Tropa de Elite

Tropa de Elite (2007), BR
Laufzeit 115 Minuten, FSK 18, Dokumentarfilm, Drama, Kriminalfilm, Actionfilm, Kinostart 06.08.2009

6.5 Kritiker
15 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.4 Community
485 Bewertungen
26 Kommentare
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von José Padilha, mit Wagner Moura und Caio Junqueira

Captain Nascimento, Chef des BOPE, der Elitetruppe der brasilianischen Militärpolizei, ist am Ende. Immer häufiger überfallen den Polizisten während seiner Einsätze im Kampf gegen den Drogenhandel in den Elendsvierteln von Rio aus heiterem Himmel Panikattacken. Die brutalen Einsätze übersteht der Offizier nur noch mithilfe von Beruhigungstabletten. Seine junge Frau erwartet ein Kind von ihm und drängt ihren Mann, den gefährlichen Job endlich aufzugeben. Seine Entlassung, um die Nascimento daraufhin tatsächlich bittet, wird ihm allerdings nur gewährt, wenn er einen adäquaten Nachfolger präsentieren kann. Die seit Kindertagen befreundeten Polizisten Neto und Matias leiden unter der alles erstickenden Korruption in ihren Einheiten und bewerben sich beide für den Posten bei der Elitetruppe. Einer von ihnen soll Nascimentos Nachfolger werden. Aber wer, das muss erst ein extrem hartes Auswahlverfahren ergeben, in dem die Kandidaten auf Herz, Ehre und Durchhaltevermögen geprüft werden.

Wissenswertes

Tropa de Elite gewann 2008 den Goldenen Baeren der Berlinale.
Der Film ist nach dem Dokumentarfilm Bus 174, welcher erzaehlt, wie Kinder in Brasilien zu Kriminellen werden, der zweite Film von Regisseur José Padilha
Tropa De Elite bedeutet auf deutsch Spezialeinheit.

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Kritiken (6) — Film: Tropa de Elite

Ciprian David: NEGATIV

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8.0Ausgezeichnet

...Trotz der rasanten Kameraführung und ungeheuren Dynamik der Handlung, die den Film zu einem einzigen Schrei verwandeln, findet José Padilha in Tropa de Elite den angemessenen Blickwinkel, um möglichst alle Facetten der geschilderten Gesellschaft, aber vor allem die Ausweglosigkeit des tragischen, über viele Jahre entstandenen Systems als Ganzes auf der Leinwand leuchten zu lassen. Von der zu a priori gewordenen Selbstverständlichkeit der Korruption der Polizei, durch deren Netze sich Matias und Neto erfolgslos zu kämpfen versuchen, über die Ignoranz der wohlhabenden Studenten, die durch Drogenkonsum oder sogar aktiv den Kreislauf des Verbrechens unterstützen, nicht aber bereit sind ihre Vorurteile gegenüber der Welt hinter der Mauer der Familienvilla einzusehen, aber auch über die trostlosen Einwohner der Slums, bis hin zur Unfähigkeit der BOPE, ihre Vergehen gegen Menschenrechte zu reflektieren, durchleuchtet der kritische Blick des Regisseurs alle verschwiegenen Wahrheiten einer Gesellschaft....

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Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de

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8.5Ausgezeichnet

José Padilhas Filme beginnt wie ein Musikvideoclip – zu mitreißenden, aufpeitschenden Beats zeigt er punktgenau auf den Rhythmus geschnittene Bilder einer Party in einer Favela, bei der immer wieder auch Waffen als selbstverständlicher Bestandteil des Alltags zu sehen sind. Genauso hart, laut und rasant geht dieser Film auch weiter. Padilha führt schonungslos den Kampf gegen die außer Kontrolle geratenen Favelas vor Augen und er lässt keinen Zweifel daran, dass dies ein Krieg ist, der mit unlauteren Mitteln und aus manchmal denkwürdigen abstrusen Motiven geführt wird – in diesem Falle sind es der bevorstehende Papstbesuch und die Sorgen um die Nachtruhe des Hl. Vaters, die eine Gewaltwelle unvorstellbaren Ausmaßes lostreten.

