Nader und Simin - Eine Trennung
Jodaeiye Nader az Simin / Nader And Simin, A Separation (2011), IR Laufzeit 123 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 14.07.2011
20 Bewertungen
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629 Bewertungen
51 Kommentare
Keine
von Asghar Farhadi, mit Peyman Moaadi und Leila Hatami
Nader und Simin ist das preisgekrönte Ehedrama vom Iraner Asghar Farhadi.
Nader und Simin wollen sich scheiden lassen, da Simin (Leila Hatami) den Iran verlassen möchte, doch Nader (Peyman Moadi) seinen Vater nicht zurücklassen will. Bis das Sorgerecht geklärt ist, muss Nader allein für seinen an Alzheimer erkrankten Vater sorgen. Da er dies neben seinem Job und der Erziehung seiner Tochter nich allein bewältigen kann, holt er sich die Pflegerin Razieh (Sareh Bayat) zur Hilfe. Doch auch sie ist eine ungelernte Kraft, da Nader sich keine professionelle Hilfe leisten kann. Als streng muslimische Frau, der das berühren von Männern nicht ohne weiteres gestattet ist, wird sie mit dem stark Pflegebedürftigen Vater bald hoffnungslos überfordert. Als Nader eines Tages nach Hause kommt, findet er seinen Vater allein an seinen Nachttisch gefesselt. Als er Razieh zur Rede stellen will, führt dies zu tragischen Konsequenzen, die nicht nur Naders Leben erschüttern, sondern auch das Bild zerstören, das sich seine Tochter Termeh (Sarina Farhadi) von ihrem fürsorglichen Vater bislang gemacht hat.
Hintergrund & Infos zu Nader und Simin
Nader und Simin konnte im Wettbewerb der Berlinale 2011 den Goldenen Bären für den Besten Film gewinnen. Regisseur Asghar Farhadi (Elly) spricht zugleich Zustände in der iranischen Gesellschaft an, konzentriert sich aber vorrangig auf auf allgemeine zwischenmenschliche Dynamiken von Schuld, Vertrauen und Verantwortung.
Bei den Oscars 2012 wurde Nader und Simin als Bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet.
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Cast & Crew
- Genre
- Familiendrama, Drama
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Iran, Teheran
- Handlung
- Alleinerziehender Vater, Angeklagter, Anklage, Beweis, Beweisfälschung, Brutalität, Ehemann-Ehefrau-Beziehung, Elite, Entscheidung, Falsche Anschuldigung, Familienkonflikt, Fehlende Mutter, Gerichtsverhandlung, Geständnis, Gewalt gegen Frauen, Gewalt in der Familie, Gewalttätiger Ehemann, Hilflosigkeit, Häusliche Gewalt, Krankenschwester, Lüge, Meineid, Mordanklage, Mutter, Mutter-Tochter-Beziehung, Mutterrolle, Notlüge, Prügel, Rechtsstreit, Scheidung, Schlechter Vater, Skepsis, Sorgerechtsstreit, Totgeburt, Ungeborenes Kind, Unterschicht, Vater, Vater-Tochter-Beziehung, Versehentlicher Mord, Vertrauen, Zeuge, Zweifel, Überforderung
- Stimmung
- Berührend, Ernst, Spannend
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Links zum Film Nader und Simin - Eine Trennung
- Nader And Simin, A Separation: film-zeit.de
- Nader And Simin, A Separation: critic.de














Kritiken (14) — Film: Nader und Simin - Eine Trennung
Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschen[...] Immer stimmig vermengt „Nader und Simin“ Themen wie Liebe, (Un)Wahrheit und (Un)Gerechtigkeit anhand eines kleinen Alltagseinblicks und stellt viele kritische Fragen. Das wahre Kunststück dabei ist, dass der Film es subtil und völlig parteilos tut. Jeder in der Geschichte hat sein Päckchen zu tragen; alle stehen in Wechselbeziehungen zueinander, jenseits von Gut und Böse, Schwarz und Weiß. Mit schwierigen, immer nachvollziehbaren Konflikten zieht der Film in seinen Bann und schöpft seine Kraft daraus, dass er sich auf keine klare Schuldzuweisung und keine klaren Antworten verlässt. Die Töchter der beiden im Mittelpunkt stehenden Ehepaare sind geschickt als Schlüsselfiguren eines komplexen Vierernetzes eingearbeitet. [...]
