Boogie Nights

Boogie Nights (1997), US
Laufzeit 147 Minuten, FSK 16, Komödie, Drama, Kinostart 04.06.1998

8.1 Kritiker
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7.5 Community
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Boogie Nights - Bild 6026889
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von Paul Thomas Anderson, mit Mark Wahlberg und Burt Reynolds

Regisseur Jack Horner (Burt Reynolds, “Beim Sterben ist jeder der Erste”, “Ein ausgekochtes Schlitzohr”, “Auf dem Highway ist die Hölle los”, “Striptease”) möchte endlich einmal einen Pornofilm drehen, den der Zuschauer auch dann noch spannend findet, wenn er bereits gekommen ist. In einer Bar trifft er den 17jährigen Tellerwäscher Eddie Adams (Mark Wahlberg), dessen außergewöhnlich großer Penis ihn sofort begeistert. Er nimmt den Jungen, der sich den Künstlernamen Dirk Diggler gibt, sofort unter Vertrag. Schon nach kurzer Zeit ist er ein großer Pornostar, aber durch seinen exzessiven Lebenswandel führt der Weg bald wieder nach unten. (omdb)

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Kritiken (4) — Film: Boogie Nights

fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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8.0Ausgezeichnet

Durch das riesige Figurenkabinett drohen zwischendurch einzelne Geschichten ein wenig unterzugehen. Doch die leichte Überfülle an Handlungssträngen wird durch die virtuose Inszenierung aufgewogen.

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Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...

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8.0Ausgezeichnet

"I'm not a pornographer, I'm a actor" -

P.T. Andersons zweiten Film nach seinem Debüt mit "Last Exit Reno" so etwas wie Warmherzigkeit zu unterstellen, ist vielleicht marginal zu hoch gegriffen, aber trotzdem nicht vollständig von der Hand zu weisen: "Boogie Nights" ist bis dato wohl einer der authentischeren, ganz sicher aber einer der verständnisvollsten Blicke auf die Chronik der Pornographie und der in ihr Involvierten.

Um den relativ konventionell gehaltenen Rise-and-fall-Plot seines Hauptcharakters herum, inszeniert Anderson dabei eine sezierende, aber zeitgleich doch nie wirklich boshafte Milieustudie über die Sein- und Scheinmechanismen der sich immer weiter enthumanisierenden Porno-Industrie.

Gewagt ist "Boogie Nights" dabei nicht so sehr in seiner Darstellung des Expliziten, sondern vielmehr in der Banalisierung seines Themas: Anderson und sein Cast nähern sich ihrem Thema ohne falsche Scheu oder Verklemmtheit,…

Kritik im Original 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 7 Antworten

Hitmanski

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Da werden wir uns nicht einigen: "Larry Flynt" ist für mich unglaubliche Stilisierung und Verehrung eines sehr zweifelhaften und chauvinistischen Schmierlappens. Sogar "Amadeus" war da ambivalenter, und da war die zugrunde liegende Figur weitaus weniger streitbar.


Filmsuechtiger

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Ja aber um die Stilisierung geht es doch gerade bei derart extrovertierten Menschen. Natürlich geschieht dies in Larry Flint recht einseitig, aber der Film will halt Unterhaltung bieten und keine ernsthafte Auseinandersetzung. Genau wie Boogie Nights, bloß dass ich den langweilig und uninspiriert fand. Anderson ist aber eh nicht mein Fall.


Flibbo: wieistderfilm.de

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9.0Herausragend

[...] Dank detailgetreuer Ausstattung und fürstlichem Soundtrack gelingt Anderson eine bannende Reise in die 70er, die von einer wunderbar verspielten Bildkomposition lebt. Es ist nicht schwer, in „Boogie Nights“ einzutauchen. Und ist das erst einmal gelungen, wird es in keiner Minute langweilig, trotz fast zweieinhalbstündiger Laufzeit. [...]

