Der Gott des Gemetzels

Carnage (2011), DE/FR/PL Laufzeit 80 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 24.11.2011

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7.2
Kritiker
50 Bewertungen
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7.5
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7971 Bewertungen
332 Kommentare
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von Roman Polanski, mit Kate Winslet und Christoph Waltz

Roman Polanski zeigt in Der Gott des Gemetzels ein eher schlechtes Beispiel von elterlicher Vorbildfunktion am Beispiel zweier Familien.

Kinder, streitet euch nicht, nehmt euch lieber ein gutes Beispiel an euren Eltern! Auch wenn der martialische Titel Der Gott des Gemetzels zunächst für Irritationen sorgen mag, so findet er im Laufe des Films seine Berechtigung, denn die Erwachsenen geben fürwahr eher ein schlechtes Beispiel in Deeskalation ab. Die Eltern sind: Nancy (Kate Winslet) und Alan Cowan (Christoph Waltz) und Penelope (Jodie Foster) und Michael Longstreet (John C. Reilly). Die beiden Elternpaare treffen sich des Abends, um sich in zivilisierter Weise zusammenzusetzen und den Streit ihrer beider Söhne zu schlichten. Doch die friedliche Atmosphäre täuscht, die Fassade der bürgerlichen Konventionen bröckelt zusehends, und nachdem der Gott des Gemetzels erst einmal entfesselt ist, entblößen die Vier ihre wahre Natur und offenbaren ihre Kleingeistigkeit und ihre Ängste in kindischem Gebaren. Ganz so, wie man es von Erwachsenen erwartet.

Hintergrund & Infos zu Der Gott des Gemetzels
Der Gott des Gemetzels basiert auf dem französischen Bühnenstück von Yasmina Reza Le Dieu du Carnage. Bevor sich Roman Polanski seiner annahm, wurde Gott des Gemetzels zunächst u.a. mit Isabelle Huppert inszeniert und auch die Broadway-Adaption konnte mit namhaften Schauspielern wie Jeff Daniels, Hope Davis, James Gandolfini und Marcia Gay Harden aufwarten. Das Ensemble gewann konsequenterweise 2009 den Tony Award. Der Erfolg auf der Bühne bereitete den Weg für die filmische Umsetzung des kammerspielartigen Dramas. Mit Roman Polanski fand sich schließlich auch ein Regisseur, der den Stoff in kongenialer Weise in Szene zu setzen wusste. Und so ging der Erfolg von der Gott des Gemetzels (OT: Carnage) in die nächste Runde: Bei den Filmfestspielen in Venedig 2011 gewann die schwarze Komödie den Kleinen Goldenen Löwen. Damit sind die Weichen für die kommenden Oscars gelegt. Preiset den Gott des Gemetzels! (EM)

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Cast & Crew


Kritiken (29) — Film: Der Gott des Gemetzels

Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de

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6.0Ganz gut

Tatsächlich lebt der Film vom stark akzentuierten „Spiel“: Wie auf einem Schachbrett stehen die Personenkonstellationen zunächst fest auf ihren Positionen, bis sich die erste Figur verschiebt und einer anderen nähert – das Figurengeflecht gerät ins Wanken. Die Dynamik und Komik, die daraus entsteht, wird von den wandelbaren Darstellern exzellent umgesetzt. Und wenn der Wahnsinn dann wirklich ausbricht, dann ist das natürlich wie ein Freifahrtschein für diese starken Charakterdarsteller. Schauspielerisch gibt‘s da wirklich wenig zu bemängeln.

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Kubrick_obscura: CinemaForever

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4.5Uninteressant

Obwohl Rezas Stück prädestiniert für einen Regisseur wie Polanski scheint, ist die Verfilmung nichts anderes als gut abgefilmtes Theater geworden. Pawel Edelmanns Kamera fängt die ständigen Wechsel der Schauspieler in starre, aber übersichtliche Einstellungen ein. Der fließende stream of conflicts in "Carnage" lässt jeden mit jeden mal Allianzen bilden oder Feindschaft schließen. Kamera und Schnitt ackern dabei wie verrückt um der Menge an Momenten gerecht zu werden, deren natürliche Auslese im Theater der Blick des Publikums übernommen hätte. Hier wird die Kamera aber ständig dazu genötigt Totalen zu liefern, wodurch es kaum wirkliche Konzentration gibt und man umso verwirrter ist, wenn alles plötzlich vorbei ist. Was auf der Bühne wunderbar funktioniert, gerinnt hier zur Karnevalsvorstellung. Abseits davon dass die Besetzung sich voll ins Zeug legt, erinnern Rezas Charaktere auch mehr an Figuren aus der Puppenkiste, was sich auch im exaltierten Schauspiel niederschlägt. Für Subtilereien ist in diesem glatt gefilmten Hollywood-Lustspiel einfach kein Platz. Das hat die Filmfassung der Bühne sogar vorraus.

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Kubrick_obscura

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Das schreibe ich zwar recht ausführlich, aber das ist halt keine gute Adaption, kein Kino. Da guck ich lieber "Who's afraid of Virginia Woolf". Da wird gezeigt, wie mans macht.