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Sascha Westphal: epd-Film, Die Welt Sascha Westphal: epd-Film, Die Welt

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4.0Uninteressant

Die extreme Unmittelbarkeit der Bilder und der eine beinahe dokumentarische Authentizität suggerierende Stil des Films fordern letztlich ihren Preis. Padilha stürzt sich mit seinen Figuren hinein ins Geschehen und verliert dabei jede Distanz. Gewalt nur mit Gewalt, Mord nur mit Mord zu beantworten, erscheint eben nicht nur Nascimento als einziger Ausweg. Auch Padilha denunziert alle anderen Versuche, der Situation in den Favelas Herr zu werden. Die Verachtung, mit der er auf die in die Slums gehenden Studenten herabsieht, ist erschreckender als all die Folterungen und Hinrichtungen, die von dem brasilianischen Totenkopf-Orden verübt werden. Padilha leistet einem Fatalismus Vorschub, dessen menschenverachtende Konsequenz sich in der Verwandlung eines Jurastudenten in einen Elite-Polizisten offenbart.

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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

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8.5Ausgezeichnet

"Tropa de Elite" schreibt einem nicht vor, was man von seinen Figuren und deren Aktionen halten soll. Auf den ersten Blick kann Nascimento einem durchaus noch als Identifikationsfigur erscheinen, die Bope als Kraft, die mit zu harten Mitteln Ordnung zu schaffen versucht. In Brasilien wollten viele das offenkundig so sehen. Der Film zirkulierte lange vor Kinostart als millionenfach verbreitete illegale DVD-Kopie, wurde dann auch in den Kinos zum Hit - und Nascimento zur Ikone. Wer den Film dergestalt als eine Art Ego-Shooter begreift, übersieht jedoch auf fatale Weise die schleichende, aber eindeutige Abwärtsbewegung von Padilhas Erzählung. Zunehmend brutaler werden die Aktionen der Bope. Eine lange Sequenz führt nachdrücklich vor, wie der Nachwuchs im Bope-Trainingslager geschleift wird. Zwar beharrt der Film auf Nascimentos Perspektive: Die Gnadenlosigkeit aber, mit der er vorführt, wie in zynischer Manier Menschen gequält und zugerichtet werden, spricht für sich.

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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

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7.5Sehenswert

Wenn Polizeihauptmann Nascimento zur Arbeit geht, dann hat er eines immer dabei: eine durchsichtige Plastiktüte. Die stülpt er den widerspenstigen jungen Drogendealern in den Favelas Rio de Janeiros über den Kopf, um sie ein wenig gesprächiger zu machen. Das Opfer japst, dann spritzt Blut. Aus den Ohren? Aus der Nase? Egal, die Tüte färbt sich rot. Ein schauriges Bild. Es ist nicht die einzige Szene in Jose Padilhas Favela-Film "Tropa de Elite", in der exzessive Gewalt gezeigt wird. An anderen Stellen werden Menschen zerstückelt und verbrannt. Aber es dürfte die Tütenfolter sein, mit der es der Schauspieler Wagner Moura in der Rolle des depressiven, Pillen schluckenden Capitão Nascimento in Brasilien zu Kultstatus gebracht hat: Essen Kinder ihren Teller nicht leer, heißt es: Achtung, der Capitão Nascimento kommt. Auto falsch geparkt? Ein Fall für den Capitão. Nascimento, er ist eine Kultfigur geworden - in den Favelas wie auch in der gehobenen Gesellschaftsschicht…

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Björn Lahrmann: Das Manifest

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7.5Sehenswert

TROPA DE ELITE wendet die konventionellen Überwältigungstaktiken des Actionkinos wie eine Waffe gegen sein Publikum: Seine ungestüme Hochglanz-Kinetik ist zu einem hohen Preis erkauft, nämlich, als Zuschauer die Perspektive eines Faschisten einnehmen zu müssen. Gedankenloses Geilfinden ist so direkt gekoppelt an ein Gutheißen der gezeigten Unmenschlichkeiten. Manch einer hat dem Film diese radikale Alternativlosigkeit zum Vorwurf gemacht, er spiele damit der Propaganda in die Hände und glorifiziere Polizeigewalt. Dass dieser Vorwurf nicht hunderprozentig ins Leere läuft, macht ihn umso spannender.

