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Die 39 Stufen
The 39 Steps (1935), GB Laufzeit 86 Minuten, FSK 16, Drama, Komödie, Thriller, Kinostart 12.12.1947
7.7
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von Alfred Hitchcock, mit Robert Donat und Madeleine Carroll
Richard Hannay, ein junger Kanadier, macht während seines Urlaubes in London die Bekanntschaft einer attraktiven Agentin, die von einem ausländischen Geheimdienst verfolgt wird. Als sie in seiner Wohnung ermordet wird, gerät er in die Zwickmühle zwischen Polizei und Spionagering. Während die Polizei ihn verdächtigt, der Mörder zu dein, versuchen die Agenten zu verhindern, dass Richard die Mission der Ermordeten weiterführt. Nach vielen Abenteuern und einer atemberaubenden Verfolgungsjagd durch Schottland gelingt es Richard schließlich, die Fäden des mysteriösen Falls von militärischem Geheimnisverrat zu entwirren.
Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Die 39 Stufen
- Genre
- Drama, Komödie, Mysterythriller, Thriller
- Ort
- London, Schottland, Zug
- Handlung
- Agent, Anwesen, Bahnhof, Dokument, Ehemann-Ehefrau-Beziehung, Entertainer, Flucht, Flüchtling, Gasthaus, Geburtstagsparty, Geheimdienst, Geheimnis, Handschellen, Jahrmarkt, Kabarett, Kanadier, Mantel, Mord, Panik, Parade, Politiker, Polizei, Professor, Scotland Yard, Spionage, Spionin, Theater, Unschuldig Verfolgte Person, Verfolgung, Verfolgungswahn, Verschwörung, Wasserfall, Zugfahrt
- Stimmung
- Aufregend, Spannend
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Kritiken (3) — Film: Die 39 Stufen
Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de
Kommentar löschenWie in den besten Filmen des englischen Regisseurs, so ist auch dieser mit einer angemessenen Prise Humor gewürzt, der sich in schlagfertigen Dialogen ausdrückt – eine Kostprobe dieser Amüsements wäre die sarkastische Bemerkung des genervten Hannays in Richtung seiner angeketteten Dame: „Ich bringe jede Woche eine Frau um. Heute wäre es wieder soweit!“ Wer nur die bekannteren Thriller Hitchcocks kennt (ab ca. 1950) und an diesen Gefallen findet, der sollte sich „Die 39 Stufen“ auf jeden Fall ansehen, denn bereits hier gibt es die für Hitchcock typische Suspense. Sowohl der Hauptcharakter, als auch der Zuschauer leben ständig in der Angst, man könne den Verdächtigen erkennen und ihn an die Polizei verraten. Hitchcock legt Dutzende falsche Spuren für den Zuschauer, man arbeitet mit cleveren Tricks, über die kompletten 82 Minuten hinweg sind zahlreiche Wendungen zu finden, welche das Schauen des Thrillers niemals langweilig werden lassen – ganz im Gegenteil.
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Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenWider Erwarten mochte ich den Film sehr. Ich dachte die x-te Variation dieses Themas, nach "Saboteure" und "North by Northwest", würde selbst bei mir ihren Reiz verlieren. Doch auch wenn das Abenteuer hier auf der eher kleinen britischen Insel spielt, so ist "Thirty-Nine Steps" stets rasant und spannend. Besonders gefallen haben mir die vielen kleinen Episoden aus denen sich die Handlung zusammensetzt, wie z.B. das Bauernpaar mit dem puritanischen Ehemann oder die wirklich komische Übernachtungsszene. Da gabs natürlich noch viel mehr und auch wenn vieles unwahrscheinlich erscheint, so liegt doch gerade darin, dass es passiert der ganz besondere Reiz dieses frühen Hitchcockfilms. Hier wird die Logik der Unterhaltung geopfert, was nicht unbedingt schlecht ist, schließlich gründen sich die Charaktere des Films auf blanken Realismus.
