We Need to Talk About Kevin

We Need to Talk About Kevin (2011), GB/US Laufzeit 110 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Kinostart 16.08.2012


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7.5
Kritiker
24 Bewertungen
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7.4
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2156 Bewertungen
135 Kommentare
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von Lynne Ramsay, mit Ezra Miller und Tilda Swinton

In We Need To Talk About Kevin versucht Tilda Swinton nach einer Katastrophe rückblickend die Hintergründe ihres gestörten Mutter-Sohn-Verhältnisses zu verstehen.

Handlung von We Need to Talk About Kevin
Als sich die zweifache Mutter Eva (Tilda Swinton) die Frage stellt, ob sie ihren Sohn Kevin (Ezra Miller) vielleicht nicht genug geliebt hat, ist es schon zu spät. Zwei Tage vor seinem sechzehnten Geburtstag verübt Kevin einen Amoklauf an seiner Highschool. We Need to Talk About Kevin stellt viele Fragen, die einer Mutter durch den Kopf gehen, wenn ihr Sohn zum Mörder geworden ist: War Eva zu sehr mit ihren eigenen Sorgen beschäftigt? Hätte sie Kevin aufhalten können? War es ihre eigene Schuld, dass ihr Sohn ein Soziopath wurde? In einem Vorort von New York steht die einst erfolgreiche Eva vor den Scherben ihres Lebens. Ihre Nachbarn meiden sie, von der Liebe zu ihrem Ehemann Franklin (John C. Reilly) ist nichts mehr übrig, der eigene Sohn sitzt im Gefängnis. Selbst die einst so enge Beziehung zu ihrer kleinen Tochter Celia (Ashley Gerasimovich), die menschlich das genaue Gegenteil zu Kevin ist, leidet unter dem Kummer und den Grübeleien von Eva. In ihrer Verzweiflung beginnt Eva, ihrem entfremdeten Ehemann Briefe zu schreiben, die das Familienleben aufarbeiten. Und eine Frage bleibt: Wie konnte es nur so weit kommen?

Hintergrund & Infos zu We Need to Talk About Kevin
Nach sechs langen Jahren der Vorbereitungen, Probleme mit dem Drehbuch und der Finanzierung feierte We Need to Talk About Kevin 2011 bei den Filmfestspielen in Cannes Premiere. Das Drama, das mitunter Züge eines Thrillers trägt, ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Lionel Shriver. Gemeinsam mit Rory Kinnear schrieb Regisseurin Lynne Ramsay das Drehbuch. Keine einfache Aufgabe, wie sich herausstellte, denn Shriver versagte die Mitarbeit und das Skript wurde aus finanziellen Gründen mehrmals überarbeitet, bis schließlich 2010 die Dreharbeiten beginnen konnten. Getragen wird das Drama von Tilda Swinton in der Rolle der gramerfüllten Mutter. An ihrer Seite spielt John C. Reilly, der im selben Jahr als mit der Vernunft ringender Ehemann von Jodie Foster in Roman Polanskis Der Gott des Gemetzels von sich reden machte. (JL)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails We Need to Talk About Kevin
Genre
Familiendrama, Thriller, Drama
Zeit
Gegenwart
Ort
New York City, Vereinigte Staaten von Amerika
Handlung
Amoklauf, Amokläufer, Brief, Ehemann-Ehefrau-Beziehung, Eltern-Kind-Entfremdung, Geschiedene Eltern, Geschwister, Highschool, Jugendlicher, Mutter-Sohn-Beziehung, Persönlichkeitsstörung, Psychopath, Rückblick, Schuld, Schuldgefühl, Zweifel
Stimmung
Berührend, Ernst, Traurig, Verstörend
Verleiher
Fugu Filmverleih
Produktionsfirma
Artina Films, Atlantic Swiss Productions, BBC Films, Footprint Investment Fund, Forward Films, Independent, Lipsync Productions, Piccadilly Pictures, Rockinghorse Films, Tax Credit Finance, UK Film Council