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschenUnbedingt ansehen! “Nader und Simin – eine Trennung” ist packendes Kino, das eine Geschichte erzählt die den Zuschauer von der ersten Minute an in den Bann zieht. Der Blick auf die ungewohnte Gerichtswelt und die für die westliche Welt eher unbekannte Kultur, gepaart mit einem Thema, dass überall auf der Welt immer aktuell ist, machen “Nader und Simin – eine Trennung” zu einer Filmperle, die man sich als echter Filmliebhaber nicht entgehen lassen darf!
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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenKäme Regisseur Asghar Farhadi nicht aus dem Iran, „Nader und Simin“ wäre ein vielschichtiges Familiendrama, eine Beziehungstragödie, ein Minikrimi, in dem sich alle irgendwie schuldig gemacht haben und je nach Lage auf Anstand und Moral oder geltendes Recht plädieren. Die objektive Wahrheit bekommen wir während der 123 Minuten nicht zu Gesicht; sind vielmehr von Beginn an eingeladen, selbst Richter zu spielen. Nun kommt Farhadi aber aus dem Iran und so werden die Konflikte zu Gleichnissen des unfreien politischen Systems im Ayatollah-Staat.
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Andrew O'Hehir: Salon.com Andrew O'Hehir: Salon.com
Kommentar löschenNader und Simin ist ein altmodisches Drama von erschreckender Intensität und Komplexität.
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Filmering: Filmering.at
Kommentar löschenNader und Simin erzählt eine spannende Geschichte, die den Zuseher vor schwierige moralische Entscheidungen stellt und es auf subtile Weise schafft das moderne Leben im Iran zu schildern. Der Film ist feinfühlig erzählt, ausgezeichnet gespielt und schafft es mit viel Fingerspitzengefühl die verschiedenen Ebenen der Erzählung ineinandergleiten zu lassen und so ein umfassendes Bild von den Figuren und den kulturellen Gegebenheiten zu zeichnen. Nader und Simin ist Weltkino wie es sein sollte und ein absoluter Tipp für alle Cineasten.
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Thomas Hutter : Outnow.ch Thomas Hutter : Outnow.ch
Kommentar löschenDass Farhadi diese vielen Themen zu einem mehr als überzeugenden, weil konsequenten Ende zusammenführen kann, verdient das grösste Lob. Er liefert keine Antworten zu diesen Problemen, da es keine einzelne Antwort dazu gibt. Nader and Simin ist ein Juwel von einem Film, welcher hoffentlich die Anerkennung erhält, die er verdient.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenObwohl die Wahrheitsfindung durchaus im Vordergrund des Filmes von Asghar Farhadi steht, handelt es sich bei „Nader und Simin – Eine Trennung“ keineswegs um einen Gerichtsfilm. Asghar Farhadi bietet vielmehr einen Einblick in eine iranische Gesellschaft voller Kontraste. Denn hier prallen zwei gesellschaftliche Schichten aufeinander: Auf der einen Seite die gebildeten, religionsfernen Nader und Simin, auf der anderen die strenggläubigen und bildungsfernen Razieh und Hodjat. Was sich auf dem Papier wie eine soziologische Versuchsanordnung liest, wird in Farhadis Inszenierung seines selbstverfassten Drehbuchs zu einer überaus spannenden Geschichte. Dabei inszeniert der 1972 in Isfahan, Iran geborene Regisseur im Vergleich zu anderen iranischen Filmemachern, etwa Majid Majidi („Kinder des Himmels“, 1997; „Die Farben des Paradieses“, 1999) oder Abbas Kiarostami („Der Geschmack der Kirsche“, 1997; „Ten“, 2002), seinen Film durchaus konventionell. Die Handkamera von Mahmood Kalari wirkt lediglich zu Beginn etwas hektisch, verleiht dem Film sonst zusammen mit dem unauffälligen, aber dennoch wirkungsvollen Schnitt von Hayedeh Safiyari eine Dynamik, die auf den Einsatz von Filmmusik verzichtet.