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Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschenIn diesem Frühwerk von Hitchcock spielt sich ein aus wenig glaubwürdigen Begebenheiten zusammenkonstruierter Krimi mit Komponenten der Verwechselungskomödie und Screwball-Comedy ab, der für damalige Verhältnisse recht temporeich wirkt und ganz nett unterhält. Statt die Rätselhaftigkeit zum Schluss mit einem großen Knall aufzulösen, etabliert Hitchcock mit dem nüchternen Ende lediglich das MacGuffin-Prinzip und seinen damals noch sehr ausbaufähigen Suspense-Stil. Zwar betonte Hitchcock immer wieder, dass er die Wahrscheinlichkeit ganz bewusst zugunsten des bannenden Geschichtenerzählens außer Acht ließ, doch gelang ihm dies auch schon deutlich eleganter, ohne dass man immer wieder auf diesen Grundsatz hinweisen musste, um den Film zu erklären. [...]
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Kommentare (20) — Film: Die 39 Stufen
Weltenkind Mon, 25 Mar 2013 13:11:41 -0000
Kommentar löschenSeine bekannten Motive reizt Hitchcock in diesem Film zwar noch nicht vollends aus und es hapert auch deutlich daran, die Geschichte sinnvoll zu erzählen, aber der Unterhaltungswert liegt bei „Die 39 Stufen“ konstant auf einem hohen Niveau. Der Anfang gestaltet sich arg überhastet und die Charaktere erscheinen unglaubwürdig, doch der daraus entstehende Sog und das simultan aufbauende Interesse, wie die Geschichte weiter geht, sorgen dafür, dass der Zuschauer bei Laune gehalten wird. Überambitioniert oder mutig? Haarsträubend ist der Storyaufbau auf alle Fälle und eine logische Schlussfolgerung der Ereignisse bekommt man am Ende des Films auch nicht geboten. Als spannenden Thriller geht der Film heute nicht mehr durch und lassen ihn aus heutigem Gesichtspunkten mehr wie ein (unfreiwillig) spaßigen Agenten-Klamauk durchgehen. In Anbetracht der Alters und der nur rudimentär wichtigen Einzelbestandteile der Story lassen den Film in seinem Unterhaltungswert gegenüber der Logikfehler obsiegen und zu einem überdurchschnittlichen Spionagefilm (oder doch Agentenfilm?) avancieren. Ein überzeugendes, technisch einwandfreies Frühwerk Alfred Hitchcocks.
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niklas.nier.7 Tue, 19 Mar 2013 21:10:38 -0000
Kommentar löschenÄhnlich wie die heutigen "Bourne"-Filme oder spätere Hitchcock-Werke muss auch in "die 39 Stufen" die unschuldig verdächtige Hauptperson zahlreiche Hindernisse überwinden. Aus heutiger Sicht wirkt der Film schon etwas altbacken, sieht man doch eindeutig die Studioaufnahmen und andere aus der Mode gekommenen Filmtechniken.
Dennoch ist die Geschichte spannend und sehr kurzweilig dargestellt. So huscht Hannay durch England und Schottland von einem Schauplatz zum nächsten. Mit einigen humoristischen Einlagen und intelligent witzigen Dialogen lässt Hitchcock den Zuschauer immer tiefer in die Verschwörungen eintauchen, bis der Film schließlich mit einem eindrucksvollen Finale endet.
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Trimalchio Fri, 04 Jan 2013 22:21:49 -0000
Kommentar löschenNach so langer Zeit sieht man dem Film das Alter immer noch nicht an. Klasse. Die 39 Stufen sind wie alle Hitchcock-Filme, die ich bisher gesehen habe spannend, abwechslungsreich konstruiert, mit Humor und sympathischen Schauspielern ausgestattet. Einzig die Eckpfeiler der Story wirken unglaubwürdig, zumindest aus heutiger Sicht. Und wirklich tief ist der Film auch nicht. Aber unterhaltsam, was hier deutlich mehr zählt.