Kommentare (128) — Film: We Need to Talk About Kevin


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Sten Norlander

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Bewertung3.0Schwach

Alles in allem ziemlich harter Tobak. Die biographische Skizze eines Soziopathen, die nüchtern und emotionslos mit einem Zynismus zur Schau gestellt wird, die einer Schwarzen Komödie gerechter gekommen wäre als einem Drama. Die Inszenierung des Kindes als Feind ruft umstandslos Assoziationen zur NS Pädagogik hevor, denn alles in allem erscheint mir Kevin (durch RTL Dekret nunmehr unterschichtenlastig konotiert) wie die Inkarnation des Untermenschen. Dieses Missverständnis kann auch mit der überzeichnet weichgespülten Schlussszene nicht ausgeräumt werden, der intendierte Ausbruch aus der vorgezeichneten Konstellation misslingt. Imho ein schwacher Film, der jede Ähnlichkeit mit reelen Amokläufen vermissen lässt.

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denratten

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Bewertung6.0Ganz gut

Kinder können ganz schöne Biester sein - oder dazu gemacht werden. Nach dem Lesen einiger Kritiken hatte ich mir Kevin eigentlich fieser vorgestellt.
Die zeitlichen Ebenen sind interessant zusammengewürfelt und auch die Schauspieler sind gut. Trotzdem kann mich der Film leider nicht überzeugen.

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BenAffenleck

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

WE NEED TO TALK ABOUT KEVIN ist ein Schlag in die Magengrube. Ein entzündeter Zehennagel in einem zu engen Schuh. Dieser Film ist unangenehm und tut weh.

Unangenehm weil man sich als Elternteil danach viele Fragen stellen muss.

Schmerzhaft, weil man die Verzweiflung der Mutter spüren kann.

Perfekt, weil er über die ganze Laufzeit nur mit Andeutungen und Bildern spielt, aber lange Zeit keine klaren Worte spricht.

Meisterhaft, wie verschiedene Erzähl-und Zeitstränge zerschnitten, durcheinander gemischt und am Ende doch ein großes Ganzes ergeben können.

Grausam, wenn eine Mutter ihr Kind zu wenig liebt und dafür keine Liebe zurück bekommt.

Fazit: Ein unheimlich starker Film mit einer grandiosen Tilda Swinton und einem tollen Ezra Miller. Ein Must-See für jeden Filmfreund.

bedenklich? 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

pischti

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Bisher an mir vorbei gegangen, is vorgemerkt.


BenAffenleck

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Lohnt sich auch wirklich...


Gosu

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Bewertung9.0Herausragend

Geschichte zu 100 % umgesetzt und eine top Besetzung

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TakaTukaLand

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Großartige schauspielerische Leistungen, packend von Anfang an, harte, interessante & bislang tabuisierte Thematik, langsam, aber nie langweilig, emotional ergreifend & abstoßend zugleich und das alles mit (und auch dank) der wundervollen Tilda Swinton.

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Riah

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Bewertung7.0Sehenswert

SPOILER ENTHALTEN!
Kevin ist eher ein Psychopath und kein Soziopath. (Ich hasse es, wenn man die beiden Begriffe verwechselt und ja, es gibt da eine Abgrenzung)
Kevin versteht die Gefühle anderer genau und manipuliert sie absichtlich. Er ist intelligent und offensichtlich selbstverliebt. Er quält seine Mutter aus purem Spaß würde ich sagen und es scheint, als würde er von Geburt an nichts anderes im Sinn haben, als sie leiden zu lassen.
SO HAB ICH ZUMINDEST BIS ZUM ENDE GEDACHT!!
Denn WTF? Das letzte Gespräch von Mutter und Sohn hat alles durcheinander gebracht!
Auf die wichtigste Frage "Wieso? ist seine Antwort: "Früher dachte ich, ich wüsste es. Jetzt bin ich nicht mehr so sicher"
Hier kann man also viel hineininterpretieren, sowas wie: 'Hat Kevin sich nur gegen die von Anfang an dagewesene Abneigung/Ablehnung seiner Mutter gewehrt und das Gefängnis hat ihn bereuen lassen?' ODER, wie ich persönlich mehr glaube: 'Manipuliert Kevin wieder nur und tut bloß so, als wäre er seiner Taten nicht mehr so sicher?'
Schlussendlich entscheidet man selbst, was einem lieber ist…

Tilda Swinton wie immer einfach klasse, aber manche Szenen mit ihr waren einfach zu langatmig und unnötig. Ezra Miller werde ich auf jeden Fall im Auge behalten, er hat meiner Meinung nach seine Rolle perfekt verkörpert.

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Janus Winter

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Bewertung4.5Uninteressant

Ein widerlicher Film, wie Lars von Trier in seiner penetranten Golden-Heart-Phase - eine Demütigung für den Zuschauer, der die Opferung der Hauptfigur still ertragen muss und mit ihr im Unglück suhlt wie eine Sau im Dreck, keine Katharsis, Menschwürde, Konjunktiv.

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dannydiaz

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oh der lvt macht mich neugierig, thx


goddessofdeath

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich hatte ständig das Gefühl, man will zuviel in diesem Film. Verkrampft vergeht man sich in ach so aussagekräftigen Bildern, dabei hätte es vollkommen gereicht, hätte man Kevin "sein Ding machen lassen". Denn der ist furchtbar widerlich, ein Horrorkind, wie es im Buche steht- es stimmt, was ein Vorkritiker gesagt hat: Kinder wie Kevin gibt es nicht. Kein Kind kommt böse auf die Welt oder sadistisch, oder brutal. Kevin ist alles zusammen. Es ist übelkeiterregend, wie Kevin seine Mutter terrorisiert, und man hat öfter den Impuls, dieses Kind zu packen und gegen die Wand zu schmeißen. Kevin ist, so will es uns der Film unbedingt nahe bringen, kein Wunschkind, er ist das Opfer einer Mutter, die eigentlich frei sein will. Und dann wagt er es auch noch, zu tun, was Kinder eben tun, nämlich ihre Eltern zu nerven- die Mutter fängt also früh an, das Kind regelrecht abzustoßen, der Vater dagegen kommt super mit dem kleinen Quälgeist aus- irgendwie, ich weiß nicht, es packt mich einfach nicht. Vielleicht, weil's zu dämonisch war, vielleicht, weil mir die Lethargie der Mutter irgendwann gehörig auf den Senkel ging. Insgesamt ist "We need to talk about Kevin" halbgar. Kevins Seite ist voll abgedeckt, die Rolle mitreißend und gruselig umgesetzt und gespielt, oscarwürdig. So ein Kind wünscht man sich nicht. Die Rolle der Mutter jedoch ergeht sich in zuvielen losen Strängen, die die Story aufhalten. Und das Ende? Musste das sein? Konnte es nicht irgendwie anders enden, nicht mit so einem Schwenk in die andere Richtung?

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quastenflosser

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Bewertung7.5Sehenswert

Für diesen Film habe ich 2 versuche gebraucht. Beim ersten mal musste ich ausschalten weil mich Kevin so unglaublich genervt hat. Beim zweiten Versuch gefiel mir der ältere Kevin gespielt von Ezra Miller dafür umso besser. Bin mir sicher aus dem wird noch ein super Bösewicht. Die Bilder sind super, Musik finde ich passend, Schaupielerisch top und dennoch kann ich nur 7.5 geben da mich der kleine Kevin so aufgeregt hat.