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Kommentare (20) — Film: Tropa de Elite

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Tyler.Fincher

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Bewertung9.0Herausragend

Wer "City of God" mochte wird auch mit "Tropa de Elite" zufrieden sein. Der Film reißt einen förmlich mit: entfesselte Kamera, kein wirklicher Hauptdarsteller und ein abartiger und realistischer Gewaltlevel. Nichts wird schön geredet und man bekommt in ca 2 Stunden das korrupte System von Rio mit, in dem sich Polizisten und Drogendealer bekriegen. Korruptheit scheint die einzige Lösung zum überleben zu sein und wer gegen das System kämpft, hat schon verloren. Bitterer und unaufhaltsamer Brocken aus Armut, Gewalt und Sozialkritik. Ich warte sehnlichst auf den Nachfolger!

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dbeutner

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr starker Film, den anzuschauen allerdings wirklich nicht unter die Rubrik "Spaß" fällt...

Den ständigen Vergleich zu CoG/CoM finde ich insofern etwas merkwürdig, als es zwar ganz grob um die gleiche Problematik geht, aber beide Filme ansonsten doch sehr unterschiedlich sind. Nehmen wir "Jonni"s Kommentar von fast ganz unten: Da wird die Ästhetik der beiden Filme miteinander verglichen, was schon absurd ist (CoG hat davon ganz viel, TdE ist sehr ungeschönt und zB in der Kamera viel schwächer, nicht einmal ambitioniert in der Richtung, in der es CoG war). Die Sichtweise ist unterschiedlich, die geschilderten Entwicklungen sind unterschiedlich, Tempo und Rhythmus sind unterschiedlich ... ja, eigentlich fast alles.

Egal. Tropa de Elite. Hart, schnell, schonungslos, direkt, gerade sehr wenig ästhetisiert. Der Film sucht nicht im Ansatz nach Auswegen, sondern beschränkt sich auf das Schildern der Ausweglosigkeit. Das ist auf der einen Seite berechtigt, denn im Status Quo der politischen Verhältnisse gibt es wohl sonst nicht viel zu schildern, und /dass/ die eskalierte Gewalt geschildert wird, ist ja zumindest erst mal ein wichtiger Ansatz. Auf der anderen Seite ist das Kernproblem - Drogenkriminalität - ja nun keines, wo noch niemand auf die Idee gekommen wäre, dass der Status Quo zum Scheitern verurteilt ist und daher Alternativen versucht werden /müssen/, /wenn/ (!) man etwas verbessern möchte.

Das ist auch der einzige Punkt, wo sich der Film inhaltlich eine Schwäche leistet. Dass die Arbeit der BOPE beschönigt wird, kann ich nicht im Ansatz erkennen; es werden auch keine Rechtfertigungen abgegeben, zumindest keine, die die Absurdität und Brutalität irgendwie relativieren würden oder wollten. Wenn aber als eine der Ursachen die kiffenden Jugendlichen von den Bullen identifiziert werden, und im gesamten Film diese Auffassung /nicht ein einziges Mal/(!) mit einem einzigen Gedanken hinterfragt wird, so scheint dieser Gedanke bei den Machern auch zu fehlen.

Aber das soll gar nicht groß kritisch sein, sondern primär will ich damit sagen: Das /ist/ die Schwäche des Films, /mehr/ gibt es da nicht vorzuwerfen, schon gar nicht eine Glorifizierung der Polizeiarbeit.

Filmisch wurde schon einmal angemerkt, dass die Kameraschwenks irgendwann etwas auf den Senkel gehen, aber das tritt für mich vor dem Rest in den Hintergrund. Die Figur des Matias ist zu Beginn zu weich gezeichnet bzw. die Entwicklung zum Hardcore-Folterer etwas schnell. Die Darsteller sind ansonsten gut, aber so hektisch aufgenommen, dass sie eine besondere Stärke kaum entfalten können (noch ein Unterschied zu CoG). Aber auch das stört mich nicht ernsthaft, weil der Stil eben so angelegt ist und hier einem kein ruhiges Filmdrama unterbreitet wird, sondern Realitätsschock.

Das, was der Film will, schafft er auch. Dringend sehenswert, aber eben: Kein Spaß.

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alanger

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großer film. und wer sagt was von spaß?


dbeutner

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Niemand. Ich habe ihn nur so gerne ;-)


dustyOn3

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Bewertung10.0Herausragend

"Tropa de Elite" ist brutal. Aber nicht auf Grund der Darstellung von Gewalt im Film, sondern auf Grund der Nähe zur Realität. Ich habe die Original-Fassung mit deutschen Untertiteln gesehen, was den Film zu einer Art Dokumentation gemacht hat. Nicht einmal eine Sekunde wirkt der Film langweilig oder in die Länge gezogen. Jede Sekunde ist auf Spannung und Realitätsnähe getrimmt. Aber die Spannung wird nicht künstlich in Szene gesetzt, sondern resultiert ganz logisch einfach aus der realistischen Drehart. Es geht gar nicht anders.