Über den Einblick in die Beziehungen von Mann und Frau sowie in die Rolle der Bildung in der iranischen Gesellschaft hinaus behandelt „Nader und Simin – Eine Trennung“ ebenfalls allgemeingültige Fragen wie Schuld, Verantwortung und Moral bei der Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit. Der Gewinner des Goldenen Bären bei der Berlinale 2011 handelt nicht zuletzt auch vom Schmerz einer Elfjährigen, die durch die Trennung ihrer Eltern zwischen Vater und Mutter zu wählen hat.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenEs beschäftigt sich mit den Gegensätzen zwischen aufgeklärtem und fundamentalistischem Islam, mit Geschlechterkonflikten in einem Land, in dem Frauen wenige Rechte haben, gleichwohl aber selbstbewusst auftreten und zusammenhalten, mit alten Ehrvorstellungen unter Männern sowie dem Umgang der Generationen untereinander. - Viel Stoff für ein zweistündiges Drama, bei dem sich Farhadi jedoch keinesfalls verzettelt. Geschickt führt er die verschiedenen Figuren und Fäden zusammen. Und das sehr konzentriert an wenigen Schauplätzen, überwiegend in Innenräumen.
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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenGeschickt sind Widersprüche und Zweifel, Lügen und Wahrheit im Drehbuch angelegt und verwoben. Autor und Regisseur Asghar Farhadi erhielt für seinen Film in Berlin (2011) den Goldenen Bären. [...] Ein sehenswertes Drama.
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Herbert Spaich: SWR Herbert Spaich: SWR
Kommentar löschenMit „Nader & Simin – Eine Trennung“ hat sich Farhadi noch einmal übertroffen. [...] Ohne den Einen oder den Anderen an den Pranger zu stellen, gibt dieser großartige Film Anstöße. [...] Ein perfekt durchkomponiertes Drehbuch wurde dramaturgisch überwältigend gut, mit faszinierenden Schauspielern, umgesetzt.
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Stefan Volk: film-dienst Stefan Volk: film-dienst
Kommentar löschenDass Farhadi sich mit Nader und Simin nicht bereitwillig ins Gefängnis oder Exil inszenierte, mag in manchen Feuilletons bedauert werden; vorwerfen sollte man es ihm nicht. Ironischerweise ist die vielleicht erzwungene zurückhaltende, differenzierte Erzählweise dramaturgisch und inszenatorisch für den Film ein Gewinn.
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Volker Mazassek: programmkino.de Volker Mazassek: programmkino.de
Kommentar löschenRegisseur Asghar Farhadi taucht tief in den iranischen Alltag ein und zeichnet mit klaren Linien das Bild einer verfahrenen Lage. Das ist nicht nur aufschlussreich und kunstvoll gebaut, sondern berücksichtigt auch die Unterhaltungsbedürfnisse des Publikums. Dank Drehbuch und Timing schwingt sich die simple Trennungsgeschichte zu großem Kino auf, ein intensives Drama, spannend bis zum Schluss.
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Andreas Fanizadeh: taz Andreas Fanizadeh: taz
Kommentar löschenFarhadis Film macht die verdrehten Moral- und Rechtsauffassungen eines neurotischen Systems deutlich. Willkür und Zufall entscheiden über Glück oder Unglück der Einzelnen. Peyman Moadi spielt dabei einen beeindruckenden Nader, der sich immer tiefer in kaum beeinflussbare Widersprüche verstrickt. [...]
Nader und Simin ist ein kleines Meisterwerk aus einem Land, in dem man eigentlich keine Filme mehr drehen kann.
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Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel
Kommentar löschenNader And Simin, A Separation ist so brisant wie brillant. Die alltägliche Geschichte um zwei Familien, eine aus dem Mittelstand und eine aus ärmeren Verhältnissen, erzählt von Moral und Verantwortung, religionsgeprägter Tradition und rational gesteuerter Moderne, gesellschaftlichem Rollenverständnis und individuellem Mut. In einem stets geerdeten, kompliziert verflochtenen und sich wandelnden Konfliktfeld bietet der Film, Zeichen seiner hohen dramaturgischen Subtilität, dem Zuschauer schwindelerregend viele Identifikationsmöglichkeiten. Und, das Wichtigste: So wie Regisseur Asghar Farhadi auf das simple Gut-Böse-Schema verzichtet, so lässt er simple Antworten beiseite.
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Kommentare (37) — Film: Nader und Simin - Eine Trennung
arnd1964 Wed, 03 Apr 2013 08:05:14 -0000
Kommentar löschen"Endlich mal ein Film, bei dem man intellektuell nicht unterfordert ist", sagte mir meine Kinobegleiterin beim Rausgehen. Sie hat vollkommen recht!
Ein großartiger, zeitlos gültiger Film.
Was für ein großes, wertvolles Potential in diesem Iran steckt...
Und der Oscar ist absolut verdient!