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schaaf

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Bewertung0.0Hassfilm

stupid, useless, senseless crap

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pascal.meier.167

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Spannender Film Top Besetzung. Am meisten hat mir seine kleine Schwester leidgetan, wo so darunter leiden musste. Und am Schluss haben mit Kevins Eltern leidgetan, wo ihre kleine Tochter Celia auf so schlimmsterweise verloren haben. Der ging mir unter die Haut.

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Andre Kriese

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Über die Qualität des Films möchte ich hier nichts sagen. Für mich ist "We Need to Talk About Kevin" kein Film, den man irgendwie in eine Zahl pressen kann. Ich jedenfalls nicht.

Ich möchte jedoch etwas anderes loswerden.
Kevin gibt seiner Mutter im Film gleich mehrmals die Chance, auf eine gemeinsame Ebene zu kommen. Er macht dieses Provokanten Dinge und steigert sich mal zu mal, doch seine Mutter reagiert im Grunde immer gleich, sie versteckt ihre Wut und schaut fassungslos drein, doch begibt sich niemals auf seine Ebene. Er kriegt für seine Taten keine emotionale Rückmeldung, selbst als er zeigt, wie er schon bis 70 zählen kann, reagiert Mama für ihn so berechenbar, dass es ein leichtes für Kevin ist, sie wieder auszuspielen. Seine anfangs kleinen, später immer größer werdenden "Stacheleien" (leicht verharmlosend :D) sind aus meiner Sicht eine Aufforderung an seine Mutter, dass die Konsequenz aus seinen Taten ihm gespiegelt wird, doch im Endeffekt kann der Junge tun und lassen was er möchte. Hätte ich einen 16 jährigen Sohn, der auf eine solche bestialische Art und Weise das Haustier seiner viel jüngeren Schwester in der Spüle "entsorgen"würde, würde ich aber da raus gehen und dem ordentlich eine reinhauen. Ihre Reaktion: Ein fassungsloser Blick.... Beim Minigolfen lästert Mama dann noch über zwei dickere Menschen, woraufhin Kevin erwähnt, dass sie manchmal ziemlich "hart" (im Sinne von verletzend sein kann) und Mama daraufhin erwidert, dass gerade er das sagen müsse. Nun erwidert wiederrum (erwidert wiederrum, klingt auch gut ::D ) Kevin, dass er dies von seiner Mutter hätte, was doch eindeutig wieder eine Öffnung seinerseits da, auf die sie aber scheinbar gar nicht eingegangen ist.
Weiter den Abend entgegen, beim essen, karikiert er den üblichen "heile Familie" Gesprächsverlauf und symbolisiert ihr meiner Meinung damit wieder indirekt, dass er nicht bereit ist, so zu tun, als wäre die Welt zwischen den beiden in Ordnung. Er möchte sich scheinbar ehrlich mit ihr aussprechen, über ihre gegenseitigen Blockaden zueinander, doch sie kommt immer und immer wieder mit der "mein lieber Sohn Kevin" Nummer an, wohl sie ihn innerlich in Teilen des Films zu hassen scheint. Sie schreit ihn einfach den ganzen Film niemals an, sie schimpft nicht mal wirklich mit ihm, aber er scheint sich danach förmlich zu SEHNEN. Meiner Meinung nach ist eine vorläufige Bestätigung die Szene, in der Mama Kevin den Arm bricht und er dies kommentiert, "da warst du das einzige mal ehrlich". Der Papa ist da übrigens genauso am versagen.

"Dort abholen wo er steht" - ist eventuell besser als "Dort stehen und warten bis man abgeholt wird"

Das hätten sich alle Protagonisten des Films mal hinter die Ohren schreiben sollen!

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MetalFan92

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Bewertung9.0Herausragend

Super Film mit top Besetzung !
Ein Familiendrama vom feinsten. Am schlimmsten trifft es die Mutter, die nach der Tat ihres Sohnes zum Dorn im Auge der Gesellschaft wird.

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arues

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Bewertung4.0Uninteressant

Würde ich die Handlung vor dem großen Knall zusammenfassen müssen, würde ich sagen, es geht um eine Frau, die sich gerne selbst verwirklichen möchte, dann aber zur Mutter wird und in ihrem Familien-Gefängnis zu einem tristen Leben verdammt scheint. Als wäre dies nicht schon schlimm genug, wird sie auch noch mit einem Horror-Balg gesegnet. Und das Wort Horror trifft es ganz gut, wobei mir dies sogar noch untertrieben scheint, denn selbst in den "klischeebeladendsten" Horrorfilmen, in welchen ein Kind das Böse ist, gibt es selten solch überzeichnet unsympathische Kinder. Selbst Damien aus "Das Omen" wirkt gegen ihn höflich, gesittet und liebenswert. Hier wäre weniger, mehr gewesen. Und das ist dann auch mein Hauptkritikpunkt an den Film. Es ist einfach too much und wirkt zu keiner Zeit glaubwürdig. Ich musste an manchen Stellen gar laut lachen.

Über alledem schwebt natürlich das große ungewisse. Durch die Einblendungen aus der Gegenwart weiß man, irgendetwas ist geschehen, etwas furchtbares. Und diese Stellen haben es in sich. Tilda Swinton spielt hier wirklich großartig. Und auch die Inszenierung ist insgesamt über jeden Zweifel erhaben. Gekonnt werden Gegenwart mit Rückblenden aus der Vergangenheit vermischt und von der musikalischen Untermalung, bis zur Cinematographie stimmt hier alles. Auch die Auflösung von dem, was passiert ist (ich habe zuvor nichts gelesen und war völlig unbedarft), hatte den nötigen Impact. Doch all dies täuscht nicht über die große Schwäche hinweg, die ich bereits angesprochen habe. Und mehr als eine 4/10 kann ich deswegen nicht geben. Schade, hier wurde Potential verschenkt!

Bei der Schaar an überschwänglichen Kritiken macht sich fast schon Fassungslosigkeit breit.

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vivibifi

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Bewertung10.0Herausragend

nach 2. sichtung dann doch sogar nochmal erhöht auf 10 punkte!!

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BountyHunter2602

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Bewertung9.0Herausragend

Was tun wenn sich das eigene Kind gegen seine Mutter auftut und ihr das Leben zur Hölle macht? - Genau diese Antwort bekommt ihr in "We need to talk about Kevin".
Wir bekommen zwei außergewöhnliche und grandios spielende Schauspielikonen (Tilda Swinton / Ezra Miller) die in diesem melancholischen Drama die Hauptrollen übernehmen. Es sei gleich gesagt, ihr braucht starke Nerven und solltet den Film an einem schlechten Tag auf jeden Fall meiden. Ich persönlich wollte die gute Eva während des ganzen Films einfach nur in den Arm nehmen und ihr sagen dass es nicht an ihr liegt! Und Kevin... auf ihn entwickelt man einfach nur endlosen Hass, da man seine zynischen Taten einfach nicht nachvollziehen kann. Gerade bei den Szenen, die Eva in der Gegenwart gezeigt haben musste ich wirklich teilweise mit mir kämpfen und die Tränen wegdrücken. John C. Reilly's Rolle hat mich dagegen sehr enttäuscht, so spielt er den naiven Vater, der kaum Charakter aufweist.
Leider gibt es Momente die Fragen aufwerfen und unlogisch erscheinen, doch das ist eigentlich schon neben dem schwachen Charakter des Vaters alles was ich am Film kritisieren könnte.
Insgesamt ist "We need to talk about Kevin" ein unheimlich emotinales Alptraum Szenario mit tollen Hauptdarstellern, der dem Zuschauer noch lange im Gedächtnis bleibt und zum nachdenken anregt.

