Nader und Simin - Eine Trennung
Jodaeiye Nader az Simin / Nader And Simin, A Separation (2011), Laufzeit 123 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 14.07.2011
19 Bewertungen
Skala 0 bis 10
346 Bewertungen
41 Kommentare
Keine
von Asghar Farhadi, mit Peyman Moaadi und Leila Hatami
Nader und Simin wollen sich scheiden lassen, da Simin (Leila Hatami) den Iran verlassen möchte, doch Nader (Peyman Moadi) seinen Vater nicht zurücklassen will. Bis das Sorgerecht geklärt ist, muss Nader allein für seinen an Alzheimer erkrankten Vater sorgen. Da er dies neben seinem Job und der Erziehung seiner Tochter nich allein bewältigen kann, holt er sich die Pflegerin Razieh (Sareh Bayat) zur Hilfe. Doch auch sie ist eine ungelernte Kraft, da Nader sich keine professionelle Hilfe leisten kann. Als streng muslimische Frau, der das berühren von Männern nicht ohne weiteres gestattet ist, wird sie mit dem stark Pflegebedürftigen Vater bald hoffnungslos überfordert. Als Nader eines Tages nach Hause kommt, findet er seinen Vater allein an seinen Nachttisch gefesselt. Als er Razieh zur Rede stellen will, führt dies zu tragischen Konsequenzen, die nicht nur Naders Leben erschüttern, sondern auch das Bild zerstören, das sich seine Tochter Termeh (Sarina Farhadi) von ihrem fürsorglichen Vater bislang gemacht hat.
Nader und Simin konnte im Wettbewerb der Berlinale 2011 den Goldenen Bären für den Besten Film gewinnen. Regisseur Asghar Farhadi (Elly) spricht zugleich Zustände in der iranischen Gesellschaft an, konzentriert sich aber vorrangig auf auf allgemeine zwischenmenschliche Dynamiken von Schuld, Vertrauen und Verantwortung.
Bei den Oscars 2012 wurde Nader und Simin als Bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet.
Mehr Bilder (8) und Videos (4) zu Nader und Simin - Eine Trennung
Cast & Crew
-
Asghar Farhadi
-
Peyman Moaadi
-
Leila Hatami
-
Sareh Bayat
-
Shahab Hosseini
-
Sarina Farhadi
-
Merila Zare'i
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Miss Ghahraii
Regie
Schauspieler
-
Ali-Asghar Shahbazi
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Naders Vater
-
Babak Karimi
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Vernehmungsbeamter
-
Kimia Hosseini
-
Shirin Yazdanbakhsh
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Simins Mutter
-
Asghar Farhadi
- Genre
- Familiendrama
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Iran, Teheran
- Handlung
- Alleinerziehender Vater, Angeklagter, Anklage, Beweis, Beweisfälschung, Brutalität, Ehemann-Ehefrau-Beziehung, Elite, Entscheidung, Falsche Anschuldigung, Familienkonflikt, Fehlende Mutter, Gerichtsverhandlung, Geständnis, Gewalt gegen Frauen, Gewalt in der Familie, Gewalttätiger Ehemann, Hilflosigkeit, Häusliche Gewalt, Krankenschwester, Lüge, Meineid, Mordanklage, Mutter, Mutter-Tochter-Beziehung, Mutterrolle, Notlüge, Prügel, Rechtsstreit, Scheidung, Schlechter Vater, Skepsis, Sorgerechtsstreit, Totgeburt, Ungeborenes Kind, Unterschicht, Vater, Vater-Tochter-Beziehung, Versehentlicher Mord, Vertrauen, Zeuge, Zweifel, Überforderung
- Stimmung
- Berührend, Ernst, Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Nader und Simin - Eine Trennung
Fans dieses Films mögen auch
Fish Tank
NL/GB/US 2009
Boulevard der Dämmerung
US 1950
Die sieben Samurai
JP 1954
Sein oder Nichtsein
US 1942
Trailer zum Film Nader und Simin - Eine Trennung
bedenklich? | Alle Trailer, Clips & Videos (4)
Fans dieses Films gefiel auch
News zum Film Nader und Simin - Eine Trennung
Aktuelle moviepilot-Interviews
Schauspieler und Filmemacher
Lieblingsfilm von:
Hassfilm von:
Links zum Film Nader und Simin - Eine Trennung
- Nader And Simin, A Separation: film-zeit.de
- Nader And Simin, A Separation: critic.de



Butch Cassidy und Sundance Kid - Zwei Banditen

















Kritiken (14) — Film: Nader und Simin - Eine Trennung
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] Immer stimmig vermengt „Nader und Simin“ Themen wie Liebe, (Un)Wahrheit und (Un)Gerechtigkeit anhand eines kleinen Alltagseinblicks und stellt viele kritische Fragen. Das wahre Kunststück dabei ist, dass der Film es subtil und völlig parteilos tut. Jeder in der Geschichte hat sein Päckchen zu tragen; alle stehen in Wechselbeziehungen zueinander, jenseits von Gut und Böse, Schwarz und Weiß. Mit schwierigen, immer nachvollziehbaren Konflikten zieht der Film in seinen Bann und schöpft seine Kraft daraus, dass er sich auf keine klare Schuldzuweisung und keine klaren Antworten verlässt. Die Töchter der beiden im Mittelpunkt stehenden Ehepaare sind geschickt als Schlüsselfiguren eines komplexen Vierernetzes eingearbeitet. [...]
