Nase vorn. Er ist eine Art Essenzwerk, ein ultimatives Schaffen.

Doch worum geht es?
Ace Rosenthal (Robert de Niro) leitet ein Casino. Zumindest inoffiziell, da ihm die Lizenz fehlt. Sein bester Freund ist Nicki (Joe Pesci), ein psychopathischer wie skruppelloser Mafioso, der für ihn die Hand ins Feuer legen würde. Eines Tages lernt Ace die drogensüchtige Ginger (Sharon Stone) kennen und verliebt sich in sie. Wenngleich sie diese Liebe nicht erwiedert, so denkt man doch, man könne sich arrangieren.
Für die drei beginnt der Anfang einer Spirale aus Gier und Gewalt...

"Casino" überzeugt und fesselt schon von der ersten Sekunde.
Das fängt damit an, dass sich der Film nach dem Vorspann mal einfach so ~25 Minuten nimmt, um zu erklären, wer Rosenthal ist, was er macht, wen er kennt, wo und wie er arbeitet und vor Allem, wie es im Casino hinter den Kulissen abläuft. Relativ ungeschönt, mit Gewalt und der sinngemäßigen Aussage "Das alles was Sie hier sehen, ist nur da, um an Ihr Geld zu kommen."
Dabei ist vor Allem eine Sache auffällig: es gibt 2 Ich-Erzähler.
Ace und Nicki. Dieses Stilelement wird bis zum Schluss beibehalten (bis auf eine kurze Stelle, in dem eine Nebenfigur aus dem Off 1-2 Sätze erzählt, was ich übrigens auch für eine sehr gelungene Einlage halte).
Nach dieser Einleitung betritt dann Sharon Stone als Ginger die Bühne und die Story nimmt ihren Lauf.

Viele bezeichnen "Casino" als einen Abklatsch von Scorseses eigenem Werk GoodFellas. Auf den ersten Blick gibt es viele große Parallelen:
In beiden Filmen spielt die Mafia eine Rolle, Robert de Niro und Joe Pesci spielen in beiden Filmen mit, beide Filme basieren auf einem Roman von Nicholas Pileggi, wobei er in beiden Fällen auch am Drehbuch mitgewirkt hat und sich von realen Personen und Begebenheiten mehr als inspirieren ließ. Es handelt auch in beiden Fällen um epische Filme, die über mehrere Jahre hinweg spielen.

Aber dennoch haben die beiden Filme ein komplett unterschiedliches Feeling. Machte sich in GoodFellas noch ein schmutziges Gefühl breit, denn man sah Gangster, die auch mehr als offen zum Gangstersein standen, so wirkt Casino edel, wie glattgeleckt, seriös. Natürlich ist dahinter noch etwas Anderes.
Außerdem war in GoodFellas das Handeln im Mittelpunkt, in Casino sind es die Charaktere und deren Werdegang, vor Allem die Beziehung zueinander betreffend.
Dabei häufen sich viele kleinere Geschichten und überaus grandiose Szenen an.

Scorsese inszeniert dabei absolut genial, sodass die drei Stunden Laufzeit auch bei mehrmaligem Ansehen nie langweilig werden.
Hierbei ist sein Stil auch wichtig, da sich das oben angesprochene Voice Over doch durch einen beachtlichen Zeitraum zieht, sodass man teilweise den Eindruck bekommt, die visuelle Umsetzung eines Hörbuches zu bekommen. Dennoch gibt es auch viele Dialoge und in denen sind die Schauspieler dann auch absolute Oberklasse. Robert de Niro so gut wie eh und je - auch, wenn er heute lieber den selbstironischen Opa gibt - als Ace, der manchmal echt sympathisch und dann wieder wie ein echtes physisch wie psychisch brutales Arschloch wirkt. Joe Pesci noch skruppelloser und brillanter, einfach gestörter als in seiner Oscarrolle in GoodFellas. Allein sein Blick, wenn du nie weißt, ob er eine unüberlegte Bemerkung oder Tat jetzt mit Humor nimmt oder gleich beginnt, auf den Schuldigen wie ein Psychopath einzuprügeln, oder -stechen.
Aber der wahre Star hier ist Sharon Stone. Vergessen sei ihre Paraderolle als eisig-psychologische wie hochintelligente Autorin in Basic Instinct, hier ist sie eine Frau, die unter ihrem eigenen Drogenproblemen, dem Herrschzwang ihres Mannes und dem Muttersein zusammenbricht. Zu Beginn noch fröhlich und unbeschwert sinkt sie immer weiter ab und wird ein Wrack. Mit zunehmender Laufzeit.
Imaginären Hut ab!

