The Woodsman - Kann man etwas Schlimmeres tun?

The Woodsman (2004), US
Laufzeit 87 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 05.05.2005

7.4 Kritiker
9 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.1 Community
509 Bewertungen
32 Kommentare
The Woodsman - Kann man etwas Schlimmeres tun?
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von Nicole Kassell, mit Kevin Bacon und David Alan Grier

Nach zwölf Jahren Gefängnis wird Walter (Kevin Bacon), verurteilt wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger, in eine Welt entlassen, die er kaum noch kennt und die ihn nicht kennen will. Walter versucht ein normales, unauffälliges Leben zu führen. Er zieht in ein kleines Apartment und findet einen Job im Sägewerk. Doch seine Umwelt begegnet ihm mit Misstrauen, Ablehnung und Hass. Allein seine Arbeitskollegin Vicki (Kyra Sedgwick) versucht ihn nicht nach dem zu beurteilen, was er vor Jahren getan hat. Zwischen den beiden könnte eine Liebe entstehen, aber Walter lebt in ständiger Angst vor Repressalien, vor allem aber der Angst vor seinen eigenen Impulsen und Gefühlen, die durch die Bekanntschaft mit einem jungen Mädchen wieder auszubrechen drohen.

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Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: The Woodsman - Kann man etwas Schlimmeres tun?

Evie: www.inderzange.de

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10.0Herausragend

Eigentlich müsste man dem Film schon wegen dem Thema aus eine 10 geben, denn sich damit zu befassen ist schon mehr als mutig.
Und dann kommt noch dazu das einfach alles bei dem Film stimmt, die Schauspieler sind extra Klasse (besonders Kevin Bacon) aber die Stimmung die rübergebracht wird, eigentlich stimmt hier alles. 10/10

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.5Sehenswert

Ein hochgradig schwieriges Thema ohne Peinlichkeit und dumme Klischees umgesetzt. Kein einfacher Weggucker, aber ein guter Beitrag zum Thema.

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Kommentare (30) — Film: The Woodsman - Kann man etwas Schlimmeres tun?

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Punsha

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein kontroverses und besonders schwieriges Thema wie Pädophilie benötigt immer eine ganze Menge Fingerspitzengefühl, was die meisten Medien keinesfalls besitzen. Da wird einfach "Todesstrafe für Kinderschänder" herum posaunt oder Menschen werden nicht mehr als Menschen erachtet. Kassell besitzt in seinem Film "The Woodsman" ein solches Fingerspitzengefühl, denn er bricht weder alle Tabus (und das ist auch gut so), noch schlägt er sich auf die Täter- oder Opferseite, sondern erzählt stattdessen eine authentische, feinfühlige und dramatische Geschichte über einen zwiespältigen Pädophilen. Kevin Bacon spielt dessen Rolle so stark, dass die Krankheit in ihm sehr realistisch und ausdrucksstark hindurch kommt. Nach seinem 12-Jährigen Gefängnisaufenthalt ist nichts mehr so wie es einmal war: Freunde und Familie haben sich von ihm abgewandt, die Gesellschaft akzeptiert ihn nicht mehr und die Polizei hat ständig ein Auge auf ihn. Da fehlt doch nur noch, dass der Walter, der Täter, selbst als unschuldig und mittlerweile "geheilt" gilt und wir hätten ein sehr kitschiges und gleichzeitig makaberes Drama, was die meisten nur verärgert hätte, so viel zum Thema Fingerspitzengefühl. Nein, Kassell tut uns das nicht an und so entwickelt sich ein ergreifender innerer Konflikt in Walter, der in ihm einen Kampf entfacht, und zwar gegen die Gefahr rückfällig zu werden. Das Ganze wird zu einem psychischen Balanceakt, dem auch der Zuschauer nicht entrinnen kann und zum mitfiebern oder mitleiden angehalten ist. Die Szene auf der Parkbank schlug mir beispielsweise schwer aufs Gemüt, harter Stoff, das kann ich mit Sicherheit sagen.
Wer also fähig ist, ein solches Thema relativ unvoreingenommen und tolerant anzugehen, dem ist "The Woodsman" (in einer guten Stunde) absolut zu empfehlen.
Bleibt also ruhig auf. Es lohnt sich!