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschenUnbedingt ansehen! “Nader und Simin – eine Trennung” ist packendes Kino, das eine Geschichte erzählt die den Zuschauer von der ersten Minute an in den Bann zieht. Der Blick auf die ungewohnte Gerichtswelt und die für die westliche Welt eher unbekannte Kultur, gepaart mit einem Thema, dass überall auf der Welt immer aktuell ist, machen “Nader und Simin – eine Trennung” zu einer Filmperle, die man sich als echter Filmliebhaber nicht entgehen lassen darf!
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenKäme Regisseur Asghar Farhadi nicht aus dem Iran, „Nader und Simin“ wäre ein vielschichtiges Familiendrama, eine Beziehungstragödie, ein Minikrimi, in dem sich alle irgendwie schuldig gemacht haben und je nach Lage auf Anstand und Moral oder geltendes Recht plädieren. Die objektive Wahrheit bekommen wir während der 123 Minuten nicht zu Gesicht; sind vielmehr von Beginn an eingeladen, selbst Richter zu spielen. Nun kommt Farhadi aber aus dem Iran und so werden die Konflikte zu Gleichnissen des unfreien politischen Systems im Ayatollah-Staat.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Andrew O'Hehir: Salon.com Andrew O'Hehir: Salon.com
Kommentar löschenNader und Simin ist ein altmodisches Drama von erschreckender Intensität und Komplexität.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Filmering: Filmering.at
Kommentar löschenNader und Simin erzählt eine spannende Geschichte, die den Zuseher vor schwierige moralische Entscheidungen stellt und es auf subtile Weise schafft das moderne Leben im Iran zu schildern. Der Film ist feinfühlig erzählt, ausgezeichnet gespielt und schafft es mit viel Fingerspitzengefühl die verschiedenen Ebenen der Erzählung ineinandergleiten zu lassen und so ein umfassendes Bild von den Figuren und den kulturellen Gegebenheiten zu zeichnen. Nader und Simin ist Weltkino wie es sein sollte und ein absoluter Tipp für alle Cineasten.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Thomas Hutter : Outnow.ch Thomas Hutter : Outnow.ch
Kommentar löschenDass Farhadi diese vielen Themen zu einem mehr als überzeugenden, weil konsequenten Ende zusammenführen kann, verdient das grösste Lob. Er liefert keine Antworten zu diesen Problemen, da es keine einzelne Antwort dazu gibt. Nader and Simin ist ein Juwel von einem Film, welcher hoffentlich die Anerkennung erhält, die er verdient.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenObwohl die Wahrheitsfindung durchaus im Vordergrund des Filmes von Asghar Farhadi steht, handelt es sich bei „Nader und Simin – Eine Trennung“ keineswegs um einen Gerichtsfilm. Asghar Farhadi bietet vielmehr einen Einblick in eine iranische Gesellschaft voller Kontraste. Denn hier prallen zwei gesellschaftliche Schichten aufeinander: Auf der einen Seite die gebildeten, religionsfernen Nader und Simin, auf der anderen die strenggläubigen und bildungsfernen Razieh und Hodjat. Was sich auf dem Papier wie eine soziologische Versuchsanordnung liest, wird in Farhadis Inszenierung seines selbstverfassten Drehbuchs zu einer überaus spannenden Geschichte. Dabei inszeniert der 1972 in Isfahan, Iran geborene Regisseur im Vergleich zu anderen iranischen Filmemachern, etwa Majid Majidi („Kinder des Himmels“, 1997; „Die Farben des Paradieses“, 1999) oder Abbas Kiarostami („Der Geschmack der Kirsche“, 1997; „Ten“, 2002), seinen Film durchaus konventionell. Die Handkamera von Mahmood Kalari wirkt lediglich zu Beginn etwas hektisch, verleiht dem Film sonst zusammen mit dem unauffälligen, aber dennoch wirkungsvollen Schnitt von Hayedeh Safiyari eine Dynamik, die auf den Einsatz von Filmmusik verzichtet.