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loveissuicide Mon, 10 Dec 2012 08:23:10 -0000
Kommentar löschenIch hatte schon Angst gehabt, dass der Film aufgrund seines Alters ein wenig altmodisch sein könnte. Ich bin nicht der Spezialist für solch alte Filme, aber hier hatte ich mich herangewagt. Die 39 Stufen sind alles andere als altmodisch! Die Geschichte würde perfekt auch heute noch funktionieren. Ich fand auch den Humor im Film vorzüglich, weit weg vom Slapstick dieser vergangenen Tage. Lächeln musste ich wegen der Details, die heutzutage befremdlich scheinen, die Verfolgungsjagd durchs Moor, die nicht befestigte Überlandstrasse durch die Highlands, die Pfeifen der Polizisten, das Selbstverständnis, alles zuzuqualmen, eben all jene Dinge, die in den 30er-Jahren als normal gesehen wurden. Und über allem eine feine Spionage- und Verfolgungsgeschichte.
Hat mir überraschend gut gefallen!
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JackoXL Sun, 02 Dec 2012 23:31:03 -0000
Kommentar löschenKann man an einem Regiesseur kritisieren, dass er öfter die gleiche Geschichte erzählt, nur immer in einem etwas anderen Rahmen? Ja sicher kann man das, bei Hitchcock will ich das gar nicht. Ungerecht? Nö, erstens ist die immer gleiche Geschichte äußerst reizvoll und zweitens macht er es immer so gut, was will ich da meckern? Schon 1935 ließ Hitch einen unschuldigen Mann Hals über Kopf in eine undurchsichtige Geschichte trudeln, in der er von allen gejagt wird und händeringend versucht, seine Unschuld zu beweisen. Hat damals funktioniert, wie auch in den folgenden Jahrzehnten. "Die 39 Stufen" enthält viele Dinge, die man auch in "Saboteure", "Der unsichtbare Dritte" oder zum Teil auch in "Der falsche Mann" zu sehen bekommt. Das Konzept geht auf, der Film gewinnt nach einer kurzen (zugegeben: Etwas sehr hastigen) Einleitung richtig Fahrt und hält sein Tempo mühelos bis zum Schluß, Mac Guffin inklusive. Das konnte Hitch und hat er hier schon verdammt gut gemacht. Es gibt keine Hänger, immer kleine Haken und einige lustige Momente (die Szene bei der Gemeindesitzung ist großartig). Dazu kommt die gewohnt tolle Handwerkskunst vom Meister, die er in den Folgejahren natürlich noch perfektioniert hat. "Die 39 Stufen" ist sicher (noch) nicht perfekt, aber für sein Entstehungsjahr finde ich ihn schon beachtlich gut und gekonnt umgesetzt.
Wäre der 20 Jahre jünger, ich würde ihm 7,5 Punkte geben, so bekommt der eine glatte 8. Mit damaligen Mitteln und Standards ist der einfach hervorragend.
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Einar Sun, 07 Oct 2012 05:29:47 -0000
Kommentar löschen"Die 39 Stufen" sind quasi das kleine britische Vorspiel zum "Unsichtbaren Dritten". Ähnliche Thematik, ähnliche Dramaturgie, fast ähnliche Athmosphäre - da kann man nicht falsch liegen. Schließlich ist "Der unsichtbare Dritte" mein persönlicher Lieblings-Hitchcock.
Die fälschlich verdächtigten und gehetzten zentralen Figuren weisen große Gemeinsamkeiten auf, nur dass hier logischerweise noch nicht die cineastische Glanzleistung aufgebracht werden kann, wie Jahre später in den USA. Dennoch sind die "39 Stufen" ein packendes Stück Filmgeschichte mit trockenem Humor, Romantik, einer Menge Spannung und auch ein wenig Thrill. Eben ein klassischer Hitchcock. Außerdem finden sich noch einige Parallelen zum ebenfalls sehr gelungenen Thriller "Saboteure", z.B. die Handschellen und die Flucht der aneinander Geketteten.
Robert Donat spielt einfach gut und seine weibliche Begleitung ist natürlich wieder besonders reizvoll. Wundert es da einen, dass man selber auch gerne unter falschen Verdacht geraten möchte, wenn es diese Nebenerscheinungen mit sich bringt?!
Ein toller Score rundet das Agenten-Spektakel ab, dieser Film aus dem Jahre 1934 gehört sicherlich zum 'Must-See' des Genres, unabhängig ob man nun ein Hitchcok-Fan ist oder nicht. Davon zeugt auch schon die gesamte Bewertung, unabhängig welcher Film-Plattform.
