Saboteure
Saboteur (1942), US Laufzeit 85 Minuten, FSK 16, Thriller, Kinostart 28.03.1958
7 Bewertungen
Skala 0 bis 10
115 Bewertungen
7 Kommentare
Keine ?
von Alfred Hitchcock, mit Priscilla Lane und Robert Cummings
Barry Kane ist Flugzeugmechaniker in Los Angeles. Eines Tages wird er Zeuge eines Bombenanschlags auf die Fabrik, in der er arbeitet, beidem sein bester Freund getötet wird. Da der Täter unerkannt entkommt, gerät Kane selber in Verdacht der Sabotage. Um seine Unschuld zu beweisen, macht er sich auf die Suche nach dem wahren Täter. Eine erbarmungslose Hetzjagd von Boulder Dam bis nach New York entbrennt, bei der jeder Mal Gejagter und Jäger ist. Auf der Freiheitsstatue kommt es zur finalen Konfrontation.
Cast & Crew
-
Alfred Hitchcock
-
Priscilla Lane
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Patricia Martin
-
Robert Cummings
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Barry Kane
-
Otto Kruger
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Charles Tobin
-
Alan Baxter
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. Freeman
-
Clem Bevans
-
Norman Lloyd
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Frank Fry
Regie
Schauspieler
-
Alma Kruger
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Henrietta Sutton
-
Billy Curtis
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Midget - Circus Troupe
-
Vaughan Glaser
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Phillip Martin
-
Dorothy Peterson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mrs. Mason
-
Ian Wolfe
-
Alfred Hitchcock
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Gastauftritt
-
Robert Mitchum
-
Alfred Hitchcock
-
Peter Viertel
-
Joan Harrison
-
Dorothy Parker
- Genre
- Mysterythriller
- Zeit
- 1940er Jahre
- Ort
- Flugzeug, New York City
- Handlung
- Bombenattentat, Fabrik, Falsche Beschuldigung, Mechaniker, Mord an einem Freund, Polizei, Suche nach Mörder, Verfolgungsjagd, Verschwörung
- Stimmung
- Aufregend, Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Saboteure
Fans dieses Films gefiel auch
Das Testament des Dr. Mabuse
DE/FR 1933
Verdacht
US 1941
Im Schatten des Zweifels
US 1943
Alles über Eva
US 1950
Amarcord
IT/FR 1973









Kommentare (7) — Film: Saboteure
Kommentar schreibenkronenhummer 2011/11/17 20:39:33
Kommentar löschenVor kurzem habe ich mir die Hitchcock-Collection gegönnt, um hier einige filmische Lücken schließen zu können. Los geht es konsequenterweise beim ältesten Film der Sammlung: Saboteure.
Schlechte Filme werden wohl sicherlich weder in dieser Collection noch in Hitchcocks gesamter Produktionzu finden sein. Aber ein Highlight ist „Saboteure“ für mich nun auch nicht.
Selbstverständlich lässt auch dieses frühe Werk des großem Meisters weder seinen obligatorischen Cameo noch viele weitere Hitchcock-Elemente vermissen: klassische Frauenrolle, gut gebildeter Spannungsaufbau und ein wirklich überzeugender, Hitchcock-typischer, Schluss. Und auch das Intro, die Ideen rund um „Soda City“, eine plötzliche kurze Western-Einlage und die Inszenierung eines fliegenden Fetzen Papiers konnten wirklich imponieren – im Gegensatz zur doch sehr klassischen (vor 70 Jahren war das aber womöglich noch nicht klassisch) und damit zusammenhängend nicht wirklich spannenden Handlung und der doch mitunter holprigen Story- und Dialogführung, vor allem – und das ist das eigentlich tragische – in direktem Zusammenhang mit der, meiner Meinung nach, leider fehlbesetzten Hauptfigur.