Über den Einblick in die Beziehungen von Mann und Frau sowie in die Rolle der Bildung in der iranischen Gesellschaft hinaus behandelt „Nader und Simin – Eine Trennung“ ebenfalls allgemeingültige Fragen wie Schuld, Verantwortung und Moral bei der Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit. Der Gewinner des Goldenen Bären bei der Berlinale 2011 handelt nicht zuletzt auch vom Schmerz einer Elfjährigen, die durch die Trennung ihrer Eltern zwischen Vater und Mutter zu wählen hat.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenEs beschäftigt sich mit den Gegensätzen zwischen aufgeklärtem und fundamentalistischem Islam, mit Geschlechterkonflikten in einem Land, in dem Frauen wenige Rechte haben, gleichwohl aber selbstbewusst auftreten und zusammenhalten, mit alten Ehrvorstellungen unter Männern sowie dem Umgang der Generationen untereinander. - Viel Stoff für ein zweistündiges Drama, bei dem sich Farhadi jedoch keinesfalls verzettelt. Geschickt führt er die verschiedenen Figuren und Fäden zusammen. Und das sehr konzentriert an wenigen Schauplätzen, überwiegend in Innenräumen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenGeschickt sind Widersprüche und Zweifel, Lügen und Wahrheit im Drehbuch angelegt und verwoben. Autor und Regisseur Asghar Farhadi erhielt für seinen Film in Berlin (2011) den Goldenen Bären. [...] Ein sehenswertes Drama.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Herbert Spaich: SWR Herbert Spaich: SWR
Kommentar löschenMit „Nader & Simin – Eine Trennung“ hat sich Farhadi noch einmal übertroffen. [...] Ohne den Einen oder den Anderen an den Pranger zu stellen, gibt dieser großartige Film Anstöße. [...] Ein perfekt durchkomponiertes Drehbuch wurde dramaturgisch überwältigend gut, mit faszinierenden Schauspielern, umgesetzt.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Stefan Volk: film-dienst Stefan Volk: film-dienst
Kommentar löschenDass Farhadi sich mit Nader und Simin nicht bereitwillig ins Gefängnis oder Exil inszenierte, mag in manchen Feuilletons bedauert werden; vorwerfen sollte man es ihm nicht. Ironischerweise ist die vielleicht erzwungene zurückhaltende, differenzierte Erzählweise dramaturgisch und inszenatorisch für den Film ein Gewinn.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Volker Mazassek: programmkino.de Volker Mazassek: programmkino.de
Kommentar löschenRegisseur Asghar Farhadi taucht tief in den iranischen Alltag ein und zeichnet mit klaren Linien das Bild einer verfahrenen Lage. Das ist nicht nur aufschlussreich und kunstvoll gebaut, sondern berücksichtigt auch die Unterhaltungsbedürfnisse des Publikums. Dank Drehbuch und Timing schwingt sich die simple Trennungsgeschichte zu großem Kino auf, ein intensives Drama, spannend bis zum Schluss.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Andreas Fanizadeh: taz Andreas Fanizadeh: taz
Kommentar löschenFarhadis Film macht die verdrehten Moral- und Rechtsauffassungen eines neurotischen Systems deutlich. Willkür und Zufall entscheiden über Glück oder Unglück der Einzelnen. Peyman Moadi spielt dabei einen beeindruckenden Nader, der sich immer tiefer in kaum beeinflussbare Widersprüche verstrickt. [...]