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BattlemasterIZ

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Wir müssen über Kevin reden" ist ein Drama, das von sehr verstörenden Bildern lebt. Der Film kann einen nachdenklich stimmen. Eva, gespielt von Tilda Swinton, hat schon seit der Geburt ihres Sohnes an, ihre probleme mit Ihm. Kevin benimmt sich auch seid der frühen Kindheit sehr eigenartig, eigentlich wirkt er mir hier schon richtig bizarr. Die Entwicklung des "Erwachsen" werdens von Kevin wird leider nicht ganz optimal gezeigt. Der Film hat aber auch eine recht harte Rückblenden-Schnitt Inszenierung. Außerdem hat der Film viel Musik innen. Die Filmregisseurin hat zudem viel mit krassen Farben und Tönen gearbeitet, so das mir schon vom ersten Augenblick an, klar war hier stimmt irgendwas nicht. Die beiden passen philosophisch gesehen irgendwie nicht zueinander. Das Grauen nimmt dann seinen Lauf. Auch die Schauspieler sind bemerkenswert. "We Need to Talk About Kevin" ist ein sehr beklemmender Film geworden.

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Waldez

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Bewertung7.0Sehenswert

Mir hat auch bisschen der psychologische Aspekt des Amokläufers gefällt oder wie er als Kind so denkt oder wahrnimmt...Dieser Film sollte ja die Sichtweise über die Mutter erzählen und die ganzen Schwierigkeiten mit diesem Kind darstellen, was Tilda Swinton sehr gut umsetzt...wenn man es so betrachtet dann ist es ein sehr gutes, sehenswertes Drama

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abendrot

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Bewertung6.0Ganz gut

Phasenweise wie ein Horrorfilm angelegtes Psychogram eines Schul-Amokläufers und dessen Leben in der Retrospektive mit wie üblich wunderbarer Tilda Swinton und einem Ezra Miller, der den Anschein erweckt, direkt aus der Hölle gecastet worden zu sein. Der Film steht aus einer Gegenwartsperspektive, in der die vereinsamte Swinton via Flashbacks das Leben ihres Sohnes Revue passieren lässt, der vor einiger Zeit ein Schulmassaker angerichtet hat. Es ist natürlich interessant zu sehen, wie sich - begonnen bei Kevins Geburt (genau genommen sogar dessen Zeugung) - alles auf den späteren Amoklauf zuspitzt, allerdings hätte der Film meiner Meinung nach etwas präziser sein dürfen. Die ersten 45 Minuten sind ziemlich anstrengend zu bewältigen, beinahe kunstfilmartig, es wird zudem kaum geredet. Da, wo nicht geredet wird, laufen ziemlich unpassende Gute-Laune-Hitklassiker durch, während die sich immer noch in Schockstarre befindende Tilda Swinton Farbe von den Fenstern kratzt oder von ihren Händen schrubbt. Auch wurde zu viel mit Symbolik gearbeitet, permanent platzende Tomaten, Eier und vom wütenden Mob dort hingeschmierte rote Farbe an den Hauswänden und Frontschreiben winken schon fast mit dem Zaunpfahl, dass in den Flashbacks bald was Blutiges passieren wird, nervt aber mit der Zeit etwas, man möchte doch bald mehr Konkretes. Interessant wird der Film ab der Mitte in Kevins Teenageralter als die Dialoge und Handlung endlich zu einer Einheit finden und schnell an Fahrt gewinnen.
Getragen wird der Film ohnehin nur von diesem Teen, dessen Unberechenbarkeit ordentlich Spannung rein bringt. Tilda Swinton ist toll, ohne Frage, aber ihr Charakter ist im wortwörtlichsten Sinne sprachlos. Dadurch fehlt es in der Geschichte auch an einer entscheidenden Eskalation innerhalb der Familie bzw. Swintons Umfeld, selbst nach der Katastrophe - und einer für sie noch viel schlimmeren, mit der sie im Anschluss zu Hause konfrontiert wird - guckt sie eigentlich nur entsetzt aus der Wäsche, genauso wie wenn sie Jahre später in der Gegenwartsstory öffentlich geohrfeigt und angefeindet wird. Das ist insgesamt zu stoisch, um große Empathie für sie aufzubringen.
Etwas mehr Mut zum Gefühl(sausbruch) und Konfrontation statt zur Zurückhaltung wäre meine Wunschvorstellung gewesen. Trotzdem lohnenswert in erster Linie wegen dem Spiel von Kevin/Ezra Miller, es gibt nicht viele, die Psychos so überzeugend darstellen können.