So kann „Saboteure“ phasenweise fesseln, durchgängige Begeisterung schafft dieser Hitchcock aber leider nicht.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
ElMagico 2011/03/22 20:04:42
Kommentar löschenDas hat man doch alles schon mal gesehen, und meiner Meinung nach besser. Hitchcock spielt wieder mal das "normalo-gerät-in-verdacht-und-muss-komplott-aufdecken-spiel" und schafft es hier nicht den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen, wie man es von seinen vergleichbaren Werken gewohnt ist. Die Hauptrolle ist eine kleine (wenn auch nicht allzu schwerwiegende) Fehlbesetzung, man ist hier von James Stewart einfach verwöhnt und kann auch die Charakter-, sowie Storyentwicklungen nicht ganz ernst nehmen. Die Verschwörung die sich auftut scheint einem beim betrachten des Films doch ein wenig zu gross für Mr. Nobody. Positiv zu erwähnen ist, das Hitchcock es schafft die durchaus vorhandenen Pro-Amerikanischen Tendenzen, die damals, kurz vor Kriegsbeitritt der USA, sicher auch auf die eine oder andere Weise von oberen Stellen eingefordert wurden, recht dezent und unaufällig einzubinden. Kann man, muss man aber nicht.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Filmkenner77 2011/02/01 18:51:29
Kommentar löschen"Saboteure" ist im Prinzip ein ganz und gar typischer Hitchcock-Thriller. Wieder einmal kreist alles um das für das Gesamtwerk von Hitchcock so prägende Thema des einfachen Mannes, der unschuldig in eine vertrackte Situation gerät, Opfer einer Intrige oder Verschwörung wird und infolgedessen um sein Leben fürchten und Beweise für seine Unschuld erbingen muss. In Werken wie "Die 39 Stufen", "Der Fremde im Zug", "Der falsche Mann" oder "Der unsichtbare Dritte" wird diese Thematik mehr oder minder ähnlich wie in "Saboteure" lediglich von Hitchcock variiert. Nachdem sich Hitchcock in Filmen wie "Rebecca" noch dem Druck des übermächtigen Produzenten Selznick hatte beugen müssen, konnte er in diesem Film seiner Kreativität freien Lauf lassen, denn Selznick "lieh" Hitchcock an die Universal-Studios aus. Eine der berühmtesten Szenen dieses frühen Hitchcock-Thrillers ist der spektakuläre Showdown auf der Freiheitsstatue. Ebenfalls typisch für Hitchcock, sich solche bekannten Schauplätze auszusuchen. An dieser Stelle sei lediglich an die dramatische Szene am Mount Rushmore aus "Der unsichtbare Dritte" erinnert, die durchaus als Referenz an "Saboteure" angesehen werden kann. Insgesamt ist "Saboteure" ein guter Thriller, aber sicherlich kein absolutes Highlight unter den Hitchcock-Werken.
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
filmschauer 2010/11/26 17:12:00
Kommentar löschenWer Cary Grants etwas andere Abenteuerreise in "Der unsichtbare Dritte" mag, wird auch an "Saboteure" seine Freude haben, auch wenn dieser hier klar unter dem Einfluss der US-politischen Taktvorgabe im zweiten Weltkrieg steht. Es geht um Marineschiffe, totalitäre Machenschaften, Allmachtsfantasien sowie den unüberbrückbaren Glauben an den Gutmenschen. Dennoch befreit sich der Film der Vorgabe und macht Hitchcock-typisch die vordergründige Prämisse zum klassischen McGuffin. Die wie immer unschuldig in Gefahr verwickelte Hauptperson erlebt eine Odyssee mit unzähligen Bekanntschaften, Fluchtszenen, Erklärungsnöten sowie einer unfreiwilligen Beziehung mit einer wunderschönen Frau (toll: Priscilla Lane), bis schließlich alles in einem furiosen Finale an der Freiheitsstatue endet. Dass das so gut funktioniert, liegt dabei an einer durchweg wunderbaren Besetzung in den Rollen von gut und böse, einem angemessenen Pacing und diversen Außensets, welche bei Hitchcock bekanntlich nicht immer in so großer Anzahl vorkommen. Der Film hat vielleicht nicht die meisterhafte Brillanz des 1959er Meisterwerks, da die zahlreichen Zwischenstationen der Flucht nicht immer den ganz großen Schauwert haben. "Saboteure" gehört trotzdem zu den gelungeren Filmen im Hitchcock-Œuvre und sollte nicht als schlichter "Propagandafilm" gewertet werden.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kubrick_obscura 2010/02/14 11:50:28
Kommentar löschenImmer das gleiche! Klingt abfällig, ist aber nicht so gemeint. Hitchcock hat halt überwiegend "immer den gleichen Film gemacht" (Truffaut). In "Saboteure", einer Art Propagandafilm (merkt man allerdings selten), wird ein Unschuldiger verdächtigt ein Saboteur zu sein. Immer das gleiche! :) Der Anfang ist schnell hinter sich gebracht, der Held flieht und es beginnt ein Abenteuer, dass Hitchcock erst mit "North by Northwest" toppen konnte. Atemlos, hechtet unser Protagonist durch Flüsse, Wälder, begegnet einem blinden Mann, der nur das Gute sieht, wird von einer idealistischen Frau gekidnappt, kommt bei einer Zirkustruppe unter, die dem Zuschauer eine Lektion in Sachen Demokratie beibringt und so weiter und so weiter ... bis zum großen Finale in New York auf der Freiheitsstatue in Angesicht zu Angesicht mit dem wahren Saboteur.
