4 Monate, 3 Wochen, 2 Tage
4 luni, 3 saptamini si 2 zile (2007), RO Laufzeit 113 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 22.11.2007
21 Bewertungen
Skala 0 bis 10
280 Bewertungen
24 Kommentare
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von Cristian Mungiu, mit Anamaria Marinca und Laura Vasiliu
Die Studentinnen Otilia und Gabita teilen ein Zimmer im Wohnheim einer kleinen Stadt in Rumänien. Das kommunistische Regime unter Ceausescu liegt in den letzten Zügen. Der Alltag ist für die Menschen täglich eine neue Herausforderung, schon das Anmieten eines Zimmers in einem Hotel ein schwieriges Unterfangen. In einem Hotelzimmer erwarten die beiden Freundinnen einen gewissen Mr. Bebe. Gabita ist schwanger, Abtreibung in Rumänien illegal – und die jungen Frauen, die keine Ahnung haben, was in einer solchen Situation zu tun ist, schlittern in ein Fiasko.
HandlungDie beiden Freundinnen Otilia (Anamaria Marinca) und Gabita (Laura Vasiliu) teilen sich 1987 im von Diktator Ceausescu regierten kommunistischen Rumänien ein Zimmer im Studentenwohnheim. Ansich haben sie sich mit ihrem Leben arrangiert, sie wissen wen sie ansprechen müssen um zum Beispiel an Zigaretten zu kommen. Wäre nicht Otilia ungewollt schwanger. Sie möchte das Kind nicht und beschließt abzutreiben. Doch Abtreibung ist illegal und somit verboten. Glücklicherweise unterstützt die pragmatische Gabita sie. Nachdem sie sich das Geld von verschiedenen Quellen geliehen und einen Arzt gefunden haben, gilt es sich um das Organisatorische zu kümmern. Eine Freundin vermittelt sie an den Arzt Mr. Bebe (Vlad Ivanov).
Zum ersten Treffen mit dem Arzt erscheint nicht wie verabredet die schwangere Gabita, sondern Gabita. Die gibt sich als Gabitas Schwester aus und erklärt Bebe, dass es einige Kompilkationen gab und sie ein Zimmer in einem anderen Hotel buchen musste, als von ihm gewünscht. Der ist ganz und gar nicht erfreut, scheint aber ohnehin hauptsächlich am Geld der beiden interessiert und willigt mißmutig ein.
Im HotelAngekommen im Hotel muss Bebe seinen Ausweis hinterlegen, bevor er in das Zimmer der Mädchen darf. Nach einer kurzen Untersuchung Gabitas ist Bebe drauf und dran die Abmachung platzen zu lassen, da Gabita schon weitaus länger schwanger ist, als am Telefon…
Die Studentinnen Otilia und Gabita teilen ein Zimmer im Wohnheim einer kleinen Stadt in Rumänien. Das kommunistische Regime unter Ceausescu liegt in den letzten Zügen. Der Alltag ist für die Menschen täglich eine neue Herausforderung, schon das Anmieten eines Zimmers in einem Hotel ein schwieriges Unterfangen. In einem Hotelzimmer erwarten die beiden Freundinnen einen gewissen Mr. Bebe. Gabita ist schwanger, Abtreibung in Rumänien illegal – und die jungen Frauen, die keine Ahnung haben, was in einer solchen Situation zu tun ist, schlittern in ein Fiasko.
HandlungDie beiden Freundinnen Otilia (Anamaria Marinca) und Gabita (Laura Vasiliu) teilen sich 1987 im von Diktator Ceausescu regierten kommunistischen Rumänien ein Zimmer im Studentenwohnheim. Ansich haben sie sich mit ihrem Leben arrangiert, sie wissen wen sie ansprechen müssen um zum Beispiel an Zigaretten zu kommen. Wäre nicht Otilia ungewollt schwanger. Sie möchte das Kind nicht und beschließt abzutreiben. Doch Abtreibung ist illegal und somit verboten. Glücklicherweise unterstützt die pragmatische Gabita sie. Nachdem sie sich das Geld von verschiedenen Quellen geliehen und einen Arzt gefunden haben, gilt es sich um das Organisatorische zu kümmern. Eine Freundin vermittelt sie an den Arzt Mr. Bebe (Vlad Ivanov).
