Aguirre, der Zorn Gottes
Aguirre, der Zorn Gottes (1972), DE/MX/PE Laufzeit 100 Minuten, FSK 12, Abenteuerfilm, Drama, Kinostart 29.12.1972
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1558 Bewertungen
63 Kommentare
Keine
von Werner Herzog, mit Klaus Kinski und Helena Rojo
Unter der Leitung von Gonzalo Pizarro (Alejandro Repulles) dringt eine spanische Expeditionstruppe 1561 in die peruanischen Anden vor, um das sagenumwobenen El Dorado für die spanische Krone zu beschlagnahmen und persönlichen Reichtum zu schöpfen. Nachdem sich die Truppe im Dschungel verlaufen hat, entsendet Pizzaro eine kleine Einheit, um die Gegend zu erkunden. Innerhalb dieser Gruppe befindet sich auch der Fanatiker Don Lope de Aguirre (Klaus Kinski), der den Kommandoführer des Erkundungstrupps, Don Pedro de Ursua (Ruy Guerra), nicht leiden kann. Nach einem Putsch gegen de Ursua wird der Edelmann Don Fernando de Guzman (Peter Berling) zum neuen König von El Dorado erklärt und soll die Gruppe anführen.
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Cast & Crew
- Genre
- Abenteuerfilm, Drama
- Zeit
- 16. Jahrhundert
- Ort
- Peru
- Handlung
- Abenteuer, Abgeschlagener Kopf, Amazonas, Anden, Anführer, Außer Kontrolle, Brutalität, Conquista, Delirium, Dschungel, Duell, Durst, Dynastie, Eroberung, Exekution, Fieber, Floß, Fluss, Gerichtsurteil, Gewalt, Gier, Gold, Goldrausch, Halluzination, Herausforderer, Hunger, Illusion, Indianer, Indios, Kampf, Kampf auf Leben und Tod, Macht, Machtdemonstration, Machtergreifung, Machtkampf, Mensch gegen Natur, Meuterei, Missionar, Mord, Plünderung, Schatzsuche, Sklave, Spanische Armee, Unglück, Verlust der Tochter, Verrückter, Visionen, Wahnsinn, Überleben, Überlebenskampf
- Stimmung
- Eigenwillig, Hart, Verstörend
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Nosferatu - Phantom der Nacht
DE/FR 1979






















Kritiken (1) — Film: Aguirre, der Zorn Gottes
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Was 'Aguirre' zuerst so besonders und ausdrucksvoll macht ist die extreme Authentizität und die realistische Darstellung des Films. Es gibt keine Spezialeffekte, es gibt kein Double, alles wird selber gemacht, auch wenn es natürlich unglaublich waghalsig ist. Herzog schiebt sein Verhalten heute noch gerne auf den jugendlichen Leichtsinn. Dazu ist die Wahl seiner Schauspieler mehr als exzellent, denn wenn Indianer zu sehen sind, dann sind das auch echte Stammes-Indianer. Niemand wird von den eingeborenen verkleidet und alles bleibt echt. Dazu natürlich die bereits erwähnten langen, fast hypnotisierenden Einstellungen der berauschenden peruanischen Landschaften. 'Aguirre' ist ein purer Kraftakt, für den Zuschauer sowie für die Schauspieler. Wenn die Schauspieler sich direkt am Anfang durch einen schmalen Pfad direkt neben einer Schlucht abmühen wird einem schnell bewusst, was für Strapazen die Menschen auf sich genommen haben. Doch es hat sich allemal gelohnt. Der Film behandelt natürlich ein ganz anderes Thema. [...]
Kritik im Original 22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
Le Samourai Sun, 27 Nov 2011 13:11:55 -0000
Antwort löschenSuper Text, ich sehe allerdings FITZCARRALDO noch vor AGUIRRE, auch was Kinskis Leistung und Zusammenarbeit mit Herzog betrifft...
SoulReaver Sun, 27 Nov 2011 13:17:39 -0000
Antwort löschenSchwierig, kann und will mich bei 'Aguirre', 'Nosferatu' und 'Fitzcarraldo' nicht entscheiden, deswegen vielleicht. Und Danke :)
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SoulReaver Sun, 27 Nov 2011 16:00:11 -0000
Antwort löschenDanke :)
robertpires27 Sat, 11 May 2013 15:58:22 -0000
Antwort löschenHerzog ist das Genie, nicht Kinski !
Kommentare (62) — Film: Aguirre, der Zorn Gottes
robertpires27 Sat, 11 May 2013 15:57:17 -0000
Kommentar löschenKinski ist überbewertet. Keinesfalls ist er der Grund wieso der Film funktioniert da überzeugt er mich doch auf ganz anderen Ebenen !
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natedb Tue, 30 Apr 2013 11:34:39 -0000
Kommentar löschenDas ich kein Fan von Werner Herzog bin äußerte ich bereits mehrfach. So konnte mich auch nicht der vielgelobte "Aguirre" auf die Seite seiner Liebhaber ziehen.
Was Francis Ford Coppola in diesem Film gesehen hat das angeblich einen großen Einfluss auf seinen ebenfalls im Dschungel (wenn auch ein etwas anderer) spielenden "Apocalypse Now" hatte, das weiß ich beim besten Willen nicht.
Natürlich hat Werner Herzog meinen Respekt dafür, sich mit einem mickrigen Budget und einem wahnsinnigen Akteur in den Urwald zu begeben und allgemein harten Dreh-Bedingungen herumzuschlagen, wie man im äußerst unterhaltsamen "Mein liebster Feind" auch sieht. Allerdings lohnt sich das Produkt dieses irrsinnigen Trips in meinen Augen nicht.
Wie auch in den anderen Filmen von Herzog die ich mir ansehen durfte (und manchmal musste!) stammen die absolut peinlichen Dialoge und Monologe aus seiner Feder.
Klaus Kinski haut da noch relativ viel raus, jedoch weiß ich nie ob die Faszination an ihm sich auf seiner eigenen Persönlichkeit oder an der eigentlichen Figur die er zu verkörpern sucht begründet. Ein schriller Mann war er. Sowohl in seinen Rollen als auch wie er sich in der Öffentlichkeit und an den Sets präsentierte.
Bei diesen Drehbedingungen die Herzog seiner Crew hier zumutete kann ich Kinski seine Wutausbrüche schon fast gar nicht mehr verübeln...
"Aguirre" ist eine Expedition ins Nichts, eine Irreführung. Die meisten scheinen das unglaublich poetisch zu finden, und im Grunde ist dagegen nichts einzuwenden. Doch dieser Weg ins Nichts führt offensichtlich durch das Nichts. Und dieses Nichts ist mir leider zu wenig.
Sowohl inhaltlich, als auch auch stilistisch.
Lustig finde ich allerdings (wieder eine Hintergrundinfo), dass Werner Herzog sich am Flughafen als Tierarzt ausgab um die kleinen, putzigen Äffchen für die finale Sequenz zu bekommen, der kleine Ganove.
Was ich mich nach diesem sehr ermüdenden Film-Erlebnis die ganze Zeit frage ist, was eigentlich mit diesem kleinen Äffchen passiert ist, das Kinski während seines letzten Monologes in den Amazonas befördert?
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TheBruceWayne Tue, 30 Apr 2013 12:10:34 -0000
Antwort löschenDu scheinst wohl nie ein Herzog Fan zu werdenn :) Eine letzte Hoffnunng habe ich aber "Rescue Dawn" mit Christian Bale :)
TheBruceWayne Tue, 30 Apr 2013 12:12:01 -0000
Antwort löschenDas Mit dem Äffchen frage ich mich auch.Würde ihm nachträglich auf die Fresse hauen wollen (wenn er noch lebte)falls das Äffchen ertrunken wäre ....
natedb Tue, 30 Apr 2013 12:12:29 -0000
Antwort löschenMal sehen, eigentlich wollte ich mir nur noch "Fitzcarraldo" antun, aber auch da habe ich inzwischen wenig Hoffnung... und wenig Lust. Immer diese "Pflichtfilme"... :D
natedb Tue, 30 Apr 2013 12:13:12 -0000
Antwort löschenDas Äffchen ist mit Sicherheit ertrunken. Sowie andere Äffchen wahrscheinlich auch. Ich denke mal die Szene war nicht direkt nach einem Take im Kasten :D
KonTaicho Tue, 30 Apr 2013 13:55:09 -0000
Antwort löschen*Würg*
TheBruceWayne Tue, 30 Apr 2013 14:55:44 -0000
Antwort löschenDann müsste ich den Film jetzt hassen. Habe Apocalypse Now auch ein Jahr lang gemieden nachdem ich erfahren habe, dass der Stier echt getötet wurde.
Simon Moon Wed, 01 May 2013 09:55:38 -0000
Antwort löschenKinski plus Herzog ist keine Pflicht sondern ein Fest!
natedb Wed, 01 May 2013 10:29:46 -0000
Antwort löschenFür mich ganz offensichtlich nicht.
Simon Moon Wed, 01 May 2013 10:45:01 -0000
Antwort löschenEntweder mag man die beiden (die ohne den andern nie größer waren), oder man mag sie nicht. Ne Mitte ist da fast unmöglich. Hallo? Kinski?!? Herzog?!!? Zwo völlig durchgedrehte Egos. Aber gut durchgedreht.
Simon Moon Wed, 01 May 2013 10:46:15 -0000
Antwort löschenP.S: Und ob das jetzt Kunst ist oder nicht ist völlig nebensächlich.
natedb Wed, 01 May 2013 10:50:38 -0000
Antwort löschenJa. Auf jeden Fall ist "Aguirre" glaube ich das letzte Werk gewesen, das ich mir von Herzog angesehen habe. Ich möchte schließlich nicht weiterhin den Zorn der Herzog/Kinski-Fans auf mich beschwören, da ich es ohnehin für sehr unwahrscheinlich halte mich mit Werner Herzogs Lebenswerk noch anfreunden zu können :D
Simon Moon Wed, 01 May 2013 11:05:36 -0000
Antwort löschenIch bin (k)ein Fan. Ich mag die Kombination, vielleicht schau Dir doch mal die Doku von Herzog an: "Geliebter Feind", ist genau so gut wie die Filme der beiden. Zwei Irre, ein Problem: Wie zum Teufel versteht irgendwer was wir meinen? Das sind Filme über das Innere der Seele und blah, Kinskis Seele, hätte er gerne, und Herzogs Seele, zusammen sind sie Plattfuss in Südamerika.
natedb Wed, 01 May 2013 11:10:42 -0000
Antwort löschenDie Doku hab ich gesehen. Die ist auch echt interessant. Allgemein ist alles interessant, was bei den beiden hinter der Kamera so abging! Und witzig ist es auch :D
Simon Moon Wed, 01 May 2013 11:23:56 -0000
Antwort löschenJup! Und ich finde das die Filme genau das auch ausstrahlen, zwei verrückte Menschen, ein Gedanke. Das sind Zwillinge, nur zu früh getrennt und beide heftig Egoman aber auch irgendwie begabt. Komisch gesagt sind das Medizinfilme. Bissi pathologisch (und das ist nicht negativ gemeint).
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Simon Moon Wed, 01 May 2013 11:25:20 -0000
Antwort löschenP.S. Schon das da Peter Berling mitgespielt hat. Die Mutter/Schwester von Helge Schneider.
Simon Moon Wed, 01 May 2013 11:36:33 -0000
Antwort löschenNebenbei, Coppola hat den gesehen und sich mal den Fluß ohne Wiederkehr geborgt. Wir erinnern uns (und nebenbei selbes literarische Werk und sehr ähnliche Stimmung) an "Apocalypse Now".
Niotq Wed, 10 Apr 2013 20:36:08 -0000
Kommentar löschen"Aguirre - Der Zorn Gottes". Fast schon ein bisschen reißerisch. Verknüpft man nun allerdings Klaus Kinski mit diesem pompösen Titel, stellt sich Vorfreude ein, wenn auch nicht bei jenen, die des exaltiert-hysterischen Schauspielstils überdrüssig sind - aber auch solche Menschen muss es geben. Ich kannte von den Kollaborationen des wagemutigen Regisseurs und des ihm in Hassliebe verbundenen Berufswahnsinnigen bisher lediglich "Fitzcarraldo", den ich großartig fand, und war gespannt, was mich wohl erwarten könnte.
Die Geschichte ist allerhöchstens rudimentär vorhanden - der Conquistador Pizarro entsendet in der Neuen Welt eine Expedition, die nach Nahrungsmitteln und/oder Zivilisation Ausschau zu halten hat, doch Kinskis Aguirre gelingt nach dem Aufbruch alsbald ein Putsch. Das neue Ziel heißt Eldorado, Ruhm, Macht und Reichtum. Aber natürlich gestaltet sich das nicht ganz so einfach wie er sich das vorgestellt hat.
Wie schon Coppolas intensiver Kriegsfiebertraum "Apocalypse Now" basiert das wesentlich unspektakulärere, kargere Ganze nun auf Joseph Conrads legendärem "Heart of Darkness", das ich sogar im englischen Original im Bücherregal stehen, aber frevlerischerweise immer noch nicht aufgeschlagen habe. Viele Kommentarschreiber kommen hier nicht ohne das Wort "Atmosphäre" aus, und das aus gutem Grund, ist es doch gerade das Erzeugen dieser, wo Herzogs Werk ganz besonders auftrumpft. Dazu sei gesagt: Es ist erstaunlich, mit welch sparsamen Mitteln ihm das gelingt. Meist reicht die Trostlosigkeit des Flusses, den man mit Flößen befährt, kombiniert mit diesem unwiderstehlich mystischen Flair der Musik der deutschen musikalischen Neulandbeschreiter Popol Vuh.
Der schier endlose Dschungel ist hier nicht bloß ein Schauplatz, nicht nur ein möglichst authentischer Wandbehang für die heroischen Abenteuer Aguirres und seiner Crew, nein, er übernimmt überspitzt gesagt schon fast eine Hauptrolle, wartet regelmäßig mit neuen Gefahren und Ungewissheiten auf und droht den Trupp immer mehr zu verschlingen. Etwas, das sich auch sehr schön auf Herzogs Dreharbeiten umlegen lässt, denn genauso wie er es noch bei "Fitzcarraldo" machen sollte, war der Dreh annähernd ein Himmelfahrtskommando, bei dem sich Herzog von niemandem seine künstlerische Souveränität wegnehmen ließ - und dann hatte er auch noch Kinski im Nacken, der hier übrigens keine derartige tour de force ablieferte wie in "Fitzcarraldo". Was dem Film durchaus guttut, zumal gewohnte Gefühlsexplosionen à la "ICH WILL MEIN OPERNHAUS!" hier wohl etwas fehl am Platz gewesen wären. Die Arbeiten am Film müssen Expeditionen gleichgekommen sein, die amerikanischen Ureinwohner sind echte amerikanische Ureinwohner... auch wenn dieser Mut schon schwer an Übermut grenzte, muss ich Herzog zu so viel Hingabe einmal mehr gratulieren.
Hoffnungslosigkeit, schleichenden Wahnsinn und einen derart kargen Gesamteindruck habe ich in dieser Form schon lange nicht mehr erlebt. Somit wieder ein Film für meine Hall of Fame. Und ich meine, ich brauche demnächst wieder einen richtigen Drecksfilm, ich fühle mich schon ganz... anspruchslos mit all meinen euphorischen Punkteregen.
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Simon Moon Wed, 01 May 2013 11:29:46 -0000
Antwort löschenlach Das hast Du schön geschrieben. Ich hoffe kein Transformers (Teil im Prinzip gleichgültig). Nen Verkaufssender? RTL2-News? Oder nachlegen?
Niotq Wed, 01 May 2013 11:49:33 -0000
Antwort löschenVielen Dank! Und naja, die Filme, die ich hier so habe, habe ich mir eigentlich gekauft, weil ich glaube, dass sie mir gefallen könnten. Ich werd also entweder die Fernsehzeitschrift durchforsten müssen, oder... hm, "Superman Returns" liegt hier noch rum, von dem erwarte ich mir ja auch einiges. :D
Simon Moon Wed, 01 May 2013 11:53:06 -0000
Antwort löschenKinski würde das gefallen das er gefallen könnte. Würde zu einem mittleren bis heftigem Wutausbruch führen. Ich denke der Kontrast zu "Superman Returns" würde er auch mögen... in der Hauptrolle.
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Simon Moon Wed, 01 May 2013 11:55:40 -0000
Antwort löschenP.S. Was bedeutet das Wort "eigentlich"?
Niotq Wed, 01 May 2013 12:12:18 -0000
Antwort löschenIch finde, es ist nicht wirklich ein Kriterium, ob Kinski angesichts einer Aussage über sich einen Wutanfall bekäme oder nicht. ich meine, wir reden hier immerhin von Kinski.
Und "eigentlich" ließe sich in diesem Fall wohl durch z.B. "prinzipiell" ersetzen. Nicht so wichtig, ich mag nur inhaltsleere Füllwörter ganz gern. :P
DerBaertige Wed, 20 Feb 2013 18:47:35 -0000
Kommentar löschenMeine nun zweite Begegnung mit dem Herzog'schen Schaffen und nach dem, für mich äusserst enttäuschenden, da langatmigen und unfreiwillig komischen "Woyzeck", bin ich umso überraschter, wie sehr mir "Aguirre, der Zorn Gottes" dann doch gefällt!
Die erdrückende Aussichtslosigkeit der Expedition äußert sich hier in Bild und Ton. Der Fluss scheint unendlich und der kaum durchdringbare Amazonasdschungel scheint so leer und lauert doch voller Gefahren. Der Wahn und die Gier des Menschen nach Macht und Reichtum sind dabei gegenüber Krankheiten und Indianern das größere Verhängnis. Den Wahnsinn, der Aguirre befallen hat, stellt Klaus Kinski so beängstigend glaubwürdig dar, dass böse Zungen meinen könnten, er spiele sich lediglich selbst. Ohne Kompromisse dirigiert er sein Gefolge in den Untergang. Wer seinem Wahn nicht folgt, wird ohnehin beseitigt. Gerade die perfekt eingesetzte Musik lässt den Film wie einen fieberhaften Rausch wirken, dem letztendlich auch alle an Aguirres Seite erliegen.
Auch ohne große Handlung ist es besonders die meisterhaft erzeugte Atmosphäre, die diesen Film auszeichnet und mich motiviert, mich doch - entgegen meinem ersten Entschluss - weiter mit Werner Herzog auseinanderzusetzen.
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DerDude_ Tue, 01 Jan 2013 17:39:27 -0000
Kommentar löschenEs scheint als werde ich langsam zum Herzog Fan...
Weniger eine Reise ins Herz der Finsternis sondern eher eine Reise in den Wahnsinn. Oder vielleicht Wahnsinn, ausgelöst durch eine Reise in, naja, in gar nichts !
Die Reise führt in kein Herz der Finsternis, weil dort vielleicht gar nichts ist. Das beklemmende Gefühl das dort vielleicht gar nichts ist wird ausgelöst durch einen unbeschreiblichen Soundtrack. Die ewigen Kamerafahrten symbolisieren entweder das Innenleben der Reisenden oder sind genauso ziellos wie die Reisenden selbst.
Ein ganz schwieriger Film aber, genau wie jeder Film von Werner Herzog, ein Monument. Seine Konsequenz, den ganzen Film im Dschungel zu filmen, wäre heute undenkbar und verdient großen Respekt. Und die Naturgewalt der Dschungels ist mit der von Klaus Kinski fast auf gleicher Ebene.
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SoulReaver Tue, 01 Jan 2013 17:44:45 -0000
Antwort löschenEin visualisierter Fiebertraum. Überlebensgroß.
DerDude_ Tue, 01 Jan 2013 18:20:23 -0000
Antwort löschenAber sowas von !
franticfury Tue, 01 Jan 2013 22:26:44 -0000
Antwort löschenKlasse Kommentar, dass dieser Film überhaupt existiert ist ja schon ein kleines Wunder, wenn man seine Entstehungsgeschichte bedenkt :)
DerDude_ Tue, 01 Jan 2013 22:31:14 -0000
Antwort löschenHerzog hat noch nie Kompromisse gemacht. So etwas fehlt heute Hollywood einfach : Der Mut etwas Gewagtes zu tun und einen Film komplett im Dschungel zu drehen.
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SoulReaver Tue, 01 Jan 2013 22:44:56 -0000
Antwort löschenUnd Coppola hat sich von "Aguirre" für "Apocalypse Now" inspirieren lassen. Doppelten Dank an Meister Herzog. :)
Ohne Wiederkehr Thu, 03 Jan 2013 15:04:52 -0000
Antwort löschenSehr guter Kommentar zum drittbesten Film des besten Regisseurs überhaupt !
Ohne Wiederkehr Thu, 20 Dec 2012 18:07:01 -0000
Kommentar löschenich denke, es ist jetzt an der Zeit auch dieses Meisterwerk mit einem richtigen Kommentar zu würdigen.
Bei "Aguirre, der Zorn Gottes" handelt es sich um nichts geringeres, als den zweitbesten Film (den ich bisher gesehen habe) von einem Regisseur, er einige überragende Meisterwerke gedreht hat. Wie gewohnt stellt Herzog die gigantische und teilweise zerstörerische Kraft der Natur dar, gegen die der Mensch wie eine Fliegenlarve wirkt und ihr selbstverständlich nichts entegenstellen kann, so dass er überrollt und überwältigt wird. der Mensch hat garnicht erst die Gegenheit es zu einem Kampf "Mensch vs. Natur" kommen zu lassen, der für die Übermacht der Naturgewalt kein Hindernis darstellt und völlig bedeutungslos wird, auch der Zuschauer wird von den fantastischen und gewaltigen Aufnahmen erschlagen und man kommt sich klein und bedeutungslos vor. Am Set zum Film "Fitzcarraldo" sagte Werner Herzog mal in einem Interview "The nature here is violent [...] the trees here are in misery and the birds are in misery I don't think they sing, they just screech in pain" und dieses Naturbild kommt in "Aguirre, der Zorn Gottes" sehr gut zum Ausdruck. Hervorragend ist auch die ganz besondere Atmosphäre, die man am besten mit den Worten melancholisch und nieder schmetternd beschreiben kann, Herzog schafft es unglaublich intensiv darzustellen, wie sich die Protagonisten im unerbittlichen Todesgriff der Natur winden, in dem kläglichen und absolut hoffnungslosen Versuch ihm zu entkommen, denn als Zuschauer weiß man ganz genau, dass man genau so enden würde, insgeamt ist es einfach eine unglaublich dichte und düstere Atmosphäre, noch viel stärker, als in den meisten Horrorfilmen (auch in den guten) und eine unglaubliche Anziehungskraft ausübt, begünstigt wird das auch durch den grandiosen Soundtrack von "Popol Vuh", der mir z.B. die grandioseste Eröffungsszene, die ich jemals gesehen habe beschert hat.
"Aguirre, der Zorn Gottes" ist mit Sicherheit kein angenehmer Film für den Zuschauer, da man, wie schon beschrieben förmlich erschlagen wird, aber das ist es, was ihn so faszinierend und zu etwas ganz Besonderem macht.
Auf der anderen Seite steht die wieder mal herausragende darstellerische Leistung von Klaus Kinski, der die andere übermächtige Gewalt, den blanken Wahnsinn und das Böse, eben den "Zorn Gottes" darstellt und hier eine der besten Leistungen in seiner Karriere zeigt.
"Aguirre, der Zorn Gottes" ist der beste Beweis dafür, dass ein FIlm keine richtige Handlung oder seitenlanges Drehbuch braucht um genial zu werden
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jacker Fri, 21 Dec 2012 01:51:21 -0000
Antwort löschenEin schöner Kommentar!
Ohne Wiederkehr Fri, 21 Dec 2012 10:47:42 -0000
Antwort löschenDanke. Und das von jemandem, der dem Film nur 3 Punkte gegeben hat, das ist dann wohl ein besonderes Lob.
jacker Fri, 21 Dec 2012 11:32:46 -0000
Antwort löschenJa, ich bin wohl einer der wenigen, die mit "Aguirre" wirklich nichts anfangen konnte. Hat mich (bis auf die unglaubliche Eröffnungssequenz und Kinski's Monolog am Ende) gar nicht gepackt und auch Kinski fand ich völlig daneben.
Ganz im Gegensatz zu "Fitzcarraldo" (der ja auch dein Profilbild ziert), der ist auch in meinen Augen ein Meisterwerk!
Dennoch finde ich es sehr interessant so lobende Kommentare zu Filmen zu lesen die bei mir nicht landen konnten. Kenne es ja selber, dass ich etwas besonderes in Filmen sehe, was bei anderen einfach nicht ankommt !
TheBruceWayne Fri, 21 Dec 2012 14:57:13 -0000
Antwort löschenschöner Kommentar:) Du solltest dir vllt mal einen Terrence Malick Film ansehen.Empfehle vorallem "der schmale Grat" . Dort geht es auch zum Teil um Natur /Mensch. Wird dir sicher geffallen. Bei The Tree of Life bin ich mir unsicher ob er dir zusagen würde :)
Ohne Wiederkehr Fri, 21 Dec 2012 15:12:05 -0000
Antwort löschen"Tree of Life" ist sogar der einzige Malick, den ich gesehen habe und habe ihm 10 Punkte gegeben. Die Filme von terrence Malick stehen aber ind er Tat ganz weit oben auf meiner Liste.
TheBruceWayne Fri, 21 Dec 2012 22:20:25 -0000
Antwort löschenSehr gut,dieses Meisterwerk kann und muss einfach nur 10 Punkte bekommen oder 0. Was anderes ist für mich da nicht möglich.
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Ohne Wiederkehr Sat, 22 Dec 2012 12:27:18 -0000
Antwort löschenSeh ich auch so.
Super8951 Fri, 04 Jan 2013 00:29:27 -0000
Antwort löschenJA JAA JAAA JAAAAAAAAAAAAA
Alles unter 10.0 ist Blasphemie!
KonTaicho Thu, 29 Nov 2012 15:37:11 -0000
Kommentar löschen"Aguirre", der Zorn Gottes soll dich treffen!!
Was, in drei Teufels Namen war nun das bitte?
Wohl wissend, dass ich für mein offensichtlich banausiöses Verhalten Rüge und Hohn ernten werde, verfasse ich nun einen Kommentar. Uff. Dann Mal los.
Zu aller erst das Positive:
-Der Titel, macht einiges her, klingt vielversprechend.
-Klaus Kinski tritt in der Hauptrolle auf; Ein Mann, der mich durch seine Art schon in etlichen Interviews zum lachen gebracht hat. Nun also die erste Sichtung eines seiner Filme.
Das Negative:
-Der Titel verspricht leider deutlich mehr als er auch tatsächlich hält
-Klaus Kinski, ich kanns nicht anders sagen, siehr einfach nur kreuzdämlich aus, gugt immer gleich grimmig und lässt bis auf einen Wutausbruch, bei dem er ein Pferd umboxt ( xD ) jegliches, von mir so hoch geschätzte, exzentrische Gebären vermissen.
-Die Story an sich ist durchaus interessant, nur treibt sie langsamer als der Amazonasvor sich hin, ab und an stirbt mal jemand, ansonsten passiert einfach nichts! Null Spannung, null Action ( ok, ein fliegender Kopf ) und null emotionale Bindung.
- Null emotionale Bindung deshalb, weil der Regisseur absolut versäumt, den Charakteren Tiefe, Eigenschaften oder Fähigkeiten zu geben. Wieso verhält sich Aguierre so, was treibt ihn zu seinem Verrat, weshalb ist er so größenwahnsinnig? Andauernd liegt einer tot in der Ecke und es interessiert den Zuschauer überhaupt nicht, da man keine Ahnung hat, wer das nun eigentlich war.
-Nebst der Tatsache, dass im Prinzip einfach NICHTS passiert, wirkt jeglicher Dialog künstlich, konstruiert und beinahe abgelesen. Das scheinbar philosophische/weise Gerede am Schluss hätte ein Achtklässler verfassen können, und auch wenn ich das Verhalten der verbliebenen Crew am Ende interessant finde, ändert das nichts an der Tatsache, dass "Aguirre, der Zorn Gottes" schlichtweg nichts zu bieten hat.
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jacker Thu, 29 Nov 2012 16:27:08 -0000
Antwort löschenDu bist nicht allein, es war auch mein erster Kinski-Film und ich habe genau die selben Punkte wie du bemängelt (und ihn auch glaich bewertet).
Im Vergleich dazu mal "Fitzcarraldo", auch von Herzog und mit Kinski schauen, auch wenn einem nach "Aguirre" absolut nicht danach ist!
Der ist erstens wesentlich interessanter und packender inszeniert und zweitens ist Kinski in dem Film wirklich genial, höchst menshclich und zeigt, dass er einiges konnte.
KonTaicho Thu, 29 Nov 2012 18:26:16 -0000
Antwort löschenVielen Dank für deine aufmunternden Worte :)
So schnell werfe ich die Flinte nicht ins Korn! ^^
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Deepflight Thu, 11 Apr 2013 02:09:44 -0000
Antwort löschenDanke auch für den TIpp! Mir ging es genauso wie KonTaicho
Deepflight Thu, 11 Apr 2013 02:14:02 -0000
Antwort löschenund ach ja man sollte positiv bemerken, dass es hier auch noch Leute gibt, die sich nicht persönlich angegriffen fühlen, wenn ihr(e) Ikone/Idol mal kritisiert wird. Sieht man leider zu häufig auf MP
Lorion42 Tue, 27 Nov 2012 11:30:29 -0000
Kommentar löschenTheaterschauspieler, die von einem Dokumentarfilmer dabei gefilmt werden an Originalschauplätzen eine fiktionale Geschichte um Größenwahn mit 350 Totenkopfäffchen zu spielen.
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Super8951 Sat, 22 Sep 2012 15:09:50 -0000
Kommentar löschen„Wenn ich, Aguirre, will, dass die Vögel tot von den Bäumen fallen, dann fallen die Vögel tot von den Bäumen herunter. Ich bin der Zorn Gottes. Die Erde, über die ich gehe, sieht mich und bebt.“
Dichte Wolken, Berge, ein mystischer Score. Die spanische Expedition steigt durch die Wolken hinab. Die gefangenen Eingeborenen im Schlepptau, Hoffnungslosigkeit und Leere in ihren Gesichtern. Der Zorn Gottes kommt auf die Welt hinab. Mühevoll schleppen sie die Kanonen durch den Fluss. Die Konquistadoren, unter der Leitung von Gonzalo Pizarro, wollen das legendenumrankte Goldland El Dorado finden und für die spanische Krone erobern, aber vor allem für sich persönlichen Reichtum schaffen. Da die Suche auf Land kaum von Erfolg behaftet war, beschliesst Pizarro, ein 40Mann starkes Trupp per Floss auf das Wasser zu entsenden. Als Leiter wählt er Don Pedro de Ursia aus, als seinen Stellvertreter den wahnsinnigen Don Lope de Aguirre (Klaus Kinski). Bald schon kommt es zu unerwünschten Verwicklungen, unter anderem werden die Flosse von der reissenden Strömung weggeschwemmt. Daraufhin will Don Pedro die Expedition abbrechen und auf dem Landweg zurückkehren, doch Aguirre hat eigene Pläne und nutzt die Angst seiner Männer vor den Eingeborenen, um sie auf seine Seite zu ziehen, anschliessend lässt Aguirre Don Pedro in Ketten legen und einsperren und seine Anhänger erschiessen, und Aguirre wählt Don Fernando de Guzman als seine Marionette zum Anführer und krönt ihm zum Kaiser von El Dorado. Doch mit erheblichen Verlusten und zunehmender Demoralisierung seiner Mannschaft erkennt jeder, bis auf Aguirre selbst, die zunehmende Sinnlosigkeit seiner Mission...
Klaus Kinski brilliert (wie immer) durch seine phänomenale Darstellung des grössenwahnsinnigen Aguirre, welche nichts anderes als schauspielerische Perfektion ist. Sicherlich liegt das aber auch daran, dass man bei Kinski öfters meinen könnte, er wäre der Zorn Gottes selbst. Werner Herzog inszeniert diesen bildgewaltigen Abenteuerfilm geschickt, sodass zu jeder Zeit des Films ein hohes Mass an Intensität und Spannung vorhanden ist und man am Schluss erstmal sprachlos und mit offenem Mund dasitzt, um das gesehene reflektieren zu können. Zudem unterstreicht die mystische, kirchlich angehauchte Filmmusik die Handlung perfekt und trägt zur Spannung entscheidend bei. Der Film zeigt aber auch den Wahnsinn der Konquistadoren und deren Absichten, sowie der krankhaftes, zwanghaftes Missionierungsbedürfnis. Herzogs erste Zusammenarbeit mit Klaus Kinski ist ein Meisterwerk der Filmgeschichte, welches man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.
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8martin Fri, 21 Sep 2012 10:26:59 -0000
Kommentar löschenEs ist kein Abenteuerfilm im herkömmlichen Sinne, sondern es ist zu allererst einmal ein Kinski-Film. Der prägt die Handlung mit seiner diabolischen Mimik und einem Habitus, der an Richard III. erinnert. Die dürftige historische Vorlage dient nur als Vorwand für ein intellektuelles Konstrukt, das sich vage an die spanische Eroberung Südamerikas anlehnt, hier mit der Suche nach Eldorado. So muss der Film notgedrungen einen offenen Ausgang haben, denn ein Erfolg dieser Mission wäre Geschichtsklitterung. Regisseur Herzog konzentriert sich vielmehr auf den Aufstieg dieses Aguirre innerhalb einer kleinen Soldateska. Er meutert und mordet, baut Seilschaften auf und endet im Wahnsinn. Dieser Weg zur Weltherrschaft durch Inbesitznahme von Land ist gepflastert mit Hunger, Fieber und Tod. Im Gegensatz zu den mitgeführten Indio-Sklaven bleiben die freien Indios unsichtbar. Sie schicken nur unablässig ihre tödlichen Giftpfeile. Die Kamera ist immer ganz nahe an den Akteuren. So wird eine gewisse beklemmende Enge kreiert, die nur gelegentlich von Bildern des auf dem Fluss treibenden Floßes ausgedehnt wird. Es überwiegen die Mühsal und die qualvollen Aktivitäten, die nur in Kauf genommen werden wegen der Aussicht auf Gold. Steckt da etwa eine Kapitalismuskritik dahinter?
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van-kleenebach Fri, 21 Sep 2012 00:20:12 -0000
Kommentar löschenAllein kinski's Brett und der geile panflöten typ, haben mir mit ihren kleinen musictrips für 8,5 gereicht :D
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Movieking Thu, 20 Sep 2012 17:31:18 -0000
Kommentar löschenauch wenn ich den hass aller kinskifans auf mich ziehe ich finde das er überbewertet wird und leider nie die gelegheit hatte mich zu überzeugen da ihm alle rollen auf den leib geschneidert wurden und das er eigentlich schauspielern konnte wie in allen anderen filmen auch es sieht einfach alles gleich aus
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Super8951 Thu, 20 Sep 2012 20:12:34 -0000
Antwort löschenDas meinst du jetzt aber nicht ernst. Kinski war, ist und wird immer der beste Schauspieler bleiben. Kinski ist das Absolute, der Superlativ. Eine Steigerung zu Kinski wird es nie geben.
Movieking Fri, 21 Sep 2012 11:38:27 -0000
Antwort löschenich würde sagen es gibt ungefähr 100 die besser sind und eine viel umfangreichere mimik haben als kinski
Super8951 Fri, 21 Sep 2012 18:36:47 -0000
Antwort löschenIch weiss nicht, was ich auf diesen Unsinn antworten soll.
Movieking Sat, 22 Sep 2012 20:33:39 -0000
Antwort löschenhmm... vllt "ja da hast du recht". Du einfältiger Dödel zu sagen es gibt keinen besseren als kinski ich bin bestimmt nicht der einzige der weiß das es bessere gibt
Super8951 Sat, 22 Sep 2012 21:51:10 -0000
Antwort löschenVielleicht solltest du mal an deiner Orthographie feilen. Um dieses Kauderwelsch zu verstehen, musst du schon Dr. Dolittle sein.
Movieking Sun, 23 Sep 2012 15:26:25 -0000
Antwort löschenda will einfach jemand die wahrheit nicht akzeptieren alles was ich sagen will ist das kinski nicht der beste schauspieler war und es eine handvoll schauspieler gibt die ihn in grund und boden spielen würden
Super8951 Sun, 23 Sep 2012 16:04:08 -0000
Antwort löschenAha. Wie begründest du das?
Movieking Mon, 24 Sep 2012 11:31:57 -0000
Antwort löschentut mir leid aber was ist das für eine blöde frage ich schaue die filme und vergleiche die qualität der schauspieler und in diesem vergleich geht kinski unter
Super8951 Thu, 27 Sep 2012 20:00:10 -0000
Antwort löschenUnd immer noch keine Begründung.
Movieking Thu, 27 Sep 2012 20:15:10 -0000
Antwort löschendu idiot die begründung ist das kinski immer die gleiche fresse zieht in jedem film keine abwechslung immer die selbe mimik darum ist er garantiert NICHT der beste schauspieler
Super8951 Sat, 29 Sep 2012 22:52:39 -0000
Antwort löschenImmer die selbe Mimik? Dann kannst du aber nicht viel mehr als 5 Minuten Klaus Kinski in deinem Leben gesehen haben.
Movieking Sat, 29 Sep 2012 23:37:06 -0000
Antwort löschenich habe alle filme gesehen aber nur eine mimik
natedb Mon, 15 Oct 2012 23:46:11 -0000
Antwort löschenOhne einem von euch beiden zu nahe treten zu wollen. Klaus Kinski war ein ausgezeichneter Schauspieler, das steht außer Frage, doch war sein Rollentypus in der Tat mehr als häufig auf das "leicht psychopathische" beschränkt. Selbstverständlich nicht in allen Filmen, aber in den Bekanntesten von ihm mit Sicherheit. Und es steht völlig außer Frage, dass er sich in einigen Rollen auch völlig zum Affen gemacht hat (beispielsweise "Woyzeck", dort war er fehlbesetzt und da lasse ich nicht mit mir streiten).
Movieking Wed, 17 Oct 2012 10:30:47 -0000
Antwort löschenja das habe ich auch gemerkt er konnte mir der rolle nicht umgehen. Klar war kinski einer der ganz großen aber zu sagen er wäre das maß aller dinge ist maßlos übertrieben
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Deepflight Thu, 11 Apr 2013 02:17:57 -0000
Antwort löschenWieso denkt ihr Eure Meinung wäre die immanente Wahrheit. Für den einen ist es halt d e r beste Schauspieler gewesen, andere finden ihn scheiße. Ich glaube man muss schon bereit sein, andere Meinungen zu akzeptieren wenn man hier Kommentare abläßt...
Movieking Thu, 11 Apr 2013 12:23:42 -0000
Antwort löschener hat nie gesagt meiner meinung nach ist kinski der beste das wäre was anderes, aber ganz frech zu behaupten kinsiki sei der beste und das als fakt hinzustellen ist mehr als daneben
hoffman587 Thu, 20 Sep 2012 16:23:30 -0000
Kommentar löschenAguirre, der Zorn Gottes
»Ich bin der Zorn Gottes. Die Erde, über die ich gehe, sieht mich und bebt.« - Ich weiß nicht wieso, aber es gibt zwei Dinge, die mich bei diesem Werke im weiteren Sinne beschäftigen beziehungsweise um es anders zu sagen, ich wieder reflektiere. Doch bevor man zur eigenen Entlarvung der Gefühle steuert noch die Ambition des Schwelgens in der Natur, die Werner Herzog wie kein anderer in »Aguirre« (1972) inszeniert, weder Trick noch Technik stecken dahinter, Herzog filmt die ungebrochene, ungezähmte Schönheit der Natur in ihrer strahlenden Ausdruckskraft. Die erste Einstellung und Kulisse lassen sprachlos zurück in imposanter Manier, diese Gebirgskette, diese unbändige Kraft in Herzog Bilder - wunderbar! Dafür finde ich keine Worte. Nur prätentiöse Schwärmereien. Doch wenn Herzog eins ohne Zweifel bietet dann: Naturelle Bildgewalt, also die schönste Bildgewalt.
Das wollte ich noch gesagt haben, bevor sinniert werden darf über Sinngebung und Orientierung in Herzos Werk. Kurzum: Es gibt sie nicht. Gar ein linearer Handlungsstrang, ein roter Faden? Brauchte Herzog nicht, wird Herzog nie brauchen. Und doch kann Herzogs Film - ganz seiner Inspiration nach - als Reise ins Herz der Zerstörung gelten, Beleuchtung politischer Systeme, Aufstände, dem Glauben, dem Irrsin, dem Wahnwitz, der Einfältigkeit des Menschen und der menschlichen Gier - samt Herzogs hier ab Lieblingsthematik des Kampfes zwischen Menschen und Natur. Herzogs größte Schwäche zugleich seine größte Stärke. Chronologisch? Bedingt. Handlung: Die ewige Suche nach El Dorado (dem Symbol des absoluten Glücks und Reichtums), folglich dem Weg voller Besessenheit und Kompromisslosigkeit. Herzog lässt inszenatorisch Einfachheit wirken.
Momente vergehen, wie Minuten vergehen, mittendrin lässt Herzog Bilder sprechen - kurz darauf Klaus Kinski steigern - hinauf zu reißenden Flüssen und wieder der unmögliche Kampf gegen die Natur. Die Natur zwischen Schönheit, Faszination und Gefahr. Und nicht mal Identifikationsfiguren gibt er uns - dieser Herzog! Nur den Aguirre, den Zorn Gottes. Nur den personifizierten Wahnsinn (alias Klaus Kinski)! Fieser, fieser Herzog. Kennt keine Konventionen, zersträubt sie, verdreht sie und metaphorisiert dabei noch seinen eigenen Film, so darf Herzogs ungestümer und wilder Regiestil als Reflexion des verwilderten Amazonasdschungels gelten - so ergibt sich daraus ein perfektes Zusammenspiel. Auch die Kamera agiert auf diesem Niveau und dokumentiert ohne Scheu, wackelt und desillusioniert den Zuschauer, dringt dicht zu den befremdlichen Charakteren, so aber auch dicht an der Natur - Herzog experimentiert, fasziniert aber auch.
Und dann Klaus Kinski als eigene Urgewalt. Erst Blicke, dann unheilvolle Gesten, dann große Worte und Ausbrüche. Wie ein Vulkan bricht er aus und bis schließlich der Wahnsinn Überhand gewinnt - mehr Macht und mehr Gier, auf Ausbruch folgt Orientierungslosigkeit. Aguirre als Symbol für den klassischen Mephistopheles, aber als Verführer wie auch Manipulator und Verräter, ein Undurchsichtiger. Herzogs Film nimmt Gestalt an. Mehr und mehr ähnelt er einen sich immer weiter drehenden und geschwinder werdenenden Karussell - auch anfangs, ja es dreht sich nur und hat kein Ziel. Und dennoch besteht auch hier Herzogs Film aus Widersprüchen wie Symbiosen, zwischen Zerstörung und Entzweiung. Erschaffung und Erneuerung. Wie die Konquistadores eine neue Gesellschaft bilden, Narren zu Königen werden. Zerstörte Dörfer durchkreuzt werden. Fragen auftreten nach Sinn und Sinnlosigkeit. Nach der Natur seiner Existenz. So äußerst sich auch Herzogs Zivilisationskritik. Wie einstige Eroberungen zum Verderben werden. Der Mensch scheitert an seinem Größenwahn und seiner Gier. Die Welt in ihrer eigenen Absurdität und Lächerlichkeit.
Herzogs Stimmung zwischen meditativen Klängen (eines Popol Vuh) und der Ruhe und Unruhe des eigenen Films - die ganz eigenen Atmosphäre. Und irgendwie sympathisiere ich so mit Herzog, er als Filmemacher, ich als Schreiber: Reflektieren scheinbare Sinnlosigkeit und Orientierungslosigkeit. Verfolgen dabei doch eigene, vielleicht sogar hintersinnige Ziele. Ich mag den Herzog. Der rechnet sogar ironisch ab mit dem Irrglauben des Menschen. Versteht aber auch: Bei Kinski wie auch solcher filmischer Wucht muss man die Definition prägnant formulieren und kraftvoll sein Werk vollenden. Ganz ohne Konstrukt. Mit der Mystik des Urkampfes Kinski gegen Natur (und Herzog) und der Mensch mit seiner unsagbaren Gier, der daraus folgenden Selbstzerstörung. Dann Affen, überall Affen. Gar ein Planet von Affen! Größenwahn! Das Scheitern einer Gesellschaft, nur mit innerer Explosion. Kurzum: Eins zu Null für die Natur
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filmschauer Thu, 20 Sep 2012 16:47:44 -0000
Antwort löschenAch ja, das Aguirre-Mysterium. Immer wieder ein überaus seltsames Erlebnis, wenn man ihn wieder sieht. Aber insgesamt sehr passend und eloquent formuliert, hoffi - vielleicht sogar einer deiner besten Kommentare, die ich bisher von dir gelesen habe.
Hooded Justice Thu, 20 Sep 2012 16:58:57 -0000
Antwort löschenInteressant. :) Hab den auch noch aufgenommen.
hoffman587 Thu, 20 Sep 2012 17:03:16 -0000
Antwort löschenRecht hast, bei Herzog/Kinski-Zusammenarbeiten sind die Hintergründe und die daraus profiterende Wirkung schon ein besonderes Merkmal oder Mysterium, wobei ich mir dazu noch unbedingt irgendwann mal ein paar Audiokommentare von Herzog zum Thema anhören sollte. Und danke sehr für das große Lob, was mich doch im Falle des Superlatives überrascht, wenn ich so überlege, dass ich das eigentlich nur aus Langweile schrieb. ;D
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filmschauer Thu, 20 Sep 2012 17:09:05 -0000
Antwort löschenUnbedingt, die Audiokommentare mit Herzog und Straub sind Gold wert.
hoffman587 Fri, 21 Sep 2012 10:22:18 -0000
Antwort löschen@HJ: Danke. Bin gespannt, ob er dir gefällt. Wobei ich da eher skeptisch bin, aber wir werden sehen. ;)
AlexanderDeLarge Thu, 13 Sep 2012 00:20:14 -0000
Kommentar löschenSir, ich fürchte Sie sind vor Macht verrückt geworden! Natürlich, haben Sie schon mal versucht ohne Macht verrückt zu werden? Das ist langweilig, niemand hört einem zu! :D
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woerdey Sat, 08 Sep 2012 18:12:45 -0000
Kommentar löschenBis ich den Film diese Woche auf arte gesehen hatte kannte ich nur Ausschnitte. Aufgrund dieser war ich recht skeptisch, doch ich muss sagen das mir der Film im Ganzen recht gut gefallen hat und auch stimmig wirkt.
Der dokumentarische Stil sorgt für eine besondere Atmosphäre, welche ich mit keinem von mir bisher gesehen Spielfilm vergleichen kann. Dazu noch die tollen Bilder, der völlig wahnsinnige Kinski und die abenteuerlichen Geschichten zur Entstehung.
Negativ ist zu erwähnen, dass "Aguirre" im Mittelteil so seine Längen, dafür kommt das Ende relativ abrupt. Auch eine Story ist praktisch nicht vorhanden, was ich aber gar nicht mal so schlimm finde, da der Film nicht versucht dies durch billige Effekthascherei zu vertuschen. Es geht wohl ohnehin vielmehr um die Bilder und den steigenden Wahnsinn des Hauptcharakters und dessen Folgen.
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Filmkenner77 Sat, 08 Sep 2012 09:24:15 -0000
Kommentar löschenIch kann und möchte mich nicht den teilweise überschwänglichen Kommentaren zu "Aguirre, der Zorn Gottes" anschließen. Sicherlich, die Landschaftsaufnahmen sind gelungen, der Inszenierungsstil Autorenkino in reinster Form, bei dem nur die Umgebung auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheint. Aber schon bei den Darstellerleistungen tun sich Abgründe in der Größe des Grand Canyon auf. Klaus Kinski spielt großartig und trägt den Film, wenngleich das Overacting manchmal zu sehr durchschimmert und künstlich, ja geradezu im wahrsten Sinne des Wortes theatralisch erscheint. Dies ist zweifellos sein Markenzeichen, aber auch nicht jedermanns Geschmack.
Andere Darsteller wirken wie Mitglieder einer Laienspielschar, die ihre Texte mehr oder minder lustlos aufsagen (hier sei etwa Alejandro Repullés als Pizzaro erwähnt), als ständen sie auf einer Provinzbühne und würden in wohlfeilen Worten ihr Anliegen in belehrender Form an den Mann oder die Frau bringen wollen.
Die Story um rücksichtslose spanischer Konquistadoren, die ins "Herz der Finsternis" vorstoßen, um auf der Suche nach Ehre, Macht und Reichtum die sagenumwobene Stadt Eldorado und vielleicht auch sich selbst zu finden, lässt einen durchaus spannenden Urwaldtrip erwarten. Was man dann aber zu sehen bekommt, sind Endloseinstellungen, vermeintlich belanglose Szenen, die die Zerrissenheit des Protagonisten Aguirre mit dem Holzhammer untermalen sollen. Sie dienen einzig und alleine dem Ziel, die fortschreitende Ausweglosigkeit der Mission in Korrelation mit dem zunehmenden, immer groteskere Ausmaße annehmenden, Wahnsinn Aguirres zu setzen.
Die Ausbeutung der Heiden durch die christlichen Eroberer, die sich alles andere als christlich verhalten, lässt an Authentizismus nichts vermissen, ist aber so wenig packend inszeniert, dass mich das Schicksal der Ureinwohner nahezu kalt gelassen hat. Viel interessanter als der Film selbst ist für mich die Hintergrundgeschichte des Werkes, die u.a. in der großartigen Doku "Mein liebster Feind" behandelt wird.
Letztlich kann man dem Film nicht absprechen, dass er vielschichtig ist, aber leider geht die Vielschichtigkeit nicht mit einer auch nur in Ansätzen spannend erzählten Geschichte einher. Die Langatmigkeit ist augenscheinlich und kann selbst durch einige großartige Szenen kaum durchbrochen werden. Der Film gibt sich bedeutungsschwanger, wirkt aber teilweise wie eine überladene Parabel, bei der die eigentliche Geschichte zu kurz kommt. So sehr Werner Herzog auch das Innenleben Aguirre durch Monologe und Handlungsweisen erklärbar zu machen versucht, bleibt diese Figur doch rätselhaft und letztlich unergründlich. Das Scheitern ist vorprogrammiert und dieses ist vermutlich die Vorahnung und in letzter Konsequenz auch der Wille Aguirres. Doch muss dieses Scheitern wirklich durch ausladende Worte und Pathos untermauert werden oder kann man dieses Scheitern nicht einfach durch Bilder für sich sprechen lassen?
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crab1973 Sat, 08 Sep 2012 10:14:34 -0000
Antwort löschenWo Du "Herz der Finsternis" erwähnst. Ist mir nie aufgefallen, aber die Parallelen zu Joseph Conrads Roman sind wirklich überdeutlich.
Filmkenner77 Sat, 08 Sep 2012 10:43:38 -0000
Antwort löschenHabe mich über Sekundärquellen ein wenig schlau gemacht über den Film. Da wurde es erwähnt. Coppola ist ein Fan des Films. Apocalypse Now basiert ja bekanntermaßen auch auf Conrads Vorlage.
ihre-herrlichkeit Sat, 08 Sep 2012 11:19:00 -0000
Antwort löschenIch habe nur die ersten 5 Minuten gesehen und hatte schon den Eindruck, den du hier vermittelst. Bewertet habe ich ihn natürlich nicht, aber jetzt habe ich umso weniger Motivation, ihn mir richtig anzusehen.
Filmkenner77 Sat, 08 Sep 2012 12:09:54 -0000
Antwort löschenIch kann dich beruhigen. Viel verpasst hast du nicht, auch wenn das die Anhänger des Werkes anders sehen werden.
ihre-herrlichkeit Sat, 08 Sep 2012 13:58:45 -0000
Antwort löschenJa, ich befürchte auch.
morlock Sat, 08 Sep 2012 15:33:54 -0000
Antwort löschenIch weiß ehrlich gesagt auch nicht recht, was ich von dem Film halten soll, obwohl ich ihn schon mehrmals gesehen habe.
Weiß nicht, wie ich den bewerten soll.
Herzog scheint bewußt gegen filmische Konventionen zu brechen und keine Hollywoodklischees bedienen zu wollen.
Aber reicht das für einen inspirierten Film?
Soll das jetzt so sein, dass das wie eine Laienspieltruppe im Amazonas wirkt?^^
Vielleicht habe ich den Film nicht richtig verstanden.
Herzog wollte aber wohl bewußt keinen spannenden Film machen.
Oder er ist zu doof dafür.^^
Für mich ist der Film ein Kuriosum.
Jenseits von Gut und Böse.
Filmkenner77 Sat, 08 Sep 2012 17:43:33 -0000
Antwort löschenZunächst einmal bin ich froh, dass sich auch andere kritisch mit dem Werk auseinandersetzen. Ich dachte schon, ich bin der einzige Mensch auf dem Planeten, der den Film fernab jedweder blinder Verehrung bewertet. Ehrlich gesagt hat ich damit gerechnet, dass ich Kommentare wie "Wie kann man dieses Meisterwerk nur in Frage stellen" erhalte. ;-)
Andy Dufresne Sat, 08 Sep 2012 21:20:07 -0000
Antwort löschenSehr schlüssiger Kommentar (auch wenn ich zu den "Überschwänglichen" gehöre(na ja, jeder zweite Kommentar von mir ist überschwänglich :D) :D ) !
Filmkenner77 Sun, 09 Sep 2012 07:12:47 -0000
Antwort löschenDanke dir. Ist ja auch nicht weiter schlimm. Jeder darf ja hier seine eigene Meinung zu einem Film haben. Geschmäcker dürfen ja Gott sei Dank unterschiedlich sein. ;-)
Andy Dufresne Sun, 09 Sep 2012 19:05:49 -0000
Antwort löschenFucking Gott sei Dank...;)
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Super8951 Sat, 29 Sep 2012 22:49:41 -0000
Antwort löschenWieso man ihn sich ansehen soll? Ganz einfach, Klaus Kinski. Er allein ist schon 10 Punkte wert.
Filmkenner77 Sun, 30 Sep 2012 07:31:01 -0000
Antwort löschenEin guter Schauspieler kann einen mäßigen Film aufwerten. Aber ein guter Schauspieler macht aus einem mäßigen Film noch lange keinen guten Film. Außerdem hat Kinski in so vielen Filmen groß aufgespielt, da brauche ich "Aguirre" nicht unbedingt.
Mr. Pink Thu, 06 Sep 2012 13:30:04 -0000
Kommentar löschenSchlechte Laune aufgrund strapaziöser Bedingungen, irgendwo im tiefsten Dschungel, dafür aber endlose Versorgung mit nahrhaften Cocablättern, vor der geklauten Kamera der irre Kinski und dahinter der genauso verrückte Herzog, die sich in der Mittagspause bei Gelegenheit gerne mal gegenseitig mit Schusswaffen bedrohen. Bildgewaltiger, auf Zelluloid gebannter Wahnsinn!
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JackoXL Thu, 06 Sep 2012 10:01:42 -0000
Kommentar löschen"Wenn ich, Aguirre, will das die Vögel tot von den Bäumen fallen, dann fallen die Vögel tot von den Bäumen herunter! Ich bin der Zorn Gottes!. Die Erde, über die ich gehe, sieht mich und bebt!"
Ein, in allen Belangen, Wahnsinnsfilm von Werner Herzog. Unter unglaublichen Bedingungen, für die heute lächerliche Summe von 350.000 Dollar gedreht, ist ein Film entstanden, wie er heute nie mehr gedreht werden würde.
Die Geschichte einer Expedition durch den dichten Dschungel des Amazonasgebietes lässt von Anfang an nur ein mögliches Ende zu: Tot und Wahnsinn. Die letzte Einstellung, wenn die Kamera um das vom Tod heimgesuchte Floß kreist und Aguirre in seinem Wahn darüber stolziert, fängt dies alles mit einer selten gesehenen Intensität ein.
Intensiv ist das Stichwort für das gesamte Werk. Schon in den ersten Szenen wird klar, was für ein physisch und psychisch belastender Kraftakt die Produktion war. Wenn sich der Zug durch das grüne Dickicht des Dschungels und hüfthohen Schlamm kämpft, dabei so dicht und hautnah von der Kamera begleitet, dass es sich anfühlt, als würde man selber dabei sein, ist das so authentisch, wie man es selten zuvor und danach erlebt hat, und das ist erst der Anfang. Es folgen atemberaubende Aufnahmen auf einem reißerischen Fluß, die Kamera ist immer mitten drin, die dadurch vermittelte Kraft ist unglaublich. Was Bilder, Sets und Atmosphäre angeht, ist "Aguirre, der Zorn Gottes" ein einzigartiges Erlebniss. Die gesamte Detailverliebtheit und akribische Umsetzung sucht ihresgleichen.
Die Naturkulisse könnte als Star des Films bezeichnet werden, wenn da nicht die andere Naturgewalt Klaus Kinski wäre. Allein sein physisches Spiel und seine grandiose Ausstrahlung lassen ihn wahrhaft wie den Zorn Gottes wirken. Ein Vulkan, der nur an wenigen Stellen ausbricht, dann aber mit einer Wucht, die, wie man weiß, nicht mal gespielt war. Ein Wahnsinniger, Fluch und Segen zugleich für jeden Filmemacher. Eine unmöglich zu bändigende Bestie, tatsächlich nicht ungefährlich für die armen Seelen, die mit ihm drehen mussten (an der Stelle sei der Audiokommentar der DVD empfohlen, der alles das bestätigt, was sich schon anhand der Bilder erahnen lässt), die dafür aber einen Film mit Szenen beschenkte, wie sie sonst wohl nie hätten entstehen können.
Herzog & Kinski ist ein Meisterwerk gelungen, das einen nach 40 Jahren noch so schwer beeindruckt und fesselt, dass es einen traurig stimmt kann, warum der deutsche Film seit Jahrzehnten nichts vergleichbares hervorbringen konnte. Wie schon erwähnt, 350.000 Dollar Budget, alles handgemacht, ohne Tricks und an authentischen Schauplätzen gedreht, wer kann oder will das heute noch? Til Schweiger bestimmt nicht.
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SamRamJam Thu, 06 Sep 2012 10:15:02 -0000
Antwort löschenSowieso seltsam dass hier in Deutschland so jemand wie Kinski entstehen konnte, die Liste der wirklich guten Darsteller hierzulande ist ja nicht unbedingt lang
JackoXL Thu, 06 Sep 2012 10:19:35 -0000
Antwort löschenHeute würden wir gar nicht mitbekommen, wenn es Kinski geben würde. Der würde in in einer Anstalt einsitzen und die Pfleger anschreien. Er war schlicht geisterkrank, dabei, oder gerade dadurch, nur unglaublich begnadet. Niemand würde heute mit dem drehen wollen.
onyxxx11 Thu, 06 Sep 2012 12:48:31 -0000
Antwort löschenGeisteskrank oder bis zur Schädeldecke vollgepumpt mit Koks. Es war wohl eine Mischung aus beidem. Abgesehen davon, so unter uns Frauen, in Aguirre sah Kinski doch wahnsinnig rattig aus. Der einzigste Mann von dem ich mich auch grundlos hätte anschreien lassen.
SamRamJam Thu, 06 Sep 2012 14:23:12 -0000
Antwort löschenDer Einzigste? Wer ist denn noch Einziger als der Einzige?
onyxxx11 Thu, 06 Sep 2012 16:25:29 -0000
Antwort löschen"Genie zu sein, bedeutet für mich, alles zu tun, was ich will."
- EINZIGSTER zu schreiben inbegriffen
:*
horro Thu, 06 Sep 2012 19:35:29 -0000
Antwort löschenmich wundert nur, dass seine Tochter die ja auch damals schon dabei war, noch einigermassen stabil geblieben ist ... Abhärtung schon als Baby ... sieht man ja auch bei Nina Hagen und ihrer Tochter ... gut, das sind jetzt auch andere Kaliber ;)
JackoXL Thu, 06 Sep 2012 19:36:24 -0000
Antwort löschen@Sam: Klugscheißer. ;)
@onyxxx: Oh...ICH DACHTE, ICH DARF DICH AUCH ANSCHREIEN!!!
Und unter uns Frauen, Kinski rattig? Ich finde ja, dass er eine Ratte optisch ziemlich ähnelt... Na ja, hab bis heute auch nicht verstanden, was an Männer eigentlich attraktiv sein soll. :)
SamRamJam Thu, 06 Sep 2012 19:42:53 -0000
Antwort löschenGott gab uns allen besondere Gaben, mir gab er die Gabe meine Umwelt zu nerven :D
horro Thu, 06 Sep 2012 20:04:38 -0000
Antwort löschen... eine sehr weit verbreitete Gabe :D
JackoXL Thu, 06 Sep 2012 20:11:53 -0000
Antwort löschenAch und horro, so ganz sauber ist die Kinski aber auch nicht. Nicht so schlimm wie Pappi, aber neulich ist die noch mal vor ein Mikrofon gestolpert und was die da so gestammelt hat, bedenklich. Vielleicht ist es auch nur der vergangene Ruhm und die natürlichen Begleiterscheinungen, leicht verwirrt die Dame.
horro Thu, 06 Sep 2012 20:13:49 -0000
Antwort löschenMedikamentenmissbrauch gepaart mit Menopause vermutlich ... konnte das im Gegensatz zu ihrem Vater aber lange Zeit recht gut verstecken ... und ist auch zwischendurch in der Kombination aller Komponenten recht scharf daher gekommen ... miau :D
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JackoXL Thu, 06 Sep 2012 20:19:25 -0000
Antwort löschenJa, DIE war mal ne zeitlang recht rattig. Die Zeiten sind aber auch schon länger vorbei. :)
horro Thu, 06 Sep 2012 20:22:06 -0000
Antwort löschendie Zeit kennt kein Pardon ;)
TheBruceWayne Wed, 05 Sep 2012 20:29:07 -0000
Kommentar löschen"Ich bin der Zorn Gottes. Wer sonst ist mit mir?"
Lange vor Coppola inszenierte Herzog einen fast ebenso genialen Film über menschlichen Wahnsinn und seelische Abgründe. Ebenso wie "Apocalypse Now" basiert Aguirre scheinbar lose auf Joseph Conrads "Herz der Finsternis" . Nur handelt es sich hierbei nicht um Vietnam oder dem Kongo, sondern um Südamerika. Eine Gruppe von span. Konquistadoren unter der Leitung des ehrgeizigen und erbarmungslosen Aguirre bricht auf eine Mission auf, deren Ziel die Entdeckung El Dorados ist . Dabei haben sie mit der Natur, Krankheiten , feindlichen Indianern und mit sich selbst hart zu kämpfen. Die fehlende Ehrfurcht der Spanier vor der Natur sowie ihre Intoleranz fremden Kulturen gegenüber und ihre "zivilisatorische " Arroganz, die sie zutage legen und alles Land in Besitz nehmen, obwohl sie sich selbst kaum schützen oder gar ernähren können, fordert immer mehr Opfer. Immer mehr Spanier sterben oder verfallen dem Wahnsinn. Der Film entwickelt sich zu einem apokalyptischen Höllentrip - hat also große Parallelen zu Coppolas Werk. Herzogs Version ist aber ungleich poetischer und weniger effektgeil. Dennoch finde ich, sofern man diese zwei Filme vergleichen kann, Coppolas Version einen Tacken besser. Was bei Herzog aber mehr hervortritt, ist die stärkere Einbringung der Natur. Außerdem wurde mit Kinski der beste Darsteller für diese Rolle gewählt. Ein klarer 9 Punktefilm der mit etwas mehr Laufzeit und vielleicht auch Budget ein 10 Punktefilm hätte sein können. Hoffen wir das es dennoch kein Remake geben wird ....
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TheBruceWayne Sat, 22 Dec 2012 18:41:41 -0000
Antwort löschen"Eine Gruppe von span. Konquistadoren unter der Leitung des ehrgeizigen und erbarmungslosen Aguirre bricht auf eine Mission auf deren Ziel die Entdeckung El Dorados ist ."
Ups natürlich ist Aguirre nicht der Leiter der Expedition aber ich möchte nicht spoilern :)
lsk1965 Wed, 05 Sep 2012 20:27:43 -0000
Kommentar löschenWarum der Film immer über den Klee gelobt wird, ist mir ein absolutes Rätsel.
Zwar ist das optische Ergebnis ein durchaus beeindruckendes, aber das war´s dann auch.
Eine Story ist schlicht und einfach nicht vorhanden, die Charaktere gehen mir ehrlich gesagt am Arsch vorbei, da ich nicht zu einem von ihnen eine Beziehung aufbauen konnte. Und auch als Charakterstudie taugt der Film nur bedingt, da Kinski letztendlich einfach nur sich selbst spielt.
Die Entstehungsgeschichte des Films ist zwar interessant, und ich bewundere wirklich die Hartnäckigkeit von Werner Herzog dieses Projekt aller Widrigkeiten zum Trotz durchzuziehen, aber dafür vergebe ich einfach keine Punkte.
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