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BibbelDiBubb

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Bewertung9.5Herausragend

Klasse Film, aber mir bleiben ein paar Fragen (natürlich an die, die ihn schon gesehen haben, also SPOILER)
Ich hab zwischendurch 10 Minuten verpasst, vielleicht lag es daran, aber kann mir jemand erklären, wieso die Polizei das Fahrradschloss AUSSEN an der Tür aufschweißen muss, wenn man doch vorher gesehen hat, dass Kevin die Türen damit von innen abgeschlossen hat (was ja auch logisch ist)? Und wie kamen die anderen Schüler in die Turnhalle und wieso konnten sie durch diesen Weg nicht wieder zurück? Und warum sieht man in der kurzen Szene, in der die Turnhalle von Polizeisirenen beleuchtet wird und Kevin auf einer Art Podest steht und in Siegerpose die Arme hebt, keine Leichen in der Halle?

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BibbelDiBubb

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Ja, in der letzten "Welt am Sonntag" stand auch ein Artikel über die Eltern des Amokläufers von Winnenden... ganz ungeachtet der Frage, ob sie eine Teilschuld tragen oder nicht, ein solches Leben wünscht man wirklich keinem, vor allem niemandem, der selbst kein Mörder ist.

@marc75 das Problem ist, dass man bei seiner "Siegerpose" ja schon ds Licht der Polizei- und Krankenwagensirenen sieht und an irgendeiner anderen Stelle wird ja auch ein schreiendes Mädchen vor einem verschlossenen Ausgang gezeigt, also waren die Schüler eindeutig komplett eingesperrt.

@abendrot: Ich hatte das so verstanden, dass die Opfer aus der Turnhalle gekarrt wurden, aber ich kann mich auch irren. Was mich irritiert hat, war dass er in einer kurzen Szene durch die noch völlig ruhige und fröhliche Schülermenge geht, kurzer Schnitt auf die Mutter, dann wieder zurück zu ihm, wie er die Eingänge verbarrikadiert, seine Ausrüstung auspackt und dabei noch ziemlich viele Pfeile (übrig) hat... Aber du hast recht, zwischen diesen Aufnahmen muss der Amoklauf gelegen haben, sonst ergibt das keinen Sinn. Halte ich auch gar nicht für so abwegig dass er das getan hat obwohl er sich eh stellen wollte; seine Gedankengänge sind ja ohnehin nicht so ganz nachvollziehbar und dieser große Auftritt vor dem "Publikum", das sich in der Zwischenzeit vor der Turnhalle versammelt hat, hat ihm ja sichtlich gefallen. Danke dir!


keskushermoston.pesakekovettumatauti

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Vllt. war die Siegerpose in der Turnhalle das große Symbol des Endes. Ein Mann, der anders ist als alle anderen und sich, auch wenn man es nie sieht, in die typischen High-School-Dinge wie Feste, Sportveranstaltungen, Abschlussball usw. integrieren kann oder will. Er salutiert symbolhaft vor all diesen (aus seiner Sicht) Entfremdungen. Passend dazu dann die amerikanische Flagge im Hintergrund, die dem Film am Ende vllt. noch sowas wie eine kleine Gesellschaftskritik hinzufügt, wenn man mal darüber nachdenkt, wie viele Amokläufe es in den USA in den letzten 20 Jahren gegeben hat.



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