Unter dem Vulkan

Under the Volcano (1984), MX/US Laufzeit 112 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 26.10.1984

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von John Huston, mit Albert Finney und Jacqueline Bisset

Geoffrey Firmin ist ein ehemaliger Konsul, der seinerzeit in Mexico seinen Dienst verrichtet und sich nun in Cuernavaca niedergelassen hat, hat Probleme mit dem Alkohol. Seine Ex-Frau Yvonne und sein Halbbruder Hugh, die jetzt zusammen sind, versuchen ihn dazu zu überreden, daß er zurück in die Heimat kommt. Doch kann dieser Versuch seiner Rettung unter diesem Umständen überhaupt glücklich enden?

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (1) — Film: Unter dem Vulkan

Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de

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9.0Herausragend

Finneys Darstellung ist deshalb so grandios, weil er nicht in Stereotypen des Betrunkenen versinkt. Es gibt keine Zusammenbrüche, kein Erbrechen und auch keine Momente der Nüchternheit, in denen wir das wahre Wesen dieses Menschen näher ergründen können. Es gibt immer nur Finney, den Betrunkenen, der auf erstaunliche Weise – in den meisten Fällen – sein Gesicht wahren kann, noch zu scharfsinnigen Äußerungen fähig ist und mit erhobenem Haupt den letzten Rest Aristokratie bewahrt, wenn er nicht gerade unter zirkushaft karikierender Musik von Alex North in das Muster eines Kindes verfällt, der geduscht und rasiert werden muss. „Under the Volcano“ ist frei von falscher Feigheit, Klischees oder Weichzeichnungen, sondern ein konsequentes Porträt eines Alkoholikers, dem der Zuschauer folgt und so seine Welt in einem Tag miterlebt – Malcolm Lowrys Romanvorlage als eine ganz eigene Version von James Joyces „Ulysses“.

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Kommentare (2) — Film: Unter dem Vulkan


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Alienator

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Bewertung9.5Herausragend

Exzellentes Alkoholikerdrama, besser als "Leaving Las Vegas"

Recht unbekannt der Film, aber zu unrecht. Huston fängt die rohe, harte Realität eines Alkoholikers ein und verschönt garnichts. Der Film besticht durch seine extreme Itensität und seinen Umgang mit der Sucht. Der Film bleibt dem Leben treu, er zeigt die Welt eines EInzelgängers, der alle Hilfe ablehnt weil er sich selbst als Abschaum sieht und sich zu Grunde richtet. Süchtige zeigen, wie hier im Film, die Wahrheit wenn sie in der Sucht sind und sind ehrlicher als so mancher "Nüchterne". Viele Aspekte sind im Film enthalten, man kann viel darüber reden. Fakt ist aber: Huston hat hier einen wunderbaren Film geliefert.Er zeigt nicht nur auf drastische Art das schonungslose Leben eines Alkoholikers sondern auch das Warum (wenn auch nur andeutungsweise).Angefangen von der Titelsequenz, die schon alles zeigt um was es geht, bis hin zu den Schnitten und den unglaublichen Schauspielern.
Allen woran Albert Finney, der wirklich seine bis dato beste Rolle spielt.
Ein kleines Meisterwerk

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Miguelito54

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Das John Huston aus diesem Roman Malcolm Lowrys überhaupt einen stimmigen Film machen konnte, grenzt schon an ein Wunder. Sein Trick war, aus den verschiedenen Erzählperspektiven des Buchs eine einzige für den Film zu machen. Albert Finneys Darstellung des alkoholabhängigen Konsuls ist Spitzenklasse, und auch hier finde ich, was mir bei allen Filmen Hustons so gut gefällt: man sieht in jeder Sekunde, daß es ein Film ist. Nie versucht er, eine totale Illusion zu schaffen, das Gefilmte ist immer spürbar.
Die Musik von Lennie Niehaus am Anfang des Films schafft die perfekte Atmosphäre.

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