Nader und Simin ist ein kleines Meisterwerk aus einem Land, in dem man eigentlich keine Filme mehr drehen kann.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel
Kommentar löschenNader And Simin, A Separation ist so brisant wie brillant. Die alltägliche Geschichte um zwei Familien, eine aus dem Mittelstand und eine aus ärmeren Verhältnissen, erzählt von Moral und Verantwortung, religionsgeprägter Tradition und rational gesteuerter Moderne, gesellschaftlichem Rollenverständnis und individuellem Mut. In einem stets geerdeten, kompliziert verflochtenen und sich wandelnden Konfliktfeld bietet der Film, Zeichen seiner hohen dramaturgischen Subtilität, dem Zuschauer schwindelerregend viele Identifikationsmöglichkeiten. Und, das Wichtigste: So wie Regisseur Asghar Farhadi auf das simple Gut-Böse-Schema verzichtet, so lässt er simple Antworten beiseite.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentare (27) — Film: Nader und Simin - Eine Trennung
Kommentar schreibenDiscostu 2012/05/29 21:59:34
Kommentar löschenEin überzeugendes Drama über eine Familie in Teheran, die in Schwierigkeiten gerät, nachdem die Ehefrau auszieht und die eingestellte Hilfskraft mit der Pflege des alzheimererkrankten Großvaters überfordert ist.
Überzeugendes Drama, das seine Spannung vor allem aus der Unausweichlichkeit zieht, mit der die Ereignisse ihren Lauf nehmen. Ein Film, der nur in einem Land wie dem Iran spielen könnte und dennoch Probleme anspricht, die alle jeder kennt und am Ende keine Lösungen anbietet. Sehr empfehlenswert!
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
VisitorQ 2012/05/13 19:22:49
Kommentar löschenDas war ein total toller Film. Besser als Gold.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Wumz 2012/05/07 17:16:52
Kommentar löschenVor kurzem habe ich die Dokumentation "The Green Wave" gesehen, in der die missglückte Revolution im Iran und deren Hintergründe beleuchtet werden. Diese Dokumentation hat mich sehr beeindruckt und so ist mein Interesse an dem preisgekrönten Film "Nader und Simin" weiter gewachsen. Nachdem ich den Film nun gesehen habe kann ich sagen: "Nader und Simin" hat zurecht auf einigen Filmfestivals Preise in verschiedenen Kategorien gewonnen, bis hin zum Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Auf die Handlung des Films genauer einzugehen erscheint mir unmöglich, zu komplex sind die verschiedenen Handlungsstränge um sie in zwei Sätzen erklären zu können. Regisseur Asghar Farhadi hat ein herausragendes Drehbuch geschrieben in dem er auf die Alltagsprobleme im Iran eingeht, sie zu einer Tragödie formt und in seinem Film hervorragend in Szene setzt. "Nader und Simin" ist ein bewegendes Drama, welches im Subtext leise Kritik an den Umständen im Iran ausübt.
bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
StefanSangrero 2012/04/22 18:35:10
Kommentar löschenEindringliches Drama mit einer den Zuschauer in die Verzweiflung treibenden Personenkonstellation, in der es niemand leicht und keiner Unrecht hat und die die Grenzen von Moral, Religion und Treue aufs Äußerste strapaziert.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
judischnudi 2012/03/15 17:09:10
Kommentar löschenEines der besten Familiendramen, das ich seit langem gesehen habe. Die Figurenkonstellation, die Dialoge und die Interaktionen fügen sich zu einem stimmigen Bild. Die bedächtig erzählte, realitätsnahe und trotzdem unterhaltsame Geschichte verliert zu keiner Zeit die Balance zwischen allgemein menschlichen und spezifisch von der iranischen Kultur geprägten Problemen. Das Ende hätte ich mir nicht besser wünschen können.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
Aluca 2012/03/09 08:56:32
Kommentar löschenDas mit dem Oscar ausgezeichnete iranische Beziehungsdrama erzählt auf zurückhaltende und intime Weise die Geschichte zweier Ehepaare, die durch einen tragischen Vorfall aneinander geraten und sich einen erbitterten Rechtsstreit liefern. Durch den Verzicht auf jegliche musikalische Untermalung wird ein hohes Maß an Authentizität erreicht. Das Schicksal der Protagonisten ist eingebettet in Themen wie Religion und Politik.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
MarcelN44 2012/02/27 01:14:59
Kommentar löschenFilme, die keinen Sympathieträger bieten, machen es einem echt nicht leicht! "Nader und Simin" ist da auch keine lobenswerte Ausnahme und löst mit seinen Widersprüchen aus Koran-Tradition und kapitalistischer Moderne so manches Kopfschütteln aus.