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atilla Tue, 12 Mar 2013 20:18:52 -0000
Kommentar löschenEin klasse Film. Das kommt raus wenn ein gut durchdachtes Drehbuch ebensogut umgesetzt wird.
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meinalterego Sun, 10 Mar 2013 16:56:02 -0000
Kommentar löschenNADER & SIMIN erzählt eine außergewöhnliche Geschichte über eine Trennung und deren Folgen, in denen sich nach und nach ein Netz aus Lügen, Täuschung und Diffarmierung spinnt in dass sich jeder der Charaktere verfängt. NADER & SIMIN ist außerordentlich gut gespielt. Durch seinen dokumentarischen Stil mit Handkamera ist der Zuschauer immer sehr nahe dran im Geschehen. Ein sehr bewegender Film.
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FumerTue Mon, 18 Feb 2013 16:47:22 -0000
Kommentar löschenIn "Nader und Simin" treffen gleich mehrere menschliche Schicksale aufeinander und stehen sich dabei unnötigerweise im Weg, was zu einem sehr beklemmenden Film führt.
Simin (Leila Hatami) möchte sich von ihrem Mann Nader (Peyman Moadi) scheiden lassen, um ins Ausland zu gehen. Nader hat damit auch kein Problem, allerdings braucht er jetzt eine helfende Hand für seinen dementen Vater. Simin, die noch die Klärung des Sorgerechts abwarten muss, vermittelt ihm Razieh. Die erzählt ihrem arbeitslosen Mann nichts von ihrer Arbeit. Und Razieh ist schwanger.
Nader verdächtigt Razieh, Geld bei ihm gestohlen und seinen Vater aus den Augen gelassen zu haben. Ein Streit wird das auslösende Moment für den Prozess: Wer hätte was wissen können? Wer weiß was? Wer ist "schuldig"? Wem kannst du vertrauen?
Alle lügen einander an und eigentlich stünde keiner irgendeinem anderen im Wege, aber trotzdem kommt man sich in die Quere, verklagt sich, ohne es zu wollen. Es gibt Notlügen, Misstrauen. Man weiß nicht weiter und tut anderen Unrecht und hadert deshalb mit sich selbst. Der Apparat hat kein Verständnis für die jeweiligen Lagen, in denen sich alle befinden. Es gibt in diesem Film keinen "Edlen", der immer aufrichtig ist, nie lügt, Vorbild wäre. Echte Menschen halt. Gezwungen und eingezwängt von äußeren Umständen. Und dann ist da noch die Ehre. Und die Religion, der Quran, auf den man alles schwören kann. Der Gottesstaat Iran ist ja auch nur durch Allah legitimiert. Mit Religion kann man alles rechtfertigen, weil man sie ja nicht hinterfragen darf.
Misstrauen.
Notlügen.
Wer weiß was?
Und die Kinder stehen immer so dazwischen und verstehen all das gar nicht so recht.
Die beklemmende Lage scheint zunehmend ausweglos und die Figuren sind ohnmächtig im Apparat und den sonstigen Umständen. Das System des Iran wird aber nicht explizit kritisiert, es ist zwar mitverantwortlich für die prekäre Ausgangssituation, aber die Handlung könnte auch in einem westlichen Land so verlaufen; wenn die Sache mit dem Misstrauen und so eben gegeben ist, wie sie es hier ist.
So wie ein US-Film eben im Rahmen der USA mit dortigen Eigenschaften spielt, spielt dieser Film eben im Iran. Wenn in Hollywood wer weint, ist das auch noch keine Kritik an der Regierung. "Nader und Simin" wird erst dadurch zur Kritik, wenn man die unbewertet dargestellten Sachverhalte negativ deutet. Deshalb darf Asghar Farhadi wohl auch noch seinen Beruf im Iran ausüben, weil die Situation nur dargestellt und nicht gewertet wird.
Fazit: Dieser Streifen bietet eine intelligente Handlung, die sehr ansehnlich und mit klasse Schauspielern umgesetzt wurde.
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MaxN91 Mon, 18 Feb 2013 01:08:06 -0000
Kommentar löschenAufgrund der doch überwältigen Resonanz und Kritik für "Nader und Simin" aus dem Iran, musste ich mir den Film einfach ansehen. Was ich von dem Film halte versuche ich den nächsten Zeilen aufzuschreiben, auch wenn es nicht leicht ist diesen facettenreichen Film in die richtigen Worte zu fassen.