Was es hier noch an Stilmitteln gibt, ist auch die ungewöhnliche Kamera, die teilweise schwuppdiwupp schwenkt, einfriert, oder einfach mal so bei einem Zug Kokain aus der Sicht der Nase heraus filmt.

Ein riesiger Pluspunkt von "Casino" ist, dass er in seinen fast 3 Stunden Laufzeit stets etwas zu erzählen hat. Immer passiert irgendetwas. Wirkliche Lückenfüllerszenen gibt es nicht. Deswegen schaut sich der Film auch mal glatt eine Stunde kürzer, als er ist. Und ob es nun um die Casinoleitung geht, um die dreckigen und blutigen Geschäfte der Mafia, oder um den zunehmenden Verfall der Beziehungen der drei Protagonisten, es wirkt IMMER spannend, man schaut und hört IMMER gern zu und es hinterlässt Eindruck. Daneben ist das Drehbuch, in Dialog oder im Off-Kommentar immer sowas von gnadenlos gut, dass ich durchaus soweit gehen würde, es eines der besten aller Zeiten zu titulieren.
Ich bewundere echt Nicholas Pileggi und Martin Scorsese für diese Leistung. Bravo.

"Casino" ist in meinen Augen das beste Beispiel dafür, warum Filme Kunst sind.
Der Film ist episch, hat brillante Darsteller, interessante Figuren und Beziehungen, eine innovative Erzählweise, grandiosen Text, unterhaltsame Stilmittel, und ist obendrein zu keiner Zeit zu lang, und auch nicht zu kurz.
Mit anderen Worten: perfekt.
Wegen solchen Meisterwerken schlägt mein Herz für Filme.

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The Freewheelin Fonda

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Sehr starker Kommentar Martin, fand den ja nur dezent schwächer als du ;)
(PS: Habe deinen Bitter Lake natürlich nicht vergessen, wird bald geguckt und in zwei, drei WOchen kommt auch irgendwann ein kommentar dazu :)


Martin Oberndorf

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Danke sehr!
(Und hey, keine Hektik. Hab sowieso Angst vor 'nem Verriss. Der Film lebt zu 99% von den Ambitionen. ;3 )