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Cellmorbasg Mon, 20 Aug 2012 08:16:59 -0000
Kommentar löschenSchon der Einstieg des Films konnte mich nicht recht überzeugen und bis zu seiner Fluchtepisode mit Madeleine Carroll konnte ich Robert Donat seine Rolle kaum abnehmen. Die einzelnen Episoden sind dennoch nicht schlecht, doch fügt sich das kaum zu einem harmonischen Ganzen zusammen und bleibt weit hinter anderen Vertretern der Hitchcock-Filme unschuldig Verfolgter zurück.
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dantesque Thu, 09 Aug 2012 18:12:04 -0000
Kommentar löschenDie Motive (und teilweise sogar einzelne Kameraeinstellungen) erinnern doch arg an Hitchcocks spätere Filme, vor allem an "Saboteure" (1942) und "Der unsichtbare Dritte" (1959). Verwechslung, Flucht, Agenten, der weiblicher Sidekick - alles wie gehabt.
Handwerklich, wie nicht anders von Hitchcock zu erwarten, mal wieder herausragend in Szene gesetzt. Robert Donad brilliert in der Rolle des humorvollen und charmanten Kanadiers Richard Hannay, sein weiblicher Counterpart bleibt hingegen ziemlich blass.
Letztlich ist der Film - im Vergleich mit dem, was Hitchcock danach noch abgeliefert hat - zwar sehenswert, aber kein Meisterwerk.
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RoosterCogburn Sun, 17 Jun 2012 14:34:44 -0000
Kommentar löschen"Die 39 Stufen" ist heute, nach über 75 Jahren, Hitchcocks wohl populärster englischer Film. Eine Thrillerkomödie um Spionage, Vertrauen und Verrat, Wahrheit und Lüge. Das Motiv des unschuldig Verfolgten wird hier nicht zum ersten Mal benutzt. Aber ist durch diesen Film richtig bekannt geworden. Es funktioniert so gut, das es Hitch in späteren Filmen wie z.B. "Über den Dächern von Nizza","Der falsche Mann" oder "Der unsichtbare Dritte" wieder benutzte. Allerdings ist es der erste Hichtcock, der einen typischen "Mac Guffin" enthält. In diesem ist es der Spionagering der 39 Stufen.
Weiterhin lässt Hitchcock wieder seine Liebe zu Zügen durchblicken. Er hat sie immer romantischer gegenüber Autos oder Flugzeugen empfunden, in denen man kaum Bewegungsmöglichkeiten hat. In Zügen ist Bewegung innerhalb der Bewegung möglich.
In "Die 39 Stufen" wird Richard Hannay von einer Frau um Hilfe gebeten, die ihm von feindlichen Agenten erzählt. Hannay glaubt ihr nicht und will damit auch nichts zu tun haben. Doch dann wird die Frau ermordet und er steht unter Verdacht. Die Dramatik und die Angst vor Polizei und Agenten braucht es schon, um aus dem biederen Hannay einen Helden zu machen, der in einer atemlosen Jagd schreit, tobt, auf eigene Faust den Fall löst und zwischendurch auch einmal in einem Zugabteil eine wildfremde Blondine küsst, um nicht von seinen Verfolgern entdeckt zu werden.
Auch wenn Hitchcock mit eigenen Ideen von der Romanvorlage abweicht, schadet das der Verfilmung in keinster Weise. Es führte sogar soweit das alle drei Neuverfilmungen sich immer Hitchcock zum Vorbild nahmen und nicht den Roman.
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Filmkenner77 Wed, 11 Aug 2010 13:51:37 -0000
Kommentar löschenDas Alter merkt man dem Film an. Er besitzt zwar nicht die Qualität der späteren Hitchcock-Filme, aber er besitzt bereits den typischen Humor und Motive, die später in Filmen wie Der unsichtbare Dritte aufwendiger und besser zur Geltung kamen.