Wie im Titel schon ersichtlich trennen sich Nader und Simin nach 14 Jahren Ehe. Der Grund dafür ist, dass Simin gerne den Iran verlassen will, Nader aber bleiben möchte, damit seine Kinder in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können. Da sie nun getrennt leben und Nader arbeiten muss, muss sich eine bezahlte Arbeitskraft um den schwer alzheimerkranken Vater von Nader kümmern. Als diese Arbeitskraft einen fatalen Fehler begeht, eskaliert die Situation und eine Kette von unvorhergesehen Ereignissen zeichnen sich ab.
"Nader und Simin" ist eine Studie über das iranische Leben, ja über das Leben und die Probleme, die damit einhergehen. Falls man das hier liest geht man warsch. von einem höchst gesellschaftskritischen Film aus. Um eine Antwort zu geben: Nein, das ist er nicht- gerade weil Regisseur und Drehbuchautor Asghar Farhadi leider die iranische Regierung auf die Pelle rückte. Klar, wenn man genau hinsieht erkennt man im Subtext die ein oder andere Kritik am Iran, das Hauptaugenmerk liegt allerdings im Alltagsleben und den Problemen der Menschen in diesem Land. Fast dokumentarisch wirkt der Film, denn die Kamera ist an einigen Stellen recht wackelig (warsch. Handkamera?) und bis auf die allerletzte Einstellung verzichtet der Film völlig auf Musik! Ausnahmslos jede Darstellerleistung ist absolut herausragend und erzeugt eine packende Stimmung, die nicht immer leicht zu verkraften ist, welcher man sich aber auch nicht entziehen kann.
Der Film stellt einige höchst interessante Fragen und erzeugt Spannungsfelder innerhalb des Plots. Wie auch in der westlichen Welt plagen die Menschen Arbeitslosigkeit, Scheidung, das Pflegen der kranken Eltern und die Frage nach Wahrheit, Moral und Gerechtigkeit. Doch obwohl diese Menschen die selben Probleme wie wir auch haben, stellen sie sich doch ganz anders dar. Warum ist das so? Nunja, jeder der den Film gesehen hat bekommt davon ein schönes Bild. Eine paradoxe Gesellschaft, geprägt von religiösen und moralischen Vorstellung, die dennoch alle Abgründe des menschlichen Lebens kennt und erfährt.
Dabei gelingt es dem Film auf eine herausragende Weise keine der verschiedenen Parteien für sich zu beanspruchen und dient als stiller Beobachter des Geschehens. Eine Milieustudie, die fast über die gesamte Spieldauer perfekt funktioniert. Ungefähr im letzten Drittel des Films dachte ich mir, da es doch so gut zum Aufbau des Films passen würde, welches Ende perfekt wäre: Und ich behielt mit meiner Vermutung recht. Ein Endbild, welches den Film für mich nochmal auf ein höheres Podest heben konnte.
Fazit: "Nader und Simin" ist eine zutiefst packendes und mitreisendes Drama, welches als Gesellschafts- oder Milieaustudie zu verstehen ist. Grandiose Darstellerleistungen erzeugen eine packende Stimmung und bieten einen interessanten Einblick in eine paradoxe Gesellschaft, die aus unserer Sicht nicht immer leicht nachzuvollziehen ist.
Ein Muss für jeden Cineasten und grundsätzlich für jeden, der etwas über den Tellerrand der westlichen Welt herausblicken möchte.
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Dachsman Fri, 18 Jan 2013 14:17:54 -0000
Kommentar löschenNachdem "Nader und Simin - Eine Trennung" (OT: "Dschodai-ye Nader az Simin", was nicht nur "Trennung" sondern auch "Scheidung", aber auch "Abgrund" oder "Kluft" heißen kann) 2011 zuerst alle wichtigen Preise auf der Berlinale einstreichen konnte, danach einer der Runner-Ups für den "Peoples Choice Award" auf den Filmfestspielen in Toronto war (der Preis ging an das französisch-libenasische Drama "Wer weiß, wohin?") und sich letztendlich bei den Oscars als "bester fremdsprachiger Film" durchsetzen konnte, war der iranische Film in aller Munde.
Der erste Reflex eines westlichen Zuschauers wird es wohl sofort sein, den Film von Asghar Farhadi, Regie, Buch und Produktion, auf seine politische Natur abzuklopfen. Kritiker - der Beamtenapparat des Irans würde zu gut wegkommen, nur deswegen sei der Film überhaupt von der iranischen Regierung weitgehend unbehelligt gelassen - gibt es ebenso, wie Befürworter - auf Grund der privaten Finanzierung der Dreharbeiten sei eine Einflussnahme nicht nachzuweisen und Farhadis (regiem)kritische Aussagen seien zu gut verborgen.