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Ulrich Behrens

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10.0Herausragend

Einen roten Faden durchzieht Andersons Schaffen von „Boogie Nights“ über „Magnolia“ (1999) bis zu „Punch-Drunk Love“ (2002): die teilweise verfremdete, sehr intensive und dicht inszenierte Visualisierung außergewöhnlicher Milieus und Figuren, die uns näher stehen, als wir vermuten. „Boogie Nights“, obwohl zweieinhalb Stunden lang, langweilt nie, sondern fesselt uns an diejenigen, die uns so fern zu stehen scheinen.

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Kommentare (59) — Film: Boogie Nights

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Ändy

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Boogie Nights" ist eine Reise par excellence. In eine Zeit, die ich niemals erleben durfte. In eine Branche, die ich niemals kennenlernen durfte. Ohne Ausnahme ausgezeichnet gespielt (Burt Reynolds - yeah!), top ausgestattet, perfekt inszeniert. Mit einem grandiosen Soundtrack und dem besten Mark Wahlberg aller Zeiten. Obwohl der Film gegen Ende ziemlich dramatisch wird, macht er unendlich viel Lust auf die 70er. Da möchte ich mir Doc Browns DeLorean leihen und zurück reisen. Absolut sehenswert! Schon alleine wegen Heather Graham als Rollergirl...

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JackoXL

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Diesen Kommentar muss ich mit einer Entschuldigung beginnen. "Boogie Nights", es tut mir soooo leid, bitte verzeih mir unwürdigem Trottel. Ich habe Dich immer gemocht, Dich geschätzt, immer gewusst, dass Du etwas besonderes bist. Aber warum warst Du kein Lieblingsfilm? Lag es an Dir? Mit schlechtem Gewissen kann ich jetzt nur sagen: Es lag an mir! Nimm diesen Kommentar nicht nur als Entschuldigung, sieh es als Kniefall an, ich habe Dich nicht behandelt, wie Du es verdient hast. Da stehst Du seit Jahren in meiner Sammlung, ich lasse Dich fast einstauben, nur um jetzt zu erkennen, was für eine Ausnahmeerscheinung Du bist.
Du bist eine einzigartige Homage an ein Zeitalter, als Pornos noch für die große Leinwand gemacht wurden und Disco nicht nur schräg, sondern wirklich funky war. Das zeigts Du uns mit einer Hingabe und Detailverliebtheit, mit einer wunderbaren Erzählweise, stehts bemüht, Humor und Tragik so zu verbinden, dass Du auf beiden Ebenen genau den Punkt triffst. Du bietest etliche Charaktere, von denen keiner unwichtig erscheint, die alle ihren Platz in Deiner Geschichte haben, die Du alle ernst nimmst und echt erscheinen lässt. Auch wenn Du eigentlich eine ganz andere Geschichte erzählst, Du hast mich in deiner Art so sehr an "Goodfellas" erinnert, den ich im Gegensatz zu Dir schon früh den heiligen Status des Lieblingsfilms verliehen habe. Besser spät als nie.
Ach und bervor ich es vergesse, wenn ich schon Deine Figuren so loben, muss ich natürlich selbiges mit Deinem wunderbaren Cast machen. Viele von ihnen waren damals noch leicht grün hinter den Ohren oder hatten zumindest noch nicht so einen Namen wie heute, aber alle, wirklich alle, gehen in ihren Rollen voll auf. Mark Wahlbergs Naivität könnte echte nicht sein, vielleicht musste er sie nicht immer spielen. Aber einer hatte schon seinen Namen, der eigentlich nur noch belächelt wurde. Hand aufs Herz, wer hätte Burt Reynolds damals das zugetraut? Er spielt nicht Jack Horner, er IST Jack Horner. Wenn er mit einem Funkeln in den Augen und der puren Begeisterung für sein Schaffen von seinem Traum erzählt, dass die Leute "in ihrem Saft sitzen bleiben...solange sie nicht wissen, wie die Geschichte aufhört", überträgt sich diese Begeisterung zwangsläufig. Nie hat jemals jemand sympathischer gesagt: "Spritz ihr auf die Titten, Eddy!"
"Boogie Nights" du musstest lange warten, aber letztendlich hast Du mich doch erobert. Nimm dieses Herz, Du hast es verdient!

