Wenn der Postmann zweimal klingelt

The Postman Always Rings Twice (1981), US
Laufzeit 122 Minuten, FSK 18, Thriller, Drama, Erotikfilm, Kinostart 10.05.2001

6.8 Kritiker
10 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.7 Community
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8 Kommentare
Wenn der Postmann zweimal klingelt
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von Bob Rafelson, mit Jack Nicholson und Jessica Lange

“Wenn der Postmann zweimal klingelt” erzählt die Geschichte eines Herumtreibers, der eine Affäre mit der Ehefrau eines Kneipenbesitzers hat. Diese Affäre ist der Anfang einer Kette von ereignissen, die tödlich enden.

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Kritiken (1) — Film: Wenn der Postmann zweimal klingelt

Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...

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7.5Sehenswert

"The Postman Always Rings Twice" wird heutzutage oft übergangen, wenn man die, durch Polanskis "Chinatown" populär gewordene, klassische Neo-Noir-Ära Revue passieren lässt. Zu Unrecht: Rafelsons angenehm ruhige und in die Breite angelegte Inszenierung des Romanstoffes von Cain funktioniert nachwievor tadellos und überzeugt durch die konsequente Zentrierung auf die beiden Hauptdarsteller, die ihre moralisch sehr ambivalent angelegten Rollen zu jeder Zeit glaubhaft variieren und darstellen können, und so für die nötige Publikumsbindung an die per se relativ naiv gestrickte Geschichte sorgen.
Kritik - wenn auch auf hohem Niveau - muss sich einzig der Schluss bzw. die letzte Szene gefallen lassen, die nicht an die Düsternis der gleichnamigen Erstverfilmung von Tay Garnett anschließen kann, und "The Postman Always Rings Twice" somit Abzüge in der B-Note einhandeln.

Nichtsdestotrotz ein verkannter Klassiker, dessen Sichtung man - sofern noch nicht geschehen - schnellstmöglich nachholen sollte.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

alanger

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durch den film konnten sich küchentische endlich als vollwertige möbelstücke durchsetzen.


Hitmanski

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Zu Recht :)



Kommentare (7) — Film: Wenn der Postmann zweimal klingelt

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>MARVEL<

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Bewertung6.0Ganz gut

Das letzte Filmcafe in Hannovers Cinemaxx. Schade, sehr schade. Aber was will man machen, ohne Werbung weiß eben niemand davon. Egal, hier solls nicht um eine vergeigte Chance für Hannovers Cineasten gehen, sondern um diesen modernen Klassiker.
Wohl jeder Filmfan hat den Namen des Films schon mal gehört. Den Hauptdarsteller kennt sowieso jeder. Zumindest ich kannte den Film noch nicht. Das besagte Filmcafe war also eine tolle Gelegenheit den Film im Kino zu sehen.

Der Film beginnt sehr stimmungsvoll… Dunkelheit, dann die Lichtkegel eines Autos und ein Anhalter. Alles wirkt recht erdig und weniger geleckt als in aktuellen Produktionen. Es ist irgendwie dreckig, schmuddelig. Die Stimmung passt einfach zu einem Erotik-Thriller/Drama.
Legendär natürlich der erste Fick zwischen Frank (Jack Nicholson) und Cora (Jessica Lange). Er versprüht nur wenig Erotik, sondern fügt sich eher in den restlichen Stil des Films ein. Es ist erdig und dreckig.
Die Gerüchte die damals rum gingen, dass die Beiden es wirklich miteinander getrieben hätten wurden sicher gestreut um mehr Zuschauer in die Kinosäle zu locken. Wer allerdings deswegen den Film schaut, wird sicher enttäuscht werden.
Frank und die verheiratete Cora verlieben sich schließlich, wollen abhauen, kommen doch zurück und beschließen dann den Ehemann aus dem Weg zu schaffen. Das geht schief…
Zu diesem Zeitpunkt dachte ich der Film laufe schon über 90 Minuten und könne doch nicht mehr lange dauern… leider irrte ich mich gewaltig. Gerade mal 50 Minuten hatte ich geschafft und ich fragte mich ernsthaft wie es der Film schaffen will noch über eine Stunde zu laufen!?
Ein neuer Mordversuch am Ehemann folgt, dann eine Anklage, dann…
Nein, ich will nicht zu viel vorweg nehmen. Nur soviel sei verraten: Es passiert noch eine Menge. Leider eindeutig zu viel. Ich habe mich ab der Gerichtsverhandlung nur noch gefragt wann der Film (endlich) zu Ende ist. Aber es kam noch eine Wendung und noch eine Verwicklung und noch eine… und so weiter.

Am Ende blieb ich mit einem Gefühl der Leere im Bauch zurück. Das Ende war passend und stimmte mich wieder etwas positiver. Die Gerichtsverhandlung und der Handlungsstrang darum war genial. Jack Nicholson und Jessica Lange spielen exzellent. Und wie unglaublich hübsch Lange doch damals war hat mich auch überrascht, war sie mir doch so gar nicht im Gedächtnis geblieben.
Alles andere bleibt leider irgendwie blass und hohl. Es tut sich nichts, dann ein weiterer Fick um die danach lechzenden Zuschauer zu befriedigen, dann geht es „sinnlos“ weiter.
Ich habe relativ wenig erwartet und leider noch etwas weniger bekommen. Dennoch war nicht alles schlecht!
Am Ende kann ich sagen, dass ich den Film lediglich „ganz gut“ fand und ihn wahrscheinlich nicht noch einmal sehen muss/werde, ich aber dennoch froh bin ihn gesehen zu haben… und das auch noch im Kino.

