Die 39 Stufen

The 39 Steps (1935), GB
Laufzeit 86 Minuten, FSK 16, Thriller, Komödie, Drama, Kinostart 12.12.1947

7.6 Kritiker
17 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.4 Community
278 Bewertungen
14 Kommentare
Die 39 Stufen - Bild 6069404
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von Alfred Hitchcock, mit Robert Donat und Madeleine Carroll

Richard Hannay, ein junger Kanadier, macht während seines Urlaubes in London die Bekanntschaft einer attraktiven Agentin, die von einem ausländischen Geheimdienst verfolgt wird. Als sie in seiner Wohnung ermordet wird, gerät er in die Zwickmühle zwischen Polizei und Spionagering. Während die Polizei ihn verdächtigt, der Mörder zu dein, versuchen die Agenten zu verhindern, dass Richard die Mission der Ermordeten weiterführt. Nach vielen Abenteuern und einer atemberaubenden Verfolgungsjagd durch Schottland gelingt es Richard schließlich, die Fäden des mysteriösen Falls von militärischem Geheimnisverrat zu entwirren.

Der Roman des schottischen Schriftstellers John Buchan wurde während des Ersten Weltkrieges in Frankreich geschrieben und insgesamt dreimal verfilmt. Die vierte Verfilmung ist gerade in Planung. Weitere Verfilmungen sind: The 39 Steps von Regisseur Ralph Thomas aus dem Jahre 1959, eine Version aus dem Jahre 1978 von Don Sharp mit Robert Powell und die neueste Version von Robert Towne.

Handlung

Erster Tag: In London

Die Handlung setzt in einer Art Kabarett ein: der Music Hall in London. Der Kanadier Hannay (Robert Donat) wohnt einer Vorführung des unglaublichen Mr. Memory (Wylie Watson) bei, der angeblich jegliche auswendig gelernten Fakten für sich behalten kann. Doch in der Menschenmenge beginnt eine Rangelei, die zur Massenpanik wird, als zwei Schüsse fallen. Nachdem Hannay und eine aparte Dame (Lucie Mannheim) nach draußen entwischt sind, flirtet die hübsche Dame mit ihm und geht daraufhin mit ihm nach Hause. Dort angekommen verhält sich Annabelle Smith, wie sie sich nennt, höchst eigenartig. Sie erklärt dem ungläubigen Hannay, der gerade neu in der Stadt ist, die zwei Schüsse stammten aus ihrem Revolver und sie sei eine Agentin, die von zwei Männern verfolgt wurde. Diese beiden Männer stünden nun draußen vor Hannays Wohnung und seien Komplizen einer feindlichen Macht, die ein Geheimnis namens “Die…


Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Die 39 Stufen

Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de

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9.0Herausragend

Wie in den besten Filmen des englischen Regisseurs, so ist auch dieser mit einer angemessenen Prise Humor gewürzt, der sich in schlagfertigen Dialogen ausdrückt – eine Kostprobe dieser Amüsements wäre die sarkastische Bemerkung des genervten Hannays in Richtung seiner angeketteten Dame: „Ich bringe jede Woche eine Frau um. Heute wäre es wieder soweit!“ Wer nur die bekannteren Thriller Hitchcocks kennt (ab ca. 1950) und an diesen Gefallen findet, der sollte sich „Die 39 Stufen“ auf jeden Fall ansehen, denn bereits hier gibt es die für Hitchcock typische Suspense. Sowohl der Hauptcharakter, als auch der Zuschauer leben ständig in der Angst, man könne den Verdächtigen erkennen und ihn an die Polizei verraten. Hitchcock legt Dutzende falsche Spuren für den Zuschauer, man arbeitet mit cleveren Tricks, über die kompletten 82 Minuten hinweg sind zahlreiche Wendungen zu finden, welche das Schauen des Thrillers niemals langweilig werden lassen – ganz im Gegenteil.

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Flibbo: wieistderfilm.de

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6.0Ganz gut

In diesem Frühwerk von Hitchcock spielt sich ein aus wenig glaubwürdigen Begebenheiten zusammenkonstruierter Krimi mit Komponenten der Verwechselungskomödie und Screwball-Comedy ab, der für damalige Verhältnisse recht temporeich wirkt und ganz nett unterhält. Statt die Rätselhaftigkeit zum Schluss mit einem großen Knall aufzulösen, etabliert Hitchcock mit dem nüchternen Ende lediglich das MacGuffin-Prinzip und seinen damals noch sehr ausbaufähigen Suspense-Stil. Zwar betonte Hitchcock immer wieder, dass er die Wahrscheinlichkeit ganz bewusst zugunsten des bannenden Geschichtenerzählens außer Acht ließ, doch gelang ihm dies auch schon deutlich eleganter, ohne dass man immer wieder auf diesen Grundsatz hinweisen musste, um den Film zu erklären. [...]