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

hoffman587

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@Punsha: Doch, haha, so konnte ich gestern wenigstens Dark City sehen. :)
Toller Film, und das sogar in HD-Qualität, aber ich bin wieder gemein. Sorry:/
@seven: Jup, besonders mein Erzfeind: Internetkonnektivität! ;P


Janus Winter

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Nicole Kassell ist eine Frau, Frau Punsha!


doctorgonzo

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Bewertung6.5Ganz gut

Also ähm.
Schlimme Sache das. So allgemein. Und im besonderen. Auch hier. Das ist dann auch keine Frage mehr von Moral, wenn ihr wißt, was ich meine.
Potentialverschwendung passt mir einfach nicht.

Dass Bacons Präsentation der Hauptfigur stark ist, steht wohl außer Frage. Der Rest des Cast kommt gegen ihn und seine Wirkung kaum an, trotz hauptsächlich ordentlicher Leistungen. Sogar Sedgwick spielt recht solide, was mich tatsächlich überraschte.

Weniger beeindruckend ist das, was mit der Geschichte passiert. Die metapherlastige Erzählweise nimmt viel vom möglichen Zündstoff weg. Fast wirkt es, als bemühe man sich um Kontroverse, möchte aber gleichzeitig als Film von allen geliebt werden. Gegen Ende wirken dann einzelne Teile hastig herbeigezerrt, um noch irgendwas sagen zu können, was dem vermittelten oder zu vermittelnden Inhalt nicht gut tut.

Zum Ausgleich bekommt der geneigte Zuschauer größtenteils eben nicht die befürchtete Pseudo-Moralkeule übergebraten. Es geht eben nicht darum, entweder Abscheu, oder Mitleid, oder gar Sympathie zu empfinden. Es geht hier eher um die Zeichnung eines Mikrokosmos, in dem das Opfer außen vor steht. Darüber kann man zwar denken, wie man möchte, aber in Zeiten des Boulevardjournalismus sind die Opfer ohnehin nur Kanonenfutter für Quoten oder Auflagen. Ein paar verheulte Bilder, dramatisch in Szene gesetzt. Dann lieber eine etwas klinischere Annäherung an "das Leben danach" eines Täters, dabei bietet sich auch der Blick auf die Gesellschaft, deren Unfähigkeit im Umgang mit diesen Menschen (und bei aller Verachtungswürdigkeit ihrer Taten bleiben sie Menschen, was im Zuge verblendeter Entrüstung gern unter den Tisch gekehrt wird) und auch die Diskrepanz zwischen den eigentlichen Gesetzen, also dem Recht, und dem, was man als Massenmoral in dümmlichen Zeitungen oder sozialen Netzwerken immer wieder beobachten darf.

Viel verschenkt, dafür glaubhaft gespielt (wenn auch zum Ende hin arg dick aufgetragen) und gut eingefangen.

Kann man mal sehen, auch wenn der Film merklich unter den Möglichkeiten bleibt.

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KASAKA

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Dein (wie immer klasse geschriebener) Kommentar macht die Entscheidung keines Falls leichter. Ich weiß noch nicht wirklich, ob ich mich an dieses Werk wagen soll oder es lieber bleiben lasse.


doctorgonzo

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Ach, probieren geht über studieren. Letztendlich entscheiden ja die Darsteller zugunsten des Werkes.


RoosterCogburn

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Bewertung7.5Sehenswert

Nach "Monsters Ball" hatte Produzent Lee Daniels mit dieser Themenwahl erneut Mut zum Risiko gezeigt. 'Der Holzarbeiter' Kevin Bacon brilliert in diesem Film über das Leben und Leiden eines Pädophilen, der von seiner Neigung wegkommen will. Er liefert ein beeindruckendes Porträt eines Mannes, der Täter und zugleich Opfer seiner selbst ist. Mit wenigen Worten und einer zurückgenommenen Performance, dafür aber umso überzeugender in Mimik und Gestik, gelingt ihm dessen Zerrissenheit und Nervosität aufzuzeigen. "The Woodsman" wagt den Schritt, den Zuschauer der Gedankenwelt Walters unmittelbar auszuliefern und lässt ihn, anfangs noch unreflektiert, die Welt mit den Augen des Pädophilen sehen. Der Film gewinnt durch diese Nähe dem vermeintlichen Monster menschliche Seiten ab. Auch Bacons Ehefrau Kyra Sedgwick verleiht ihrer Figur eine Verletzlichkeit, die ihre schwere Vergangenheit in sich trägt, und auch Mos Def als Cop gelingt eine intensive Charakterzeichnung.

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Tachitalili

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Bewertung4.0Uninteressant

.. Ein schwieriges Thema.

**Spoiler***
Der Film versucht den Zuschauer dazu zu bewegen, Mitleid für ein Kinder-Sexualstraftäter zu empfinden.
Ja, die tränengefüllten Kevin Bacons Augen waren mitleiderregend. Jedoch bei weitem nicht so mitleiderregend für mich wie die Augen des Mädchens bei der Parkszene. (Übrigens- ganz großes Schauspiel, glaubwürdig, herzzerreißend)

Nein, ich muß sagen ich habe mich gefragt, wofür man 12 Jahre bekommt- und das waren ganz bestimmt nicht abnorme Gedanken allein. "Ich habe ihnen nie weh getan", sagt er. Aber 12 Jahre? Aber der Film will mit der Wahrheit nicht rausrücken was er nun getan hat, weil damit - vermute ich mal - mit keinerlei Mitleid mehr für ihn zu rechnen wäre.
Dadurch kommt es mir vor, als wäre hier das Mitgefühl des Zuschauers "erschummelt" worden. Jack the Ripper Babyphotos waren bistimmt auch ganz süß.

Ein ganz interessanter Gefühlsfilm, spannend. Konnte meine Erwartungen - ich dachte hier wird sich psychologisch mit dem Thema Gründe/Kontrollmöglichkeiten/Therapiemöglichkeiten/Realistische Prognosen usw - nicht erfüllen.
Jedoch bietet er sensibel und vorsichtig- Einblicke in das Leben der "Allerschlimmsten" und wollte wohl einen zum Nachdenken über eigene Rachegelüste bringen.
Ist er jedoch realistisch? Ich weiß es nicht.

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Tachitalili

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@CarrionFairy:
Ich schrieb: "Wie soll ich nun meine Haltung zu einer Persönlichkeit und zu einer Störung definieren, wenn ich nicht weiß was er getan hat? Ich wollte einfach dass gesagt wird, was in seiner Akte steht,"
Daraus schliesst du, ich wäre pervers neugierig auf die Taten eines Pädophilen? Ich dir eigentlich klar, WAS DU DAMIT AUSSAGST?
Da hat jemand aber ganz schön Glück, hier online seine bodenlos unverschämten und dummen Kommentare über mich ablassen zu können und mir nicht gegenüber zu stehen.
Damit ist von meiner Seite aus jede Diskussion mit dir beendet.


CarrionFairy

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ja, ich weiß, was ich damit aussage - dass du aufrgund "fehlender informationen", die in diesem film völlig überflüssig sind, keine stellung bezehen willst, weil sie nicht in dein weltbild passt.
1. ich habe nicht ganz schön glück - ich vertrete meine meinung nicht nur feige im internet.
2. sonst was? ich weiß nicht, ob du es in einer diskussion angebracht findest, jemandem mit solchen floskeln virtuell zu drohen, jedenfalls scheint dich aber eine dünne argumentationslage ausschließlich auf basis subjektiver gegebenheiten nicht zu stören - schade.