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Filmkenner77 Sun, 03 Jun 2012 11:51:35 -0000
Antwort löschenIn diesem Falle schon. "Der unsichtbare Dritte" umfasst für mich alles, was Hitchcock ausmacht. Meiner Ansicht nach sein bester Film. Geradezu Perfektion in Vollendung. Dagegen wirken "Die 39 Stufen" wie eine Fingerübung für das Große, was noch kommen sollte. Elemente von "Die 39 Stufen" findet man übrigens u.a. auch in "Saboteure" und "Der Mann, der zuviel wusste".
Einar Sun, 07 Oct 2012 05:33:17 -0000
Antwort löschenIch kann nur zustimmen, wenn ich sage, dass "Der unsichtbare Dritte" DAS Meisterwerk vom Hitch war. Allerdings ist "39 Stufen" ein wichtiger Fingerzeig auf spätere Filme und auch eigenständig ein sehr ordentlicher Beitrag zur Unterhaltung.
tomgo92 Mon, 03 May 2010 10:21:25 -0000
Kommentar löschenEiner meiner Lieblingsfilme des Altmeisters - Hitchcocks einzigartiger Handlungsverlauf und die rasante Spannungssteigerung, welche konstant hoch bleibt, beeindruckten mich hier aufs Neue. Die Identifikation mit dem Hauptakteur und der innere Wunsch, dass er sich rehabilitieren kann, kennzeichnen den Zuschauerblick, ähnlich wie beim Unsichtbaren Dritten. Rundum gelungen - von der Eröffnungssequenz mit Mr. Memory bis hin zum darauf Bezug nehmenden Ende. Donat und Carroll liefern überaus solide Vorstellungen ab. Die neueste Synchronversion ist, entgegen meiner Abneigung von Neusynchronisationen, besser gelungen als die Altbearbeitung. Nach der gut musikalisch umgesetzten Eröffnungssequenz, wird nur äußerst sporadisch Musik eingesetzt, was ich neben dem schlechteren Trick als Manko ausmachen kann. Natürlich muss hier das Jahr 1935 in Betracht gezogen werden. Bis heute hat dieser Film dennoch nichts von seinem Glanz verloren. Des Weiteren war es mein erster Hitchock, wo ich mehrfach lachen konnte. Einziger Wermutstropfen: Ich hab den Cameo-Auftritt verpasst.
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guggenheim Wed, 28 Apr 2010 08:12:15 -0000
Kommentar löschenEin typischer und doch untypischer Hitchcock, aber auf alle Fälle ab jetzt einer meiner Lieblinge vom Master of Suspense.
Rasant, punktgenau und doch mit einer Prise Humor angereicherter Film, der noch heute so manchem Genrevertreter das Wasser reichen kann. Besonders das Beschwingte kann man als eher atypisch für Hitchcock bezeichnen, andererseits tauchen auch hier Dinge auf, die für ihn stehen (z.B. der MacGuffin).
Was aber besonders auffällt, ist Hitchcocks enormes Talent. 1935 (!) einen Film abzuliefern, der noch heute recht frisch wirkt, zeugt von zeitlosem Können. Dass dies so ist, verdankt man der offenbar hervorragenden Arbeit des Meisters was die Schauspielerführung, Inszenierung und Kameraarbeit anbelangt. Da ist nichts zufällig, sondern alles mit einer professionellen Passion durchgeführt. Davon können sich die heutigen Filmemacher noch eine Scheibe abschneiden...
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schalli Sat, 09 Jan 2010 18:02:01 -0000
Kommentar löschenEine frühe Fingerübung des Meisters, der sich im Nachhinein vermutlich selbst über die dilettantische Umsetzung geärgert haben muss. So sehr, dass er die eigentlich überzeugende Prämisse, das Dilemma des Protagonisten, in DER UNSICHTBARE DRITTE noch einmal aufgegriffen, das Gesamtwerk damit glücklicherweise korrigiert und seinen Status als Master of Suspense zementiert hat. Da verzeiht man doch gern so ein Machwerk wie DIE 39 STUFEN. Auch dieser Meister ist schließlich nicht vom Himmel gefallen...