Ioosh698

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Bewertung9.0Herausragend

"Casino".
Mit diesem Film inszeniert Martin Scorsese einen großen Film, auf den ersten Blick ein zweites "GoodFellas", und gleichzeitig einen Streifen in dem Robert De Niro <3 eine, wenn nicht sogar DIE letzte GROßE Rolle seiner Karriere abliefert, neben "Heat". An dieser Stelle möchte ich aber eben mal kurz erwähnen, das Robert De Niro heutzutage ja trotzdem noch in manchen Filmen solide und gute Leistungen abliefert, weshalb ich Leute die ihn wegen seiner jetzigen Filme durchweg schlecht reden nicht verstehen kann. Ich habe ihn FRÜHER zwar auch das ein oder andere mal deswegen belächelt, doch wenn man sich seine frühere Filme wie "Der Pate 2", "Es war einmal in Amerika", ""Hexenkessel" und spätestens "Wie ein wilder Stier" ansieht, dann sollte man doch mal überlegen wie viel diese lebende Legende eigentlich geleistet hat! Aber naja, zurück zu "Casino" selbst. Wie gesagt, auf den ersten Blick könnte man tatsächlich annehmen das Scorsese hier ein zweites "GoodFellas" gedreht hat, schaut man dann aber näher hin, erkennt man das sich beide Filme doch stark voneinander unterscheiden, in Kern jedoch wieder das gleiche Grundgerüst aufweisen können. Beide Filme sind Mafiastreifen, Gangsterfilme erster Klasse. Der eine ( "GoodFellas" ) zeigt dies auf völlig direkte Art und Weise, der andere ( "Casino" ) auf eher indirekte Art. So wirkte es jedenfalls auf mich, auch wenn beide Streifen natürlich dem selben Genre angehören.
In "Casino" katapultiert uns Martin Scorsese zurück nach Las Vegas in die Zeit der 70er und 80er Jahre. Die Mafia ist die führende Kraft, der Hauptarm, sie kontrollieren vom Untergrund heraus alles und scheffeln sich mit ihren Casinos Millionen von Dollar. Wer fehl am Platz ist, Fehler begeht und sich gegen seine Vorgesetzten wendet, wird standesgemäß aus dem Weg geträumt. Kurz gesagt, die Glücksspielstadt schlechthin, Las Vegas, und deren hunderte von Casinos bleiben nur durch eben besagte und deren in den Casinos angesetzten Managern am laufen. Ein solcher Manager, dem ein Casino übertragen wurde ist auch Sam 'Ace' Rothstein. Er kümmert sich um das "Tangier" Casino, baut es nach und nach zum GRÖßTEN und BESTEN auf was Las Vegas zu bieten hat. Er verdient Millionen, ja gar Milliarden und wickelt zwielichtige Geschäfte ab. Er ist DER Casinobesitzer schlechthin, in seinem Haus kommt keiner ungeschoren davon, der versucht ihn und sein Imperium auszunehmen, KEINER! Es könnte also alles seinen "geregelten Gang" gehen, doch eine Frau bringt Ace Leben komplett durcheinander, sorgt nach und nach für den Fall Rothsteins.Ginger. Ace ist regelrecht benebelt von ihr und so nimmt eine Geschichte voller Macht, Gier, Geld, Verrat, Hass, Mord und Intrigen ihren Lauf und auch Ace bester Freund Nicky wendet sich nach und nach gegen ihn, er hat selbst nur Augen auf die verführerische Ginger. EINE Frau, EIN Casino, ZWEI Freunde die zu Feinden werden, die Geschichte vom AUFSTIEG und FALL des Sam 'Ace' Rothstein. Ganz großes Kino!
Eigentlich ist die Story von "Casino" nichts wirklich neues, eine typische Mafia/Gangstergeschichte eben, mit all ihren Höhen und Tiefen, bei der man Stückchenweise auch erahnen kann in welche Richtung sie sich grob bewegt. Doch Martin Scorsese ist ein Meister des erzählens, des inszenierens. So ist die gesamte Geschichte des Filmes durchweg spannend, stimmig und nie langweilig. Vor allem diese grandiose Atmosphäre ist wahrhaft beeindruckend. Ich meine, man möchte am liebsten selbst mal kurz nach Las Vegas reisen und sich dieser prächtigen Stadt hingeben, ob im Casino oder nicht müsste jeder selbst entscheiden ;) Nein, im Ernst, Atmosphärisch ist das hier einmalig, die Darstellung des "Tangiers" selbst einfach nur komplett authentisch und wunderschön anzusehen. Dazu noch dieser Oldschool Soundtrack der mir den ganzen Film über sehr gut gefallen hat, und einfach perfekt in diesen Film passt. Auch die Mischung aus gut geschriebenen Dialogen, starken Charakteren, Spannung und der richtigen Brise Gewalt wurde gut ausbalanciert und wirkt zu keiner Zeit unnötig oder falsch eingesetzt.
Die Schauspieler sind natürlich wieder allererste Sahne. Robert De Niro spielt wieder so unglaublich gut als Ace Rothstein, das ich mich wieder nur vor diesem Mann verneigen kann. Was mir besonders gut gefiel war, das seine Darstellung bzw. seine Figur über den ganzen Film hinweg ungemein echt wirke und man stets das Gefühl hat einem echten Casinobesitzer bei der Arbeit zuzusehen. Großes Lob! Auch Joe Pesci trumpft als kleiner cholerischer Kampfzwerg Nicky wieder richtig auf und spielt einen genauso verrückten Typen wie in "GoodFellas". Ich denke man könnte Nicky quasi problemlos als Zwillingsbruder von Tommy bezeichnen, da sich beide Charaktere sogut wie identisch sind. Aber genau solche Rollen sind für Pesci wie geschaffen. Und auch Sharon Stone zeigt, das sie mehr als das Sexsymbol aus "Basic Instinct" sein kann und durchaus als solide Charakterdarstellerin fungieren kann. Als Ginger ist sie wahrlich eine echte Verführung und als weibliche Hauptdarstellerin eine starke Ergänzung des Dreiergespanns. Ganz ehrlich, Sharon Stone war nie wieder besser!
Zum Abschluss bleibt noch zu sagen, das die Voice Over Stimmen hier wirklich perfekt passen und die gesamte Stimmung des Filmes immer treffen. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen und in dieser Form habe ich es auch selten besser erlebt!

Fazit: "Casino", das Ende einer großen Ära, und der würdige Abschluss der Zusammenarbeit von Scorsese und De Niro, ja teils auch Pesci ( BISHER! ).Ein unglaublich intensiver Gangsterfilm, der mit der Kulisse Las Vegas eine frisches und buntes Setting hat, das wenigstens ein klitzekleines bisschen über die dunklen Machenschaften der Mafia hinwegblendet. "Casino" ist ein herausragendes Charakterdrama, das mir sogar noch einen Tick besser gefiel als "GoodFellas"!

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keko24

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Genialer Kommentar!!!


Ioosh698

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@keko24
Danke! :)


NewSTARs

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Bewertung10.0Herausragend

Mit "Casino" hat Martin Scorsese auf den ersten Blick einen zweiten "GoodFellas" inszeniert. Doch das stimmt nicht. Im Detail betrachtet ist vieles deutlich anders als bei "GoodFellas". Und weil er für mich die paar Punkte ergänzt hat, die mich bei seinem anderen Film ein wenig gestört haben, fand ich persönlich "Casino" sogar noch besser!

Als aller erstes: Der Film ist sehr intensiv und ausführlich, was auch seine Laufzeit ausmacht. Jedoch ist es in keiner Szene langweilig den drei Hauptdarstellern bei ihren herausragenden Leistungen zuzuschauen. Allen voran, wie man es schon aus "GoodFellas" kannte, der liebenswerte Psychopath gespielt von Joe Pesci.

Die Atmosphäre ist auch unverkennbar die eines Scorsese-Films. Die schrägen Kamerafahrten, der coole Oldschool-Soundtrack und die erschreckende Brutalität zwischendurch, welche keineswegs als Gewaltverherrlichung gilt, macht solch ein Gangster-Epos á la Scorsese doch aus. Noch dazu ein fesseldes Drehbuch mit genialen Einfällen und spitzen Dialogen und der Film ist nicht mehr zu toppen! Und das ist er auch: Unverbesserlich!

Wahrscheinlich liegt es wirklich an der ausführlichen Erzählung und der intensiven Bildgestaltung, aber ich fand ihn besser als "GoodFellas". Ach ja, und noch was: Ein bitter-schöner schwarzer Humor begleitet den kompletten Film. Absolut sehenswert!

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quastenflosser

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Bewertung9.0Herausragend

Ich denke über diesen Film muss nicht mehr viel gesagt werden, hier stimmt einfach alles! Musik, Schauspieler, Kamera, story,..... besser geht es kaum. Doch am besten ist immer noch der Schluss, Abblende und fertig. Top !

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Steuerhinterzieher

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Einer meiner Lieblingsfilme und ein Muss für Jedermann. Gehört auf jedenfall unter die Top 100 der Filme die man im Leben gesehen haben sollte. Enjoy watching it!

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Val Vega

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Bewertung9.0Herausragend

Nach dem fantastischen „Goodfellas“ hat Großmeister Martin Scorsese noch nicht genug vom Gangstergenre und widmet sich einer wie ich finde noch größeren und monumentaleren Gangstergeschichte. Diesmal vor der Kulisse des schimmern Las Vegas. Es ist eine Welt in der jeder sein Glück versuchen kann, doch steckt hier eine ganz andere Macht noch mit im Spiel. Es sind die Gangster und Mafiosi die bei jedem Pfennig der Umgesetzt wird noch einmal die Hand aufhalten und dankbar ihren Obolus einstreichen.

Das ist das Reich von Ace Rothstein. Er zieht die Fäden, leitet und manipuliert jedes Pokerspiel und jede Black-Jack-Partie. Gespielt von Robert De Niro erschaffen Scorsese und Pileggi einen fabelhaften Charakter, der den ganzen Film über wunderbar real wirkt. Die Charakterentwicklung jenes jüdischen Casinobetreibers der seine Kunden so schamlos ausnimmt ist absolut glaubwürdig und durch die wirklich absolut hammermäßige Schauspielleistung von De Niro. Doch auch im Drehbuch erleben wir hier einen absolut genialen Erzählkniff: Das doppelte Voice-over von De Niro und Pesci ermöglicht es uns die Sichtweise der genialen Geschichte aus zwei verschiedenen Blickwinkeln zu verfolgen und beide Charaktere aus der Sichtweise ihres Gegenübers aufzubauen.

Scorsese erzählt aber nicht nur eine epochale Geschichte über Gangstertum, sondern kritisiert auch das System. Macht korrumpiert. Nicht nur Casinobetreiber, sondern auch Politiker, die zwar gerne ihre Moneten verwürfeln, aber dennoch in der Öffentlichkeit den Saubermann spielen. Doch dieses korrupte System übernimmt dann auch die Welt des Sam Rothstein und er wird ins Exil gedrängt.