tobi12000

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

faires drama über das wohl emotional aufgeladenste thema überhaupt.
der film zeichnet sich dadurch aus, dass er sich auf die seite des pädophilen stellt und ihn in erster linie als einen menschen darstellt, der ein schweres leiden hat. der film lässt dadruch keinen platz für selbstgerechte lynchvorstellungen, da er die frage aufwirft inwiefern pädophile für ihre taten verantwortlich sind, oder ob sie bereits durch ihre krankheit determiniert sind.
man ertappt sich schnell dabei, dass man mitgefühl für den verurteilten kinderschänder walter empfindet. während der film gleichzeitig aber auch den inneren kampf dem walter immer weiter nachgeben muss zeigt, sodass man sich die frage stellt, ob, trotz allen mitgefühls, so ein mensch in die freiheit gehört, da er trotz aller guten absichten letztendlich eine tickende zeitbombe zu sein scheint.
diese spannung wird dadruch verstärkt, dass walter regelmäßig aus seiner wohnung hinaus einen anderen pädophilen beobachtet, der seinen trieb offenbar nicht unter kontrolle hat, wodurch die problematik noch einmal erweitert wird. darf ein vebrecher einen anderen verurteilen? ist dies zeichen eines heilungsprozesses oder teil der neutralisation seiner eigenen taten?
letztendlich will der film diese frage nicht beantworten, sonder uns dazu bringen, dass wir uns mit dem heiklen thema auseinander zu setzen und dies auf einer ernsthafteren weise, als den üblichen todesfoltergeschrei und öffentlicher empörtheit.

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based_god

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Bewertung6.0Ganz gut

Muss duffy recht geben – Der Film hat sein grosses Potenzial nur bedingt genutzt.

Einige Szenen sehr stark, dann wieder Belanglosigkeit und gegen Ende gar relativ schwaches Drehbuch.

Die Schauspieler, herauszuheben sind Kevin Bacon und Mos Def, machen ihre Sache gut und sorgen dafür, dass dieser Film wenigstens in seinen starken Szenen glaubwürdig ist.

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8martin

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film soll wohl ein Plädoyer dafür sein, dass Pädophilie heilbar ist. Zumindest suggeriert das der Titel. Zu diesem Zweck geht er sehr behutsam und sensible vor. Und die äußeren Bedingen passen auch. Dazu gehört eine Freundin (Kyra Sedgwick), die seit ihrer Kindheit auch an einem Päckchen zu tragen hat und die den Druck etwas von ihm nimmt. Parallel dazu gibt es natürlich therapeutische Sitzungen. Kevin Bacon spielt den Ex-Häftling Walter sehr überzeugend. Er ist sehr ernst, redet in kurzen aber präzisen Sätzen und kommt sowohl mit dem Mobbing der Kollegen zurecht als auch mit dem provozierenden Polizeibeamten. Der Höhepunkt ist eine Szene im Park. Hier weiß man zunächst nicht, ob Walter wie früher das kleine Mädchen Robin (sic!) anmachen will oder ob es ein Feldversuch in eigener Sache ist, um herauszufinden, ob er wieder normal sei. Den guten Ausgang kann man noch nachvollziehen. Und auch, dass er kurz darauf einen echten Pädophilen bewusstlos prügelt. Das kann so etwas wie eine Katharsis sein. Aber so ganz normal ist er ja wohl noch nicht. Zwischenzeitlich gibt es einige Längen und unklare Symbole wie der rote Ball irritieren etwas.
Es ist ein ernsthafter Versuch, kinogerecht aufbereitet, ohne Wertung aber eindringlich durch die guten Schauspieler.

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Reload

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein sehr heikles Thema wird in "The Woodsman" angesprochen. Leider wird häufig nur an der Oberfläche gekratzt, trotzdem muss man den Hut vor allen Beteiligten ziehen, dass sie sich überhaupt an so eine Geschichte heranwagen. Und auch wenn zum Ende hin ein, zwei Sachen zu dick aufgetragen sind, nimmt der Film einen trotzdem mit. Dazu kommt ein verdammt guter Cast, vor allem Bacon und Mos Def sind grandios. Zusammengefasst ist das ganze also allemal sehenswert.