Edward Nigma

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Jaja, ich hatte deine Kritik schon gelesen, ist wirklich kein "Kino-Film", was ihn für mich aber nicht unbedingt schlechter macht... Das könnte man ja sonst auch sämtlichen anderen Kammerspielen vorwerfen.


evants.com: eventsandtrends.com

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7.5Sehenswert

Vier Leute in einer Wohnung - mehr braucht es nicht für eine gute Gesellschaftssatire. Die komplette Handlung spielt sich zwischen den beiden Paaren ab, abgesehen von der Eingangs- und der Schlusssequenz. Das Spiel zwischen Winslet, Foster, Reilly und Waltz ist intensiv und satirisch überspitzt, die Dialoge voller Pointen. Die Kameraeinstellungen tragen zeitweise zu den Sympathien für gewisse Charaktere bei, während der Plot die aufkeimende Zuneigung schnell wieder torpedieren kann. Durchsetzt mit Spitzen unterhält die Gesellschaftssatire "Der Gott des Gemetzels" auf hohem Niveau.

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CINEMAN.ch

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10.0Herausragend

Zwei Ehepaare treffen sich zum ungezwungenen Gespräch. Ihre Kinder haben sich gestritten, der eine dem anderen ein paar Zähne ausgeschlagen. Nun soll der Disput friedlich und ohne Anwälte beigelegt werden. Doch was so unschuldig beginnt, entwickelt sich zu einem verbalen Schlagabtausch, bei dem das Korsett der Zivilisation schnell abgestreift wird. Roman Polanskis sehr dynamische Verfilmung von Yasmina Rezas Theaterstück, die mit Jodie Foster, Kate Winslet, John C. Reilly und Christoph Waltz mit einem Ensemble aufwartet, das exzellenter kaum sein könnte.

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Elmar Mertens: ARTiBerlin Elmar Mertens: ARTiBerlin

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8.5Ausgezeichnet

Der häufig gebrauchte Begriff der bitter-bösen Satire findet auch in Gott des Gemetzels seine Berechtigung, denn es ist schon bitter zu sehen, wie sich der sogenannte zivilisierte Mensch die Blöße nackter Affen gibt. Und es ist böse vom Autoren bzw. der Autorin, sich derart an diesem Affenzirkus zu weiden, den die zwei Ehepaare bieten.

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SiameseMax: SiameseMovies

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8.0Ausgezeichnet

[...] Die polnische Regie-Legende Roman Polanski weiß die merklich für die Bühne konzipierte Prämisse der amüsanten Streitigkeiten, die ausschließlich in einem Appartement ausgefochten werden, und geradezu irrsinnige, tief menschliche Wendungen nehmen, die einzig zu Beginn etwas gekünstelt wirken, bis die aberwitzigen Dialoge eine köstlich gallige Eigendynamik entwickeln, effizient für die große Leinwand zu nutzen. Somit ist „Carnage“ ein beinahe makellos inszeniertes, aber definitv fulminant agiertes Ensemblestück, für alle die gepflegtes, treffsicher humorvolles und angenehm geschwätziges Schauspielerkino lieben.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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5.0Geht so

Es brodelt nur an der Oberfläche und der running gag mit dem ewig plärrenden Handy ist schnell verbraucht. Edward Albees Klassiker "Wer hat Angst vor VIrginia Woolf" mag zwar heute vom Setting her altmodischer wirken, er ist gleichwohl ungleich tief- und abgründiger als die Vorlage einer stets latent überschätzten Yasmina Reza.
Laues Stück für einen Roman Polanski.

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Belfegor

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Das dauernd plärrende Handy ist das Gegenteil eines Running Gags.

Das dauernd plärrende Handy ist das Gegenteil eines Gags.
In diesem Film, so wie im realen Alltag.

Das dauernd plärrende Handy ist der bizarre Gaga-Soundtrack im
urbanen Alltag, der Einen oft zweifeln lässt am Sinn moderner bürgerlicher Errungenschaften und daran, wieviel "wahrer" Fortschritt in ihnen liegt.
Genau diesen Zweifel symbolisiert das dauernd plärrende Handy in diesem Film.

Ein dauernd plärrendes Handy.....
Wie einfallslos und plakativ soll das Grundthema dieses Stoffs denn noch symbolisiert werden, damit sogar Filmkritiker es verstehen und nicht irrtümlich einen misslungenen Running Gag darin sehen ? Irritiert es vielleicht, dass "Komödie" auf dem Etikett des Films steht ?


Edward Nigma: CinemaForever

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9.0Herausragend

Nancy Cowen: Ich finde es gut, dass unser Sohn Ihrem Sohn in die Schnauze gehauen hat und ich wisch mir den Arsch mit ihren Menschenrechten!

2006 wurde das Stück „Ger Gott des Gemetzels“ der französischen Schriftstellerin Yasmina Reza am Schauspielhaus Zürich uraufgeführt und avancierte innerhalb kürzester Zeit zu einem modernen Klassiker. Nun hat sich Regisseur Roman Polanski („Der Ghostwriter“) dieser Gesellschaftssatire angenommen und bereits der erste Trailer machte klar, dass der Film seiner Vorlage im bitterbösen Witz in nichts nachstehen wird. Kein Wunder, schließlich erarbeitete Polanski gemeinsam mit der „Der Gott des Gemetzels“-Autorin Yasmina Reza das Drehbuch, das man als eine leicht aufgefrischte Version des Theaterstücks sehen kann. Auch der hervorragende Cast verpasste der Vorfreude keinen Dämpfer, wurden doch Jodie Foster („Die Fremde in Dir“), Kate Winslet („Der Vorleser“), Christoph Waltz („Inglorious Basterds“) und John C. Reilly („Die Stiefbrüder“) für das…

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Ezra

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Sehr schön :)


Edward Nigma

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Danke


Simon Eberhard: Outnow.ch Simon Eberhard: Outnow.ch

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9.5Herausragend

Wie die Protagonisten nach und nach ihre Maske abstreifen, statt dessen ihre Borniertheit hervorkehren und in wechselnden Fronten (nicht nur) verbal aufeinander losgehen, mag für die beteiligten "der schlimmste Tag ihres Lebens" sein, für den Zuschauer ist es jedoch äusserst komisch.

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alviesinger: bummelkino

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7.0Sehenswert

Die leicht bekömmliche Zeitgeist-Variante von „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“: In Roman Polanskis Kammerspiel bleibt der schamlose Seelenstriptease aus - es werden höchstens die oberste Knöpfe der Bluse gelockert. Das weibische Gezicke, machohafte Gebrüll entbehrt soziologischer Tiefe, zielt bewusst am Pranger vorbei, nimmt vielmehr Situationskomik und Aha-Effekten ins Visier. Das bedeutet aber nicht, dass Polanski in dieser toll gespielten Tragikomödie nicht auch einmal nassforsch mit der ganzen Hand in die offenen Wunden der Figuren patscht. Trotzdem brechen hier keine zwischenmenschlichen Fassaden zusammen. Dafür ist die Laufzeit zu kurz, dafür sind die Dialoge nicht böse genug (und zünden leider nicht immer). Die aggressive Stimmung ist zwar jederzeit greifbar, wirkt im Gegenzug aber oftmals aufgesetzt und klobig inszeniert. Vieles fließt nicht. Dessen ungeachtet ist „Der Gott des Gemetzels“ ein gelungenes Stück Gesellschaftskino, das nicht belehren, sondern unterhalten möchte. Ein kleiner Polanski für nebenher. Man lacht, man schämt sich, man nickt wissend. Das ist schnell konsumiert und gut zu verdauen.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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7.0Sehenswert

[...] „Der Gott des Gemetzels“ ist ein bravurös gespieltes Kammerspiel, das mit einigen köstlichen Dialogzeilen immer wieder zum Schmunzeln einlädt. Ein Fest für Freunde der Kommunikationswissenschaft, zumal die Möglichkeiten der gegebenen Figurenkonstellation großzügig ausgeschöpft werden. Vom scharfen Blick auf kriselnde Beziehungen und Reibereien der Geschlechter über bröckelnde Fassaden bis hin zum Trugschluss des Erwachsenseins ist alles dabei. Das einzige, große Problem des Films ist, dass man beim Ansehen, wie das besuchende Elternpaar, selbst bald auch endlich weg möchte aus dieser höchst unangenehmen Situation. Es ist eine amüsante Qual, bei der Foster, Winslet, Reilly und Waltz jedoch stets bei der Stange halten. So geht gehobene, aber leichte Unterhaltung, mal ganz ohne Schnickschnack.

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Flibbo

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Dankesehr.


Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

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3.0Schwach

Nach außen mal öko, mal leistungsbereit, protestantisch, ebenso überschwenglich wie bipolar – aber immer uneigentlich: Da macht sich doch Mitleid mit den Figuren breit. Hier werden entfremdete Menschen gezeigt. Das sieht eher traurig denn lustig aus. Eine zeitgemäße Inventur zum Zweck des Erkenntnisgewinns müsste wohl anders beschaffen sein. Was würde Charlotte Roche aus diesem Stoff machen?

Die Situationskomik wird immer öder und vorhersehbarer: Die Betrunkenen stolpern über Zeitungsständer, man lockert die Krawatte, die Schminke verschmiert. Man schauspielert hölzern und berechenbar, bis zum Ende. Ein Feuerwerk an Gags, die nicht zünden.

Hier soll der Bürger über den Bürger lachen. Was so seit fünf Jahren frenetisch bejubelt wird, ist hier ein antiquiert wirkendes Stückchen Boulevard im Zeichen vermeintlicher Hochkultur. Die ist ja oft etwas überreizt.

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Delonghi

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Eine kurze Frage bitte, was ist bipolar? Danke schon mal!


zmpfl

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"Was würde Charlotte Roche aus diesem Stoff machen?"
Hä ???? Auf jeden Fall wär mehr Ficken drin :)

@Delonghi
Bevor du selber auf auf Wikipedia nachschaust:
Manisch-depressiv
(erscheint mir hier "uneigentlich" sinnlos:
"... ,ebenso überschwenglich wie überschwenglich-niedergeschlagen -..." ??)


sushi25: movie-fan.de

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8.5Ausgezeichnet

Ein wunderbarer Film, der es schafft, mit nur 4 Schauspielern (und einem Hamster) ein Feuerwerk an zwischenmenschlichen Fassaden und Wahrheiten abzubrennen.

