Welcome
Welcome (2009), FR Laufzeit 109 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 04.02.2010
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11 Kommentare
Keine
von Philippe Lioret, mit Vincent Lindon und Firat Ayverdi
Seit über drei Monaten ist der kurdische Teenager Bilal schon auf der Flucht. Zu Fuß schaffte es der 17-jährige auf abenteurlichen Wegen vom Irak durch ganz Europa bis an den Ärmelkanal. Er hat sein Land verlassen, nachdem seine Freundin Mîna kurz zuvor nach England emigriert ist, um sie wiederzusehen und um in England eine Fußballkarriere zu starten. Doch an der Nordküste Frankreichs nimmt seine Reise ein abruptes Ende. Hier geht es für ihn nicht weiter. Bilal und seine Freundin trennt nun, mitten in der kalten Jahreszeit, der von starkem Nordwestwind aufgewühlte Ärmelkanal. Bilal ist in Calais gestrandet. 34 Kilometer liegen zwischen ihm und der nächstgelegenen englischen Stadt. Doch dass der Ärmelkanal, mit 500 Schiffen am Tag eine der meistbefahrenen Schifffahrtsstraßen der Welt, auch ohne Kapitänspatent zu überwinden ist, haben kühne Kanalschwimmer seit dem Jahre 1875 immer wieder bewiesen. Wird dies auch Bilal gelingen? Kurzentschlossen sucht der Junge das örtliche Hallenbad auf, um das Schwimmen zu trainieren. Hier lernt er den Schwimmlehrer Simon kennen, einen ehemaligen Topschwimmer, der jetzt vom Unterrichten lebt. Simon lebt gerade in Scheidung, liebt seine Frau Marion aber immer noch und würde sie gerne zurückgewinnen. Er freundet sich mit Bilal an, der ihm schließlich von seinen Absichten berichtet: Heimlich unterrichtet er den jungen Kurden im Kraulen…
Handlung
Bilal, ein 17-jähriger kurdischer Flüchtling, hat die letzten drei Monate damit verbracht, durch Europa zu reisen, um seine vor kurzem nach England ausgewanderte Freundin wiederzufinden. Nach einigen abenteuerlichen Begegnungen erreicht Bilal schließlich die franzözische Nordküste, von wo er die englische Küste sehen kann. Die örtlichen Behörden halten ihn jedoch fest. Deshalb entschließt sich Bilal zu einer mutigen Tat: Er will durch den bitter kalten Ärmelkanal schwimmen, um nach England zu gelangen. Deswegen nimmt Bilal im hiesigen Schwimmverein Unterricht bei Simon, einem mehr als doppelt so alten Franzosen, der gerade aufgrund seiner Scheidung vor den Trümmern seines Lebens steht. Trotz des Altersunterschieds entdecken die beiden Männer viele Gemeinsamkeiten, am Ende verbindet sie eine starke Freundschaft, die ihnen hilft, ihre Träume zu verwirklichen.
Mehr Bilder (22) und Videos (3) zu Welcome
Cast & Crew
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Philippe Lioret
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Vincent Lindon
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Simon Calmat
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Firat Ayverdi
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Audrey Dana
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Derya Ayverdi
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Thierry Godard
Regie
Schauspieler
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Olivier Adam
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Emmanuel Courcol
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Philippe Lioret
- Genre
- Flüchtlingsdrama
- Zeit
- 2000er Jahre
- Ort
- England, Frankreich, Irak, Kurdistan, Schiff
- Handlung
- Abenteuer, Abschiebung, Art House-Film, Behörde, Beschattung, Ehemann-Ehefrau-Beziehung, Einwanderer, Ermittlung, Flüchtling, Fussballfan, Grenzschutz, Illegale Immigration, Lebenskrise, Mann-Frau-Beziehung, Meer, Männerfreundschaft, Polizei, Scheidung, Schwimmen, Wohnungsdurchsuchung, Ärmelkanal
- Stimmung
- Berührend, Ernst, Verstörend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Welcome
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Trailer zum Film Welcome
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Kritiken (4) — Film: Welcome
alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ... alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ...
