Filmmaker Magazine

Top 25 Indie-Filme - So Mainstream kann Independent sein

David Lynch fühlt sich wohl
© Universal
David Lynch fühlt sich wohl

Anders als viele Film-Magazine beschäftigt sich das Filmmaker-Magazin weniger mit Kritiken, sondern mit Hintergrundinformationen zur Produktion von Independent-Filmen. Jetzt veröffentlichte der Gründer und Herausgeber Scott Macaulay seine Liste der 25 besten Independentfilme der letzten 10 Jahre. Hierzu stellte er eine Vorauswahl anhand seiner Erinnerung zusammen und ließ anschließend Kollegen über die Platzierungen abstimmen. Die einzige Einschränkung: Das Filmmaker-Magazine beschränkte sich in seiner Auswahl allein auf amerikanische Indie-Filme. Lediglich bei der Definition von “Independent” zeigten sie sich kulant und ließen neben klassischen Independent-Filmstudios auch Filme der Spezial-Ableger von größeren Studios zu.

Die Beschränkung auf Filme, an die sich Scott Macauly erinnerte und der Abstimmungskonsens sorgen dafür, dass auf der Liste hauptsächlich die größeren und großen Indie-Produktionen vertreten sind. Kleine Geheimtipps sind Mangelware – aber vorhanden. Auf Platz 1 der Liste finden wir Mulholland Drive von David Lynch. Diese Platzierung liegt wohl vor allem daran, dass Filmschaffende Filme über das Kino und andere Filmschaffende lieben: “Mulholland Drive ist eine bedrückende Grübelei über die Traumfabrik des Kinos, welche nicht nur einen neuen Filmstar hervorbrachte (”Naomi Watts (Naomi Watts)“:/people/naomi-watts), sondern auch den Blick darauf lenkte, dass sich das Gebäude der Hollywood-Phantasie in einem starken Verfall befand.”

Auf den folgenden Plätzen finden wir die üblichen Verdächtigen, weiter unten dann auch vermehrt kleinere Filme. Dennoch fällt auf, dass einige der größten Indie-Hits der letzten Jahre wie Little Miss Sunshine und Juno gar nicht vertreten sind.

Hier die vollständige Liste:

1. Mulholland Drive (David Lynch, 2001)

2. There Will Be Blood (Paul Thomas Anderson, 2008)

3. No Country for Old Men (Joel Coen, Ethan Coen, 2008)

4. George Washington (David Gordon Green, 2000)

5. Brokeback Mountain (Ang Lee, 2005)

6. Lost in Translation (Sofia Coppola, 2003)

7. Tarnation (Jonathan Caouette, 2003)

8. The Fog of War (Errol Morris, 2003)

9. Tödliches Kommando – The Hurt Locker (Kathryn Bigelow, 2008)

10. Requiem for a Dream (Darren Aronofsky, 2000)

11. Vergiss mein nicht! (Michel Gondry, 2004)

12. Grizzly Man (Werner Herzog, 2005)

13. Punch-Drunk Love (Paul Thomas Anderson, 2002)

14. Memento (Christopher Nolan, 2000)

15. Before Sunset (Richard Linklater, 2004)

16. Elephant (Gus van Sant, 2003)

17. Iraq in Fragments (James Longley, 2006)

18. Funny Ha Ha (Andrew Bujalski, 2002)

19. No End in Sight (Charles Ferguson, 2007)

20. Synecdoche, New York (Charlie Kaufman, 2008)

21. About Schmidt (Alexander Payne, 2002)

22. Schmetterling und Taucherglocke (Julian Schnabel, 2007)

23. Junebug (Phil Morrison, 2005)

24. Zoo (Robinson Devor, 2007)

25. Man Push Cart (Ramin Bahrani, 2005)

Was ist Eure Meinung zur Liste? Seid Ihr mit den Platzierungen einverstanden oder fehlen Euch sogar einige Lieblingsfilme?

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Aus den Nouvelle-Vague-Kinos Frankreichs über die Gipfel der amerikanischen Blockbuster bis zu den Sternen der DEFA-Science-Fiction.
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