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Lars Tuncay: Filmtabs, Intro Lars Tuncay: Filmtabs, Intro

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7.5Sehenswert

Eine gewagte Konstellation, die auf der Leinwand leicht ermüden könnte. Aber immer absurdere Situationen und ein glänzend aufspielendes Ensemble erhöhen die Lust am Weiden an menschlichen Abgründen.

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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8.0Ausgezeichnet

Das komödiantische Timing benötigt nicht einmal einen Spannungsbogen, hier schaukelt sich nichts hoch, die Katastrophe ist von Anfang an da. Der Ton ist dabei herrlich vulgär, weniger psychoanalytisch verbrämt als im Ehekrach-Klassiker "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" von 1966 mit dem Alptraumpaar Elizabeth Taylor und Richard Burton.

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Alexander Dahas: Intro Alexander Dahas: Intro

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7.5Sehenswert

Polanski war schon immer jemand, der viel anfangen konnte mit der »bürgerlichen Fassade« und dem lustvollen Blick dahinter, jetzt hat er ein Theaterstück gefunden, das ihn zurück zu den Wurzeln bringt.

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Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln

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9.0Herausragend

Roman Polanski hat das Drehbuch zusammen mit Yasmina Reza, der Autorin des Bühnenstücks, verfasst. Spitzzüngig und bitterböse ist das Skript, zum Brüllen komisch und zum Heulen wahr. Jeder Satz, jedes Wort hat eine Bedeutung und führt das Gespräch auf eine neue Ebene. Die beiden haben den Darstellern ein ziemlich enges Korsett geschnürt, dennoch haben die Schauspieler viel Freiraum - und nutzen ihn mit unheimlich viel Verve.

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Hans Messias: http://film-dienst.kim-info... Hans Messias: http://film-dienst.kim-info...

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8.0Ausgezeichnet

„Großes“ Kino im landläufigen Sinne ist es nicht, was Roman Polanski mit seinem „Gemetzel“ bietet: Vier Personen, ein Raum – was will man daraus machen? Im diesem Fall: Einen ebenso schlichten wie genialen Film! Polanski nutzt die vier Personen und den einen Raum, um eine ungeheure Spannung zu erzielen. Dem Film liegt das gefeierte Theaterstück vom Yasmina Reza zugrunde, doch die filmische Umsetzung ist nicht weniger atemberaubend.

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Filmering: Filmering.at

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8.0Ausgezeichnet

Der Gott des Gemetzels ist eine temporeiche, höchst unterhaltsame Fingerübung, getragen von köstlichen Wortgefechten und brillanten Darstellern die sich in bester Spiellaune zeigen. Zwar hält sich Roman Polanski vornehm zurück und rückt stattdessen seine Schauspieler und das Ausgangsmaterial ins Rampenlicht, aber dem Filmgenuss tut dies keinen Abbruch. Denn Der Gott des Gemetzels besitzt kein Gramm Fett, sorgt durchgehend für großartige Unterhaltung und versteht es dabei auch noch ausgezeichnet die geordneten Mauern des Bürgertums einzureissen und vorzuzeigen, dass respektable Erwachsene in Wirklichkeit auch nur kindische Egomanen sind. Der Film ist somit absolut empfehlenswert und man sollte sich den Spaß auf keinen Fall entgehen lassen.

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José Garcia: Textezumfilm

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9.0Herausragend

Die immer wieder wechselnde Frontenbildung verleiht dem Film seinen Rhythmus. Als für die Dramaturgie förderlich stellt sich außerdem der Nebenstrang der ständigen Telefonate Alans heraus, weil sich darin die Haupthandlung widerspiegelt. Etwas konstruiert wirken jedoch die zwei Stellen, als das besuchende Ehepaar bereits losziehen will und von den Gastgebern zum Bleiben aufgefordert wird. Die Inszenierung als Kammerspiel sieht auf den ersten Blick leicht aus, erfordert aber das abgestimmte Zusammenspiel der verschiedenen Beteiligten. Über die hervorragende Schauspielkunst der Darsteller hinaus besticht der Schnitt von Her¬vé de Luze, der der Handlung das richtige Tempo verleiht, im dem sich jeder Einzelne in die Geschichte hineinsteigert. Die ausgesuchte Einrichtung des Produktionsdesigners Dean Tavoularis wird in der Inszenierung zum fünften Hauptdarsteller. Im beengten Raum eines Appartements, in dem ein Spiegel für die Kamera ein zusätzliches Hindernis darstellt, bewegt sich Kameramann Pawel Edelman souverän. Wenn Kunst darin besteht, Schwieriges leicht aussehen zu lassen, dann ist Roman Polanskis „Der Gott des Gemetzels“ vollendete Filmkunst.