2,5/10
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
Raymon 2012/02/24 19:43:54
Kommentar löschenEin ungaublich nuancierter und vielschichtiger Film, der an Realismus kaum zu überbieten ist. Man meint, selbst in den Räumen mit den Charakteren zu sein, alles persönlich zu erleben.
Der Regisseur Farhadi hat gesagt, sein Film sei wie eine Kriminalgeschichte ohne Ermittler. Der Zuschauer sei der Ermittler. Seine Kameraeinstellungen zeigen deswegen nie das Gesamtbild der Szene, immer nur Ausschnitte. Genauso erhält der Zuschauer auch nie das Gesamtbild der Geschichte, sondern muss über hinterlassene Indizien selbst immer wieder in seine Erinnerung zurückgreifen. Es gibt kein gut oder böse in diesem Film, alle Charaktere haben ihre Motive. Getragen von hervorragenden Schauspielern, ist dieser Film wie aus dem Leben gegriffen. Ein großes Meisterwerk!!!
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
sitzdisko 2012/02/24 13:10:41
Kommentar löschenmöchte mich nur anschließen... der film hat mir auch gut gefallen.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
LynchFan1706 2012/02/22 10:45:30
Kommentar löschenLiebe, Verantwortung, Schuld, Unschuld, Ehe, Glaube, Familie, Reue, Reichtum, Armut, Selbstsucht, Stolz, Großzügigkeit, Sünde, Ethik, Moral... Das Leben.
Wer ist schuldig? Wer nicht?
Wer ist schlecht? Wer ist gut?
Wer liebt? Wer nicht?
Wer ist verantwortlich? Wer nicht?
Wen kümmert es? Wen nicht?
Wer ist egoistisch? Wer nicht?
Wer sagt die Wahrheit? Wer nicht?
Der Film stellt diese Fragen, gibt keine allgemeingültigen Antworten und urteilt nie...
Eine schauspielerische Glanzleistung... Ein Meisterwerk, in dem für mich alles stimmt... Ich hoffe auf einen mehr als verdienten Oscar!
bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Sundance_Kid 2012/02/19 13:41:19
Kommentar löschenUnglaublich realistisch, in jedem Augenblick spannend, ein Drama und eine Kriminalgeschichte in einem, gibt Nader und Simin einen Einblick in die Gesellschaft des heutigen Iran, wie es mit keinem anderen Medium möglich wäre. Auch schauspielerisch absolut überzeugend und herausragend. Persönlicher „Film des Jahres 2011“.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
bestseimon 2012/02/18 21:15:32
Kommentar löschenNader und Simin, der Oscar-Kandidat aus dem Iran ist ein intensiv erzähltes Familiendrama, das von überragenden Darstellern getragen wird. Man wird von Beginn an sehr nahe an die Charaktere herangeführt, sodass man im weiteren Verlauf sehr gut mit ihnen mitfühlen kann.
Trotz des ernsten Themas ist der Film irgendwie angenehm leicht erzählt, er bleibt stets im Rahmen, den die Geschichte zulässt und wirkt nicht überdreht dramatisch oder brutal.
Es gibt nahezu keine Musik im Film, bis zur letzten Szene vor dem Abspann. Doch dort zeigt sie eine beeindruckende Wirkung. Man möchte eigentlich nicht, dass der Film gerade an dieser Stelle endet, doch die letzte Sequenz ist so intensiv und emotional, dass sie einen bedrückt zurücklässt und dazu beiträgt, dass man Nader und Simin nicht so schnell wieder vergisst.