Kommentar löschenAllerdings wirkt die Aufmerksamkeit, die im Folgenden der Beziehungskiste des Schwimmlehrers zuteil wird, unproportional und irritierend. Mit ihr entwickelt "Welcome" seine gefährliche Schlagseite Richtung Melodram. Was an sich nicht verwerflich wäre, im vorliegenden Fall aber einigermaßen ärgerlich ist; es beraubt den Film seiner sozialpolitischen Schärfe, macht ihn zahnlos und eher resignativ denn angriffslustig.
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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...
Kommentar löschenIn "Welcome" erzählt Philippe Lioret authentisch von einem Flüchtlingsschicksal [...] Er erzählt von einem Flüchtlingsschicksal aus der Mitte der Gesellschaft heraus, ohne dass diese Erzählperspektive an das kleinmütige Kalkül amerikanischer Politfilme erinnert. Für ihn ist es unumgänglich, seinen Figuren auf Augenhöhe zu begegnen. Er besteht auf der Legitimität privater Gründe. Und da er ein großzügiger Erzähler ist, müssen diese nicht einmal edel sein, sondern dürfen ambivalent bleiben.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenWelcome", so lautet der ironische Titel zu Philippe Liorets brisantem, packenden Drama, das überzeugend Kritik an der unmenschlichen französischen Ausländerpolitik mit einer bewegenden Liebesgeschichte verbindet. Die unglaublichen Zustände im weitläufigen Hafengebiet von Calais sind seit Jahren ein Thema in den internationalen Medien. Brisant wurde das Thema, seit der französische Präsident Sarkozy 2007 humanitäre Hilfe konsequent kriminalisierte: Jeder, der illegalen Migranten Flucht oder Aufenthalt erleichtert, muss mit einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen.
"Welcome" ist jedoch bei allem Realismus und Sozialkritik mehr als eine in einen Spielfilm verpackte Dokumentation. Das zeigt sich schon daran, dass es hier nicht nur ums pure Überleben, sondern auch um zwischenmenschliche Gefühle geht: Dass Liebende trotz massiver Widerstände und eingeschränkter Kommunikation so unerschütterlich zueinander halten, berührt. Philippe Lioret inszeniert…
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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...
Kommentar löschen"Welcome" perfektioniert die Verschränkung verschiedener Erlebniswelten: Regisseur Philippe Loiret lässt einen geschiedenen Schwimmlehrer während einer tiefen Lebenskrise in der französischen Kanalstadt Calais auf einen minderjährigen Flüchtling aus dem Irak treffen. Der Junge will nach London - zu dem Mädchen, das er liebt. "Ich bin nicht mal über die Straße gegangen, um dich zurückzukriegen", sagt der Lehrer zu seiner Ex-Frau. Der Pädagoge mit olympischer Vergangenheit bildet den Jungen zum Schwimmstar aus -, der muss es schließlich über den Ärmelkanal schaffen. Wie kommt man angesichts freier Warenströme - der Lastwagen kommt auf die Fähre, der Flüchtling nicht - und geschlossener Grenzen auf würdige Art und Weise ans Ziel eigener Wünsche? Härten sind dem Publikum zuzumuten, dieses Kino ist nicht kuschelig.