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shadowhunting

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Bewertung7.5Sehenswert

''The postman always rings twice'' von Regisseur Bob Rafelson ist eine überraschend glaubwürdige Umsetzung des Romans von James M.Cain, der sehr energiereich die Geschichte einer ausufernden Affäre erzählt und schließlich durch den Eintritt mehrerer dramatischer Ereignisse eine interessante abwechslungsreiche Handlung offeriert, deren besonderer Reiz durch die trübe Atmosphäre aufgebaut wird, die dem gesamten Film einen pathetischen Flair vermittelt, der gekonnt die wichtigsten Bilder dank exzellenter Kameraarbeit nahe bringt und die unterschiedlichen atmosphärischen Zustände und die Emotionen der Hauptprotagonisten kontinuierlich einfängt und durch passende Filmmusik der großartigen Atmosphäre anhaltenden Nachdruck verleiht. Jack Nicholson und Jessica Lange bilden die absolute Idealbesetzung für solch einen dramatischen Thriller, die neben außergewöhnlichen Erotik-Szenen, die mehr einer Vergewaltigung als einem Liebesakt ähneln, bemerkenswerte Dialoge anzubieten haben und im weiteren Verlauf des Filmes durch die Zunahme der Dramatik andere Zustände ihrer Person schauspielerisch exzellent darstellen und somit ihren Charakter immer wieder neue menschliche Züge verleihen. Aus einer obsessiven Affäre bestehend aus Zuneigung und Liebesgeständnissen, aber auch aus Grobheit und schroffem Umgang werden schließlich beide Hauptpersonen Opfer ihrer Gier und ihres zu stark ausgefallenen Temperaments. ''Wenn der Postmann zweimal klingelt'' blendet den Zuschauer durch eine dichte undurchsichtige Story und eine Spannung, die sich verschleiert und undurchschaubar wie ein Zug voller Nebelschwaden über dem Film ausbreitet und schließlich alles überzieht mit einem Hauch von Ungewissheit und Beklommenheit. Ein absolut sehenswerter und vielfältiger Thriller mit rätselhaft schillernden Charakteren aus dem Jahre 1981.

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Filmkenner77

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Bewertung7.5Sehenswert

Klasse Erotik-Thriller mit tollen Hauptdarstellern. Unbedingt sehenswert!

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doctorgonzo

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Bewertung7.5Sehenswert

Mann liebt verheiratete Frau, sie liebt ihn, Ehemann muss weg, wird umgelegt, Schicksal rächt sich dann doch. Daher wohl auch der Originaltitel "The postman always rings twice", der etwas mäßig übersetzt wurde. Insgesamt also nicht der überragendste Plot der Drehbuchgeschichte.
Doch die Umsetzung sorgt für Kultwerte, die Hauptdarsteller legen hier absolut furios los und ziehen den Zuschauer rettungslos in ihren Bann, gleiches gilt für die Bilder und die gesamte Atmosphäre der Kleinstadt.
So tröstet das Gesamtwerk mehr als ausreichend darüber hinweg, dass man die Geschichte in ihren Grundzügen auf dem Jahrmarkt gewonnen hat.
Aber was solls?! Ab und zu gibt es mal ein Werk, bei dem man das eine oder andere sonst wichtige Detail außer acht lassen kann. Und zu seiner Zeit hatte "Wenn der Postmann zweimal klingelt" eine vergleichbare, wenn nicht intensivere, Wirkung wie
"Basic Instinct" zu Beginn der 90er.

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christof.s

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die sehr wandlungsfähigen Charaktere (und Schauspieler) sind auf jeden Fall interessant -- beide Hauptfiguren sind mal romantisch, mal hinterlistig, mal ein bisschen einfältig, mal sehr emotional. Von dem Ende war ich etwas enttäuscht, das ist hier sehr von Romantik und Pech geprägt, in der Buchvorlage dagegen mehr von einer bösen Ironie des Schicksals und einer Art gemeinen Gerechtigkeit. (Aus heutiger Sicht finde ich nicht mehr ganz verständlich, warum die Küchentisch-Szene so berühmt-berüchtigt ist...)

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Rotfuchs

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Jack glänzt wie auch nicht anders zu erwarten ist ....
Die romantische Liebesgecshichte ist auch mit Sicherheit sehenswert. Der Klassiker hat aber grade in der zweiten Hälfte wenig Spannung zu bieten, was am Gesamtbild doch ganz schön herumzerrt!
Bedrückend ist vor allem das tragische Ende... Aber auch hier erkennt man bestimmte Details von anderen Filmstellen, wo das Liebespärchen schonmal aufgrund gewisser Schmusereien des fahrers nem Unfall entwichen sind....

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dAShEIKO

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Bewertung7.5Sehenswert

Wofür so ein Küchentisch alles gut ist :-)))

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