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Conan Doyle Thu, 17 Dec 2009 13:46:49 -0000
Kommentar löschenEine spannende, temporeiche und humorvolle Verfilmung des Romans. Die Aufnahmen wurden, wie zu damaliger Zeit üblich, wohl sämtlich im Studio gemacht. Trotzdem sind die Kulissen gut gelungen und recht düster. Die Darsteller wissen alle zu überzeugen und es gibt einige wirklich köstlichen Szenen, z. B. wie der Held ahnungslos in eine politische Versammlung gerät und dort aus dem Stehgreif eine Rede halten muß. Sehr bedauerlich, daß ein so guter Film in derart schlechter Bidlqualität auf den Markt kommt.
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cannibal83 Mon, 17 Aug 2009 09:10:51 -0000
Kommentar löschenWenig Spannung und viel Leerlauf machen "Die 39 Stufen" zu einem der schlechteren Hitchcocks. Die ständigen Wortgefechte zwischen Hannay und Pamela gehen mehr als anstrengend denn witzig durch und die absurde Handlung kann ebenfalls nicht überzeugen.
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dbeutner Tue, 11 Aug 2009 16:48:30 -0000
Kommentar löschenDer Film ist in meinen Augen nicht: facettenreich, Thriller, super, sehenwert, perfekt, spannend, atemlos, grazil, erfrischend, und dreimal nicht: modern.
Sondern: Belanglos & langweilig, und das auch für die Verhältnisse seiner Zeit. Die Story glänzt durch Abwesenheit und hat dabei noch Löcher, Suspense kommt keine auf.
Ein Tiefpunkt im Hitchcock-Universum. Ich frage mich, ob die anderen BewerterInnen eine ähnliche Bewertung abgegeben hätten, hätten sie den Film "blind" gesehen und nicht gewusst, dass es "der Meister" war, der dieses Filmverbrechen begangen hat...
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8martin Tue, 11 Aug 2009 15:28:43 -0000
Kommentar löschenWas ursprünglich von Altmeister Hitchcock 1935 als Thriller gedacht war, geht heute wohl eher als Agentenspaß durch. Für ihn war es damals eine Fingerübung, denn mehrere Elemente der späteren Klassiker werden hier bereits angedeutet: so hilft dem Helden(Robert Donat) zum Beispiel eine Melodie bei der Lösung seines Problems und ein Ahnungsloser wird in den Schlamassel mit hineingezogen. Es gibt sogar frechen Wortwitz, wenn er den Grips der an ihn gefesselten Dame als ’Elfenbeingewölbe’ bezeichnet. Überhaupt ist die Übernachtungsszene mit Handschellen wirklich lustig. Ansonsten ist die treibende Kraft: Täuschung und Verrat, und aus Vertrauten werden Feinde. Und das Mittel, mit dem die bösen Spione die so wichtigen Informationen versuchen außer Landes zu schaffen, kann auch heute noch als totsicher gelten. Natürlich lassen einen die Studioaufbauten des schottischen Hochlandes schmunzeln, auf denen die Gangster von Klippe zu Klippe springen.
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Liam Quinn Thu, 25 Dec 2008 10:36:05 -0000
Kommentar löschenHitchcocks Fingerübungen haben viele gute Ansätze und lassen sein großes Talent erkennen. In seiner Handlung sind die 39 Stufen mit erheblichen Unglaubwürdigkeiten gespickt, die dazu führen können den Film nicht ganz ernst zu nehmen. Auch ist er streckenweise arg langatmig. Trotzdem ist der Film für sein erhebliches Alter überraschent facettenreich.
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annaberlin Sun, 18 May 2008 16:44:24 -0000
Kommentar löschenSuper Thriller, der noch vor dem Zweiten Weltkrieg entstanden ist und dennoch viele Thematiken vorwegnimmt. Absolut sehenswert!
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Geistertexter Sun, 02 Dec 2007 10:53:27 -0000
Kommentar löschenEiner der perfektesten Hitchcocks, einerseits geradlinig spannend, atemlos und düster, andererseits voller absurder Kurven, die das fragile Geschlechterverhältnis in der modernen Zivilisation auszuloten trachten. Dank seines grazilen Charmes und seines doppelbödigen Humors wirkt der Film noch heute äußerst erfrischend und modern.
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