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Kommentare (7) — Film: Welcome
Kommentar schreibenBrigittes Helm 2012/05/02 23:59:19
Kommentar löschenGut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht, könnte als Motto über diesem kleinen Film aus Frankreich stehen. Zuviel politisch korrektes Gutmenschentum wurde hier dem Zuschauer nahezu mit dem Holzhammer um die Ohren gehauen, dazu eine unglaubwürdig zusammenfantasierte Story, abgemischt mit ein bisschen Sex, Sehnsucht und Altmännermüdigkeit. Irgendwie kann sich der Film nicht zwischen Schulfernsehen und Melodrama entscheiden und geht letztendlich gnadenlos in den trüben Fluten des Ärmelkanals unter. Die plötzlich erblühte Freundschaft - wenn man es denn so nennen will - zwischen Schwimmlehrer und illegalem Migranten ist so unglaubwürdig wie die ebenso plötzlichen Schwimmkünste einer kurdischen Landratte. Von den Liebesgeschichten, die beide sehr seltsam und künstlich konstruiert wirken, vermutlich, um auch weibliches Publikum zu diesem drögen Thema zu locken, kann keine wirklich überzeugen. Und der Gag, der in einer Szene zeigt, wieso der Film zu seinem Titel gekommen ist, ist so albern, dass es schmerzt. Schwach auch die Leistung des kurdischen Laiendarstellers, für den sich Empathie irgendwie nicht einstellen will. Und warum muss er immerzu mit einem lila Schal und wie aus dem Ei gepellt herumlaufen? Über die politischen oder auch ökonomischen Hintergründe seiner Flucht erfährt der Zuschauer so gut wie nichts, dafür viel über Schwimmlehrers Liebeslust und -leid. Vincent Lindon gibt den knarzigen Herrn der Schwimmringe respektabel und spielt mit seiner kauzigen, ein wenig verpennten Art ganz gut gegen das hanebüchene Drehbuch an.
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fliegendreck84 2011/10/10 11:37:21
Kommentar löschen1x schauen reicht
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BigDi 2010/11/25 01:49:20
Kommentar löschenDie Welt ist ungerecht und hinterhältig, problemlastig und brutal, hilflose Flüchtlinge, Scheidungen, über die man nie hinwegkommen konnte, Trennungen, die man nicht auszuhalten vermag, große Ambitionen, die einen das Leben wieder spüren lassen und zugleich vollends lächerlich sind, gefühllose Eltern, systemvernarrte Beamte, herzlose Nachbarn, die eine Liebe, für die man über die halbe Welt wandern und durch ein ganzes Meer schwimmen würde, alle Kräfte vereint, um die Erfüllung zu finden und die Gerechtigkeit auf Erden zu schaffen, doch alles bricht, alles eskaliert und am Ende trifft es - wie sollte es auch anders sein - die Falschen und das mit voller Wucht.
Hört sich nach einem Zeitgeist-Problemdrama mit einer Prise Kitsch an, ist es irgendwie auch, aber irgendwie auch interessant, berührend, traurig machend, folglich gut und nicht nur für heute aktuell, nehme ich mal an.
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RLX-Devlin 2010/09/04 15:43:34
Kommentar löschen'Welcome' ist über weite Strecken vielleicht zu anrührend und melodramatisch, so dass man dann doch, trotz der soziopolitischen Brisanz, noch irgendwie (wenn auch salziges und kein süßes) Popcorn dazu essen kann.
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TiH 2010/03/10 07:40:31
Kommentar löschenEin guter Film, in angenehmen Look, ausdrucksstarken Bildern und vor allem: einer guten Geschichte. Welcome hat keinerlei Kürzen und schafft es Europas "Problem" im Umgang mit Kriegsflüchtlingen und die für sie unüberwindbaren Grenzen in einer ergreifenden Geschichte zu erzählen. Die Message ist teilweise etwas zu stark unterstrichen, was der Geschichte zwar keinerlei Abbruch tut, aber auffällt und als gewisser Bruch wahrgenommen wird.
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dae-su 2010/03/03 12:27:36
Kommentar löschenHarte Thematik, ungeschönt und leise inszeniert. In den Haupt- wie Nebenrollen toll besetzt, lediglich der Score nimmt mir an manchen Stellen zu sehr Überhand und wird latent tränendrüsig... bleibt aber im Rahmen, bzw. der Geschichte zumindest noch angemessen.
Kein Meisterwerk, aber ein sehr guter und wichtiger Film.
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Xpander 2010/02/11 23:01:16
Kommentar löschenDie Geschichte eines Mannes, der sein Leben an sich vorbeirennen sieht und sich jetzt nocht einmal spüren möchte. Eine Sehr dicht erzählte Geschichte, die mir sehr nahe ging, mit der ich mich gut identifizieren kann.
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