Zum ersten Treffen mit dem Arzt erscheint nicht wie verabredet die schwangere Gabita, sondern Gabita. Die gibt sich als Gabitas Schwester aus und erklärt Bebe, dass es einige Kompilkationen gab und sie ein Zimmer in einem anderen Hotel buchen musste, als von ihm gewünscht. Der ist ganz und gar nicht erfreut, scheint aber ohnehin hauptsächlich am Geld der beiden interessiert und willigt mißmutig ein.
Im HotelAngekommen im Hotel muss Bebe seinen Ausweis hinterlegen, bevor er in das Zimmer der Mädchen darf. Nach einer kurzen Untersuchung Gabitas ist Bebe drauf und dran die Abmachung platzen zu lassen, da Gabita schon weitaus länger schwanger ist, als am Telefon besprochen und auch Otilia gestehen muss, nicht Gabitas Schwester und nur eine Freundin zu sein. Immer wütender auf die im hilflos ausgelieferten Mädchen diktiert er neue, grausame Bedingungen: Er will mehr als das vereinbarte Geld und darüber hinaus Sex mit den beiden Mädchen. Gabita versucht schuldbewusst wenigstens ihre Freundin vor dem schmierigen Arzt zu bewahren, doch Otilia hat längst verstanden, dass dies die einzige Möglichkeit ist und lässt Bebe über sich ergehen.
Nachdem er fertig ist macht er sich – unter widrigen und äußerst improvisierten Bedingungen an den Eingriff, den er ohne Narkose durchführt. Er lässt Gabita mit spärlichen Instruktionen zurück und verschwindet. Auch Otilia muss Gabita kurz alleine lassen, da sie ihrem Freund Adi (Alex Potocean), der nichts von allem weiß, versprochen hat zu einer Familienfeier seiner Eltern zu kommen. Dort zu spät und sichtlich verstört angekommen ist es ihr unmöglich sich auf die etwas abgehobenen Gespräche der gebildeten Freunde von Adis Eltern einzulassen. Sie ist in Gedanken bei ihrer Freundin, die die schlimmsten Stunden ihres Lebens durchleidet. Als sie diese auch telefonisch nicht erreicht, wird sie unruhig und wil sich aufmachen. Dabei gerät sie in einen Streit mit Adi, der keine Ahnung hat, was seiner Otila an diesem Tag widerfahren ist und ihr Verhalten nicht versteht. Otilia fehlt die Kraft das geschehene in Worte zu fassen und das Vertrauen in Adi, dass er ihr helfen könnte. Sie verlässt ihn.
Nichts ist wie es war
Wieder im Hotel angekommen hat Gabita ihre Fehlgeburt hinter sich gebracht und den toten Fötus ins Badezimmer gebracht. Sie bittet Otilia ihn zu beerdigen. Otilia irrt durch die Nacht um einen Ort zu finden, wo sie das letzte leblose Überbleibsel dieses grausamen Tages verschwinden lassen kann und entsorgt den toten Fötus schließlich.
Erneut zurück findet sie Gabita nicht im Zimmer und befürchtet das Schlimmste. Doch wenig später entdeckt sie die gezeichnete Freundin im Hotel-Restaurant. Sich gegenüber sitzend beschließen sie nie mehr über das Geschehene sprechen zu wollen.
Wissenswertes
Gewinner der Goldenen Palme bei den 60. Filmfestspielen von Cannes im Jahr 2007.
Erster Teil der geplanten Film-Serie “Tales From The Golden Age”.
Der Film soll laut Presse-Info in französischen Schulen gezeigt werden.