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duffy

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Bewertung4.0Uninteressant

Schwieriges Thema, keine gute Umsetzung. Man bewegt sich stets sehr oberflächlich, hat kaum Mut sich ernsthaft und tiefgründig dem Thema zu widmen. Nahezu lächerlich wird es, als man Walter auch noch zum Rächer werden lässt.
Da hätte ich mir mehr Substanz gewünscht, gerade bei den ansonsten wirklich guten Leistungen von Bacon und Mos Def.

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The_Comedian

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:-D
Erster Lacher dieses Tages, habe nämlich ´n fürchterlichen ´Kater´;-)


seven

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Was für ne Pfeife, aber bei dem Namen war das eh zu befürchten!


DJHobocop

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film war einer der schlimmsten, die ich je ansehen musste.
Nicht, weil er in irgendeinerweise schlecht ist, dass ist er ganz und gar nicht, im Gegenteil.
Es ist viel mehr der innere Kampf von Walter, den ich kaum mit ansehen kann.
Die ganze Stimmung des Films ist von Anfang an bedrückend, düster, zu Recht bei dem heiklen Thema.
Walter hat niemanden und der Zuschauer muss mit Ansehen, wie er versucht, sich gegen seine Neigungen, von denen er selber weiß, dass sie falsch sind, zu wehren.
Es fällt ihm schwer darüber zu reden, er hat niemanden, seine Kollegen finden es heraus und verstoßen ihn; einzig die Beziehung zu einer Arbeitskollegin bleibt, die sich immer für ihn einsetzt.
Die schauspielerische Leistung von Kevin Bacon ist überragend und macht es auch so schwierig den Film anzusehen; jedes Mal wenn er die Kinder beobachtet sieht man in seinem Gesicht, wie schlimm das Ganze auch für ihn ist, er quält sich, er weiß nicht wie er damit umgehen soll. Alles überragend dargestellt und zu jedem Zeitpunkt glaubwürdig.
Der Gipfel des Ganzen ist das Gespräch mit Robin im Park auf der Bank, wer den Film gesehen hat, weiß was ich meine; ich konnte kaum an mich halten.
Generell jedes Mal, wenn ein Kind in den Bus steigt, er im Einkaufszentrum unterwegs ist, ist man gespannt, man befürchtet das Schlimmste, man fiebert mit, das ein ums andere Mal entfuhr mir ein lautes: Was machst du nur!
Was ich damit sagen will: Kaum ein Film hat mich so gepackt wie dieser hier. Spannend, fantastisch gespielt, super Ausseinandersetzung mit dem heiklen Thema, nur zu empfehlen!

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mellisee

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Bewertung7.0Sehenswert

Dieser gelungene Film behandelt ein schwieriges Thema, das durchweg Diskussionen offen lässt. Angucken!

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marcowski

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Intensives, mutiges Drama, dass sich beherzt einem Tabu-Thema widmet. Meinen Hut ziehe ich vor Kevin Bacon, der die Beinahe-Schizophrenie des Walter authentisch verkörpert.
Am Ende des Films ist eines klar: Nur eine Vielzahl günstiger Umstände konnten dazu führen, dass Walter seine niederen Instinkte kontrollieren kann:
- Der Psychiater: Sicherlich Teil mehrerer unangenehmer Auflagen, ist er doch erste notwendige Vertrauensperson, durch die Walter Einblick in sich selbst bekommt.
- Der Arbeitsalltag: Zumindest anfangs als Ablenkung von "falschen" Gedanken, später aber auch ein Negativfaktor aufgrund der Vorverurteilung durch seine Kollegen.
- Die Freundin: Sich das Verständnis, Vertrauen und die Liebe einer außenstehenden Person zu erlangen ist wohl der wichtigste aber wahrscheinlich auch optimistischste Umstand.
- Selbstreflektion: Die Perversität seines Handelns zu erkennen und die Einsicht, nicht so zu sein, wie derjenige, der den Jungen zu sich ins Auto lockt.
- Einfühlungsvermögen: Walter hat letztlich nur das Glück, dass das Mädchen auf der Bank nicht unbefangen ist und er ihren Schmerz erkennen kann.