Der Filmtitel „Der Gott des Gemetzels“ bezieht sich auf eine vorchristliche strafende Gottheit. Der Film kann denn auch als eine Gesellschaftskomödie in einer postchristlichen Zivilisation bezeichnet werden, in der das christliche Menschenbild entweder durch Gutmenschentum oder durch Zynismus ersetzt worden ist. Die Moral wird so zu einer minimalistischen Ethik, deren oberflächlicher Firnis bürgerlicher Kultiviertheit sich als allzu brüchig erweist.

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Kommentare (303) — Film: Der Gott des Gemetzels


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Jek-Hyde

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

In der Kürze liegt die Würze.
Hier könnt ihr was lernen Eltern, wenn zwei Jungs zanken, mischt man sich nicht ein, denn dann fliegen die Fetzen so richtig. In Gott des Gemetzels geraten zwei ungleiche Familien aneinander und schließlich spaltet sich alles mal wieder in den üblichen Männer gegen Frauen auf. Genial geschauspielert und großartig minimalistisch. Einfach etwas, was man sich ansehen kann, wenn man Leute gut schauspielern sehen will ;-).
Eine kleine Kritik hätte ich da aber noch: Mir hätte es sehr gefallen, wenn am Ende so richtig die Fetzen geflogen wären, so quasi hinter den gegenüber stehenden Sofas verschanzt und mit Gegenständen geschmissen, so eine richtige Eskalation hätte noch gefehlt, sonst großartig und überaus genießbar, wenn man nicht gerade ein schläft weil keine riesigen Roboter aus dem Weltall die Stadt zerstören XD

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Laserdance

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Bewertung3.5Schwach

Langweilig, das ist Primär das was mir zu diesem Film einfällt. Vielleicht habe ich auch den falschen Humor das dann Lustig zu finden.

Ich mag eigentlich Kammerspiele. Aber Sie müssen mich eben auch ansprechen.

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pischti

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Bewertung5.0Geht so

Ich habe bei "Der Gott des Gemetzels" irgendwie mehr erwartet. Ohne Frage sind alle Darsteller absolut fantastisch und diese theaterähnliche Inszenierung ist sehr gelungen. Auch sind die Charaktere interessant und jede einzelne Figur ist alles andere als oberflächlich gezeichnet, ABER, ich hätte mir sooooo sehr viel mehr Situationskomik gewünscht. (Es folgen Spoiler!!!!)
Klar gibt es herrliche Szenen, sei es wie Waltz ständig telefoniert und in einer fremden Wohnung den Kuchenteller im Wohnzimmer auf dem Schrank abstellt, weiter frisst und mit vollem Mund irgendwas von sich gibt :D Auch die "Kotzszene" hat einen gewissen Charme ^^ oder die ganze Geschichte rund ums Handy welches zum Schluss "leicht" nass wird :) Leider sind es genau diese 3 Szenen die mir in Erinnerung blieben (und der Abspann, der beide Kinder zeigt und diese ganze Eskalation komplett sinnlos erscheinen lässt ^^). Beim Rest hat mir nicht alles gefallen, teilweise fand ich das Geschehen sogar etwas langweilig.
Was die Schauspielerei angeht, so gefielen mir alle sehr gut, jeder auf seine eigene Art und Weise, aber wenn ich mich entscheiden müsste gefielen mir wahrscheinlich Waltz und Foster am besten.
Mir fällt es schwer den Film zu bewerten und möglicherweise hat er auch meine Bewertung nicht verdient, aber ich muss den Grad der Unterhaltung mit anderen Filmen vergleichen die ich gesehen habe und da kommt "Der Gott des Gemetzels" letztendlich leider nur auf die von mir gegebenen Punkte.

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pischti

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@vanilla

Es ist halt Theaterspiel vom Feinsten. Mein Fall wars dann leider nicht ganz, wiegesagt, hätte mir noch etwas mehr Situationskomik gewünscht. Die Debatten zogen sich für mich teilweise etwas zu doll, obwohl die Gesamtlaufzeit des Filmes sehr kurz ist ^^


kobbi88

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"Theaterspiel vom Feinsten". Da haste recht. Wenn man sowas nicht mag, mit vielen Dialogen und wenig Handlung, dann bleibt natürlich auch der Witz für einen irgendwo auf der Strecke. :)


EvertonHirsch

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Polanski hat mit Der Gott des Gemetzels eine wirklich sehr gute Komödie erschaffen, die dem Zuschauer wunderbar vor Augen führt, wie lustig Streitereien zwischen Menschen sein können, wie das Löschen von der Facette zum wahren Ich manchmal zum Schreien komödiantisch-idiotisch ist, so lange man dabei nur als unbeteiligter Dritter die Sznerie beobachten darf, denn jeder Humor verfällt, wenn man selbst mit hineingezogen wird (wunderbar dargestellt durch die Szene, bei der Waltz sein Telefon verliert).

Der Film hat dabei auch genau die richtige Länge, um nicht das Interesse an den Personen zu verlieren und keine Längen oder Wiederholungen aufkommen zu lassen.