Es ist einfach bedrückend zu sehen, wie es in den Slums in Brasilien vor sich geht, wie korrupt die Polizei dort ist und wie hart die Menschen ums Überleben kämpfen müssen. Auch das Leben der Menschen bei der BOPE, der Batalhão de Operações Policiais Especiais, wird hervorragend geschildert. Nach einigen Recherchen gehe ich davon aus, dass es nahezu genauso wie in diesem Film vor sich geht. Reportagen zeigen nichts anderes, als genau das, was "Tropa de Elite" repräsentiert. Jeder der denkt, dass es ihm schlecht geht, sollte sich diesen Film ansehen und wird anschließend anders über seine Lebenssituation denken.

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

dustyOn3

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Danke und Danke für den Tipp. Kenne ihn noch nicht, werde ihn mir aber morgen direkt ausleihen.


dustyOn3

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Kann dir aber auf jeden Fall empfehlen, den Film auf portugiesisch mit deutschen Untertiteln zu gucken. Sehr atmosphärisch.


Brennegan

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Bewertung9.0Herausragend

Tropa de Elite zeichnet ein erscheckendes Bild der Zustände in Rio. Dabei wird nicht nur gezeigt, mit welcher Härte gegen das Verbrechen vorgegangen wird, sondern dass es eigentlich nicht möglich ist, sich ein Leben in dieser Stadt aufzubauen, ohne das gute Gewissen nicht ein einziges Mal auszusperren. Jeder wird hier zum Sünder, auch die, die eigentlich Gutes tun wollen.

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lil.weeze

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr guter Film über BOPE, eine brasilianische Spezialeinheit die hauptsächlich in den Favelas operiert. Der Film überzeugt, da er keine Partei ergreift, bzw am Ende keine Moral bereit hält und von Anfang bis Ende kompromißlos und schlüssig durchgezogen wurde.
Einzig die teilweise unübersichtliche Inszenierung trübt den sonst sehr guten Gesamteindruck.

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Billmaik

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Den Vorwurf der Verherrlichung von Polizeigewalt kann ich ganz und garnicht nachvollziehen, die Debatte erinnert mich in ihrer ganzen Absurdität an die Faschismus-Diskussion rund um "Starship Troopers". Auf jeden Fall ist der Berlinale-Gewinner von 2008 ein sehr guter Film, welcher sich irgendwo zwischen dokumentarischem Realismus und Satire bewegt und paradoxerweise trotzdem blendend funktioniert.

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BigDi

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Ist ja auch eine Realsatire, was da so passiert. ;)


Le Samourai

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So ist es! Gerade gesehn...


Filmpapst

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Bewertung7.5Sehenswert

angelehnt an " City of God " als Sozialstudie , der mir besser gefiel , straight forward , einfach kompromisslos , so geht es wohl mit aller Härte in den Slums mit seinen Gangs zu, Spannung als roter Faden durch den ganzen Film , Kameraschwenks durchweg
vielleicht übertrieben schnell .....

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BigDi

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Bewertung7.5Sehenswert

Zu Beginn eine gnadenlose Realsatire, auf die später ein Ausbildungscamp folgt, nach dem man am liebsten Urlaub in der ersten Hälfte von "Full Metal Jacket" machen würde. Dazwischen und vor allem gegen Ende gibt es die tägliche Realität, die keine Gefangenen macht. Ein Trip durch eine Welt, die so kaputt ist, dass man sich wundert, wie sie nicht unter den Füßen der Bewohner zerbröselt, ein Blick auf ein System, das durch und durch korrupt ist - und kein Ausblick auf eine bessere Zukunft. Der mitreißende Charakter leidet manchmal an der leicht tempounbewussten Dramaturgie und auch der Schluss könnte besser sein, aber im Endeffekt passt er doch perfekt zur Stimmung. "Tropa de Elite" ist der Weg mitten in eine stachelbesetzte Sackgasse und so real, dass man es oftmals gar nicht fassen kann.

