Wolfman
edit edit group membershipsThe Wolfman, US 2010
Um bei der Suche nach seinem vermissten Bruder zu helfen, kehrt Lawrence Talbot in seine Heimat Blackmoor im viktorianischen England zurück, wo eine mysteriöse Serie blutiger Todesfälle die Menschen in Atem hält. Es kommt zum Wiedersehen mit seinem von ihm entfremdeten Vater. Zusammen mit der Verlobten seines Bruders begibt sich Talbot auf eine Spurensuche, die ihn tief in seine eigene, längst verdrängte Ver… — Mehr
Um bei der Suche nach seinem vermissten Bruder zu helfen, kehrt Lawrence Talbot in seine Heimat Blackmoor im viktorianischen England zurück, wo eine mysteriöse Serie blutiger Todesfälle die Menschen in Atem hält. Es kommt zum Wiedersehen mit seinem von ihm entfremdeten Vater. Zusammen mit der Verlobten seines Bruders begibt sich Talbot auf eine Spurensuche, die ihn tief in seine eigene, längst verdrängte Vergangenheit führt. Doch nachdem er selbst von der Bestie gebissen wird, muss er am eigenen Leibe erfahren, dass die Gerüchte von einem uralten Fluch, der einen Menschen bei Vollmond in ein mörderisches Wolfswesen verwandelt, blutige Realität sind. Um dem Morden ein Ende zu bereiten und seine neue Liebe zu retten, muss er die teuflische Kreatur in den Wäldern Blackmoors jagen und sich dem wilden Biest stellen, das in ihm selbst lauert. Eine modernisierte Variante des Horrorklassikers “Der Wolfsmensch” aus dem Jahr 1941.
- Cast
- Emily Blunt, Anthony Hopkins, Hugo Weaving, Benicio del Toro, Geraldine Chaplin, Kiran Shah — Mehr
- Regisseur
- Joe Johnston
- Autoren
- David Self, Andrew Kevin Walker
- Genre
- Horrorfilm
- Zeit
- Vergangenheit, Viktorianisches England
- Ort
- England
- Handlung
- Angst, Bruder, Fluch, Reise in die Vergangenheit, Scotland Yard, Vater, Vater-Sohn-Beziehung, Vergangenheitsbewältigung, Verlobte, Verlobter, Verlust des Bruders, Vollmond, Werwolf
- Stimmung
- Ernst
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Kritiker — Film: Wolfman
Nach einer Stunde kommt der schön pittoreske Film aber in Fahrt, weiß mit einem erstaunlich fiesen Twist in Sachen Vater und Sohn den animalischen Zorn des Werwolfs nachhaltig und effektiv zu motivieren und gibt Rick Baker ausgiebig Gelegenheit, sich sowohl vorm alten Lon Chaney als auch der eigenen, weiterhin unübertroffenen Arbeit am AMERICAN WEREWORF zu verbeugen. Danny Elfmans Musik tost ausnahmsweise mal recht stimmig daher.
Ein tatsächlich im besten Sinne altmodischer Grusler, der sich allerdings trotz Momenten echter Grandezza nicht so recht nach ganz oben aufs Treppchen reißen kann, weil er mitunter so müde wirkt wie Del Toro.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Angesichts der tollen Ausstattung und ehrenwerten Besetzung ist es schon eine rechte Schande, wie unausgegoren und schlecht dieser Film mit seiner problemgeplagten Produktionsgeschichte leider ist. Dabei beginnt es so hoffnungsvoll und weckt in der Tat Erinnerungen an klassischen Horror, aus einer Zeit vor dem hyperkinetischen Schnitt und dem digitalen Monsterinferno.
Doch je weiter der Film sich der unweigerlichen Transformation nähert, desto mehr rutscht er ins Lächerliche und Langweilige. Die Hoffnung mit ordentlich Splatter-Szenen fehlende Spannung zu ersetzen, geht auch hier mal wieder nach hinten los. Zumal viele der digitalen Metzeleien, die in der Unrated-Fassung nochmal aufgejazzt wurden - mal wieder halb so überzeugend aussehen, wie eine Zwischensequenz aus einem Resident Evil Game.
Und bitte was soll dieses Wolfsman-Design? Wenn man sich ansonsten schon so weit vom Original entfernt, das es nicht mal mehr aus der Ferne winken kann, dann wäre es doc… — Mehr
Angesichts der tollen Ausstattung und ehrenwerten Besetzung ist es schon eine rechte Schande, wie unausgegoren und schlecht dieser Film mit seiner problemgeplagten Produktionsgeschichte leider ist. Dabei beginnt es so hoffnungsvoll und weckt in der Tat Erinnerungen an klassischen Horror, aus einer Zeit vor dem hyperkinetischen Schnitt und dem digitalen Monsterinferno.
Doch je weiter der Film sich der unweigerlichen Transformation nähert, desto mehr rutscht er ins Lächerliche und Langweilige. Die Hoffnung mit ordentlich Splatter-Szenen fehlende Spannung zu ersetzen, geht auch hier mal wieder nach hinten los. Zumal viele der digitalen Metzeleien, die in der Unrated-Fassung nochmal aufgejazzt wurden - mal wieder halb so überzeugend aussehen, wie eine Zwischensequenz aus einem Resident Evil Game.
Und bitte was soll dieses Wolfsman-Design? Wenn man sich ansonsten schon so weit vom Original entfernt, das es nicht mal mehr aus der Ferne winken kann, dann wäre es doch ein leichtes gewesen auch dem Wolfsman endlich einen anständigen Look zu verpassen, der in irgendeiner glaubwürdigen Relation zu der von ihm angerichteten Verheerung steht. Hier wird jedoch nur aus einem Benicio DelToro mit Moe Stooges-Gedächnis-Frisur ein Wesen das ausschaut wie Kurt Beck nach einem Wochenende am Ballermann. Ein bißchen eklig vielleicht, aber nicht wirklich gruselig.
Dem Gegenüber steht ein Anthony Hopkins, dem man auch gleich ein Schild "Ich bin der sinistre Bösewicht" hätte umhängen können, so plump wie seine Figur inszeniert wird. Sir Anthony mümmelt sich zudem extrem gelangweilt und monoton durch seine Texte, die er mit dem Selben Enthusiasmus vorträgt, der sonst der Lektüre von Beiblättern zur Anlage C der Einkommensteuererklärung vorbehalten ist. Das sich in seinem Gesicht mittlerweile weniger abspielt als in dem vom Ottfried Fischer, lässt fast vergessen, das dieser Mann im Schweigen der Lämmer mal einen der eindrucksvollsten Schurken aller Zeiten erschaffen hat. Deutlicher kann ein Schauspieler nicht machen, wie sehr er beim Dreh an den Gehaltsscheck gedacht hat.
Wenn der Wolf Man im letzten Akt dann wie weiland Spider-Man über die Londoner Dächer hüpft, hat sich jede Hoiffnung doch noch einen guten Film geliefert zu bekommen, schon lange verabschiedet. Was - wenn man die katastrophale von mehrfachem Personalwechsel geplagte Produktionsgeschichte kennt - zwar nicht verwunderlich, aber doch schade ist. Denn einige Bilder sind wirklich großartig und die anfängliche Atmosphäre verspricht auch so vieles, was der Film dann leider zugunsten dummer Effekte und plakativer Wolfsrangeleien mit unnützem Splatter zuschanden reitet. Das ist kein Howling, das ist einfach zum Heulen.
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Dachsman 2010/05/22 12:29:24
"[...]ein Anthony Hopkins, dem man auch gleich ein Schild "Ich bin der sinistre Bösewicht" hätte umhängen können,[...]"
Das Schild hat er umhängen und ich bin mir fast sicher, dass das auch so gewollt war. ;)
Kommentare (79) — Film: Wolfman
JackoXL 2010/08/31 21:38:12
Kommentar löschenGanz ordentlich, anschauen kann man den schon. Der Look des Films errinnert an alte Gruselstreifen aus den 50er & 60er Jahren, wenig Farben, viel Nebel, ist schon stimmungsvoll. Das Drehbuch hält aber keine Überraschungen parat, wird alles brav nach Schema F runtergespuhlt. Benicio Del Toro wirkt teilweise gelangweilt, hier ist er auch klar unterfordert. Anthony Hopkins hingegen spielt seinen Part sehr gut. Einige drastische Splattereffekte wurden dann auch noch eingebaut, hätte ich so gar nicht erwartet.
Insgesamt viele verpasste Möglichkeiten, für einen belanglosen Fernsehabend brauchbar.
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phönix 2010/08/30 23:06:56
Kommentar löschenDank toller Computereffekte und toller Besetzung, darf mann diesen Film schon mal anschauen, schadet nicht :-)
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Wolfman wird von der moviepilot community mit 6 von 10 Punkten auf Grundlage von 1123 Bewertungen und 87 Nutzerkritiken bewertet.


Diese spektakuläre Neuverfilmung von „Der Wolfsmensch“ aus dem Jahre 1941 macht keinen Halt vor Klischees, dafür aber Spaß und ist in sich stimmig als altmodische Geschichte in modernem Gewand. Die durchgestylte Bild- und Tonkulisse mit wunderbar klotzendem Score von Altmeister Danny Elfman macht den Film angenehm kurzweilig. Ein weiterer Trumph ist die attraktive Besetzung. Del Toro („21 Gramm“, „Sin City“) gibt sich eher verhalten und lässt sein Äußeres für sich sprechen, was genau richtig ist, da er schon von Natur aus etwas Animalisches in seinen Zügen trägt. Sir Anthony Hopkins wirkt endlich mal wieder nicht unterfordert. [...]
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