Ganz großes Kino aus dem Iran, das völlig zurecht als Favorit für den besten ausländischen Film beim Oscar ins Rennen geht.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
nini_paga 2012/02/11 15:19:42
Kommentar löschenEs ist unglaublich, wie viele Themen Farhadi in “A Separation” behandelt. Die Hauptkonflikte, zwischen Nader und Simin und zwischen deren Familie und der Familie Raziehs, führen zu einer Bandbreite an Fragen über Schuld, Scham, Wahrheit, Lüge, Vertrauen, Verantwortung, Vorurteilen… Es ist eine mythische Geschichte, die sich genauso im Olymp hätte abspielen können! Großes Kino!
bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
kristallrainer 2012/02/01 10:33:51
Kommentar löschenEin Film aus dem Iran, der voll von verstecker Gesellschaftskritik ist und nicht vorab zensiert wurde? mag daran liegen,dass 'Nader und Simin' auf zwei Ebenen stattfindet, und wenn man ganz engstirnig schaut, wird man auch nur ein Beziehungsdrama vorfinden. Mit einfachsten Mitteln - aber zugegeben: sehr guten Schauspielern - gelingt es Asghar Farhadi, ein sehr intensives Drama zu inszenieren, das authentisch,realistisch und sehr berührend daherkommt. Völlig zurecht gewann Nader und Simin den Goldenen Bären, und womöglich ist sogar der Oscar in wenigen Wochen drinnen...
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Acry 2012/02/01 18:08:40
Antwort löschennaja, welcher gute film braucht schon nen oscar? ;)
Joker_ 2012/01/10 20:13:50
Kommentar löschenIn der iranischen Regisseurlandschaft tummeln sich etlichen Regisseuren, die Serien und Filme wie am Laufband produzieren dabei versuchend irgendwie an dem doch so idealisierten Hollywood heran zukommen. Dabei versuchen sie bis an den Grenzen der Zensur etwas zu fabrizieren, der auch nur annähernd den Hauch von Hollywood versprüht. Doch Farhadi nicht, er zeigt, das, wie es ist. Realität ist sein Stichwort.
Sein Film ist wie eine Dokumentation, dezent, subtil und realitätsnah. Er ist aber auch kritisch und aneckend, soweit es unter den Schleiern der Zensur erlaubt ist.
Präzise weiß er Aspekte anzustoßen und genauso diskret, wie er sich denen angenähert hat, so leicht und flink weiß er sich von denen zu entfernen und den Rest der Meinungsbildung überlässt er den Zuschauer.
Dieser Film brilliert nicht nur aufgrund der virtuosen Leistung des Regisseurs. Es sind auch die Schauspieler, die diesen Film eine wahres Gesicht geben, so brillant und natürlich sie spielen, dass man vermag zu glauben man stehe neben ihnen und beobachte ihr Leben mit all ihrem Schmerz und Leid.
Leider sind die deutschen und englischen Synchronstimmen sehr schlecht gewählt und passen überhaupt nicht zu den Figuren, verglichen mit dem Originalton!
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
annaberlin 2011/12/31 14:51:18
Kommentar löschenVom Scheidungsdrama zur griechischen Tragödie schafft es der Regisseur und Autor, Nader und Simin zur Systemkritik zu führen, obgleich der der iranischen Zensur unterlag. Seine Kunst liegt darin, durch Aussparung Offensichtliches sichtbar zu machen. Nader und Simin ist vielleicht nicht das beste Drama aus der Region, gehört aber zu den wichtigsten Filmen des Jahres 2011.
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten
Mr Vincent Vega 2011/12/31 15:26:26
Antwort löschenJa, und würde er seine Frauenfiguren nicht zum Abschuss freigeben, wäre es ein noch viel besserer Film als ohnehin schon.
annaberlin 2011/12/31 16:40:51
Antwort löschenWie hätte er das tun sollen?
Mr Vincent Vega 2011/12/31 16:51:39
Antwort löschenIch gehe mal davon aus, dass Du meinst, wie er das NICHT hätte tun sollen. Was weiß ich, ich bin ja nicht dafür da, Regisseuren zu sagen, was sie zu tun und zu lassen haben. Aber der Film hat schon ein paar sehr misogyne Tendenzen, was wohl auch unter anderem der Grund sein dürfte, warum Asghar Farhadi hier kein Berufsverbot oder schlimmeres drohte (polemisch gesagt). Mich hat gestört, dass er die Ereignisse immer wieder in Relation zur Scheidung setzt, und dass alles ja nicht passiert wäre, hätte die böse Frau nicht den guten Mann verlassen (etwas, das sich ja im anderen Paar noch mal spiegelt, wo die Haushaltshilfe ausschließlich über ihre Inkompetenz beschrieben wird).