Man sollte aber nicht den Fehler machen und "Nader und Simin" primär als politischen Film betrachten. Obwohl gesellschaftliche Themen behandelt werden, gerade durch das Aufeinandertreffen der gebildeten, liberalen und in Maßen wohlhabenden, iranischen Mittel- und der arbeits- und perspektivlosen, teils streng religiösen Unterschicht, gibt der Film das nicht her.
Er ist auch eine Milieustudie, wie oben angesprochen, ein Eindruck der dadurch verstärkt wird, dass er mit Handkamera gedreht wird, was sehr oft an eine Dokumentation erinnert (dazu passt auch der vollständige Verzicht auf Musik).
Im Kern aber ist "Nader und Simin" ein (Melo)Drama. Die zentralen Figuren sind, natürlich, das Ehepaar Nader (sehr gut: Peyman Moadi) und Simin (passendes Gegenstück: Leila Hatami) aber vor allem auch ihre elfjährige Tochter Termeh (überzeugend: Sarina Farhadi), welche oft zum Sprachrohr des Zuschauers wird und die Fragen stellt, die für die weitere Beurteilung des Handlung wichtig werden.
Ab der Hälfte der Spielzeit bekommt "Nader und Simin" deutliche Anleihen an einen Krimi, wenn es darum geht die Schuld-, oder besser Tathergangsfrage, zu ermitteln.
Wichtig dabei ist am Ende aber nicht richtig oder falsch, in solchen klar abgegrenzten S/W-Kategorien denkt Farhadi nicht.
Er bleibt die gesamte Laufzeit über stiller Beobachter. Seinem starken Drehbuch ist es zu verdanken, dass sich die Sympathien des Publikums stets verschieben und jede Figur in ihrem Handeln und Auftreten nachvollziehbar und menschlich bleibt. In dieser Hinsicht überrascht der große internationale Erfolg von "Nader und Simin" tatsächlich nicht. Die Themen, die er hauptsächlich behandelt sind universell und seine Machart weist, trotz eines erkennbaren, eigenen Stils, viele Parallelen zu guten amerikanischen Dramen auf.
"Nader und Simin" ist deshalb ein so starker Film; weil er einem kulturunkundigen Publikum einen differenzierten und unverstellten Blick auf eine fremde Kultur ermöglicht (über welche wir alle von den Medien erzeugte Vorurteile und Stereotypen haben dürften), weil sowohl er als spannendes Familien- als auch Kriminaldrama funktioniert. Und weil er, wie Farhadi in Interviews stets betont, dem Zuschauer mehr Fragen stellt als Antworten gibt.
[Dezenter Spoiler]
Der Film beginnt mit einer Frage: Warum wollen sie sich scheiden lassen? Und endet mit einer weiteren, die deutlich an die erste anknüpft. Eine Antwort gibt er aber nicht.
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jollyroger Fri, 18 Jan 2013 15:30:29 -0000
Antwort löschenSehr treffender Kommentar. Für mich nicht mal annäherungsweise ein guter Film, da gibts bessere ZDF Fernsehfilme, so hart das klingt. Er ist nicht wirklich schlecht, aber diese Überschüttung mit Preisen ist....nun ja.
Dachsman Fri, 18 Jan 2013 18:24:34 -0000
Antwort löschenHm, finde ich jetzt nicht. Selbst wenn man den ganzen "anspruchsvollen" Kladeradatsch unbeachtet lässt fand ich ihn sehr stark gespielt, geschrieben und gefilmt. Wenn das ZDF jetzt auch in der Qualität produziert sollte ich wohl auch mal öfters einschalten. :D
plattfuss69 Mon, 14 Jan 2013 11:52:03 -0000
Kommentar löschenBemerkenswerter Film, der mehrere Ebenen hat. Da wäre zum einen die zutiefst zwischenmenschliche Ebene. Daneben die Ebene der persisch-muslimischen Kultur, zur Abwechslung nicht aus westlicher, sondern aus Insider-Sicht. Und dann der Aspekt des Zusammentreffens der aufgeklärten Moderne auf die konservativ-islamische Welt innerhalb dieses interessanten, zerrissenen Landes. Kritik am iranischen Staat, seinen Verhältnissen? Kritik an den verbohrten Klerikern? Zwischen den Zeilen durchaus sehr deutlich zu spüren, aber nicht plakativ. So kam der Film vermutlich durch die Zensur, in dem er vordergründig einen modernen Iran darstellt, der im Innern aber schwer trägt am konservativem Würgegriff.