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Morrow

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Bewertung5.5Geht so

Ich hatte eigentlich starken Tobak erwartet, aber der Film bleibt für mich oberflächlich, was Darstellung und was Auseinandersetzung mit der Thematik an sich betrifft.
Die einzige Szene, die recht intensiv ist, und im Gedächtnis bleibt, ist der Dialog zwischen Robin und Walter auf der Bank.
Ansonsten zwar mutig im Ansatz, aber nicht in der Ausführung.

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Dr.Hasenbein

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Bewertung9.0Herausragend

The Woodsman macht es einem natürlich nicht leicht den Film zu mögen oder besser gesagt ihn gut zu finden!
Leichter wäre es natürlich gewesen einen solchen Film aus der Sicht der Kinder und oder der Familie zu zeigen.
Natürlich würde sich jeder Gesunde Mensch ganz schnell auf die Seite der "Opfer" stellen und dem Täter den Tod an den Hals wünschen.
Was aber auch ganz normal ist, denn man versetzt sich ja Automatisch in deren Lage und denkt wie man selber in einer solchen Situation Handeln würde.
Aber The Woodsman schildert das ganze jetzt aus einer vollkommen anderen Sicht.
Und auch wenn uns der Hauptdarsteller nicht Symphatisch ist (was der Film auch nicht beabsichtigt),
verstehen wir ihn hier ein bisschen mehr.
Der Film will sich auf keine Seite schlagen und auch nichts beschönigen oder alle Täter über einen Haufen scheren,
Er möchte einfach nur Ehrlich und mal aus einer anderen Sicht mit diesem schwierigen Thema umgehen und zeigen dass es MANCHMAL auf beiden Seiten Opfer gibt!
Die Macher und vor allem Kevin Bacon haben wirklich großen Mut aufgebracht einen Solchen Film zu drehen,
wie jeder Einzelne darüber denkt ist ihm überlassen!

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CarrionFairy

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

so gerne man es auch manchmal hätte - die welt ist eben doch nicht nur schwarz und weiß.
ich habe mitgelitten, gezweifelt und gehofft...

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derJones636

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich glaube ich werde für den Rest meines Lebens nicht wissen, was ich von dem Film halten soll...
Irgendwas zwischen 5.0 und 9.0... aber keine Ahnung... ich geb ihm einfach 6.5... puh.. schwer...

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Filmkenner77

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein schwieriges Thema stark umgesetzt, auch dank der hervorragenden Leistungen der Schauspieler, allen voran Kevin Bacon.

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KlapTrap

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Verblüffend wie leicht THE WOODSMAN ein schweres, ja gebrandmarktes Thema nimmt, NICHT in ein Betroffenheitsdrama verwandelt und klüger damit umgeht, als man es von einem Film aus der Traumfabrik erwarten würde.
Immer wieder lässt der Film sein wirklich durchdachte, oftmals geniale Dramaturgie mit einfachen Mitteln aufblitzen, mit einer verblüffenden kleinen Wendung in einem Parkbankgespräch, oder wenn der Protagonist einem weiteren Pädophilen die Scheiße aus dem Gehirn prügelt, und dabei hauptsächlich der Hass auf sich selbst erkenntlich wird.
Und Kevin Bacons gebrochener Blick alleine reicht um ein Dilemma zu plakatieren, das selbst in unserer ach-so-aufgeklärten-Zeit oftmals nur auf Axel-Springer-Niveau diskutiert wird.
Gefangen in einem Trieb der ein "normales" Leben unmöglich macht, bleibt nur die Wahl zwischen Selbstmord, einem Leben ohne Trieberfüllung (und damit ein Leben in Sinnlosigkeit) oder der Gewissheit das ewige Monster zu leben.
THE WOODSMAN ist klug genug keine Patentlösungen aus der Tasche zu ziehen, und dennoch nervt hier (ein klein wenig) das Ende, das versucht auf einem Zwischenschritt, einer Notlösung, dem kleinsten gemeinsamen, versöhnlichen Nenner zu enden.
Dennoch : Der Film ist stark, einen Tick zu kurz vielleicht für meinen Geschmack, und bietet bisher (neben LITTLE CHILDREN) die beste Darstellung eines Pädophilen in der Filmwelt.