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JackoXL

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Das kann ich nur unterschreiben.


sikkmeidack

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Kann ich auch unterschreiben?


Movie-Mike

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Bewertung9.0Herausragend

Allein "Boogie Nights" und "Magnolia" haben Paul T. Anderson in kürzester Zeit zu einem meiner Lieblingsregisseure werden lassen. Es gibt wohl kaum einen kultigeren Film als "Boogie Nights". Der Soundtrack (wahrscheinlich der beste Filmsoundtrack aller Zeiten!!!), Kamera und die besondere Story machen den Film extrem kurzweilig. Die ca. 2 1/2 Stunden kommen einem wie eine Stunde vor. Die Besetzung ist einfach nur überragend (wie in allen P. T. Anderson-Filmen)! Die Story hätte kurzerhand in Richtung "American Pie" o.ä. abdriften können, aber sie ist technisch auf einem so hohen Niveau umgesetzt, dass man sich wundert, warum der Film keinen Oscar bekommen hat.

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MikeC.

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Bewertung6.0Ganz gut

Hat neben der ungewöhnlichen Thematik und dem erdrückenden Staraufgebot leider nichts außergewöhnliches zu bieten.

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Annumbay

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Achso ...


lori101007

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein nostalgischer Blick hinter den Kulissen der Pornoindustrie der 70er und 80er. Sehr gut verfilmt und tolle Darsteller.

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Keky

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Bewertung9.0Herausragend

Grandioser Film mit super Besetzung und super unterschwelligen Humor. Die Szene wo Little Bill mit Kurt über den Look des Film sprechen will und seine Frau im Hintergrund genagelt wird ist göttlich! Man sieht das auch Hollywood Dinos noch gute Filme machen können, denn Reynolds spielt seine Rolle perfekt. Versteh nicht wieso der kein Oscar bekommen hat, denn der gehört definitiv ins Filmregal.

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fkfilmkritik

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Bewertung7.5Sehenswert

"Boogie Nights" ist erst der zweite Spielfilm von Paul Thomas Anderson. Das merkt man eigentlich gar nicht, dennoch spürt man, dass der Mann sich noch nicht - wie zwei Jahre später - riesige Drehbücher schrieb und sich an sie ranmachte. Anders gesagt: Er ist noch nicht auf dem überragendem Niveau von "Magnolia" und "There Will be Blood" dieses ist aber eben unglaublich hoch.

Der Regisseur wagt sich erstmal an den Aufstieg und Fall des Porno-Stars Eddie Adams alias Dirk Diggler (gar nicht schlecht, der Name) ran. Ähnlich wie in "There Will be Blood". Nur hier sind nicht so viele tiefgründige Botschaften versteckt. "Wagt" ist übrigens in jedem Fall das falsche Wort. Denn das wirkt dermaßen gekonnt, dass man schon das unglaubliche Wunderkind, was immer bessere Filme macht vor sich sieht. Ich erwarte mir noch sehr viel von dem Mann und ich hab noch nicht mal "Punch Drunk Love" gesehen!

Anderson stellt die Rolle des Porno-Stars - basierend auf den Darsteller John Holmes ziemlich zynisch auf stereotypisch dar. Dirk Diggler trägt hohe Kroko äh italienische Schuhe und Hawaii-Shirts. Mark Wahlberg meistert seine Rolle absolut großartig, was vor allem daran liegt, dass sie perfekt für ihn geschrieben wurde. Schade, dass er sich in Filmen wie "Max Payne" dann wieder zum Affen machte.