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Kommentare (12) — Film: Die 39 Stufen

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Kubrick_obscura

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Bewertung7.5Sehenswert

Wider Erwarten mochte ich den Film sehr. Ich dachte die x-te Variation dieses Themas, nach "Saboteure" und "North by Northwest", würde selbst bei mir ihren Reiz verlieren. Doch auch wenn das Abenteuer hier auf der eher kleinen britischen Insel spielt, so ist "Thirty-Nine Steps" stets rasant und spannend. Besonders gefallen haben mir die vielen kleinen Episoden aus denen sich die Handlung zusammensetzt, wie z.B. das Bauernpaar mit dem puritanischen Ehemann oder die wirklich komische Übernachtungsszene. Da gabs natürlich noch viel mehr und auch wenn vieles unwahrscheinlich erscheint, so liegt doch gerade darin, dass es passiert der ganz besondere Reiz dieses frühen Hitchcockfilms. Hier wird die Logik der Unterhaltung geopfert, was nicht unbedingt schlecht ist, schließlich gründen sich die Charaktere des Films auf blanken Realismus.

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Filmkenner77

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Bewertung6.0Ganz gut

Das Alter merkt man dem Film an. Er besitzt zwar nicht die Qualität der späteren Hitchcock-Filme, aber er besitzt bereits den typischen Humor und Motive, die später in Filmen wie Der unsichtbare Dritte aufwendiger und besser zur Geltung kamen.

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tomgo92

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer meiner Lieblingsfilme des Altmeisters - Hitchcocks einzigartiger Handlungsverlauf und die rasante Spannungssteigerung, welche konstant hoch bleibt, beeindruckten mich hier aufs Neue. Die Identifikation mit dem Hauptakteur und der innere Wunsch, dass er sich rehabilitieren kann, kennzeichnen den Zuschauerblick, ähnlich wie beim Unsichtbaren Dritten. Rundum gelungen - von der Eröffnungssequenz mit Mr. Memory bis hin zum darauf Bezug nehmenden Ende. Donat und Carroll liefern überaus solide Vorstellungen ab. Die neueste Synchronversion ist, entgegen meiner Abneigung von Neusynchronisationen, besser gelungen als die Altbearbeitung. Nach der gut musikalisch umgesetzten Eröffnungssequenz, wird nur äußerst sporadisch Musik eingesetzt, was ich neben dem schlechteren Trick als Manko ausmachen kann. Natürlich muss hier das Jahr 1935 in Betracht gezogen werden. Bis heute hat dieser Film dennoch nichts von seinem Glanz verloren. Des Weiteren war es mein erster Hitchock, wo ich mehrfach lachen konnte. Einziger Wermutstropfen: Ich hab den Cameo-Auftritt verpasst.

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guggenheim

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein typischer und doch untypischer Hitchcock, aber auf alle Fälle ab jetzt einer meiner Lieblinge vom Master of Suspense.
Rasant, punktgenau und doch mit einer Prise Humor angereicherter Film, der noch heute so manchem Genrevertreter das Wasser reichen kann. Besonders das Beschwingte kann man als eher atypisch für Hitchcock bezeichnen, andererseits tauchen auch hier Dinge auf, die für ihn stehen (z.B. der MacGuffin).
Was aber besonders auffällt, ist Hitchcocks enormes Talent. 1935 (!) einen Film abzuliefern, der noch heute recht frisch wirkt, zeugt von zeitlosem Können. Dass dies so ist, verdankt man der offenbar hervorragenden Arbeit des Meisters was die Schauspielerführung, Inszenierung und Kameraarbeit anbelangt. Da ist nichts zufällig, sondern alles mit einer professionellen Passion durchgeführt. Davon können sich die heutigen Filmemacher noch eine Scheibe abschneiden...

