Blue Velvet

Blue Velvet

US · 1986 · Laufzeit 120 Minuten · FSK 16 · Thriller, Drama, Komödie, Erotikfilm · Kinostart

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von David Lynch, mit Kyle MacLachlan und Laura Dern

In Blue Velvet katapultiert David Lynch seinen Cast in einen surrealistischen Albtraum. Für Kyle MacLachlan, Isabella Rossellini und Laura Dern gibt es kein Entkommen aus der Hölle im Vorgarten.

Handlung von Blue Velvet
Blue Velvlet entführt in eine Welt, die auf den ersten Blick perfekt scheint. Die Sonne steht hoch am Himmel, der in blauen Farben strahlt. Gepflegte Vorgärten reihen sich nebeneinander, während wohlerzogene Schulkinder vorbildlich jenen Ort der Bildung besuchen, der sonst so verschmäht wird. Auch ansonsten grüßt man sich in Lumberton und keine Menschenseele würde je einen fiesen Hintergedanken aushecken - so zumindest der erste Eindruck. Nur wer genauer hinsieht, wird den düsteren Abgrund der amerikanischen Kleinstadt entdecken, der mit der eingangs beschriebenen Idylle nichts mehr gemein hat.

So ereignet es sich eines Tages, dass der junge Jeffrey Beaumont (Kyle MacLachlan) eine grausige Entdeckung macht: Mitten auf einer grasgrünen Wiese liegt ein Ohr - und zwar ein abgetrenntes, menschliches Ohr. Gemeinsam mit der Polizistentochter Sandy Williams (Laura Dern) macht er sich auf die Suche nach Hinweisen, wem dieses Ohr gehören könnte. Dabei treffen die beiden auf Dorothy Vallens (Isabella Rossellini), einer verführerischen Nachtclubsängerin, die von dem sadistischen Bösewicht Frank Booth (Dennis Hopper) terrorisiert wird.

Ehe Jeffrey und Sandy sich's versehen, verlieren sie sich in einer verstörenden Welt, die gleichzeitig eine mörderische Faszination versprüht. Hier treffen Leidenschaft und Gewalt aufeinander und niemand kann sich dem Bann der vorherrschenden Kräfte entziehen. Womöglich sind sogar übernatürlich Dinge im Gange. Jetzt gibt es kein Zurück mehr.

Hintergrund & Infos zu Blue Velvet
Als Inspiration für Blue Velvet diente David Lynch der gleichnamige Song von Bobby Vinton, der 1964 veröffentlicht wurde. "Durch das Lied kam ich auf die Idee mit dem Geheimnis, das sich hinter der Fassade einer ruhigen Kleinstadt verbarg", erläuterte der Regisseur in einem Interview, wenngleich es noch viele Jahre dauern sollte, bis sein Werk realisiert werden konnte.

Ausschlaggebend dafür war die Tatsache, dass David Lynch, der zuvor EraserheadDer Elefantenmensch und Dune - Der Wüstenplanet umgesetzt hatte, lange Zeit unzufrieden mit seinem Drehbuchentwurf war. Als er schließlich die Geschichte so zu Papier gebracht hatte, dass er zufrieden war, ließ sich allerdings kein Produzent finden, der das Projekt finanzierte.

Am 19. September 1986 war es schließlich doch noch so weit und Blue Velvet feierte in den USA seine Premiere. Die Kritiker nahmen das eigenwillige Werk überaus positiv auf - kein Wunder, dass Blue Velvet mittlerweile zum Kultfilm geworden ist. Nicht zuletzt werden im Rahmen der knapp zweistündigen Laufzeit zahlreichen Themen behandelt, die für gewöhnlich nicht ihren Weg auf die große Leinwand finden.

So erzählt Blue Velvet von Gewalt und Sadismus, ergänzt das Narrativ um eine ödipale Figurenkonstellation und greift dabei immer wieder auf verstörende Traumsequenzen zurück. Besonders auffällig ist zudem die Verwendung der Farben Blau, Rot und Weiß - von Bobby Vinstons titelgebendem Song, Blue Velvet, ganz zu schweigen. (MH)

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