Der Inszenierungsstil ist sehr effektiv und lässt den Film kurzweilig und doch eindringlich wirken. Der Soundtrack ist wunderbar an die 70s und 80s angepasst und erfüllt wunderbar seinen Zweck. Die Dramaturgie entsteht am Ende besonders dadurch, dass Anderson alles locker und leicht darstellt. Urplötzlich und blitzschnell entwickelt sich der Hauptdarsteller zum großen Dirk Diggler und dann wird immer alles schwieriger und schwieriger. Die Charaktere wachsen einen irgendwie auch ans Herz. Besonders John C. Reilly und Phillip Seymour Hoffman.

"Boogie Nights" ist gewiss nicht perfekt, aber großartig. Lässt einen nie kalt und ist wunderbar anzuschauen. Der Charme fehlt ebenfalls nicht und das Feeling absolut packend. Einfach aber genial.

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Mr. Goodkat

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Nicht der stärkste Film von Anderson, Magnolia und There will be Blood sind da noch besser. Klasse Kommentar btw ;)


fkfilmkritik

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@Punsha: Danke. Hehe, sind ja auch nur 0,5. Man muss einfach Luft nach oben für die Spätwerke des Meisters lassen. ;)
@Hooded Justice: Ja, ich finde er passt einfach hier. Allerdings sah ich das auch so bei "Departed".^^ Wie ich sehe ist "There Will be Blood" auch gut angekommen. Kannst dir "Boogie Nights" gerne ansehen. Ist aber allein vom Tempo her ein ganz anderer Film.
@Mr. Goodkat: Danke. Ja, sehe ich genauso, aber für weniger als 8 hat er mir einfach zu gut gefallen. ;)


Sigrun

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Bewertung7.0Sehenswert

Handwerklich gut gemacht mit 1A Leistungen des jungen Wahlberg, alten Reynolds (die beide sehr gut in jedem Film jemand komplett anderen spielen können) und Julianne Moore, die hier mal wieder sehr schön sich selbst spielt. Rollergirl war auch klasse!

Abzüge (jeweils 0,5) gibts für den Fakt, dass in diesem Monstrum von einem Film so gut wie kein Humor vorhanden ist. Hey, selbst Pornodarsteller und -darstellerinnen müssen trotz des harten Loses, das sie ertragen, doch mal lachen! Die Situationskomik, die ab und an durchaus aufkommt, lasse ich nicht als echten "Filmhumor" durchgehen.

Der andere halbe Punkt wird abgezogen, weil der Film bisweilen doppelt bis dreifach unterstreicht, was er mitteilen will: auf Ebene der Bildkomposition, durch den Dialog, ein paar schöne Schnitte und gern noch garniert durch zeitgenössische Musik aus den Charts - und wer's dann immer noch nicht kapiert hat, darf das Ganze wenig später in einer variierten Szene noch mal ansehen, anhören und sich erneut aufs gelangweilte Gemüt drücken lassen. Das finde ich irgendwie Porno :)

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kinokumpel

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es ist schon bemerkenswert, wie scharf P.T. Anderson die Charakterzeichnungen gelingen, wie sehr wir schon nach der ersten Kameratour durch den Nachtclub ins Geschehen gesaugt werden und die Charaktere kennegelernt haben. "Boogie Nights" überzeugt mit einer ungeschminkten Geschichte voller gebrochener, hervorragend gespielter Figuren und schafft es quasi nebenbei zudem, uns ein präzises Bild von der Pornobranche in den 70ern zu vermitteln. Trotz enormer Länge und dann doch auch einiger weniger Längen insgesamt ein sehr beeindruckender Film.

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The_Comedian

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

´Boogie Nights´ ist die perfekte Hommage an die gute, alte Zeit, auch wenn man sie nicht selbst erleben durfte. Das unbeschwerte Lebensgefühl der verrückten Siebziger Jahre wird anhand des Bereiches Pornographie veranschaulicht, vermittelt werden Werte wie Zusammenhalt, (Ersatz) Familie, Solidarität und uneingeschränkte Toleranz. Die ´Fickerei` dient dabei lediglich als Spielball des ´totalen Entertainments´, nur um in der zweiten Filmhälfte auch anhand der Entwicklung in der Pornographie den gesellschaftlichen Wandel notwendig-drastisch zu überzeichnen, denn die Achtziger bringen neben schlechtem Koks und grausiger Musik plötzlich auch noch Video ins Spiel, letztlich das Ende des guten, alten Pornokinos, sowie zunehmende Gewalt. Die Darstellerriege von ´Boogie Nights´ ist phänomenal und absolut treffend, der Soundtrack dürfte zu den Besten und vorallem im Kontext Passensten überhaupt zählen. ´Boogie Nights´ ist ein Aushängeschild für das ´spaßige Drama´, Freud und Leid liegen dabei nicht nur nah beeinander, sondern überlagern sich sogar des Öfteren, womit die Brücke zum ´Cliffhanger´ Porno geschlagen wurde. Diese Scheinwelt wird in P.T. Anderson´s Meilenstein gnadenlos offenge,- und zerlegt.

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hoffman587

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Boogie Nights

Eintauchen..eintauchen in eine Industrie der 70er Jahre...eintauchen in die Pornoindustrie...mit Jack Horner und Dirk Diggler...das kann man man also in dem Film "Boogie Nights" von Paul T. Anderson aus dem Jahre 1997.

Die Story zwar eigentlich mit einem üblichen Handlungsmuster, den Aufstieg und den Fall eines Stars, einer berühmten Person, dieses Mal (hier benannt als) Dirk Diggler bzw. Eddie Adams (basierend auf einer realen Person), aus seiner Sicht diese Industrie erleben, interessant gemacht von Mr. Anderson, mit all seinen Facetten.

Nun gut und dazu wird ein Ensemble der Megaklasse aufgefahren, in der Hauptrolle als tragischer Träumer Dirk Diggler Mark Wahlberg, stark gespielt, mit viel Herz und Ironie und neben weiß auch Burt Reynolds als Regisseur Jack Horner, der Mann der Dirk entdeckte, und Reynolds ist phänomenal, für mich auf jeden Fall eine seiner besten Leistungen, auch hier mit viel Energie. Neben ihnen gäbe es natürlich auch noch Julianne Moore, die hier mal wieder aller erste Sahne ist. Aber Moment bevor ich ihn vergesse, sollte natürlich noch William H. Macy erwähnt, was der Kerl hier wieder abliefert, einfach phantastisch, jeder der das Werk kennt wird wissen was ich meine, die menschliche Tragik des Lebens, aber ich möchte ja nicht spoilern. Jedenfalls die Besetzung ist groß, zu groß um sie jetzt noch alle aufzuzählen, von allen exzellent gespielt von Hoffman(Philip Seymour) zu Baker Hall.

Und ja auch Andersons Regie ist brillant, offenherzig, ohne jedemögliche Scheu oder Angst, dabei selbstverständlich noch wunderbar satirisch-ironisch oder auch zynisch angehaucht, einerseits voll von diesen Elementen, anderseits genauso zärtlich und menschlich-tragisch erzählt, mit seinen Höhepunkten und Tiefpunkten, mit der Sonnenseite des Lebens und der Schattenseite dieses Geschäftes, bis zum Schluss für mich fesselnd und ich würde sogar sagen mitreißend.
Mitreißen tut dieser Film aber auch in Bezug auf seine vorzügliche Kameraarbeit, die mir hier geradezu strahlende Bilder entgegen warf bunt, knallig, farbig, grell, glänzend eben, da entsteht ein perfektes Gefühl, ob in den 70ern oder 80ern, immer eine grandiose Atmosphäre und eine klasse Optik, wunderbare Verzierung.