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Blonder

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Im Doku Stil gedrehtes Sozialdrama, das einen von der ersten bis zur letzten Minute an den Bildschirm fesselt.
Captain Nascimento ist der Leiter einer Einheit namens BOPE in Rio, eine Art Militärpolizei die mit ganzer Härte gegen die Drogenmafia vorgeht. Er selber möchte aussteigen und sucht somit einen Nachfolger. Die Geschichte ist so gut inszeniert, dass man das Gefühl hat, es wäre alles real. Darüber hinaus fragt man sich manchmal, ob die Gewalt, die diese Einheit anwendet, gerechtfertigt ist oder ob die Polizisten sich auf eine Stufe mit den Gangstern stellen.
Spannender und interessanter Film, der einen so schnell nicht mehr los lässt.

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Schoebelator

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Bewertung9.0Herausragend

Starker Tobak. Dass der Film nicht den Anspruch hat eine Dokumentation zu sein (entgegen den frühen Plänen des Filmemachers) sollte inzwischen klar sein! Wer hierauf rumhackt ist selber schuld.
Die Polizei kommt hier *NICHT* gut bei weg! Aber ebensowenig (und das ist viel wichtiger) die drogenkonsumierende/-supportende Mittel/Oberschicht Rios!

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spanky

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Bewertung7.5Sehenswert

Vom Machismo durchflutete Favela-Action, die vor keiner noch so blutrünstigen Folter- oder Tötungsszene halt macht. Aber vielleicht muss man in einem Slum von Rio aufgewachsen sein, um tough genug zu sein, diesen Realitätsflash zu ertragen. Oder voller Adrenalin & Testosteron.

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stuforcedyou

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Bewertung7.0Sehenswert

Vor einigen Jahren kam mit „City of God ein bewegendes wie radikales Meisterwerk in die Kinos, dass vom alltäglichen Kampf der Menschen in den Favelas von Rio de Janeiro erzählte. „Tropa De Elite“ dreht nun die Kamera und zeigt die Favelas nicht aus der Sicht ihrer Bewohner sondern aus der eines Polizisten, der in der Spezialeinheit B.O.P.E. immer dann gerufen wird, wenn die normale Polizei nicht weiter weiß und dass tut sie jeden Tag.

Der Film, der 2008 auf der Berlinale zum besten Film gekürt wurde, musste sich immer wieder anhören, er würde die Polizei glorifizieren und mit ihr die Gewalt, die sie anwendet um etwa an die Drogenbosse zu kommen. Ja, „Tropa De Ellite“ ist brutal, aber nicht zum Selbstzweck. Seine Brutalität, die in wackeligen Handkamerabildern äußerst authentisch wirkt, dient immer auch als charakter- und gesellschaftliche Reflexion der Favelas.

Regieseur José Padhila und sein Autor Bráulio Mantovani, der selbst jahrelang Mitglied der B.O.P.E. war, ist so ein schonungsloser aber gleichzeitig auch entlarvender Blick auf ein korruptes und kaputtes System gelungen. Dass der Film nach gut einer Stunde seinen fesselndes Realismus versucht gegen eine Rachestory einzutauschen ist sicherlich eine großes Ärgernis, aber auch mit diesem großen Makel ist „Tropa De Elite“ sehenswert.

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Strikerth

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Authentizität schreibt der Film groß und bleibt dabei immer das zwiegespaltene Werk für den Zuschauer und seine eigene Betrachtungsweise. Ich könnte heute noch alle Adjektive benutzen die hier vielfach verwendet wurden doch ich lass es lieber und lasse den Film sprechen...

Es existiert ein Interesse an der generellen Rezession der Applikation relativ primitiver Methoden komplementär zur Favorisierung adäquater komplexer Algorithmen.

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Fulsome.

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

BOPE - Batalhão de Operações Policiais Especiais // Bataillon für Operationen der Spezialpolizei.
Sie haben als Polizisten angefangen, aber dann merkten sie, dass sie eigentlich gegen die Polizei arbeiten.

Drastisch, Makaber, Ehrlich, Mitreißend.

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random hero

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Bewertung4.5Uninteressant

"Drogen, Korruption, Waffenhandel und Schießereien, alles wird abgehandelt und wirkt erschreckend real."