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cruzha

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Regisseur Polanski kann sich bei diesem Kammerspiel ganz auf seine exzellenten Darsteller verlassen. Alle vier Akteure spielen einfach fantastisch auf und haben merklich Spaß an der Sache. Das tolle Skript überzeugt mit Witz und einem gekonnt lässigen Blick auf die Tücken zwischenmenschlicher Kommunikation, an dem sogar Loriot seinen Spaß gehabt hätte. Leider ist alles etwas abrupt zu Ende.

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cpt. chaos

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Bewertung7.0Sehenswert

In der Kürze liegt die Würze - so oder ähnlich könnte man Roman Polanskis Theaterstückverfilmung zusammenfassen, die gerade einmal über eine effektive Laufzeit von etwas über 70 Minuten verfügt. So geht´s dann auch ohne großartige Umschweife gleich zur Sache - angefangen mit einer Aneinanderreihung von Spitzfindigkeiten, bis schließlich zu guter Letzt die Fetzen fliegen. Das Kammerstück ist mit reichlich Dialogwitz ausgestattet und die Darsteller verstehen es immer wieder aufs Neue, dem zugrundeliegenden Streitpunkt fast das Maximum zu entlocken.

Jodie "Drama Queen" Foster mimt überzeugend die sozialkritische Mutter namens Penelope (der spießig anmutende Name passt irgendwie zu ihrer Rolle, wie die Faust aufs Auge), die über hysterisch ausgeprägte Züge verfügt. Ihr Ehegatte (John C. Reily) unterstützt sie zunächst in ihren Bemühungen, ehe sich die unübersehbaren ehelichen Probleme einschleichen.
Christoph Waltz nimmt den Gegenpart des zynischen Anwalts Alan gekonnt ein, dessen Berufsmotto "kein Schuldeingeständnis, alles leugnen" lautet. Ihm zur Seite steht seine Ehefrau Nancy (Kate Winslet), die mit ihrer kriselnden Ehe ebenfalls nicht hinterm Berg hält.

Immer wieder amüsant mit anzusehen, wie sich die Konstellationen der Streitparteien verschieben - ständig schlägt sich jemand auf die eine oder Seite, notfalls auch jeder gegen jeden! Die letzte halbe Stunde ist ganz großes Kino und macht, während man es sich auf dem heimischen Sofa so richtig bequem gemacht hat und inzwischen auf dem Bildschirm die Giftpfeile hin- und herfliegen, so richtig Spaß!

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Murphante

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Joahr mit den Jahren wächst die Sammlung ...
es werden mehr und mehr .... und manchmal hat man dann soviel an Filmstoff hier liegen das man gar nicht mehr hinterher kommt ...
HAUPTSACHE ... erstmal haben ... manchmal ist es auch echt anstrengend soviele Filme zu haben und hab manchmal darüber nachgedacht ... *ähm* ach neee doch nicht :D


cpt. chaos

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Bis vor wenigen Jahren habe ich täglich CDs gekauft (also noch in nem richtigen Laden...) oder aber eben ersteigert. Mittlerweile habe ich die Sammelleidenschaft auf die DVDs übertragen. Da meint man irgendwann alles zu haben und jagt im nächsten Moment doch wieder neuen Silberlingen hinterher... Unersättlich! Solange ich nicht anfange auf Blue Ray umzurüsten, ist alles gut... ;o)))


TinaCocaine

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich mag das Satirische und Christoph Waltz, aber die ständig heulende Jodie Foster ist nun wirklich nicht mein Fall, einige Szenen sind zum Brüllen komisch, andere eher langatmig, das abrupte Ende fand ich nicht so gelungen, hatte ich doch ein wahres Feuerwerk der Gefühle erwartet, aber die Dialoge sind wirklich spitze. Mir gefällt die Musik und Kate Winslet, hingegen mag ich John C. Reilly nicht so gern. Ich war gespannt, aber nicht fasziniert...Sodass ich zu dem Entschluss komme, dass der Film zwar ganz gut ist, hier und da aber Potential nach oben vorhanden ist. Als Theaterstück hätte mir "Der Gott des Gemetzels" sicherlich besser gefallen!

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Drehmumdiebolzen

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Irgendwann war bei Foster echt das Einzige, was man wollte, ein Klu-Klux Klan Poster! ;D


marcshake

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Bewertung9.0Herausragend

Total fantastisches Kammerspiel. Und irgendwie vermutlich realistisch. Auf jedenfall granatenstarke Schauspieler, geniale Dialoge und leicht verstörende Fassadenbrüche. Vermutlich Pflichtprogramm für Kommunikations-Fanatiker und Psychologiestudenten.

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Realizator

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich hab den Film mit 7,5 bewertet. obwohl ich denke, vielleicht war ich ein bisschen knauserig. Egal, tatsache ist, der Film ist GUT auch wenn Leute unter 30 sollten die Finger davon weglassen. Es ist ein Film für Leute die schon eine gewisse Erfahrung im Leben haben, was gar nicht bedeutet , der Film ist extrem tiefsinnig und langweilig. Ganz im Gegenteil was die Langeweile angeht. Es ist unglaublich wie ein Film, der sich die ganze Zeit in den gleichen vier Wänden und mit den gleichen 4 Schauspielern abspielt, so spannend und unterhaltsam sein kann. Antwort: Klasse Regisseur + klasse Schauspieler = (meistens) guter Film

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zmpfl

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Handwerklich perfekt gemachte Komödie mit geilen Dialogen und Topschauspielern.
Wat hebt wi lachet :D

Achso, künstlerisch?, sozialkritisch?........Mir doch egal ;)

+++++++ SERVICE - MELDUNG +++++++

Wem das gefiel, sollte sich unbedingt DER VORNAME anschauen. Eigentlich noch besser....