Dazu noch ausgezeichnet gemachte Charaktere, jeder von ihnen durchaus zwiespaltig und auf der anderen Seite wieder irgendwie schrullig, zu jeder Zeit für mich interessant, wie gesagt auch noch mit Tiefgang vergoldet und weiterhin enthält das Drehbuch selbstredend noch erstklassige Dialoge. Ach, hier fehlt natürlich auch nicht die passende Untermalung des Werkes, ein perfekter und gigantisch ausgesuchter Soundtrack der Extraklasse, bei dem ich selbst nicht mehr weiß wo ich da beginnen soll, großartig.

Unterm Strich möchte ich dann nur noch sagen, dass ich "Boogie Nights" für ein brillantes Zeitportrait zwischen witzig und traurig ist, eine unglaubliche Balance, ein famos ausgearbeitetes Werk, mit großen Stars, ganz große Klasse, triumphfabel.

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hoffman587

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Nein, daran liegst wahrscheinlich...


MikeC.

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Nein, es liegt daran, dass die Videos in Deutschland wegen der GEMA einfach nicht abgespielt werden können. Kann man zwar über einen Proxy-Server umgehen, aber ob sich der Mehraufwand lohnt?


Punsha

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"You don't know what I can do! You don't know what I can do, what I'm gonna do, or what I'm gonna be! I'm good! I have good things and you don't know about! I'm gonna be something! I am! And don't fucking tell me I'm not!"
Anderson zeigt uns mit "Boogie Nights" einen realitätsnahen und sehr tiefen Einblick in den Aufstieg der Pornoindustrie in den 70er und 80er Jahren. An sich kann man diesem Werk echt nichts vorwerfen. Durch perfekte Kostüme und Schauplätze, sowie einer sehr passenden Musikuntermalung fühlt man sich gleich in die 70er Jahre versetzt. Trotz der großen Menge an Figuren konnte für jede Einzelne genug Raum zur Charakterzeichnung und Entwicklung geschaffen werden, was auch ein großer Verdienst der Schauspieler ist, die einfach großartig spielen.
Und trotz der für Anderson typischen Überlänge war mir nie langweilig und im Gegensatz zu seinen anderen großartigen Werken, wie "There Will Be Blood" oder "Magnolia", machte "Boogie Nights" teilweise echt Spaß und wirkte insgesamt erfrischender.

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Salvatore Manias

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Bewertung6.0Ganz gut

ich hätte mehr erwartet.

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metal1bob

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Den Film hatte ich vor vielen vielen Jahren schon mal gesehen und war überrascht, wieviel mir beim zweiten mal noch bekannt vorkam, auch einzelne Szenen und Dialoge. Jetzt konnte sich der gute Eindruck bestätigen, "Boogie Nights" ist ein toller Film über den Aufstieg der Pornoindustrie, gezeigt an mehreren miteinander verbundenen Einzelschicksalen. Ein Film mit vielen Charakteren funktioniert aber nur mit einem guten Cast und der ist in diesem Fall phänomenal. Praktisch die kleinste Nebenrolle ist mit einem heutzutage gut bekannten Schauspieler bis Superstar besetzt, von Altstar Burt Reynolds über den jungen Mark Wahlberg (so jung, dass er praktisch noch Marky Mark war!) bis hin zu Phillip Seymour Hoffman, William H. Macy oder Thomas Jane. Erzählt wird die Geschichte eher ruhig, aufmerksam und einigermaßen fit sollte man also schon sein, dafür wird man dann aber auch mit viel cooler 70er und 80er Musik und tollen Kamerafahrten belohnt. Dass die Story an sich dabei nicht allzu besonders ist, stört in diesem Fall auch gar nicht weiter.