Weiterführende Informationen
Weitere Informationen im Internet
Blog zum Film mit Videoausschnitten
Rezensionen:
Zwei Rezensionen zum Film auf arte.tv
Die Kritik 4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage von Michael Kienzl auf Critic.de
Cannes, An unsparing look at life in Communist Romania in 4 Months, 3 Weeks and 2 Days, Filmkritik in der Herald Tribune
Pressespiegel und Überblick mit Links auf Rezensionen auf film-zeit.de
Linksammlung zum Film auf filmz.de
QuellenPresseheft vom Filmverleih Concorde
Cast & Crew
-
Cristian Mungiu
-
Anamaria Marinca
-
Laura Vasiliu
-
Vlad Ivanov
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Domnu' Bebe
-
Alexandru Potocean
-
Luminita Gheorghiu
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Doamna Radu
-
Ion Sapdaru
Regie
Schauspieler
-
Teodor Corban
-
Tania Popa
-
Cerasela Iosifescu
-
Doru Ana
-
Eugenia Bosânceanu
-
Marioara Sterian
-
Adi Carauleanu
-
Ion Grosu
-
Cristian Mungiu
- Genre
- Schicksalsdrama, Politdrama
- Zeit
- 1987, Ostblock
- Ort
- Rumänien
- Handlung
- Abtreibung, Alte Freunde, Art House-Film, Arzt, Beste Freunde, Diktatur, Elend, Fehlgeburt, Frauenfreundschaft, Freunde, Freundschaft, Geburtstag, Gesetz, Gesetzgebung, Gesetzlosigkeit, Grund- und Menschenrechte, Gynäkologe, Hotel, Hotelzimmer, Kameradschaft, Kommunismus, Messer, Mitbewohner, Schlägerei, Schulfreundin, Schwangerschaft, Seelenverwandtschaft, Student, Studentenleben, Studentenwohnheim, Studium, Totalitäres Regime, Ungewollte Schwangerschaft, Unrecht, Verbot, Verboten, Verbrechen, Vergewaltigung, Verhütung, Wohngemeinschaft
- Stimmung
- Eigenwillig, Ernst
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails 4 Monate, 3 Wochen, 2 Tage
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- 4 Monate, 3 Wochen, 2 Tage: critic.de










Kritiken (7) — Film: 4 Monate, 3 Wochen, 2 Tage
José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenLakonisch erzählt Regisseur Cristian Mungiu die Ereignisse aus diesem einen Tag, der das Leben der zwei jungen Frauen verändern wird. Dass sie den Zusammenhalt verloren haben, setzt Kameramann Oleg Mutu in nervöse, mit der Handkamera aufgenommene Bilder um. Diese kontrastieren mit den sonst überwiegenden langen Einstellungen, die vor allem eins vermitteln: Tristesse. Diese Grau-in-Grau-Bilder verleihen dem Film einen quasi dokumentarischen Charakter. Erstaunlicherweise setzt „Vier Monate, drei Wochen und zwei Tage“ nicht Gabita (Laura Vasiliu) in den Mittelpunkt, sondern ihre Freundin Otilia (Anamaria Marinca). Durch diesen Kunstgriff wird es deutlich, dass der Regisseur in erster Linie kein gängiges Abtreibungsdrama drehen, sondern eher das Leben seiner Figuren unter Ceausescus Regime schildern wollte. Dafür spricht auch, dass der Film zu einer Trilogie mit dem Titel „Erzählungen aus dem goldenen Zeitalter“ gehört. Sie soll anhand von Alltags-Geschichten den Kommunismus in Rumänien darstellen.
Der langanhaltende, kaum zu ertragende Anblick des toten Fötus zeigt freilich mit aller Deutlichkeit, worum es sich bei diesem Eingriff handelt: Die erkennbaren Gesichtszüge eines Kindes berühren nicht nur den Zuschauer zutiefst: „Beerdige ihn“, ruft Gabita ihrer Freundin Otilia zu. Obwohl sich Cristian Mungiu alle Mühe gibt, nicht Stellung zu beziehen, sprechen diese Bilder und dieser Verzweifelungsruf Bände.
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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune
Kommentar löschenVom ruhigen beobachtenden Detail seiner visuellen Strategie hin zum präzisen Moment, wenn Regisseur und Drehbuchautor Mungiu zum Schwarzen hinschneidet - die Frauen sind Überlebende, aber zu welchem Preis? - geht alles auf, nichts wirkt übertrieben und Mungio erzielt das Unmögliche.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenDem rumänischen Regisseur Cristian Mungiu geht es nicht um Gewissensentscheidungen der Abtreibung, die moralische Beurteilung des Geschehens überlässt er den Zuschauenden. Sein Film berührt Themen, die weit über die konkrete Geschichte hinausreichen: Der Wert und die Würde des Lebens, gesellschaftliche Unterdrückungsverhältnisse, das Recht auf eine selbstbestimmte Lebensplanung sowie die Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber.