Alle 5 Antworten zeigen
annaberlin 2012/01/02 12:11:05
Antwort löschenJa das stimmt wohl, vielleicht war diese Tendenz auch filmpolitisch, aber auf der anderen Seite wird der jähzornige Ehemann ja auch nicht gerade als Identifikationsfigur gezeichnet und der sturköpfige auch nicht wirklich.
Jomo 2012/01/14 23:14:05
Antwort löschenGenau, der Regisseur ist Moslem, deshalb MUSS er ja frauenfeindlich sein. Interessant, wie manche es schaffen, komplexe Figuren dann doch wieder in einfache Gut-und-Böse-Schemata zu pressen.
Man könnte umgekehrt auch sagen, der Film sei männerfeindlich, denn beide sind egoistisch und stur, der eine jähzornig und gewalttätig, der andere verlogen und hat keine Probleme damit, sogar seine eigene Tochter für seine Zwecke zu benutzen und die Verantwortung auf sie abzuladen.
Man könnte es aber auch so sehen, dass da Figuren gezeigt werden, die allesamt nicht ohne Fehler sind, und die sich gegenseitig die Schuld zuweisen, wie es nunmal in Trennungssituation nicht unüblich ist.
ihre-herrlichkeit 2011/12/24 00:34:37
Kommentar löschenNa bitte. Geht doch. Man kann also einen Film im Iran drehen, dabei gesellschaftskritisch sein und muss sich nicht einzig darauf beschränken, mit einer Handkamera Menschen bei Alltäglichkeiten zu beobachten wie Panahi es tut - was nicht bedeutet, dass mich seine Haftstrafe deshalb weniger schmerzt.
Nader uns Simin trennen sich, obwohl sie sich lieben. Die Gründe scheinen sinnlos und irgendwie könnte man doch eine Lösung finden, was beide anfänglich noch insgeheim hoffen, wenn sie auch zu stolz sind, es zuzugeben.
Jedoch sind es die externalen Umstände, die diese Trennung so endgültig machen. Das Elend des Landes wird erst dann richtig sichtbar, wenn der Mittelstand auf die Unterschicht trifft. Was im Iran Mittelstand bedeutet, ist wohl kaum mit dem von Deutschland gleichzusetzen. Ein mittelständischer Mann schafft es gerade noch so mit Ach und Krach, genug Geld für sich und seine Familie zu verdienen. Sobald etwas interveniert, bricht das Kartenhaus in sich zusammen - wie in diesem Fall die Trennung so endgültig wurde.
Wichtig ist noch zu erwähnen, wie nüchtern und sachlich alles dargestellt wird - ganz frei vom Hollywood-Kitsch und vielleicht auch deswegen umso ergreifender.
bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
phacelia 2011/08/25 13:56:21
Kommentar löschenEin guter, ernster Film, der die Beziehungsprobleme zwischen Ehepartnern und zur halbwüchsigen Tochter glaubhaft darstellt. Vor allem das Problem, dass zu wenig untereinander über Gefühle und Probleme gesprochen wird. Sehenswert!
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
alter.native 2011/08/23 18:34:34
Kommentar löschenDer Mikrokosmos der menschlichen Beziehungen im Makrokosmos einer anderen Kultur mit den (fast) gleichen Alltags-Sorgen und Nöten wie überall. Und das alles ohne großes Pathos und hollywoodsche Verkleisterung gezeigt. Gutes (leider in Realita viel zu leeres) Kino!
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
popcorn89 2011/08/18 14:10:43
Kommentar löschenEin typischer Arthousefilm, der auf jegliche musikalische Untermahlung verzichtet. Teilweise zieht sich der Film, durch die langen Dialoge und den immer gleichen Schauplätzen, trotzdem oder gerade deswegen wirkt der Film wie aus dem Leben gegriffen. Die Charaktere handeln alle menschlich und man kann sich in der verzwickten und teilweise chaotischen Situation gar nicht auf eine Seite stellen oder gar Stellung beziehen, da alle gute Gründe vorbringen warum sie so handeln wie sie handeln. Keine Schwarz- Weiß Malerei. Wie aus dem echten Leben.
Sehr gut bringt der Film auch die Situation vieler Iraner im Lande zur Geltung. Behördliche Willkür, die permanente Angst ins Gefängnis zu müssen und die weniger Angesehene Stellung der Frau. Für viele Europäer unfassbar, für mich einfach nur ein Abbild der nackten harten Realität Irans.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten