Tatort: Schwarzes Wochenende

Tatort: Schwarzes Wochenende (1986), DE
Laufzeit 95 Minuten, Kriminalfilm, Drama

admin edit edit group memberships sweep cache
- Kritiker
1 Bewertungen
Skala 0 bis 10
- Community
7 Bewertungen
1 Kommentare
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Dominik Graf, mit Eberhard Feik und Siegfried Wischnewski

Der westfälische Möbelfabrikant Heinrich Hencken wird in Duisburg nachts vor seinem Hotel erschossen. Am nächsten Morgen erscheint Hubert Möhlmann, der Sohn eines der größten Konkurrenten Henckens, auf dem Präsidium und liefert, ehe irgendwelche Verdächtigung in dieser Richtung ausgesprochen worden ist, das Alibi aller Möhlmanns: das seines Vaters, das seiner Schwester und sein eigenes. Er erklärt sein merkwürdiges Verhalten mit einer Bedrohung durch Siggi Hencken, den Sohn des Ermordeten. Der hält die Möhlmanns für die Mörder seines Vaters und will sich an ihnen rächen. Die beiden Familien sind verwandt und verfeindet, Konkurrenten seit eh und je; die Henckens haben es nie verkraftet, dass die Möhlmanns die erfolgreicheren waren. Schimanski observiert Hubert Möhlmann. Das tut auch der Journalist Engelbrecht, der gegen die Möhlmanns recherchiert. Da laufen krumme Geschäfte, behauptet er; die Beweise fehlen ihm allerdings noch. Er fühlt sich bedroht, hat Angst um sein Leben. Unter den Augen Schimanskis geschieht ein weiterer Mord: Hubert Möhlmann erschießt Siggi Hencken und behauptet dann, auch dessen Vater umgebracht zu haben. Aber das ist Schimanski und Thanner zu einfach. Es spricht mehr dafür, dass der alte Möhlmann der Täter ist. Beweise gegen ihn gibt es allerdings keine, Widersprüchlichkeiten jedoch genug – und auch Motive. Die Henckens haben anscheinend versucht, die Möhlmanns wegen betrügerischen Bankrotts zu erpressen. Während sich Hubert in Untersuchungshaft befindet, wird Vera Karpinski, die Lebensgefährtin von Siggi Hencken umgebracht. Hat sie das schmutzige Geschäft der Henckens weiterbetrieben? Aber auch Mimi Engelbrecht, die Frau des Journalisten, scheint in Lebensgefahr zu sein. Schimanski kann sie gerade noch aus den Flammen eines brennenden Hauses retten. Vielleicht hat der Anschlag aber auch dem alten Patzke gegolten, einem väterlichen Freund der Engelbrechts, der ebenfalls allen Grund hat, die Möhlmanns zu hassen. Schimanski und Thanner gelingt es, Licht in dieses Dunkel zu bringen – aber die Frage nach dem Mörder des alten Hencken ist damit immer noch nicht beantwortet.


Cast & Crew


Kommentare

Kommentar schreiben
Sortierung

der cineast

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Komplexes, leises Drama von Regiemulti Dominik Graf, in kühlen Bildern und erstklassigen Dialogspielereien. Graf entlockt Schimanski sogar noch neue Töne, bringt einem dem Charakter noch näher. Grandios.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

johnboy1979

Antwort löschen

Geniale Kritik, besonders in ihrer Pointiertheit und Ausführlichkeit ein Genuss für mich. Intellektuell gesehen, hätte vielleicht ein wenig mehr Differenziertheit gut getan, um den Subtext des Tatorts, welcher ja bekannt ist für mehrdimensionale Drehbücher [ ;D ], zu erfassen.

Weiter so!!!


der cineast

Antwort löschen

Als hätte ich den Anspruch gehabt. :)
Scheinst dich ja in dem Sujet gut auszukennen Johny. Respekt.


Kommentar schreiben