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Puni

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Bewertung9.5Herausragend

Großartiger Film. Zwar für mich nicht das absolut perfekte Meisterwerk wie There Will Be Blood oder Magnolia, aber schon nah dran. Ich weiß nicht, wie PT Anderson es immer wieder schafft, seine vielen Charaktere so toll zu besetzen und zu charakterisieren. Andersons Geschichte über die Pornoszene der 70er und 80er geht wie gewohnt recht lange, kann aber die ganze Zeit über unterhalten. Auch wird das ganze Stimmungsbild der 70er sehr authentisch eingefangen, sei es Frisuren oder Klamotten. Es gibt einige sehr starke Szenen, auch ist die letzte Halbe Stunde atmosphärisch richtig stark und ragt, wie auch der Anfang, ganz besonders aus dem Film raus. Auch die Musikuntermalung ist mal wieder großartig, aber das kennt man ja nicht anders - Boogie Nights ist ein weiterer Grund, weshalb PT Anderson mit zu meinen Lieblingsregisseuren zählt.

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kristallrainer

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Bewertung5.5Geht so

Das positive mal vorweg: Geile Klamotten!( 70s eben, kann man nicht so viel falsch machen...), Geiler Soundtrack (70s eben, kann man nicht so viel falsch machen...) und zweifelsfrei gute Schauspieler (Mark Wahlberg passt wie angegossen in die Rolle des aufstrebenden Pornostars, Heather Graham als Rollergirl hat definitiv auch ihre Momente, Julianne Moore spielt die in die Jahre gekommene Pornodarstellerin auch sehr glaubhaft. Und natürlich Burt Reynolds, der als Regisseur genauso eine Topbesetzung wie Philip Seymour Hoffman als schwuler Kabelträger ist). Warum also ist dieser Film kein Meisterwerk geworden, für den er hier von vielen erklärt wurde?! Ganz einfach: relativ wenig Handlung verpackt in 147 Minuten, ohne erkennbaren roten Faden.
Lustige Momente existieren zum Glück (z.B. in vielen Szenen, die mit der Entstehung des Namens Dirk Diggler zusammenhängen) sind aber auf die gesamte Dauer des Films viel zu rar, zumal es wirklich genug Material für die eine oder andere weitere Pointe gegeben hätte. Der erste Teil dieser fast 2,5 stündigen Films ist noch gut, die letzten 45 Minuten hingegen ziehen sich dermaßen in die Länge und werten die Film doch merklich ab.

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strangelet

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Bewertung6.5Ganz gut

Als Männer noch ins Kino gehen mussten, um einen Porno zu sehen, war die Produktion von Erwachsenenunterhaltung auch noch fast so glamourös wie die richtige Filmbranche. Dann kamen Videokassetten, die Budgets schmolzen dahin, und vorbei war die Party. Dabei zuzusehen, was aus den Pornostars der Siebziger wurde, als ihre Zeit vorbei war, könnte ganz interessant sein – und ist es in Boogie Nights auch. Leider muss man sich, um diese Geschichte sehen zu können, vorher fast eineinhalb Stunden lang damit begnügen, Mark Wahlberg und anderen Leuten aus Hollywoods zweiter Garnitur dabei zuzuschauen, wie sie Sprüche reißen, saufen, sich in der Sonne aalen, Koks schnupfen und sich gegenseitig das Hirn rausficken. Und das ist leider in etwa so interessant wie ein Internetporno, nachdem er seinen… äh… „Zweck“ erfüllt hat.