In erster Linie bleibt "Saboteure" ein Unterhaltungsfilm mit propagandistischen Untertönen. Erst gegen Ende formuliert der Film seine Haltung gegen den Faschismus und andere totalitäre Systeme. Auf der anderen Seite vermittelt er diese gegnerische Haltung nicht als Kampfansage. Hitchcocks Anliegen bleibt pazifistisch. Das kommt besonders stark zur Geltung, weil der Film Motive des Antikriegsfilm nutzt. Diese "Saboteure" sind ja nichts anderes als Soldaten, versteckt agierend hinter feindlichen Linien. Die eigentlichen Strippenzieher, die Staatsmänner und Generäle bleiben wie immer im Dunkeln, auf dem Schlachtfeld sieht man sie nicht und das ist auch der Grund warum "Saboteure" zwei Hauptschurken besitzt und nicht nur einen.
Der stinkreiche und berechnende Faschist, den Barry am Anfang trifft ist das Ebenbild eines Strippenziehers. Der dazugehörige Soldat ist der kleine "Saboteur" hinter dem Barry her ist. Das Finale ist deshalb so tragisch, weil eben dieser "kleine Soldat" sterben muss. Er wird von Barry in die Ecke getrieben, dabei wollte sich dieser Mann nur mal die Freiheitsstatue von innen ansehen, ohne böse Absichten, als ganz normaler Tourist. Das ist gar kein Showdown! Die beiden Kontrahenten begegnen sich nicht auf Augenhöhe, viel eher ähnelt es einer Exekution, dabei sind beide Männer nur Opfer böser Mächte. Wir sind doch alle gleich! Das beste was ein Antikriegsfilm leisten kann.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Tyler__Durden 2009/06/23 22:02:10
Kommentar löschenEin „Normaler“ Arbeitstag, ein Sabotage Akt und ein Fälschlich beschuldigter Mann auf der Flucht. Diese Ausgangssituation nutzt sich der Master of Suspense für seinen Thriller „Sabo-teur.
Der Normale Arbeitstag wird wie oben schon angedeutet nicht ganz so normal für den Prota-gonisten Barry Kane da in der Fabrik in der er Arbeitet ein Feuer gelegt wird das zu allem Unglück auch noch seinen Besten Freund vor seinen Augen lebendig Verbrennt. Und wie könnte es auch anders sein, die Polizei verdächtigt ihn dieses Feuer verursacht zu haben. Da er aber gerade noch vor den Gesetzeshütern fliehen kann versucht er nun raus zu finden was wirklich passierte und wer das Feuer zu verursachen hat.
Und ich kann jetzt schon sagen das Hitchcock wie gewöhnlich aus dieser eher simpel klin-genden Story wieder ein Thriller aller erster Güte Zaubert. Saboteur erinnert vor allem stark an North by Northwest vom Storyverlauf denn genauso wie Cary Grant verschlägt es in die-sem Film den Hauptprotagonisten Berry Kane gespielt von Robert Cummings auch an die verschiedensten Orte um seine Unschuld zu beweisen, sei es ein Haus mitten im Wald das von einem Blinden bewohnt wird oder die Freiheitsstatue in New York. Der Treibende Score von Frank Sinner trägt dazu bei das es dem Zuschauer nie Langweilig wird genauso wie die Ironischen Dialoge oder die gewohnt schöne Bildkomposition. Alles passt zusammen und die üblichen Suspense Szenen sind dann natürlich die Krönung die zwar nicht das Herz aus der Brust springen lassen wie in North by Northwest aber es trotzdem auf trapp hält.
Alles in allem ist „Saboteur“ also ein äußerst empfehlenswerter Thriller für Fans des Genres und Hitchcock Fans kennen ihn wahrscheinlich sowie so schon.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
christof.s 2007/12/13 00:42:04
Kommentar löschenDer Film ist ordentlich gemacht, ist aber stärker als die ganz großen Hitchcock-Filme deutlich konventioneller, vor allem in der Handlungsführung, und zeigt, dass auch Ausnahmeregisseure gelegentlich einen ganz normalen Film machen. Darüber können ein paar sehr interessante Einfälle, was Schnitttechniken angeht, nicht hinwegtäuschen.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten