Zum Beispiel Balthasar
Au hasard Balthazar (1966), SE/FR Laufzeit 95 Minuten, FSK 12, Kriminalfilm, Drama
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von Robert Bresson, mit Anne Wiazemsky und François Lafarge
Ein junger Esel wird von den beiden Kindern Marie und Jacques auf den Namen Balthasar getauft. Jahrelang erduldet Balthasar als stumme Kreatur jede Qual. Nach Stationen als Lastesel, Zirkusattraktion und von einem Verbrecher geschlagenes Erbe wird er schließlich von Schmugglern aus dem Gefolge Gérards benutzt. Leid erfährt auch Marie, die sich von ihrem neuen Liebhaber Gérard misshandeln lässt. Während Marie nackt und von Gérards Bande vergewaltigt in einer Hütte liegt, stirbt Balthasar nach Schüssen von der Grenzpatrouille inmitten einer Herde von Schafen.
Cast & Crew
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Robert Bresson
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Anne Wiazemsky
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François Lafarge
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Philippe Asselin
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Nathalie Joyaut
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Maries Mutter
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Walter Green
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Jean-Claude Guilbert
Regie
Schauspieler
-
Robert Bresson
- Genre
- Kriminalfilm, Drama
- Handlung
- Esel, Kinder, Schicksal
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Drehbuch
Filmdetails Zum Beispiel Balthasar
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Kommentare (3) — Film: Zum Beispiel Balthasar
Kommentar schreibenMs Cupcake 2010/12/01 03:15:14
Kommentar löschenDas ist der traurigste Film, den ich je gesehen habe...
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filmfan90 2010/09/29 17:17:23
Kommentar löschenRobert Bressons im französischen Dorfmilieu angesiedeltes Drama „Au hasard Balthazar“ erzählt die Lebens- und Leidensgeschichten eines Mädchens und eines Esels, deren Wege sich im Verlauf der Handlung mehrfach kreuzen.
Der von den Kindern Marie und Jacques liebevoll auf den Namen „Balthazar“ getaufte Esel wandert im Verlauf seines Lebens von Besitzer zu Besitzer- manche behandeln ihn fürsorglich, andere schlagen und quälen ihn und wiederum andere wollen ihn zur Zirkusattraktion machen- und als einzige Konstante seines Daseins erweisen sich die Wiedersehen mit Marie; beide verbindet das Leiden am Leben- während der Esel willenlos seinem Schicksal ausgeliefert ist, so geht Marie zu Grunde, indem sie den Heiratsantrages des Mannes, der sie liebt, zurückweist und sich in die Arme des kriminellen Gérard wirft.
Bemerkenswert ist, dass der Katholik Bresson auf visueller Ebene mit Motiven des Kreuzweges Christi spielt- der Kranz, den Marie Balthazar flicht, erinnert an die Dornenkrone und als Gérard und einer seiner Freunde den mit Schmuggelwaren beladenen Esel unter Schlägen einen Berg hochtreiben, wird die Assoziation der auf Jesus einpeitschenden Folterknechte geweckt.
Bresson verleiht seinen Protagonisten (ähnlich wie in „Mouchette“) geradezu das Antlitz von Heiligen, indem er sie oftmals durch helle Beleuchtung aus den Szenenarrangements hervorhebt; durch diese Raffinesse gewinnt der Film eine Ausdruckskraft, die ihres Gleichen sucht.
Inwiefern Balthazar als Allegorie für das Leben eines jeden Menschen zu verstehen ist oder die Gegenwart Gottes in einer von Grausamkeit geprägten Welt spiegelt, bleibt der Interpretation des Zuschauers überlassen; es steht jedoch fest, dass sich wohl kaum ein anderer Film diesen Themen mit einer derartigen Eindringlichkeit und Ehrlichkeit nähert.
„Au hasard Balthazar“ ist der vielleicht beste Film Robert Bressons und auf Grund seiner einmaligen Ästhetik, die von Kritikern gerne als „asketisch“ bezeichnet wird, eine wahre Perle der Filmkunst.
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Schlegel 2009/10/11 16:03:17
Kommentar löschenLeben und Sterben des Esels Balthasar, exemplarisch für unser aller Leben und Sterben. Auf-und-Abs ohne Psychologie, der Esel macht mit, was kommt. Eigenwillig, schwierig, ganz ganz groß! Und leider geht's dem Film wie dem Esel: Er wird vergessen.
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