Doch noch etwas muss der Zuschauer an Scorsese erdrückendem Realismus erkennen, eine Botschaft, die man sonst eher aus zweitklassigen Kinderfilmen kennt, hier jedoch perfekt für ein an den schmutzigen Geschichten der Hinterzimmer der Casinos interessierten Zuschauer aufbereitet: Liebe ist nicht käuflich. So sehr Rothstein seine Angebetete Ginger lieben mag, so viel Geld, Klamotten und Schmuck er ihr auch in den Rachen stopft, sie wird ihn nicht lieben.

Mit „Casino“ übertrumpft Scorsese „Goodfellas“ noch einmal bei weitem. Geniale musikalische Untermalung, eine spitzenmäßige Kamera sowie die grandiosen schauspielerischen Leistungen, die uns unser Hauptdarsteller Dreiergespann hier liefert, auf der Grundlage des fantastischen Drehbuchs machen Scorsese düsteres und realistisches Portrait der großen Stadt des Glückspiels mitten in der Wüste von Nevada, das Reich von Gangstern und korrupten Politikern, zu einem einmaligen Gangsterfilmerlebeniss, welches trotz der enorm langen Laufzeit von rund drei Stunden nicht in einer Sekunde an Dampf oder Unterhaltungswert einbüßt.

Listen to me very carefully. There are three ways of doing things around here: the right way, the wrong way, and the way that *I* do it. You understand?

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Zuckerspinne

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Obwohl das Thema des Film's normalerweise nicht so mein Ding ist, fand ich Casino sehr fesselnd. Er war durchwegs spannend, dennoch einmal schauen reicht mir.

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Mr.Joshua

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Bewertung9.5Herausragend

Godfellas-Der Pate-Casino. Casino das Leben in Las Vegas Geld macht und Gier sind das Ziel. Schöner Sonntags Film.

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heiko.buschhaus

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wo "GoodFellas" seine Schwächen hatte, hat "Casino" seine Stärken; mit fast demselben Cast und einer sehr ähnlichen Story! Doch wo der erste Film auf 135 Minuten zu lang war, erzählt es "Casino" auf 180 Minuten fast ohne Längen! Ein starker Trumph ist wohl die spätere Hintergrundstory zwischen Pesci und DeNiro im Bezug auf Stone, die so herrlich absurd ist, das muss einfach so in Wirklichkeit passiert sein! Auch die Abwechslung der Mafiageschichte um Pesci und der indirekt damit verbundenen Casinostory von DeNiro ist sehr spannend! Abgesehen von der Pistole, die schießen kann, ohne Einschusslöcher zu verursachen (-_-) ein wahrlich genialer und fast makelloser Film!

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MinimalAddicted

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Bewertung7.5Sehenswert

Hat seine längen meiner Meinung nach deshalb die Abzüge.

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Samweis_Gamdschie

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Bewertung9.5Herausragend

Was für eine Wucht der Film. Als ich ihn das erst mal sah hat er mich aus dem Sessel gehauen. Für mich Scorsese zweit bester nach "Goodfellas". Ein grandioser Gangsterfilm, wie man es von Martin Scorsese kennt. Zwar kommt der Film ein bisschen rüber wie ein "Goodfellas 2" aber deswegen ist er natürlich nicht schlechter. Es gibt viele Ähnlichkeiten der beiden Filme, was auch am Cast liegt.
De Niro in Bestleistung und ein Joe Pesci der De Niro die Stirn bietet. Ich liebe einfach Gangsterfilme !!!!
Der Film dauert 177 Minuten und ist keine Sekunde Langweilig, was will man mehr.
Der Cast, der Soundtrack, die Kamera und eine Top Story sind einfach ein Genuss.
Das Ende hat es in sich. Einfach krass wie brutal ein Film sein kann, auch ohne Zerstückelungen. Die die den Film kennen, wissen bestimmt von welcher Szene ich rede.
Einfach nur krass, da bleibt einem der Kloß im Hals stecken. Eine richtig harte Szene. Für mich ein Meisterwerk von Scorsese. Er sollte lieber mal wieder einen Gangsterfilm mit De Niro und Pesci drehen ;) Nach dem leicht enttäuschenden "Wolf of Wall Street".
Wer Gangster Filme mag, muss den sich hier auf jeden Fall anschauen. Für mich einer der Besten Gangsterfilme. An " Der Pate" und "Scarface" kommt er jedoch nicht ran.