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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschen"4 Monate" benutzt eine Handkamera, aber die hüpft nicht Dogma-haft umher, sondern schwankt leicht, ein unterbewusstes Gefühl der Desorientierung vermittelnd. Mungius Kamera missachtet die alten Kinogebote, dass man den Sprechenden stets im Bild zeigen soll und keine Körperstümpfe ins Bild ragen dürfen – alles Teil einer wohlkalkulierten Strategie, den Zuschauer aus der Sehroutine zu drängen, zwischen Politfilm, Thriller und Horrorstück hin- und her zu zerren.
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S Hentschel: Brigitte S Hentschel: Brigitte
Kommentar löschenDer unaufgeregt erzählte Film lebt von seinen grandiosen Darstellern und seinem erschreckenden Realismus. Dadurch ist der diesjährige Überraschungsgewinner der Goldenen Palme in Cannes wirklich erschütternd und teilweise nur sehr schwer auszuhalten. Kein Fall für schwache Nerven, aber wichtig. Um nicht zu vergessen, dass das wahre Leben noch sehr viel unbarmherziger ist, wenn Menschenrechte mit Füßen getreten werden.
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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Kommentar löschen"4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage" ist nicht einfach ein Spielfilm mit unangenehmem Thema, sondern ein packender Thriller. Er packt einen da, wo es am meisten wehtut. [Der Film] wirkt mit seinem perfekt schnörkellosen Stil wie ein verschollenes Dokument einer untergegangenen Epoche.
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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschen... Dem grandiosen Spiel der jungen Darstellerinnen, denen die Kamera stets nah ist, ohne ihnen zu nahe zu treten, kann sich der Zuschauer kaum entziehen. Der Film stößt ab in seiner bis ins Unerträgliche gesteigerten Realität und doch kann man sich nicht abwenden. Das Ende kommt ein wenig abrupt und lässt vieles offen. Ein Film voll schmerzhafter und heftiger Intensität, der sich dennoch ins Gedächtnis brennt.
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Kommentare (17) — Film: 4 Monate, 3 Wochen, 2 Tage
Kommentar schreibenhorro 2011/12/09 00:56:04
Kommentar löschenGnadenlos ehrlich, fast dokumentarisch, aufgekratzt und gleichzeitig distanziert unaufgeregt ... aussergewöhnlich.
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Wumz 2011/12/09 01:16:37
Antwort löschenDie Stelle wo das eine Mädel bei ihren Schwiegereltern am Essenstisch sitzt ist so Genial, selten hat mich eine Szene so fasziniert. Aussergewöhnlich =)
horro 2011/12/09 09:19:50
Antwort löschenGenau, wirklich faszinierend, lässt glaub ich keinen kalt
VisitorQ 2011/10/23 19:31:52
Kommentar löschen4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage ist meiner Meinung nach einer der besten Filme der letzten 10 Jahre. Ich habe ihn als so intensiv empfunden, dass ich das Kino damals beinahe verlassen hätte. Vielleicht geht mir das Thema einfach auch nur so an die Nieren. Wie dem auch sei, der Film ist handwerklich hervorragend gemacht, besticht durch eine herausragende Hauptdarstellerin und ist von Anfang bis Ende so unendlich spannend und mitreißend. Man sitzt wie auf glühenden Kohlen und kann es einfach nicht aushalten. Intensives Kino in höchster Perfektion.
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jackii93 2011/04/27 01:57:13
Kommentar löschenDie Spannung, die durch diesen Film entsteht raubt einem den Atem, lässt einen die Händer verkrampfen und bringt den Körper zur Überproduktion von Schweiß.
Spannenster Film in diesem Genre.