Der Satz aus einer der Kritiken trifft es ganz gut, alles wird in den Film gesteckt, und alles schnell abgehandelt, ohne intensiv auf eines der Themen einzugehen. Ebenso die Hauptfiguren, alles geht irgendwie an einem vorbei. Für einen Film, eine Geschichte, eine Erzählung ist die Handlung zu trocken, die Figuren zu platt, für eine wirkliche Sozialstudie ist es aber doch zu sehr Kino. Inszeniert st es dagegen eindrucksvoll, mit teilweise umwerfenden Bildern aus dieser Stadt der krassen Gegensätze, und knackiger Action.

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RaZer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein großartiger Blick hinter die Kulissen der Slums und der Polizei in Rio. Drogen, Korruption, Waffenhandel und Schießereien, alles wird abgehandelt und wirkt erschreckend real. Selbst die paar aufrechten Cops, die es noch gibt, müssen die Gesetze umgehen, um wenigstens einen kleinen Fortschritt zu erzielen. Das mag unmoralisch sein, aber die Realität ist nunmal hart und dementsprechend dürfte es in Wirklichkeit kaum anders zugehen. Die Charaktere und deren Wandlungen wirken ebenso authentisch, wie die gesamte Stadtatmosphäre (Dreck, Hitze, Schrott). Trotz einiger harter Szenen darf man aber keinen Actionblockbuster mit aufwendigen Shootouts erwarten. Die Stärken liegen eher in der Handlung und der Gefühlswelt der Beteiligten.
Selten wurden sozialkritische Aspekte so fesselnd umgesetzt.

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wolf260366

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Bewertung5.0Geht so

Ein sehr harter Film, bei dem ich immer geschwankt bin zwischen völliger Fassungslosigkeit über die dortige Zustände und meinem Unglauben darüber. Eine Spezialeinheit mit einem Captain, der "aussteigen" muss und dazu einen Nachfolger sucht. Die Erlösung aus diesem Dilemma findet sich erst dann, wenn der "Neue" quasi alle Werte aufgibt. Sehr hart, sehr schnell gedreht. Wer City of God gut fand, wird hier viele Parallelen finden. Aber der erstgenannte Film war intensiver. Nervig waren die deutschen Untertitel und dazu der deutsch eingesprochene Off-Komentar. Keine Ahnung, ob dies in der Original-Fassung auch so ist, dass die Hauptfigur permanent ihre Gefühlslage offenbart.

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dbeutner

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Ist so.


alanger

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

warum bitte ist meine kritik hier gelöscht wurden, was war da falsch? das macht ihr in letzter zeit öfters, löschen ohne einen das mitzuteilen.

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Batzman

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Von uns hat den Kommentar niemand gelöscht, wir gehen der Sache grade nach ob es da technische Probleme gibt.


Jonni

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Bewertung7.5Sehenswert

Trotz des goldenen Bären 2008 hat es der Film "Tropa de Elite/The Elite Squad" es meines Wissens nach nie in die deutschen Kinos geschafft. Habe den Film als Import DVD bei Negativeland in Berlin gefunden. "Tropa de Elite" ist ein Spiegelbild zum Publikumserfolg "City of God". Kein Wunder zeichnet sich doch mit Bráulio Mantovani derselbe Autor für beide Werke verantwortlich. Im Gegensatz zum Vorgänger wechselt der Film von Jose Padilha die Seiten: Nicht die Drogen Gangster aus den Favelas, sondern das Todeskommando der Polizei steht hier im Mittelpunkt. Der Film benutzt eine ähnlich epische Struktur mit viel Voice-Over und taucht die Favela in dieselbe fiebrige Werbeästethik, die bereits "City..." ausgemacht haben. Dennoch bleibt der Gesamteindruck ambivalenter als beim Vorgänger: Zu schlicht erscheint die Geschichte phasenweise und zu kommentarlos wird man den überästethisierten Gewaltorgien ausgesetzt. Aber vermutlich ist es gearde die Verweigerung einer moralischen Aussage, die den Film 2008 in den Augen der Berlinale Jury preiswürdig erscheinen ließ.

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annaberlin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Erschütterndes Sozialdrama, das die Spirale der Gewalt (bzw. den Zusammenhang von Armut, Bildung und Gewalt) eindringlich darstellt. Von José Padilha werden wir noch hören (übrigens sollte man sich unbedingt auch Bus 174 anschauen!).

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jannis

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Gibt's Bus 174 etwa auf moviepilot nicht? :)


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