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Nerwus

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Bewertung2.0Ärgerlich

WOW, was für ein Film... So trocken, realistisch, überzeugend... Wie schafft er es so tief in meine Psyche einzudringen und mein Mitgefühl zu erobern?
Großartige Leistung von Kevin Bacon, keine Frage! Gewagtes Thema, auch keine Frage. Aber ... Was passiert hier? Versucht der Film tatsächlich in mir Mitgefühl für einen Triebtäter zu entwickeln? Für einen Kinderschänder? Ja. Und er schafft es! Ich habe Mitgefühl. Ich denke darüber nach und ekle mich selber an. Dieser Gedanke ist pervers. Wo bleiben die EIGENTLICHEN Opfer? Keine Spur. Die Gesellschaft ist schon krank genug und durch solche Filme wird sie nicht besser - muss man dann noch dazu geleitet werden als gesunder Mensch kranke Gedanken zu haben? Nein. Hin und her gerissen zwischen 10 Punkte für einen so krassen und überzeugenden Kevin Bacon und NULL Punkten für die Idee des Films. Ich entscheide mich für eine 2,0... Mehr ist da wirklich nicht drin. Dreht mehr Filme über die echten Opfer, was kann es für Folgen geben im Leben eines Opfers, der zufällig solch einem kranken Menschen begegnet ist und das Erlebnis ihn Tag und Nacht verfolgt, bis zum Ende seines Lebens. Die Gesellschaft braucht keine Filme aus der Perspektive eines TÄTERS! Warum eigentlich „WOODSMAN“?

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reveal

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Ich kann deinem Kommentar eigentlich nur zustimmen, ich fand den Film dennoch gut. Ich muss allerdings zugeben, dass bei mir kein wirkliches Mitleid für Walter aufkam. Nur in den Szenen wo er sich z.B. gegen die Brüder auflehnen wollte. Kein Mitleid für ihn, aber für sein Scheitern hierbei.
Ich habe beim Film aber auch nicht den Eindruck bekommen, dass ich zwingend Mitleid für ihn empfinden müsse. Der größte Teil der Strafe findet außerhalb des Gefängnisses statt, ok so. Einen positiven Eindruck hat der Film bei mir dadurch hinterlassen, dass er dezent auf die Taten hinweist, die noch nicht bestraft worden sind und diese durch Walter verurteilen lässt. Auch wird deutlich, dass Walter eben nicht "geheilt" entlassen wird, sondern sich ständig in Versuchung befindet. Eine Ehrlichkeit, die für den Film spricht.
**Spoiler folgt**
Auch wenn bei Walter am Filmende der Ekel vor sich selbst überwiegt und er zumindest zu dem Zeitpunkt die Kurve bekommt.


Nerwus

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Sowohl das Thema als auch der Film sind sehr umstritten. ... Wie schön du das schreibst: "er zumindest zu dem Zeitpunkt die Kurve bekommt" doch wie lange dauert denn ein "Zeitpunkt" an? ... ich hätte so gerne gesehen wie es am nächsten Tag ausschaute!


StevieG

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Bewertung7.5Sehenswert

Mutiger Film über ein Tabuthema. Toll gefilmt und super Schauspieler, leider ist das Drehbuch nicht so ganz das Wahre, die "Zufälle" sind für meinen Geschmack einfach zu dick aufgetragen (obwohl der Film an manchen Stellen auch wieder sehr subtil ist). Kevin Bacon spielt aber natürlich überragend!

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