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dmtjdc

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Bewertung7.0Sehenswert

Wirkt etwas konstruiert, was man dem Film aufgrund der Vorlage aber nicht zum Vorwurf machen kann. Die Schauspieler sind schlicht spitze, und unterhalten jede einzelne Minute. Bis auf Jodie Fosters instant-empörte Stadtneurotikerin (# Aufschrei!!) werden mir die Figuren aber insgesamt zu locker und amerikanisch gespielt. Die beiden streitlustigen Pärchen hätte man ( da es sich ohnehin um eine europäische Produktion handelt) auch von Mimen aus der alten Welt geben lassen können. Das
hätte mehr Authenzität geatmet, da das Bürgertum sich und seine Spielregeln schließlich auch dort erfunden hat. Andererseits wäre der "Gott des Gemetzels" im Falle einer europäischen oder gar rein französischen Besetzung wohl kaum in die internationalen Lichtspieltempel eingezogen. Was richtig ganz doll Neues weiß die gekonnt konventionell abgefilmte Theater-Adaption leider nicht zu erzählen. Gepflegte Fassadenabdeckerei und teils nicht besonders sauber getimte Eskalationsstufen, denen auch nicht unbedingt immer ein glaubwürdiger Countdown vorausgging, kennt man nicht erst seit
"Wer hat Angst vor Virginia Wolf?" und Konsorten, grundlegend ist es wohl immer dasselbe Spiel. Dafür sind die Dialoge mitunter messerscharf und die vier erstklassigen Darsteller holen alles aus dem doch recht dünnen Stoff raus. Zudem trägt die Begrenzung auf nur eine Lokalität merklich zur Erhöhung der (zwischenmenschlichen) Spannung bei. Kein ganz großer Film, aber doch schon sein Geld wert.

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LivingDead

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Bewertung7.0Sehenswert

Filmgewordenes Theaterstück mit gut aufgelegten Darstellern, die allesamt mit Herzblut bei der Sache sind. Amüsant anzusehen ist es allemal, auch wenn die Langzeitwirkung eher zu vernachlässigen ist. Hier obsiegt der Spaß über etwaige tiefer gehende Auseinandersetzungen mit den sozialkritischen Komponenten.

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jedi37

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Kammerspiel der Extraklasse zaubert Roman Polanski da auf die Leinwand, getragen wird das Ganze von den hervorragenden Ensemble, allen voran Christoph Waltz als herablassender Gatte und Anwalt, aber auch Jodie Foster, Kate Winslet und John C.Reilly stehen in nichts nach. Das Auf und Ab der Gefühle, die Agression und herausgelassener Frust.. alles wegen eines kleinen Prügelei zwischen Halbwüchsigen.

Hier beginnt man auf die Feinheiten zu achten... die Stimmung, die Worte zwischen den Zeilen... die verdeckte Verachtung unter allen.
Ansehen!

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bonjovi84

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Bewertung5.0Geht so

eine misung aus "oh gott, hier passiert ja gar nichts" und überzeugender schauspielerischer, wenn auch nicht immer lebensnaher, darstellung. im großen und ganzen habe ich mit mir gekämpft, den fernseher auszuschalten oder nicht.
auf der einen seite trifft die beschreibung: öde, langweilig, einseitig zu.
auf der anderen seite: dialogstarke umsetzung mit dem hang zur übertreibung. man muss wissen, es ist keine typische hollywood-produktion, kein popcorn-kino, keine leichte unterhaltung, sondern ein theaterstück, ein bühnenstück ohne wechselnde kulissen. nur mit einem inhaltlichen strang...
waltz und foster haben mich überzeugt, der inhalt ist nicht mein ding. daher nur 5 punkte.

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Meshel

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Bewertung6.0Ganz gut

Mit dem abrupten Ende habe ich ganz und gar nicht gerechnet - habe mir, vor allem zum Schluss hin, eine fatale Explosion des Streites erwartet/gewünscht (auch durch das Wort Gemetzel im Titel) ... bin deshalb stark enttäuscht denn bis zu dem Zeitpunkt war ich ziemlich begeistert! Die schauspielerische Leistung von Foster ist hervorragend ...

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Snajper

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Charakterisierung at it's finest...
Und: Danke, dass daraus kein 2 Stunden Film gemacht worden ist.

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Lady369

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Bewertung7.5Sehenswert

Herrlich! Ein Film der wirklich nur durch seine Dialoge lebt!:) Unheimlich authentische Charaktäre, die Sympathieträgerrollen wechseln mit den Szenen - perfekte Besetzung! Als einmaliges Erlebnis (denn mit der Zeit wird es auch anstrengend) dient der Film auf jedenfall zur Unterhaltung und hält was er verspricht!