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U-Turn Fri, 30 Nov 2012 21:38:29 -0000
Kommentar löschenEndlich mal ein Film, der diese Kultur nicht aus westlicher Sicht beschreibt. Den kleinen Punktabzug gibt es nur für das viele Gezeter, das hat genervt.
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ElMagico Wed, 07 Nov 2012 11:45:31 -0000
Kommentar löschenWelch vielschichtiger und tiefgründiger Film! Erwartete ich Anfangs eher ein Ehe-Drama, welches ein leise Kritik an den Geschlechterrollen im Iran beinhaltet, bekam ich am Ende doch soviel mehr. Das war als würde man ein Puzzle mit 50 Teilen beginnen und plötzlich kommen von irgendwoher immer mehr Teile dazu...und überraschenderweise passen sie auch alle in das Bild. Am Ende hat man ein riesiges Puzzle, dass schon lange nicht mehr nur ein Bild zeigt, sondern viele. Diese sind so eng miteinander verwoben, dass man kaum noch erkennt wo das eine anfängt und das andere aufhörte. Man kann nicht mehr sagen welches einem am besten gefällt, alles scheint ein Ganzes zu sein in dem jedes Teil immens wichtig ist.
Diese tragische Geschichte, angestossen von einer Entscheidung und vorangetrieben von dem was man entweder Zufall oder Schicksal nennt, weitet sich aus auf die Leben und Menschen um Nader und Simin herum. Sie zieht sich zusammen, nimmt immer wieder andere Formen an und leitet uns oftmals auch mit Masken fehl. Dabei wirkt alles immer ausgeglichen, glaubwürdig und doch von einer dramatischen Grösse.
Schonungslose Kritik sucht man in "Dschodai-ye Nader az Simin" jedoch vergebens...ich ich will sagen: Zum Glück. Denn es hätte diesem dichten Film viel von seiner Echtheit genommen. Diese ist natürlich auch so nicht zu 100% gegeben, aber ich denke sie ist das äußerste Maß für die gegebenen Umstände im Iran. Hier wird Tradition nicht verteufelt und Fortschritt bejubelt und umgekehrt. Alles hat seine hellen Seiten, seine Grauzonen und seine dunklen Schatten. Gezeigt von Menschen wie völlig wirklich erscheinen. In einem Film der interessant, spannend, aufwühlend, nachdenklich und zuweilen auch brutal ist. Ein grossartiger Film.
Als Vergleich kommt mir da nur der ebenfalls tolle "House of sand and fog" in den Sinn. Thematisch nur grob ähnlich, vom Gefühl her aber fast genauso wuchtig und tief.
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eisbaerdios Thu, 13 Sep 2012 00:00:41 -0000
Kommentar löschenEs betrübt mich schon sehr zu sehen, was kleinste Entscheidungen doch alles kaputt machen können. Wenn man sich vor Augen führt, was der kleinste Streit auslösen kann.
Selten einen so abgründigen Film gesehen, dem man es im ersten Moment gar nicht anmerkt.
Ich will nie mehr stur sein :)
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marishok Fri, 27 Jul 2012 22:50:19 -0000
Kommentar löschentoller film, der jede minute wert ist!! sofort weiterzuempfehlen.
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Discostu Tue, 29 May 2012 19:59:34 -0000
Kommentar löschenEin überzeugendes Drama über eine Familie in Teheran, die in Schwierigkeiten gerät, nachdem die Ehefrau auszieht und die eingestellte Hilfskraft mit der Pflege des alzheimererkrankten Großvaters überfordert ist.
Überzeugendes Drama, das seine Spannung vor allem aus der Unausweichlichkeit zieht, mit der die Ereignisse ihren Lauf nehmen. Ein Film, der nur in einem Land wie dem Iran spielen könnte und dennoch Probleme anspricht, die alle jeder kennt und am Ende keine Lösungen anbietet. Sehr empfehlenswert!
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VisitorQ Sun, 13 May 2012 17:22:49 -0000
Kommentar löschenDas war ein total toller Film. Besser als Gold.
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SilverDragon Thu, 01 Nov 2012 23:11:30 -0000
Antwort löschenWenn besser als Gold ne 7.0 ist, was kommt danach Diamant?