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TinaCocaine 2011/03/03 09:06:06
Kommentar löschenIch finde die Geschichte total dünn erzählt, es kommt weder Atmosphäre zu Stande noch Spannung auf, obwohl die Thematik äußerst brisant ist. Mir hat der Film gar nicht gefallen, wobei ich sagen muss, dass ich die letzten 20 Minuten nicht mehr gesehen habe, aber die hätten den Kohl wohl auch nicht mehr fett gemacht...Scheint aber objektiv betrachtet richtig gut zu sein, dann liegt´s wohl an mir ;)
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Wumz 2011/03/03 00:35:16
Kommentar löschenHeikles Thema, hat mich richtig mitgenommen, obwohl ich ja ein Mann bin. Nach einer kurzen Anlaufphase war ich mittendrin, was bestimmt auch mit der Kameraführung aber vor allem mit den wenigen Schnitten zu tun hat. Im nachhinein fällt mir auch auf das völlig auf Musik verzichtet wurde, aber das alles führt dazu das man den Film ganz besonders intensiv wahrnimmt.
Die Spannung war für mich an manch einer Stelle fast nicht auszuhalten auch wenn das alles andere als ein Thriller ist, dafür aber ein sehr gelungenes Drama.
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*frenzy_punk<3 2011/03/03 00:45:27
Antwort löschenHört sich interessant an .. vorgemerkt ;)
Wumz 2011/03/03 00:49:18
Antwort löschenFreut mich =)
rkuehne 2011/01/19 11:54:17
Kommentar löschenHerausragender Film, beklemmend, intensiv, echt und nah. Obwohl die Handlung sich nur langsam entwickelt wird der Film nie langatmig und lässt einen als Zuschauer niemals los. Schön mal wieder großes osteuropäisches Kino zu sehen. Tolle Kamera, Tolle Darsteller, Tolles Szenenbild und wenn ich mich recht erinnere, wird vollständig auf den Einsatz von Musik verzichtet!
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momopipi 2010/11/08 21:57:44
Kommentar löschenNaja, viel kann man nicht zu dem Film sagen, sonst plaudert man unnötig wichtige Fakten aus. Ich habe diese unglaublich dichte Atmosphäre wahrgenommen, sowas habe ich selten gespürt. Man fiebert richtig mit der Protagonistin mit. Der Film bedient sich keiner besonderen Effekte, es wirkt alles sehr authentisch, fast greifbar.
Großer Respekt, dass überhaupt solch eine Thematik in Form eines Films mich so ins staunen versetzen kann.
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Nayuma 2010/05/13 13:36:57
Kommentar löschenKamera und Story haben mir ja schon gefallen, iss ja ein echt heikles Thema und es wird auch nichts, aber auch wirklich gar nichts verharmlost dargestellt. Dafür schon mal *Respekt*. Aber nichts desto trotz war mir das ganze einfach zu lang gestreckt und irgendwie stört das einfach das Gesamtbild.
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8martin 2010/05/13 10:44:02
Kommentar löschenDer 1. Teil ist der Ausgangspunkt der Handlung: zwei Freundinnen haben eine Abtreibung in einem Hotelzimmer arrangiert. Die eine, die Leidtragende, die andere, Otilia, die Aktivere. Hier ziehen uns die unheimlich langen, wortlosen Szenen mit hinein in das Geschehen und setzten erste Denkanstösse.
Im 2. Teil läuft das Kontrastprogramm: eine Familienfeier. Alles quatscht sinnfrei durcheinander, singt und säuft. Mittendrin die schweigende Otilia. Der Zuschauer wird gezwungen zu erkennen, was ihr durch den Kopf geht, während die Worte an ihr vorbeirauschen - alles, nur nicht wie man Kartoffelpuré macht.
Dann im 3. Teil kommt die Auseinandersetzung mit ihrem Freund. Hier werden wenn auch nur hypothetisch die unterschiedlichsten Ansichten hinsichtlich einer möglichen Abtreibung bei ihnen deutlich und damit wächst die Distanz zwischen ihnen. Es entsteht eine Atmosphäre der klaustrophobischen Angst, besonders bei der Entsorgung des Fötus: es ist Nacht, man fühlt sich beobachtet, die Kamera ganz dicht dran, wackelt hinterher. Und wenn man dann noch die die Situation unter Chaucescu mit seiner Securitate im Hinterkopf hat, wächst sich das zu einem menschlichen Albtraum aus.