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DieFilmguckerin

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Bewertung4.0Uninteressant

Der Film hält, was der Titel verspricht, aber nicht sehr viel mehr. Als der Film noch im Kino war, wurde man regelrecht mit Lobpreisungen seiner Freunde und Bekannten überschüttet, stets begleitet von dem Satz: Den musst du dir angucken! Sowas ist generell problematisch, denn mit der steigenden Anzahl dieser Ausrufe, sinkt meine Lust und mein Interesse, mir diesen Film anzusehen. ABER auf DVD erschienen und in der Videothek ständig vor Augen, konnte ich nicht mehr fliehen. Mit dem Plot ungefähr bekannt (zwei Ehepaare streiten sich), war ich auf die Umsetzung und die möglichen Überraschungen gespannt. Ich dachte eben, man kann doch nicht 90 Minuten nur mit zwei streitenden Ehepaaren füllen und dabei interessant bleiben. Kann man auch nicht. Nach 30 Minuten war ich gelangweilt, nach 60 Minuten nahe dran, auszuschalten. Doch ich hielt durch, mit hoffnungsvollem Blick auf ein mögliches unerwartetes Finale. Auf einen Umschwung, eine Wendung, mit der niemand rechnen konnte! Ein völliges Verlieren jeder Kontrolle! Nackte, kotzende Wilde, die sich in einem Moment in Extase umklammern und im nächsten Moment brutal übereinander herfallen und sich auffressen, ein Ausbrechen aus dieser Wohnung, ein Ortswechsel in die Wildnis, den man anders als beim Theater (wo das Stück ja eigentlich herkommt) im Film ja wunderbar machen kann, ein Sprengen des Rahmens! Natürlich sprengen die Figuren den Rahmen der gesellschaftlichen Konventionen, sie benehmen sich daneben und treiben den Betrachter in die Fremdscham. Aber das hätte alles mit viel mehr Pauken und Trompeten gehen können, extatischer, und so auch für den Zuschauer interessant. Natürlich ist es schön, Christoph Waltz’ subtiles Mienenspiel zu betrachten, aber außer der Emotionpalette Wut, Stichelei und aufgesetzte Freundlichkeit gibt es noch eine Reihe anderer Gefühle, die den Zuschauer sicherlich angeregt hätten und diese Vielseitigkeit macht doch letztendlich auch einen guten Schauspieler aus. Wenn man also (wie viele) sagt, die Schauspieler wären sehr gut gewesen, mag das sicher stimmen, aber über die Eindimensionalität des Stoffes und die sehr eingeschränkten Palette hinauszugehen, wäre für den Zuschauer sicherlich spannender gewesen, als sich “Hans Landa” als Ehemann anzusehen. Wäre das Ehepaar Winslet/Waltz doch einfach in den Aufzug gestiegen!

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alex023

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Bewertung7.0Sehenswert

„This is the worst day of my life.“

[...] Künstlerisch hohen Wert hat der Film sicherlich, denn es wirkt stets authentisch wie es geschafft wird, die gesamte Handlung des Films nur in der Wohnung abspielen zu lassen. Es ist wunderbar zu sehen, wie sich aus so etwas scheinbar banalem wie einer Prügelei unter Kindern ein so tiefgreifendes, fast schon philosophisches Drama entwickeln kann. Die Charaktere sind alle fein ausgearbeitet und durchaus bereit zur Entwicklung, wodurch sich in den knapp 80 Minuten der ein oder andere Beziehungskonflikt entwickelt und außerdem sich die Beziehungen untereinander auch ständig verändern, überall findet eine Entwicklung statt. So erleben wir, wie der Zuschauer die Entwicklung vom fast banalen Streitgespräch darüber ob sich das eine Kind beim anderen entschuldigen muss zu einer Debatte über Moral- und Wert-Vorstellungen entwickelt. [...]

[http://planetofpictures.blogspot.de/2013/02/wer-ist-der-gott-des-gemetzels.html]

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Mr. Pink

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Bewertung6.0Ganz gut

Zum Ende hin ein unglaublich nerviger Film mit einer unglaublich nervigen Jodie Foster. Aber immerhin spricht das ja nur für sie als Schauspielerin. Dabei fängt "Carnage" doch sehr vielversprechend an und wird seinem Ruf als moderner "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?", der mit seiner ausufernden Streitsituation auf engstem Raum schließlich sehr ähnlich angelegt ist, zumindest in der ersten halben Stunde durchaus gerecht. Aber wenn die Stimmung dann kippt und die zwei Paare ihre Maskerade fallen lassen, geht mir das alles viel zu schnell und wirkt zu aufgesetzt, so als ob die Farce selbst zur Farce wird. Etwas mehr bissiger Witz und ein nicht ganz so abruptes Ende wären auch nett gewesen. Vollkommen überzeugt haben mich aber zumindest die vier Darsteller, die hervorragende Leistungen zeigen und die Wandlungen ihrer Figuren gut rüberbringen.

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Velly

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Ohhhh jaaaa..... ^^


Mr. Pink

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@Magico: Ja genau, Menschen sind nervig. Sag ich doch. ;)



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