Später Frühling
Banshun (1949), Laufzeit 108 Minuten, Drama
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von Yasujiro Ozu, mit Setsuko Hara und Chishu Ryu
Der verwitwete Professor Shukichi Somiya hat eine Tochter im heiratsfähigen Alter namens Noriko. Der möchte sie verheiraten. Allerdings will Noriko lieber bei ihrem Vater leben, da sie ihn nicht allein lassen möchte. Um ihr das Verlassen des väterlichen Hauses zu vereinfachen, täuscht Somiya eine Beziehung zu einer jüngeren Frau vor.
Cast & Crew
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Yasujiro Ozu
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Setsuko Hara
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Noriko Somiya
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Chishu Ryu
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Shukichi Somiya
Regie
Schauspieler
- Genre
- Drama
- Handlung
- Alleinerziehender Vater, Eheversprechen, Hochzeit, Tochter, Täuschung, Vater, Vater-Tochter-Beziehung, Vorgetäuschte Liebe, Witwer
- Stimmung
- Berührend
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Filmdetails Später Frühling
Trailer zum Film Später Frühling
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Kommentare (4) — Film: Später Frühling
Kommentar schreibenDeathShark 2012/04/30 16:27:28
Kommentar löschenWunderbar, wie in der letzten Szene, noch einmal der ganze Film auf den Kopf gestellt wird und der Figur eine unglaubliche Tiefe verliehen wird. Solche Momente schafft nur ein Ozu.
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VisitorQ 2011/11/06 22:36:16
Kommentar löschenGeht es euch auch so? Ich komme bei den Werken von Ozu immer durcheinander. Später Herbst, früher Herbst, früher Frühling? Sommernder Herbst, winternder Winter... Aber ach ja: Es sind alles ganz tolle Filme. Ruhig, berührend und immer ausgezeichnet gespielt.
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Tyler__Durden 2011/06/02 20:12:58
Kommentar löschenEinem Film von Ozu beizuwohnen heißt, neben einer der in der Filmgeschichte wohl einzigartigen formellen Bestimmtheit, den komplexesten menschlichen Emotionen zu begegnen. Wie diese einer Frau welche immer noch gebunden an den Traditionen eines Landes im Aufschwung unfähig ist mit der Moderne in Gleichgewicht zu geraten. Wie eine Moral geplagt von ihrer eigenen Idiotie in welcher sie zu Selbstaufopferung des Individuellen Verlangens rät da dies wohl möglich gegen den Konsens der Gesellschaft gehen könnte. Emotionen welche nun mal, so schade das auch sein mag und so ungern ich das sage will nicht in großen Worten, Bildschirmfüllenden Explosionen oder platzenden Köpfen zu finden sind sondern mit den kleinen Nuancen, den versteckten Verhaltensweisen und dem mit einem Lächeln überspieltem Leid ihrer Komplexität solch eine tragische Eindringlichkeit verleihen.
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filmfan90 2010/11/24 15:38:19
Kommentar löschenYasujiro Ozus „Banshun- Später Frühling“ hat den Konflikt eines verwitweten Vaters mit seiner unverheirateten Tochter zum Gegenstand.
Der alternde Universitätsprofessor Shukichi Somiya will seine siebenundzwanzigjährige Tochter Noriko nach seinem Tod in sicheren Händen wissen und drängt sie daher, endlich einen Mann zu heiraten. Noriko will hingegen vermeiden, dass ihr Vater seinen Lebensabend in Einsamkeit verbringen muss und widersetzt sich den Bitten Shukichis. Um seiner Tochter die Gewissensbisse zu nehmen, behauptet Shukichi, eine Frau kennengelernt zu haben, die er zu heiraten gedenke- nach anfänglichem Entsetzen beginnt Noriko, ihre Beweggründe zu überdenken…
Ozus Film lebt von schlichten, erlesenen Schwarz- Weiß- Bildern, zwei sehr charismatischen Hauptdarstellern, Setsuko Hara und Chishū Ryū, und vor allem der realitätsnahen Thematik, die Ozu auf meisterhafte Weise filmisch umsetzt; die Szene, in der Noriko mit ihrem Vater eine Theatervorführung besucht, ragt besonders heraus, da das von den Künstlern auf der Bühne vorgetragene Lied auf metaphorische Weise Norikos Situation spiegelt und die Protagonistin erstmals dazu bewegt, ihre Standpunkte kritisch zu reflektieren.
Des Weiteren gewinnt der (von westlichen Idealen geprägte) Zuschauer Einblicke in die Lebensweise der Japaner sowie die Vorstellungen und Erwartungen, die in Japan mit der Institution „Ehe“ verbunden werden; es ist allerdings anzumerken, dass „Banshun“ keinesfalls ein Film ist, der nur in Anbetracht der Situierung, dem Nachkriegsjapan, von Interesse ist, da der dargestellte Konflikt- die Diskrepanz zwischen dem Gefühl der Verantwortung gegenüber dem Vater und der eigenen Lebensplanung- zeitlos ist und zudem auch im kulturellen Kontext Mitteleuropas glaubwürdig erscheint.
Als zeitgeschichtliches Dokument ist „Banshun“ ebenfalls sehr aufschlussreich, da der kulturelle Einfluss der amerikanischen Besatzer auf das Alltagsleben im Japan der Nachkriegszeit stets präsent ist (Coca Cola- Reklameschilder, Baseball als populäre Sportart etc.).
„Banshun“, der Auftakt der so genannten „Noriko- Trilogie“ Ozus, wird verdientermaßen als Klassiker des japanischen Kinos angesehen, da er von einer enormen emotionalen Ausdruckskraft (man denke vor allem an die grandiose Schlussszene) und handwerklicher Perfektion ist!
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