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concienda

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Bewertung10.0Herausragend

Nchdem ich anlässlich von "The Wolf of Wallstreet" bereits Goodfellas bewertet habe kommt nun hier Casino. Anders als Goodfellas, den ich min. 1mal pro Jahr sehe hatte ich Casino nu erst nach mehr als 3 Jahren in der Zweitsichtung. Casino ist zweifelsohne grandios, auch wenn er eigentlich Goodfellas 2 heißen könnte. Scorcese hat das brilliante Konzept genommen und in einen weiteren absolut grandiosen Film gepackt. Brooklyn und Queens wurde gegen das schillernde Las Vegas getauchst (mit einigen der besten Bilder dieser Stadt, die es je gab). Statt Ostküstenmafioso kommen nun Westküstenmafiosi, es gibt eine neue Femme Fatala, statt einem Voice Over gibt es zwei und generell ist alles sehr Goodfellas-ähnlich, nur halt 30 Minuten länger.

Denoch funktioniert der Film für sich auch wunderbar. Die Story ist durchgehend spannend und ausgesprochen ruhig erzählt, die Atmosphäre ist wieder einmal grandios und man hat wieder das Gefühl quasi mit den Charakteren zusammenzusitzen. Auch schauspielerisch ist wieder alles over-the-top. Das Scorceses Regie wie immer perfekt ist, muss eigentlich nicht mehr erwähnt werden, genau wie der Soundtrack, der wie immer zum absolut Besten gehört.

Casino gehört mit zum besten was das Genre jemals hervorgebracht hat. Das Herz fehlt nur aus einem Grund: im direkten Vergleich (und den muss sich Casino gefallen lassen) fand ich Goodfellas doch noch einen kleinen Tick besser.

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howannes.warrakhjan

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Bester Scorsese Film, Beste Leistungs seitens Robert Deniro seit (Der Pate II und Wie ein Wilder Stier), Beste Leistung von Sharon Stone und ein herrlich aufgelegter und meiner sicht nach noch stärker schillender Joe Pesci (im Vergleich zu Goodfellas)! Regiearbeit aller erster Güte sowas habe ich selten gesehen! Scorsese macht alles richtig mehr geht einfach nicht, er ist und bleibt der Beste Regisseur den dieser Planet hervorgebracht hat.

Blutigste und brutalster Scorsese wie ich finde, wenn Nicky (Joe Pesci) zur sache geht gibts mindestens einen toten in der Runde, gerade das Ende ist an Abscheulichkeit kaum zu überbieten so schlimm ist es.

Gehört unter meinen Top 5 Filmen allerzeiten;)

Meisterwerk.

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Centipede

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Ist auch mein Lieblings-Scorsese.
Jedes mal wo ich den Film gesehen habe, dachte ich mir nur, was der ist jetzt schon vorbei. ^^ Von vorne bis hinten spannend erzählt und inszeniert.
Ich sag nur Maisfeld, Baseballschläger und lebendig begraben.
War zu der Zeit, wo ich den Film zum aller ersten mal gesehen hatte, mit einer der härtesten Szenen gewesen.


BenAffenleck

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Bei der Szene bekam ich beim ersten Mal ansehen auch leichte Schnappatmung. Mittlerweile...tja...man gewöhnt sich an alles. Aber ist halt n harter Gangsterstreifen.


T00BI

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Bewertung5.5Geht so

Der Profizocker Sam "Ace" Rothstein (Robert De Niro) steigt in der glanzvollen Ära von Las Vegas zu einem der besten Casinobetreiber der ganzen Stadt auf. An seine Seite stellen ihm die Drahtzieher seinen besten Freund Nicky Santoro (Joe Pesci), einen skrupellosen Mafiakiller der keine halben Sachen macht. Alles läuft perfekt, bis das glamouröse Showgirl Ginger (Sharon Stone) ins Leben von Ace tritt.

"Casino" erzählt die Geschichte vom Aufstieg und vom Fall einer Mafiagemeinschaft, und das Ganze in der riesigen Glücksspielmetropole Las Vegas. Alles ist bunt, glitzert, und wird vor allem von einer Sache vorangetrieben: Geld! Optisch ist "Casino" wirklich richtig toll, die Atmosphäre vom Las Vegas der 70er Jahre wurde hier wirklich klasse eingefangen, da gibts gar nichts zu meckern. Zudem hat man mit Robert De Niro, Joe Pesci und Sharon Stone drei tolle Hauptdarsteller in den Reihen, sie müssen hier zwar nicht wirklich an ihre Grenzen gehen, aber alleine durch ihre Ausstrahlung bereichern sie den Film. Besonders stark fand ich persönlich Joe Pesci in seiner Rolle des schmierigen Mafiosi Nicky, der auf das Gesetz scheißt und einfach nur das macht, was ihm gefällt und das stets mit einer ordentlichen Portion Härte. Dazu kommt dann noch ein starker Soundtrack mit vielen tollen Musiktiteln, die das ganze wirklich unterhaltsam untermalen. All das macht "Casino" für mich schon mal zum guten Film, der mir auch gefallen hat, mehr eben leider auch nicht mehr als das.