Wumz Mon, 07 May 2012 15:16:52 -0000
Kommentar löschenVor kurzem habe ich die Dokumentation "The Green Wave" gesehen, in der die missglückte Revolution im Iran und deren Hintergründe beleuchtet werden. Diese Dokumentation hat mich sehr beeindruckt und so ist mein Interesse an dem preisgekrönten Film "Nader und Simin" weiter gewachsen. Nachdem ich den Film nun gesehen habe kann ich sagen: "Nader und Simin" hat zurecht auf einigen Filmfestivals Preise in verschiedenen Kategorien gewonnen, bis hin zum Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Auf die Handlung des Films genauer einzugehen erscheint mir unmöglich, zu komplex sind die verschiedenen Handlungsstränge um sie in zwei Sätzen erklären zu können. Regisseur Asghar Farhadi hat ein herausragendes Drehbuch geschrieben in dem er auf die Alltagsprobleme im Iran eingeht, sie zu einer Tragödie formt und in seinem Film hervorragend in Szene setzt. "Nader und Simin" ist ein bewegendes Drama, welches im Subtext leise Kritik an den Umständen im Iran ausübt.
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StefanSangrero Sun, 22 Apr 2012 16:35:10 -0000
Kommentar löschenEindringliches Drama mit einer den Zuschauer in die Verzweiflung treibenden Personenkonstellation, in der es niemand leicht und keiner Unrecht hat und die die Grenzen von Moral, Religion und Treue aufs Äußerste strapaziert.
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judischnudi Thu, 15 Mar 2012 16:09:10 -0000
Kommentar löschenEines der besten Familiendramen, das ich seit langem gesehen habe. Die Figurenkonstellation, die Dialoge und die Interaktionen fügen sich zu einem stimmigen Bild. Die bedächtig erzählte, realitätsnahe und trotzdem unterhaltsame Geschichte verliert zu keiner Zeit die Balance zwischen allgemein menschlichen und spezifisch von der iranischen Kultur geprägten Problemen. Das Ende hätte ich mir nicht besser wünschen können.
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Aluca Fri, 09 Mar 2012 07:56:32 -0000
Kommentar löschenDas mit dem Oscar ausgezeichnete iranische Beziehungsdrama erzählt auf zurückhaltende und intime Weise die Geschichte zweier Ehepaare, die durch einen tragischen Vorfall aneinander geraten und sich einen erbitterten Rechtsstreit liefern. Durch den Verzicht auf jegliche musikalische Untermalung wird ein hohes Maß an Authentizität erreicht. Das Schicksal der Protagonisten ist eingebettet in Themen wie Religion und Politik.
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MarcelN44 Mon, 27 Feb 2012 00:14:59 -0000
Kommentar löschenFilme, die keinen Sympathieträger bieten, machen es einem echt nicht leicht! "Nader und Simin" ist da auch keine lobenswerte Ausnahme und löst mit seinen Widersprüchen aus Koran-Tradition und kapitalistischer Moderne so manches Kopfschütteln aus.
2,5/10
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MaxN91 Mon, 18 Feb 2013 00:14:50 -0000
Antwort löschenHilfe.
MarcelN44 Mon, 18 Feb 2013 07:41:01 -0000
Antwort löschengern, wobei auch immer... ;-)
Raymon Fri, 24 Feb 2012 18:43:54 -0000
Kommentar löschenEin ungaublich nuancierter und vielschichtiger Film, der an Realismus kaum zu überbieten ist. Man meint, selbst in den Räumen mit den Charakteren zu sein, alles persönlich zu erleben.
Der Regisseur Farhadi hat gesagt, sein Film sei wie eine Kriminalgeschichte ohne Ermittler. Der Zuschauer sei der Ermittler. Seine Kameraeinstellungen zeigen deswegen nie das Gesamtbild der Szene, immer nur Ausschnitte. Genauso erhält der Zuschauer auch nie das Gesamtbild der Geschichte, sondern muss über hinterlassene Indizien selbst immer wieder in seine Erinnerung zurückgreifen. Es gibt kein gut oder böse in diesem Film, alle Charaktere haben ihre Motive. Getragen von hervorragenden Schauspielern, ist dieser Film wie aus dem Leben gegriffen. Ein großes Meisterwerk!!!
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sitzdisko Fri, 24 Feb 2012 12:10:41 -0000
Kommentar löschenmöchte mich nur anschließen... der film hat mir auch gut gefallen.
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