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schalli

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Bewertung4.5Uninteressant

Eine frühe Fingerübung des Meisters, der sich im Nachhinein vermutlich selbst über die dilettantische Umsetzung geärgert haben muss. So sehr, dass er die eigentlich überzeugende Prämisse, das Dilemma des Protagonisten, in DER UNSICHTBARE DRITTE noch einmal aufgegriffen, das Gesamtwerk damit glücklicherweise korrigiert und seinen Status als Master of Suspense zementiert hat. Da verzeiht man doch gern so ein Machwerk wie DIE 39 STUFEN. Auch dieser Meister ist schließlich nicht vom Himmel gefallen...

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Conan Doyle

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Bewertung9.0Herausragend

Eine spannende, temporeiche und humorvolle Verfilmung des Romans. Die Aufnahmen wurden, wie zu damaliger Zeit üblich, wohl sämtlich im Studio gemacht. Trotzdem sind die Kulissen gut gelungen und recht düster. Die Darsteller wissen alle zu überzeugen und es gibt einige wirklich köstlichen Szenen, z. B. wie der Held ahnungslos in eine politische Versammlung gerät und dort aus dem Stehgreif eine Rede halten muß. Sehr bedauerlich, daß ein so guter Film in derart schlechter Bidlqualität auf den Markt kommt.

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cannibal83

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Bewertung5.0Geht so

Wenig Spannung und viel Leerlauf machen "Die 39 Stufen" zu einem der schlechteren Hitchcocks. Die ständigen Wortgefechte zwischen Hannay und Pamela gehen mehr als anstrengend denn witzig durch und die absurde Handlung kann ebenfalls nicht überzeugen.

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dbeutner

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Bewertung5.0Geht so

Der Film ist in meinen Augen nicht: facettenreich, Thriller, super, sehenwert, perfekt, spannend, atemlos, grazil, erfrischend, und dreimal nicht: modern.

Sondern: Belanglos & langweilig, und das auch für die Verhältnisse seiner Zeit. Die Story glänzt durch Abwesenheit und hat dabei noch Löcher, Suspense kommt keine auf.

Ein Tiefpunkt im Hitchcock-Universum. Ich frage mich, ob die anderen BewerterInnen eine ähnliche Bewertung abgegeben hätten, hätten sie den Film "blind" gesehen und nicht gewusst, dass es "der Meister" war, der dieses Filmverbrechen begangen hat...

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8martin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Was ursprünglich von Altmeister Hitchcock 1935 als Thriller gedacht war, geht heute wohl eher als Agentenspaß durch. Für ihn war es damals eine Fingerübung, denn mehrere Elemente der späteren Klassiker werden hier bereits angedeutet: so hilft dem Helden(Robert Donat) zum Beispiel eine Melodie bei der Lösung seines Problems und ein Ahnungsloser wird in den Schlamassel mit hineingezogen. Es gibt sogar frechen Wortwitz, wenn er den Grips der an ihn gefesselten Dame als ’Elfenbeingewölbe’ bezeichnet. Überhaupt ist die Übernachtungsszene mit Handschellen wirklich lustig. Ansonsten ist die treibende Kraft: Täuschung und Verrat, und aus Vertrauten werden Feinde. Und das Mittel, mit dem die bösen Spione die so wichtigen Informationen versuchen außer Landes zu schaffen, kann auch heute noch als totsicher gelten. Natürlich lassen einen die Studioaufbauten des schottischen Hochlandes schmunzeln, auf denen die Gangster von Klippe zu Klippe springen.

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Liam Quinn

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Bewertung7.0Sehenswert

Hitchcocks Fingerübungen haben viele gute Ansätze und lassen sein großes Talent erkennen. In seiner Handlung sind die 39 Stufen mit erheblichen Unglaubwürdigkeiten gespickt, die dazu führen können den Film nicht ganz ernst zu nehmen. Auch ist er streckenweise arg langatmig. Trotzdem ist der Film für sein erhebliches Alter überraschent facettenreich.

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annaberlin

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Bewertung9.0Herausragend

Super Thriller, der noch vor dem Zweiten Weltkrieg entstanden ist und dennoch viele Thematiken vorwegnimmt. Absolut sehenswert!

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Geistertexter

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Einer der perfektesten Hitchcocks, einerseits geradlinig spannend, atemlos und düster, andererseits voller absurder Kurven, die das fragile Geschlechterverhältnis in der modernen Zivilisation auszuloten trachten. Dank seines grazilen Charmes und seines doppelbödigen Humors wirkt der Film noch heute äußerst erfrischend und modern.

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