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Fernschreiber

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wer schon immer mal Mark Whalbergs Penis sehen wollte, sollte Boogie Nights schauen...
Boogie Nights erzählt die Geschichte einer Reihe von Figuren, die sich irgendwie in der Pornofilmbranche treffen. Im Zentrum steht dabei sicherlich Mark Whalberg als Dirk Diggler, eine Name wie ihn nur Götter oder Pornostars tragen können.
Paul Thomas Anderson praktiziert hier auch wieder genau das, was er später auch in There will be Blood (dem einzigen weiteren Film von ihm, den ich bisher kenne) macht: Den glorreichen Aufstieg und dann den zum großen Teil selbst verschuldeten Abstieg einer Figur.
Mark Whalberg kommt erst zum goldenen Stich und durch die bösen Drogen verliert er in der zweiten Hälfte den Bezug zur Realität.
Was Boogie Nights besonders macht, ist die Präzision, mit der PTA die Zeit der später 70er und frühen 80er einfängt. Fantastische Musik und tolle Kulissen und Kostüme lassen einen wirklich tief eintauchen. Hinzukommt ein hochkarätiger Cast: Wie schon gesagt Mark Whalberg (sehr überzeugend gespielt, die bisher mir bekannte beste Rolle) die bezaubernden und hinreißenden Julianne Moore und Heather Graham, Philip Seymour Hoffman als schwuler Kameraassistent, John C. Reilly als Pornostar, William H. Macy in seiner gewohnten Rolle als Versager und Burt Reynolds als Leiter des Pornoimperiums.
Neben den Stars gibt es gute Schnitte und tolle Kameraarbeit. Einige Szenen sind einfach so herrlich absurd, dass es einfach nur Spaß macht. Natürlich gibt es auch knisternde Erotik (das erwartet man doch auch von einem Film über die Pornobranche)
Insgesamt ein sehr stimmiger, toll inszenierter und sehr gut gespielter Film, der jedoch vielleicht die ein oder andere Länge aufweißt. Und ich meine dabei nicht nur den anfangs erwähnten Penis.

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Envy You

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Bewertung3.0Schwach

Unglaublich, wie viele Zuschauer auf diesen Film hereinfallen! Ein immens verklemmtes Moralstück, was ob des Themas schlechte Voraussetzungen sind. Des Films Moral: alle, die im Pornogeschäft sind, sind verdammt, abzustürzen! Aus politisch korrekten Gründen darf der afroamerikanische Mitläufer (Don Cheadle) den Absprung schaffen. Angeblich drehen die Protagonisten Hardcore. In einer möchtegern-gewagten Szene lässt PT Anderson seine Kamera den Sucher der Porno-Kamera filmen. Und die rammelnden Darsteller sind von der Hüfte aufwärts zu sehen. Hardcore? Wohl eher Blümchensex. Da folgt der Regisseur vorbeugend dem Diktat der Sittenwächter.
Obwohl das beeindruckende Ensemble engagiert spielt (und eine splitterfaserige Heather Graham punkten sollte), bleibt dieser Film ein Ärgernis. Ein anderer, anarchischerer Filmer hätte eine komische Zeitstudie mit Biss und Tiefgang daraus machen können. So bleibt nur ein plakatives Machwerk mit verkrampft-katholischen Werten.

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Sennix

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Faszinierendes Porträt der Pornoindustrie in den 70er und 80er Jahren mit klasse Darstellern, allen voran Burt Reynolds und einem grandiosen Soundtrack der die Inszenierung dieses bewegenden Zeitabschnitts perfektioniert.

Dabei beeindruckt mich am meisten die Wahl des Themas, denn Filme über die Pornoindustrie gibt es eher selten.
Entweder traut sich keiner so einen Film zu machen, da das Thema von der Gesellschaft gerne unter den Teppich gekehrt werden würde, oder es wird davon ausgegangen, dass ein Film über Pornographie bei dem man den Sex größtenteils rauslassen müsste, langweilig wäre.

"Boogie Nights" beweist meiner Meinung nach eindrücklich, dass dem nicht so sein muss und zeigt dem Zuschauer einen berührenden und vor allem respektvollen Blick auf die Menschen hinter dem Porno.

P.S. Mein Tipp zur Ergänzung dieses Films wäre "9to5 Days in Porn", eine Dokumentation über die europäische und amerikanischen Pornoindustrie heutzutage.

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