Zu einem wirklich starken oder gar ausgezeichneten Film hat mir persönlich aber was ganz bestimmtes gefehlt, nämlich die richtig starken, packenden und mitreißenden Momente, die einen guten Film für mich von einem tollen Film trennen. "Casino" ist ziemlich flott inszeniert, man ist immer mitten im Geschehen drin, kriegt alle möglichen kleinen Dinge mit, die Abläufe im Casino, das Leben rund um das Showgirl Ginger, und und und. Gerade da liegt für mich das Problem, man bekommt so viele KLEINE Dinge mit, aber die wirklich GROßEN Momente, die Highlights, fehlen mit hier einfach. Man paddelt sozusagen dauernd den Fluss hinunter, ab und zu wird man mal von einer kleineren Welle erfasst, in die Stromschnellen kommt man allerdings nie. Ich muss sagen, dass ich gerade deswegen nicht so wirklich mit den Figuren mitfiebern konnte, gegen Ende waren sie mir sogar relativ egal, was wohl an der Laufzeit von 177 Minuten liegt, die sich bei mir doch gegen Ende bemerkbar gemacht hat. Ich will gar nicht abstreiten das "Casino" ein guter Film ist, er hat mir im Großen und Ganzen ja auch gefallen, so richtig gepackt hat er mich allerdings nie.

"Casino" war wohl einfach nicht mein Fall, eine zweite Chance wird er trotzdem irgendwann nochmal bekommen.

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Centipede

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Hfonda15 hast du nicht. =)


brucelee76

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Hi, ich finde der Film ist reich an starken Momente ...


FilmFan92

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Bewertung10.0Herausragend

SPOILER!