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spanky 2010/02/07 16:31:07
Kommentar löschenIch habe einen Schlag ins Gesicht erwartet, aber dieser Film lässt mich vollkommen kalt. Kann jemand mal meinen Puls fühlen, vielleicht bin ich schon tot.
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Sonse 2010/02/07 17:00:15
Antwort löschenNö, du bist völlig in Ordnung. Mir erging es bei diesem hochgelobten Film ähnlich.
Allerdings hat meine mangelnde Begeisterung für "Harvey" mich gestern auch an meinen vitalen Funktionen zweifeln lassen... ;)
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spanky 2010/02/07 17:07:56
Antwort löschenHätteste vorher einen "lüpfen" sollen!
Sonse 2010/02/07 17:08:38
Antwort löschenVermutlich. Habe ihn allerdings im Original gesehen. ;)
stillertony 2009/07/25 01:15:53
Kommentar löschenDieser Film ist wirklich einzigartig.
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mister mo 2009/07/01 13:25:21
Kommentar löschenEine wahre Filmperle - ganz großartig!
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Pelle 2008/06/16 18:11:00
Kommentar löschenInteressantes Thema, das ich bis jetzt noch nie in einem Film gesehen hab. Erstaunt hat mich vorallem die Kamera. Diese langen Szene sind einfach genial. Man kann auch ohne schnelle Schnitte Spannung und Atmosphäre erzeugen, außerdem hat man die Zeit sich die Schauspieler und die Szene anzugucken. Empfehlenswert
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Kubrick_obscura 2008/06/04 09:54:19
Kommentar löschenEine mehr als verdiente Goldene Palme für Rumänien
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Mayla 2008/02/14 20:18:07
Kommentar löschenIch habe selten einen so intensiven Film gesehen. Die Story um die beiden rumänischen Studentinnen ging mir unter die Haut. Die Kamera war so nah, aber nie wirkte es künstlerisch aufgesetzt. Die dichte Atmosphäre im Wohnheim. Perfekt eingefangen. Und erst das klaustrophobische Wohnzimmer der Schwiegereltern. Dabei wurde der Studentin ihr Schicksal: Ehefrau, dem Mann Kartoffelsalat machen, platte Gespräche so richtig bewusst.
Im Hotel, fast ausweglos die Situation. Und wie würdevoll lassen die Mädchen "es" über sich ergehen.
Der Schluss war sehr gut und der einzig mögliche. Es wäre sonst nicht zu ertragen gewesen. Diesen Film werde ich nie vergessen.
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keepon 2008/01/05 00:02:14
Kommentar löschenZwei Studentinnen in einer Zwangslage, eindringlichst dargestellt. Der Zuschauer kämpft ständig mit der Angst, die beiden könnten aufgegriffen werden von den Schergen des Schweines Ceausescu. Und nach all dem bedrückenden Elend einer Kindesabtreibung bleibt es am Ende offen, ob sie nicht doch noch entdeckt und aufs Neue bestraft werden. Alle Indizien sprechen allerdings dafür, dass genau dies geschehen wird. Zwischendurch ist noch ein Geburtstag der angehenden Schwiegermutter zu feiern, der alle Insignien eines Loriot'schen Tischgespräches in sich birgt - urkomisch anzuhören, wenn's für das Mädchen nicht so unerträglich wäre.
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Iroas 2008/01/03 16:38:48
Kommentar löschenPositiv in Erinnerung sind mit wirklich die eindringlichen Szenen geblieben und die überaus spannende Geschichte am Ende der Sowjetzeit.
Negativ sindsicherlich die teilweise langatmigen Szenen die für die Handlung nicht relevant waren, als Beispiel ist ein Gespräch bei den (Stief)eltern der Hauptdarstellerin zu nennen, dass in einer Kameraperspektive fast drei Minuten keinerlei Handlungsfortschritt bringt und den Film unnötig verschleppt. Weiterer Kritikpunkt - die etwas überforderten Schauspieler an manchen Stellen rauben an manchen Stellen etwas von der Atmosphäre.
Dennoch blieb mir der Film positiv in Erinnerung, weil er ein schweres Thema in einer schweren Zeit besonderes sensibel und eindringlich zu Zeigen vermag.
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