Da Scorsese ja demnächst mit seinem neuesten Streich die Kinos segnen wird, wollte ich mir vorab noch einmal eine kleine Werkschau des Regisseurs zu Gemüte führen. Nun, da vor Kurzem erst "Aviator" und "Goodfellas" über den Bildschirm flimmerten, wieso nicht erneut "Casino" schauen?
"Scorsese's best pic since Goodfellas/Casino" las ich neulich irgendwo, auch von einer (losen) Trilogie-ähnlichen Verknüpfung der drei Werke. Interessante Aussagen, die nur eines erhoffen lassen: The Wolf of Wall Street ist DAS nächste Meisterwerk des Martin Scorsese, denn seien wir mal ehrlich, wer denkt nicht an "Casino" und/oder "Goodfellas" wenn er nach den 10 besten Gangsterfilmen gefragt wird?
Alles fängt mit einer Autobombe an. "Ace" steigt in sein Auto und die Karre geht hoch. Nach einem skurrilen, visuell verspielten Intro, steigen wir 10 Jahre vorher in die Geschichte ein. Aus dem Off erzählen "Ace" und Santoro abwechselnd ihren Aufstieg in Las Vegas, als Casino-Manager und Gangster. Eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten basiert und mit skrupellosen Gangstern als Protagonisten aufwartet. Völlig in Ordnung ist hier niemand.
Robert de Niro mimt in diesem Fall den jüdischen Casinoleiter "Ace", der von seinem besten Jugendfreund Santoro (Joe Pesci) "beschützt" wird, und die große "Liebe" von "Ace" Ginger verkörpert Sharon Stone.
3 Charaktere so faszinierend, wie kaputt. Während das Glamourleben in der Wüsten-Wunderstadt, anfangs noch erfrischend und aufregend ist, eskaliert die Situation, bis sie gezwungenermaßen zu Bruch geht. Bis dahin baut "Ace" ein Imperium ohne Gleichen auf. Geld und Macht, Beziehungen, bis in die höchsten politischen Kreise des County. Geld regiert die Welt und Las Vegas bietet Unmengen an Geld. Die Bezeichnung "Glücksspiel" ist natürlich völlig fehlgeleitet. Glücklich wird man dadurch nicht, ebenso wenig wie man gewinnen kann, am Ende obsiegt immer das Casino. Und wenn's mal nicht läuft, türkt man einen Flug oder statuiert ein Exempel an irgendwelchen Betrügern. Doch was tut man, wenn die eigene Frau anfängt in Drogen zu ersticken, eine Frau die alles und Jeden betören kann? Und wenn dann der beste Freund anfängt Ärger zu machen und reihenweise Leute auszuschalten, einfach weil es ihm Spaß macht, dann beschwört das Probleme herbei. Glücksspiel ist legal, krumme Geschäfte und Morden allerdings nicht.
Scorsese ist ein Meister wenn es darum geht ausufernde, epische Geschichten zu erzählen, die sich über mehrere Jahre strecken, ohne dass man das Gefühl hat irgendetwas zu verpassen, es fehlt nichts, man ist fasziniert von den Charakteren, vom Geschehen, von Realismus und wie Scorsese es schafft die größten Arschlöcher als Protagonisten zu etablieren, ihnen zwischendurch immer wieder Sympathien unterzuschummeln, Menschlichkeit, doch am Ende gibt es keine Glorifizierung. Keine Wertung, lediglich eine großartig gezeichnete Milieustudie über das Las Vegas der 80er und das Leben hinter der Glitzerfassade. Menschen werden in der Wüste vergraben, jeder der hinschauen müsste, wird geschmiert, damit er wegguckt, das ist Las Vegas. Ein korruptes Verbrechermilieu.
Grandios ist hierbei vorallem auch die Darstellerriege, angeführt von Robert de Niro, der den Casino-Manager (mit einer Schwäche für die falsche Frau) spielt wie immer: Brillant. Zurückhaltend, etwas in sich gekehrt, doch explosiv, wenn es drauf ankommt. Sein Gegenpart, die wunderbare Sharon Stone, spielt die charmante und umworbene Frau, die immer weiter in ihrer Drogensucht und letztendlich dem Wahnsinn verfällt, mit einer Intensität und Authenzität, dass einem immer wieder Gänsehaut-Momente geschenkt werden.
Zu guter Letzt spielt Joe Pesci, das was er auch in "Goodfellas" so wunderbar verkörpert hat: Einen kleinen, unfassbar fiesen, brutalen Mafiakiller, der nie einschätzbar ist und immer wieder mit emotionalen und körperlichen Ausbrüchen für Aufsehen sorgt.
Sie allesamt sind Menschen, die man persönlich nie kennen lernen möchte, kaputte, gespaltene Menschen, zerfressen von Problemen, doch vorallem in der ersten Stunde kommt eher Sympathie als Abscheu auf. Wir sind halt alle Menschen, und Menschen machen Fehler, manche mehr, manche weniger.
Abgerundet wird dieses bildgewaltige Epos mit einem weise gewählten Sammelsurium an Songs von "House of the Rising Sun", über "Satisfaction" bis zu "Love is the Drug", immer passend und oft schöner als jedwede Konversation.
Casino ist eines dieser Magnum Opuses des Gangstergenre, ja vermutlich der gesamten Filmgeschichte, aufwühlend, spannend, beeindruckend gespielt, echt und vorallem nie bejahend, für das Gezeigte, aber ohne nervige "Finger-weg-von-Verbrechen"-Moral, einfach nur ehrlich und verdammt gut. Wenn "The Wolf of Wall Street" wirklich so gut ist, dann kann ich's nicht mehr erwarten, auf ein weiteres Werk dieses Ausmaßes, freue ich mich schon seit Ewigkeiten, und so wie ich Martin kenne, wird er uns ganz sicher nicht enttäuschen.

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FilmFan92

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So sieht's aus :)
Das Herz wird sicher bei der nächsten Sichtung ergänzt ;)


kobbi88

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Mag Casino nicht besonders. Wie ich finde einer der schwächsten von Scorsese. Gut, das heißt nicht viel, denn Casino hat immer noch ne 6,5 oder ne 7, aber trotzdem...


LeBateauPolice

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Bewertung7.0Sehenswert

Etwas überinszeniert. Zu viel Musik, zu viel Off-Kommentar, zu selbstverliebt in seiner Spieldauer und insgesamt auch ein klein wenig zu belanglos, als dass ich hier mehr als das eigentlich nichtssagende "solide" attestieren kann. Für mich ein eher schwächerer Scorsese und auch im Genre selbst nicht wirklich relevant. Ein guter Film ist "Casino" natürlich trotzdem.

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OptiMaster

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Sí :-)


HerrGurlitt

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endlich schreibt mal jemand dass der film zuviel musik hat, auch wenn die hervorragend ist: 177min. alle hits der zeit fand ich sehr anstrengend.
ansonsten mag ich den film sehr und 7 punkte ist schon hart - andererseits hast du die sehr gut begründet.



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